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starkejungs Sponsor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.10.2006 Beiträge: 5625 Wohnort: BW
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Verfasst am: 16.01.2008, 09:46
Titel: AIKIDO oder Karate? |
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Hallo ihr, ich mal wieder
Meine Frage steht ja schon oben- wer hat Erfahrungen mit AIKIDO oder Karate bei Grundschülern?
Wir suchen für unseren Großen (bald 9) nun endlich nach einer Sportart, die
1.nicht mit lautem oder chaotischen Gruppentrubel einhergeht
2. Disziplin einfordert und Selbstdisziplin erfordert
3. einfach ein gesundes Ganzkörpertraining bietet (und damit die inzwischen ganz gut eingependelte Körperwahrnehmung nutzt und steigert?)
4. NICHT ständige Wettkampftermine nach sich zieht ,wie z.B. Fußball o.Ä.- der Große liebt seine Freizeit und braucht sie auch- diese Trainings finden in unserer Nähe immer am frühen Abend statt und lassen die wertvollen Nachmittage frei und er braucht diesen Wettkampf schon gefühlsmäßig nicht- er misst sich offensichtlich NICHT an anderen(was ich gut finde !), sondern am eigenen Fortschritt
5. ihm das Selbstbewusstsein und die Fähigkeit vermittelt, sich selbst verteidigen zu können- das ist immernoch echte Notwendigkeit
Gewaltfreier in der Grundeinstellung (lt. Beschreibung)scheint AIKIDO- aber ich kenne mich überhaupt nicht mit sowas aus! Es gibt in Karate ja solche Wettkämpfe, um den nächsten Gürtel zu bekommen- sind die Pflicht? Ich kenne nun leider auch ein paar Jungs, die auf diverse Filme abfahren und auch entsprechende Freunde in einer solchen Karate-Gruppe gefunden haben (die überhaupt nicht unser "Ding" sind, wir haben nämlich was gegen Gewaltverherrlichung... und Kinder rutschen mit solchen Freunden doch schnell in sowas rein- gerade,wenn das Selbstbewusstsein fehlt!)- ist da prinzipiell das Gewaltpotential höher,als bei AIKIDO???
Fragen über Fragen
Ich würde mich über jeden noch so kleinen Erfahrungswert freuen- wir haben und nehmen uns die Zeit,das gründlich zu überdenken
Danke
Grüßle Steffi
edit: es fehlten ein paar Buchstaben- sowas stört mich
Zuletzt bearbeitet von starkejungs am 16.01.2008, 11:40, insgesamt einmal bearbeitet |
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oesb Sponsor 2010/2011

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.07.2007 Beiträge: 1535 Wohnort: Wankendorf
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Verfasst am: 16.01.2008, 11:29
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Hallo,
Kampfsport bei Kindern, wird oft "kindgerecht" unterrichtet und dann ist es leider nicht mehr ruhig und konzentriert. Da solltest du dich sehr genau umsehen. Beide Sportarten haben etwas für sich. Wegen des Klischeedenkens würde ich Aikido bevorzugen. _________________ LG Oesb
mein Steckbrief
Bitte beachtet auch die Stammtischdaten für Hannover! Immer der erste Sonntag im ungeraden Monat!!! |
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Ima
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.03.2007 Beiträge: 1471 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 16.01.2008, 11:44
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Aaaaalso:
Mein kleiner macht (Zen-)Aikido und ich finde es ist genau das richtige für ihn...
Hier lernt er einerseits, sich körperlich wie geistig zu konzentrieren, er muss sich unterordnen (was ihm ja sonst so schwer fällt), was er nicht immer hinbekommt, aber es zeigt sich definitiv eine positive Entwicklung...
Okay, dies wird ein Kind in Karate auch lernen; im Endeffekt wird in beiden Sportarten die Konzentrationsfähigkeit, das Körperbewußtsein und Disziplin geschult...
