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Steffi
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.08.2010 Beiträge: 16
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Verfasst am: 01.02.2012, 11:47
Titel: 2.Fremdsprache Latein oder Französisch |
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Hallo,
bei uns steht jetzt demnächst die Entscheidung bezüglich der zweiten Fremdsprache an, die bei uns aj in der 6.Klasse beginnt.
Seit einem halben Jahr haben wir jetzt Englisch als 1.Fremdsprachen und läuft bei jetzt ganz gut. Ich habe aber das Gefühl das gibt noch keine Aussage, ob ds weiterhin so gut geht, weil bei der einzigsten Klassenarbeit, die geschrieben wurde, war ein Klassenschnitt von 2,0.
Unser schwächstes Fach ist Deutsch (jetzt 3 im Zeugnis), weil es einfach etwas an der Rechtschreibung hängt.
So jetzt sollen wir entscheiden Französisch oder Latein. Gibt es Kriterien an denen man es festmachen kann, was denn Kindern eventuell besser liegt.
Ich bin auch meiner Schulzeit leider vorgeprägt. Ich hatte Französisch und habe es gehaßt . Leider ist meinen 5 Schuljahren Französisch auch leider nichts hängen geblieben.
Kann mir jemand Tipps geben, wie ich hier weitr komme ? _________________ Steffi mit eineiigen Zwillingsjungs |
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Tar-Miriel Sponsor 2010/2011

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.03.2005 Beiträge: 5237 Wohnort: Südhessen
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ripley
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.05.2010 Beiträge: 567 Wohnort: RLP
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Verfasst am: 01.02.2012, 12:15
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Bei uns war die Entscheidung sehr einfach: Junior hatte in der GS Französisch und hasste es, weil er die Lehrerin hasste.
Zudem ist er ein ausgesprochen logik-lastiger Typ, was zum Erlernen von Latein (sehr grammatiklastig, erfordert strukturiertes Denken und Vorgehen nach eher strengen Heuristiken) überaus nützlich ist.
Generell würde ich sagen: Mathematisch-logisch veranlagte Menschen tun sich mit Latein leichter, eher musisch "Gestrickte", die sich gut in Klänge, Töne (Aussprache!) reinfühlen können, mit Französisch.
(Ich selbst hatte Latein als zweite, Französisch als dritte FS - Latein war weit mehr "meins"; bin aber auch der eher rational-logische Typ) _________________ LG
Ellen |
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joeymc Sponsor 2010/2011

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.09.2009 Beiträge: 1333 Wohnort: Hessen
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Verfasst am: 01.02.2012, 17:01
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Kann mich im wesentlichen ripley anschließen, Latein ist viel Lernerei, Französisch eher intuitiver (Verbformen muss man da aber auch lernen).
Mein Großer hat Latein und liebt es. mein Kleiner Französisch und mag es, auch wenn er die Lehrerin hasst. Den Frankreichaustausch hat er sehr genossen, bald kommt der Franzose zu uns...
Bei uns haben die Kinder die Entscheidung unbeeinflusst von uns getroffen und bisher noch nicht bereut.
LG
Joey _________________ veni, lusi, fugi
(Ich kam, scherzte und floh - mein Sohn Nr 1 (13) über die Schule ) |
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jutta Sponsor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.05.2005 Beiträge: 4310 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 01.02.2012, 18:50
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Hallo Steffi,
ich musste gerade ein wenig schmunzeln, denn "wir" und "uns" zu benutzen, zeigt mir doch, wie sehr du dich deinen Kindern verbunden fühlst.
Nun, eigentlich müsst nicht ihr, sonder sie sich entscheiden, oder? Ganz gemein wäre es ja mit eineiigen Zwillingen, beide Kurse zu wählen und abwechselnd hinzugehen, merkt sicher keiner....
Nein, im Ernst, was sagen deine Söhne? Wie sind sie gestrickt?
