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flitzi_77



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 05.11.2007
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 05.11.2007, 13:46
BeitragTitel: Neu und ratlos
Antworten mit Zitat

Ich habe mich heut morgen satte 3 h quer durchs forum gelesen und bin froh, endlich auch schreiben zu können.

Hallo erstmal!

Ob ich hier richtig bin, weiss ich nicht, aber das werden wir bestimmt herausfinden.

Mein Lütter (8 Jahre alt) besucht die 3. Klasse einer normalen Grundschule. Die ersten beiden Jahre war er im "Flex-Modell". immer wieder kam es zu schwierigkeiten, er machte oft nicht mit und ich hatte immer das gefühl, er ist unterfordert. Nach vielen gesprächen wurde auch versucht, ihm andere Aufgaben zu geben, leider nie von langer Dauer, obwohl er gerade Sternchen-Aufgaben mit wachsender Begeisterung machte.
Lernen brauchten wir nie, wobei er hauptsächlich in Mathematik sehr gut ist, deutsch eher im Mittelfeld liegt (er mag so ganz und gar nicht schreiben).

In der 3. Klasse bekam er nun eine neue Lehrerin (sie unterrichtete bislang nur in der Oberstufe) und hat mit ihm Englisch und Deutsch.

Er hatte schon im letzte Jahr bei ihr Englisch, machte aber nicht mehr mit, so dass sie ihn auch mal aus dem Unterricht schmiss. Aus organisatorischen gründen wurden damals 1. + 2. Klasse zusammen unterrichtet und somit musste mein Sprössling den Stoff der 1. Kl wiederholen..., das sah er nicht ein.
nun, im neuen Schuljahr, macht er auch wieder Englisch mit .

Leider wir Sohni zunehmend agressiver.... völlig unberechenbar, gegenüber Erwachsenen, aber auch seinen Mitschülern.

Laut seiner Äusserung, sind alle "dumm". Was ich mit diesem Satz anfangen soll, weiss ich nicht. Selbst, wenn er recht damit hätte, berechtigt ihn das ja nicht, so ausfallend zu werden.

Letzte Woche war ich auch zum wiederholten Male bei der Rektorin. Sie legte mir ans Herz, mit ihm eine Verhaltenstherapie zu machen......

????

Ich bin mir unschlüssig, was ich tun soll.... da ich ja auf Unterforderung tippte, suchte ich einen Schulpsychologen auf. Die Tests sind noch nicht zum Abschluss gebracht, am Donnerstag haben wir wieder einen Termin und ich hoffe, dass der gute Mann dann mal die Katze aus dem Sack lässt.

Ich weiss nicht, wo diese Agressivität herkommt, mittlerweile spüre ich sie zu hause auch ganz deutlich. ihm ist auch anzumerken, dass er im Grunde genommen ziemlich unzufrieden ist. Seitens der Schule wird viel Druck auf ihn ausgeübt und aus Mücken werden Elefanten gemacht.

Erst letzte Woche, sollten sie eine Geschichte schreiben..... alles der eigenen Phantasie überlassen. Sohni hat halt eine blühende Phantasie und schrieb folgendes in Kurzform mal zusammengefasst:

Fuchs wohnt im Rübenhaus und hat hunger, er jagt einen Hasen und brät den im Ofen, verspeist ihn zum Frühstück, dann kamen 3 Wölfe und wollten auch im Haus wohnen. Sie frassen den Fuchs und schmückten sich alles schön mit Blätter aus.....

Nun sollte er die Rechtschreibfehler korregieren, aber auch die Geschichte noch umschreiben, da der Lehrerin der Inhalt missfiel.

Nach einigem hin und her, rutschte ihm raus "Du Ars....l....". Ich musste ihn von der Schule aufgrunddessen abholen.

Da hat sich in der zwischenzeit sehr viel aufgtürmt und ich weiss mir keinen Rat mehr. Sein Verhalten seiner Umwelt gegenüber wird immer schlechter und die Lust am Lernen verliert er zwischendurch auch immer wieder, verweigert hausaufgaben und wollte auch schon am unterricht nicht mehr teilnehmen.

