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Bauchweh-Kopfweh-Wutanfälle - lang


 
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Firenze



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 20.11.2007
Beiträge: 165

BeitragVerfasst am: 11.12.2007, 08:32
BeitragTitel: Bauchweh-Kopfweh-Wutanfälle - lang
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Hallo Ihr alle,
so langsam packt mich hier wirklich die Verzweiflung. Töchterchen (4.Kl) scheint ein echtes Problem zu haben, und ich weiß einfach nicht mehr, wie ich ihr noch helfen soll. Seit bald einem Jahr geht sie morgens mit Bauchweh aus dem Haus. Zunächst war das ja noch auf einige Tage begrenzt, aber inzwischen vergeht kein Schultag, an dem sie morgens nicht ein Bild des Jammers abgibt. Organisch ist nichts zu finden, die Ärztin rät zu morgendlichen Ablenkungsgesprächen, aber egal was wir in dieser Richtung unternehmen, es wird nicht besser. In den letzten Tagen kommen noch massive Kopfschmerzen dazu, gestern nachmittag war sie zu Hausaufgaben nicht mehr fähig, sie hat sich sofort samt nassem Waschlappen ins Bett gelegt. Dabei sind an den Nachmittagen ansonsten Wutanfälle bei den Hausaufgaben die Normalität. Sobald sie auch nur den EINDRUCK hat, eine Aufgabe nicht bewältigen zu können, knallen hier die Türen und wackeln die Wände. Das geht dann ca. 20 Minuten lang so, bis sie dann die Aufgabe doch angeht, und regelmäßig in kürzester Zeit bearbeitet. Solche Nachmittage zerren hier allmählich auch an meinen Nerven. Das einzige, was ich so mitbekommen habe, war, dass in dieser Klasse offensichtlich massiver "Zickenkrieg" herscht. Sie hat auch eigentlich dort keine Freundin. Im Sommer hat sie sich sogar wochenlang Bücher mitgenommen und in den Pausen darin gelesen, weil sie sagte, dass die anderen Mädels sie nicht haben mitspielen lassen, bzw. sie deren Spiele "Sowieso ganz blöd" fand. Davon habe ich allerdings erst spät und zufällig erfahren, weil sie ihren Ranzen sehr selbständig packt und ich da keinen Anlass sah, morgens noch einen Blick hineinzuwerfen. (Die Lehrerin der Parallelklasse !!! hat mich schließlich darauf aufmerksam gemacht) Seit einer Klassenfahrt hat sie allerdings eine gute Freundin aus der Parallelklasse, mit der sie regelmäßig spielt, so dass es ihr eigentlich auch besser gehen müsste. Stattdessen wird es hier daheim jedoch immer schlimmer - und zwar Verhalten und Befinden. Mit dem Klassenlehrer zu reden, ist leider sehr müßig. Da ändert sich nichts, außer, dass im nächsten Zeugnis dann eine entsprechende Bemerkung stehen würde. (So wie beim letzten Mal)
Nun bin ich mit meinem Latein allmählich am Ende: sind es die Klassenkameraden, oder die Aufgaben, bzw. ihre Ansprüche, die da für ihr Bauchweh sorgen? - Ich weiß es nicht! Vor allem vor dem Hintergrund der anstehenden Anmeldung für die weiterführende Schule bin ich ratlos. Die Gym.- Empfehlung bekommt sie, will auch auf die Schule die ihr Bruder besucht, aber dort herrschen ganz nette Anforderungen. Auf der anderen Seite blüht sie regelrecht auf, wenn sie nur so zum Spaß Matheaufgaben von ihm (6. Klasse) mitrechnen kann, am Wochenende hat sie sie damit vergnügt, die 2. Lektion aus seinem Lateinbuch zu übersetzen und an Bruders Klassenadventsfeier hat sie voll integriert mit der Meute mitgetobt. Nur: dort wird sie dann ab der 5. Klasse öfters mal Aufgaben vorfinden, die nicht auf einen Blick zu lösen sind. Und was geschieht, wenn da die ersten nicht so tollen Noten eintreffen, mag ich mir gar nicht ausmalen. Deshalb habe ich momentan wirklich große Sorgen. Hat hier jemand schon ähnliches erlebt? Wie geht Ihr mit solchem Verhalten um. Was geschah, in solchen Fällen nach dem Schulwechsel? Wie stärkt ihr den Kindern den Rücken gegen die leider üblichen täglichen kleinen Gemeinheiten?
Ich weiß, das war jetzt lang und auch etwas viel, aber ich weiß langsam wirklich nicht mehr weiter. Ich fühle mich irgendwie so hilflos. Aber allen, die sich bis hierher durchgelesen haben, erstmal ein herzliches Danke.

