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kerstin4 Sponsor
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.02.2006 Beiträge: 1814 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 24.04.2008, 12:23
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@island
Schön, dass du mal wieder her gefunden hast!Unsere Auffassungen über unsere Kinder sind ja sehr verschieden, dennoch schön, dass du dich geäußert hast .
Übrigens schwimmt eine Schwimmlehrerin grundsätzlich beim Rückenschwimmen neben den Kindern aus Sicherheitsgründen.
Kerstin _________________ auch der längste Weg fängt mit einem einzigen Schritt an
Kerstin4
Zuletzt bearbeitet von kerstin4 am 24.04.2008, 12:28, insgesamt einmal bearbeitet |
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Biene Maja Sponsor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.03.2005 Beiträge: 656 Wohnort: Augsburg
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Verfasst am: 24.04.2008, 12:27
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Jeder zieht anscheinend seine Grenze wo anders. Ich war auf meinen großen immer Stolz, wenn er (damals noch) sehr ehrgeizig war, sich die Latte immer höher gelegt hat und auch vieles geschafft hat. Es hätte auch nicht wirklich was gebracht, wenn ich ihn von seinen Plänen hätte abbringen wollen. Vieles, auch von den eigentlich verbotenen Aktionen hat er dann trotzdem gemacht. Es ging zum Glück immer gut, aber es zeigte ihm, die Latte war eben nicht zu hoch. Ich musste meine Augen überall haben.
Ich finde nicht, dass die Schwimmlehrer unverantwortlich gehandelt haben. Sie hatten die Aufsicht und hätten ja auch sofort eingegriffen. Der reine Pulswert sagt auch nicht unbedingt alles aus. Die Werte, die sich errechnen lassen ist nur der Durchschnitt, der auf die Mehrheit der Menschheit / Kinder zutrifft. Vielleicht liegt das Niveau bei Madita ganz anders?!
Von meinem Sport (Leichtathletik) kenne ich auch einige extrem ehrgeizige Kinder. Die muten sich selbst auch mehr als viele andere zu, laufen super-gute Zeiten und kommen hinterher mit einem hochroten Kopf ins Ziel. Auch hinterher Kopfweh oder Übelkeit hatten wir immer wieder mal. Das gibt sich aber ziemlich schnell wenn Flüssigkeit nachgefüllt wird. ABER bisher konnte niemand diese Kinder wirklich bremsen. Alle Anweisungen von den Trainern, Verbote von den Eltern, Begleitperson beim Crosslauf, Tipps von wem auch immer - NO WAY!
Ehrgeiz zu bremsen finde ich persönlich ziemlich daneben. Klar muss man die letzte Entscheidung haben wenn es wirklich gefährlich wird. Aber dann braucht es auch vernünftige Gründe. Nur, dass der 5 m-Turm 2 m höher ist als der 3er hätte meinem großen niemals ausgereicht. Wenn ich ihn aber hätte überzeugen können, dass es zu gefährlich ist, dass man mit Bauchplatscher ins Wasser kommt und dadurch was auch immer passieren kann hätte es ihn unter Umständen überzeugt. Aber normalerweise wissen die Kids schon ganz gut selbst, was sie sich zutrauen können. - Und wenn sie später entscheiden, auf die fahrende S-Bahn zu springen ... dann liegt das sicher nicht daran, dass sie in der früheren Kindheit zuviel Ehrgeiz hatten oder nicht rechtzeitig gebremst worden wären. - Für mich eher im Gegenteil. Alles was verboten wird hat doch einen großen Reiz, es doch zu probieren.
| Zitat: |
| Wäre es nicht besser es würde mal lernen, die Latte war zu hoch? Es braucht alles seine Zeit. |
Genau das wird sie aber erst lernen, wenn sie mit ihren Plänen mal selbst scheitert. Solange sie ihr Ziel erreicht (das Schwimmabzeichen) war die Latte nicht zu hoch.
