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Amiraamal

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.11.2007 Beiträge: 99 Wohnort: Köln
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Verfasst am: 24.11.2007, 19:28
Titel: Schimpfwörter und Co. |
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Mein Sohn (9) besucht jetzt die sechste Klasse einer weiterführenden (Privat)Schule. Was mich sehr erschreckt, sind die Schimpfworte, mit denen er immer wieder nach Hause kommt und die er zur Zeit mit Vorliebe gebraucht, weil er sich gegen seine viel älteren Klassenkameraden anders nicht zu wehren weiß.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht und wenn ja, wie geht ihr damit um?
Ich finde das einfach nur ätzend.
Ratsuchende Grüße
Amira |
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kirschkuchen

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.11.2007 Beiträge: 37
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Verfasst am: 24.11.2007, 19:53
Titel: |
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nein, das hatten wir bisher nur im kindergarten. da bin ich mit junior dann an die gartenpforte, hab auf den boden gezeigt und gesagt: bis zu dieser schwelle darfst du die worte benutzen, wenn du mit mir nach hause gehst nicht mehr. hat funktioniert. nun, er hatte sie ja auch dort aufgeschnappt deshalb hatte ich kein problem mit dieser ansage.
ich versuche sowas mit humor zu nehmen, denn zuviel trara macht es sicher noch spannender, oder?
lg und starke nerven _________________ kirschkuchen
mit 01/00 und 12/04 |
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Amiraamal

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.11.2007 Beiträge: 99 Wohnort: Köln
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Verfasst am: 24.11.2007, 23:53
Titel: |
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Das Problem ist, das er sie halt häufig in der Schule benutzt, wenn er sich wehren muss. Als Nesthäkchen wird er leider oft gehänselt oder geärgert und dann schlägt er verbal zurück. Außerdem scheint es auch im Moment angesagt zu sein, Bushido zu hören und dann mit diversen Schimpfwörten wild um sich zu schmeißen. Dabei versteht er (noch) nicht mal, was er da nachplappert.
Wenn ich mit ihm darüber spreche, bekomme ich immer wieder die gleiche Antwort:
"Wenn ich da nicht mitmache, dann bin ich uncool und sie verprügeln mich."
Und er möchte natürlich dabei sein. Er war es lange genug nicht.
Zum Glück kann man gut mit den Lehrern reden. Sie haben eigentlich immer ein offenes Ohr für die Probleme. Tja, sie werden ja auch jeden Tag damit konfrontiert.
LG Amira |
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sun Queen of yellowpress, Sponsor

Anmeldungsdatum: 02.03.2005 Beiträge: 2614 Wohnort: Rheinland
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Verfasst am: 25.11.2007, 09:27
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| Amiraamal hat folgendes geschrieben: |
| Zum Glück kann man gut mit den Lehrern reden. Sie haben eigentlich immer ein offenes Ohr für die Probleme. |
Hm, dann würde ich bei denen mal ansetzen.
Dass er verprügelt wird, wenn er sich nicht anpasst, ist ja wohl keine Art, die den Lehrern da am Herzen liegen sollte???
Wann hören die Kids denn Bushido? In den Pausen? Nach der Schule? Beim gegenseitigen Besuchen?
Und kriegen die Kids, die bei solchen Schimpfwörtern von den Lehrern erwischt werden, da irgendeine Konsequenz? _________________ LG sun mit Naseweiß (*3/9 , PeterPan (*6/99) und TigerLily (*6/05) |
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Amiraamal

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.11.2007 Beiträge: 99 Wohnort: Köln
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Verfasst am: 25.11.2007, 09:55
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Hallo Sun,
ja, die Lehrer sind da schon immer im Gespräch mit den Kiddies.
Wenn es mit den Schimpfwörtern zu arg wird, müssen sie Strafarbeiten machen und/oder zum Gespräch mit der Direktorin.
Genauso natürlich, wenn geprügelt wird. Da sind die Lehrer schon sehr konsequent, können es aber dennoch nicht immer verhindern, zumal die Jungs natürlich immer zuerst mal behaupten, sie hätten gar nichts gemacht.
