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Mit 6 in die 3. Klasse?


 
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Julie
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 20.02.2008
Beiträge: 427
Wohnort: Kölle

BeitragVerfasst am: 06.02.2009, 17:19
BeitragTitel: Mit 6 in die 3. Klasse?
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Hallo ihr winkie
es ist mal wieder soweit... ich weiß, dieses Thema ist hier ständig zu lesen und uns kann keiner die Entscheidung abnehmen, aber ich hoffe auf ein paar Erfahrungsberichte von euch.
Also, die Knolle ist in der 1. Klasse der offenen Eingangstufe. Wir hatten es schon befürchtet, dass irgendwann die Frage kommt, ob man sie springen lässt (also sie jetzt zu den Zweitklässlern steckt). Die Lehrerin sagte wir sollen uns das mal überlegen, die Knolle möchte auch gerne (ein Grund ist mit Sicherheit, dass sie nur Freunde aus der 2.Klasse hat und mit denen zusammen bleiben will). Würde heißen, dass sie mit 6 Jahren in die 3. Klasse gehen würde.
Kognitiv ist das sicherlich kein Thema, aber alles andere? Sie ist nicht besonders sportlich. Eher etwas ungeschickt und trödelt sich auch gerne einen zusammen rolleys Und dann kriegen die ja auch Schwimmunterricht, ich weiß gar nicht ob die dafür die Kraft hätte.
Also, ich bin mir einfach nicht sicher ob sie nicht zu klein ist.
Hier gibt es doch auch Eltern mit jungen Kinder in höheren Klassen. Wie kommen die klar, dass sie so viel jünger sind? Das sind ja u.U. zwei Jahre Unterschied.
Die andere Frage ist jetzt natürlich wieder: ist ein Sprung wirklich notwendig? Ich weiß es nicht, sie klagt schon über Langeweile, sie konnte den Stoff der ersten Klasse schon vor der Schule. Es gibt auch wieder klare Anzeichen (wie früher im Kindergarten): die Neurodermitis verschlechtert sich, sie hängt immer öfter rum und macht nichts und trödelt bei den Hausaufgaben (das war Anfang des Schuljahres noch ganz anders)
Ein bisschen Zeit haben wir ja noch, aber die Lehrern meinte, sie müsse die Knolle in Mathe noch etwas mitziehen und wir sollen uns deswegen rechtzeitig entscheiden.

Wer hat es gemacht? Und wer hat es nicht gemacht? Und warum?
Liebe Grüße
Julie
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Julie mit
Madame (11/00) und der Knolle (11/02)
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BigBird



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 05.10.2007
Beiträge: 701
Wohnort: Main-Kinzig-Kreis

BeitragVerfasst am: 06.02.2009, 17:41
BeitragTitel:
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Eventuell könnte das auf uns auch noch zukommen, allerdings sieht es im Moment noch nicht ganz danach aus. Der Große war gerade eben 7 als er in die 3. kam. Meine Kinder sind allerdings alles recht sportlich, so daß ich zumindest in diesem Punkt kein Altersproblem sehe. Und aus eigener Sprungerfahrung kann ich sagen: meine Interessen waren nicht ein Jahr hinterher, sondern einfach anders - auch bei jüngeren wäre ich da nicht besser aufgehoben gewesen.

Trotzdem - schwere Entscheidung. Ich weiß nicht, was ich dazu gesagt hätte, wenn die Lehrerin uns gestern vor die Wahl gestellt hätte bei der Mittleren. Vermutlich wäre ich da doch eher dafür, es erst mal mit Differenzierung zu versuchen, und den Sprung noch etwas zu verschieben. Meine ist ja einen Monat jünger.

Bei körperlichen Symptomen sieht die Sache aber noch mal anders aus - da wäre ein Sprung eventuell doch besser. Kannst Du irgendwas für die Motorik tun?