| Zitat: |
| Welche Disko läßt sie mit 13 lange rein, weil die anderen es dürfen? Wo kommt der Führerschein mit 15 her, die anderen können es ja auch. |
Na hier hat man stichhaltige Argumente. Der Jugendschutz verbietet es. Aber so einfach ist das auch nicht immer. Mein 13-jähriger hatte die letzten Tage nirgendwo ein Problem, als sie mit einigen Klassenkameraden und den Austauschschülern abends in der Stadt unterwegs waren. Sein Glück - er wirkt mit seiner Größe + Pubertätsspuren im Gesicht locker wie 15 oder 16. Den Führerschein verbietet spätestens die Fahrschule wenn man Mama nicht glaubt.
| Zitat: |
| Das Kind hat bereits mehrfach gelernt, wenn ich Grenzen überschreite, sind alle stolz auf mich, aus meiner Sicht mehr als bedenklich. |
Echt? Wann denn?? Wer definiert denn die Grenze?
| Zitat: |
| Die Kinder sind ein Spiegel von uns selbst, wer treibt hier wen an? |
So ähnliche Sätze habe ich früher von anderen Müttern gehört und war oft richtig verunsichert. Da war es aber im Bezug auf Lesen, Schreiben und Rechnen bei meinem Großen. - "Der tut das doch nur, damit er von dir gemocht wird, weil du das erwartest. Behandle ihn doch einfach wie ein Kind!" Aber das stimmte nicht. ER wollte das selbst, er war einfach so weit. Nur weil andere länger brauchen gilt das nicht für alle Kinder. Mein Kleiner war dann später ganz anders, hatte kein Interesse an lesen, ... und es war einfach gut so.
Sorry - musste mich grad mal aufregen
Liebe Grüße
Conny
die verzweifelt den früheren Ehrgeiz vom Großen sucht.  _________________ Ein Tag ohne ein Lächeln ist ein verlorener Tag
Biene Maja |
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kerstin4 Sponsor
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.02.2006 Beiträge: 1814 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 24.04.2008, 12:30
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Huhu,Conny
LG Kerstin _________________ auch der längste Weg fängt mit einem einzigen Schritt an
Kerstin4 |
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Heike gest. im Oktober 2011

Anmeldungsdatum: 09.11.2005 Beiträge: 3520 Wohnort: Südthüringen
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Verfasst am: 24.04.2008, 12:34
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Hallo Conny,
LG Heike _________________ Am Ende des Weges mag der Pessimist recht bekommen, aber unterwegs hat es der Optimist leichter.
Otto Ernst (1862-1926) |
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Island
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.03.2007 Beiträge: 205 Wohnort: BW
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Verfasst am: 24.04.2008, 12:40
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Hallo Conny
ich hoffe du regst dich nicht zu arg auf. Das Schwimmabzeichen hat sie nicht erreicht, das tauchen wurde nämlich nicht mehr durchgeführt. Damit würde sie hier ihr Schwimmabzeichen nicht bekommen.
Wenn ein Kind mit den letzten Kräften das Ziel erreicht, ist es zwar da aber auf Kosten der Gesundheit.
Das der Puls in einem anderen Bereich bei dem Kind liegen kann, geb ich Dir recht, aber wurde das vorher überprüft?
Ich werde meinen Kind nie verbieten auf S-Bahnen zu springen, aber sie selber wird es sich hoffentlich verbieten, da sie ihre Grenzen dann noch einzuschätzen weiß und nicht auf der Suche nach einenm neuen Kick ist, der ihr die Erfüllung bringt und dabei über ihre eigenen Grenzen springt. Das hat sie dann nämlich noch immer nicht gelernt.
Du darfst dich weiter aufregen.
Island |
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kerstin4 Sponsor
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.02.2006 Beiträge: 1814 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 24.04.2008, 12:54
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Ich glaube, hier spielt gerade eine wesentliche Rolle, dass Island ein Kind zu Hause hat, dem bei weitem nicht die Dinge zutrauen mag,die z.B. ich meinen Kindern mittlerweile zutraue, ja, es sogar wahrscheinlich für fahrlässig hält, was ich sie so alles machen lasse .Beim ersten Kind ist man meiner Meinung nach einfach viel vorsichtiger und ängstlicher. Meine Tochter durfte vieles eher, als der Bruder, obwohl sie knapp 2 Jahre jünger war, genauso ist es bei den anderen Geschwistern gelaufen. Sicher nicht gerecht, aber meine "Erfahrung", was man Kindern zutrauen kann, ist einfach gewachsen.
