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Chaos Sponsor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.05.2007 Beiträge: 1170 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 25.11.2008, 12:24
Titel: Ferienzeiten in einer integrativen Kita |
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Hallo Ihr Lieben!
Unsere Kita hat in der letzten Woche in einem Elternbrief mitgeteilt, dass beabsichtigt ist, die Einrichtung in den nächsten Sommerferien nur für zwei anstelle der bisher drei Wochen zu schließen. Die endgültige Entscheidung soll bis zum 28.11.08 getroffen werden. So weit, so elternfreundlich.
Allerdings ist die Schließungszeit für die dritte und die vierte Ferienwoche, also genau in der Mitte der Ferien, geplant. Ich habe in einem offenen Brief an die Kita-Leitung meine Bedenken geäußert. Nach meiner Kenntnis, und so wird es auch auf meiner Arbeitsstelle gehandhabt, kann man als Arbeitnehmer entweder am Anfang oder am Ende der Ferien bis zu drei Wochen Urlaub bekommen. Also bin ich gezwungen, mein Kind in einer der Ferienwochen in einer Einrichtung unterzubringen, die weder ich noch mein Kind kennen. Ich rechne damit, dass mein Sohni das nicht gerade freudestrahlend akzeptieren wird, eher wird er morgens ein Riesentheater machen und völlig durch den Wind sein...mit Recht, wie ich meine. Weil ich auch andere Eltern auf die Problematik aufmerksam machen wollte, habe ich den Brief gestern morgen am schwarzen Brett ausgehängt und eine Durchschrift beim Träger abgegeben. Gestern nachmittag war mein Aushang verschwunden. Weil es schon so spät war, konnte ich auch mit niemandem mehr sprechen, der etwas zu sagen hatte, die Leiterin der Kita war praktischerweise krank.
Heute morgen erklärte mir die stellvertretende Leiterin, sie sei "vom Träger angewiesen" worden, den Aushang zu entfernen. Darüber hinaus sei ich ohnehin die Einzige, die mit der geplanten Regelung ein Problem habe. Ich merkte an, dass es nicht im Sinne einer integrativen Einrichtung sein könne, wenn die Kinder hin und her geschoben würden, nur, damit sie irgendwie untergebracht seien. Außerdem habe mir eine Elternrätin gesagt, dass der gesamte Elternrat gegen die Ferienregelung sei, bei den Beratungen aber völlig missachtet würde. Klar, bei den Beratungen gilt die 2/3-Mehrheit, da wird der Elternrat überstimmt.
Ich bin ziemlich geladen, wie Ihr vielleicht merkt.
Wie kann ich die Kita dazu bringen, die Interessen der Eltern nicht so völlig außer Acht zu lassen?
Wütende Grüße _________________ Chaos
mit Sohn 1 (07/00) Sohn 2 (02/04) |
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Tar-Miriel Sponsor 2010/2011

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.03.2005 Beiträge: 5260 Wohnort: Südhessen
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Verfasst am: 25.11.2008, 13:43
Titel: |
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Hallo Chaos,
aus meiner Erfahrung in 7 Jahren Elternbeirat und Stadtelternbeirat einer Kita in städtischer Trägerschaft, kann ich nur sagen: "Schwierig!!!"
Man hat als Elternbeirat hier wirklich nur beratende Funktion und keinerlei Entscheidungsbefugnis. Leider sind die viele Entscheidungen nicht so transparent, dass man die Hintergründe dieser Maßnahme erkennt.
Das Problem ist vermutlich, dass 6 Wochen sich nur in 3 Blöcke à 2 Wochen teilen lassen und irgendjemand bekommt dann halt den Schwarzen Peter des Mittelblocks. Wenn das von oben herunter so verordnet wird, haben die Eltern leider wenig zu sagen. Da kann man höchstens etwas dagegen unternehmen, wenn man das Team ins Boot holt, aber wer weiß, vielleicht sind die ja ganz angetan von dieser Ferienregelung?
