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DJ Lulu
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.10.2007 Beiträge: 18
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Verfasst am: 17.10.2007, 09:10
Titel: 6 Wochen Schule... |
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... und wir haben einen Zwischenbericht der Lehrerin erhalten. Ich zitiere mal daraus:
Vereinbarte Klassen- und Gesprächsregeln missachtet er sehr oft. Er verlässt unaufgefordert seinen Platz, rutscht auf seinem Stuhl hin und her und schaukelt, platzt mit Antworten heraus, fällt anderen ins Wort, erzeugt mit dem Mund oder Gegenständen Geräusche, spielt mit seinen Schulsachen, schreit auf dem Gang laut herum, räumt seinen Arbeits-und Essplatz nicht auf, übertreibt bei Bewegungspausen. Auf Ermahnungen reagiert er uneinsichtig und verweigert teilweise die Mitarbeit. Seine Stimmung wechselt oft recht schnell.
Seine Mitarbeit im Unterricht hängt stark von seinen Interessen und seiner Konzentration ab. Bei der Erledigung von schriftlichen Arbeiten muss er immer wieder ermuntert werden durchzuhalten. Wenig Freude hat er am schreiben von Buchstaben und Ziffern, wenn es um Formtreue und Genauigkeit geht.
Ich habe gestern einen Termin mit unserem Kinderarzt vereinbart, da mir die Lehrerin im persönlichen Gespräch schon mal gesagt hat, sie würde ADHS vermuten. Mit unserer ehemaligen (und wohl auch künftigen) Ergotherapeutin habe ich auch telefoniert. Sie meinte allerdings, dass Daniel ihrer Meinung nach kein ADHS hat, sonder eher unterfordert ist und deshalb stört. Ich sollte mal über einen Test in Richtung Hochbegabung nachdenken. Vielleicht habt ihr ja Tipps für mich, was ich beachten soll und was ich tun kann. _________________ Liebe Grüße
Sonja
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Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zuviel Zeit, die wir nicht nutzen. (Seneca) |
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Tar-Miriel Sponsor 2010/2011

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.03.2005 Beiträge: 5260 Wohnort: Südhessen
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Verfasst am: 17.10.2007, 09:44
Titel: |
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Hallo Sonja,
ich versuche mal meine Gedanken zu Deinem Posting etwas zu sortieren:
Einiges erinnert mich an meinen Großen im ersten Schuljahr, der allerdings nie so massiv gestört hat, wie Du es beschreibst. Er ist eigentlich ein ganz friedliches Kind, fiel aber gerade in der ersten Klasse dadurch auf, dass er oft vom Stuhl fiel, mit dem Stuhl umkippte und bis zum Schluss der Grundschule hingebungsvoll malte. Er verabscheut alles, was mit Schreiben zu tun hat, Hausaufgaben waren die ersten 2-3 Jahre katastrophal - er hat Stunden darüber gesessen.
Im Unterschied zu Deiner Beschreibung hatte er die ersten zwei Jahre aber eine absolut verständnisvolle KL, die ihn trotz seiner Marotten sehr mochte und ihn auf liebevolle Weise in der Schule auf die richtige Spur brachte. Auch sie machte den Vorschlag zur Ergotherapie, die meinem Sohn sehr geholfen hat. Er hatte Phasen, in denen er einem ADHS-Kind sehr ähnlich war - selbst die KiÄ hatte diesen Verdacht, der sich aber nicht erhärtete. In der Schule "funktioniert" er mittlerweile gut und auch eine chaotische Klasse hat er überstanden ohne aus dem Ruder zu laufen, auch wenn ich jetzt erst sehe wie sehr er unter der miserablen Arbeitsathmosphäre gelitten hat. Ohne die Starthilfe der ersten KL hätte er allerdings wesentlich mehr Probleme entwickelt. Bei ihm war und ist viel gekoppelt an die eigene Zufriedenheit, die in Phasen der Unterforderung im Keller war. Stupide Fleißaufgaben waren für ihn furchtbar. Das Gejammer bis er endlich mit manchen Hausaufgaben anfing ist unbeschreiblich.
Wie ist Dein Eindruck der KL? Wie geht sie mit ihm um - eher unwillig oder bemüht ihm zu helfen? Eine ablehnende KL kann viel verstärken.
