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LeeLa

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.05.2006 Beiträge: 222 Wohnort: im wunderschönen RLP
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Verfasst am: 20.01.2008, 22:44
Titel: Alltagsprobleme und Alltagsbewältigung |
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Hallo zusammen
Eigentlich haben wir ja am Mittwochabend Elternabend und dann habe ich sicher sowieso unendlich viel zu berichten, aber ich dachte vielleicht ist es ganz geschickt beides in einem Thread unterzubringen
Bart wurde diesen Sommer eingeschult und seither haben wir ein ständiges Auf und ab. Kurz zur bisherigen Geschichte, in Stichpunkten:
* 3 Wochen nach Einschulung großes Drama wegen Langeweile, er verweigerte Essen und wirkte völlig weg vom Fenster, Gespräch mit der Lehrerin, daraufhin minimale (gezielte) Differenzierung ohne große Wirkung.
* Nach den Herbstferien erst entspannte Lage, dann ständiges Bemalen seiner Mappen, zerkauen von Stiften und Pullovern, in der Schule wurde die Konzentration und Mitarbeit bemängelt. Er sei ein Klassenclown.
* Ständige Gespräche mit der Lehrerin weil er nicht in die Klassengemeinschaft integriert war, regelrecht gemobbt wurde, Konzentration immer weiter gegen Null, steigende Schlampigkeit, es verschwindet ständig Material (insbesondere Radiergummis), in der Schule zeigt sich die erste ausgeprägte Leistungsverweigerung, kurz vor Weihnachten wurde er krank.
* Seit Schulbeginn hatten wir wieder drei Eintragungen im Mitteilungsheft, einmal wegen Konzentration, einmal Leistungsverweigerung (er hatte einmal etwas nicht verstanden, was ich nicht so tragisch fand wie die Lehrerin, man darf ja auch mal etwas nicht verstehen), einmal wegen der Beschädigung von Schuleigentum *heul*. Nun wird er dauernd als Träumer beschrieben, O-Ton Lehrerin "Scheint in seiner eigenen Welt zu leben".
Soweit also erstmal die Vorgeschichte. Um die Kontakte zu Mitschülern zu fördern besucht Bart einen Turnverein und das geht auch gut auf.
Herausragend gute und herausragend miserable Leistungen wechseln sich ohne erkennbaren Grund ab. Bei diversen Leistungstest bewegt er sich immer im Bereich 2/3 richtig (leistungsmäßig wäre er damit wohl ein 3er Kandidat, oder *grübel*) Der Rest sind Leichtsinns- aber auch Verständnisfehler.
Aktueller Stand vom Lehrstoff (sorry, dass es so lange wird, aber mir scheint das wichtig) ist die Addition im 20er und die Subtraktion im 12er Raum, in Deutsch haben sie die Buchstaben A, D, E, I, L, M, N, O, R, S, T, U,W (ich hoffe das stimmt nun), schreiben erste Diktate.
Soweit also zum Allgemeinen.
Seit sie letzte Woche den Sprung von 10 zu 20 gemacht haben ist er in Mathe wieder herausragend, während er vorher mit zunehmender Übung schlechter wurde. Am Ende wußte er nicht mal mehr was der Vor- und Nachfolger einer Zahl ist. Er klamüserte das wie folgt auseinander, bitte festhalten, "7 hat eine Verbindung zu 8 und die 6 die Verbindung zu 7" (Verbindung ??? )
Das Lesen an sich ist weniger das Problem als die Tatsache, dass er wegen dieser dämlichen Ganzwortmethode direkt nach dem 3. Buchstaben anfängt zu raten, statt zu lesen. Er sagt auch selber, dass er nur Buchstabe für Buchstabe lesen müßte, vergisst das offensichtlich im Alltag aber auch sehr schnell wieder.
Zuhause erledigt er seine Aufgaben im Regelfall sehr schnell (unter 10 Minuten), wenn er überhaupt noch Aufgaben mitbringt (er kommt in letzter Zeit immer mit zu 90% gemachten Aufgaben nach Hause und braucht dann auch nur 3-4 Minuten). Lesen macht ihm gar keinen Spaß, er veranstaltet regelmäßig Theater, wenn er laut vorlesen soll. In der Schule hingegen glänzt er durch geistige Abwesenheit, Tische und Ranzen anmalen , er kaut auf Stiften und ich habe den Verdacht dass er seinen Radiergummi ISST! Aaaaaaaaargh! Jede Woche brauchts einen neuen Radiergummi...
Vom Stoff her scheint er mir eigentlich keineswegs überfordert, sehr wohl aber mit der Organisation. Er ordnet Blätter urplötzlich in falsche Mappen ein, weiß wenn er nach Hause kommt nicht genau was er auf hat. In seinem Hausaufgabenheft schneide ich schon regelmäßig Eckchen unten raus, damit er genau weiß auf welche Seite er schreiben muss und ich male ein Symbol, damit er genau weiß wo die aktuelle HAs hingeschrieben werden. Er schreibt sie aber trotzdem quer übers Blatt, mal obendrüber, mal drunter, mal drei Blätter hintendran.
