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Lakritze
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.11.2008 Beiträge: 36
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Verfasst am: 05.12.2008, 08:27
Titel: Gedankenexperiment... |
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Hallo,
ich möchte Euch einladen zu einem Gedankenexperiment. Was glaubt Ihr, wie hätten Eure Kinder reagiert, wären sie Kind B?
Es gibt 2 Kinder:
A: hb, ausgetestet, bestätigt, sehr auffällig (positiv auffällig) in der hb.
B: hb, ungetestet, unauffällig, keine besondere Inselbegabung
Beide kommen zusammen in Klasse 1, kennen sich nicht. Kind A bekommt von Anfang an Sonderbehandlung auf Grund der hb: Extraförderung, Extraaufmerksamkeit, usw.
Kind B, da unerkannt, wird nicht weiter beachtet, läuft in der Klasse einfach so mit.
Nun meine Frage: Was glaubt Ihr, wie (euer) Kind B kurz- mittel- und langfristig auf diese Situation reagiert?
Lieben Dank an alle die mitmachen,
Eure Lakritze |
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kati*
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.01.2008 Beiträge: 92 Wohnort: OWL
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Verfasst am: 05.12.2008, 08:45
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Hallo,
F. würde komplett dicht machen und langsam untergehen.
Bei uns ist ja in der Klasse eh gar nichts grn derzeit und so reagiert sie jetzt auch schon.
LG Katrin
Ist das bei euch in einer Klasse so? _________________ Liebe Grüsse,
Katrin |
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morlis

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.04.2008 Beiträge: 485 Wohnort: BaWü
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Verfasst am: 05.12.2008, 10:34
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| Mein Kind B würde psychosomatisch reagieren (Bauch- / Kopfweh), hätte keine Lust mehr in die Schule zu gehen und/oder würde irgendwann den Klassenkasper geben. |
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Moffi Sponsor 2010/2011
Anmeldungsdatum: 29.03.2005 Beiträge: 2070
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Verfasst am: 05.12.2008, 10:41
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Mein Kind B würde sich ärgern und zurückgesetzt fühlen, das aber auf die Blödheit der Lehrerin zurückführen und einfach weitermachen wie bisher.
Äh, woher weiß man eigentlich, dass Kind B hochbegabt ist, wenn es nicht getestet ist?
LG
Karin |
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Julie Sponsor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.02.2008 Beiträge: 427 Wohnort: Kölle
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Verfasst am: 05.12.2008, 10:54
Titel: |
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Ich glaube mein Kind B würde sich nicht beschweren , einfach so mitmachen und die Freizeit auf dem Sofa verbringen und nichts tun. Wenn sie sich wirklich unwohl fühlen würde, würde sich noch zusätzlich ihre Haut verschlechtern.
Alles nur Vermutung.
Gruß
Julie _________________ Julie mit
Madame (11/00) und der Knolle (11/02) |
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sun Queen of yellowpress, Sponsor

Anmeldungsdatum: 03.03.2005 Beiträge: 2614 Wohnort: Rheinland
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Verfasst am: 05.12.2008, 10:56
Titel: Re: Gedankenexperiment... |
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Ich hätte hier unterschiedliche Kinder B anzubieten:
B1 würde still bleiben, sich selbst anzweifeln (natürlich kann man niiiiiie im Leben so toll sein wie Kind A!), sich ein bisschen langweilen und ab und zu mit Bauchschmerzen zuhause sein.
B2 würde versuchen, sich mit A zu messen, behaupten, er sei in einigen Bereichen genauso gut wie A, ansonsten aber faul sein und und andere Hobbies haben. _________________ LG sun mit Naseweiß (*3/9 , PeterPan (*6/99) und TigerLily (*6/05) |
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Chaos Sponsor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.05.2007 Beiträge: 1170 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 05.12.2008, 10:57
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Auf Großsohn passt kein einziger Punkt von Typ B, daher kann ich dazu nichts sagen.
Kleinsohn würde sich an die Situation anpassen und wahrscheinlich zufrieden sein (hoffe ich) . Evtl. würde er sich an das geförderte Kind anhängen und mit ihm mitlernen. Merken würde sicher niemand etwas davon. _________________ Chaos
mit Sohn 1 (07/00) Sohn 2 (02/04) |
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Brigitte die mit Frau Google tanzt, Sponsor
Anmeldungsdatum: 01.07.2005 Beiträge: 974 Wohnort: Franken
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Verfasst am: 05.12.2008, 10:59
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Nun - es soll Hb Kinder geben, die auch ohne Auffälligkeiten in einer Regelklasse ohne Früheinschulung und Überspringen durchaus klar kommen
Mein Kind (groß) würde wohl eher mit Verweigern, rumkaspern, Lustlosigkeit reagieren, wäre er Kind B
Mein Kind (klein) würde sich wahrscheinlich irgendwann beschweren, dass Kind A immer so tolle Sachen machen darf, die er auch gerne machen würde .. ich würde ihm sagen, er solle doch den Lehrer fragen .. ansonsten würde er seine Fähigkeiten aber eher dann ausserhalb der Schule suchen und in der Schule mitmachen.