Viele Grüße,
Christine
_________________
BigBird
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Beiträge: 1711
Wohnort: Brandenburg

BeitragVerfasst am: 06.02.2009, 18:20
BeitragTitel:
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Hallo Julie.

ob es bei Euch nötig ist oder nicht, könnte ihr vermutlich nur selbst beantworten. Aber wenn Du Erfahrungsberichte suchst: Der zerstreute Professor war 6 in der ersten/zweiten und dann nach dem zweiten Sprung 7 in der dritten/vierten (und dann gerade 8 geworden zu Beginn der fünften). Ich würde es jederzeit wieder so machen, und er auch.

Sozial: Der zP ist ein Einzelgänger und es war ihm schon immer herzlich wurscht, was andere von ihm denken. Es gab wohl schon mobbingähnliche Tendenzen gegenüber ihm als Küken, aber das hat ihn nicht weiter gestört. Es hängt sicher sehr vom Umgang der Lehrerschaft mit den Altersunterschieden ab sowie davon, wie die Klasse sozial drauf ist, und natürlich auch davon, wie sensibel das Kind auf Ausgrenzungen reagiert. Das würde ich mir daraufhin mal angucken. Bei uns hat sich das Problem nicht so gestellt. Aber wenn Dein Kind schon Freunde in der künftigen Dritten hat und die sie von der Flexklasse her schon kennen, dürfte das eine gute Voraussetzung sein.

Anpassungschwierigkeiten gab es beim zP in motorischer wie in organisatorischer Hinsciht. Das Motorische äußerte sich vor allem in Sport und Kunst. Nun ist er in motorischer Hinsicht ohnehin eher (hüstel) minderbegabt, und er wäre auch bei den Altersgenossen unangenehm aufgefallen. Vielleicht war es dadurch für ihn manchmal sogar einfacher, weil er dann den "Er ist halt auch noch so jung"-Bonus hatte.
In Sport wurde dann in der fünften etwas unter der Hand vereinbart, ihn nicht so streng zu beurteilen wie die anderen (z.B. wo möglich nach Altersnormen oder er hatte dann nochmal eine Extrachance oder so).

Organisatorisch war es schwierig. Er verschlampt und verschusselt wirklich alles, und solche Sachen wie was man wann mitzubringen hat oder dass die erste Stunde ausfällt o.ä. waren lange Zeit ganz schwierig. Das hat vor allem mich sehr viel Extrakraft gekostet, diese Dinge nach Möglichkeit aufzufangen und ihn durchzuorganisieren. Auch hier braucht man etwas Wohlwollen der Lehrerschaft, und auch hier muss ja nicht jedes junge Kind in einer höheren Klasse so ein Chaot sein wie meiner.

Ein echtes Problem war zeitweise die Geschwindigkeit. Er war nach jedem Sprung sofort wieder vom Kognitiven an der Klassenspitze, aber er war schlicht zu langsam. Damit sind die Lehrer sehr unterschiedlich umgegangen. Die Sorte Korinthenk... wog bedenklich das Haupt und sah die Leistungsanforderungen nicht erfüllt und hat ihm und mir das ständig unter die Nase gerieben. Die pragmatische und wohlwollende Sorte hat ihm natürlich bei Klassenarbeiten etc. genauso bewertet wie die anderen auch, aber ihm sonst manchmal ein paar Privilegien eingeräumt. Ich denke z.B. heute noch dankbar an eine Mathelehrerin, die mir sagte, wenn er 8 Aufgaben von einem Typ richtig gerechnet habe im Unterricht, gehe sie einfach davon aus, dass er die anderen 4 vom selben Typ, die er nicht geschafft hat, auch hätte rechnen können. Das meine ich mit pragmatisch.Solche Lehrer zu haben ist Gold wert.

Ausgeblieben sind auch die von allerlei Seiten prognostizierten Schwierigkeiten, als alle in die Pubertät kamen und er eben noch nicht. Ich könnte mir aber vorstellen, dass das für ein sensibles Kind mit großem Kontakt- und Freundschaftsbedürfnis ein Problem sein könnte. Ach ja: Jetzt ist er 14 und in der zwölften und wird (glücklicherweise erst nach der 13.) mit knapp 16 sein Abi bauen. Die Bedenkenträger rüsten sich schon überall und erzählen mir, dass das ganz große Schwierigkeiten in der Uni geben wird...