Regelmäßig verschwinden Stifte. Er spitzt sie permanent, so dass ich alle 3 Wochen neue Stifte kaufen muss, weil nur noch Stummel übrig sind.
Also jetzt wo ich das so lese klingt das ja eigentlich richtig niedlich Aber so witzig ist es im Alltag dann eben doch nicht.
Fakt ist, dass wir extrem viele Lehrergespräche haben (im Schnitt 1 Mal in 2 Wochen) und schon der Verdacht aufgekommen ist, dass die Lehrerin Bart gerne die erste Klasse wiederholen lassen würde. Ihre Aussagen sind für uns recht verwirrend, weil sie teilweise sehr widersprüchlich sind. Einmal meint sie es sei schrecklich, dann ist genau dasselbe plötzlich eine Lapalie. Sie meinte, dass alle Kinder der Klasse bereits flüssig lesen und Bart hier sehr weit zurückliegt. Im Rechnen bewege er sich im oberen Mittelfeld. Die Lehrerin bietet täglich Blätter an, die Kinder nach ihrer eigenen Einschätzung bezügl. Leistungsstand aussuchen dürfen. Bart fällt das sehr sehr schwer. Seine Selbsteinschätzung ist ziemlich bescheiden. Bei den größten Klagen der Lehrer vermeldet er vorbildliches Benehmen, wenn er schlecht liest glaubt er, es ist sehr gut, wenn er aber in Mathe z.B. eine Aufgabe falsch hatte sagt er, er sei ein schlechter Rechner.
Oh Gott, wird das lang.
Bart trägt seit Schulbeginn eine Brille und seither hat er in visuellen Bereichen große Fortschritte gemacht (beim Test - ohne Brille- lagen sämtliche visuellen Werte noch in den niedrigsten Prozenträngen (PR 4 bis 11) Er hat zwar immer noch Mühe bei der optischen Differenzierung, aber wir üben fleißig und er wird immer besser. In der Schule trägt er seine Brille oft nicht, was sich sofort negativ auf seine Leistungen auswirkt.
Seine Sprache schwankt täglich zwischen herausragend gut und miserabel hoch 3. Eine wiederkehrende Struktur ist da für mich nicht erkennbar. Er rennt sowohl zuhause als auch in der Schule ca. alle 10 Minuten auf Toilette.
Kurzum: Ich mache mir Sorgen um den Knopf.
Ich stelle nun mal bewusst keine gezielten Fragen. Mich würde einfach mal interessieren was euch dazu einfällt. Kann mich vielleicht jemand beruhigen, kennt jemand ähnliches oder hat DIE Anregung für mich? Insgesamt erscheint mir Bart wie ein durchschnittlich entwickeltes Kind, recht aufmüpfig allerdings und sich ständig gegen Autorität auflehnend, der Lehrerin wie ein entwicklungsverzögertes.
Nun, im Februar werden wir nach dem nicht auswertbaren Test im letzten Jahr, noch einmal bei Frau Stapf testen lassen und ich bin natürlich gespannt, was uns da erwartet.
Gespannt auf eure Antworten!
LG LeeLa _________________ LG LeeLa mit Bart (04/01, 3. Klasse), Myrte (09/02, 3. Klasse) und John-Boy (11/05) |
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Alice Sponsor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.03.2005 Beiträge: 2419 Wohnort: Bayerisch-Schwaben
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Verfasst am: 21.01.2008, 10:09
Titel: |
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Liebe LeeLa,
die 1. Klasse wiederholen lassen halte ich bei Bart für einen Scherz.
Das Vervespern seiner Materialien kenne ich vom Schnurpsenfreund. Der hat das totale Dilemma eines überdurchschnittlich hohen IQs gepaart mit Legasthenie UND Dyskalkulie. Die Schule ist für ihn also eine wahre Fundgrube an frustrierenden Erlebnissen: Einerseits kapiert er superschnell und so langweilt ihn vieles, andererseits kann er in den meisten Dingen auch wieder wegen der Wahrnehmungsstörungen nicht mithalten. Aus Frust isst er, was er in die Finger bekommt und die Finger gleich mit.
Möglicherweise hat Bart ja auch so ein Problem?
Vielleicht ist es aber auch nur die Langeweile?
Das war nur meine erste Idee dazu. Oh je, das ist nicht schön, wenn die Zwerge leiden!
Liebe Grüße
Alice |
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Moffi Sponsor 2010/2011
Anmeldungsdatum: 29.03.2005 Beiträge: 2070
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Verfasst am: 21.01.2008, 10:25
Titel: |
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Hallo Leelaa,
mir fällt folgendes ein:
- Wie schätzt Du selbst die Lehrerin ein? Erscheint sie Dir sympathisch und kompetent? Wenn ja, braucht ihr vielleicht eine weitergehende Diagnostik (ADHS/ADS, Wahrnehmungsstörungen, etc. - bin kein Experte). Wenn nicht, würde ich auf ihre Einschätzung ("entwicklungsverzögert") nicht so viel geben, sondern Bart vermitteln, dass Du an ihn glaubst, und ihn Zuhause erstmal durch lustige, interessante Zusatzangebote stärken. Für das Selbstvertrauen ist es wichtig, dass man eine dauerhafte Aktivität hat, in der man gut ist und Fortschritte erlebt. Auch wenn Bart sich momentan für nichts interessiert, würde ich versuchen, ein entsprechendes Interesse bei ihm zu wecken. Wie wäre es mit Schachverein oder einem Instrument?
