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sozial sein erlernen?


 
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Gaenseblume



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 27.10.2007
Beiträge: 188

BeitragVerfasst am: 07.02.2009, 19:24
BeitragTitel: sozial sein erlernen?
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Hallo!

Mich bedrückt schon seit einigen Wochen immer mal wieder die Frage, ob wir unseren Sohn (zur Zeit Klasse 3) im sozialen Bereich intensiver unterstützen können. Anlass der Frage ist eine starke Ähnlichkeit zwischen ihm und mir. Ich präzisiere das mal:

Wir beide wollten früher in die Schule als wir durften. Schule war erst langweilig, dann irgendwie doof. Freunde hatten wir keine, eher Feinde, also vor allem solche, die uns geärgert haben. Wir sind sogar auf die selbe Grundschule gegangen und hatten dasselbe Ziel: Auf ein Gymnasium in Ost-Stadt.

Inzwischen gibt es ein nähergelegenes Gymnasium in West-Stadt, deshalb werden wir die Busfahrkarte nach Ost-Stadt wohl selbst zahlen müssen. Ich persönlich habe ein spezielles Gymnasium in Ost-Stadt im Kopf, weil ich in etwa weiß, was dort abläuft. Umgekehrt ist ein Studienfreund von mir Lehrer in West-Stadt. Sohnemann möchte auch nach Ost-Stadt und zwar weil er von seinen jetzigen Klassenkameraden weg möchte.

So weit so gut. Ich bin in der 5. und 6. massiv gemobbt worden, nicht zuletzt, weil ich mich auch übel daneben benommen habe (ein Teufelskreis halt). Und damit kommen meine Zweifel, ob es nicht eigentlich egal ist auf welche Schule er geht und ob die günstigere Variante nicht vielleicht besser wäre (Buskosten ca. 90 Euro im Monat). Oder weiß jemand eine Möglichkeit, wie wir ihm helfen können, eben nicht wieder in ein soziales Loch zu fallen?

Er geht regelmäßig zum DLRG und unregelmäßig zum JRK, allerdings hat er auch dort keinen Kontakt.

Liebe Grüße,
Gaenseblume
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jutta
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2005
Beiträge: 4602
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 07.02.2009, 22:28
BeitragTitel:
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Hm.

Mal kurz zu Napoleon: Er hat kaum bis keine Kontakte in der Schule, er wollte auch früher eingeschult werden als er durfte. Er geht in verschiedene Vereine, hat dort wenig bis keine Kontakte, fühlt sich aber wohl dort.

Er ist sehr sozial, finde ich. Er hält anderen die Türe auf, löst Konflikte (die er wenig hat) erstmal verbal, holt sich Hilfe, achtet auf Regeln, kann mit anderen Beziehungen aufbauen, aber mag eher das Fürsichsein. Er merkt, wenn es anderen nicht gut geht (meistens) und hilft ab und zu bei der Hausarbeit. Also eher ein Persönlichkeitsmerkmal, dieses Einzelgängertum.

Findest du deinen Sohn da wieder? Und welche Frage hast du denn? Was genau ist an ihm denn nicht sozial genug? Er ist kein Partylöwe? Du hast aus eigener Erfahrung heraus Angst vor Mobbing? Ich sehe eine Sensibilität bei dir, du achtest auf ihn, aber geht es ihm so schlecht, dass er etwas eintrainieren muss?
Meine Söhne sind beide eher sparsam mit Freunden, ich mag es nicht so, aber ich akzeptiere es. Solange sie nicht gänzlich ohne Treffen leben wollen.

Ich glaube, du machst dir da vielleicht Sorgen, wo sie nicht nötig sind. Oder habe ich etwas übersehen?

Lieben Gruß

Jutta
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Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
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Gaenseblume



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 27.10.2007
Beiträge: 188

BeitragVerfasst am: 07.02.2009, 23:53
BeitragTitel:
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Hallo Jutta,

vielleicht hast du recht. Ja ich finde meinen Sohn da wieder. Und im wesentlichen Unterschied zu mir nuckelt er nicht am Daumen (habe ich mir mit 18 abgewöhnt).