Die Sommerschließzeiten und ein freier Nachmittag für Fortbildung pro Monat, in denen die Kita auch geschlossen hatte, waren bei uns auch immer Steine des Anstoßes.
Im nächsten Jahr seid ihr dann vermutlich in einem anderen Block, auch wenn Dir das dann vielleicht nichts mehr nützt - habe das Alter Deines Kita-Kindes gerade nicht im Kopf.
Sorry, dass ich Dir da nichts Positives dazu sagen kann.
Liebe Grüße
Tar-Miriel _________________ "Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht." - Aus Sambia
Tar-Miriel |
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Chaos Sponsor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.05.2007 Beiträge: 1170 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 25.11.2008, 14:30
Titel: |
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| Tar-Miriel hat folgendes geschrieben: |
| Das Problem ist vermutlich, dass 6 Wochen sich nur in 3 Blöcke à 2 Wochen teilen lassen und irgendjemand bekommt dann halt den Schwarzen Peter des Mittelblocks. Wenn das von oben herunter so verordnet wird, haben die Eltern leider wenig zu sagen. |
Das mag in einem Regelkindergarten ja auch in Ordnung sein. Vielleicht habe ich in den integrativen Gedanken einfach zu viel hineininterpretiert.... Nach wie vor finde ich es aber eine Zumutung für die Kinder und die Eltern, denn das Ganze wird ja, weil die Schließungszeit von drei auf zwei Wochen verkürzt wird, als besonders berufstätige-Mütter-freundlich verkauft.
Man sagte mir auch, dass viele Mütter die neue Regelung begrüßen würden. Als ich genauer nachfragte und auch Namen aufzählte, musste ich feststellen, dass die Mütter, die die neue Regelung begrüßen, zum großen Teil überhaupt nicht berufstätig sind. Es sind vielmehr diejenigen, die, obwohl sie zu Hause sind, die Öffnungszeiten der Kita (zurzeit von 7.30 - 17.00) voll ausnutzen.
Tut mir ja leid, aber so nötig habe ich es nicht, meine Kinder loszuwerden... Ich versuche trotz meines engen Zeitplanes immer, die Kinder so früh wie möglich abzuholen, damit ich wenigstens ETWAS Zeit mit ihnen verbringen kann
Wie auch immer, ich sollte mich wohl abregen, Baldrian liegt schon bereit.....ommm....ommm....ommmmm _________________ Chaos
mit Sohn 1 (07/00) Sohn 2 (02/04) |
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Atti Sponsor
Anmeldungsdatum: 08.06.2005 Beiträge: 291 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 01.12.2008, 10:22
Titel: |
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| Zitat: |
| Also bin ich gezwungen, mein Kind in einer der Ferienwochen in einer Einrichtung unterzubringen, die weder ich noch mein Kind kennen. Ich rechne damit, dass mein Sohni das nicht gerade freudestrahlend akzeptieren wird, eher wird er morgens ein Riesentheater machen und völlig durch den Wind sein...mit Recht, wie ich meine. |
Hallo,
bei uns gab es auch immer 3 Wochen Ferienzeit. Im letzten Kiga Jahr vor Rübes Einschulung waren diese 3 Wochen im Juli und ab 1.August hatte sie keinen Kiga Platz mehr, aber noch weitere 3 Wochen Ferien bis Schulbeginn. Sie ist dann 3 Wochen in einen anderen Kiga gegangen, durchaus mit morgentlichem Gezeter. Ich habe festgestellt, daß der Ferienkiga wesentlich bessere Arbeit leistete als unserer. Rübe ist nach 1 Woche auch wirklich gerne hingegangen, auch wenn´s erst schwer fiel sich an die neuen Gegebenheiten zu gewöhnen. Vielleicht ist es für euch (Mutter und Sohn) ja auch eine Chance einen kleinen Einblick in eine andere Kita-Welt zu bekommen und sei´s nur um festzustellen, wie gut die eigene Einrichtung ist.
lG
Atti _________________ Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. |
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starkejungs Sponsor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.10.2006 Beiträge: 5625 Wohnort: BW
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Verfasst am: 01.12.2008, 10:57
Titel: |
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Hallo,
also bei uns ist das folgendermaßen geregelt:
2 KiGä am Ort, die 1. und letzte Sommerferienwoche haben beide noch geöffnet, dann machen sie jeweils 2 Wochen zu- und die Kinder des geschlossenen dürfen in den anderen gehen- ohne Aufpreis.