Jutta _________________ Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
Einstein (3/93) und Napoleon (3/99) |
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grünergeist Quiz-Gewinnerin

Anmeldungsdatum: 21.05.2005 Beiträge: 2523
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Verfasst am: 01.02.2012, 23:11
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Geistlein hatte ein Jahr Latein und es hat ihr Spaß gemacht, obwohl sie miserablen Unterricht (und Noten) hatte (Da war ich alte Lateinhasserin als Nachhilfe gefragt). Sie hat sich allerdings ohne Bedauern verabschiedet zugunsten einer aktuellen Sprache (Spanisch) und ist ganz zufrieden mit den Grundkenntnissen, vielleicht macht sie es in der Zehnten als Wahlfach nochmal.
Ich finde Latein nett um eine Sprachstruktur zu erlernen, es als "richtige" Sprache bis zum Abi durchzuziehen, sehe ich aber als Zeitverschwendung. Solange man die Chance hat auf genug Unterricht um eine Sprache noch zu lernen, würde ich immer eine benutzbare wählen.
Ich selber habe Latinum und Graecum, war ganz nett, aber ich bedauere es mit Russisch als vierte und Französisch als fünfte Sprache keine brauchbare Sprache mehr gelernt zu haben. _________________ Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen. [George Orwell]
grünergeist |
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MottesMama
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.11.2011 Beiträge: 82 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 01.02.2012, 23:58
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Grundsätzlich sagt man ja ist Latein der Grundstock aller Sprachen, also wer Latein kann, dem fällt das erlernen weiterer Sprachen leichter...
Ich würde mich den Vorrednern anpassen aber immer mehr zu latein tendieren... Ich habe es damals auch gehabt, aber nach einen halben Jahr hab ich dann mit Note sehr gut gewechselt, weil es mir zu langweilig war (damals Klasse 7)... es fällt aber leichter, weil Lautschrift etc erstmal wegfallen, man spricht es ja wie man liest... ist halt wirklich sehr Gramatik lastig, aber da ist ja keine neue Info ;o) _________________ Gib jeden tag die Chance der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
--> Motte (03/04) <-- |
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Ylva

Anmeldungsdatum: 18.08.2010 Beiträge: 110
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Verfasst am: 02.02.2012, 00:04
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Vorneweg: Ich hatte selbst sieben Jahre (und Leistungskurs) Französisch und als dritte Fremdsprache Latein. Der Französischlehrer der Oberstufe war ein richtig fauler S...., der Lateinlehrer war soweit OK wenn auch in den Randstunden (0. Stunde und 9/10. Stunde) nicht mehr so viel Engagement zu erwarten war.
Im Studium hätte ich theoretisch in den Lebenswissenschaften von meinen Lateinkenntnissen profitieren sollen, aber die paar immer gleichen Vokabeln hätte ich auch so schnell gelernt.
Französisch dagegen war trotz faktisch in der Oberstufen kaum vorhandener Lehre einfach deswegen besser, weil ich zu dieser Zeit sehr viel in Frankreich unterwegs war und ich es tatsächlich nutzen konnte. Sowohl für Reisen und Schüleraustausch als auch zum Anlernen anderer Sprachen wie Italienisch, Spanisch und Portugiesisch (die ich inzwischen zwar wegen dauernder Verwechslung alle nicht mehr sprechen, aber zumindest in geschriebener Form meist verstehen kann).
Ich würde heutzutage auf jeden Fall eine lebendige Sprache vorziehen, mit der man auch etwas anfangen kann. Wer um die Aussprache oder Rechtschreibung im Französischen fürchtet, der kann ja auch Spanisch oder Italienisch lernen.
Latein oder Griechisch ist meines Erachtens (natürlich abgesehen von Personen, die sich direkt für alte Sprachen oder Theologie interessieren) echte Zeitverschwendung, vor allem für schlaue Köpfe. Ungefähr wie sieben Jahre lang Sudokus lösen. Für mich hatte Latein immer den Charakter von Kreuzworträtseln, die können auch richtig schwer sein, und hinterher hat man außer der Befriedigung nichts davon.