- Ihr müsst Bart dazu bringen, die Brille immer zu tragen, eventuell die Lehrerin diesbezüglich einbinden. Er hat doch eine Hornhautverkrümmung, oder? (So wie meine! ) Das Gehirn kann sich nur an die Brille gewöhnen, wenn er sie so oft wie möglich trägt. Vielleicht kann man ihm das so erklären?
- Dass alle anderen Kinder in der Klasse bereits flüssig lesen können, kann ich nicht glauben, das wäre ja ein Wunder! Die Hornhautverkrümmung trägt sicher dazu bei, dass das lesen ihm schwerer fällt, als anderen Kindern, vielleicht kann die Lehrerin darauf ein bisschen Rücksicht nehmen?
- Lesen üben: Laut lesen mag meine Tochter auch nicht, weil es nicht klingt, wie bei einem Erwachsenen (Perfektionismus). Es spricht ja nichts dagegen, dass er daheim leise lesen übt. Wenn Du mir sagst, was ihn interessiert, kann ich Dir vielleicht Tipps für entsprechende Erstleserbücher geben (wir haben hier eine große Auswahl... )
Hoffentlich kann Euch Frau Stapf noch bessere Tipps geben!
LG,
Karin |
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LeeLa

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.05.2006 Beiträge: 222 Wohnort: im wunderschönen RLP
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Verfasst am: 21.01.2008, 12:46
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Hi Alice!!!
Danke für deine Antwort! Legasthenie habe ich bisweilen noch nie in Betracht gezogen, weil er ja schon vor Jahren flüssig und sinnerfassend lesen konnte. Ich habe mich da gerade mal informiert über die Symptome, aber das passt so ganz und gar nicht...Auch eine Rechenschwäche halte ich für nicht gegeben, er löst bei einem neuen Thema 50 schriftliche Aufgaben in ca. 5 Minuten, es wird nur schlechter mit zunehmender Wiederholung *hmmmm* Ansonsten eine Wahrnehmungsstörung wäre natürlich eine Möglichkeit *hmmm*
Langeweile passt übrigens irgendwie auch nicht so wirklich. Du siehst, ich tappe im Dunkeln.
Was ich definitiv weiß, seine Anstrengungsbereitschaft ist gering wenn auch aktuell steigend. Er hat den Sinn des Übens erkannt, wenn er etwas mal nicht so gut beherrscht und lässt sich nun darauf ein (wow kann ich da nur sagen!) . Er ist insgesamt eher unstrukturiert (er kommt da stark nach meinem Mann), macht manchmal Gedankensprünge die für mich nicht ganz nachvollziehbar sind und er hat auch Probleme mit der Lautstärke (das hat er wohl von mir). Das würde auch erklären, warum es zuhause immer prima klappt, in der Schule aber eher weniger.
Hab vielen Dank für deine Ideen!
Das mit den Wahrnehmungsstörungen werde ich nochmal näher ins Auge fassen...
LG LeeLa _________________ LG LeeLa mit Bart (04/01, 3. Klasse), Myrte (09/02, 3. Klasse) und John-Boy (11/05) |
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starkejungs Sponsor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.10.2006 Beiträge: 5625 Wohnort: BW
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Verfasst am: 21.01.2008, 12:54
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Hallo LeeLa,
1. die Brille MUSS er tragen- fertig. Da hat die KL definitiv ein Auge drauf zu haben!!!
2. mein Großer konnte in der 1.Klasse nach 3Monaten zuhause schnell leise lesen, wunderschön und flüssig-aber nicht so gerne laut (nicht so gerne, weil er es nur mit den Augen schneller konnte), während die KL im HALBJAHRESGESPRÄCH also ANfang Februar behauptete, er könnte nur sehr schlecht lesen . Die Erklärung: er saß (als Konzentrationsschwaches !) Kind in der letzten Reihe, alle durften einen Satz zusammenstottern- bis er endlich dran war, war er "eingeschlafen" und wusste dar nicht,wo er lesen sollte!
3. die Leselust stieg mit den erweiterten Wahlmöglichkeiten
4.in der 1.+2. Klasse zeichnete sich schon ab, dass ihm dieses übermäßige Üben nicht gefällt und er dann auch nix mehr kapierte- OBWOHL er das alles schon längst sicher beherrschte, bevor sie es in der Schule dranhatten. Noch heute ist es so,dass er immer langsamer wird,je länger sie z.B. in Mathe den Kram üben wenn was neues drankommt, wird der Turbo eingschaltet leider machen sie Tests nie direkt am Tag nach der Einführung eines Themas- da wäre er fein raus!