Vom Kind mal ganz abgesehen: Wenn man ein sehr junges Kind in einer höheren Klasse hat, muss man sich auch selbst ein sehr dickes Fell zulegen. Ich hatte streckenweise schon den Eindruck, von der restlichen Elternschaft tendenziell ausgegrenzt zu werden. Man gehört halt einfach nicht richtig dazu, weil deren Kinder andere Probleme haben, weil auch eine Portion Neid mitspielt, weil manchmal der Eislaufmutterverdacht im Raum steht und v.a.m. Gilt natürlich auch für Nachbarn oä.

Hoffe, das hat Dir irgendwie geholfen
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oesb
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BeitragVerfasst am: 06.02.2009, 18:32
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Hallo Julie,
also ein Sprung bring nur dann was wenn er im sozialen Bereich etwas bringt. Und das wäre doch genau bei deiner Knolle der Fall! Alle Freunde sind doch auch schon da!
Zum Sport, ich habe meiner Tochter immer nachgesagt, dass sie ein Sportlegastheniker ist :) . Schulsport bei ihr war eine Katastrophe! Aber alles was sie lernen wollte, dass hat sie sich hart erkämpft. Bedingt durch kleinere Motorikprobleme war der Weg auch nicht immer leicht. In der weiterführenden Schule haben wir recht häufig mit Sportlehrern darum gekämpft das sie altergerecht benotet wurde. Hier gibt es zb für Leichtatlethik Tabellen. So und nu zu deiner Beruhigung, trotz immer einer Sport 4 bisauf wenn Schwimmen war dann 2 hat sie im Alter von 12-14 im Niedersachsen Karder gesteckt und spielt heute in der 1. Bundesliga.
Also Fazit, wenn es wirklich am Schwimmen hängt, dann macht doch jetzt schon mal was - wenn sie es noch gar nicht kann dann nen Schwimmkurs und ansonsten ab ins Hallenbad und lest euch die Anforderungen für Bronze, Silber Gold durch und fangt an.
Die Körperlänge sagt wenig über das Alter aus, mit zunehmendem Alter immer weniger, von daher lass das Kriterium mal aussen vor. Außerdem zurück geht es immer, was habt ihr zu verlieren? Ihr könnt doch nur gewinnen in Richtung hängen lassen und Neurodermitis gedacht! Der nächste Sprung kommt dann auch irgendwann wieder, den kann man aber mit gutem sozialen Umfeld rauszögern.
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LG Oesb
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kerstin4
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Beiträge: 1814
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BeitragVerfasst am: 06.02.2009, 19:43
BeitragTitel:
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Hallo,
wir haben unsere 5-Jährige damals in die 2.Klasse springen lassen und sie wurde 6, kurz bevor sie in die 3.Klasse kam. Nun ist sie 7 1/2 und wird im Sommer auf das Gymnasium kommen.Sie war immer miteinbezogen und hat bereits als 5-Jährige klar den Sprung gefordert.Ihr Freundeskreis ist 2-3 Jahre älter als sie, sie ist voll akzeptiert, lediglich am Gesicht sieht man, dass sie einfach jünger ist.Seitens der Schule wird ihr eine höhere Sozialkompetenz bescheinigt, als den "normale" Viertklässlern. Bis zum heutigen Tag können wir sagen, dass bisher alles richtig für sie gelaufen ist. In die Zukunft kann eh niemand schauen.
Alles Gute und Mut zur Entscheidung wünscht euch
Kerstin
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Nina36



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Beiträge: 263
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 07.02.2009, 08:43
BeitragTitel:
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Hallo Julie!

