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Sonderschulüberprüfung?


 
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emibekka




Anmeldungsdatum: 04.03.2005
Beiträge: 81
Wohnort: Salzstadt in Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 11.04.2008, 10:44
BeitragTitel: Sonderschulüberprüfung?
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Hallo,
Ich weiß nicht so genau wo ich anfangen soll.
Meine 6. Tochter (Okt. 00) ist offiziell in Klasse 2 und momentan wegen selektiven Mutismus( selekitves Schweigen- Schule) in der Tagesklinik der Kinder und Jugendpsychiatrie.Jetzt soll sie wieder in die Schule,aber es muß nicht die Alte sein . Es kommt eigendlich auch nur eine andere Schule infrage,warum das würde den Rahmen sprengen ,es ist eine lange Geschichte.
Jetzt habe uich mehrer Schulen durchtelefoniert. Ich kenne mich ja inzwschen ein wenig in der Schullandschaft aus,aber keine will sie wirklich haben.
Die nahe Schule will eine Sonderschulüberprüfung(Ich vermute,daß der Schulleiter gerne eine integrationsklasse einrichten möchte.
Dabei brauchen wir nur eine Klasse eine Lehrerin,die meine tochter erstmal akzeptiert und sie die chance hat zu reden.
Leider bekommen die Schulen gleich Probleme,wenn sie das wort Psychiatrie hören,dabei ist meine tochte sozial hochkompetent,was uns in der Tagesklinik bestätigt wurde.
Leider ist das Problem auch ihre schulischen Leistungen,aus welchem Grund sie auch für intellektuell von den Lehrern schwach eingeschätzt wird.

Wir haben ma vor der Einschulung einen Test machen lassen,lediglich den CFT 1,da auch nonverbal und da hatte sie immerhin Prozentrang 98.
Ich kann mir eingendlich nicht vorstellen,daß sie inzwischen so abgebaut hat,daß sie in den L- bereich gehört.
Wir stehen etwas unter Druck,weil wir eine Schule suchen. Die Psychiatrie sebler möchte jetzt das kind auch loswerden,weil psychisch nicht so gestört.
Ich habe bedenken , wegen der Überprüfung!
Was soll ich nur tun?
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hexenkind3
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Anmeldungsdatum: 29.10.2007
Beiträge: 556
Wohnort: an der Mosel

BeitragVerfasst am: 11.04.2008, 10:57
BeitragTitel:
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Hallo emmibekka!

Was genau hast du gegen die Sonderschulüberprüfung? Eine intergrative Klasse hat ganz klare Vorteile. Normalerweise sind dort 2 Lehrer in der Klasse, auch Kinder die dort regulär eingeschult wurden, können die zusätzliche Förderung des zweiten Lehrers nutzen. Und in einer Sonderschule wird der Unterricht an die Kinder angepasst, d.h. wenn ein Kind sehr fit ist, bekommt es andere Aufgaben, als ein Kind, was Probleme hat.

Meine Mittlere wird dieses Jahr in eine integrative Klasse als behindertes Kind eingeschult. Wir haben uns die Schule einen Tag lang angeschaut und waren begeistert! Die Möglichkeiten sind nicht mit einer Regelgrundschule zu vergleichen!

Schaut euch doch mal so eine Schule an! Nehmt mit eurer Tochter am Unterricht teil und lasst das Ganze mal auf euch wirken!

Liebe Grüße
Tina
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hexenkind3
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jenny
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Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 5112
Wohnort: Krefeld

BeitragVerfasst am: 11.04.2008, 11:30
BeitragTitel:
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Eine Integrative Klasse/Schule hat wirklich viele Vorteile. Die Prüfung auf Sonderpädagogischen Förderbedarf stempelt deine Tochter ja nicht unbedingt als Lernbehindert ein, es gibt ja viele andere Arten der Behinderung- eben auch einen selektiven Mutismus, die aber eben in einer Kleingruppe prima aufgefangen werden können.
Mein 3. ist in einer integrativen Klasse und dort in einer Gruppe mit 5 anderen Kindern und 4 verschiedenen Fördermaßnahmen.