Grüße von Ylva, die sehr logisch strukturiert ist UND musikalisch (was sich nicht ausschließt, angeblich sollen gute Mathematiker auch oft gute Musiker sein)
PS: Mal sehen, was mein Großer in einem Jahr dazu sagt. Ironischerweise wird bei Asterix mehr Latein als Französisch gesprochen... |
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ripley
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.05.2010 Beiträge: 567 Wohnort: RLP
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Verfasst am: 02.02.2012, 09:24
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| Zitat: |
| Für mich hatte Latein immer den Charakter von Kreuzworträtseln, die können auch richtig schwer sein, und hinterher hat man außer der Befriedigung nichts davon. |
Aber das ist doch eine ganze Menge, oder?
Ich fürchte, ich muss noch mal einen Stab für Latein brechen. Wie gesagt, ich hatte es als zweite Fremdsprache und Latein war die einzige Sprache, die ich voll bis zum Abi durchgezogen habe (Englisch nur als freiw. Grundkurs, Franz. abgewählt in der ... 10. Klasse glaube ich).
Ja, es IST, wenn man den Hang dazu hat, weitgehend zweckfreie intellektuelle Selbstbefriedigung. Aber WAS für eine! Wir haben damals zu zweit (eine Schulkameradin und ich) stundenlang und mit Leidenschaft an unseren Übersetzungen geknackt, teils via Telefon(zelle! Ja, die gab es damals noch!). Eine ähnliche Hingabe konnte ich nur für mathemathische und physikalische Beweise aufbringen.
"Aber die Sprache ist doch tot!" - Ja, stimmt. Und ganz ehrlich, zehn Jahre später, in Tunis (Karthago) bin ich kläglich gescheitert an den Grabinschriften auf den römischen Klamotten.
Aber: die gesammelten romanischen Sprachen basieren auf Latein. Der Großteil der west-, süd und mitteleuropäischen Grammatik(en) geht auf die lateinische zurück.
Und später war ich oft genug in der Situation, dass ich französische, italienische oder spanische Texte vorliegen hatte und zumindest grob abschätzen musste, ob sie in Inhalt und Struktur zum deutschen oder englischen Original passten. Und DAS geht, wenn man sein Latinum beieinander hat.
Auch auf Reisen nach F und I, die ich seinerzeit (natürlich per Anhalter ...) tätigte, konnte ich mich, trotz rudimentärem Französisch und nie gelerntem Italienisch immer verständlich machen.
So, der Leidenschaft einen Schlusspunkt setzend: Latein ist tot, ja, aber es ist der "Schlüssel" zu vielen anderen Sprachen. Sich in die so eröffneten "Räume" hineinbegeben und sich darin bewegen, obliegt dann dem Einzelnen. _________________ LG
Ellen |
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Ernestine

Anmeldungsdatum: 18.01.2012 Beiträge: 98
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Verfasst am: 02.02.2012, 09:28
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Ich stimme meinen Vorrednern zu. Was mit noch einfällt ist, daß Latein eher ein Pauk-Fach ist: Vokabeln, Deklinationen, Konjugationen, usw. Die ganze Logik hilft einem ja nichts, wenn man nicht weiß, zu welcher Deklination das Wort gehört und das erfährt man nur durch auswendig lernen und nicht durch die Arbeit mit Texten, Filmgucken, Gesprächen wie in den lebendigen Sprachen. _________________ Charlotte [8], Wolf [3], Frieder [1] |
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Steffi
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.08.2010 Beiträge: 16
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Verfasst am: 02.02.2012, 10:35
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Vielen Dank für eure vielen Antworten.
Die Jungs sind leider schon etwas von mir beeinflußt, weil sie mitbekommen haben, daß ich Französisch gehaßt habe. Deshalb tendieren sie eigentlich mehr zu Latein.
Eigentlich sind sie beide mehr mathematisch veranlagt und deshalb befürchte ich, daß Ihnen Franz. nicht liegt. Zur Zeit machen sie im Deutschunterricht auch viel gut, durch ihre mündlich Mitarbeit, weil die Rechtschreibung echt zu wünschen übrig läßt. Auf der anderen Seite, sind beide Jungs sportlich so ausgelastet, daß sie nicht massenhaft viel Zeit zu Lernen haben, was bis heute auch gut klappt.