5. 2 JAhre lang hat er JEDEN Stift extrem kaputtgebissen! Er merkte es gar nicht. Nun- oh Verwunderung!- sind seine neuen Stifte allesamt seit Beginn der 3.Klasse in tadellosem Zustand. Habe ich gestern erst so richtig wahrgenommen! Seine Erklärung: mir ist nicht mehr sooo langweilig
6. "Scheint in einer eigenen Welt zu leben"- genau das hatte die 1.KL zu mir gesagt! DIe Kinderpsychiaterin, die wir wegen ADS usw. aufgesucht hatten, meinte: Er hat ein emotionales Problem. Er will Freunde- aber keiner spielt (gerne) mit ihm, stattdessen wird er verhauen- er denkt schon in der Stunde ständig daran. Er mag die KL- sie findet ihn aber offensichtlich total blöd- und er spürt das. All das kostet ihn emotional schon so viel Kraft- was soll davon noch übrig sein für gute Konzentration? Dann weiß er in der Schule schon,dass sie wieder Seitenweise Matheübungen als HA aufgibt- nur WIederholungen- 2 DInA4 Seiten und noch im Buch ein paar AUfgaben dazu- nie darf er selbst denken.STZUNDENLANGE ARbeit. Dazu dann noch ein gutes Quentchen Langeweile- und das Desaster ist perfekt
7. Zum Thema lesen: die KL hat noch nicht alle Buchstaben durchgenommen, aber ALLE Kinder sollen angeblich schon fließend lesen können?????? Meint die das ernst?
8. Rede mit der KL- HA sind doch eigentlich dazu da, zuhause gemacht zu werden? Bei uns war es schon in der 1.Klasse nicht üblich,dass die HA nur Reste des Stundenstoffs waren...???
9. Ist es zuviel verlangt, wenn die KL von allesn Schülern verlangt,dass sie nun ihr HA Heft rausnehmen und auch schaut,dass alle die HA eintragen?
10. Das mit der schlechten Selbsteinschätzung kenne ich leider auch so aber wer ständig angenölt wird, nimmt das irgendwann als "Normal"-offensichtlich! DIe neue KL hat eine ganz gute Technik für den Großen: besonders schlechte Mitarbeit schreibt sie ins HA-Heft (oder sonstige starke AUffälligkeiten) oder direkt ins Fach-Heft, gute oder sehr gute Mitarbeit oder Ergebnisse aber ebenso- immer für ihn (und mich) lesbar. Damit kann er richtig gut umgehen- und wir hoffen,dass er es auf diese Art lernt! Wer nur negatives Feedback zu hören bekommt, glaubt nicht an sich und seine Fähigkeiten!
Das wurde nun leider etwas viel- aber das fiel mir so dazu ein
Hoffentlich findet ihr einen Weg!
Liebe Grüße Steffi |
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Wusel

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.04.2005 Beiträge: 338 Wohnort: Sachsen
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Verfasst am: 21.01.2008, 13:07
Titel: |
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Irgendwie erinnert mich bei Deinem Bericht so einiges an unsere mittlere Tochter als sie noch in der 1. Klasse war, also vielleicht doch nur Unterforderung? Ich bekam damals auch ständig von der Lehrerin Dinge zu hören, die mich doch stark verwundert haben: "C. hat Probleme den Zahlenraum bis 5 zu erfassen" (hat doch locker im 2-stelligen Bereich gerechnet ) "C. hat Probleme, von Zahlen wie 10 oder 20 weiterzuzählen" (konnte von jeder beliebigen auch 3-stelligen Zahl vor und rückwärts zählen, auch in 2er und 3er-Schritten ). Ich wußte auch überhaupt nicht mehr, was ich von ihr halten sollte. Lesen konnte sie auch nicht mehr so flüssig. Zum Glück hat mir die Lehrerin einfach geglaubt, was C. normalerweise drauf hat und wir haben sie einfach mal probeweise in Kl. 2 gesteckt, was ja auch funktioniert hat. Das fand sie alles viel spannender.
Trotzdem ist es teilweise sehr seltsam mit ihr. Im Moment behandeln sie die Uhr. Sie kann diese schon eine Weile lesen, auch nach digital umwandeln. Sobald das Ganze ein Schulaufgabe ist, also rein theoretisch, geht es nicht. Da weiß sie nicht einmal mehr, was eine Viertelstunde vor 10.15 Uhr war. Wenn sie praktisch so etwas braucht, weiß sie es sofort. Ich kapiere das auch nicht.
Ansonsten ist sie nach wie vor ein Chaot. Die Arbeitsblätter stecken in falschen Heftern (wenn überhaupt), HA werden vergessen einzutragen, Stifte verbummelt, Radiergummis kaufe ich fast täglich (vielleicht sollte ich wirklich langsam mal einen Großeinkauf mit Rabatt in Betracht ziehen).
Die Große ist aber auch so, so daß ich kaum Hoffnungen hat, daß sich das irgendwann in nächster Zeit mal ändern könnte.