Das waren nur mal kleine Auszüge, ich glaub wir hätten soviel material, um ganze Bücher zu füllen.

Wie beurteilt ihr das ganze ?

Was könnt ihr mir empfehlen?

Ich bitte meine unsortierten Gedanken zu entschuldigen... irgendwie ist das alles sehr konfus.
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BigBird



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 05.10.2007
Beiträge: 701
Wohnort: Main-Kinzig-Kreis

BeitragVerfasst am: 05.11.2007, 14:46
BeitragTitel:
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Puh, also ehrlich gesagt, ich kann ihn verstehen. Daß man das einer Lehrerin (oder sonstigem Vorgesetzten) nicht sagen darf, muß er halt noch lernen. Mit der Leherin hat er offensichtlich (wohl schon länger?) große Probleme. Ich würde zunächst mal das Gespräch mit ihr suchen und sehen, welche Möglichkeiten sie sieht, die Situation zu verbessern. Wenn Du den Eindruck hast, das wird nichts mit ihr, kommt eventuell eine andere Klasse für ihn in Frage?

Viele Grüße,
Christine
_________________
BigBird
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flitzi_77



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 05.11.2007
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 05.11.2007, 15:08
BeitragTitel:
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Ich war wöchentlich zum Gespräch mit der Leherin, hab dies aber vor einer Woche abgebrochen, da ich es kaum noch ertragen konnte, was sie mir alles so mitteilte.

Sie schreibt ihr ganzes Heft mit den Untaten meines Sohnes auf und liest mir dann vor... bringt irgendwie nichts.

Ich glaub sie hat mehr ein Problem mit ihm, als er mit ihr.

Ich will ihr nicht unterstellen, dass sie sich nicht bemüht, aber es kommt bei ihm nicht an.

Bsp.:
Um das Verhalten in der gesamten klasse zu bessern, versuchte Lehrerin die Schüler Bankreihenweise mit einem Bonbon zu belohnen, wenn diese sich gut verhielten.
Nun schlug aus Sohnis Reihe ein anderes kind quer und die ganze Reihe bekam einen strich und somit keine Chance mehr auf einen bonbon. Mein Sohn nahm das zum Anlass, um alle anderen zur unruhe anzustiften, da sie ja eh keine Belohnung mehr bekämen und meinte, das wäre auch egal, denn er hätte Bonbons bei, die würden für alle reichen.

Dann dachte sie sich ein neues System aus... die Kinder bekommen rote (schlechtes) und grüne (gutes verhalten) Punkte. Sohni kassierte erst einen grünen, dann einen roten. Seine Aussage: "Macht nichts, die heben sich gegeneinander auf!"

In Mahte bekommen die Kinder "Krönchen", für Zahl X richtig gelöste Aufgabe. das zieht bei ihm, aber Mahte ist eh sein Lieblingsfach.

Meine Frage zielt auf folgendes ab:

Kann es sein, dass sein schlechtes Verhalten und die Agressionen aufgrund einer Unterforderung entstanden sind ?
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Moffi
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Anmeldungsdatum: 29.03.2005
Beiträge: 2070

BeitragVerfasst am: 05.11.2007, 15:15
BeitragTitel:
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Hallo Flitzi,
hatte Dein Sohn denn im Kindergarten schon ähnliche Schwierigkeiten, oder lief das alles problemlos? Wie sieht es Zuhause und in der Freizeit aus? Wir wissen ja noch gar nichts über Euren Sohn.

Nach Deiner Schilderung würde ich nicht zuerst auf Unterforderung schließen (aber ich kenne Euch nicht, sicher kann Unterforderung auch eine Rolle spielen!) - ich habe eher den Eindruck, dass die Lehrerin nicht mit ihm bzw. er nicht mit der Lehrerin auskommt. Das kann es ja auch ganz unabhängig von der geistigen Auslastung geben. Wie lange müßt Ihr es denn noch mit der Frau aushalten?