Grüße von Firenze
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kerstin4
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 12.02.2006
Beiträge: 1814
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 11.12.2007, 08:40
BeitragTitel:
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Hallo,Firenze

Nimm das Ausgegrenzt-Sein deiner Tochter nicht auf die leichte Schulter. Du schreibst, sie hat nun in der Parrallelklasse eine gute Freundin. Aber ob die den "Zustand" in ihrer Klasse kompensieren kann?
Es gibt durchaus auch in der GS wirkliche Fälle von Mobbing, die über die normalen Zickereien hinausgehen.
Kannst du nicht mal ein dringliches Gespräch mit der KL führen? Deine Tochter ist doch offensichtlich sehr unglücklich. Vielleicht wäre ja auch ein Klassenwechsel in die Parrallelklasse möglich für die letzte verbleibende GS-Zeit??!!

Liebe Grüße
Kerstin
_________________
auch der längste Weg fängt mit einem einzigen Schritt an
Kerstin4
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Wusel



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Anmeldungsdatum: 14.04.2005
Beiträge: 338
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: 11.12.2007, 09:09
BeitragTitel:
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Wenn ich Deinen Beitrag lese, habe ich erneut das Gefühl, daß meine Große ein Doppelleben führt.
Wir haben hier exakt dieselbe Situation, außer daß P. nicht einmal in der Parallelklasse eine Freundin hat.
Sie leidet zur Zeit enorm. Es war heute morgen wieder ein Kampf, das Kind in Richtung Schule zu bewegen. Ich weiß nicht mehr, ob ihre dauernden Schmerzen echt oder erfunden sind. Nehme ich sie nicht ernst, kommt sofort der Kommentar, daß ich sie ohnehin nie verstehen würde. Nehme ich sie ernst, wird alles immer weiter ausgebaut. Beides ist keine Lösung.
Mit den Kindern aus ihrer Klasse hat sie kaum etwas gemeinsam. Die Mädchen albern über Dinge mit denen P. nichts anfangen kann. Sie hat auch völlig andere Interessen. Trotzdem versucht sie anscheinend sich anzupassen und das geht dann meist auch daneben. Ich habe oft das Gefühl, daß sie sich selbst im Wege steht. Sie hat das Gefühl ausgegrenzt zu werden, dabei grenzt sie sich doch irgendwie selbst aus.
Wenn ich mit ihr darüber sprechen möchte, blockt sie meist ab.
Keine Ahnung, was man tun kann. Die Gespräche mit der KL ergaben auch keine Lösung.

Wir können wohl wirklich nur hoffen, daß die Situation am Gym angenehmer wird.
_________________
Liebe Grüße,
Wusel mit

P. (1/99) 6.Klasse
C. (7/01) 4.Klasse
und F. (9/05) Kita
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Tar-Miriel
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Beiträge: 5260
Wohnort: Südhessen

BeitragVerfasst am: 11.12.2007, 09:15
BeitragTitel:
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Hallo Firenze, winkie

wegen des Gymnasiums würde ich mir nicht so furchtbar große Sorgen machen, der Ist-Zustand ist wesentlich bedenklicher.
Ich habe bei meinem Großen auch die 4. Klasse als große Warteschleife erlebt: warten auf Empfehlung, warten auf Zusage der Wunschschule, warten auf Schuljahresende ...
Er hatte zum Glück zwei gute Freunde in der Klasse, die in der Phase immer wichtiger wurden. Das fehlt Deiner Tochter momentan und macht ihr das Leben unerträglich. Unterschätze auch nicht die Anspannung, die in der Klasse kurz vor den Empfehlungen herrscht. Nicht jeder ist sich der Empfehlung sicher und da wird mit harten Bandagen gekämpft. Viel Druck von zuhause wird in der Schule abgeladen und die Lehrer tun ihr übriges dazu. traurig Nach den Empfehlung wird sich da hoffentlich einiges entspannen.

Unser Großer hat den Übergang ins Gymnasium so weit geschafft, ist so ausgeglichen wie noch nie und bringt auch schlechte Noten mit, aber zum Glück nur in zwei Fächern, an denen wir arbeiten können. Er geht morgens fröhlich aus dem Haus, Schule ist keine "sinnlose Zeitverschwendung" mehr. Auch erlebt er auf der neuen Schule Kids, die ähnlich ticken, so dass er nicht der einzige "Sonderling" ist. Die Anforderungen sind hoch, aber nicht unmöglich und ich hoffe, dass wir nach und nach die Lücken aus der Grundschulzeit motz schließen können. Ich träume schon langsam von deutscher Rechtschreibung. drugs

Ob die Idee mit dem Wechsel in die Parallelklasse die Idee ist, weiß ich nicht. Dort herrscht bestimmt ähnlicher Druck wegen der Empfehlungen. Von Vorteil wäre, dass dort erst mal alles neu und interessant ist. Die Frage ist allerdings, ob die Schule dem zustimmen würde so kurz vor Schluss.

Schwierige Situation, wer hat noch Ideen?

