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Lachen oder weinen?


 
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simmi
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 06.06.2007
Beiträge: 218
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 07.12.2007, 22:06
BeitragTitel: Lachen oder weinen?
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Freuen oder traurig sein?

Hallo zusammen,

heute war der erste Elternsprechtag mit der Lehrerin meines Sohnes, gerade 6, 1. Klasse.

Mathe: sehr gut. Deutsch : sehr gut. Mündlich super, der beste der Klasse.holla
Hört sich toll an, oder?
Nachdem wir wirklich kein Wort über die Leistungen im Detail verloren haben kam sofort das große AAABER.....

...sie mache sich Sorgen, es falle auf, daß er immer alleine spielt. Keinen Anschluss in der Klasse findet, mit seiner Art(immer alles bessser zu wissen-sie sagte wohl extra nicht "Klugscheisser", obwohl sie es meinte) ziemlich aneckt, und in letzter Zeit wohl zunehmend feststellt, daß er träumt und ihm gestellte Fragen dann nochmal wiederholen müßte.

Schon im Kindergarten war es schwierig mit ihm- keinen Freund(alle zu wild,"wollen immer nur raufen, mit Bagger oder Trecker spielen oder Fußball), nur zwei Freundinnen, mit denen er sich gelegentlich verabredete und er dann eher Mädchenspiele spielte, wie Schule(mit basteln malen und alles was dazu gehört), verkleiden, Vater Mutter Kind usw.

Seit dem Schulanfang wollen diese Mädchen nicht mehr viel mit ihm zu tun haben nein, denn auch in der 1. Klasse ist es schon so, daß Mädchen und Jungen nicht mehr zusammen spielen... Also spielt er alleine oder vielmehr er versucht die Pause irgendwie rumzukriegen.

Könnt Ihr Euch vorstellen, was ich mir für Gedanken mache? Tagaus tagein, zumal sein knapp 2 Jahre jüngerer Bruder 3 tolle beste Freunde hat und Verabredungen mindestens 3mal die Woche. Mein Großer sitzt dann da und schmollt die ganze Zeit( bawling mit mir will keiner spielen), schlimmstenfalls fängt er die Kleinen an zu ärgern-nur Stress!

Um nochmal zum Elternsprechtag zu kommen: Eine andere Mutter kam vor mir raus- die hatte auch Tränen in den Augen-aber da war es andersrum. Trotz Förderunterricht keine Besserung im Schreiben und Lesen und außerdem kein Matheverständniss.

Tja, dann doch lieber das andere Extrem. Oder doch nicht?
Das gibt wohl wieder ne schlaflose Nacht...

LG Simmi
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sun
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Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 2614
Wohnort: Rheinland

BeitragVerfasst am: 07.12.2007, 22:28
BeitragTitel: Re: Lachen oder weinen?
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Hallo simmi,

hm, ehrlich gesagt klingt es für mich sehr typisch nach einem Hbchen, was einfach sehr anders tickt als die Normalos.

Ich bin auch mit wenigen und nicht so engen Freunden durch meine Kindeheit und Jugend gegangen. Ich fand es übrigens nicht so bedenklich, wie ich es heute vielleicht aus Elternsicht sehen würde - ich war oft zufrieden mit mir und einem Buch im Zimmer...

Hat die Lehrerin Ideen gehabt, wie man ihn sozial besser in die Klasse kriegen würde? Aber ich finde es klingt wirklich einfach relativ inkompatibel. Steht ein Sprung zur Debatte? Oder habt ihr die Möglichkeit, ihn außerschulisch mit ein paar anderen hellen Köpfen zusammen zu bringen? Vielleicht findet er da Seelenverwandte.

Was lässt denn dein Söhnchen so von sich hören - fühlt er sich unwohl in der Gemeinschaft, oder fällt ihm das Außenseitertum gar nicht von ihm aus auf?
_________________
LG sun mit Naseweiß (*3/9Cool, PeterPan (*6/99) und TigerLily (*6/05)
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Jojoni



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 13.01.2007
Beiträge: 264
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 07.12.2007, 22:45
BeitragTitel:
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Na dann fühl dich mal umarmt.