Was vielleicht problematisch ist, kann die Tatsache sein, dass die I-Klasse erst eingerichtet werden soll. Das wird dann meist bei einer ersten Klasse begonnen. Und davon wird deine Tochter dann nicht unbedingt profitieren.

Ich würde also suchen nach einer Schule, die schon eine I-Klasse hat, in die deine Tochter dann rutschen kann.
Mein großer hatte übrigens auch ein Mädchen mit selektivem Mutismus in der Klasse und die hat tatsächlich zum Gymnasium gewechselt. Die Empfehlung hat sie (natürlich) nicht gehabt weil mündlich so gut wie nichts zu bewerten war, aber auf dem Gym spricht das Mädchen jetzt auch.

Also , nur Mut, es muß nicht zu eurem Nachteil sein!

Gruß,

jenny
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jenny
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oesb
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Beiträge: 1535
Wohnort: Wankendorf

BeitragVerfasst am: 11.04.2008, 12:11
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Hallo,
Sonderschulüberprüfung heißt ja nicht lernschwach, es kann auch heißen emotionale Behinderung! Ich weis auch nicht ob ich so eine Überprüfung für mein Kind wollte, aber wenn die nahe Grundschule gut ist und der Rektor nur eine integrationsklasse will ist es doch auch eigentlich für euch gut, denn dann hat die Klasse weniger Schüler pro Lehrer und deine Maus mehr Chancen.
_________________
LG Oesb
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emibekka




Anmeldungsdatum: 04.03.2005
Beiträge: 81
Wohnort: Salzstadt in Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 11.04.2008, 14:20
BeitragTitel:
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Hallo,
Wenn das so läuft,wäre es das Optimum,aber es wurde hauptsächlich von lernschwach gesprochen und meine Tochter hat das Problem,daß sie aufgrund ihrer Angst in der Schule auch schriftlich eher Probleme bekommt.Wäre sie eine sehr gute Schülerin, gäbe es nicht den Gedanken der Überprüfung!!
Ich bin einfach sehr mißtrausch,weil sich die Kinder zunehmends beweisen müssen. Den Lehrern ist es scheinbar zuviel ,es jetzt nach dem Aufenthalt in der Tagesklinik einfach mal zu probieren!Natürlich ist so eine Überprüfung an sich gar nicht schlimm!
Auf alle Fälle habe ich jetzt einen Termin bei einer Testpsychologin in Hamburg,die eingedlich nicht mehr testet,aber Geschwisterkinder doch noch testet.Sie wird den AID und den CPM machen und meint selber,,daß sie abbricht,wenn sie nicht an das kind herankommt,was ich bei der Überprüfung möglicherweise durchgezogen wird. so,dann weiß ich,daß sie NICHT Lernschwach ist und können meinetwegen in anderen Bereichen schauen und sollte sie es dann doch sein,bin ich gerne bereit für meine Tochter eine entsprechende Beschulung zu finden.
Ich frage mich nur,warum sie in der Klinik so etwas nicht können!
Kaum einer kennt sich mit selektiven Muismus aus und weiß seine Folgen!!
Ich werde sie also testen lassen(5. Mai) Montag die auserwählte Schule anrufen,dem Schulleiter dies mitteilen und im sagen,daß ich nach dieser Testung bereit für eine Sonderschulüberprüfung bin!
Für meine Tochter ist das ein sensibles thema,da sie eine Schwester mit dem Down-Syndrom hat.Sie braucht Lehrer die ihr etwas zutrauen und sie heruasfordern und nicht die sonderschulüblich(tut mir ja leid,aber das Ding Hauptsache glücklich kenne ich schon von ihrer Schwester.Im Übrigen sind die 2 Stunden die in einer I-Klasse von einem Sonderschullehrer abgeleistet werden viel zu wenig!
Z.B gibt es bei uns eine K-Klasse(Körperbehinderte). Merkwürdigerweise landen alle entweder nach der 4. Klasse in einer L-Schule oder in der G-Schule.
Vielleicht ist das System bei uns anders,aber die Kinder haben sehr schnell ein Stigma weg.