Kaputtgebissene Stifte (ich habe extra einen Alufüller gekauft) und Jacken und Pullis und abgekaute Fingernägel, vollgeschriebene Federmäppchen und Blattränder kenne ich auch von der Großen.
Für mich deutet wirklich vieles auf Unterforderung hin. _________________ Liebe Grüße,
Wusel mit
P. (1/99) 6.Klasse
C. (7/01) 4.Klasse
und F. (9/05) Kita |
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LeeLa

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.05.2006 Beiträge: 222 Wohnort: im wunderschönen RLP
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Verfasst am: 21.01.2008, 13:22
Titel: |
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Hallo Moffi
Auch dir danke für deine Antwort!
| Moffi hat folgendes geschrieben: |
- Wie schätzt Du selbst die Lehrerin ein? Erscheint sie Dir sympathisch und kompetent? |
Schwierig! Ich halte sie für durchaus fähig, mit einigen merkwürdigen Einstellungen (der übliche Kaff-Wahnsinn ) und Ansichten. Sie ist mir sympathisch und kann mit Kindern umgehen, aber es fällt mir dennoch schwer sie generell einzuschätzen. Wie auch, ein Lehrer mag für den einen ein Segen für den anderen ein Problem sein...Ich halte sie keineswegs für unfähig, in einigen Fällen aber entweder für blind oder ignorant. Durch unsere Gespräche wurden einige wichtige Punkte geklärt, die sie irgendwie immer wieder unter den Tisch fallen lässt. Aber es sind 25 Kinder in der Klasse, wäre vielleicht auch etwas viel erwartet??
Fakt ist, MIR als Lehrerin käme es merkwürdig vor, wenn ein Kind superschnell und fehlerfrei alles erledigt und mit zunehmender Wiederholung, also nach ca. 1-2 Wochen, plötzlich deutlich abgeschwächte Leistungen erbringt und komplett abschaltet. Sie scheint aber doch nur die eher schwache Leistung zu registrieren.
| Zitat: |
Wenn ja, braucht ihr vielleicht eine weitergehende Diagnostik (ADHS/ADS, Wahrnehmungsstörungen, etc. - bin kein Experte). Wenn nicht, würde ich auf ihre Einschätzung ("entwicklungsverzögert") nicht so viel geben, sondern Bart vermitteln, dass Du an ihn glaubst, und ihn Zuhause erstmal durch lustige, interessante Zusatzangebote stärken. |
Ich habe früher sehr oft mit dem Gedanken ADS gespielt, schließe es aber mittlerweile wirklich aus. Ich hatte damals auch in Tübingen diese Unruhe angesprochen und diesbezüglich um eine Einschätzung gebeten, aber da hielt man nichts für ADS-verdächtig.
Derweilen bekommt er zuhause interessante Zusatzangebote, dadurch lässt er sich auch sehr schön auffangen. Im Bezug auf die Schule bin ich inzwischen auf alles gefasst. Gerade die letzten Tage kam er immer nach Hause und hatte die Hausaufgaben zu 90% erledigt. Noch die Woche davor meinte die Lehrerin, dass er nie mit den Schulaufgaben fertig wird. Es ist ein ständiges auf und ab und das belastet mich zugegebener Maßen sehr stark. Bezügl. Wahrnehmungsstörungen werde ich mich nun nochmal an unseren Kinderarzt wenden.
| Zitat: |
| Für das Selbstvertrauen ist es wichtig, dass man eine dauerhafte Aktivität hat, in der man gut ist und Fortschritte erlebt. Auch wenn Bart sich momentan für nichts interessiert, würde ich versuchen, ein entsprechendes Interesse bei ihm zu wecken. Wie wäre es mit Schachverein oder einem Instrument? |
Oh, das kam falsch an. Er ist gerade sehr interessiert. Er war vor längerer Zeit in diesern Null-Bock-Haltung. Im Moment beschäftigt er sich mit Kristalle züchten, Steine bestimmen, Geografie, eignet sich gerade besondere Zeichentechniken an (früher undenkbar, er hinkte feinmotorisch lange Zeit hinterher), er lernt Keyboard und besucht einen Turnverein. Mir scheint sein Selbstbewusstsein aktuell gut, ist aber gepaart mit einer sehr unrealistischen Selbsteinschätzung. Er unterschätzt und überschätzt sich in jeweils den falschen Gebieten.
| Zitat: |
Ihr müsst Bart dazu bringen, die Brille immer zu tragen, eventuell die Lehrerin diesbezüglich einbinden. Er hat doch eine Hornhautverkrümmung, oder? (So wie meine! ) Das Gehirn kann sich nur an die Brille gewöhnen, wenn er sie so oft wie möglich trägt. Vielleicht kann man ihm das so erklären? |
Ja, das habe ich getan. Er meint, er vergisst sie öfter nach dem Turnen, was ich ihm bei seiner Schludrigkeit sogar abnehme. Wir sind nun dazu übergegangen kein Etui mitzugeben, damit er sie tragen muss. Ich hab bisweilen aber noch keine Rückmeldung von der Lehrerin. Ich habe ihr aber nochmal die Notwendigkeit der Brille erklärt in der Hoffnung, dass sie ein Auge darauf wirft.