Das bedeutet- Urlaub nehmen MUSS niemand. Die Vorschulkinder können in der Zeit gegen anteilige Bezahlung noch an dieser Regelung teilnehmen.
Sie haben das (von der Stadt aus) so geregelt, dass die Eltern nicht gezwungen sind, zur Hauptreisezeit in Urlaub fahren zu müssen.
Und: die SOmmerferien sind doch gute 6 Wochen, die Kindergärten in der Nachbarstadt haben es so geregelt,dass diese Wochen alle abgedeckt sind. Es kann doch nicht sein,dass Betrieben die Angestellten nur in den 1. oder letzten 2 Wochen in Urlaub lassen. Nicht jeder will oder DARF 3 volle Wochen in Urlaub gehen und so den (fast) kompletten Jahresurlaub verbraten. ALso, bei uns im Bekanntenkreis ist das in den Betrieben nicht so üblich. Die Kollegen müssen sich absprechen. Auch in großen Betrieben.
Hätten sie bei euch die 2.+3.Woche geschlossen, würden vielleicht die laut , die in den Sommerferien nur 2 Wochen in Urlaub dürfen- das ist nämlich im Handel oft so.
Grüßle Steffi |
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Chaos Sponsor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.05.2007 Beiträge: 1170 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 01.12.2008, 11:24
Titel: |
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Nun, vielleicht haben wir in unserer Kita nicht viele, die im Handel arbeiten, jedenfalls kenne ich niemanden (und dabei ist die Elternschaft überschaubar). Die berufstätigen Mütter, mit denen ich gesprochen habe, arbeiten auch in Betrieben, die die von mir beschriebene Regelung bevorzugen, vielleicht ist das eine Besonderheit in unserer Gegend.
Grundsätzlich habe ich auch nichts dagegen, Sohni in eine andere Einrichtung zu bringen, habe aber doch arge Bedenken, wenn sich die Unterbringung zwangsweise auf eine Woche beschränkt.
Den Einschulungsfall wie bei Dir, Atti, haben wir ja zurzeit noch nicht, Kleinsohn kann nach der Schließungszeit nach wie vor in den gewohnten Kindergarten gehen. Das Angebot, den alternativen Kindergarten über die zwei Wochen der Schließungszeit unserer Kita hinaus zu nutzen, besteht auch nicht. Und eine Woche ist ja ohnehin abgedeckt. _________________ Chaos
mit Sohn 1 (07/00) Sohn 2 (02/04) |
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Franziska
Anmeldungsdatum: 16.03.2005 Beiträge: 916
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Verfasst am: 02.12.2008, 10:08
Titel: |
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Hallo Chaos,
ich kenne keine einzige KiTa, die in der Mitte der Ferien geschlossen ist.
Das ist totaler Blödsinn -
Die verschiedensten KiTas meiner Kinder hatten immer die ersten 2 oder 3 Wochen oder aber die letzten 2 oder 3 Wochen geschlossen.
Unabhängig davon, ob die Stadt oder eine andere Einrichtung/Institution der Träger ist, sprechen sich die Kindergärten seit einigen Jahren untereinander ab und übernehmen jeweils die Kinder eines anderen Kindergartens, wenn dieser geschlossen hat.
Auch wenn Euer Träger nicht die Stadt ist, könntest Du Dich an diejenigen wenden, die bei der Stadt für die korrekte Betreuung der Kinder verantwortlich sind. Ich glaube, im Zweifelsfall haben die ein Wörtchen mit zu reden.