Das ist auch die Geschichte meines großen Sohnes. In der 1. Klasse hatte er keinen Freund, ab der Zweiten war zwar bis zur Vierten einer da, aber diese Freundschaft entstand eher aus der Not heraus und hat sich mittlerweile fast in Luft aufgelöst. Mein Sohn ist nach der 4. Klasse aufs Gym gegangen und mittlerweile hat er Freunde, denn die Jungs auf seiner neuen Schule sind ihm ähnlich. Er möchte auf keine Fall zurück auf die Grundschule. Die Jungs, die ich bislang kennengelernt habe, kommen anscheinend alle vom selben Planeten wie mein Sohn. Die führen wahnsinnige Gespräche und haben ne Menge Spaß.

Du wirst Dich wahrscheinlich darauf einstellen können, dass sich nicht viel an dieser Situation ändern wird, die ihr da so habt. Denn es fällt schwer Kontakte zu knüpfen, wenn das gegenüber einem nicht ebenbürtig ist. Wenn dann so tolle Bemerkungen kommen wie: Wenn du mir das nicht gibst, dann bist du nicht mehr mein Freund.
Dann sagte er immer, dass ihm so ein Verhalten zu doof sei. O-Ton meines Sohnes: Man ist das nervig, wenn sich ... immer so kindisch verhält.
Mit Älteren und Erwachsenen hat mein Sohn hingegen kein Problem. Er besucht seit über einem Jahr eine Pfadfindergruppe. Dort fühlt er sich wohl. Da sind viele Ältere, die ihn so akzeptieren, wie er ist.
Klar tut es einem als Mutter weh und man fragt sich was man falsch gemacht hat, aber manche Dinge sind nicht zu ändern.
Unsere Psych sagte mir: Nehmen sie ihn so wie er ist auch wenn es manchmal weh tut. Er wird seinen Weg gehen. Versuchen sie es mal mit den Pfadfindern.

Sie hat recht, denn ich finde viele Parallelen zu meiner Kindheit.Viele Dinge waren mir auch zu blöd und auch ich hatte nie viele Freunde. Heute habe ich einige gute Freunde, die aber nach wie vor meist älter sind und die nichts gegen Bildung haben. Dummes Kaffetratschen bei Krabbelgruppen konnte ich nie lange ertragen, wenn man außer Windelpreisen und Gläschenpreisen nichts zu erzählen hat.

Vielleicht findest Du auch ein paar Parallelen zu deiner Kindheit? Und das schlimme ist, das man den Eindruck hat, dass heute immer mehr Kinder rumlaufen, denen Oberflächlichkeit wichtig ist. Unsere Kinder sind aber nicht oberflächlich und das ist deren Problem. Wenn es in der Schule nicht so klappt mit Freunden, dann findet er vielleicht außerhalb welche. War bei uns zumindestens so.

LG Jojoni
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oesb
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 09.07.2007
Beiträge: 1535
Wohnort: Wankendorf

BeitragVerfasst am: 08.12.2007, 00:28
BeitragTitel:
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winkie Hallo,
ja das hört man oft aus dem hb Kreis, unsere war auch eher so gestrickt wobei dann irgendwann auch noch massives Mobbing dazukam. In den Griff hat sie das erst bekommen als sie ihre Introvertiertheit abgestreift hat, mit der 7. Klasse. Sei gedrückt, aber oft empfinden hbchen dies alleine sein als Erholung,
_________________
LG Oesb
mein Steckbrief
Bitte beachtet auch die Stammtischdaten für Hannover! Immer der erste Sonntag im ungeraden Monat!!!
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Moffi
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Anmeldungsdatum: 29.03.2005
Beiträge: 2070

BeitragVerfasst am: 08.12.2007, 09:27
BeitragTitel:
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Hallo Simmi,
bei uns läuft's in etwa ähnlich - nur dass ich eine Tochter habe (auch 6, 1. Klasse) die traurig darüber ist, dass die Jungs nicht mehr mit ihr spielen... Es wundert mich auch, dass das schon bei den ganz Kleinen so ausgepägt ist, das scheint Ehrensache zu sein, die Mädchen blöd zu finden...