| Zitat: |
| Dass alle anderen Kinder in der Klasse bereits flüssig lesen können, kann ich nicht glauben, das wäre ja ein Wunder! Die Hornhautverkrümmung trägt sicher dazu bei, dass das lesen ihm schwerer fällt, als anderen Kindern, vielleicht kann die Lehrerin darauf ein bisschen Rücksicht nehmen? |
Da war ich auch stutzig!!! Aber bei Bart ist es gar nicht das Lesen an sich. Er liest ja zuhause bsw. die Baumhaus-Reihe problemlos und gut betont vor, verzweifelt dann aber an Arbeitsblättern auf denen 20 Worte wie "Wintertraum" "Winterabend" etc. geschrieben steht, weil er eben direkt anfängt zu raten (dieser Ganzwortmethodentick). Und da gibt es aber wieder Schwankungen, sprich an einem Tag liest er es ungeübt perfekt, am anderen verzweifelt er daran. Hm... Was hier noch auffällt, und das kann ich mir auch nicht erklären- wenn er müde ist liest er die Arbeitsblätter etc. fehlerfrei, während er in fittem Zustand die Krise kriegt (ich verstehe es nicht!!)
| Zitat: |
Lesen üben: Laut lesen mag meine Tochter auch nicht, weil es nicht klingt, wie bei einem Erwachsenen (Perfektionismus). Es spricht ja nichts dagegen, dass er daheim leise lesen übt. Wenn Du mir sagst, was ihn interessiert, kann ich Dir vielleicht Tipps für entsprechende Erstleserbücher geben (wir haben hier eine große Auswahl... ) |
Erstlesebücher haben wir in großer Zahl ;o) aber Bart liest wie gesagt eigentlich deutlich schweres. Bei Erstlesebüchern kriegt er die Krise, genau wie bei seinen Arbeitsblättern. Freitag hatte er aber zum Beispiel eine relativ anspruchsvolle Aufgabe: Eine Geschichte zerpflücken, die jeweiligen Fragen finden und die jeweilige Antwort dazu. Der Text war eine Din-A 4 Seite lang. Er hat 10 Minuten gebraucht, konzentriert gearbeitet und nur einmal kurz um Hilfe gebeten. Auch das anschließende Lesen ging sehr flüssig. Ich weiß, das klingt alles widersprüchlich und merkwürdig, deswegen bin ich ja auch so ratlos.
Hab vielen Dank für deine Anregungen!!!
LG LeeLa _________________ LG LeeLa mit Bart (04/01, 3. Klasse), Myrte (09/02, 3. Klasse) und John-Boy (11/05) |
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starkejungs Sponsor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.10.2006 Beiträge: 5625 Wohnort: BW
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Verfasst am: 21.01.2008, 13:57
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(@Wusel- der Große hatte einen Alufüller- er war entsetzlich zerkaut )
Mir ist noch was eingefallen: ich hatte- und habe immernoch- beim Großen mal den Gedanken- der würde auch auf Bart passen: Mathe- neues kommt- kann er schon- dachte er,denn: irgendeine Finte muss doch daran sein, wenn es ständig wiederholt wird, wenn die anderen das noch nicht können...er fängt an ,um unnötige Ecken zu denken und Schwierigkeiten zu suchen,die gar nicht da sind- das,was mal schnell hingeschrieben wurde-richtig!- wird plötzlich hinterfragt. Aufeinmal scheint das Logische nicht mehr logisch, es schien zu einfach gedacht!
Irgendwann sind wir mal an den extrem einfachen und eintönigen HA total verzweifelt- einfachste Textaufgaben!- als ich total fertig nachfragte, warum er denn nicht aufs NAheliegende käme, antwortete er mir: "Aber es KANN doch gar nicht sooo einfach sein !"
Die Bestätigung: ich legte ihm total entnervt eine schwierige Textaufgabe aus der 3.vor- er löste sie im Kopf und fand sie "total einfach"
Ich kann mir vorstellen,dass es wirklich Unterforderung ist!
Bin mal gespannt auf das Testergebnis,wenn er dann mal gemacht wurde
Liebe Grüße
Steffi-die wohl ein Double erwischt hat... |
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Moffi Sponsor 2010/2011
Anmeldungsdatum: 29.03.2005 Beiträge: 2070
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Verfasst am: 21.01.2008, 16:02
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Hallo LeeLaa,
entschuldige, ich hatte nicht mehr so im Kopf, was Bart alles kann. Dein erster Text klang so, als ob er mit dem Lesen Probleme hätte und üben müsste, aber das ist dann natürlich Quatsch!
Bei der Hornhautverkrümmung schwankt die Sehfähigkeit übrigens tagesformabhängig (wurde mir erklärt) - vielleicht erklärt das ein paar Schwankungen in der Leseleistung. Vielleicht ist es aber auch pure Lustlosigkeit und Verzweiflung?
