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Klassenbeste/r ?


 
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Ela



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 19.12.2008
Beiträge: 48
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 21.01.2009, 17:46
BeitragTitel: Klassenbeste/r ?
Antworten mit Zitat

Hallo...

Wie ist das eigentlich bei Euren Sprösslingen? Sind Eure Kinder besonders gut in der Schule?
Ich muss gestehen, dass ich noch extrem unsicher bin, wie ich meiner Tochter am Besten Hilfestellung geben kann, damit sie in der Grundschule auch genug lernt, um dann eine gute weiterführende Schule zu besuchen.
Meine Güte - klingt das bescheuert, wenn man das mal so in Worte fasst. Aber das sind/waren tatsächlich meine "Sorgen". :)

Ich versuche mal die Situation zu beschreiben, muss dazu aber leider sehr weit ausholen. green
Also: meine Kleine (7.J) ist in der 2. Klasse. Diese Klasse hat einen sehr, sehr hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund. Deutsche Kinder sind hier in der Minderheit. Zudem gibt es in der Klasse noch einige sogenannte Problemkinder (schwierige Verhältnisse im Elternhaus).
Also alles in allem nicht das, was ich mir unbedingt gewünscht hätte.
Die Klassenlehrerin versucht, sich um alle Kinder zu kümmern; jedoch besonders um die Kinder, die es besonders schwer haben. So kommt es immer wieder vor, dass wir Eltern Briefe bekommen, in denen mitgeteilt wird, dass in diesem oder jenem Buch nicht weiter als Seite XY gearbeitet werden darf. Denn einige Schüler müssen noch aufholen. Diejenigen, die schon auf jener Seite sind, müssen gar nichts tun surprise , sondern auf die langsameren Kinder warten. Selten gibt es dann mal ein paar freiwillige Aufgaben, die aber sowieso nicht kontrolliert werden.
Meine Tochter ist zwar hb, aber sie ist kein Überflieger in der Schule. Wenn sie will, begreift sie sehr schnell. Die Lehrerin sagt, die Leistung läge im oberen Mittelfeld.
Nun habe ich aber den Eindruck, dass meine Kleine zu einer Art Faulpelz erzogen wird. So nach dem Motto, "wenn Du nicht willst, ist auch ok. Wenn Du schnell bist, wirst Du eh wieder gebremst, um auf die anderen zu warten." Besondere Leistung bzw. Eigeninitiative wird zwar registriert, aber das Kind bekommt keine Reaktion oder gar ein Lob.
Ich merke, dass die Schule für mein Kind relativ bequem ist, da meines Erachtens keine Anforderung vorhanden ist.
Aber ich weiß dass mein Kind viel mehr lernen und leisten könnte.
Meine Maus ist eigentlich extrem wissbegierig. Wenn sie ein Thema gepackt hat, entwickelt sie einen großen Ehrgeiz, den sie in der Schule nicht hat.
Ich habe dann überlegt, ob es nicht sinnvoller wäre, die Grundschule zu wechseln. Doch, was ich über andere Schulen in Erfahrung bringen konnte, war auch nicht wirklich besser.
Ich sprach dann mit meiner Tochter darüber, denn es geht ja schließlich um ihre Zukunft. Meine Tochter fühlt sich, trotz der oftmals schwierigen Mitschüler, doch recht wohl in ihrer Klasse und möchte auf keinen Fall die Schule wechseln. Sie mag ihre Lehrer auch sehr gerne und findet Schule insgesamt eigentlich richtig toll.
Jedoch merke ich, wie sie (zumindest in der Schule) immer schlechter wird. Die einfachsten Aufgaben rechnet sie falsch. Im Deutschtest ist sie unendlich langsam. Sie ist extrem zerstreut, findet nichts wieder und vergisst andauernd die Unterlagen für die Hausaufgaben mitzunehmen.
Zu Hause klappt alles nur noch unter Druck: Wenn ich sie dazu nötige, die Hausaufgaben zu machen, klappt das auf einmal wunderbar. Sie versteht die Aufgaben und kann (wenn sie will) super schnell sein.

Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Also habe ich mit der Klassenlehrerin und dem Mathelehrer gesprochen.
Als ich mit dem Mathelehrer sprach, dachte ich, mich trifft der Schlag. Er meinte, dass er meine Tochter schon eine Weile beobachtet hat und festgestellt hat, dass sie im Unterricht oft nicht wirklich anwesend ist, aber jedes Mal, wenn er sie etwas fragt, sie die korrekte Antwort geben kann. Und dann sagt mir der Kerl doch allen Ernstes, dass sich meine Tochter teilweise wie sein Sohn verhält und ob ich schon mal etwas von Hb gehört hätte. holla
Ursprünglich hatte ich vor, der Schule nichts über die Hb zu erzählen. Nunja, dem Mathelehrer hab ich es dann doch erzählt; mit der Bitte, darüber Stillschweigen zu wahren, da ich mir nicht sicher sei, ob es gut wäre, wenn die anderen Lehrer etwas darüber wüssten. Er konnte mich sehr gut verstehen. An der Schule seines Sohnes ist auch keiner der Lehrer über die Hb informiert worden.
Ich bin gespannt, ob sich nun in Bezug auf Mathe etwas ändern wird!
Dann hatte ich das Gespräch mit der Klassenlehrerin. Diese sagte mir, dass Veränderungen an meiner Tochter festgestellt habe. Ja, warum zum Teufel, sagt die Lehrerin dass dann erst, wenn ich zu ihr komme. Warum spricht sie mich nicht von sich aus an? Nunja, sie meinte doch dann tatsächlich, dass sie eventuell erste Anzeichen von möglicher Unterforderung zeige. holla Das ist doch mal eine interessante Aussage! Ich meinte dazu nur, dass ich ähnliche Gedanken hätte und das sie den Unterricht vielleicht mal ein bisschen anders gestalten solle. Sie fragte sofort nach, ob ich konkrete Ideen hätte (die ich natürlich hatte). Wir sprachen sogar darüber, meine Kleine eventuell mal in der 3. Klasse schnuppern zu lassen. Die Lehrerin war sehr offen für alles und wollte sich in Ruhe Gedanken dazu machen. Denn die Vorschläge, die Kinder eines ganzen Jahrgangs zeitweilig in besonders förderungsbedürftige Gruppen und forderungsbedürftige Gruppen einzuteilen, und dann entsprechend zu unterrichten, fand sie prinzipiell richtig gut. Sie muss nur schauen, ob das auch alles in kurzer Zeit umsetzbar ist.
Die Lehrerin bat mich um etwas Geduld. was ja an sich kein Problem ist. haha
Diese Gespräche sind jetzt erst ein paar Tage her. Die KL hat meiner Tochter schon zwei zusätzliche Projekte aufgegeben und anstatt der langweiligen Geschichten, die sonst gelesen werden, wird jetzt das Lieblingsbuch meiner Kleinen durchgenommen. Das ist echt toll.

Ich bin gespannt, wie das alles weitergeht. Es hört sich im Moment so an, als würde sich die Schule doch noch als "Hauptgewinn" mausern. Drückt mir mal die Daumen.

Liebe Grüße

Ela
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sine



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 08.09.2005
Beiträge: 83
Wohnort: bayern

BeitragVerfasst am: 21.01.2009, 18:01
BeitragTitel:
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haha Wie war es nochmal?
Der Lehrer hat gesagt: Das Mädchen verhält sich wie ein Junge...Wie ein Hochbegabter... aha
Können Mädchen keine Hochbegabte sein?!!! devil

Ich drücke dir die Daumen dass die Situation für deine Tochter sich bessert. daumen
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Ela



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 19.12.2008
Beiträge: 48
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 21.01.2009, 18:07
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

green green green Ich meinte natürlich, dass der Lehrer selbst ein hochbegabtes Kind hat. Falls ich dass in meinem kurzgefassten Beitrag nicht so richtig rübergebracht habe. p
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Tigermami
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 28.06.2007
Beiträge: 839
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 21.01.2009, 18:16
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Hallo Ela!

Mein Sohn ist schon ziemlich gut in der Schule. Ohne besondere Anstrengungen bis jetzt. Er ist im vierten Schuljahr. Er steht sicher mit an der Klassenspitze, es sind aber mehrere leistungsstarke Kinder in der Klasse, so dass es da den einen Spitzenkandidaten wohl nicht gibt.

Also ist das bei uns schonmal eine ganz andere Situation als bei euch. Glücklicherweise. Auch so musste sich mein Sohn die ersten beiden Jahren etwas "quälen" - sprich, er fand Schule nicht sehr spannend. Wenn dann noch ein niedriges Niveau vorgeherrscht hätte, das wäre schon schlimm gewesen. So bin ich um ein Gespräch mit der Lehrerinn herumgekommen, und er hat alle Schuljahre normal durchlaufen.

Die Psychologin riet uns seinerzeit mit der Lehrerin zu sprechen. Das wollte ich aber nicht. Dann fragte sie uns, ob die Klasse denn wenigstens leistungsstark wäre. Dieses bejahte ich und damit konnte sie sich in etwa arrangieren.

In eurem Fall würde ich mir auch Alternativen überlegen, aber da bist du ja schon auf einem guten Weg!

LG
_________________
Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel
der Blickrichtung.

Tigermami
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jutta
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2005
Beiträge: 4602
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 22.01.2009, 13:09
BeitragTitel:
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Hallo Ela,

du hast doch einen wichtigen Schritt aus der Unsicherheit heraus getan und mit den Lehrern gesprochen. Das ist dann auch noch recht gut ausgegangen. Es könnte sein, dass die Kl noch mit den anderen Lehrern spricht, also auch dem Mathelehrer, der euch ja unterstützen würde.
Die Lehrer sind offen für Vorschläge, beginnen nun ein bisschen Differenzierung. Das ist ein guter Weg, den ich erstmal abwarte würde. Und ein Sprung in die höhere Klasse wäre, wenn er sein soll, jetzt sofort das beste, damit sie Zeit hat, sich einzugewöhnen, bevor es in die 4. Klasse geht. Am besten jetzt bis Ende April mal ausprobieren. Eine ebenfalls offene und begleitende aufnehmende Klassenlehrerin wäre der Grund es zu probieren. Und deine Tochter sollte wissen, dass es ein testen ist, dass sie jederzeit zurück gehen kann, aber es zumindest mal eine Weile ausprobieren sollte.

Ich wünsche euch einen guten Weg!

Jutta
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Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
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