Aber Lernen müssen Sie doch in beiden Fächern, oder ?
Ich finde die Entscheidung, die natürlich die Jungs für sich selbst treffen müssen, echt schwierig, weil die Sprache behalten sie defintiv bis zum Ende der 10.Klasse.
Leider oder zum Glück, sind sie sich beide so ähnlich, daß sie garantiert keine unterscheidlichen Wege einschlagen werden. Wenn ich mir vorstelle, jeder würde eine andere Sprache lerne und ich müßte dann helfen .
Gäbe es Spanisch oder Russisch, würde ich diese Sprachen auf jedenfall Latein vorziehen.
Grüße
Steffi _________________ Steffi mit eineiigen Zwillingsjungs |
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Pitsidia Sponsor
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.12.2006 Beiträge: 845 Wohnort: Rhein-Main
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Verfasst am: 02.02.2012, 22:32
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Hallo Steffi,
bei unseren Info-Tagen an den Gymnasien wurde immer gesagt, was hier die Vorschreiber auch nannten: logisch-mathematisch, analytisch, strukturiert = Latein. Sprechen fühlen, klingen, hören = Französisch. Unser Großer (jetzt noch 5. Kl., musste sich aber vorab entscheiden) hat sich nach einer Probestunde selbst für Latein entschieden. Mich macht das einerseits ein bißchen traurig, ich habe Französisch ab der ersten Stunde GELIEBT und hatte gute und schlechte Lehrer (immer Männer), v.a. auch das Sprechen, den Austausch mit der Partnerschule usw. Obwohl ich keine Vielrednerin WAR. Allerdings finde ich schon, dass es auch viel Lernerei war, denkt doch bitte an diesen Subjonctif! UND, ich finde, wenn man eine Begabung und ein Faible für Sprachen hat, braucht man kein Latein, um sie zu lernen. Latein hatte ich erst ab der 9. und es hat mir auch Spaß gemacht, aber nicht so emotional wie französisch. Allerdings glaube ich, das für unseren Sohn Latein eher nur Nebensache sein wird, er würde Französisch nicht wirklich mögen, er spricht nicht gerne viel...insofern ist er da sicher richtiger. Und er will unbedingt auch (witzig, daß Du das sagst) Spanisch und Russisch lernen...Spanisch fänd ich ja als 2 FS viel sinnvoller.
Ich würd´s auch die Kids entscheiden lassen, sonst bekommst Du bis zur 10. Vorhaltungen gemacht...das erspare ich mir in DIESEM Fall...
Viel Erfolg bei der Entscheidung
Pitsidia _________________ Pitsidia |
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freakyfour
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.03.2011 Beiträge: 156
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Verfasst am: 02.02.2012, 22:52
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Meine Meinung: unbedingt französisch!!!
Und meine Argumente:
Latein mag vielleicht logisch aufgebaut sein, es ist auf jeden Fall nur mit intensiver Lernerei zu bewältigen.
Auch Französisch muss man viel lernen, die Grammatik hat es durchaus in sich, aber die Freude, auf einmal einen Liedtext zu verstehen, ein Buch zu erobern, die hat man bei einer toten Sprache nicht.
Latein mag vielleicht die Mutter der romanischen Sprachen sein, französisch ist aber eines von den Geschwistern. Und wer sieht sich ähnlicher, Mutter/Kind oder Geschwister untereinander? Deutlicher gesagt, mit einer guten Grundlage in französisch tut man sich leichter als mit Latein, andere romanische Sprachen zu lernen.
Außerdem - wann lernt man denn am gründlichsten eine Sprache, doch noch am ehesten in der Schule. Nur wenige setzen sich noch nach Schulabgang lange genug in einen Kurs, um wirklich noch eine andere Sprache zu erlernen. Dadurch bildet Latein zwar die Grundlage für andere Sprachen, verhindert aber gleichzeitig gründlich, dass man noch eine moderne Sprache lernt. Die Kombi E/L bedeutet faktisch, dass man später im Lebenslauf "Fremdsprachenkenntnisse: Englisch" schreiben muss.
