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June Sponsor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.09.2007 Beiträge: 281 Wohnort: Schleswig-Holstein
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Verfasst am: 01.02.2009, 08:20
Titel: Ergänzende Bemerkungen im Zeugnis |
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Hallo
J. hat sei erstes Zeugnis bekommen und ist sehr stolz Kann er auch sein.
Mich stören zwei Dinge: Erstens gibt es bei Mathe diverse Unterteilungen (bei den anderen Fächern auch) bei denen der Leistungsstand angekreuzt wird, z.B. "im Zahlenraum bis 10 addiert" etc. Als letztes steht "Im Zahlenraum bis 100 gerechnet", und da ist gar nichts angekreuzt. Üblicherweise würde ich daraus folgern, dass das eben im Unterricht nicht behandelt wurde. Das stimmt bei uns aber so nicht! Erstens glaube ich, dass er in den "Knobelaufgaben", die er zwar seltenst aber dennoch bekam auch bis 100 gerechnet hat, außerdem rechnet er - nachprüfbar ím Mathebuch - seit 1/4 Jahr regelmäßig zu Hause im Zahlenraum bis 100 und hat sogar in der Woche Probezeit in der 2. Kl einen Test dazu geschrieben.
Ich finde, das sollte im Zeugnis sichtbar werden - oder wird dort prinzipiell nur das erwähnt, was im regulären Unterricht von allen behandelt wurde?
Dann zu meiner Überschrift: Ich finde den Ton in der Eränzenden Bemerkung sehr harsch. Wie findet Ihr das, stelle ich mich an?:
Nach einigem Positiven zur Anstrengungsbereitschaft und Ausdauer und Freundlichkeit: "Außerdem störte er oft durch Zwischenrufe und KOmmentare das Unterrichtsgespräch. J. sollte lernen, seine Beiträge zurückzuhalten, bis er an der Reihe ist".
Ich nehme stark an, dass J. dieses Verhalten tatsächlich zeigt- ich finde aber, in einem Zeugnis des ersten Halbjahres der ersten Klasse könnte frau das freundlicher formulieren.
Bitte gebt mir doch mal Input, ja?
Vielen Dank
und viele Grüße
von June _________________ mit J. (11/01) auf dem Gymnasium und S. (6/05) in der Grundschule
June |
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azalee
Anmeldungsdatum: 07.06.2005 Beiträge: 99 Wohnort: Main-Tauber-Kreis
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Verfasst am: 01.02.2009, 11:55
Titel: Kopfnote |
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Hallo June,
Jetzt gibt es multiple choice also auch schon in Schulzeugnissen ...
Ich weiß nicht, was bei Euch üblich ist, ICH hätte es vermerkt. Besser kann man einen Schüler doch nicht motivieren. Aber dazu gibt es sicher Beschlüsse der Schulkonferenz o.a.
Das Verhalten im Unterricht darf durchaus ehrlich in der Kopfnote vermerkt werden. J. scheint ja wirklich sehr engagiert dabei zu sein. Dass ein temperamentvoller Schulanfänger im Eifer des Gefechts die Spielregeln vergisst, an die sich auch viele Parlamentarier aller Länder nicht halten, kommt häufiger vor.
Meine Meinung: Selbst wenn die L das Verhalten als ziemlich nervend empfindet, und J. tatsächlich auch den Unterricht etwas durcheinander bringt, ist das eine Sache für ein Elterngespräch. Der 2. Teil des Kommentars ("sollte sich mehr zurückhalten") hätte es auch getan.
Ich würde schnellstmöglich das Gespräch mit der L suchen.
LG azalee
(die nur 1 Jahr GS unterrichtet hat, ansonsten nur Große ) |
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TAfel
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.06.2008 Beiträge: 373 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 01.02.2009, 12:57
Titel: |
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Hallo June,
wir hatten mit e.s Zeugnis am Ende der ersten Klasse ein ähnliches Problem. Wir fanden die Formulierungen der Lehrerinnen z. T. auch sehr hart (z. B. "kann keine Kompromisse schließen oder gar verlieren") und es standen auch Sachen drin, die nicht stimmten (e. hatte nicht zeitweise sondern das gesamte Schuljahr an einer AG teilgenommen). Wir haben dann in den Ferien die Horterzieherinnen und eine Freundin, die auch GS-Lehrerin ist, befragt, ob wir unser Kind zu sehr durch die rosarote Brille sehen. Einhellige Meinung war, dass wir um ein Gespräch bitten sollten.
Das fand dann nach den Sommerferien statt. Es war ein sehr angenehmes und für beide Seiten erhellendes Gespräch (wir haben zu e.s Lehrerinnen ein sehr gutes Verhältnis). Ergebnis war, dass es ihnen wohl nicht bewusst war, dass ein Teil der Formulierungen auf dem Papier wenig wohlwollend rüberkommt und dass sie sich bei der AG einfach vertan hatten. Außerdem haben sie uns darin bestärkt, sie anzusprechen, wenn es Verständnisprobleme oder Unstimmigkeiten im Zeugnis gibt und das auch an die übrigen Eltern weiterzugeben. Wenn wir gewollt hätten, hätten sie das Zeugnis auch nochmal umformuliert. So wichtig war uns das nicht, die Ergebnisse des Gesprächs wurden aber in e.s Schülerbogen abgeheftet. Die eine Lehrerin hat nach dem Gespräch außerdem eine Kollegin nach ihrer Meinung zu dem Zeugnis gefragt. Die dann bestätigt hat, dass sie als Mutter bei so einem Zeugnis auch um ein Gespräch gebeten hätte.
Für uns war es glaube ich ganz hilfreich, dass wir unseren Eindruck von pädagogische geschulten Leuten, die e. auch kennen, bestätigt bekamen, dass man mit e.s Lehrerinnen gut reden kann und dass die Sommerferien dazwischen lagen zum "Wiederrunterkommen". Dass e.s Lehrerinnen den Kindern grundsätzlich sehr zugewandt sind und auch ihr eigenes Handeln hinterfragen, haben wir jetzt bei der Halbjahrsbeurteilung wieder gemerkt.
An eurer Stelle würde ich auch das Gespäch mit der Lehrerin suchen und zwar am besten beide Elternteile.
Viele Grüße
Antje |
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Tar-Miriel Sponsor 2010/2011

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.03.2005 Beiträge: 5260 Wohnort: Südhessen
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Verfasst am: 01.02.2009, 17:36
Titel: |
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Hallo June,
ich finde den Kommentar eigentlich nicht zu hart, sehe es aber vor dem Hintergrund, dass viele Eltern (und Kinder) "weichgespülte" Kommentare gar nicht zur Kenntnis nehmen und die Lehrer deshalb deutlicher werden müssen. Man darf es auch nicht so negativ deuten wie einschränkende Bemerkungen in Arbeitszeugnissen.
Unsere Jüngste hatte im Sommer z. B. "muss Ihre HA regelmäßiger machen", was ihr so übel aufstieß, dass sie seitdem viel sorgfältiger geworden ist. So ein Kommentar kann echt Wunder wirken, wenn er dann noch von Eltern, Großeltern etc. entsprechend kommentiert wird.
Meine Jünste (2. Klasse) ist etwas frustriert, weil sie mal wieder kein Zeugnis bekommen hat (im 1. + 2. Schuljahr gibt es in Hessen keine Halbjahreszeugnisse). Dafür gibt es dann im Sommer "ohne Vorwarnung" nur noch Noten.
Liebe Grüße
Tar-Miriel _________________ "Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht." - Aus Sambia
Tar-Miriel |
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