Bushjido hören sie in der Pause. Zum Glück gibt es jetzt absolutes Handyverbot. Wir Eltern mussten da auch etwas unterschreiben.
Wenn die Kinder erwischt werden, dass sie das Handy doch anhaben, dann wird es einkassiert und wir müssen es persönlich in der Schule abholen.
Seitdem ist erst einmal Ruhe mit den Bushido-Songs.
Aber mein Sohn kennt sie natürlich mittlerweile schon auswendig und dann "singen" sie sie eben in der Pause.
Was verboten ist, hat halt immer seinen besonderen Reiz.
Zuhause hört er ganz normale Songs, da ist Hiphoptabuzone.
LG Amira |
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Ima
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.03.2007 Beiträge: 1471 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 25.11.2007, 10:09
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Also ich hatte kürzlich das Thema Schimpfworte mit Sohnemann... Ich hab nämlich mitbekommen, daß er mit solch einem Wort um sich schmiss, daß er definitiv nicht von zuhause hatte... Als ich ihn fragte warum, meinte er ungefär so ähnliches wie Deiner, daß er sich nur verteidigen wollte und daß die anderen das auch tun undsoweiter...
Dabei geht´s hier vor allem um einen 4t-Klässler, der auch noch mit in seinen Hort geht und ihn anscheinend permanent ärgert und beschimpft.
Die Schimpfwörter, die hier zum Gebrauch kommen, sind von der Sorte, die ich absolut nicht toleriere und wo ich auch einschreiten werde.
Ich hab mir meinen Herrn Sohn dann zur Seite genommen und ihm klar gemacht, daß das absolut UNCOOL und unter seinem Niveau ist, daß wn dieser Junge es nicht besser weiß, dann ist er einfach blöd und es gibt vllt keinen in seiner Familie, der ihm klar macht, wie dumm das ist... Ich hab ihm auch gesagt, daß ich einfach erwarte, daß er nicht auf die gleiche Tour kommt und mit sexistischen, Mütter- oder Väterbeleidigenden Sprüchen anfängt, sonst gibt´s Ärger mit mir (Sry, da bin ich vllt hart, aber...)... Und was den Jungen angeht, den nehm ich mir nächste Woche vor und werde mit ihm und den Erziehern reden, und ich hab Sohnemann gesagt, daß er einfach schauen soll, daß er ihm so weit es geht, aus dem Weg geht und wns nicht geht, darf er auch ausnahmsweise mal petzen gehen (er macht sowas nämlich nie )...
Du siehst, mich beschäftigt das Thema nicht nur periphär... Nein, mir ist es einfach wichtig, daß mein Kind sich nicht ohne zu merken solch ein Vikabular angewöhnt und gebraucht. |
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Amiraamal

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.11.2007 Beiträge: 99 Wohnort: Köln
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Verfasst am: 05.12.2007, 21:18
Titel: |
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Hallo Ima,
ich finde es schon erschreckend, mit welchen Schimpfwörtern mein Sohn von der Schule nach Hause kommt.
Jetzt hat der Vater seines Freundes uns sogar "Hausverbot" erteilt, weil mein Sohn bei einem Streit zu seinem Sohn "Bastard" gesagt hat.
Der Hintergrund dazu: Mein Sohn wird in der Schule oft so genannt, weil ich allein erziehend bin und der Vater meines Kindes in Tunesien lebt.
Natürlich ist mein Sohn nun total enttäuscht. Er versteht nicht, warum dieses Wort jetzt eine solche Welle ausgelöst hat.
Auf die Frage, ob ihm das denn gefällt, wenn man ihn in der Schule so nennt, sagte er: "Nein, aber deshalb verbietet man doch keine Freundschaft!"
Wünschenswert wäre es ja, wenn er jetzt mal ans Grübeln käme, was das Benutzen diverser Schimpfwörter für Konsequenzen haben kann.
Auf jeden Fall werde ich morgen mal mit der KL darüber sprechen.
Ich möchte natürlich auch nicht, dass mein Sohn ständig beschimpft wird und sich dadurch minderwertig vorkommt oder eben beleidigende Retourkutschen formuliert.