Der Hauptunterschied meiner Meinung nach liegt darin, daß Aikido eine Kampfsportart ist, bei der die gegnerische Energie durch bestimmte, gezielte Übungen benutzt, umgeleitet, weitergeleitet wird, hier geht es eher um einen Ausgleich, ein Ausbalanzieren der Kräfte... Aikido erfordert nicht eine bestimmte körperliche Stärke bzw viel Muskeln, sondern hier stehen Geschmeidgkeit und Bewegung im Vordergrund, d.h. es ist grade dadurch auch für Frauen oder zierliche Personen (oder zB für meinen eher kleinen, zartgebauten Zwerg) geeignet während beim Karate ein gewisses Krafttraining (glaub ich zumindest) schon dazu gehört... Karate ist im Vergleich zu Aikido nicht so defensiv ausgerichtet, sondern ist offensiver...
Ich mach derzeit mit dem kleinen ja einen Eltern-Kind-Kurs, d.h. wir trainieren zusammen, und ich sage Dir, ich bin ja soooo was von k.o. hinterher, also auspowern kann man sich sehr sehr gut. Ich wollte aber demnächst anfangen, den kleinen zum reinen Kindertraining zu bringen (und dann zum Erwachsenentraining gehen), da ich schon manchmal das Gefühl habe, daß sich der kleine manchmal grad deswegen daneben benimmt oder nicht hört, weil ich dabei bin.
Im Aikido gibt´s wie im Karate auch Prüfungen, demnächst hat zB Sohnemann seine erste, und er freut sich sehr darauf... Die Prüfungen sind aber nicht so streng, sondern werden so angesetzt, daß sie v.a. motivieren sollen; es geht nicht darum, dieses oder jenes Stadium zu erreichen und dies zu beweisen, sondern eher einfach mal zu zeigen, was man schon kann (egal wie weit man ist)...
Ich würde Dir vorschlagen, daß Du mit Deinem Kindchen einfach mal beides anschauen gehst und ihn entscheiden lässt...
Egal ob Karate oder Aikido, ihr bzw Dein Sohn solltet einfach ein gutes Gefühl mit LehrerIn und Dojo haben...
Ich mag unsere Trainerin sehr (Kindchen auch), da sie sehr ruhig und geduldig ist und auch weiß, einen kleinen wilden wie den meinen zu bändigen, ohne autoritär zu sein... Im Kindertraining ist ein Kollege von ihr tätig und ich bin da seeehr gespannt, wie es laufen wird: Er soll relativ straight sein, hat selber einen Sohn ähnlichen Kalibers wie meinen, da scheint es etwas mehr zur Sache zu gehen, die Kids scheinen aber begeistert zu sein...
Und was Gewaltverherrlichung in Bezug auf Karate angeht, ich denke, wn ein/e LehrerIn es nicht schafft, dem Kind klar zu machen, daß offensiver Sport nicht gleich aggressiver Sport ist, dann ist es der/die falsche LehrerIn...
Ach ja, hier noch mal die Seite von unserem Dojo, da stehen noch ein paar gute Infos zu Aikido |
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Snowy Quizzgewinnerin, Sponsor, Lotusfüßchen

Anmeldungsdatum: 03.03.2005 Beiträge: 4922 Wohnort: BW
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Verfasst am: 16.01.2008, 12:19
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Hallo Steffi,
im Aikido wird einem Konflikt nicht mit Gegen-Aggression und -Gewalt begegnet, sondern es wird die Energie des gegnerischen Angriffes aufgenommen, in Harmonie mit der eigenen Bewegung gebracht, und zurück auf den Angreifer oder ins Leere geleitet. Ima hat das ja schon ausführlich und gut erklärt.
Es gibt im Aikido genauso Gürtelprüfungen wie im Karate (oder anderen Selbstverteidigungssportarten). Ich würde auch nicht sagen, dass sie "einfacher" sind. Das hängt ganz sicher vom Prüfer oder dem Verein ab, wie "eng" es gesehen wird. Es gilt sicher überall: Je höher der Grad, umso größer sind die Anforderungen und umso schwieriger natürlich die Prüfung. Normalerweise ist es aber so, dass nur derjenige von seinem Meister zu einer Gürtelprüfung zugelassen wird, der sein Zeug kann - und dann auch gute Chancen hat zu bestehen.