Die Kommunen erhalten Gelder vom Land, um die Kitas zu unterstützen und u.a. ist es die Aufgabe des JAs, im Blick zu behalten, dass die Einrichtungen die zugrundeliegenden Gesetze sinnvoll berücksichtigen und
der Betreuungsanspruch erfüllt wird.
U.U. muss Dir das JA eine Tagesmutter finanzieren, wenn die KiTabetreuung nicht ausreicht. Leicht vorstellbar, dass dort eine einfachere und ansonsten funktionierende Lösung bevorzugt werden würde.
Ruf doch mal dort (bei der Stelle, von der Du Deinen Kostenbescheid bekommst) an oder besuch Eure Jugendschutzbeauftragte.
Die heißt nur so, ist aber auch für den Kinderschutz in der Kommune zuständig und damit auch für Betreuungsangelegenheiten, wenn sie ein Kind davor schützen, auf der Straße rumzuhampeln, während Mama arbeiten muss.
Da es ja noch Oster- und Weihnachtsferien gibt, wundert es mich eh, wieso Eure Erziehrinnen im Sommer 4 Wochen Urlaub machen können.
(Sind die alle über 60 und haben entsprechend hohen Urlaubanspruch?
)
Hier haben die Erzieherinnen im Sommer überall nur 2 Wochen frei. Eine dritte Woche wird in manchen KiGas zur "Grundreinigung" geschlossen. Dannn sind die Erzieher aber anwesend und putzen.
Gruß Franziska |
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Chaos Sponsor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.05.2007 Beiträge: 1170 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 02.12.2008, 10:34
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| Franziska hat folgendes geschrieben: |
Da es ja noch Oster- und Weihnachtsferien gibt, wundert es mich eh, wieso Eure Erziehrinnen im Sommer 4 Wochen Urlaub machen können.
(Sind die alle über 60 und haben entsprechend hohen Urlaubanspruch?
)
Hier haben die Erzieherinnen im Sommer überall nur 2 Wochen frei. |
Jetzt muss ich die Kita trotz allem mal kurz verteidigen . Sie wollen ja keine vier, sondern nur zwei Wochen schließen, nur halt ausgerechnet in der Mitte der Ferien. Osterferien gibt es in unserer Kita nicht, und Weihnachtsferien nur "zwischen den Tagen". Von daher sind die schon sehr elternfreundlich.
Heute morgen habe ich mit der Leiterin gesprochen, und auf meinen Brief hin und den mindestens einer weiteren Mutter wird nun noch einmal der tatsächliche Bedarf abgefragt. Man sei bei der Ferienplanung nicht auf die Idee gekommen, im nämlichen Zeitraum zu schließen sei ein Problem für manche Eltern. Daher sei man für die Anregungen dankbar.
Mal sehen, was dabei rauskommt. Ich denke, man will nun erst einmal die Wogen glätten und dann doch so entscheiden, wie es von vornherein geplant war..... _________________ Chaos
mit Sohn 1 (07/00) Sohn 2 (02/04) |
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Jojoni
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.01.2007 Beiträge: 264 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 17.12.2008, 20:30
Titel: |
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Unser Kindergarten hatte im letzten Sommer die 3.-5. Woche geschlossen.
Bei us ist es eigentlich auch üblich entweder die ersten 3 oder die letzten Wochen Urlaub zu bekommen.
Ich habe einige Gespräche mit meinen Kollegen geführt und im Endeffekt hatte niemand ein Problem damit, dass ich diese Zeit genommen habe. Im Gegenteil, sie waren dankbar dafür, dass ich zeitversetzt ging, da zu Beginn der Ulaubszeit einige Kollegen krankheitsbedingt ausfielen.
Man kann es nie allen recht machen, also muss man die Dinge eben manchmal einfach so nehmen wie sie sind. Wir sind übrigens auch ein integrativer Kindergarten und manchmal stecken die Kinder einiges besser weg, als wir vermuten.
LG Jojoni |
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