Mach einen Sprung nicht unbedingt vom Alter her abhängig. Es kommt sehr auf das Kind an, ob es mitzieht, und noch viel mehr kommt es auf die aufnehmenden Lehrer an, ob die mitziehen und einen Sprung unterstützen.
Prima ist es doch, dass ihr eine offene Eingangsklasse habt und somit deine Tochter bereits Freunde in ihrer "neuen" Klasse hätte.
Es wird auch Kinder in der 3. Klasse geben, die noch nicht schwimmen können. Üben könnt ihr ja auch schon jetzt vorher in den Sommerferien.
Wichtig für den Sprung wäre für mich vor allen Dingen, ob das Kind es will und ob es zum Wohlbefinden des Kindes führt.
Zitat:
die Neurodermitis verschlechtert sich, sie hängt immer öfter rum und macht nichts und trödelt bei den Hausaufgaben

Diese Anzeichen kenne ich noch gut von meiner Tochter her. Bevor sie über Langeweile direkt klagte, jammerte sie ständig über Bauchschmerzen und fing zu Beginn der 2. Klasse auch immer häufiger an, mit den Ha zu trödeln. Sie ist dann im HJ der 2. Klasse in die 3. gesprungen und kam sehr schnell im Stoff wieder mit. Beim Sprung war sie 7 1/2 J. alt.
Im Sommer kommt sie nun - dann mit gerade 9 Jahren - in die 5. Klasse aufs Gymnasium. Sie freut sich schon darauf.
Es wird sicherlich immer wieder mal Zweifel geben, ob die Entscheidung zum Sprung richtig war. Da meine Tochter recht zurückhaltend in der Schule ist, wurde dies mir auch ständig von den Lehrerinnen aufs Butterbrot geschmiert. Ich denke aber, dass der Knoten nun geplatzt ist, denn T. beteiligt sich mittlerweile wohl ganz gut im Unterricht.
Von den Klassenkameraden wurde sie aber gut aufgenommen und es gab da nie soziale Probleme, die hatte sie allerdings auch nie in ihrer alten Klasse. Sportlich gesehen hat T. auch keine Probleme außer in Leichtathletik, da ist sie natürlich etwas langsamer im Rennen und kann auch nicht ganz so weit werfen wie die 1-3 Jahre älteren Kinder, aber das macht sie dann in anderen Sprotarten wieder wett. Sport wäre für mich allerdings kein Kriterium, einen Sprung zu vermeiden. Unsportliche gibts auch in höheren Klassen.
Ein wichtiges Kriterium für den Sprung war für mich auch noch, dass T. auch mal das Lernen lernt. Leider fand das bisher noch nicht besonders statt, freiwillig schon mal gar nicht. Aber wenn sie auch so gut klar kommt, dann soll es eben so sein. Vielleicht ändert sich ihre Einstellung ja, wenn sie bald aufs Gym geht. Zumindest durfte ich mir noch diese Woche wieder einen Satz anhören, den sie mir vor dem Klassensprung oft gesagt hat, wenn sie ihre HA mal wieder so lustlos und mit unnötigen Flüchtigkeitsfehlern gemacht hat:
"Mama, mein Gehirn habe ich doch in der Schule gelassen." p
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Gruß, Nina
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azalee




Anmeldungsdatum: 07.06.2005
Beiträge: 99
Wohnort: Main-Tauber-Kreis

BeitragVerfasst am: 07.02.2009, 12:33
BeitragTitel: Mit 8 in der 4. Klasse
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Hallo Julie,

meine Tochter ist mit 8 Jahren in der 4. Klasse.

Sie ist zwar nicht die Allerkleinste, kann aber im Sport nicht mit dem Gros der Klasse mithalten. Sie ist derzeit vom Sport befreit, und ist heilfroh darüber. Obwohl ihr der Schulsport herzlich wenig bedeutet, war es für sie doch ein wenig unangenehm, die Drittlangsamste im Training für die BJS zu sein. Naja, immerhin ist sie von der Vorletzten zur Drittletzen aufgestiegen. green Sie wäre aber auch in der 3. Klasse nicht bei den Schnellsten. Dafür war sie die Beste in ihrer Ballettgruppe, obwohl sie die Jüngste war. Gott sei Dank legen Mädchen im allgemeinen nicht so großen Wert auf körperliche Überlegenheit.

Ansonsten läuft alles sehr gut, mit ihrem Wochenplan ist sie spätestens Mittwoch fertig, die HA erledigt sie (allerdings abhängig von ihrer körperlichen Verfassung) meistens sehr schnell und zügig. Wobei ich manchmal den Eindruck habe, sie begreift den "Ernst der Lage" noch nicht.