Allerdings gibt es im Karate Wettkämpfe, wo man dann Mann gegen Mann mit Fremden kämpfen muss. Das ist meiner Erfahrung nach nicht jederkinds Ding. Natürlich kann man sagen, dass man da nicht mitmachen möchte. Viele Vereine erwarten es aber ab einem höheren Gürtelgrad, bzw. muss man bei den höheren Gürtelprüfungen dann auch Wettkampftechniken zeigen. Im Aikido finden keine Wettkämpfe statt!
| Zitat: |
ist da prinzipiell das Gewaltpotential höher,als bei AIKIDO???
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In einem guten (!) Verein (egal welcher Selbstverteidigungssportart) wird denjenigen, die glauben, hier das Kämpfen für den Schulhof u.ä. zu lernen, ganz schnell ausgetrieben. Man erfährt, dass man den Sport zur Selbstverteidigung erlernt und wann Selbstverteidiung angezeigt ist. An oberster Stelle steht die Disziplin. Diejenigen, die nur kommen, um das "Schlägern" zu lernen, bleiben dann in der Regel schnell wieder fort. Schwarze Schafe gibts jedoch sicher auch unter solchen Vereinen.
Im Aikido wird übrigens samurai-mäßig mit "Schwertern" und "Stöcken" gekämpft. Gerade Jungs finden sowas ja manchmal sehr beeindruckend.
Gruß
Snowy |
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starkejungs Sponsor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.10.2006 Beiträge: 5625 Wohnort: BW
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Verfasst am: 16.01.2008, 14:49
Titel: |
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Ups- das ging ja schnell- ich fühle mich nun sehr gut informiert- dank seeehr interessanter Seite von Ima und ausführlicher Info von snowy
Karate ist tatsächlich kampfbetonter, auch wenn es eigentlich der Selbstverteidigung dient, muss man Faust-und Handkantenschläge etc. üben. Das ist überhaupt nicht das, was der Große will: er will sich so wehren können, dass der (in diesem Fall ein ganz bestimmter...)"Gegner" merkt,dass er kein leichtes Spiel (mehr) hat.
Vielen Dank- insgesamt fühle ich mich schon eher in Richtung AIKIDO bestätigt.
Selten mal eine Prüfung ist nicht das Problem- Wettkämpfe schon!
Das mit den "Samurai-Schwertern" habe ich auch schon gelesen- allerdings ist das ja eher was für Fortgeschrittene. GUT SO dann haben die Kids schon mal einZiel ,für das sich das Training lohnt
Insgesamt gefällt mir bei beiden Sportarten auch die Konzentrationskomponente gut und besonders beim AIKIDO die extreme Konzentration auf die Verbesserung und das Erspüren der Bewegungsabläufe. Da muss man sicher ab und zu mal "beißen" und dran bleiben- eben selbst besser werden wollen. Etwas,das er bis heute überhaupt nicht kann! Aber er kann sich wirklich über eigene Verbesserungen freuen- das ist sicher ein gesunder Ansporn.
Vielleicht schubst ihn sowas in die richtige Richtung . AUf jeden Fall kann ihm eine gute Portion Selbstbewusstsein und Gelassenheit in heiklen Situationen genauso wenig schaden,wie die Kunst,sich wirklich auf das zu Konzentrieren,was er gerade tut. Egal, ob es da um die Schule geht, oder nicht.
Und: liebe Oesb, ich habe leider nur die Auswahl aus genau EINEM Verein,er hat sowohl eine aktive Karate-Abteilung, als auch AIKIDO.Er genießt zumindest einen guten Ruf.( Der andere Verein bietet nur Karate an,schreibt auch die tollen Grundsätze mit Disziplin etc. rein- aber genau da ist dieser eine Junge und hat auch dort diese besonders netten Freunde aufgegabelt.)
Keine Ahnung,wie das Training in der Kindergruppe abläuft- wir können einfach mal so vorbeikommen und zuschauen, wenn es gefällt,darf er einige Wochen probeweise mittrainieren- und erst dann,wenn er sich sicher ist,dass er das machen will, müssen wir eintreten. Dieses Angebot finde ich schon wirklich gut.
