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DiabolosEngel
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.12.2006 Beiträge: 163 Wohnort: Ebstorf
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Verfasst am: 10.03.2007, 18:22
Titel: Matheolympiade - trainieren???? |
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Hallo liebe Mitstreiter,
bei uns hat nun gerade die diesjährige Matheolympiade stattgefunden.
Für die, die es nicht kennen: Sie findet einmal im Jahr statt, jedes Kind darf daran teilnehmen. Die 10 Besten aus jedem Jahrgang bekommen bei uns eine Urkunde, die drei Besten kommen in den Vergleich mit anderen Schulen. Und dann gibt es auch noch Landeswettbewerbe...
Die Aufgaben sind vom Rechnen her gar nicht so schwer - viel mehr geht es darum, die Logik zu erkennen und zu sehen, wo der Lösungshebel angesetzt werden muss.
(Ähnlich den Aufgaben bei IQ-Tests bei Erwachsenen).
Nachdem Sohnemann im letzten Jahr den neunten Platz belegt hat, ist er dieses Jahr auf dem achten Platz gelandet - und total enttäuscht.
Ich habe ihm dann gesagt, dass er doch aus seiner Klasse der Zweitbeste war - und dass er ja auch in anderen Fächern und Vereinssachen oben mitmischt. Außerdem zähle ja die Teilnahme an sich sowieso am meisten (olympischer Gedanke). Hat ihn halbwegs beruhigt.
Am Tag danach rief mich eine Freundin an und erzählte nebenbei, dass eine Bekannte von ihr seit Wochen ihre Kinder auf diese Veranstaltung vorbereitet habe. Sie habe sich aus dem INternet die Aufgaben der letzten Jahre geholt und täglich mit den Kinder geübt. (Ein Sohn ist dann Jahrgangsbester geworden, der andere war beim Landesausscheid).
Außerdem fiel gerade in Peters Jahrgang auf, dass fast alle vorderen Plätze aus der Klasse belegt waren, die bei dem Lehrer, der die ganze Veranstaltung initiiert, Mathe haben. Man kann also davon ausgehen, dass er die Kinder schon eher an diese Art von Aufgaben heranführt als alle anderen Lehrer.
Mir ist es letztendlich irgendwo egal, ich steh zu dem, was ich Peter gesagt habe. Und ich bin eigentlich immer davon ausgegangen, dass bei diesen Sachen doch viel mehr das wirkliche Potenzial der Kinder gefragt ist als alles andere. Ich finde es aber schade, dass jetzt durch diese Gedanken doch das ganze ERgebnisbild verzerrt erscheint. Man wird wohl kaum was dagegen tun können.
Ob ich nun nächstes Jahr auch mit Peter pauken werde? Sicher nur so sehr, wie er es auch will. Ich habe übrigens im Nachhinein die Aufgaben, die er nicht konnte, mit ihm durchgesprochen - und sofort hat es Klick gemacht...
Übrigens, besagte Mutter und ihr Mann haben auch teilgenommen. Sie sind beide auf die dritten Plätze bei den Eltern gekommen. Da kann man sehen, dass Pauken nicht alles ist - denn ich weiß zumindest von der Mama, die gewonnen hat, dass sie sich NICHT gezielt vorbereitet hat.  _________________ Gruß Elke |
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eva Quiz-Gewinnerin

Anmeldungsdatum: 02.03.2005 Beiträge: 1137 Wohnort: Österreich
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Verfasst am: 10.03.2007, 19:22
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Hallo,
schwieriges Thema...
Einerseits haben wohl die meisten "Bauchweh" bei dem Gedanken, Kinder auf so etwas hinzutrainieren - andererseits ist es doch ganz selbstverständlich, wenn Kinder für einen sportlichen Wettkampf oder einen Musikwettbewerb intensiv trainieren oder üben - zumindest einige.
Für sehr gute Leistungen sind nunmal sowohl Talent als auch Training notwendig. Da kann man mitmachen oder nicht, man muss sich aber bewusst sein, dass Talent alleine nicht reicht, wenn die anderen zusätzlich trainiert haben.
eva |
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Undercover Sponsor 2010/2011

Anmeldungsdatum: 03.03.2005 Beiträge: 1711 Wohnort: Brandenburg
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Verfasst am: 10.03.2007, 19:53
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Hallo Elke,
mit ihm trainieren würde ich auf keinen Fall. Aber ihm erklären, dass man mit Üben vielleicht seine Leistungen verbessern kann, wenn man das möchte. Und ihm gegebenenfalls die Aufgaben der letzten Jahre besorgen.
Wenn er sich dann selber hinsetzt und an den Lösungen versucht, ist es meiner Meinung nach immer noch eher die Aufgabe der Lehrer als Deine, ihm einen Rat im Bedarfsfall zu geben.