LG
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Sigiruna
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Anmeldungsdatum: 21.04.2006
Beiträge: 898
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BeitragVerfasst am: 11.04.2008, 16:27
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Moin!

Meine Freundin hat eine Tochter mit selektivem Mutismus. Sie hat die ersten drei Schuljahre in einer Sprachheilklasse der hiesigen Förderschule verbracht, wo sie in einer kleinen Klasse individuell gefördert wurde und parallel sowohl in der Schule als auch privat Therapie erhielt. Anschließend wechselte sie in die 3. Klasse auf die normale GS. Dort hatte sie das Glück, eine sehr einfühlsame KL zu haben. Sie hat durch die erweiterte Eingangsstufe der Sprachheilschule zwar ein Jahr "verloren", dafür aber an Selbstvertrauen gewonnen. Jetzt geht sie auf die Realschule. Die Mutter wollte sie nicht auf das Gym schicken, da unser einzig mögliches Gym ein Riesenbetrieb ist und die Regionalschule sich durch ein modernes Schulkonzept und gute Lehrer mit Blick auf das einzelnen Kind auszeichnet.

Will sagen: Förderschule / I-Klasse kann durchaus eine sinnvolle Alternative sein, wenn engagierte Lehrer einzelne Schüler in kleinen Klassen individuell fördern können.

Alles Gute!
_________________
Sigiruna
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Sohn 6/93, Dozent; Töchti 2/96, Mathemaster in Arbeit; Tertia 7/98, Studium
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Tabea




Anmeldungsdatum: 29.05.2008
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 29.05.2008, 18:38
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emibekka hat folgendes geschrieben:
Hallo,

Z.B gibt es bei uns eine K-Klasse(Körperbehinderte). Merkwürdigerweise landen alle entweder nach der 4. Klasse in einer L-Schule oder in der G-Schule.

Vielleicht ist das System bei uns anders,aber die Kinder haben sehr schnell ein Stigma weg.

LG


Das ist gar nicht merkwürdig. Die Erklärung ist, dass in allen 4 Schuljahren eng mit Grundschulen zusammen gearbeitet wird und alle Kinder, bei denen das irgend möglich ist, im Laufe dieser 4 Schuljahre in eine Grundschulklasse übergehen.

Wenn Kinder ein Stigma weg kriegen sollten, dann u. a. durch Menschen, die Vorbehalte haben, ihr Kind in "so eine" Klasse gehen zu lassen. Jedes Elter, das sein Kind mit Selbstbewusstsein diese Klassen besuchen lässt, trägt dazu bei, eine mögliche Stigmatisierung abzubauen.

K-Klasse und Integrationsklasse wären beides gute Entscheidungen gewesen.