Und der Beitrag ist mit 53EUR jährlich echt o.k.!
Mal sehen, wann wir das anleiern?!
Aber vor den Osterferien geht noch nix- er hat ja gerade zusätzlich Konfi3- sowas ähnliches wie Kommunionunterricht nur für evangelische Kinder zusätzlich zum Cellounterricht, Kinderchor, Holzwerkstatt (mit seinem Freund zusammen), da fehlt die echte Freizeit an allen Ecken und Enden
Also: andere oder weitere Erfahrungen? Wirkt sich das auf die Konzentration/Disziplin/Ausdauer im Alltag aus oder nicht? Merkt man irgendeine Veränderung? Oder ist es einfach Spaß am Sport, was ja auch o.k. ist?!- Wenden sie das Gelernte im "Ernstfall" auch an?
Her mit den Erfahrungswerten
Danke!
Grüßle Steffi |
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Synkopia Sponsor 2010/2011

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.03.2007 Beiträge: 1496 Wohnort: Nord-Württemberg
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Verfasst am: 16.01.2008, 17:47
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Hallo Steffi,
bei uns werden von einigen Familien asiatische Kampfsportarten für die Kinder gerne gewählt, damit die Kinder "Disziplin lernen", was auch zu klappen scheint. Diese Kinder hören dann nach ein bis zwei Jahren allerdings auch wieder auf.
Ein Kommilitone von mir war ganz begeistert von Aikido und betonte auch, dass Sinn und Zweck des Ganzen in auch sei, Aggressionen anderer schon im Vorfeld allein durch das eigene Auftreten (so eine Art "Ausstrahlung") zu vermeiden. Mir persönlich ist bei all diesen Sportarten die Betonung der Unterordnung (unter den Trainer) allerdings viel zu ausgeprägt, mindestens zwei meiner Kinder würden da ganz sicher ziemlich schnell wieder gehen oder gleich rausfliegen!
Zur "praktischen" Anwendung:
[edit: ein Absatz wie angekündigt wieder gelöscht]
Bei einem körperlichen Angriff muss man davon ausgehen: Sportliches Kampftraining nach Regeln ist keine Straßenkampferfahrung! Es mag das Selbstvertrauen stärken, aber gegen wirkliche Gewalttätigkeit ist es eher keine Hilfe.
Viel Spaß beim Training (egal, was ihr nun aussucht) wünscht _________________ Synkopia mit Tochter (*7/95), Sohn (*4/97), Tochter (*6/99) und Sohn (*9/04)
Zuletzt bearbeitet von Synkopia am 20.01.2008, 19:45, insgesamt einmal bearbeitet |
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Ima
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.03.2007 Beiträge: 1471 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 16.01.2008, 18:56
Titel: |
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Nach dem Aikido heute kam die Trainerin zu mir und meinte, mit dem Zwerg läuft´s auf jeden Fall schon besser... Es war ja am Anfang so, daß er am liebsten nur wilrd spielen wollte und den Clown gemacht hat...
Wie schon erwähnt, es hat bestimmt auch damit zu tun, daß ich dabei bin; im Endeffekt lerne ich (neben dem Sport selbst) auch etwas gelassener zu sein, denn anders geht nicht^^
Heute hat es wirklich ganz gut geklappt, unter anderem auch, weil ich mich immer gaaanz weit weg von ihm gesetzt habe und möglichst NICHT auf das kleine Monster geachtet habe...... nicht immer einfach, aber es geht und ich ziehe da echt ne Lehre von...
Ich persönlich finde das mit dem Unterordnen nicht so schlimm, aber wie gesagt, unsere Trainerin ist ruhig, bestimmt, aber alles andere als autoritär oder befehlstuerisch (gibt´s das Wort überhaupt?). Es ist halt so, daß natürlich auf sie geachtet/geschaut werden muss, wn sie eine Übung/Technik erklärt... Im Gegenteil, bei meinem Kind, der sich zB auch in der Schule partout nicht gerne unterordnen mag, ist es eine sehr gute Übung.
