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Tigermami Sponsor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.06.2007 Beiträge: 839 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 12.01.2009, 18:22
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Sie ist ein Kind mit einem großen Gerechtigkeitsempfinden. Sich vordrängeln oder anderen überlegen zu sein, käme ihr nie in den Sinn.
Für Ehrgeiz muss man (glaub ich) einwenig egoistisch sein!??
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Hallo!
Diesen Satz kann ich für meinen Sohn eigentlich auch so unterschreiben. Ich habe das noch nicht so im Zusammenhang gesehen, aber irgendwie passt das schon. Und selbst wenn er z. B. eine tolle Note mit nach Hause bringt, und ich mich da wirklich über alle Maßen freue, stapelt er eher tief. Er weiß fast nie, was seine Tischnachbarn für Noten haben (ist ja auch in Ordnung, - ich bin da die Neugierige!) und macht da kein großes Aufsehen drum. Vielleicht auch, weil er bisher nicht sehr viel dafür tun musste. Er würde für Erfolg, überspitzt gesagt, nicht "über Leichen" gehen. Er ist nicht egoistisch sondern eher sozial eingestellt, und "leidet" mehr mit denen, bei denen es vielleicht nicht so gut läuft. Ist doch ein toller Wesenszug.
Trotzdem ist es sehr wahrscheinlich so, dass irgendwann Situationen kommen, in denen mal die Ellenbogen eingesetzt werden müssen. Mal schauen, ob unsere Kinder das dann auch können .
LG _________________ Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel
der Blickrichtung.
Tigermami |
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Citrus Vestibülduft, Administrator, Sponsor2010
Anmeldungsdatum: 02.03.2005 Beiträge: 3558 Wohnort: Hessen
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Verfasst am: 12.01.2009, 20:08
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Interessante Diskussion...
ich habe hier auch einen absoluten Nicht- Ehrgeizling und frage mich, wie ich daran mal etwas ändern könnte.
Das mit dem "Ehrgeiz vorleben": ich habe das meinem Sohn die letzten drei Jahre seeehr intensiv vorgelebt. Abgefärbt hat da aber nix
Er fährt dennoch weiterhin auf dem Level "erträgliche Ergebnisse mit minimalem Aufwand".
| Zitat: |
| Er würde für Erfolg, überspitzt gesagt, nicht "über Leichen" gehen. Er ist nicht egoistisch sondern eher sozial eingestellt, und "leidet" mehr mit denen, bei denen es vielleicht nicht so gut läuft. Ist doch ein toller Wesenszug. |
Äh, findest Du, dass das eine mit dem anderen zu tun hat?
Ich glaube nicht, dass Erfolg haben gleichzusetzen ist mit "über Leichen gehen".
Manchmal habe ich auch mitgelitten, wenn andere etwas "in den Sand gesetzt haben" und dafür vielleicht noch gebüffelt haben wie doll.
Ich empfand meinen eigenen Erfolg trotzdem als äußerst befriedigend. Und ich hab dann auch nicht wirklich tief gestapelt, warum auch? Ich hab mich einfach gefreut. Ich glaube nicht, dass das etwas mit Ellenbogen zu tun hat und mit Egoismus schon gar nicht.
Ich find mich (meistens ) trotzdem ganz sozial.
LG Zitrone _________________ »Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein.«
Albert Einstein |
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Tigermami Sponsor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.06.2007 Beiträge: 839 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 13.01.2009, 19:20
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Hallo!
Ja, ich finde schon, dass Ehrgeiz auch mit Egoismus zu tun hat. Ehrgeiz ist doch meistens nötig, wenn man sich mit anderen messen und dabei besonders gut abschneiden möchte. Vielleicht lernen viele auch etwas für sich im stillen Kämmerlein, und entwickeln dabei Ehrgeiz. Aber bei den Kindern ist es doch meistens so, dass sie Ehrgeiz innerhalb einer Gruppe entwickeln, oder? In der Schule, beim Sport, in der Freizeit mit Freunden.
Und ganz sicher kenne ich Kinder, die super Freunde sind aber in Wettkampfsituationen "keine Freunde" kennen.
LG _________________ Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel
der Blickrichtung.