Deswegen bin ich genau der umgekehrten Meinung: Die sprachlich Begabten, die sich vielleicht für eine Philologie-Studium oder Geschichtswissenschaften interessieren, sollten Latein lernen. Und möglichst französisch oder spanisch dazu.
Die Mathematiker, die sich mehr als zwei Fremdsprachen absolut nicht vorstellen können, sollten doch Französisch lernen. Das bringt später im Leben wesentlich mehr. Für MINT braucht man kein Latein.
Gruß, freaky _________________ Freaky, mit B1(8/04); M1 (4/07); B2 (9/08 ); M2 (10/10) |
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Sigiruna Sponsor 2010/2011
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.04.2006 Beiträge: 861 Wohnort: nicht mehr Nordfriesland!!!!
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Verfasst am: 03.02.2012, 12:31
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Meine Kinder haben sich - familiär vorbelastet - alle drei für Latein als 2. FS entschieden, Tertia als G8-lerin schon ab 6. Kl.
Sohn - Legastheniker - ist an Französisch auch als 3. FS gescheitert und hat es so schnell wie möglich abgewählt. Als 2. FS hätte es ihm wohl die Lust am Sprachenlernen endgültig geraubt.
Töchti - sowohl mathematisch als auch musikalisch veranlagt - hat jetzt in der OS im gemischten Französischkurs keine Nachteile gegenüber denen, die schon früher mit Französisch angefangen haben. Als 3. FS lernt man es einfach schneller. Sie hat als 4. FS Spanisch dazugenommen.
Aus Tertias Jahrgang habe ich von vielen Eltern erfahren, welche Probleme ihre Kinder mit Französisch nur ein Jahr nach Englisch haben. Viele kommen nicht mit der unterschiedlichen Aussprache / Rechtschreibung zweier neuer Fremdsprachen zurecht. Besonders für Kinder, die mehr visuell veranlagt sind, stellt das oft eine Überforderung dar. Wer eher über das Gehör lernt, hat da wohl weniger Schwierigkeiten, denn meist ist der Fremdsprachenunterricht eher auf das akustische Lernen zugeschnitten.
Ich selbst bin sehr einseitig visuell veranlagt. Ich hatte freiwillig mit Französisch als 3. FS in der 8. begonnen, kam aber überhaupt nicht mit der Diskrepanz zwischen Aussprache und Schreibung zurecht. Überhaupt fällt mir die Aussprache überall dort schwer, wo nicht jedem Buchstaben ein Laut zugeordnet ist. Ich habe dann lieber ab der 9. Altgriechisch gelernt. Auf die alten Sprachen aufbauend kann ich Italienisch und Spanisch lesen und sprechen, auch wenn der aktive Wortschatz wie in Englisch, Dänisch und Niederländisch wegen mangelnder Übung nicht so groß ist.
Ich würde also sagen, dass es mehr darauf ankommt, das Sprachenlernen so zu lernen, wie es dem eigenen Lerntyp entspricht, als darauf, eine Sprache möglichst perfekt zu beherrschen, denn das klappt beim Schulunterricht ohnehin selten. _________________ Sigiruna
mit
Sohn 6/93; 13. Kl.; Töchti 2/96; 12. Kl. und Tertia 7/98; 8. Kl. |
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joeymc Sponsor 2010/2011

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.09.2009 Beiträge: 1333 Wohnort: Hessen
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Verfasst am: 03.02.2012, 20:28
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Ganz wichtiger Punkt: Was will das Kind???
Meine beiden haben selbst entschieden und es bisher nicht bereut - hätte ich Nr 1 zu Französisch gedrängt (was eher meine Wahl gewesen wäre) wäre er sicher unglücklich gewesen. Er wollte IMMER Latein, der jüngere IMMER Französisch...
LG
Joey _________________ veni, lusi, fugi
(Ich kam, scherzte und floh - mein Sohn Nr 1 (13) über die Schule ) |
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