Erwartet sie jetzt von Euch Initiative oder hat sie selbst Ideen, wie man ihm helfen kann? Schwierig finde ich immer, wenn die Lehrer den Schwarzen Peter an die Eltern zurückgeben, die leider keinen Einfluss auf das Verhalten des Kindes in der Schule haben.
Deinen Weg, der Sache auf den Grund gehen zu wollen, finde ich gut. Sei offen für alle Möglichkeiten (ADHS oder/und HB), denn viele Fälle hier im Forum zeigen, dass die Antwort nicht immer eindeutig ausfällt und gerade das macht die Situation so kompliziert.
Wie war er denn im Kindergarten? Warum wart Ihr schon früher bei der Ergo? Ist er zuhause auch schwierig?
Sorry, wegen der vielen Fragen, aber das ging mir so bei Deinem Posting durch den Kopf.
Liebe Grüße
Tar-Miriel _________________ "Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht." - Aus Sambia
Tar-Miriel |
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SilR

Anmeldungsdatum: 07.03.2005 Beiträge: 1998 Wohnort: Hessen
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Verfasst am: 17.10.2007, 09:50
Titel: |
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Im Kindergarten gabs auch so Verdachtsmomente, dass meine Große hyperaktiv ist. Der kinderpsychiater schloss das aber aus. Aber glaube mir, es war fürchterlich mit ihr.
Wie es jetzt genau ausschaut, weiss ich noch nicht, wir haben Elterngespräch ab nächste woche. Momentan sind Ferien.
Die Lehrerin scheint bei uns aber sehr gut ein Mittelmaß zwischen Bewegung und Stillsitzen zu finden. Da gibt es Sausepausen zwischendrin und Bewegung im Klassenzimmer und Trinkpausen im Unterricht. So scheint es sogar meinem Wirbelwind leichter zu fallen. Dazu kommt, dass sie nach Tagesplan in eigener Geschwindigkeit arbeiten. Wer fertig ist darf spielen gehen, meint sie.
Übrigens formtreues Schreiben findet meine ätzend - da haben wir immernoch einen riesigen Kampf, da sie nicht einsieht, warum man ein E erst I und drei striche schreiben soll und nicht in einem Zug ein L + 2 Striche......
Ich verstehe sie da sogar, kann aber der lehrerin nicht in den Rücken fallen.... wenn die das so will, im unterricht ist immerhin sie der Chef
Ein test wäre bestimmt nicht verkehrt - das macht unser Kinderpsych eh, wenn es um die diagnose geht.... |
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sun Queen of yellowpress, Sponsor

Anmeldungsdatum: 03.03.2005 Beiträge: 2614 Wohnort: Rheinland
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Verfasst am: 17.10.2007, 10:04
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Ich denke, egal wo die Ursachen sind, ihr solltet jetzt anfangen, danach zu suchen. Denn so scheint es ja alle Beteiligten zu frustrieren.
Habt ihr den Schulpsychologen schon kontaktiert?
Was sagt dein Sohn selbst dazu?
ADS und Hb würde ich auf jeden Fall beides abklären lassen - kennst du gute Anlaufstellen dafür? _________________ LG sun mit Naseweiß (*3/9 , PeterPan (*6/99) und TigerLily (*6/05) |
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Ima
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.03.2007 Beiträge: 1471 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 17.10.2007, 10:42
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Wn ich richtig verstanden habe, ist Dein Sohnemann jetzt i.d. 1ten Klasse, richtig?
Auch wenn ich auch HB und ADS definitiv abklären würde und auch auf Unterforderung tippen würde, so schwirrt mir eine Sache/Frage im Kopf herum...
Gibt es nicht einfach mal Kinder, die einfach mal ein bisschen länger brauchen, um sich an das Prinzip Schule gewöhnen müssen, also erstmal lernen müssen, was es heißt, i.d. Schule zu gehen bzw wie man sich dort verhält?
Gibt es nicht einfach mal Kinder, die einfach ein bisschen mehr Zeit brauchen, um sich an etwas so neues wie eben Schule anzupassen?
Die Kinder sind doch noch so klein... und nicht alle sind so anpassungsfähig, daß sie sofort "funktionieren"...