Brakada
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emibekka




Anmeldungsdatum: 04.03.2005
Beiträge: 81
Wohnort: Salzstadt in Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 29.05.2008, 19:51
BeitragTitel:
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sicher hat das kind ein Stigma weg,wenn es auf eine sonderschule geht und die selbstbewußten Eltern,die du meinst,sind die ,die sich einsetzten können,aber diese eltern sind teilweise gebrochen und gebeutelt!!
ich weiß durchaus,wovon ich rede,da ich auch eine Tochter auf einer sonderrschule habe. Sie werden dort mit Samthandschuhen angefaßt und werden kleingehalten!!
Warum sollte ich meine tochter,die laut Test mindestens überdurschnittlich begabt,wenn nicht sogar hochbegabt in eine klasse geben,die noch langsamer arbeitet als schon eine normale Grundschule. gier im Froum jaulen manche schon bei den nichtigsten Angelegenheiten klaut auf! Wenn die Schulen unfähig sind ungenormte Menschen zu integrieren ,dann ist das ziemlich traurig.
Die K-klassen sind auch für körperbehinderte Kinder bei uns teilweise ein Zumutung.
und im Übrigen ,weiß ich sehr wohl nicth gesellschaftfähig zu sein,schließlich muß ich das angepaßte gestriegelte Eigenheimfamilen jeden Tag ertragen,die ihre Brut gestiegelt mit der Familienkutsche vor die Schule fahren und dann redest DU von Selbstbewußten Eltern auf den Sonderschulen!!
Schaue die bitte erstmal diese Eltern und deren Kinder an!!
Das sind Außenseiter!
Wenn du dann in den mittelungsheften Notizen bekommst,als wärest du des Lesens nicht nmächtig und die sonderschulelehrer diese Wohlfühlmentalität ( Wenn icht Schwimmen ,dann eben Eis essen) die kinder werden mit dem bus in die Schule gefahren,bewegen sich in dieser Schue kaum,werden wieder zurückgefahren . eine allgemien Abschlaffung ist dann die Folge.
auf alle Fälle bekomt keine Sonderschule an diesem Ort noch eines meiner Kinder. motz
Ich möchte einen User aus diesem Forum mal hören,wenn sein Kind als Lernbehindert abgestempelt wird,obwohl das Gegenteil der Fall ist,
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Citrus
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Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 3558
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 29.05.2008, 22:51
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Hallo Emi,

vielleicht ist das Thema Hb jetzt aber erst mal zweitrangig? Wichtiger ist doch dem Kind ein Umfeld zu bieten, in welchem es sich erst einmal entfalten, sich selbst und auch andere "finden" kann.
Was nutzt ihm der "Beweis" der besonderen Begabung, wenn es nicht aus ihr schöpfen kann?
Das seelische Wohl ist doch erst einmal Voraussetzung dafür.

MIR wäre das Stigma (so es denn eines wäre) zum Wohle meines Kindes erst mal egal.
Du musst doch niemanden etwas beweisen. Dein Kind braucht doch aber einen Rahmen, welcher zu ihm in der momentanen Situation passt.
Ein Stigma könnte es aufgebrummt bekommen, wenn Du es auf Biegen und Brechen durch eine ganz normale Regelbeschulung ziehst und es dort "versagt", weil ihm die Voraussetzungen gar nicht gegeben sind.

Es geht doch gar nicht um einen Stempel. Es geht um doch darum, was Deinem Kind momentan helfen kann.
Und wenn es Eis essen geht anstatt zu schwimmen und es geht Deinem Kind gut damit, dann ist das eben gut.
Und wenn es ihm evtl. besser geht, dann kann Begabung auch ein Thema sein. Bis dahin aber wäre mir ein passender Rahmen hundert mal wichtiger, als alle Herrschaften davon zu überzeugen, dass das Kind begabt ist. Das nutzt ihm doch herzlich wenig, wenn es anderweitige Baustellen zu bearbeiten gilt.

Vielleicht ist I-Klasse eine Chance, anstatt ein Stempel. Wichtig ist, was Deinem Kind gut tut. Begabung hin oder her.

Vielleicht kannst Du darüber noch mal in Ruhe nachdenken, als es von vorn herein so konsequent abzulehnen?

besonnene Entscheidungen wünscht mit
LG Citrus
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»Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein.«
Albert Einstein
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emibekka




Anmeldungsdatum: 04.03.2005
Beiträge: 81
Wohnort: Salzstadt in Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 30.05.2008, 19:16
BeitragTitel:
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Hallo Citrus,
Das Thema ist jetzt so und so erstmal durch,weil sie jetzt in einer normalen Grundschule ist .
Das mit dem Eis essen ist anders gemeint. Mein Tochter mit der geistigen Behinderung wird 5 Jahre mit Samthandshulen angefaßt,es wird von ihr nichts erwartet,obowhl sie z.b. gerne mal lesen können möchte, durchaus in der Lage wäre. Es ist nicht die einzige,der es so ergeht.
Ich selber bin nicht beosnders leistungsorientiert,kinder wollen aber heruasgefordert werden.
Sicherlich ist eine mögliche Hochbegabung zweitrangig für meine andere Tochter,eigendlich ist es im Alltag immer zweitrangig ,auch in der Schule!
Stelle dir aber ein Kind vor,was extrem wenig redet,wenig zeigt,dan weiß ein Außenstehender nicht wo er dran ist.Wie packe ich sie in der Schule an,überfordere ich sie??Kann ich ihr das zumuten . Kann sie nicht oder will sie nicht? Die intellektuelle Begabung in dem Fall alles andere als unwichtig zu wissen,genauso wenig wie es bei einer Leseschwäche unwichtig ist.