Ob man will oder nicht, in der 4. Klasse gerät man als Eltern in den Sog der Empfehlungsangst, und fände es doch ganz schön, wenn man a) rechtzeitig und b) durch die eigene Tochter erführe, wann denn Tests anstehen, und c) selbige Tochter nicht schon 3 Tage vor dem Termin alle Materialien, die man fürs Üben nutzen könnte, systematisch in ihrem Fach in der Schule "vergisst". motz Bei dem Zeugnis kann in den Wochen bis zur Empfehlung ja nicht mehr allzuviel passieren. Aber mein 4.-Klass-überhöhter-Adrenalin-Spiegel wird erst dauerhaft sinken, wenn ich dieses Papier in den Händen halte. Dieter Bohlens gelber Recall-Zettel bei DSDS ist nichts dagegen.

Ich mache mir auch schon die eine oder andere Sorge, wenn ich an die vielen Fächer und den dazugehörigen Arbeitsaufwand in der 5. Klasse denke. Wird sie es gerne, oder wenigstens ohne Murren tun, oder versucht sie, ihr unangenehme Dinge zu verdrängen? Wie peinlich, da Mama ja auch an der Schule arbeitet.

Ansonsten, auf dem Gym guckt eigentlich kein Kollege gezielt nach dem Alter der Kinder. Wer da ist, wird unterrichtet. Schluss. Ich denke, man sollte auch nicht gezielt Rücksicht auf das Alter der Springer- Kinder nehmen, sondern auf jedes Kind individuell eingehen, soweit möglich. Wenn ich für meine Tochter Sonderkonditionen bräuchte, hätte ich sie nicht früher eingeschult.

Müsst Ihr wirklich schon jetzt über den Sprung entscheiden? Muss man sich auch in einer offenen Eingangsklasse schon sooo früh festlegen?

Ja, es stimmt, die 1. Klasse stellt nicht gerade überhöhte, intellektuelle Ansprüche an die Kinder, dafür geht es in den ersten beiden Jahren vermehrt um Arbeitshaltung und Selbstorganisation. Auch darum, Dinge in Agriff zu nehmen, die man nicht ganz oben auf seiner Prioritätenliste hat.

Ach so, das mit dem Lernen lernen hatte ich auch mal gehofft, ist bis jetzt aber noch nicht eingetreten: Entweder es fliegt ihr etwas zu (meistens) oder es wird zuhause lautstark rumgezickt (viel zu häufig devil) Egal, ob es sich dabei um HA oder ein neues Klavierstück handelt.

LG azalee
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TAfel



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Anmeldungsdatum: 11.06.2008
Beiträge: 373
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BeitragVerfasst am: 07.02.2009, 12:36
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Hallo Julie,

ja gerade bei den körperlich eher kleinen Kindern immer wieder eine schwierige Entscheidung. Wir haben ja gerade einen Sprung von 2 nach 3 hinter uns (ist mit dem Zwischenzeugnis nochmal bestätigt worden), bisher läuft es ganz gut. Ich sehe einen großen Vorteil darin, dass deine Tochter die anderen Kinder kennt, sich gut mit ihnen versteht und selber springen möchte. Und wie auch schon von anderen gesagt, wichtig ist, dass die aufnehmenden Lehrer keine Probleme mit jungen Kindern haben. Zum Schwimmunterricht kann ich sagen, dass e. dort vermutlich nicht schwimmen lernen wird, weil es zuviele Kinder sind. Wir werden uns wohl selber darum kümmern müssen (uns hat durch den Sprung leider die Zeit gefehlt, es ihn in der zweiten lernen zu lassen). Dass die anderen Kinder älter sind, ist für ihn bisher kein Problem, zum einen weil er relativ groß ist, zum anderen, weil er überwiegend eh lieber mit älteren spielt. Der Altersunterschied zu den anderen 3.-Klässlern liegt zwischen 0,5 und zwei Jahren.