Manchmal ist es auch einfach eine Glückssache. Mein Sohn hat auf Landesebene schon einmal den ersten und einmal den zweiten Preis gehabt, er ist aber auch schon mal nicht über die Schulrunde hinausgekommen, weil er sich lösungstechnisch irgendwie vergaloppiert hatte.
Ich weiß nicht, ob er geübt hat oder nicht, aber ich sehe das ähnlich wie Eva: Grundsätzlich ist es keine Schande, sich auf einen Wettbewerb vorzubereiten. Und ich weiß von einer Schule (nicht unsere), in der die mathematisch interessierten und begabten Schüler ganzjährige Vorbereitungs-AGs für die Mathe-Olympiaden haben. Diese Schule sahnt dann auf Landesebene auch regelmäßig ganz schön ab.
Jedenfalls ist es völlig richtig, einem Kind die Einstellung zu vermitteln, dass Dabeisein zunächst mal alles ist.
Undercvoer |
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jutta Sponsor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.05.2005 Beiträge: 4520 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 10.03.2007, 21:53
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In unserer alten Schule gab es auch Känguru-Kurse. Ist ja ähnlich wie die Matheolympiade. Sohni hat daran teilgenommen, als Förderstunde für Mathebegeisterte. Da er erst ab 3. Klasse hätte mitmachen können, war es nur Spaß. Ihm hat es gefallen, kleine Tricks kennenzulernen.
Wenn er an einer solchen Prüfung teilnehmen würde und hinterher rauskriegt, dass andere, die besser abgeschnitten haben, geübt haben, wäre er sicher sauer. Auf uns Erwachsene, die ihm nicht gezeigt haben, wie man solche Sachen rechnet. Es wäre unfair in seinen Augen, wenn manche vorbereitet sind und andere nicht. Was tun? Die anderen zwingen, nicht zu üben, wird nicht gehen. Also: Mitüben.
Wobei ich sicher nicht regelmäßiges Training meine, sondern zwischendurch das ein oder andere Problemchen betrachten, überdenken, erklären lassen, ausprobieren. Das soll ja schließlich Spaß machen und kein Druck verursachen. Ich fände es auch besser, wenn es keine Eislaufeltern dabei gebe (so stell ich mir die vor), sondern alle mit ihren Begabungen in diese Tests gehen. Ist aber illusorisch, weil immer jemand nachfragt, wie es geht und daher die Übung bekommt. Wer viel fragt, weiß mehr.
Frag deinen Sohn, ob er nächstes Mal auch vorbereitet sein will. Es macht durchaus Spaß, die Fragestellungen aus dem Internet rauszuziehen und sich daran zu proben...
@undercover: Ich fände es auch besser, wenn die Lehrer den Kindern erklären, wo es Probleme gibt. Leider schicken einige Lehrkräfte die Kinder völlig unvorbereitet darein, weil es Arbeit machen würde, die Aufgaben zu sichten, zu erklären, Hilfen zu geben. Bei denen macht Mathe eben nicht so viel Spaß.
Lieben Gruß
Jutta _________________ Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
Einstein (3/93) und Napoleon (3/99) |
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DiabolosEngel
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.12.2006 Beiträge: 163 Wohnort: Ebstorf
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Verfasst am: 11.03.2007, 11:13
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Hallo
Ich werde ihm einfach mal Aufgaben hinlegen und, wenn er INteresse hat, auch mit ihm besprechen. Ich liebe solche Knobelaufgaben!
Gestern Abend habe ich mit einer Freundin zusammengesessen - natürlich haben wir uns auch darüber unterhalten, da ihre Kinder in dieselbe Schule gehen.
Als ich von der Mutter erzählte (ohne den Namen zu nennen) wusste sie sofort, wen ich meine. Denn der eine Sohn hatte mal mit ihren Kindern Flötenunterrricht und auch da hat sie so lange mit dem Sohn geübt, bis er besser war als alle anderen Kinder, die auch schon länger dabei waren.
Ach nee, das brauche ich nicht. Und wie man sieht, fallen solche Mütter doch eher negativ auf.
Peter ist ein bisschen so wie ich: Er ist in vielen Dingen gut, aber eben nicht überragend. Achter (von 80 Kindern in seinem Jahrgang) bei der Matheolympiade, er ist im "ABC-Club", das sind die 12 besten Deutsch-Schüler seines Jahrganges. Er ist Vereinsmeister seiner Altersklasse im DLRG, in seiner Fußballmannschaft ist man unglücklich, wenn er bei den Spielen nicht dabei ist, weil er zwar nicht der Beste, aber doch gut ist. Und er darf als Zweitklässler an der Schach-AG der vierten Klassen teilnehmen, weil der Lehrer meint, dass in ihm förderungswürdiges Potenzial ist. Und das alles, ohne dass ich ihn irgendwie antreibe.