Was ich auch sehr angenehm finde, ist, daß das Training immer mit einem Ruhemoment anfängt und einem Ruhemoment aufhört: Wir alle setzen uns in einer Linie (i.d. Aikido-Sitz-Haltung), sie sitzt vor uns, wir schließen die Augen und atmen ein paar Mal durch, dann verbeugen wir uns voreinander... Das Training ist also irgendwie rund, schlüssig, ja harmonisch...
(Ach ja, und ein netter kleiner Nebeneffekt: Wir lernen alle ein bisschen japanisch (zählen, Begrüßung etc...), da sind alle von begeistert^^) |
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Snowy Quizzgewinnerin, Sponsor, Lotusfüßchen

Anmeldungsdatum: 03.03.2005 Beiträge: 4922 Wohnort: BW
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Verfasst am: 16.01.2008, 19:26
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| Zitat: |
Wirkt sich das auf die Konzentration/Disziplin/Ausdauer im Alltag aus oder nicht?
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Kann ich nicht beantworten, da meine Kinder nie Probleme mit Konzentration, Disziplin und Ausdauer hatten. Bei uns also kein Vorher-Nachher-Aha-Effekt. Allerdings hatten wir ein hartes Training mit viel Konditionstraining. Auf den weichen Matten ist ja eh alles doppelt anstrengend (ähnlich wie im Sand). Meine Jungs bekamen eine Bombenkondition.
| Zitat: |
| Merkt man irgendeine Veränderung? Oder ist es einfach Spaß am Sport, was ja auch o.k. ist?! |
Wir hatten eine Selbstverteidigungssportart gewählt, um v.a. das Selbstvertrauen zu stärken, bzw. damit die Kinder eine selbstbewusstere Haltung einnehmen und somit eine andere Ausstrahlung (weg vom "Opfer-Typ") bekommen sollten. Eine wirkliche Veränderung habe ich auch nach Jahren nicht feststellen können. Aber sie hatten einfach viel Spaß dabei (und nebenbei auch ordentlich Erfolg).
| Zitat: |
Wenden sie das Gelernte im "Ernstfall" auch an?
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Meine Söhne nicht. Sie stehen im Ernstfall wie versteinert da. Eigentlich soll ja das Erlernte in Automatismen übergehen, aber es ist offensichtlich ein großer Unterschied, ob man im Dojo (Trainingsraum) von einem Trainingspartner angegriffen wird oder draußen von einem "Feind". Trotzdem kenne ich genügend Kinder, die sich durchaus auch draußen (erfolgreich) zur Wehr setzen. Leider kriegen die dann auch gerne Schwierigkeiten und werden in die Schublade "Schlägertyp" gesteckt, weil sie "ja Kampfsport machen". Man kommt dann schnell in die Situation, dass man beweisen muss, dass es Notwehr war.
Nach unseren Erfahrungen würde ich so einen Sport immer nur aus Spaß an der Freude machen und damit der Körper trainiert wird. Meine Jungs hatten z.B. immer Probleme, wenn im Sportverein (Turnen, Leichtathletik, ...) keine Disziplin herrschte, wenn jeder machte, was er gerade wollte, wenn alles wild durcheinander wuselte usw. Für Kinder, die es eher aufgeräumter und disziplinierter mögen, sind Aikido, Karate, Judo, Taekwondo, ..... natürlich ideal.
| Zitat: |
| Wir lernen alle ein bisschen japanisch (zählen, Begrüßung etc...), |
Sowas wird auch gerne bei Gürtelprüfungen abgefragt.
| Zitat: |
| Das mit den "Samurai-Schwertern" habe ich auch schon gelesen- allerdings ist das ja eher was für Fortgeschrittene. |
Wenn du dich da mal nicht täuschst. Bei uns (Gruppe 10-15-Jährige) gings da gleich zur Sache. Kann aber sein, dass es bei jüngeren Kindern tatsächlich dauert.
53 € im Jahr sind billig. Wie oft hättet ihr da pro Woche Training?
Gruß
Snowy (Judo-, Aikido- und Taekwondo-Erfahrene ) |
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starkejungs Sponsor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.10.2006 Beiträge: 5625 Wohnort: BW
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Verfasst am: 17.01.2008, 09:18
Titel: |
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Hallo snowy
also, sie hätten Mo. + Fr. 1.5std Training!