Vielleicht könntet Ihr einmal Kinder aus der Klasse einladen? (Das hat bei uns allerdings nichts genützt, außerdem hat meine Tochter eigentlich auch kein Interesse daran.)

Im Moment ist unsere ganz zufrieden, nur manchmal ziemlich traurig darüber, dass sie keine Freunde hat.


LG,
Karin
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starkejungs
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 24.10.2006
Beiträge: 5625
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 08.12.2007, 10:23
BeitragTitel:
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Kurze Anmerkung: bei uns war es nicht so,dass die Mädels nicht mehr mit den Jungs gespielt haben- sonst wäre nämlich mein Großer (der ja von diversen Jungs verkloppt wurde) sozial wohl komplett unter die Räder gekommen!
Auch in der Klasse des Kleinen ist es nicht so. Ich konnte das auf dem Schulhof so langsam bei den 4.Klässlern beobachten!

Hier besuchen sie sich auf jeden Fall auch in der 3,Klasse gegenseitig
green und haben damit in beiden 3.Klassen kein Problem! DAS gibt es auch daumen

Das Thema sollte die KL wohl mal ansprechen- so früh(1.Klasse) und schon Gruppendruck und bewusste Ausgrenzung surprise .
Ich bin mir sicher,dass einige Kinder da eigentlich gar nicht so mitmachen wollen, aber "müssen",damit sie nicht ausgegrenzt werden, weil ein Junge mit Mädchen spielt oder umgekehrt!

Etwas entsetzte Grüße
Steffi
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simmi
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 06.06.2007
Beiträge: 218
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 08.12.2007, 11:15
BeitragTitel:
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Hei Ihr Lieben,

hab gestern abend noch eure Antworten gelesen- genau das, was ich gestern vorm einschlafen noch gebraucht hatte... :)

Also erstmal muß ich sagen, unser Sohn ist nicht hb getestet, glaub auch nicht, daß er die 130 knacken könnte ;) , aber anders als der Durchschnitt ist er allemal. Er war halt immer schon schwierig, alle haben es mir in die Schuhe geschoben und ich hab es schieben lassen, wie das so ist bei Erstgeborenen.. Aber ihr wißt ja wovon ich rede.

Sun, die Lehrerin hat erstmal gesagt, wir müssen abwarten, er sei ja noch so jung, und das mit dem Weinen(wenn er sich nur ein bißchen weh getan hätte oder wenn die Lehrerin geschimpft hat usw.) hätte sich ja auch schon gebessert.
Sohni selber fängt langsam doch an zu verstehen, daß es wohl auch an ihm liegen muß, daß man mit ihm Schwierigkeiten hat. und ja er leidet darunter, wenn er keine Verabredungen kriegt("ich hab alle gefragt-keiner wollte")*Haare rauf*

Er legt sich aber auch selbst die Steine in den Weg. Es gibt durchaus welche, die ihn lieb grüßen(hab ich selbst schon beobachtet), doch weil er meist so in Gedanken mit irgendetwas anderem beschäftigt ist, kriegt er das oft gar nicht mit(oder er sagt," der ärgert mich immer")

Jojoni(deinen Text könnt ich übrigens fast ganz zitieren und ein"genau" dranschreiben yes ) leider wohnen wir hier sehr ländlich in einer kleinen Gemeinde- keine Pfadfinder weit und breit, bisher keine Gleichgesinnten(kann man hier ganz gut überblicken, die meisten kennt man durchs Kinderturnen oder Kindergarten). Bei uns wird Fussball ganz groß geschrieben, die "richtigen" Jungs machen natürlich das...