Mutmaßungen helfen hier auch nicht weiter, das Abzeichen hat sie, da das Tauchen bereits "abgehakt" war in einer der Stunden davor, wusste ich aber auch bis heute früh nicht.
Pulskontrollen werden regelmäßig auch in den normalen Schwimmstunden durchgeführt.
Ich stimme Moffi zu, dass ich an Madita recht hohe Erwartungen habe, mich zwar bemühe, sie das nicht ständig merken zu lassen, aber es wird abfärben. Ich werde da versuchen, mich noch mehr zurücknehmen.
ABER es ist ein sehr ehrgeiziges Menschlein, das gerade dabei ist, seine Grenzen auszutesten. Und gestern hat sie zumindest eine Grenze gesehen, wenn auch wohl nicht erreicht, da sie ja gerne noch getaucht wäre . Aber nur so kann sie sie kennenlernen, nicht indem ich ihr sage, dass ihre Grenze schon erreicht ist und sie bremse.
Ich glaube schon, dass sie mittlerweile eine gute Selbsteinschätzung hat, das zeigt sich auf etlichen anderen Gebieten. Werde aber ein wachsames Auge auf ihre weiteren Pläne haben.
Und nun hört auf euch aufzuregen,dem Kind geht es hervorragend heute, ist gut drauf, wohlgelaunt und ausgeglichen!
Lieben Gruß
Kerstin _________________ auch der längste Weg fängt mit einem einzigen Schritt an
Kerstin4
Zuletzt bearbeitet von kerstin4 am 26.04.2008, 12:08, insgesamt einmal bearbeitet |
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NinaHH Sponsor 2010/2011
Anmeldungsdatum: 24.01.2007 Beiträge: 1033 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 24.04.2008, 13:40
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| Moffi hat folgendes geschrieben: |
Außerdem möchte ich Dich ermutigen, im Hinblick auf den Ehrgeiz und das "unter-Druck-setzen" Dich auch selbst ein bisschen zu beobachten. Natürlich "pushst" Du Deine Tochter nicht in dem Sinne, dass Du sie gegen ihren erklärten Willen zu irgendwelchen Dingen zwingst. Ich merke aber bei mir selbst, dass ich schon gewisse (sehr hohe) Erwartungen an meine Tochter habe und ihr das auch (wenn nicht direkt, dann durch meine Reaktionen, Fragen, etc...) irgendwie vermittle. (Das betrifft bei mir komischerweise nur meine Tochter, bei meinem Sohn bin ich da sehr viel entspannter.) Natürlich kann man nicht aus seiner Haut und diese Erwartungen einfach ablegen. Ich versuche aber wenigstens ein bisschen gegenzusteuern, es mal laufenzulassen und nichts zu sagen, oder nicht-leistungs-bezogenes Verhalten (einfach nur herumalbern, in die Luft schauen, gar nichts tun) nicht durch irgendwelche Vorschläge zu "sinnvolleren Beschäftigungen" zu stören.... (fällt mir manchmal echt schwer!)
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Hallo Karin, da haben wir ja wieder eine Parallele. (Hattest Du gelesen, was ich ein paar Posts weiter oben geschrieben hatte?). Ich merke auch, dass ich ohne es zu wollen Druck auf mein Töchterchen ausübe - und habe auch mit dem Sohn überhaupt nicht das Gefühl. Liegt vermutlich entweder daran, dass man die Tochter eher mit sich selbst identifiziert oder dass Söhnen generell etwas mehr an Faulheit, Wildheit, Theorieuninteressiertheit etc . zugesteht.
Ich arbeite weiter dran und versuche aufmerksam zu bleiben.
@Kerstin: schön, dass alles wieder im Lot ist und das Kindchen vergnügt!
Liebe Grüße von Nina |
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Moffi Sponsor 2010/2011
Anmeldungsdatum: 29.03.2005 Beiträge: 2070
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Verfasst am: 24.04.2008, 19:23
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@ Nina: Ja, das hatte ich schon gelesen und wollte schon sowas schreiben wie "genau wie bei uns!", hab mich dann aber nicht getraut, den thread zu shreddern... Shredder ich eben hier... (Tschuldung, Kerstin!) Vielleicht liegt es auch daran, dass man ja angeblich das erste Kind eher leistungsorientiert erzieht und die anderen mehr sich selbst überlässt? Mir fällt es in letzter Zeit schon sehr auf, wie unterschiedlich ich die beiden behandle. Ich versuche, etwas gegenzusteuern, weil es ja beiden gegenüber ungerecht ist - das eine Kind wird ständig unter Druck gesetzt, vom anderen erwartet man erst gar nichts und nimmt sich auch nicht die Zeit, gewisse Dinge mit ihm einzuüben. (Naja, ganz so schlimm ist es bei uns nicht, aber es geht schon in die Richtung...)