Es ist sehr aufschlußreich, was du weißt
Also, in erster Linie suchen wir- er und wir Eltern - ja eine Sportart für ihn,die ihm Spaß macht und die ihm gut tut.
Durcheinander ist gar nix- darum gab es weder Schul-Kinderturnen, noch Fußball noch anderes im heimischen Sportverein,das zu ihm gepasst hätte. Alles zu laut, zu viele Kinder, zu wuselig, ungeordnet- er stand nur da und raffte gar nix mehr oder drehte auf
Darum sind wir schon bei diesen disziplinierteren Sportarten gelandet.
DAnn gilt natürlich "wehrert den Anfängen"- ein Klassenkamerad kloppt ihn permanent- der findet das lustig, ist sehr wild und nutzt einfach aus,dass der Große sich nicht wehren KANN- einmal hat er es getan und dann war Ruhe für einige Wochen. Er schlägt nicht wirklich fest zu- trotzdem tut es weh, er lässt ihn stolpern oder schleicht sich von hinten an und stößt dann zu, so dass der Große nach vorne fällt.ALso wäre es nicht schlecht, er könnte ihn ein für alle Mal in seine Schranken weisen- noch geht das- das Bürschchen ist viiiiel kleiner .
Es wäre gut, er hätte sein Selbstbewusstsein etwas aufpoliert, BEVOR alle in der Pubertät stecken und es möglicherweise richtig bitter wird
Damit wären wir beim nächsten Grund: sie bekommen durch das Training eine gute Haltung- die signalisiert auch eine gewisse Selbstsicherheit- das geht ihm bis jetzt total ab. Er WIRKT schon total unsicher,wenn man ihn so beobachtet- ein perfektes Opfer- wenn sich dann noch rumspricht,dass er sich nicht wehrt...
Sein Körpergefühl war sehr schlecht- es hat sich dank SPortlehrer letztes Jahr wesentlich verbessert, inzwischen fühlt er sich ganz wohl in seiner Haut- aber er bewegt sich immernoch recht "linkisch", wächst ohne Ende , wirkt irgendwie "unrund"- ich denke,du weißt,was ich meine
Also suchen wir eine Sportart, die ihm seine Bewegungen bewusst macht, nicht nur Kraft trainiert,sondern ein gutes Rundumtraining bietet.
Und er benutzt gerne seinen Kopf.
Bisher ist er einfach ein "Langstrecken-Kind": er läuft wirklich lange Wanderungen ohne überlegen einfach mit, er kann sehr ausdauernd Radfahren, er braucht ein wenig, bis er den Motor angworfen hat- also läuft er lieber mehrere Runden auf der Bahn,statt von 0auf100 durchzustarten für einen 50m-Lauf . Das ist aber auch alles an sportlich- und all das zählt bei einem Grundschulkind nichts- denn Langstreckenläufe machen sie nicht. Also kann ihm ein Ganzkörpertraining gar nichts schaden,das auch ein wenig Kraft und Schnelligkeit fördert
Ich habe ihm gestern noch die Seiten von Ima gezeigt (es sind tolle Fotos dabei)- er war total angetan:" Es sieht aus, als wären die ganz stark- aber ich glaube ,die haben nur richtig gute Tricks, wie sie die anderen packen müssen!?"
Hat er ,glaube ich, ganz gut erkannt- oder?
Was die "fremde" Sprache angeht: da ist er mehr,als heiß drauf ! EIgentlich bin ich mir jetzt schon sicher,dass es ihm gefallen wird- auch die Ruhe vorher und nachher! Denn genau dieses "In-sich-Ruhen" vermissen wir furchtbar an ihm- es wird eine gute Erfahrung für ihn werden!