Die Geschichte ist jedenfalls süß daumen , v.a. dass die Wölfe sich dann so rührend um die Inneneinrichtung kümmern... ;)

LG,
Karin
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flitzi_77



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 05.11.2007
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 05.11.2007, 16:18
BeitragTitel:
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Sohni, ich nenn ihn mal "Hannes" war als Kleinkind eher problemlos zu händeln. Die Kindergartenzeit war auch recht ruhig, wobei er dort gesundheitsbedingt viel fehlte (Hannes wurde mit einer lippen_Kiefer-Gaumenspalte geboren und litt bis zum Schulalter alle 6-8 Wochen an Mittelohrentzündungen).

Die Vorschulgruppe machte ihm Spass und er freute sich auf die Schule.

Leider konnte er sich überhaupt nicht intergrieren und verpasste so den sozialen Anschluss.
Seine ehem. Lehrerin meinte immer, wie froh sie wäre Hannes zu haben, der zu allem eine Antwort wusste. In den Gruppenarbeiten hielt er sich jedoch zurück und wollte keinen an seinem Wissen teilhaben lassen.
Es kam wiederholt vor, dass er Aufgaben, die ihm zu langweilig erschienen, oder die schon häufig wiederholt wurden, nicht erledigte und leere Zettel abgab.

Er hat schon ein ausgeprägtes Ego, was auch zu hause zu dem ein oder anderen Konflikt führt.

Mir ist aber auch aufgefallen, dass an den Wochenenden und vor allem in den Ferien, sich die Situation entspannt. Aus der Schule kommt er fast täglich sehr genervt nach hause und ist schnell reizbar.

Bestes beispiel wieder heute:

Frau Lehrerin gab sich immer noch nicht mit seiner Geschichte zufrieden, und ich hatte gestern solche mühe, dass er sie noch ein wenig um schreibt. Morgen soll er nochmal neu schreiben..... er sagte mir ganz entschieden, dass er dies nicht tun würde. Was soll ich ihm da noch sagen, wo ich ihn gut verstehen kann.

Mit der Lehrerin müssen wir übrigends noch bis Ende der 6. Klasse auskommen, deswegen nahm ich anfangs auch alle Gespräche wahr. Irgendwie muss man ja einen gemeinsamen Nenner finden.

Da ich mit fast allen seiner Lehrer gesprochen habe, weiss ich, dass auch andere probleme mit ihm haben. Jene haben meist aber nur eine Wochenstunde mit ihm und "ertragens" eben einfach.

Die einizige, die Hannes mag und kein Problem hat, ist seine Mathelehrerin, auch Rektorin der Schule (im übrigen war sie mal meine Klassenlehrerin in der Grundschule).

In seiner Freizeit spielt hannes seit Neuestem Handball, nachdem wir Karate aufgegeben haben. Er ist viel draussen..... Spezielle Interessen hat er nicht, mal dies , mal das.... einfach quer Beet, so wie es ihm grad beliebt.
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starkejungs
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 24.10.2006
Beiträge: 5625
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 05.11.2007, 16:51
BeitragTitel:
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Hallo Flitzi,

für mich klingt es ziemlich nach einem Problem zwischen dieser Lehrerin und deinem Sohn.
Ist sie überhaupt irgendwann einmal mit deinem SOhn zufrieden- gibt positives Feedback, damit er weiß, wie sie es gerne hätte, also dass er so weitermachen kann?
Ist schwierig- beim Aufsatz , der sich nicht an einer Bildergeschichte bis zum Schluss entlanghangelt, bleibt der Inhalt doch schon auch der Fantasie des Kindes überlassen?!
ALso, meiner (8J., 3.Klasse)lässt auch Mäuse Steinchen rollen,die Katze hinterherflitzen (guuutes Ablenkungsmanöver green), und die gerettete Maus mit anderen im Wald dann 7 Kilogramm (!!!) Käse verspeisen (Siegesfeier?).
Ich bin mir sicher (!!!) die KL wirds mit Vergnügen lesen daumen


Wäre ein Klassenwechsel denn möglich? Das würde doch zumindest die Situation entschärfen- vielleicht hat ein anderer Lehrer einfach mehr Geduld oder das bessere Händchen mit deinem Sohn?
Er scheint doch auch schon einen richtige Hass auf die Frau zu haben surprise