Bei meinem Süßen war es ja auch ganz schön heftig i.d. ersten Zeit, und es ist weiterhin immer noch nicht optimal... Okay, es hatte definitiv mit Unterforderung zu tun und HB und ADS spielen da auch ne Rolle bzw stehen weiterhin zur Debatte... ABER ich bin auch der Meinung, daß er auch einfach ein bissi länger gebraucht hat, sich einzufügen... Er hat im Laufe des Jahres nun mal auch erstmal lernen müssen, sich an die Regeln zu halten und sich unterzuordnen... Und ich sehe und bekomme permanent mit, wie er sich i. eine positive Richtung entwickelt... Der Prozeß ist noch lange nicht abgeschlossen... und ob er jemals ein braves, ruhiges (Wunsch-)Schulkind wird bzw ob die VT, die er macht, sowie alle Schritte, die hier eingeleitet wurden, ausreichen, weiß ich nicht... wie gesagt ich lasse die anderen Themen nicht außer Acht, im Gegenteil, sie beschäftigen, beunruhigen mich JEDEN Tag... Aber ich führe mir dennoch auch immer wieder vor Augen, daß er NUR 7 Jahre alt ist, und v. seinem Wesen her einfach nicht das "vorbildlich" brave, angenehm ruhige Kind sondern eher unbändig, eigenwillig und wild...
Wie gesagt, ich meine damit nicht, daß es nicht mit HB, Unterforderung bzw ad(h)s zu hat und bin weit davon entfernt, diese Themen zu unterschätzen (im Gegenteil)... aber ich finde, die Tatsache, daß bestimmte Entwicklungen/Anpassungen auch Zeit brauchen, darf auch nicht außer Acht gelassen werden...
Ich hoffe, Du verstehst mich nicht falsch... Ich gehe hier natürlich von meinen Erfahrungen aus, ich kenne Dein Kind nicht... aber ich finde, das 6 Wochen einfach mal eine relativ kurze Zeit für ein Urteil ist..... |
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DJ Lulu
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.10.2007 Beiträge: 18
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Verfasst am: 17.10.2007, 13:22
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| Zitat: |
| Ich hoffe, Du verstehst mich nicht falsch... Ich gehe hier natürlich von meinen Erfahrungen aus, ich kenne Dein Kind nicht... aber ich finde, das 6 Wochen einfach mal eine relativ kurze Zeit für ein Urteil ist..... |
Du sprichst mir aus der Seele. Ich will nicht, dass mein Sohn nach 6 Wochen in eine Schublade gesteckt wird (in diesem Fall: Störenfried) und vielleicht die gesamte Schullaufbahn nicht wieder herauskommt. Deshalb will ich jetzt einfach mal abklären, was ich abklären kann. Und dann gehe ich zur Lehrerin und sage: Ja er hat ADHS oder nein, er hat kein ADHS. Vielleicht ist er auch einfach nur noch nicht angekommen in der Schule.... Aber anscheinend haben die Kids für sowas heute keine Zeit mehr (also ankommen....). Tests mit Punkten nach 4 Wochen und Beurteilungen die einen mit den Ohren schlackern lassen machen micht irgendwie, tja wie soll ich sagen - betroffen? Was sagt es einem Kind, das nach 4 Wochen einen Lesetest in Händen hält auf dem es grade mal 17 von 31 Punkten hat? Das es jetzt schon den Anforderungen nicht genügt. Auf der Arbeit war ein Smiley mit nach unten gezogenen Mundwinkeln und es stand drauf: Du mußt noch sehr viel lernen. Ja toll. Alle Kinder müssen noch sehr viel lernen, dafür sind sie doch in der Schule, oder? Das Mädchen (Tochter meiner Freundin) war total geknickt, hat die Nacht danach schlecht geschlafen und wollte am nächsten Tag nichtmehr in die Schule... Ist das Sinn und Zweck? In der 1. Klasse???
Ich weiß noch nicht, was mit meinem Sohn los ist, aber ich hoffe, dass wir (Eltern, Ergotherapeutin, KIA und auch Lehrerin) dahinterkommen und ihm adäquat helfen können. Denn auf dem Weg, auf dem er momentan ist steht er sich selber im Weg.... _________________ Liebe Grüße
Sonja
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scout

Anmeldungsdatum: 02.03.2005 Beiträge: 1774 Wohnort: ba-wü
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Verfasst am: 17.10.2007, 13:32
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hi dj lulu,
unser großer ist zwar nicht hyperaktiv, aber auch er war auffällig mit seinen blockaden, verweigerungen, kampfgetrödel und anderen macken, die mich in den ersten beiden schuljahren den letzten nerv gekostet haben. hier blieb alles liegen, weil er allein nur auswich und die ha vor sich her schob, bis er ins bett musste.