Es ist ja ein Unterschied zwischen nicht begreifen können ,weil das Potential nicht da ist oder weil das Kind abschaltet oder blockiert.
Unsere Sonderschulen sind ALLE auf den 1.das geringere Potential ausgerichtig,außer die Sprachheilschule .Dafür gibt es aber keine Indikation.
Unterforderst du das kind aber dazu noch ,wleches blockiert ,weil die Anforderungen nicht stimmen,dann kann das ziemlich kontraproduktiv sein.

L G
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scout




Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 1774
Wohnort: ba-wü

BeitragVerfasst am: 31.05.2008, 11:34
BeitragTitel:
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hi emi,

die spracheilschulen sind auch hier in bawü unter den sonderschulen die einzige schulform, wo ein normaler lehrplan vorgesehen ist. die kinder, die dort hingehen, sind ja nicht minderbegabt oder lernbehindert, sie haben probleme mit dem hören und sprechen, die sich kaum auf die lernleistung auswirken, wenn die schule darauf rücksicht nimmt. ich fände es keine shclechte idee, wenn du - sollte ein wechsel auf eine andere schulform unvermeidlich sein - in diese richtung argumentieren könntest.

ich stimme dir absolut zu, dass die hochbegabung bei vorliegen einer so massiven einschränkung eher zweitrangig ist. wichtig wär nur für deine argumentation, dass deine tochter eben geistig angeregt werden muss und keinesfalls lernbehindert ist. daher fände ich - wenn schon sonderschule - die sprachheilschule angeraten. auf anderen förderchulen isses vllt so wie hier am ort, wo die schülerschaft sehr gemischt ist: migrantenkinder, lernbehinderte, verhaltensgestörte .... alles wild durcheinander. dass da ein kluges, sensibles kind unter die räder kommt, ist fast unvermeidlich.

ob sie nicht kann oder nicht will - wer kann das schon genau wissen? was sagt denn der kiPsych dazu? ich denke, es ist beides. sie steht vor einer hürde, die sie irgendwie nicht überwinden kann und es daher auch nicht versucht. oder es ist ein notsignal, das sie bewusst absetzt, um auf ihren leidensdruck aufmerksam zu machen. ob dauerhaft in einer regelschule genug geduld von seiten der lehrer da sein wird, um ihr diesen schritt zu ermöglichen? je länger es dauert, desto schwerer wird es für sie, sich in der regelschule zu halten.

ich drücke euch die daumen
scout
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'It is our choices, Harry, that show what we truly are, far more than our abilities.' (Albus Dumbledore)
scout
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Franziska




Anmeldungsdatum: 16.03.2005
Beiträge: 916

BeitragVerfasst am: 01.06.2008, 10:44
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Hallo Emi,

