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Zauberlotti
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.08.2008 Beiträge: 68 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 23.10.2008, 11:26
Titel: neue gesamtschule od. alteingesessene realschule? |
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hallo ihr!
ich kann mein grübeln einfach nicht abstellen, auch wenn ich vom kopf her weiß, dass eine entscheidung noch zeit hat.
sohni ist nun in der 4. und wir stehen nächstes jahr vor der weiterführenden schulwahl. da wir aus niedersachsen kommen, müssen wir uns an die bezirksgrenzen halten und haben pro schulform jeweils nur eine schule zur auswahl, also 1 haupt-, 1 real-, 1 gesamtschule und 1 gym.
zur debatte stehen die realschule und die gesamtschule, die jetzt noch haupt- und realschule ist und zum schuljahr 2009/2010 in eine gesamtschule umgewandelt wird. gymnasium ist für sohnemann zuviel druck.
gesamtschule (IGS) ist hier im moment total "in". muss ich jetzt mal so ausdrücken. die IGS (mit sehr gutem ruf und eigener gymnasialer oberstufe in anderem gebäude), die hier schon seit 17 jahren besteht, kann 100 neue 5. klässler aufnehmen und hatte letztes jahr über 500 anmeldungen.... deshalb werden für das kommende schuljahr auch 3 haupt-realschulen in gesamtschulen umgewandelt, so fällt die "alte" IGS aber nicht mehr in unseren schulbezirk.
nun saßen mein mann und ich letztens bei einem infoabend, in der alle schulen kurz vorgestellt wurden. wir kamen uns eher vor wie in einer verkaufsveranstaltung. jeder schulvertreter prahlte mit den vorzügen der jeweiligen schule, besonders die der haupt- und der realschule, denn mit der neuen gesamtschule werden sie schüler verlieren.
wir schwanken jetzt zwischen gesamt- und realschule...naja, ich schwanke, mein mann lehnt die realschule rein vom gefühl her ab. die rektorin ist ihm absolut unsympatisch - sollte vielleicht nicht das oberste kriterium sein... gymi fände er auch nicht schlecht, was kognitiv für sohni ok wäre, aber aufgrund seiner momentanen schuleinstellung (bloß nicht anstrengen) und seinem geringen selbstbewusstsein (ich bin eh zu blöd) wahrscheinlich nach hinten losginge.
ich tendiere zur IGS, da er dort die möglichkeit hätte, sich ohne zuviel leistungsdruck zu entwickeln. die theorie des schulkonzepts ähnelt sehr der bereits existierenden IGS, aber an einer neu eingerichteten schule muss sich ja erst jede menge einspielen. allerdings sind die lehrer vom konzept überzeugt und hochmotiviert. ich stell die schulen mal gegenüber:
IGS
- würde mit den 5. klassen starten, die höheren klassen werden weiter als haupt- und realschüler unterrichtet. in den nächsten jahren werden so IGS-klassen auf- und haupt-realschulklassen abgebaut.
- gemeinsamer, aber individualisierter unterricht in klasse 5/6 in allen fächern (also alle kinder von der haupt- bis zur gym-empfehlung)
- ab klasse 7 leistungskurse wahrscheinlich zunächst in mathe, ab klasse 8 in deutsch, ab klasse 9 in naturwiss. fächern
- ob es von kl. 5 - 8 zensuren oder lernentwicklungsberichte gibt, ist noch offen
- kein sitzenbleiben
- 2. fremdsprache möglich (französisch, als 3. evt. spanisch, aber kein latein)
- ganztagsschule mit nachmittagsangebot
- besondere projekte kenne ich noch nicht
- lehrer aller schulformen unterrichten (umstrukturierung kollegium)
- individuelle förderung des sozialverhaltens (extra sozialpädagogin)
- alle abschlüsse möglich, für's abi aber auf eine oberstufe einer anderen schule wechseln
- nur mit bus oder eltern-taxi zu erreichen
real:
- üblicher unterricht, nicht sehr individuell
- unterricht bis mittags
- alle 2 jahre klassenlehrerwechsel (kann ja auch positiv sein...)
- 2. fremdsprache französisch + frankreichaustausch (9./10. klasse)
- konzepte zur gewalt- und drogenprävention (noch recht frisch)
- projekte: geschichtswerkstatt, schulband, chor
- starke zusammenarbeit mit örtlichen betrieben und dem gym, daher seit 3 jahren: ALLE schüler des abschlussjahrgangs einen ausbildungsplatz oder in gym. oberstufe (die dort sehr gut zurecht kommen)
- schule im ort
und was möchte sohnemann?
mit der realschule hat er sich noch gar nicht beschäftigt. gymi fände er gut, weil dort kumpels bereits sind, IGS findet er gut, weil's keine hausaufgaben gibt...
so, jetzt ist's aber gut...hilft schon, wenn man seine gedanken mal so aufschreibt. auf eure ansichten bin ich trotzdem gespannt.
LG
Mo |
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jutta Sponsor
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.05.2005 Beiträge: 4602 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 23.10.2008, 13:54
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Hallo!
Ich habe auch einen nicht anstrengungsgewohnten 4. Klässler. Auch Gesamtschule habe ich schon mal angedacht, habe aber absolut kein Lust, ihn auf die zuständige zu schicken (aussuchen geht leider nicht). Ich habe mit ihm ein Gym besichtigt und da will er hin. Dass er dort richtig viel arbeiten muss, ist ihm klar. Aber er will es versuchen und da ich weiß, dass er kognitiv auch kann, werden wir es auf jeden Fall so machen. Nach unten weiterreichen kann jede Schule, aber hochgehen ist immer noch schwieriger.
Schaut euch euer Gym doch gemeinsam an und beobachte deinen Sohn dabei. Die Anstrengungsbereitschaft wächst sicher auf einer Schule, die man besuchen möchte.
Das wäre mein Rat.
Jutta _________________ Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
Einstein (3/93) und Napoleon (3/99) |
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Idefix
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.09.2005 Beiträge: 473 Wohnort: Wien
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Verfasst am: 24.10.2008, 14:14
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Ich denke auch, dass die Anstrengungsbereitschaft mit der Aufgabe wächst. Wenn dein Sohn eine Empfehlung fürs Gym bekommt, würde ich mir das Gymnasium auch mit ihm anschauen und ihn dorthin schicken, wenn er es will.
LG Idefix _________________ Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. (Albert Einstein)
Idefix |
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