Meine Hoffnungen gehen natürlich jetzt auch schon in Richtung Gymnasium, aber bis dahin ist es noch lang und ein Sprung steht wg. seines Sozialverhaltens nicht im Raum.

Steffi, ich dachte, das wäre eher normal, daß Mädchen und Jungs sich gegenseitig abgrenzen voneinander( so wie in dem Wilde-Kerle Film, wo das Mädchen ja anfangs auch keine Chance hatte), Sohni 2 spielt nur mit Jungs(zufällig wg. der Interessen, würd aber nie sagen "Mädchen sind doof").
Toll, daß es bei euch anders ist.

Danke für euer Verständnis!

LG Simmi

Ach, im neuen Jahr will ich mit ihm mal beim Schachclub reinschnuppern(1o km entfernt). Vielleicht findet sich da einer, der ähnlich tickt!?
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kleines Monster



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Anmeldungsdatum: 02.12.2007
Beiträge: 167
Wohnort: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 08.12.2007, 23:33
BeitragTitel:
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Hallo Simmi,

mein kleines Drachenkind (gerade 6 geworden, 1. Klasse) hat sich bisher auch von der Klasse ausgegrenzt. Wollte zu keinem Kontakt, obwohl sie einige bereits aus der Kita kennt. Seit 1 1/2 Wochen (da war ihr Geburtstag) ist das etwas besser geworden. Zweimal hat sie sich jetzt schon verabredet!! Mama hat das glücklich zur Kenntnis genommen holla

Ruben hat ein Dino Zimmer - Volltreffer sag ich nur. Sophie ist einfach nett!! Mal schauen wie es weiter geht. Lieblingsfreundin ist nach wie vor die Nachbarin - die geht aber in die zweite Klasse. Ziel des Drachenkindes ist in diese Klasse zu kommen - so sagt sie jedenfalls immer. p

Ich bin jedenfalls froh über diesen Kontakt und hoffe das es bei Euch auch bald besser wird.
_________________
Liebe Grüße

anne
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sine



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 08.09.2005
Beiträge: 83
Wohnort: bayern

BeitragVerfasst am: 09.12.2007, 11:23
BeitragTitel:
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winkie Hallo simmi,
Ja wie schon gesagt wurde, sieht aus wie ein Hbchen dein kleines...
Das ist schön, und das ist DOCH ein Segen...Dieses Talent gehörht zu ihm, wie jeder Mensch sein eigenes Talent auch hat, oder? Er muß sich akzeptiert fühlen und auch das fängt zu Hause an...Ein Test bring auch Klarheit (meiner Meinung nach), der kann sich besser verstehen(warum er mehr schwierigkeit hat Freunde zu finden, z.B...), sich besser akzeptieren, es hilft die Kinder sehr..(aus eigene Erfahrung...)
Über Kontakt mit anderen Kindern, was du erzählst ist doch klassisch... in moment traurig, aber noch nicht um sich zu verzweifeln...ehrlich...auch wenn es dir jetzt so weh tut... Schau, du sollst beobachten ob ein Kind zu ihm passt, egal ob mädchen oder junge, ob älter oder kleiner...hauptsache das passt zusammen...Er selbst wird es finden... Meine Tochter(auch Hb) hat schon Freundinnen die zur förderschule gehen mussten, jungen , u.a...
kein Problem...hauptsache er ist glücklich mit dem Kind...

Wenn es zu lange dauert um ein Freund zu finden solltest du helfen in dem du ein Verein für Hb Kids suchst (auch wenn es sehr weit sein soll) und ihn in einem Kurs anmeldest...Auch in schwierigen fällen ist das fast immer die Lösung...Es tut die Kinder sehr gut wenn sie andere Kinder finden die gleiche Erfahrung haben, die ähnliche Problemem durchmachen, die selbe Interesse haben...Es ist wie Magnet...die Freundschaft kommt sofort... tocktock
Diese Kurse sind normelerweise 2x im Monat und es kommem Leute von sehr weit weg...haptsache, das Kind ist glücklich...Freunde braucht man schon zum leben...
Also, ich hoffe habe dir einige Anregungen gebracht,
viel glück drugs
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sine