ich stimme Scout im Großen und Ganzen zu.
Ich kann verstehen, dass Dich die Panik ergreift, wenn du Dir vorstellst, deine Tochter müsse eine L-Schule oder eine E-Schule besuchen.
Eine E-Schule würde keines meiner Kinder besuchen, selbst wenn der IQ bei 80 läge- und das obwohl (oder gerade weil) ich über einiges Selbsbewußtsein, wenn auch nicht über einen angesagten Family-Van verfüge...
Aus beruflichen Gründen gehe ich gelegentlich zu Festen und Elternsprechtagen an den verschiedensten Schularten .
Auf einer Lernbehindertenschule hat Deine Tochter vermutlich nichts zu suchen, weil sie eben nicht lernbehindert, sondern nur in ihrer Kommunikationsfähigkeit, der sozialen Interaktion eingeschränkt ist.
Die größte Gefahr ist wohl, dass bei einer Überprüfung aufgrund der Symptomatik ein sozial-emotionales Problem, eine emotionale Behinderung diagnostiziert wird, das die Empfehlung der E-Schule begründen könnte.
Wenn auf einer E-Schule nur "nette" GS-Kinder wären, die von selektiven Mutismus betroffen wären, wär`s ja vielleicht ganz nett dort. Tatsächlich träfe Deine Tochter dort aber eher auf schwerst gestörte Kinder mit entsprechendem Verhalten. Das würde dem schulischen Lernen wohl nicht nur hinderlich, sondern mit Sicherheit absolut schädlich für die Entwicklung sein.
Eigentlich dürfte es Niedersachsen nicht anders sein, als hier in NRW:
Um eine GS-Schulform gegen den Willen der Eltern durchzusetzen muss das zuständige Schulamt sehr, sehr gute, eindeutig nachgewiesene Gründe haben. In den Fällen, in denen Eltern andere Vorstellungen haben und andere Möglichkeiten vorschlagen, wird dem Elternwillen - sofern er nicht völlig abwegig ist - entsprochen. (Das hat rechtliche Hintergründe, die im Bundesgesetz stehen.)
Eure Chancen stehen also sehr gut. Du tust sicher gut daran, Deine Tochter noch mal testen zu lassen, um etwas in der Hand zu haben.
Du könntest Dir auch die infrage kommenden Schulen (Schule mit schon vorhandener I-Klasse, Sprachheilschule, engagierte GS) anschauen und Deine Tochter dort anmelden.
Wenn du weißt, dass die Schulen nicht so gut auf auf Begriffe wie "Psychiatrie" reagieren, dann sprich halt von "Psychologen".
Ich meine, wenn Du meinst, dass Äusserlichkeiten zu hoch bewertet und Unsicherheiten ausgenutzt werden, kämpf nicht dagegen, sondern mach Dir das zu Nutze: mach dem Kind eine nette Frisur, zieh ihm die Sonntagssandalen an rolleys und geh zu der Schule , auf der Du Dein Kind haben möchtest. Versuch dort selbstsicher und gelassen aufzutreten.
Das klingt vielleicht seltsam, aber es geht doch jetzt nicht darum, die (selbstverständlich vorhandenen) Ungerechtigkeiten anzuprangern, sondern darum, dass Deine Tochter zu der Schule gehen kann, die ihr gut tut. Aus meiner Sicht heiligt das Ziel in dem Fall die Mittel.
Von wegen Mittel: Die zuständigen Ärzte in der Psychiatrie können sehr wohl eine Empfehlung zur Beschulung aussprechen. Meist machen sie das auch im Abschlussbericht, manchmal indirekt.
Wenn Du weißt, auf welche Schule Dein Kind gehen soll, vielleicht sogar schon eine Zusage hast, könntest Du mit den Ärzten darüber sprechen und dafür sorgen, dass Entsprechendes im Bericht auftaucht.
Da könnte dann z.B. stehen "scheint uns die Förderung im sprachlichen Bereich notwendig", statt "raten wir dringend zu Maßnahmen, die der emotionalen Entwicklung förderlich sind" o.ä.
So ein Bericht ist nicht unwichtig. Der wird ggf auch bei der Überprüfung des sonderpädagogischen Förderbedarfs in die Hand genommen und ist vielleicht ausschlaggebend für die Entscheidung, sicher aber Grundlage für einen ersten Eindruck.

Ich drück`euch die Daumen.
Mir fällt ein, dass man im Grundschultreff auf interessante und aufschlussreiche Postings zu dem Thema stößt, wenn man nach "Mutismus" sucht. Wenn Du die Threads noch nicht kennst, schau sie Dir mal an. Durchaus mutmachend.

Gruß Franziska
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