Zur Selbsteinschätzung: ich glaube, dass man die Selbsteinschätzung auch üben kann. Bei uns wird es in der Schule so gemacht, dass die Kinder ihre Leistungen selbst bewerten und diese Einschätzung dann mit ihnen besprochen wird. Vielleicht könnt Ihr sowas ähnliches auch bei Euch Zuhause machen?
Ist in Euren "Kaff" denn schonmal ein Kind gesprungen?
LG,
Karin |
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BigBird

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.10.2007 Beiträge: 701 Wohnort: Main-Kinzig-Kreis
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Verfasst am: 21.01.2008, 17:37
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Unterfordert scheint er mir auch - aber: habt ihr auch mal an ADS gedacht? Das würde einiges an unkonzentriertheit, mangelnder Ordnung und vergessen erklären, auch mangelnde Selbsteinschätzung. Muß nicht sein - aber untersuchen lassen würde ich das schon.
Und mit der Lehrerin noch mal reden, vielleicht kann sie ihm auch mal gezielt schwerere Aufgaben geben, wenn er sich die selbst nicht aussucht?
Hat er eine Sportbrille? Die könnte er ja auflassen, würde es vielleicht einfacher machen.
Viele Grüße,
Christine _________________ BigBird
D. 06/01, R. 12/02, T. 10/04
Mein Kreativblog |
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LeeLa

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.05.2006 Beiträge: 222 Wohnort: im wunderschönen RLP
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Verfasst am: 21.01.2008, 21:16
Titel: |
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Hallo starkejungs!
Danke für deine Antwort!
Zu 1. Ich habe die Lehrerin mehrfach darauf hingewiesen, dass er die Brille tragen muss und sie bitte ein Auge darauf haben soll. Bart habe ich es auch eingebleut und hoffe es fruchtet.
Zu 2 bis 6:
Erstaunliche Parallelen, du siehst mich verblüfft!
Zu 7: Sie meint es ernst, ja. Aber ich glaube ihr ehrlich gesagt nicht. Ich habe schon irgendwie das Gefühl, dass sie in- warum auch immer- mittlerweile aufm Kicker hat. Aber man kennt das ja, Mamagefühle
Zu 8: Die Kinder dürfen mit den Hausaufgaben anfangen, wenn sie mit den Schulaufgaben fertig sind und nichts Neues angefangen wird. Was mich daran so stutzig macht ist die Tatsache, dass sie bemängelt er sei einer der Langsamsten. Wieso hat er dann so oft seine Hausaufgaben fast fertig während alle anderen sie noch machen müssen *nix versteh*
Hier sind die Schulaufgaben mit denen die Kinder nicht fertig geworden sind zusätzliche Hausaufgabe. Also von Resten des Stundenstoffs als generelle und einzige HA kann keine Rede sein, aber Schulaufgaben hat er selten zuhause nach zu holen. Heute hatte er dafür eine Strafarbeit *seufz*
Zu 9: Offensichtlich.
Danke dir!
LG LeeLa _________________ LG LeeLa mit Bart (04/01, 3. Klasse), Myrte (09/02, 3. Klasse) und John-Boy (11/05) |
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LeeLa

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.05.2006 Beiträge: 222 Wohnort: im wunderschönen RLP
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Verfasst am: 21.01.2008, 21:22
Titel: |
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| Wusel hat folgendes geschrieben: |
Für mich deutet wirklich vieles auf Unterforderung hin. |
Danke für deine Einschätzung Wusel. Ich bin da inzwischen etwas vorsichtig geworden, glaube dass eine Unterforderung immer auch mit einer Überforderung einhergeht. Nun, er zeigt sich nicht unterfordert oder besser, sie sieht es eben erstmal nicht und schaut erst dann genau hin, wenn er praktisch schon aufgegeben hat...hm...so zumindest mein Eindruck.
Naja, vielleicht wird Tübingen Aufschluss bringen *hmmm* Ich bin nun erstmal gespannt auf den Elternabend am Mittwoch. Mir graut es
LG LeeLa _________________ LG LeeLa mit Bart (04/01, 3. Klasse), Myrte (09/02, 3. Klasse) und John-Boy (11/05) |
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LeeLa

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.05.2006 Beiträge: 222 Wohnort: im wunderschönen RLP
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Verfasst am: 21.01.2008, 21:27
Titel: |
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| Moffi hat folgendes geschrieben: |
Hallo LeeLaa,
entschuldige, ich hatte nicht mehr so im Kopf, was Bart alles kann. Dein erster Text klang so, als ob er mit dem Lesen Probleme hätte und üben müsste, aber das ist dann natürlich Quatsch! |
Verlust der Muttersprache Ich merke langsam schon selbst, dass ich mich immer schlechter ausdrücken kann *heul* DU kannst es ja nicht wissen ich hätte es beser erklären müssen.