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Anmeldungsdatum: 08.09.2005
Beiträge: 83
Wohnort: bayern

BeitragVerfasst am: 09.12.2007, 11:32
BeitragTitel:
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Ah...die Idee von Schachclub ist auch toll, es kann schon gut klappen... Mein Mädchen geht auch in einem hin...
Obwohl es ersetzt nicht ein Verein mit Hochbegabten, wo er sehr wahrscheinlich sich puddel wohl fühlen würde und außerdem auf eine besondere Art gefördert sein würde cool
tschüss winkie
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simmi
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 06.06.2007
Beiträge: 218
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 10.12.2007, 00:23
BeitragTitel:
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Hallo,

Sine, danke für deine netten Worte! :)
Du hast recht, Freunde braucht man irgendwie zum leben. Selbst Sohni macht sich jetzt so langsam seine Gedanken.
Und- ich habe heute mal ein bißchen gegoogelt und hab tatsächlich 2 Adressen(Elterntreffs für Eltern mit HB(-verdächtigen) Kindern) in meiner Nähe(20 km) gefunden. Diese Adressen behalt ich mir erst mal ein bißchen im Hinterkopf.

Ich habe bisher nie ernsthaft darüber nachgedacht, meinen Sohn testen zu lassen. Gut, wenn Probleme jetzt immer größer werden, sollte man es vielleicht dochmal. Aber HB "entschuldigt" ja nicht alles. Heute z.B. stand Sohni sowas von neben der Spur, daß ich eher über eine ADS-Testung nachdenken sollte.

Anne, toll für euch, daß es mit den Verabredungen geklappt hat. daumen
Eine(Kind, mit dem er noch nie eine Verabredung hatte) hatten wir übrigens auch schon, Sohni hätte auch noch öfter gewollt, aber der Junge läßt ihn seit dieser Verabredung links liegen... Sie fanden leider kein richtiges gemeinsames Spiel. Kein Gesellschaftsspiel(geschweige Schach), kein Lego, kein Schule spielen, malen und Freundschaftsbänder flechten kam auch nicht so gut...
Schließlich hat Sohni dann mit ihm Fußball gespielt- aber nicht sehr lange, man muß den Ball ja auch ab und zu treffen..

LG Simmi
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Wusel



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Anmeldungsdatum: 14.04.2005
Beiträge: 338
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: 10.12.2007, 09:24
BeitragTitel:
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Ja, ich finde auch, daß es ziemlich hb-typisch klingt.
Wir haben dieses Problem mit unserer großen Tochter. Sie fühlt sich in der Schule absolut unwohl, eben auch, weil sie dort keine Freundin hat. Letztens meinte sie, daß sie einfach nur die Ersatzfreundin für alle in der Klasse wäre. Sie findet auch, daß sie wohl mit einigen Jungen aus der Klasse mehr anfangen könnte, als mit den albernen Mädchen. Das könnte sie aber nie und nimmer tun, da die Mädchen dann über sie herziehen würden, was sie wohl ohnehin schon tun.

Mit der Kleineren haben wir dieses Problem überhaupt nicht. Sie ist extrem einfallsreich und witzig, so daß jeder sie auf Anhieb mag.
Auch das ist für die Große nur sehr schwer zu verkraften und löst mächtige innerfamiliäre Konflikte bei uns aus...

Man kann Freundschaften nicht erzwingen, aber eine Interessensgemeinschaft könnte tatsächlich teilweise helfen. Bei der Großen ist es das Orchester. Dort hat sie viele ältere und ähnlich gesinnte Kinder um sich und kommt bestens zurecht.
_________________
Liebe Grüße,
Wusel mit

P. (1/99) 6.Klasse
C. (7/01) 4.Klasse
und F. (9/05) Kita
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Pitsidia
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 12.12.2006
Beiträge: 921
Wohnort: Rhein-Main

BeitragVerfasst am: 10.12.2007, 11:11
BeitragTitel:
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Hallo,
bei uns ist das zwar alles etwas anders- wir haben einen kleinen "Anpasser", der draußen nie sagen würde, was er kann und weiß und sich irgendwie mit allen Kindern arrangiert. Das finde ich auch nicht so toll.