LG Amira |
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clementine
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 31.03.2007 Beiträge: 1393 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 05.12.2007, 23:25
Titel: wie bitte? |
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hallo Amira,
sach - ich hab richtig gelesen - Dein Sohn wird "Bastard" geschimpft??? .... darf nicht wahr sein. Da würde ich mich sofort an das Rektorat der Schule wenden, sowas darf einfach nicht sein.
Irgendwie denke ich, es gibt auch in Schimpfworten eine gewisse Abstufung, und die m ü s s e n die Kids auch lernen.
Mein Herr Sohn, grad vier, schimpft auch seit einigen Monaten dass es mir die Zornesröte in die Stirn treibt und teilweise ist das unterste Riege. Er hat die Wörter aus dem Kiga und versteht noch nicht mal was er plappert, aber ich leuchte ihm trotzdem heim... teilweise überhöre ich die Wörter, wenn sie mir als "allgemein gültig" oder einfach nur blöd erscheinen, aber wenn die Schimpfwörter wirklich grob verletzend, rassistisch oder dumm-dreist sind, versuche ich ihm zu erklären, was er da überhaupt sagt und wir überlegen, was man statt dessen sagen könnte oder was man als Antwort geben könnte, wenn ein Kind so was sagt. _________________ clementine mit Sohn 9/03 und Tochter 6/07
***
Wenn die Klügeren immer nachgeben, geschieht nur das,
was die Dummen wollen.
Albert Einstein |
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oesb Sponsor 2010/2011

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.07.2007 Beiträge: 1535 Wohnort: Wankendorf
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Verfasst am: 06.12.2007, 00:12
Titel: |
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Hallo,
das ist oft auch nur ne Phase bei Jungen zum Pubertätszeitpunkt. Manchmal ist es besser klar zu stellen, dass man zu Hause diese Sprache nicht wünscht, das alles was er alleine ausserhalb des Hauses macht er selber verantworten muss. _________________ LG Oesb
mein Steckbrief
Bitte beachtet auch die Stammtischdaten für Hannover! Immer der erste Sonntag im ungeraden Monat!!! |
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subu Sponsor

Anmeldungsdatum: 06.03.2005 Beiträge: 2029 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 06.12.2007, 10:24
Titel: Re: wie bitte? |
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| clementine hat folgendes geschrieben: |
hallo Amira,
sach - ich hab richtig gelesen - Dein Sohn wird "Bastard" geschimpft??? .... darf nicht wahr sein. Da würde ich mich sofort an das Rektorat der Schule wenden, sowas darf einfach nicht sein.
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Liebe Clementine,
du wirst im Laufe der Zeit wahrscheinlich leider mit noch schlimmeren Audrücken konfrontiert werden...so schlimm das ist, die Kids probieren, was sie aufschnappen - und die Eltern und Lehrer können nur immer wieder versuchen, ihnen die Abartigkeit dieser Worte begreiflich zu machen...
Meine Kinder sind in der 8. Klasse, da wird dieses Wort schon nicht mehr benutzt - sondern heftigere!
Ich hasse es - und bin einerseits froh, dass meine Kids das - zumnidest zu Hause - nicht aussprechen, aber vielleicht in der Klasse eher ausgegrenzt werden, wenn sie auch dort - was eigentlich richtig und toll ist - nicht so reden.
LG
subu |
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Franziska
Anmeldungsdatum: 16.03.2005 Beiträge: 916
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Verfasst am: 07.12.2007, 10:58
Titel: |
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Hallo Amira,
wegen des "Bastards" würde ich auch umgehend mit der/dem KL oder dem/der Rektor/in reden. D.h., ich würde die Geschichte zum Anlass nehmen, mal nachzufragen, wie die Schulleitung gedenkt damit umzugehen.
Und Deinem Sohn bleibt wohl in Bezug auf seinen Freund nichts anderes übrig, als sich bei ihm und seinem Vater zu entschuldigen.