Das mit der Trödelei kenne ich besonders von unserer Großen, die die erste Klasse ausgelassen hat. Bei ihr entwickelt es sich aber gerade sehr positiv, vielleicht war es bei ihr tatsächlich auch eine Frage des Alters. Sie hat, obwohl körperlich sehr klein (sie wurde im letzten Schuljahr für eine 1.-Klässlerin gehalten), keine Probleme mit den älteren Mädchen in ihrer Klasse. Sie ist zwar nicht gerade unsportlich, bekommt aber im Zeugnis immer bescheinigt, dass sie eher vorsichtig ist. Bei ihr haben wir es in den Sommerferien vor der 3. Klasse geschafft, dass sie schwimmen gelernt hat.

Vielleicht hilft es dir, die positiven Seiten eines Sprungs den negativen gegenüber zu stellen und zu schauen was überwiegt.

Liebe Grüße

Antje
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Tisch8



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BeitragVerfasst am: 07.02.2009, 13:02
BeitragTitel:
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Hallo Julie,
wir haben eher die Negativerfahrung, weil wir M. nicht haben Springen lassen (aus gleichen Bedenken, wie du sie schilderst). Jetzt haben wir den Salat (siehe Diskussion in der wieterführenden Schule, 'Überspringen'). Im Nachhineien war es falsch, M. in der Grundschule normal durchlaufen zu lassen. Bei ihr mehren sich jetzt auch wieder die psychosomatischen Symptome (Nägelkauen, Schlafstörungen...) und wir lassen sie jetzt von 5 nach 6 springen. Wäre vielleicht nicht nötig gewesen, wenn wir uns vor 3 Jahren getraut hätten. >Mut aussprech<und>Daumendrück<! daumen
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LG, Tisch 8

hb-Tochter 09/98
auch kluge Tochter 08/96
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Julie
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Beiträge: 427
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BeitragVerfasst am: 07.02.2009, 13:13
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Hallo,
das hört sich bei euch ja alles ganz gut an.
Das Argument, dass sie in Sport vielleicht sogar einen Bonus hat, stimmt natürlich, da hatte ich garnicht dran gedacht. Sie zählt in Sport auch jetzt schon zu den schlechtesten. Das merkt sie auch selber und fragt mich oft, warum die anderen das viel besser können.
Zum schwimmen, sie kann schwimmen (nicht besonders toll, aber es geht) das Seepferdchen hat sie nicht, weil sie keinen Schwimmkurs gemacht hat wir einfach noch nicht beim Bademeister waren, das würde ich mit ihr auf jeden Fall noch machen und sie wird es auch schaffen, aber ich meine so allgemein, meine Große ist auch immer völlig geschafft wenn sie von Schulschwimmen kommt und sie ist eigentlich ganz fit im Schwimmen.
@undercover: Das man von den Müttern schief angeguckt wird, kann ich mir vorstellen. Das wird bei uns glaub ich aber kein Problem, denn die Zweitklässler sind die Schüler, mit denen meine große Tochter eingeschult wurden. (Ich hoffe das ist jetzt nicht zu verwirrend) Die Mütter kennen mich und meine merkwürdigen Kinder schon und sind alle sehr nett. Aber wie das dann auf der weiterführenden Schule wird weiß natürlich niemand.
Die beste Freundin der Knolle hat tatsächlich letztens ausgerechnet, dass die Knolle unbedingt springen müsse, damit sie mit ihr auf die weiterführende Schule geht tocktock Fand ich aber total süß und ich denke, dass wäre dann auch etwas Sicherheit, dass sie immer jemanden hinter sich stehen hat.
Die Lehrerin meinte zu uns, irgendwann würde die Knolle so oder so springen. Wir sollten uns nur überlegen ob wir das jetzt machen oder später. Dann denke ich, vonwegen Freunden und so, wäre es jetzt sinnvoller.
Eigentlich hatte ich immer gehofft, dass sie gar nicht springen muss und ich ihr eventuell eine Alternative zur Schule bieten kann, bei der sie sich austobt (Klavier spielen oder so). Aber da scheint sie auch kein Interesse zu haben.
Und natürlich, den Schritt zurück gibt es immer, vielleicht kann man ihr auch sagen wir testen es nur mal.
Ach, es ist echt so schwierig... Wie du schreibst, Kerstin, im Gesicht sieht man ihr an wie jung sie ist und auch ich sehe sie oft als mein "Baby". Die Lehrerin sagte das auch, aber das würde man vergessen wenn sie den Mund aufmacht. Andererseits ist die jetztige Lehrerin super nett und sie sagte auch, dass sie die Knolle auch noch ein Jahr weiter beschäftigt kriegt, wenn wir wirklich nicht wollen, dass sie springt.