auch bei ihm hätte man unterforderung vermuten können, denn er ist beizeiten eingeschult und konnte gut schreiben und ein wenig lesen, als er in die 1. klasse kam. das hat aber die lehrerin nicht beeindruckt, sie sah nur, dass er sich nicht integrierte, keinen kontakt zu den kindern wollte und beim arbeiten träumte und auch auf massiven druck hin nicht vorwärts machte.
spannende (nunja, aus ihrer sicht) aufgaben und klassendienste vertrödelte er aber genauso. angeblich kontne er manchmal gar nicht den auftrag verstehen, weil er auch bei direkter ansprache wegträumte oder nicht richtig zuhörte. das hat mich dann hellhörig werden lassen, denn das sprach gegen eine unterforderung. nach endlosen zweieinhalb jahren quälerei für das kind (und mich), haben wir uns durchgerungen, eine ads-diagnostik machen zu lassen, nachdem eine erfahrene kinderärztin sich nach ausgiebigen gesprächen mit mir und ansicht seiner zeugnisse sehr sicher zeigte, dass da ein ausgeprägtes ads ohne h sein müsse.
wir hatten das bei ihm ansich nicht so dringlich empfunden, weil er zu hause mehr die sonnenseiten seines charakters rausließ. aber alles was mit schule zusammenhing - auch vorher schon mit kindergarten - stresste ihn bis zur totalen blockade. es hatte sich ein echter leidensdruck entwickelt, und die vermeidungsstrategien, die er um seine konzentrationsschwäch herum gebaut hatte, hätten mit der zeit zu immer größeren problemen geführt.
kurzum, erst nachdem wir wussten, dass das eben keine unterforderung war, sondern eine recht giftige mischung von unterforderung mit dem stoff und einer krassen ÜBERforderung durch die schulsituation und die anderen kinder, konnten wir ihm wirkungsvoll helfen. heute ist die unterforderung kein thema mehr. springen wäre nicht gut gegangen, weil er in jeder klassenstufe mit der schulsituation überfordert gewesen wäre. heute ist er wesentlich zufriedener, das gym bringt viele neue themen und fächer und anregungen, alles andere holt er sich weiterhin zu hause.
sein verweigern und seine rückzüge waren eine notlösung. da er nichthyperaktiv oder impulsiv ist, hat er nicht offen rebelliert oder gekaspert. das tun aber die impulsiven hyperaktiven ads-ler sehr wohl und fallen dadurch meistens unangenehmer auf als die träumer.
es ist nicht auszuschließen, dass sein gezappel von der unterforderung her kommt. aber ich würde einen erfahrenen diagnostiker aufsuchen, der die unterschiede kennt und auch die co-morbiditäten auseinander sortieren kann. bei einem kind mit der kombination hb+adhs nur die unterforderung anzugehen, kann schwer nach hinten los gehen. im übrigen wird auch bei einer ordentlichen ads-diagnostik ein iq-test (hawik oder aid2) mit gemacht, denn man sollte wissen, wo das kind ungefähr steht. was es dann aus diesem iq macht, steht auf einem anderen blatt. aber mit einem unbehandelten adhs kann auch ein hb-chen ziemlich schnell ans ende der fahnenstange kommen. die behandlung muss nicht immer aus medikamenten bestehen, aber den kopf in den sand zu stecken und nur nach hb zu gucken bringt euch auch nicht weiter.
wir waren damals auch eher zögerlich, die diagnostik anzugehen, weil ich auch nicht wusste, wohin wir uns wenden sollten. aber ich habe dann doch eine gute adresse bekommen und dann lief es wieder.
jungens in der 1. klasse sind oft noch recht impulsiv. nach 6 wochen kann man da auch noch von anpassungsschwierigkeiten an den schulalltag ausgehen. immerhin müssen sie jetzt stillsitzen und ordentlich arbeiten den ganzen vormittag über. das ist schon anders für einen kleinen wildling, der immer gern draußen herumgesprungen ist und im kindergarten auch viel mehr freiheiten hatte.
aber wenn sich das nicht gibt und eher schlimmer wird, müsst ihr was tun. auf jeden fall frühzeitig den kontakt mit der kl suchen und die eindrücke vergleichen. das war bei uns auch ein problem, weil die kl ein ganz anderes kind zu beschreiben schien als unseres. aber in der schule war er tatsächlich anders, und es musste bei ihm was geschehen. heute sind wir froh und hätten ihm vllt 2 jahre stress ersparen können, in denen er nur unwirksame vermeidungsstrategien gelernt hat - neben ein bisschen lesen und schreiben. die kraft für anderes fehlte ihm.