Meine Tochter ist auch 9. Seit meine Kinder auf der Welt sind, sag ich noch nicht mal "Scheixxe". Weil es einfacher ist, sich unangenehme Dinge garnicht erst anzugewöhnen."Mist" oder "Kuhfladen" lass ich noch durchgehen, bei allem anderen gibt es bei jüngeren Kindern eine Verwarnung
("Ich möchte das hier nicht hören...Wenn Du immer solche Schimpfwörter benutzt, musst Du nach Hause gehen..." Tatsächlich ist es erst einmal passiert, dass ich ein Nachbarskind, das - als Töchti 4 und er 5 war - dauernd "Scheixxe" sagte, nach Hause geschickt habe-), bei älteren erwarte ich einfach, dass die Schimpfwörter eine gewisse Grenze nicht überschreiten.
Töchti hat in der 5. Klasse eine neue Freundin. Weil die beiden Mädels sehr eigensinnig und recht dickköpfig sind, kommt es gelegentlich zu heftigen Auseinandersetzungen. So auch letztens. Es kam zum Streit. Die Freundin wollte sofort nach Hause. Als sie abgeholt wurde, blieb meine Tochter zwar verärgert, aber relativ ruhig.
Während ich mich noch darüber freue, dass Töchti nicht ausfallend wird, die Ruhe bewahrt und scheinbar endlich verstanden hat, was ich seit Jahren vorlebe und predige - der Ton macht die Musik, wer schreit, wird kaum ernst genommen - brüllt die Freundin während ich Tschüss sage plötzlich los: "DU KANNST MICH MAL AM Arxxx LECKEN!" In einer Lautstärke, dass man es vermutlich noch 2km weiter hörte. Vor lauter Schreck hab`ich dem Mädel, dass schon vor der Haustür stand (und ihrer Mutter ) die Tür vor der Nase zugeklatscht.
Während ich noch überlegte, wann ich das Mädel anrufe, um ihr zu erklären, warum ich so heftig und für sie vielleicht unverständlich reagiert habe, ging das Telefon. Dran war das Mädchen, das sich dafür entschuldigte, dass sie so geschrien hatte und meinte, sie hätte es nicht so gemeint, aber wär so sauer gewesen, weil...
Ich hab`ihr gesagt, dass man eben sauer sein darf, aber deshalb noch lange nicht so schreien und solche Schimpfwörter benutzen muss. Das mir meine Reaktion auch leid täte, aber mir das echt zu viel und meine Grenze erreicht war. Ich habe die Entschuldigung selbstverständlich angenommen und gesagt, dass der Vorfall für mich damit erledigt sei. War er auch. Das Mädchen hat hier kein Hausverbot, aber weiß jetzt sicher, wo meine Grenze ist.
Wieso ich das so lang und breit geschildert habe: Ich finde es verständlich, dass der Vater des Freundes Deines Sohnes Deinem Sohn Hausverbot erteilt hat. Das ist erst mal sein gutes Recht. Dass Dein Sohn durchaus gute Gründe und Erklärungen hat, solche Wörter zu benutzen, kann und muss dem Vater seines Freundes erst ein mal egal sein. Der kann nämlich nichts dazu, dass in Eurer Schule Schimpfwörter und Beschimpfungen zum normalen Umgangston gehören. (So wie ich nichts dazu kann, dass die Freundin meiner Tochter von anderen so ungerecht behandelt wurde/wird, dass Kleinigkeiten inzwischen ein Auslöser für verbale Ausraster sein können.)
Wenn zum Schulalltag Deines Sohnes solche Umgangsformen gehören und
verbale Herabsetzung anderer oder mangelnder Respekt vor den Mitschülern ohne Konsequenz bleibt, denkt sich Dein Sohn natürlich nichts dabei, wenn er sich auch so verhält oder ausdrückt. Ins Grübeln kommt Dein Sohn jetzt bestimmt, aber er braucht Deine Unterstützung, um die Erfahrung zu machen, dass es tatsächlich "anders geht". Hinweise, wie "so etwas sagt man nicht" allein sind völlig kontraproduktiv, wenn die Realität eine ganz andere ist.
Wenn verbale Verfehlungen, Beschimpfungen und Prügeleien an der Schule deines Sohnes Alltag sind, kümmern sich die Lehrer vermutlich noch nicht genug. Meine Kinder besuchen auch Privatschulen. Prügeleien und Beschimpfungen sind dort in der Form auf Dauer nicht denkbar, weil umgehend ziemlich konsequent eingegriffen wird. Einer der Gründe, warum ich meine Kinder auf Privatschulen gehen lasse, ist schließlich der - aus meiner Sicht - im Vergleich zu öffentlichen Schulen, bessere Umgang mit Konflikten und soziale Kompetenz als erklärtes Lernziel.