Ich habe ihm das alles mal versucht bewusst zu machen und gefragt, ob ihm das alles noch nicht reiche....
Auf der anderen Seite ist es nämlich auch so, dass er Dinge, die er nicht ganz schnell gut kann, entmutigt an die Seite legt und nicht mehr machen will.
Übrigens, das mit dem Üben für das nächste Jahr könnte sich für mich erübrigen: In den dritten Klassen gibt es den Mathe-Lernclub, für den er bei seinen Leistungen durchaus eine Einladung bekommen könnte nach den Sommerferien. Darauf hoffe ich nun mal - denn den macht auch der Lehrer, der an unserer Schule für die Olympiade zuständig ist! _________________ Gruß Elke |
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Tar-Miriel Sponsor 2010/2011

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.03.2005 Beiträge: 5259 Wohnort: Südhessen
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Verfasst am: 11.03.2007, 18:46
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An unserer Schule findet nächste Woche das erste Mal überhaupt das Mathe-Känguruh statt. Ich war zufällig in der Klasse als die KL ganz "enthusiastisch" den Kindern erklärte, dass wer will eine zusätzliche Mathearbeit schreiben könne, das Ganze aber 2 Euro kostet. Diesen Ansatz fand ich schon etwas bedenklich. Zur Vorbereitung bekamen die Teilnehmer eine alte Klausur kopiert, das wars.
Nachdem ich meinem Großen erklärt habe, worum es geht, wollte er unbedingt mitmachen,was mich sehr freut. Ich habe ihn dann die Musterklausur rechnen lassen, damit er einfach weiß, wie das Ganze abläuft und was rein formal zu tun ist. Ich habe ihm auch weitere Ausdrucke angeboten, die er aber dankend ablehnt. Ist okay für mich und ich bin mal gespannt, wie er abschneidet.
Schade, dass ein so schönes Konzept so mies verkauft wird. Ich finde außerdem, dass ein Lehrer doch auch auf die Kinder zugehen sollte, von denen er annimmt, dass es etwas für sie wäre. Auf der anderen Seite habe ich von Eltern gehört, die ihre Kinder, obwohl sie auf 4 oder 5 in Mathe stehen, angemeldet haben. Ich glaube, man tut diesen Kindern keinen Gefallen.
Liebe Grüße
Tar-Miriel _________________ "Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht." - Aus Sambia
Tar-Miriel |
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DiabolosEngel
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.12.2006 Beiträge: 163 Wohnort: Ebstorf
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Verfasst am: 11.03.2007, 20:46
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Hallo Tar-Miriel,
Schade, dass das bei euch so "unter Wert" verkauft wird.
Aber ich ich denke auch, dass man zwischen "richtiger" Mathematik und diesen Aufgaben schon unterscheiden muss.
Ich habe in den letzten Jahren am Elternwettbewerb nicht teilgenommen, weil ich auch dachte, dass es da um höhere Mathematik oder so was geht. Als ich dann sah, dass es mehr um Knobel- und Logikaufgaben ging, habe ich mich dieses Jahr zum Eltern-Schüler-Vergleich auch angemeldet und mitgemacht.
Wenn die Kinder es gerne wollen - ich finde es toll, dass sie den Mut dazu haben, und dann sollten sie es auch machen dürfen. Nur, schlechte Schüler da gegen ihren Willen "hinzuprügeln", das wäre nicht gut.
Ich finde unsere Schule schon toll. Die guten Mathe-Schüler bekommen oftmals eine Extra-Hausaufgabe in Form von Knobelaufgaben oder Sudokus.
Dann gibt es, wie gesagt, in der dritten Klasse den Mathe-Club. Speziell aus diesem Club sind bei uns auch die Teilnehmer des Landeswettbewerbes.
Man konnte in den letzten Tagen auch sehen, welchen Stellenwert das Ganze an den unterschiedlichen Schulen des Landkreises hat: Von unserer Schule war in der Zeitung eine halbe Seite mit einem schönen Bericht, andere Schule hatten einen klitzekleinen Artikel drin! Und wenn ich es richtig mitbekommen habe, ist die Initiative der Vergleiche unter diversen Grundschulen des Landkreises von unserer Schule ausgegangen.
Noch ein schöner Effekt: Von den Eltern, die teilgenommen haben, wurden Spenden erbeten, um Fördermaterial für die Schüler anschaffen zu können, die in Mathe eben noch ein bisschen Anschubs brauchen. _________________ Gruß Elke |
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