berichte mal weiter, wie er zurecht kommt.
gruz
scout
ps
adhs haben ist nicht wie schwanger sein oder nicht. man kann auch symptome haben, die unter günstigen umständen keine probleme machen. wenn aber irgendein neuer stress dazu kommt, oder die anforderungen steigen, fliegt einem das plötzlich um die ohren. ein kluger verstand kann einiges an konzentrationsschwäche ausgleichen, aber nicht immer und unter allen umständen _________________ 'It is our choices, Harry, that show what we truly are, far more than our abilities.' (Albus Dumbledore)
scout |
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starkejungs Sponsor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.10.2006 Beiträge: 5625 Wohnort: BW
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Verfasst am: 17.10.2007, 14:52
Titel: |
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Ohje, Sonja,
wie schnell die KL bereit ist, ihn als "unnormal", nicht Durchschnittlich einzuordnen - DAS kenne ich gut.
Lass den Test machen- dann ist das schon mal geklärt, es könnte ja wirklich ADS sein- und je früher das erkannt würde,desto besser... ein IQ Test ist ja normalerweise dabei - wenn er entsprechend gut ausfällt (es muss ja nicht überdurchschnittlich sein- manche Kinder langweilen sich schon,wenn andere noch rundum zufrieden sind ), kann die KL doch auch einfach mal austesten WIE er drauf ist,wenn er zu knacken hat an dem, was er arbeiten soll. Dazu muss sie allerdings wenigstens ein wenig kooperativ sein- mein Großer wurde ja deutlichst von der KL als unmöglich durchschnittlich intelligent bezeichnet, weil er in Rechnen so langsam war(er träumte...)- und sie hat ihn das leider spüren lassen.Ich bin immernoch geschockt,wie egal ihr das Ergebnis des Schulpsychologen war-an den SIE mich verwiesen hatte...
Was sind schon 6 Wochen Schule? Wie lange brauchen schon Erwachsene um sich in einem neuen System (und oder mit vielen neuen Leuten )um sie herum zurechtzufinden und sicher zu fühlen?
Ich habe heute den Schulsonderdruck unserer Tageszeitung bekommen, in dem steht- FÜR JEDEN_ALSO AUCH LEHRER LESBAR, dass manche Kinder sich schnell ins System Schule einfinden, andere bis zur Weiterführenden Schule dafür brauchen. Komisch,dass so viele Lehrer/innen davon noch nie gehört haben wollen
Grüßle Steffi |
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clementine
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 31.03.2007 Beiträge: 1393 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 17.10.2007, 16:09
Titel: pffffff........ |
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Hallo Lulu,
zum thema HB oder / und ADS... klar sollte man das abklären lassen... vielleicht am besten in einer Einrichtung die viel Erfahrung mit beidem haben...
warum hatte er denn früher Ergo?
und was mir noch eingefallen bzw. aufgefallen ist... die Lehrerin hat das einfühlungsvermögen auch nicht mit der Suppenkelle belöffelt, oder? dieser negativsmiley ist ja wohl demotivierend, richtig traurig find ich sowas.
Falls Du das Gespräch mit dem Schupsy sucht, würde ich vielleicht (scheinheilig scheinheilig ) mal so eine Leistungsprobe der Lehrerin mitnehmen, vielleicht fällt an dieser Stelle dann das wenig liebevolle und motivierende Verhalten der Lehrerin auf, ohne das zu zuvor deshalb auf die Barikaden gehen mußtest...
bei Häufung solcher Anmerkungen auf den Leistungskontrollen würde ich das aber auch ansprechen und mir ihre Beweggründe für so einen erklären lassen... natürlich ganz freundlich - ihr müßt ja wohl leider noch ein paar Jährchen miteinander auskommen... nicht dass sie hinterher deinen Sohn ärgert, weil Du mit ihr aneinander geraten bist...
lg _________________ clementine mit Sohn 9/03 und Tochter 6/07
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Wenn die Klügeren immer nachgeben, geschieht nur das,
was die Dummen wollen.
Albert Einstein |
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starkejungs Sponsor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.10.2006 Beiträge: 5625 Wohnort: BW
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Verfasst am: 17.10.2007, 21:05
Titel: Re: 6 Wochen Schule... |
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| DJ Lulu hat folgendes geschrieben: |
...