@ Kerstin: Wir haben uns doch gar nicht aufgeregt! Du darfst Dich aber auch nicht zu sehr ärgern - ist doch klar, dass so einem Post bei manchen einen wunden Punkt trifft und sie entsprechend gereizt reagieren... Ich glaube jedenfalls auch, dass man seine Grenzen nur kennenlernt, wenn man manchmal wenigstens ein bisschen daran kratzt. Madita weiß jetzt jedenfalls, wie man sich nach so einer Aktion fühlt und kann dann das nächste Mal entscheiden, ob sie diesen Preis wieder zahlen will.
Lg
Karin |
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grünergeist Quiz-Gewinnerin

Anmeldungsdatum: 21.05.2005 Beiträge: 2644
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Verfasst am: 24.04.2008, 20:24
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Bei Distanzpferden ist der Einsatz so gereglt, daß der hohe Puls einfach Punktabzüge bringt und bei Zwischnkontrollen gibts verordnete Ruhezeit, d.h. ein schlecht aufgebautes Pferd gewinnt nicht oder es wird abgebrochen. aber da steht ja auch der Tierschutzgedanke im Vordergrund. _________________ Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen. [George Orwell]
grünergeist |
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Chaosbande
Anmeldungsdatum: 14.02.2008 Beiträge: 136
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Verfasst am: 25.04.2008, 10:44
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Na ja da lob ich mir doch unsere Schwimmlehrer, die so etwas nicht mitmachen würden.
Hier gibt es das Abzeichen nur, wenn alle Anforderungen in einer Trainingsstunde gemacht werden - also hintereinander und soweit war sie eben noch nicht.
Auch die Erfahrung es noch nicht zu schaffen, kann für die Kinder lehrreich sein und einen neuen Motivationsschub bringen. Länger an einer Sache dranbleiben, kurz vor dem Ziel scheitern und trotzdem nicht den Mut verlieren, sondern beim nächsten Mal einen neuen Versuch starten, das wären Dinge gewesen, die sie hier hätte erfahren können.
Das Verhalten der Trainer finde ich mehr als seltsam, unser Professor schwimmt mittlerweile 3,5 Jahre wettkampfmäßig und da ist nie ein Trainer im Wasser. Pulskontrollen gibt es bei jedem Training, dadurch ist bekannt, wie weit jedes Kind gehen kann ...
Ach so er wurde damals beim Seepferdchen 3 m vor dem Ziel herausgeangelt - nicht weil eine Gefahr für ihn bestand, sondern weil die Kraft nachließ und die Schwimmbewegungen nicht mehr ganz korrekt waren. Ich glaube, daraus hat er mehr gelernt, als wenn die Lehrerin ihn die 3m hätte weiterschwimmen lassen. Das Abzeichen gab es eben beim nächsten Mal - er war da übrigens noch 4.
Und ehrlich gesagt, glaube ich auch, dass Du zu hohe Anforderungen stellst und Deine Erwartungen auf sie projezierst. _________________ LG Martina mit zerstreutem Professor, fleißigem Prinzesschen, Käfer- und Dinoforscher und Murkelchen |
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oesb Sponsor 2010/2011

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.07.2007 Beiträge: 1535 Wohnort: Wankendorf
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Verfasst am: 25.04.2008, 16:12
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Kerstin habe ne pm geschrieben _________________ LG Oesb
mein Steckbrief
Bitte beachtet auch die Stammtischdaten für Hannover! Immer der erste Sonntag im ungeraden Monat!!! |
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Moffi Sponsor 2010/2011
Anmeldungsdatum: 29.03.2005 Beiträge: 2070
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Verfasst am: 25.04.2008, 17:48
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| Hallo Kerstin, ich auch, lG Karin |
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