Tigermami |
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Citrus Vestibülduft, Administrator, Sponsor2010
Anmeldungsdatum: 02.03.2005 Beiträge: 3558 Wohnort: Hessen
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Verfasst am: 13.01.2009, 19:49
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Hallö Tigermami,
ich finde, Ehrgeiz hat etwas mit Ziel zu tun. Das verfolge ich dann eben mit Ehrgeiz. Aber nicht, um gegenüber anderen besser zu sein, sondern eben, weil ICH gut sein will, weil ich weiß, wofür ich etwas tue. Hat m.E. nichts mit messen zu tun.
Das widerum könnte ja einen ganz anderen Hintergrund haben. Zu wenig Anerkennung z.B., mangelndes Selbstbewußtsein.
Vielleicht ist das in der Schule das Problem, da es für jüngere Kinder noch kein so greifbares Ziel gibt? Dass sie noch nicht so genau wissen, wofür sie etwas tun.
Denn beim Sport z.B. oder dem Spielen eines Instrumentes ist das schon wieder etwas anderes.
Beim Sport spielt auch der Sieg eine Rolle. Auch beim Mannschaftssport. Da möchte man gemeinsam siegen.
Ein Instrument möchte man perfekt spielen können.
Da gibt es einen Anreiz.
| Zitat: |
| Und ganz sicher kenne ich Kinder, die super Freunde sind aber in Wettkampfsituationen "keine Freunde" kennen. |
Die kenn ich auch. Aber ich glaube, die Motivation dahinter ist eine ganz andere Baustelle.
Ehrgeiz ist m.M. nach was ganz gesundes. Den braucht man eben, um ein Ziel zu erreichen.
Wenn ICH auf einen Berg steigen möchte, brauche ich den Ehrgeiz, die richtige Ausrüstung zu beschaffen, den Ehrgeiz, weiter zu laufen usw. Auch ganz ohne Konkurrenz. Für mich ist das ein Unterschied. Meinst Du nicht?
Äh, nicht dass ich kleinkariert sein möchte, vielleicht liegt mir nur dran, manches Kind nicht in den falschen Topf zu stopfen.
LG Zitrone _________________ »Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein.«
Albert Einstein |
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Heike gest. im Oktober 2011

Anmeldungsdatum: 09.11.2005 Beiträge: 3520 Wohnort: Südthüringen
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Verfasst am: 13.01.2009, 20:03
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| Citrus hat folgendes geschrieben: |
ich finde, Ehrgeiz hat etwas mit Ziel zu tun. Das verfolge ich dann eben mit Ehrgeiz. Aber nicht, um gegenüber anderen besser zu sein, sondern eben, weil ICH gut sein will, weil ich weiß, wofür ich etwas tue. |
Das stimmt, weil ich eben gerade dieses Ziel erreichen möchte.
Sobald zum Ehrgeiz Egoismus kommt, kann es sehr schnell ins Krankhafte umschlagen.
LG Heike _________________ Am Ende des Weges mag der Pessimist recht bekommen, aber unterwegs hat es der Optimist leichter.
Otto Ernst (1862-1926) |
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Online Sponsor 2010/2011
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.07.2008 Beiträge: 763 Wohnort: Sachsen
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Verfasst am: 28.01.2009, 21:31
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So, kleine Ergänzungen von uns...
Wir hatten ein Elterngespräch in der Schule. Und meine Zweifel scheinen unbegründet.
Unser Kind kommt bestens in der Klasse zurecht, die Lehrerin ist sehr zufrieden mit den Leistungen. Nach den Winterferien (ja, solche gibt es in Sachsen ) beginnt sie mit dem Stoff der zweiten Klasse, sowohl in Mathe als auch beim Lesen und Schreiben.... ich hatte keine Vorstellung, was wirklich der Lehrstoff der ersten Klasse ist.
Die Lehrerin versprach uns, darauf zu achten, dass unsere Tochter sich nicht nur die "Rosinen rauspickt" sondern auch über schwierigeren Aufgaben bleibt.
Dies alles wurde auch mit unserem Kind so besprochen und vereinbart. Ich glaube, es war ein richtiger Schritt in die richtige Richtung.
LG Anja _________________ LG Anja
"Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt." - Aus Uganda |
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