Allerdings hat es auch nie gut geklappt, wenn ich dachte, das könnte eine gute Beziehung werden, daß ich meinen Sohn (Tochter auch, aber die ist noch zu klein), hätte verkuppeln können. Deshalb bist Du wahrscheinlich doch relativ hilflos. Ist er selbst denn unglücklich in der Situation? Vielleicht interessieren ihn seine Klassenkameraden wirklich nicht besonders? Wenn er das ältere Nachbarskind mag, reicht ihm das vielleicht? Vielleicht wird er sich mit den älteren Kindern auf dem Schulhof anfreunden?

In Sport oder Musik hat sich unserer allerdings auch nie mit anderen angefreundet, wenn er sie noch nicht vorher kannte. Er ist dann sehr beobachtend und zurückhaltend. Und übrigens auch in Kursen mit anderen HBchen hat es noch nie wirklich gefunkt. Ich denke, das kommt auch sehr auf das Wesen des Kindes an.
Was hat er auch während eines Schultages von einem Freund, der 50km entfernt ist??

Wahrscheinlich kannst Du nur über die Schiene fahren, daß Du ihm versuchst, zu erklären, was die anderen evt. nicht mögen. Dann kann er irgendwann entscheiden, ob er das ändern will (kann??) oder lieber auf oberflächliche Freundschaften verzichtet. Wenn er allerdings gemobbt wird, würde ich einsteigen. Und dann MUSS auch die Klassenlehrerin mehr tun.

Ich kann gut verstehen, wie Dir zumute ist. Aber vielleicht ist er gar nicht ganz so unglücklich?

Lieben Gruß
Pitsidia
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Ima



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 21.03.2007
Beiträge: 1471
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 10.12.2007, 11:19
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Ich hab in mehreren Büchern gelesen, und es auch gesagt bekommen, daß Freundschaften sich i.d. Schule langsamer bilden als z.B. i.d. Kita... Für die Schulanfänger ist die Schule eine riesige Umstellung und die Kids müssen sich an die neue Umgebung etc erstmal herantasten... Oft hab ich auch gesagt bekommen, daß es bei Jungs meist etwas länger dauert als bei Mädchen... das beobachte ich auch so...

Mein Zwergi hatte ja von Anfang an Anschlußprobs der etwas anderen Art, also nicht daß er gänzlich ausgegrenzt wurde, nein, soweit wir es alle mitbekommen haben (also die Lehrer, andere Eltern und ich), mögen ihn die meisten ja sehr gerne... aber es haben sich keine richtigen Freundschaften gebildet, es war/ist immer eine gewisse Distanz da... er tickt/denkt nun mal anders, ist einzelgängerisch und unberechenbar... Er hat auch oft gesagt, daß er eben nun mal auch alleine spielen will und Punkt... wobei ich schon öfters das Gefühl hatte, daß er sich einfach nicht akzeptiert fühlt und sich dann sagte "Gut, dann spiel ich eben alleine..."