Vereinbarte Klassen- und Gesprächsregeln missachtet er sehr oft. ... rutscht auf seinem Stuhl hin und her und schaukelt, platzt mit Antworten heraus,... erzeugt mit dem Mund oder Gegenständen Geräusche, spielt mit seinen Schulsachen, räumt seinen Arbeits-und Essplatz nicht auf,( ...)
Seine Mitarbeit im Unterricht hängt stark von seinen Interessen und seiner Konzentration ab. Bei der Erledigung von schriftlichen Arbeiten muss er immer wieder ermuntert werden durchzuhalten. Wenig Freude hat er am schreiben von Buchstaben und Ziffern, wenn es um Formtreue und Genauigkeit geht.
(...) da mir die Lehrerin im persönlichen Gespräch schon mal gesagt hat, sie würde ADS vermuten. (...) |
Ja, Sonja- Dein "6Wochen"_Thread hat mich bitter an die letzten beiden Jahre erinnert traurig - nur dass wir weniger den Kasper, als den massiven Träumer hatten, der sich ganz schlecht im Schulalltag eingefunden hatte... wir bekamen auch nach ein paar Wochen ADS von der KL vor den Latz geknallt, haben ihn daraufhin aber erst im 2.Schulhalbjahr testen lassen, weil wir einfach der Meinung waren,dass er mehr Zeit braucht.
Heraus kam kein ADS- MAX: grenzwertig haben sie ihn eingestuft- sie nannten es eher eine Entwicklungsverzögerung in der Konzentrationsfähigkeit-wobei das Träum-Problem so massiv ganz offensichtlich nur in der Gruppe =Klasse auftaucht. Er hört wohl auch zuviel, ist schnell gelangweilt, HASST Übungen und WIederholungen (und sah in den letzten beiden Jahren auch 0,0Sinn darin, die KL hielt ihn doch sowieso für dumm-so schnell wie die 2oder 3 Klassenbesten Mädchen würde er sowieso nie werden, mit denen wurden er und die anderen Kinder aber ständig verglichen, also WOZU üben???).
Mit der neuen KL hat sich vieles zum Besseren gewendet. Es fing gut an und ich habe daraufhin auch schnell die Gelegenheit zum Gespräch mit der KL genutzt, habe sie um ihr Urteil gebeten, sie war ehrlich, ich war ehrlich, sie sieht das hinter der mangelnden Konzentration brach liegende Potential von alleine- das ist schon die halbe Miete für Wohlwollen
Sie war sehr froh -auch über die positive Rückmeldung,wie gut der Große auf das positive KL- Feedback reagiert, wie entspannt die Situation zuhause von ihm beurteilt wird und wie er Zutrauen in seine eigenen Fähigkeiten gewinnt daumen
Das gibt ihr auch wiederum ein gutes Gefühl im Umgang mit ihm. Und das alles, OBWOHL die alte KL ja mit ihr über den Großen gesprochen hatte!
Es hat uns und ihn viel Kraft und Selbstvertrauen gekostet,die 2 Jahre zu überstehen- wir haben uns an den KL-Wechsel geklammert und uns war klar,dass wir-wenn sich nichts ändert , die Grundschule wechseln müssen. Das bleibt uns wohl erspart holla
Das hier als kleines Beispiel, wieviel von Geduld, Verständnis ,pädagogischem Geschick und Einstellung der KL abhängen kann
Natürlich haben wir was unternommen, natürlich haben wir erstmal die Schuld bei uns und auch beim Kind gesucht, natürlich waren wir bemüht,den Wünschen der KL nachzukommen - und natürlich waren wir enttäuscht,dass ihr sooo wenig daran lag, irgendetwas Positives zu sehen und zu sagen.
Es ist gut,wenn die KL wach ist und soll sie doch ADS vermuten (anscheinend sind unheimlich viele LehrerInnen sicherer bei Ihrer Diagnose, als die ganzen darauf Spezialisierten Fachleute...)- besser gleich abgeklärt, als immer geschimpft und im Nachhinein die Erklärung,denn das schadet dem Selbstwertgefühl gewaltig
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Aber: Wenn es das nicht ist, muss die KL damit klarkommen,dass er eben Zeit braucht- und möglicherweise Differenzierung . Heute bin ich da auch schlauer, würde nicht mehr so lange Zeit dem Treiben der KL zusehen
Grüßle Steffi |
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