Das wäre jetzt so meine Einschätzung unserer Jungs ... unser Kind groß ist getestet und zwar wegen der Situation, dass er sich so wie beschrieben verhalten hat, unser Kind klein ist nicht getestet aber seine Fähigkeiten fallen durchaus auf und wir wurden schon bald nach der Einschulung von der Lehrerin angesprochen, dass sie einen Klassensprung am Ende des Schuljahres sehr befürworten würde (der inzwischen stattgefunden hat und sich rundum als Erfolg darstellt).
Jedes Kind reagiert anders ... so wie jedes "normal begabte" Kind sich vom nächsten unterscheidet, jedes "minderbegabte" Kind sich von anderen unterscheidet, so unterscheiden sich auch Hb Kinder voneinander. Es gibt nicht "DAS" Hb-Kind das nach Schema "F" reagiert, gefördert werden muss/möchte, sich verhält .... wäre es so, würde es viel einfacher sein.
Kind "B" kann auch überdurchschnittlich begabt (im offiziellen Rahmen zwischen einem gemessenen IQ-Wert von 120 ((manche sagen 118)) und 129 liegen) oder es hat einen IQ-Wert von 115 und ist damit immer noch im guten Oberfeld und ihm fällt Schule einfach leicht, ohne "hochbegabt" zu sein ....
Es gibt auch Hochbegabte, die sich - gerade in der Schule - nicht mit Höchstleistung hervortun - und selbst Genies wie Einstein sind wohl nachweislich schlechte Schüler gewesen.
Die Fragen, die du stellst sind immer sehr nach einem Schemata gestellt - eben so, als ob man sobald eine HB feststeht - oder auch nicht - sofort genau wisse wie man das Kind dann behandeln muss
LG - Brigitte _________________ Brigitte |
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Online Sponsor 2010/2011
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.07.2008 Beiträge: 763 Wohnort: Sachsen
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Verfasst am: 05.12.2008, 11:27
Titel: Re: Gedankenexperiment... |
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| Lakritze hat folgendes geschrieben: |
B: hb, ungetestet, unauffällig, keine besondere Inselbegabung
Kind B, da unerkannt, wird nicht weiter beachtet, läuft in der Klasse einfach so mit.
Nun meine Frage: Was glaubt Ihr, wie (euer) Kind B kurz- mittel- und langfristig auf diese Situation reagiert?
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Woher weißt du, ob das Kind hb ist?
Unsere Kind ist hb und unauffällig, die Lehrer wissen nix vom Test und sie bekommt keine Extrabehandlung. Allerdings besucht sie eine Montessorischule und kann daher ihr Tempo selbst bestimmen... _________________ LG Anja
"Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt." - Aus Uganda |
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starkejungs Sponsor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.10.2006 Beiträge: 5625 Wohnort: BW
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Verfasst am: 05.12.2008, 11:46
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An unserer GS bekommt kein offensichtlich begabtes oder kluges Kind Extraförderung, Extraaufmerksamkeit bekam in Kl. 1+2 des Großen nur das bravste, klassenbeste Kind (ein Mädchen), ein eindeutig mathematisch sehr begabter (türkischer und in Deutsch nur mittelmäßiger) Junge fiel bestenfalls negativ auf- weil er eben in Deutsch nicht so gut war.
In Kl. 3+4 bekommt auch kein Kind Extraförderung, die KL gibt sich allerdings große Mühe, das Beste aus den Kindern herauszukitzeln und hat z.B. kurzerhand alle türkischen Kinder, die hier alle Probleme haben mit der Rechtschreibung,zusätzlich zur Stunde "Deutsch für ausländische Kinder" in die LRS-Stunde mit eingeteilt- gerade weil sie in Kl. 3 sah,dass von den 3en- 2 eigentlich mind. RS-Kandidaten wären- wären da nicht die massiven Rechtschreib -Probleme...Das LRS- Angebot gab es letztes Jahr (3.Kl)nicht. Und in Klasse 1 und 2 hatte die KL keine Lust, sich gerade mit diesen Kindern abzugeben.
In Kl. 1+2 des Kleinen gibt es für die fitten Kinder auch keine Extraförderung- aber sie werden positiv wahrgenommen und die KL hat kein Problem damit, wenn die Kinder eigenes Arbeitmaterial in die Schule mitnehmen, weil sie immer zu schnell fertig sind und sich langweilen.