Grüßle Steffi
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starkejungs
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 24.10.2006
Beiträge: 5625
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 05.11.2007, 20:40
BeitragTitel:
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Äh, mir ist gerade noch was eingefallen- hat nichts mit Unterforderung zu tun:

Vielleicht ist er ÜBERfordert- und zwar mit Hören? Ein Kind im nahen Bekanntenkreis wurde auch als reizbar, unmöglich, ungehorsam- z.T. als unwillig und dumm hingestellt.Sowohl von den ELtern, als auch von anderen Bekannten.Er hatte nur eine sehr kurze Konzentrationsspanne und war sehr unruhig.
Er hatte von Kleinkindalter an häufig Mittelohrentzündungen. Ich fand, er wirkte schwerhörig- war wahnsinnig konzentriert beim zuhören und das kam mir komisch vor. Der Kinderazt testete das Gehör- angeblich alles in Ordnung, er testete ein 2.Mal- das selbe Urteil, NACHDEM ein Paukenerguss mittels Röhrchen beseitig war(der war wohl schon lang da,meinten die in der Klinik...).
Mit fast 6 ging sie in eine Gehörlosenschule und lies ihn gründlich testen, weil sowohl ich,als auch eine Sportlehrerin im Kinderturnen das gute Gehör anzweifelten:Ergebnis: er hörte inzwischen gut- aaaber durch die vielen Ohrentzündungen, den Paukenerguss und die damit verbundene leichte Schwerhörigkeit über längere Zeiträume ist die Vernetzung zwischen Gehör und Gehirn nicht gut (also entwicklungsverzögert und nur schwer aufzuholen): er versteht zwar akustisch alles, kann aber teilweise damit nichts anfangen (Gehirn). Er musste sich wahnsinnig konzentrieren um das Wichtigste mitzubekommen,das kostete zu viel Kraft, die Konzentration und die Impuls-/Selbstkontrolle litten massiv darunter.
5 Jahre lang wurde er fast ununterbrochen angemault, die Erzieherin im KiGa hatte ihn gefressen, er galt als ADHS Kind und wurde reichlich oft für dumm erklärt. Dabei ist er sonst absolut fit im Kopf!

Das ist vielleicht eine krasse Version, aber auch in weniger ausgeprägter Form würde das(lt. Tester und Ärztin an dieser Schule) bei mehr Kindern auftreten,als man denkt- und daran musste ich denken, als ich das mit den Mittelohrentzündungen gelesen habe.

Wurde das schon wirklich von Fachleuten getestet? Normale HNO und Kinderärzte machen das definitiv nicht bzw nicht gründlich genug!

Grüßle Steffi
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Jojoni



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Anmeldungsdatum: 13.01.2007
Beiträge: 264
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 05.11.2007, 20:52
BeitragTitel:
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Wie ist denn der Sohnemann so zu Hause drauf? Ist er dort auch so agressiv und attackiert verbal?

Und ob ein Klassenwechsel an der Schule soviel bringt ist auch zweifelhaft, denn es ist wie überall, der schlechte Ruf eilt einem schon voraus. Wenn dann müsste er vermutlich gleich noch die Schule wechseln. Habt ihr denn mal überlegt, euch professionelle Hilfe zu holen? Mit manchen Dingen wird man ohne Hilfe nicht allein fertig.
Vorallem wenn man mit seiner Meinung allein dasteht. Ich weiß das aus Erfahrung. Habe mir bei meinem Großen und jetzt auch bei meinem Mittleren Hilfe geholt. Beim Großen hat der Schupsy nicht entdeckt, dass er hb ist. Das hat erst der Gang zum Kinderpsych. bewiesen und mir war von Anfang an klar, dass er anders ist. Man wollte mir jedoch immer weiß machen, dass er wohl eher zurückgeblieben sei, da er seinen Alltag nicht geregelt bekommt. Mittlerweile ist er wesentlich alltagstauglicher, da man andere Ansatzpunkte hat.
Und mein Mittlerer ist teilweise aggressiv und neigt zu motorischer Unruhe. Wir haben diesmal viel früher den Gang zum Kinderpsych. gewagt und sind gespannt, was herauskommt. Auf jeden Fall erwähnte sie bei einem kurzen Telefonat zwecks Terminverschiebung, dass sie uns beim nächsten Termin erklären könne, wo die motorische Unruhe herrühre.
Ehe ihr also noch weiter Vermutungen anstellt, seht zu, dass ihr eine Diagnostik bekommt. Ihr müsst die Ursache erkennen, ob es eben die Lehrerin ist oder eine Unterforderung.
Erst dann könnt ihr eigentlich wirklich handeln und auch die Handlungsweisen eures Kindes verstehen.