| Zitat: |
| Bei der Hornhautverkrümmung schwankt die Sehfähigkeit übrigens tagesformabhängig (wurde mir erklärt) - vielleicht erklärt das ein paar Schwankungen in der Leseleistung. Vielleicht ist es aber auch pure Lustlosigkeit und Verzweiflung? |
Bei uns hat sich die Hornhautverkrümmung nicht bestätigt! Es gab nur eine Diffferenz der Sehstärke beider Augen, aber eben mit ähnlicher Wirkung.
| Zitat: |
Zur Selbsteinschätzung: ich glaube, dass man die Selbsteinschätzung auch üben kann. Bei uns wird es in der Schule so gemacht, dass die Kinder ihre Leistungen selbst bewerten und diese Einschätzung dann mit ihnen besprochen wird. Vielleicht könnt Ihr sowas ähnliches auch bei Euch Zuhause machen?
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In der Schule versagt er dabie kläglich, der arme Knopf. Hier zuhause scheint mir seine Einschätzung, abgesehen von der Einschätzung beim Schulstoff, realistisch. Ich hatte nämlich den gleichen Gedanken, es zu "üben".
| Zitat: |
Ist in Euren "Kaff" denn schonmal ein Kind gesprungen?
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*lach* Du, ja. Das erzählt man auf Elternabenden noch als wäre es gestern gewesen. Dass das vor 5 Jahren war und seitdem nie wieder vorkam, habe ich erst vor kurzem durch Zufall erfahren.
LG LeeLa _________________ LG LeeLa mit Bart (04/01, 3. Klasse), Myrte (09/02, 3. Klasse) und John-Boy (11/05) |
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LeeLa

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.05.2006 Beiträge: 222 Wohnort: im wunderschönen RLP
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Verfasst am: 21.01.2008, 21:36
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| BigBird hat folgendes geschrieben: |
Unterfordert scheint er mir auch - aber: habt ihr auch mal an ADS gedacht? Das würde einiges an unkonzentriertheit, mangelnder Ordnung und vergessen erklären, auch mangelnde Selbsteinschätzung. Muß nicht sein - aber untersuchen lassen würde ich das schon.
Und mit der Lehrerin noch mal reden, vielleicht kann sie ihm auch mal gezielt schwerere Aufgaben geben, wenn er sich die selbst nicht aussucht?
Hat er eine Sportbrille? Die könnte er ja auflassen, würde es vielleicht einfacher machen.
Viele Grüße,
Christine |
Zu ADS habe ich oben schon mal was geschrieben. Ich selbst glaube es nicht wirklich, obwohl mir früher oft der Gedanke kam. Ich habe heute auch nochmal mit Frau Stapf gesprochen und sie war sehr erstaunt über sein Gezappel. Sie hatte einen völlig anderen Eindruck und auch die Testerin hätte ihn nicht einmal zappelig gesehen. Notiert war "Perfektionistisch, Versagensangst, Vermeidungsstrategien, taut durch Erfolgserlebnisse auf..." 2 Stunden kein Gezappel-da war ich platt!
Ich habe früher viel mit ADS-Kindern zu tun gehabt, aber das kann man eigentlich nicht mit seinem Zappeln und seiner ganzen Art vergleichen...
Was die Lehrerin angeht- sie ist bereit ihm schwierigere Dinge zu geben wenn er sie verlangt. Da für ihn aber "schwer" gleich "subjektiv schwer"
bedeutet, hätte er sicher Angst sie nicht zu schaffen und fragt deshalb nicht. Aktuell darf er ja im Rahmen des Förderunterrichts selbst entscheiden wie schwer ein Blatt sein soll. Was er sich letztendlich nimmt hat aber wenig mit dem Schwierigkeitsgrad zu tun, sondern mehr mit der ansprechenden Gestaltung (wer kann es ihm verdenken). Mir selbst ist dieser Schwierigkeitsgrad nicht wirklich klar, mir scheint jede Art der Schwierigkeit zu banal...Sein letztes Mathearbeitsblatt "für Schnelldenker" war genauso leicht wie der normale Schulstoff *hm*
Eine Sportbrille hat er nicht, weil er seine Brille nur für Lese- und Schreibarbeiten tragen soll bis die Kontrolle ist. Dann entscheidet sich wie es weitergeht. Kontrolle haben wir im Februar.
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Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.10.2006 Beiträge: 5625 Wohnort: BW
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Verfasst am: 21.01.2008, 21:48
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Hallo LeeLa, was sollte sich da auf einmal bei der Sehstärke ändern?
Wenn er eine größere Differenz hat, dann sieht er wohl nicht wirklich räumlich?! Hatte das schwächere Auge sozusagen "abgeschaltet"?DAnn war /ist ohne Brille Lesen anstrengend-oder?- das kostet nämlich massig Konzentration!
Egal was davon (wahrscheinlich ja beides)- das räumliche Sehen ist wohl schlecht- das macht sich doch in Sport bitter bemerkbar! Ball fangen usw. geht wohl schlecht ?
Was verspricht sich der Augenarzt vom Warten?
Interessiert mich nur mal so neugierig,wie ich bin
Grüßle Steffi |
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