SCHWACHE Kinder werden gefördert. Ein sehr kluges Mädchen, das von ihren beiden großen (wesentlich älteren) Brüdern schon mit 5 Lesen, Schreiben und Rechnen beigebracht bekam, ist in den Augen der KL eindeutig hochbegabt. Möglicherweise auch von der Mutter angeregt- ich kenne sie .Sie bekommt viel positive AUfmerksamkeit- sonst nichts. das ist aber eigentlch auch schon viel.
Also, geht zumindest bei uns deine Frage auch ins Leere
Wie sich meine beiden verhalten würden? Keine AHnung- denn die Situation war nie da... typgemäß würde ich sagen: inzwischen hätte der Große das Selbstbewusstsein ,nach dem tolleren Material zu fragen, der Kleine würde es einfach machen, ohne zu fragen. Vergrätzt ob der Ungerechtigkeit wäre beide. Der Kleine würde sich lautstark erst Zuahuse,dann bei der KL beklagen, der Große würde es runterschlucken - um die KL nicht zu ärgern.
Grüßle Steffi |
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eva Quiz-Gewinnerin

Anmeldungsdatum: 02.03.2005 Beiträge: 1137 Wohnort: Österreich
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Verfasst am: 05.12.2008, 13:01
Titel: |
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Meine Große (keine Ahnung ob hb, aber auffallend gut bei komplexen Problemen) war in einer ähnlichen Situation - allerdings in einer Klasse mit viel Möglichkeiten zur persönlichen Entfaltung (Montessori).
In Klasse 1-2 schwamm sie mit, die Lehrerin hatte Bedenken, sie zu überfordern (Kann-Kind) und sie hat sich auch zurück gehalten. Ein echtes Problem war es nicht und sie hat auch eingesehen, dass sie mehr zeigen muss, wenn sie nicht unterschätzt werden will. Es war ihr aber im Endeffekt nicht wert, sich da übermäßig zu engagieren. In Klasse 3 gab es andere Lehrer, da hat sie dann fallweise versucht, sich an ihre Freundin "anzuhängen" und nach schwereren Mathe-Aufgaben verlangt. Hat ihr Spaß gemacht, sie war aber auf die verstärkte Förderung des anderen Mädchens nie eifersüchtig.
Meine Kleine (auch nicht getestet, eher der klassische "Hochleister") könnte schwerere Aufgaben haben (wie einige andere in der Klasse). Sie will aber lieber zusammen mit ihrer besten Freundin arbeiten und ist vollauf zufrieden, das "Standardprogramm" schnell und sauber zu erledigen und nachher Zeit für Geschichten zu haben.
eva _________________ eva |
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BigBird

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.10.2007 Beiträge: 701 Wohnort: Main-Kinzig-Kreis
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Verfasst am: 05.12.2008, 13:26
Titel: |
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Fällt mir schwer, zu beantworten.
Glücklicherweise haben wir Lehrer, die das unterschiedliche Tempo der Kinder berücksichtigen, unabhängig von getesteter hb. Vom Großen weiß ich, daß er sich gerne mit anderen mißt, aber auch damit leben kann, wenn jemand anderes besser ist. Wie meine Kinder mit solcher bevorzugung von anderen Kindern umgehen würden, weiß ich nicht.
Viele Grüße,
Christine _________________ BigBird
D. 06/01, R. 12/02, T. 10/04
Mein Kreativblog |
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Lakritze
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.11.2008 Beiträge: 36
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Verfasst am: 05.12.2008, 17:21
Titel: |
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| Moffi hat folgendes geschrieben: |
Mein Kind B würde sich ärgern und zurückgesetzt fühlen, das aber auf die Blödheit der Lehrerin zurückführen und einfach weitermachen wie bisher.
Äh, woher weiß man eigentlich, dass Kind B hochbegabt ist, wenn es nicht getestet ist?
LG
Karin |
Huhu,
weiss ich ja nicht, es ist ja nur ein Gedankenexperiment.
Natürlich wäre auch interessant:
Wie würde Kind B reagieren, wenn es normalbegabt wäre!
LG,
Lakritze |
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Lakritze
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.11.2008 Beiträge: 36
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Verfasst am: 05.12.2008, 17:22
Titel: Re: Gedankenexperiment... |
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| Online hat folgendes geschrieben: |
Woher weißt du, ob das Kind hb ist?
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Hi,
siehe Antwort an Moffi.
Danke,
Lakritze |
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Online Sponsor 2010/2011
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.07.2008 Beiträge: 763 Wohnort: Sachsen
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Verfasst am: 05.12.2008, 19:36
Titel: |
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| Lakritze hat folgendes geschrieben: |
Wie würde Kind B reagieren, wenn es normalbegabt wäre! |
Wo ist die Schublade mit der Aufschrift "Hochbegabt"?
*verwundertbin* Wieso muss man alles und jedes in Schubladen stecken? Ist nicht JEDES Kind einzigartig und anders???  _________________ LG Anja
"Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt." - Aus Uganda |
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