LG Jojoni

Als Ergänzung zu starkejungs kann ich ihrem Beitrag nur beipflichten. Habe selbst ein Kind mit 10 Mittelohrentzündungen in 8 Monaten gehabt. Er wurde mit 14 Monaten operiert. Wir hatten Glück, denn seine Sprache entwickelte sich fortan stetig, da er die Chance hatte, früh sprechen und hören zu lernen. Dem Sohn meiner Freundin erging es leider nicht so gut. Er sprach nichts außer Mama und Papa. Er war extrem laut und ich hatte den Eindruck, er hörte nicht richtig, da ich es bei meinem Jüngsten eben auch gemerkt habe. Laut ihres Ohrenarztes war alles in Ordnung. Der Junge war aber nach wie vor aggressiv und sprach kein Wort. Ich hab sie solange damit genervt, bis sie den Ohrenarzt gewechselt hat und siehe da, er konnte nicht hören und hatte dazu noch monströse Polypen. Es wurde operiert mit Paukenröhrchenkomplettprogramm und das leider erst mit 3. Nun ist er kräftig am aufholen, aber man merkt eben doch, dass da noch so einiges fehlt woran noch hart gearbeitet werden muss.
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flitzi_77



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 05.11.2007
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 06.11.2007, 07:03
BeitragTitel:
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@ starkejungs

Ich kann mit ziemlicher Sicherheit ausschliessen, dass Hannes schlecht hört und daher die Schwierigkeiten kommen.

Aufgrund seiner LKG wurde er mehrfach operiert, wobei die Ohren immer eine grosse Rolle spielten und auch ständig mit kontrolliert wurden.

Im letzten Jahr bekam er auch Röhrchen eingesetzt, die mittlerweile wieder raus sind.
Wir sind über den normalen HNO, in Berlin im Vierchow Klinikum in Behandlung und ich glaube mich dort in sehr kompetenten Händen zu wissen.

Die Idee war gut, aber dem sind wir schon nachgegangen.

@ Jojoni

Zitat:
Wie ist denn der Sohnemann so zu Hause drauf? Ist er dort auch so agressiv und attackiert verbal?


Er wird auch zu hause zunehmend agressiver, wobei sich das an den Wochenende immer etwas legt.
Unter der Woche, kommt er meist schlecht gelaunt aus der Schule, seine Stimmung lässt sich dann schwer wieder umwandeln.

Zitat:
Ehe ihr also noch weiter Vermutungen anstellt, seht zu, dass ihr eine Diagnostik bekommt.


Wir sind derzeit bei einem Schulpsychologen, leider zieht sich das Ganze wie Gummi in die Länge. Mit ein bisschen Glück, bekomme ich am Donnerstag mal ne Auswertung.
Für kommenden Montag habe ich ein Erstgespräch bei einer Kinderpsychologin, wobei sie mir gleich mitteilte, dass im mom keine freien Plätze vorhanden sind...... wird sich also auch wieder in die länge ziehen.
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arabis



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 22.11.2006
Beiträge: 139
Wohnort: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 06.11.2007, 09:15
BeitragTitel:
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Guten Morgen ! Schön, das Du hierher gefunden hast! Und ich Dich gefunden habe green

Mein Filius benimmt sich wie Deiner. Wir hatten auch Probleme mit den Ohren - nur mal so am Rande.....