Von selber lernen die Kinder das natürlich nicht. Da sind schon klare Regeln und Vorbilder nötig.
Töchterchen hat mir gestern erzählt, dass eine ihre Mitschülerinnen immer "total unfreundlich" zu ihr ist. Auf eine "normal freundlich" gestellte Frage (z.B. "Was isst Du da?") antwortet:"Das kann Dir am Arxxx egal sein!"
Aus meiner Sicht ist das nicht nur "total unfreundlich", sondern völlig unangemessen und inakzeptabel. (Unfreundlich wäre "kann dir doch egal sein!")
Das habe ich meiner Tochter auch gesagt. Und sie gebeten, beim nächsten Mal der KL davon zu erzählen. Sollte Töchterchen das nicht machen (wovon ich ausgehe - sie will nämlich auch dazu gehören, nicht auffallen, weiß, dass "die...es auch nicht einfach hat") und die Mitschülerin so weiter macht, werde ich das übernehmen. ICH bin nämlich der Ansicht, das meine Tochter SO nicht mit sich reden lassen muss und der Hintergrund, warum die betreffende Mitschülerin so "schlecht drauf ist", nicht mein Problem ist, bzw. ich daraus nicht ein Problem für meine Tochter werden lasse.
Dein Sohn braucht sich wirklich nicht als Bastard beschimpfen zu lassen.
Das ist eine doppelte Unverschämtheit, weil sein Vater nicht bei euch lebt. Wer auch immer auf die Idee kam, Deinen Sohn so zu beschimpfen, hat wohl nicht ahnungslos irgendein Schimpfwort gewählt, sondern ganz gezielt einen Begriff benutzt, der dazu geeignet ist, Deinen Sohn persönlich zu beleidigen. (Auch wenn Dein Sohn zu jung und ahnungslos war, um das vielleicht bisher nicht sooo persönlich zu nehmen.)
Viel Erfolg beim Gespräch
Gruß Franziska |
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clementine
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 31.03.2007 Beiträge: 1393 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 07.12.2007, 11:53
Titel: .... |
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Hallo Subu,
mein Sohn beschimpft mich ja momentan schon oft ganz arg, ich hab mich auch beim Kiga beschwert welche Wörter er mit nach hause bringt, aber es wird sich wohl nie vermeiden lassen, er muß das selbst auch lernen, dass er sich bremst. Im Kiga sind momentan zwei Jungs aus sehr schwierigen sozialen Verhältnissen, das wird immer und auch in der Schule vorkommen. Da können die Erzieherinnen auch nicht immer verhindern, dass sich die beiden aufführen...
Aber was ich an dieser Schilderung so heftig und übel finde ist das Amira´s Sohn wegen seines familiären Hintergrundes diskriminiert wird.
| Zitat: |
| Mein Sohn wird in der Schule oft so genannt, weil ich allein erziehend bin und der Vater meines Kindes in Tunesien lebt. |
... da kann ich nur sagen, wehret den Anfängen.
Meiner Ansicht nach ist es Aufgabe der Schule, jegliches diskriminierendes Verhalten zu unterbinden, während ich den Gebrauch der "normalen" Schimpfwörter zwar auch als zu unterbinden aber nicht so brisant erachte...
zu meinem großen Leidwesen bin ich selbst ziemlich aufbrausend, d.h. wenn es der Große nur richtig anstellt (und da hat er den Bogen GUT raus ) dann werde ich auch schon mal lauter ... _________________ clementine mit Sohn 9/03 und Tochter 6/07
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Wenn die Klügeren immer nachgeben, geschieht nur das,
was die Dummen wollen.
Albert Einstein |
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subu Sponsor

Anmeldungsdatum: 06.03.2005 Beiträge: 2029 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 08.12.2007, 14:29
Titel: |
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...da hast du allerdings recht, Clementine - das ist in diesem Zusammenhang natürlich besonders schlimm, da wir erst gar nicht zarte "fremdenfeindliche" Samen sähen wollen und dürfen.