Wisst Ihr, Eure Erfahrungen sind mehr wert,als die Theorie
ich glaube auch,dass es Menschen gibt, die eben diese "Abwehrtechniken" in der Realität nicht abrufen werden/können- andere eben schon. Das können wir bei ihm nicht einschätzen- allerdings wäre ja schon ein Den-Angriffen-Standhalten-Können oder schnelle Reaktion ein echter Fortschritt. AUßerdem sagte er bei einem Bild,bei dem der Trainingspartner auf die Matte fällt: "das tut auf hartem Boden aber wirklich weh.!" Klaro soll es im Notfall ja auch ....Er stellte also gleich mal einen Realitätsbezug her
So, ich gehe jetzt arbeiten.
Grüßle Steffi |
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Snowy Quizzgewinnerin, Sponsor, Lotusfüßchen

Anmeldungsdatum: 03.03.2005 Beiträge: 4922 Wohnort: BW
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Verfasst am: 17.01.2008, 11:10
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Hallo Steffi,
also zweimal pro Woche Training für 53 € im Jahr sind geschenkt.
Ich glaube, du hast dich bereits entschieden und ich finde, ihr solltet es einfach ausprobieren.
Gruß
Snowy |
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subu Sponsor

Anmeldungsdatum: 06.03.2005 Beiträge: 2029 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 17.01.2008, 11:20
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Boah, so ein Angebot für nur 53 Euro im Jahr?!?!
Wahnsinn - wenn das noch pädagogisch wertvoll sein sollte, ist das besser, als ein Lottogewinn!
Auf die Frage, ob Kids das erlenrte anwenden: Miene definitiv NICHT!
LG subu |
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starkejungs Sponsor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.10.2006 Beiträge: 5625 Wohnort: BW
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Verfasst am: 17.01.2008, 18:35
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Ja, ich gebe euch Recht: es ist wirklich ein tolles Angebot.
Es ist ein rel.großer Verein mit vielen Gruppen :
Aikido
Judo
Karate
Kegeln
Kendo
Tischtennis
Volleyball
Ganz nette Auswahl- oder?
Und snowy- wir schauen uns AIKIDO als erstes an- ganz klar. Deine Erfahrungswerte waren realistisch und diese Seite von Ima ist wirklich toll aufgemacht, es ist super beschrieben, reichlich Bilder- man kann sich auf einmal wenigstens ein Bisschen was darunter vorstellen!Wenn es doch nicht so ankommt,wie es gerade scheint: an 2.Stelle kommt Karate,an 3.Judo . DIe Tendenz ging von Anfang an eher zu AIKIDO- aber wir wussten definitiv zu wenig davon, im Internet sieht auch die Beschreibung von KArate sehr gewaltfrei aus- wenn man nicht genauer reinliest und/oder schon anderes davon mitbekommen hat. Und was sollten wir dem Großen einen Sport anbieten, von dem eure Erfahrungen möglicherweise in der Überzahl negativ sind. Nun sieht es ja gut aus, Karate wurde ja auch nicht wirklich niedergemacht , wir haben die Auswahl und bezahlen kein Vermögen . Ist doch prima!
Ich habe heute mit einer Bekannten gesprochen- sie erzählte daraufhin, dass in der 3.Klasse ihrer Tochter mind. 3 Jungen AIKIDO machen würden- und die wären sehr begeistert. Da wird offensichtlich kaum drüber gesprochen,während mit Karate immer angegeben wird...
Nun-das mit der Disziplin und dem "Unterordnen" würde ja prinzipiell auch Karate betreffen- Judo habe ich gar keine Ahnung von(?). Ein Problem sehe ich darin eher nicht- solange dieser Jemand kein Depp ist - und der Große ist sowieso keiner,der den großen Macker spielen will. Unterdrückt werden soll er natürlich nicht- er soll ja selbstbewusst seinen "Jungen" stehen!
WIr werden ja sehen, wie er das empfindet- und wie das konkret aussieht.
Etwas Zeit haben wir ja noch, reinschnuppern geht frühestens nach den nächsten Ferien- der eine Termin kollidiert gerade mit dem Cellounterricht, der andere mit meiner Chorprobe- mal sehen,was sich da ändern lässt...
Trotz (fast) gefallener Vorentscheidung lese ich gerne noch mehr hier und bin dankbar für jede ehrliche Meinung oder eigen Erfahrung!
Grüßle Steffi |
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