Aber.... bei uns ist es definitiv Unterforderung. Und dann mutiert er zum Ar...loch. Und dann haben die Lehrer ihn logischerweise auf dem Kieker, - paßt schon..., der wirds gewesen sein - bei Falschbeschuldigungen hat Filius dann den Lehrer auf dem Kieker surprise und das ist nicht gut.....

So, nun zu Euch:

Ich würde mich mit einer vernünftigen Kinderneurologischen Pracxis in Verbindung setzen. Egal ( sorry , aber ich sehe es so) was er auch machen wird, es wird ihm gefallen und guttun. Hauptsache, er hat nen Entertainer für ne Stunde.... Möglichst eine Praxis mit Psychologen, die testen und machen Therapie.

Es ist äußerst hilfreich der Schule gegenüber , wenn das agressive Kind zur Therapie geht. Ansonsten wird euch schnell mangelndes Interesse vorgeworfen. Auch wenn Du erst nur sagen kannst, dass Du auf einen Termin wartest. So das ist die eine Schiene.

Als zweite würde ich versuchen, den Hannes springen zu lassen. WIR haben das in der 3. Klasse verpaßt, weil wir uns mit der Lehrerin gestritten haben statt was zu bewegen. Die Lehrerin ist übrigens unter Lehrern hier stadtbekannt motz als Sche...type, somit war sein Widerstand ok, hat aber letztendlich nix gebracht...

Dann haben wir ganz verzweifelt im letzen Jahr um diese Zeit einen Sprung von der 4. in die 5. Gym versucht. Den Verlauf kannste hier nachlesen...... war nix. Nicht aus der Leistung heraus sondern weil die Mitschüler und er sich nicht verstanden. Für die alhambras, die sich an den Vorfall noch erinnern: der Junge, der Filius am Meisten geärgert hat ( ich werde schon dafür sorgen, dass Du Streber wieder auf der Grundschule landest), ist übrigens nicht mehr auf dem Gym.

Ach ja: hat er Freunde in der Klasse?

Jedenfalls bin ich richtig froh, dass Du Dich hier angemeldest hast - biste doch bei uns in guten Händen!

glg Arabis
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flitzi_77



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 05.11.2007
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 06.11.2007, 09:35
BeitragTitel:
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Morgen arabis!

Muss mich nochmal bei dir für den Tipp bedanken, denn gleich was aus der ganzen Geschichte wird, tut es gut, sich austauschen zu können und auf Erfahrungen anderer zu blicken. ;)

Zitat:
Es ist äußerst hilfreich der Schule gegenüber , wenn das agressive Kind zur Therapie geht. Ansonsten wird euch schnell mangelndes Interesse vorgeworfen


Ja, leider ist das so, obwohl ich ein grosser Gegner von voreiligen Therapien bin.
Dennoch habe ich einen Termin zum Erstgespräch bei einer Kinderpsychologin gemacht, um mich vielleicht eines besseren belehren zu lassen.
Was dann wird, bleibt abzuwarten.

Zitat:
Als zweite würde ich versuchen, den Hannes springen zu lassen


Hm, das steht bei uns gar nicht zur Disskusion.

Zum einen muss ich erstmal herrausfinden, ob er tatsächlich unterfordert ist. Ich schwanke da irgendwie hin und her und möchte auch da nicht voreilig handeln.
Hannes ist clever und auch intelligent, soviel steht für mich als Mutter (Laie) fest, ob er jedoch springen sollte, wage ich nicht zu entscheiden. zumindest nicht, bevor nicht die Ergebnisse von den Tests vorliegen.

Ich halte es nämlich auch für wahrscheinlich, dass er einfach nur so ein "Wilder" ist und man mehr an seinem sozialen Verhalten arbeiten muss.

Die Rektorin meinte letzte Woche beim Gespräch, dass SIE diese tests nicht benötigen und wiegelte das ganz schnell ab.
Naja, ich für mich, brauche das, gleich was dabei rauskommt, wird es u.U. einiges aufschlüsseln und mir zeigen, ob wir in die falsche, oder richtige Richtung gehen.

Zitat:
Ach ja: hat er Freunde in der Klasse?