Liebe Grüße
Tar-Miriel
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"Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht." - Aus Sambia
Tar-Miriel
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sun
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Beiträge: 2614
Wohnort: Rheinland

BeitragVerfasst am: 11.12.2007, 09:42
BeitragTitel: Re: Bauchweh-Kopfweh-Wutanfälle - lang
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Oh je, das klingt ja wirklich mies...

Die Schmerzen würde ich ernst nehmen - auch wenn sie keine organischen Ursachen haben, sind sie ja da. Allerdings kann man sie nur bessern, indem man ihnen die Aufmerksamkeit entzieht.
Gibt es etwas, was ihr hilft? Ein Buch lesen? Musik hören? Zimmer abdunkeln?
Gibt es Phasen, wo sie schmerzfrei ist? Wie ist es am Wochenende / in den Ferien?
Naseweiß kriege ich am besten mit einem "ABC-Spiel" abgelenkt - sie und ich müssen abwechselnd etwas zu einem bestimmten Thema nennen, was mit dem nächsten Buchstaben des Alphabets anfängt. Mal machen wir ein Tier-ABC, mal ein Lebensmittel-ABC, wir hatten aber auch schon ein Schimpfwort-ABC oder ein Jammer-ABC...

Den Perfektionismus kenne ich auch von meiner Großen. Wenn sie wieder ausrastet, weil sie eine Aufgabe nicht auf Anhieb versteht, gehe ich raus und komme ein paar Minuten später wieder rein. Beruhigen tut sie sich am besten alleine, da haben wir in den ganzen Jahren noch nichts gefunden, was ihr da helfen würde, außer in Ruhe lassen. Im Laufe ihrer Schulkarriere sind immerhin die Zeitspannen, die sie zum Beruhigen braucht, angenehm zusammen geschrumpft ;).
Mach dir da keine Sorge wegen der Anforderungen am Gym - Perfektionisten leiden unter Fehlern, die sie bei schwierigen Aufgaben machen, oft sogar weniger als unter Fehlern bei eh schon so einfachem Pipikram.

Der Zickenkrieg ist hart. Versuche ihr so viel wie möglich Gegengewicht zu geben - viel Zeit, um mit der Freundin aus der Parallelklasse zu spielen, das stärkt. Hat sie noch außerschulische Freundinnen?
Kannst du bei der Klassenlehrerin der Parallelklasse vielleicht mal nachfragen, was sie so mitbekommt? Was da alles abgeht und inwiefern deine Tochter involviert ist oder Opfer ist? So wie du es schilderst scheint die eigene KL ja keine Hilfe zu sein.

Tar-Miriels Kommentare zu den anstehenden Schulwechseln kann ich leider auch unterschreiben - das sorgt für zusätzliche Anspannung...
_________________
LG sun mit Naseweiß (*3/9Cool, PeterPan (*6/99) und TigerLily (*6/05)
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Firenze



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 20.11.2007
Beiträge: 165

BeitragVerfasst am: 11.12.2007, 15:32
BeitragTitel:
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Hallo, und danke fürs Lesen!
Ich bin schon froh, dass Ihr mir Hoffnung für das Gymnasium machen konntet, - trotz ihrer Ausraster. Grundsätzlich weiß ich ja, dass sie dort mit ihrer Cleverness absolut richtig aufgehoben ist. Sie weiß auch, dass sie die Empfehlung bekommen wird, weil die Elterngespräche alle gelaufen sind und alle Kinder wissen, wo es hingehen wird. Also sollte die Lage eigentlich allmählich ruhiger werden. Ich meine ja auch, dass hauptsächlich der allgemeine Zickenkrieg verantwortlich für das Bauchweh ist. Aber wahrscheinlich lässt sich daran aufgrund der Motivation des Lehrers wenig ändern. Eigentlich ist es ein netter Mensch, und die junge Dame geht gern in seine Klasse. Nur leider ist er auf dem einen oder anderen Auge offensichtlich blind. Dennoch wird mir wohl nichts anderes übrigbleiben, als nochmal mit ihm zu reden. In die Parallelklasse denke ich werde ich sie nicht mehr schicken, das wäre wegen des damit verbundenen Aufruhrs vermutlich eher kontraproduktiv, vor allem da es sich nur noch um ein halbes Jahr handelt. Schade eigentlich. Die Lehrerin dort ist sehr fähig, es war die Klassenlehrerin von Sohn. Sie plaudert offensichtlich schon mal in der Pause mit meiner Tochter und deshalb ist ihr wohl aufgefallen, dass da was faul ist.
Inzwischen weiß ich auch recht genau, welche "Zicken" da überwiegend Terror machen. Und darunter ist ausgerechnet ein Mädel, dessen Eltern wir schon eine halbe Ewigkeit kennen. Das würde eigentlich dafür sprechen, mal mit den Eltern zu reden, aber macht das mal, ohne dass diese sich angegriffen fühlen.

Alles nicht so einfach!
lg. Firenze
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