Als sich die Probs mit den anderen Kids in letzter Zeit aber eher gehäuft haben, es also doch etwas mehr in Richtung Mobbing ging (also i.d. Richtung, daß Zwergi von vornerein in keine Spielkreise mehr zugelassen wurde, ausgeschlossen, provoziert u. geärgert wurde etc) und sich dies noch mehr auf sein ohnehin unruhiges Verhalten ausgewirkt hat, habe ich mir die beiden Klassensprecher seiner Stammgruppe genommen (die beiden hatten sich ursprünglich auch recht gut mit ihm verstanden, hatten aber doch in letzter Zeit angefangen, ihn immer mehr auszugrenzen und zu ärgern) und mit ihnen ein Gespräch geführt:
Ich habe mit ihnen darüber gesprochen, daß Zwergi es auf der "sozialen" Ebene nun mal etwas schwer hat (was sie ja wissen bzw was ja allzusehr bekannt ist), daß er ja nun mal auffällt wg seines Verhaltens und es ihm sehr schwer fällt, sich zusammenzureissen... und das es für ihn umso schwerer ist, wn er sich ausgeschlossen fühlt und von den anderen immer geärgert wird.
Es ist nun mal die Pflicht der Klassensprecher, sich um den Zusammenhalt der Klasse zu kümmern und dafür mit zu sorgen, daß niemand ausgegrenzt wird.
Ich hab sie darum gebeten, habe an ihre, ja, Empathie und ihr "Pflichtgefühl" appelliert, mir bzw dem Zwergi zu helfen, sich etwas i.d. Griff zu bekommen und sich etwas angenommener zu fühlen...
Die beiden haben sich sofort einverstanden erklärt, haben ihre "Aufgabe" sofort ernst genommen... ja und seitdem läuft es scheinbar besser... Der kleine spielt nicht mehr so oft alleine, wird wieder mehr integriert und ich habe auch das Gefühl, daß er sich wieder etwas akzeptierter fühlt...

Egal, ob es mit hb oder mit Schüchternheit oder zu wilden Verhalten oder was auch immer zu tun hat... es gibt nun mal Kinder, die es schwerer haben, die nicht so schnell Anschluß finden... und ich finde, es ist definitiv mit eine Aufgabe der Lehrer UND eben auch der Klassensprecher - und das sind meistens doch Kids mit einer guten sozialen Kompetenz... -, dafür zu sorgen, daß alle Kinder in einer Klasse eingebunden, akzeptiert werden, grade die Kinder, die es nicht von allein schaffen...
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simmi
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 06.06.2007
Beiträge: 218
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 10.12.2007, 12:40
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Hallo,

Wusel, unser Großer spielt seit 1 Jahr Gitarre. Ich war froh eine Musikschule gefunden zu haben, die einen 5-jährigen nimmt. Er hat Einzelunterricht. Die Lehrerin hat zwar eine Gruppe 7-8-jähriger, die aber definitiv noch nicht so weit ist, daß er da mit spielen könnte. Ansonsten ist er für alles was mit Musik zu tun hat sehr aufgeschlossen. Am liebsten würde er noch ein Instrument lernen, und Chor usw., aber ich hab ja noch die anderen beiden Nachfolgemodelle, die ja auch auf ihre Kosten kommen sollen..

Das mit der Musik behalt ich auf jeden Fall im Auge, ich denke, wenn er etwas älter ist bieten sich dann mehr Möglichkeiten an.

Pitsidia, doch, Sohni ist definitiv unglücklich, wenn er keinen zum spielen hat. Er hat ganz gerne jemanden um sich herum.
Bei uns gibt es ein 2 Jahre älteres Nachbarsmädchen, mit der würde er am liebsten jeden Tag spielen(da spielt er auch wirklich toll mit) doch die hat viele Freundinnen aus ihrer Klasse, mit denen sie sich zur Zeit lieber verabredet(Und es ist natürlich uncool mit dem kleinen Nachbarsjungen zu spielen). Und mit dem Sohn einer Freundin, der allerdings etwas weiter weg wohnt, schwebt er auch auf einer Wellenlänge..

Ima, von der Lehrerin aus bekäme man sicherlich Unterstützung, wenn es in der Schule zu arg aus dem Ruder laufen würde. Aber sie will ja erst mal noch abwarten. Klassensprecher gibt es bei uns in der Klasse noch nicht. So ein bißchen jung finde ich die Kids dafür allerdings wirklich noch. Gibt es in der 1. Klasse eigentlich schon Klassensprecherwahlen?

Danke für eure Antworten!

Lg Simmi
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