Aber was kommt dann? An der weiterführenden Schule, dann wäre sie 8 Jahre, ojeoje. Wenn die Kinder so klein, an so eine große Schule mit so vielen großen Kindern müssen? Ich könnte mir gut vorstellen, dass das alles viel zu viel und zu laut und zu wuselig für die Knolle wäre, andererseits wäre es ein Jahr später auch nicht viel anders.
@azalee: wir müssen uns natürlich nicht jetzt sofort für oder gegen einen Sprung entscheiden, aber wie gesagt, die Tendenz sollte schon da sein. Meine Große ist auch gesprungen, wurde aber normal eingeschult, ist viel selbstbewusster als die Knolle, war bei ihr ganz anders. Wir haben sehr lange hin und her überlegt (die von euch, die den Fred von damals noch kennen wissen was ich für ein Trara gemacht habe drugs ) jedenfalls hat es dem Kind nicht gut getan, dass sie nicht wusste ob sie ein Erst-oder Zweitklässler ist. Deswegen möchte ich jetzt auch wieder eine frühzeitige Entscheidung haben. Und die Zweitklässler werden vom Arbeitsverhalten und organisieren schon auf die 3.Klasse vorbereitet, das finde ich auch sehr wichtig.

Oje, jetzt hab ich völlig wirr geschrieben. Sorry!
Danke für die Erfahrungsbericht!
Julie
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Sigiruna
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Beiträge: 898
Wohnort: nicht mehr Nordfriesland!!!!

BeitragVerfasst am: 08.02.2009, 16:25
BeitragTitel:
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Moin Julie winkie

Wir haben auch ein Exemplar der ganzen jungen Schüler - Töchti ist 12 und geht in die 9. Klasse. Klar sah sie auf dem Klassenfoto zum Ende der 2. Klasse aus wie das Kiga-Kind, das sie ja eigentlich noch war, und auch jetzt sind alle Mitschüler einen Kopf größer als sie, aber das - und auch die Unsportlichkeit - liegt eher an mütterlichen Genen - wie die Intelligenz. devil

Für Töchti war der Sprung damals richtig. Dass sie mit 8 aufs Gym kam, hat mich mehr besorgt als sie. Letzlich waren die Sorgen gar nicht notwendig. Spätestens nachdem in der 7. die Klassen neu gemischt waren und niemand aus der GS mehr dabei war, war das Alter auch kein Problem mehr. Die einzigen Lehrer auf dem Gym, die mich je darauf ansprachen, überschlugen sich entweder vor Begeisterung über ihre Mathe-Begabung oder wollten Tipps für ihre eigenen Kinder. holla

Und was Ordnung, Geschwindigkeit etc. angeht, so ist das garantiert nicht altersabhängig, egal, was die Lehrer so sagen. E. war immer eine der Schnellste, immer gut organisiert und ordentlich. D. dagegen ist zwar altersgemäß in der 10. Klasse - übrigens mit Mitschülern, die noch vor seinem 16. Geburtstag 18 werden(!) - soviel zum Altersabstand -, aber seine Hefte sehen nach wie vor aus wie lose Schmierzettelsammlungen, und bei Arbeiten vergisst er schon mal eine Aufgabe.

Also: Mach dir nicht zu viel Sorgen. Für das Kind ist es besser, in der Klasse zu sein, wo es kognitiv hingehört.
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Sigiruna
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Sohn 6/93, Dozent; Töchti 2/96, Mathemaster in Arbeit; Tertia 7/98, Studium
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Abnehmen, Garten, Kinder, Liebe, Sport, USA



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