So richtig nicht, nein.
Er schliesst sich gern denen an, die auch gern Faxen machen, meiner Meinung nach aber auch nur, weil er bei den anderen eh schon alles verspielt hat.
So wie ich das beobachtet habe, tragen sie Hannes zwar nichts nach, suchen aber auch nicht unbedingt den Kontakt zu ihm.

Er meint ja eh, alle anderen wären dumm und spielt gern den Schlauberger, dass kommt eben verständlicherweise nicht gut an.

Kurz nochmal zu euch:

Muss mir mal raussuchen, wo ich deinen Thread finden und lese ihn dann auch.

Noch ne Frage:

Zitat:
Aber.... bei uns ist es definitiv Unterforderung


Woraus schliesst ihr das?

Lg, flitzi winkie
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arabis



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 22.11.2006
Beiträge: 139
Wohnort: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 06.11.2007, 09:41
BeitragTitel:
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in eile - muß zur arbeit:

wenn es interessant ist, ist er ein super angenehmer Kerl winkie
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Moffi
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Anmeldungsdatum: 29.03.2005
Beiträge: 2070

BeitragVerfasst am: 06.11.2007, 09:55
BeitragTitel:
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Hallo Flitzi,
hättet Ihr denn - nur für den Notfall - eine andere (private?) Grundschule in der Nähe, auf die Dein Sohn wechseln könnte?

LG,
Karin
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UBI



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 19.03.2007
Beiträge: 270

BeitragVerfasst am: 06.11.2007, 11:37
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Hallo,

dieser Satz gibt mir schon zu denken:

Zitat:
Da ich mit fast allen seiner Lehrer gesprochen habe, weiss ich, dass auch andere probleme mit ihm haben. Jene haben meist aber nur eine Wochenstunde mit ihm und "ertragens" eben einfach.


Von daher würde ich doch zu einer vernünftigen Diagnostik bei einem Kinder- und Jugendpsychologen raten. Er wird lernen müssen, mit verschiedenen Lehrertypen und auch anderen Kindern auszukommen. Manchmal braucht ein Kind dabei eben Hilfe.

Beste Grüße

Ubi
_________________
Ubi mit C. (Sommer 99)
Jeder nach seinen Möglichkeiten!
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Tar-Miriel
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 5260
Wohnort: Südhessen

BeitragVerfasst am: 06.11.2007, 13:29
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Da kann ich mich eigentlich anschließen:

Du solltest eine gute Diagnostik verfolgen und erst mit Hilfe von außen wieder mit der Schule in Verbindung treten. Jemand von außen sollte die Situation objektiver beurteilen können und ggf. vermitteln.

Ich habe bei zwei schwierigen (durchaus cleveren) Jungs in der Grundschulklasse des Großen miterlebt, wie viel ein KL erreichen bzw. kaputtmachen kann. Klar bedeutet ein schwieriges Kind eine höhere Belastung, aber Konsequenz und Wertschätzung der Kinder hilft oft weiter als Strafe und Kritik. Es kann eine Abwärtsspirale werden, die nur sehr schwer zu durchbrechen ist. Da ist dann wirklich Hilfe von außen nötig. Schwieriger ist es natürlich, wenn sich Verhaltensmuster beim Kind eingefahren haben. Da muss man einen Weg heraus finden.

Du musst selbst beurteilen, ob Dein Kind bei dieser KL noch irgendeine Chance hat, mit Diagnostik und Hilfestellung von außen. Da müssen wirklich beide Seiten an einem Strang ziehen, um den Abwärtstrend, den Du beschreibst, wieder umzubiegen.

Ich drücke Dir die Daumen, dass Du kompetente Hilfe findest und bin gespannt, was Du weiter berichtest.

Liebe Grüße
Tar-Miriel

P.S.:
Ups, ich vergesse meine Manieren:

Herzlich willkommen in der Alhambra!!! winkie

Wär schön, wenn Du Euch unter Steckbriefe noch mal kurz vorstellen könntest, da findet man es später einfacher.
_________________
"Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht." - Aus Sambia
Tar-Miriel
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