Trotzdem ist es ein nicht minder schlimmer Hintergrund, wenn jemand dein Kind H****sohn nennt - egal, ob du nun aus Deutschland oder sonst irgendwoher stammst - oder?
Das ALLES sollte es eigentlich gar nicht geben - das eine ist fremdenfeindlich, das andere frauenfeindlich.
Ich könnte echt Brechreize bekommen, wenn ich nur daran denke, was für schlimme Ausdrücke da kommen -
Bastard war übrigens eine Weile das Lieblingsschimpfwort eines japanisch-deutschen Jungens für alle, die ihm in die Quere kamen, aber besonders für deutsch-deutsche Jungs...wie soll man das jetzt deuten?
S.O., ich gehe jetzt mal "das Essen noch mal durch den Kopf gehen lassen" ;(((
LG
subu |
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Eliyoula
Anmeldungsdatum: 11.12.2007 Beiträge: 40
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Verfasst am: 24.09.2008, 09:15
Titel: |
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Hallo,
ich hol mal diesen alten thread hervor
Bei uns ist das nämlich auch sehr, sehr schlimm. Unsere GS liegt in einem sozialen Brennpunkt mit einem sehr hohen Ausländeranteil (sind wir auch selber, also nichts rassistisches vermuten ).
Und da ist die Sprache und der Umgang extrem derb. Seitdem benutzen meine Kinder nicht nur Schimpfwörter (momentan ist wohl "Missgeburt" angesagt ), sondern scheinen auch die deutsche Sprache verlernt zu haben. Da werden in der Umgangssprache keine Artikel mehr benutzt und viele Wörter einfach gekürzt (aus "einen" = "ein" z.B.).
Natürlich wissen meine, dass sie solche Wörter hier nicht benutzen sollen und ich erkläre dann auch, warum man jemanden z.B. nicht mit "Spasti" beschimpfen soll, aber wenn sich die beiden mal streiten oder wenn sie draußen mit den Nachbarskindern spielen, dann rutschen diese Wörter und dieser eklige "Slang" doch wieder raus.
Ich finde das selber total schrecklich, aber ich kann sie auch irgendwo verstehen. Früher im Kiga meinten auch oft die Erzieherinnen unser Sohn würde wie ein Erwachsener sprechen. Würde er nun so hochgestochen mit perfekten Hochdeutsch (welches er ja zweifelsfrei beherrscht) auf dem Schulhof sprechen, dann würde er sich wohl schon zum Außenseiter machen. Das er dann da mithalten will ist daher wohl (leider) verständlich.
Jemand (sorry, hab den Namen grad nicht) meinte ja auch, sie will es nur bis zur Gartenpforte und nicht zu Hause haben. Ähnlich halten wir es auch.
Ich hoffe nur, dass er sich dann später auf dem Gymnasium umstellen kann, da dort so ein Umgangston eben nicht herrscht.
LG
P.S.: Wobei ich aber sagen muss, dass ich diese GS dennoch bewusst ausgewählt habe und keinen Gastschulantrag gestellt habe, da diese an sich sehr gut ist, sehr gute Arbeit leistet und die Kinder wirklich sehr gut auf die weiterführenden Schulen vorbereitet (Die Kinder z.B., die aufs Gym kommen, bleiben in der Regel auch dort ). Besser wohl als einige der Nachbars-"Kuschelschulen". |
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Feeli
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.12.2007 Beiträge: 307 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 24.09.2008, 09:40
Titel: |
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Die Sprechweise hat sich seit Sohnemanns Schulwechsel erheblich gebessert, d.h. er musste anscheinend vorher auch verbal zu Hause Dampf ablassen, was er momentan nicht mehr nötig hat.
Ansonsten haben wir auch das Prinzip "Gartenpforte", bzw. bestimmte Worte unter Kids sind okay, aber bitte nicht in Gegenwart von Erwachsenen.
Und diskriminiert werden darf natürlich keiner!
Sohnemann kann inzwischen ganz gut zwischen den Sprachmodi hin- und herschalten - und bis zur Pubertät ist's bei uns ja noch ein bisschen hin
LG
Feeli |
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