Aber im Gegensatz zu mir wird er jetzt (in der Grundschule) schon geärgert, daran kann ich mich nicht wirklich erinnern. Zumindestens nicht so. Aber vielleicht sind es ja auch nur Kleinigkeiten, die mir als Mutter mehr auffallen, als ihm als Sohn, oder mir damals als Tochter.

Ich glaube, ich habe Angst davor, dass er nach einem halben Jahr wieder totaler Außenseiter ist. Ich habe nichts gegen Einzelgänger, aber Außenseiter, die geärgert werden haben es doch irgendwie verdammt schwer wieder in ein "normales Leben" zu kommen. Oder nicht?

Liebe Grüße,
Gaenseblume
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ranunkel



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Anmeldungsdatum: 25.04.2008
Beiträge: 305
Wohnort: Schleswig-Holstein/nahe Kiel

BeitragVerfasst am: 08.02.2009, 11:53
BeitragTitel:
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Hallo Gaenseblume,
möglicherweise überträgst du da deine leidvollen Erfahrungen auf deinen Sohn.
Gibt es denn von Seiten der Schule Hinweise darauf, dass er von der Klasse nicht anerkannt wird bzw. Defizite im sozialen Bereich aufweist?
Meine Kinder sind in Bezug auf Freundschaften auch sehr wählerisch und im Zweifelsfall lieber für sich, als sich zu "verbiegen" nur um dazuzugehören. Ehrlich gesagt finde ich das nicht schlimm, solange sie dazu stehen können.
Geht das Ärgern in der Klasse denn über den üblichen Rahmen hinaus und leidet dein Sohn sehr?
Dass Kinder im Grundschulalter sich ärgern, finde ich grundsätzlich nicht ungewöhnlich. Schlimm wird es, wenn immer ein und derselbe zur Zielscheibe von einer Gruppe wird. Ich denke, dann sollte man möglichst sofort reagieren.
Ich halte es nicht für richtig, deinen Sohn darin zu unterstützen, mit großem finanziellen und wohl auch zeitlichem Aufwand eine entfernte Schule zu besuchen, damit er von seinen Klassenkameraden wegkommt.
Bei uns war es so, dass in der 5. Klasse ein kompletter Neuanfang möglich war. Die Klassengemeinschaften werden ja aufgelöst und es entstehen völlig neue Strukturen.
Davon abgesehen hilfst du deinem Sohn vermutlich nicht, wenn du ihm das Signal gibst, davonlaufen wäre eine Lösung von Problemen.
Du schreibst, dass du gemobbt wurdest, aber auch, dass du den Teufelskreis erkannt hast, in dem du dich befandest. Das kann doch heute deinem Sohn helfen. Sprich mit ihm darüber, wie du dich gefühlt hast und was du hättest anders machen können. Sag ihm, dass er die anderen nicht ändern kann; er kann nur sein eigenes Verhalten ändern.
Und sag ihm vor allem, dass er o. K. ist.
LG ranunkel
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Die ersten Menschen waren nicht die letzten Affen.
(Erich Kästner)
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Gaenseblume



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Anmeldungsdatum: 27.10.2007
Beiträge: 188

BeitragVerfasst am: 08.02.2009, 13:20
BeitragTitel:
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Hallo Ranukel,

ranunkel hat folgendes geschrieben:

Ich halte es nicht für richtig, deinen Sohn darin zu unterstützen, mit großem finanziellen und wohl auch zeitlichem Aufwand eine entfernte Schule zu besuchen, damit er von seinen Klassenkameraden wegkommt.
Bei uns war es so, dass in der 5. Klasse ein kompletter Neuanfang möglich war. Die Klassengemeinschaften werden ja aufgelöst und es entstehen völlig neue Strukturen.


Ich glaube, ich habe mich hier missverständich ausgedrückt. Die Schulen liegen in zwei gänzlich verschiedene Richtungen, so dass man eigentlich nicht von einem Entfernungsunterschied reden kann (beides ca. 10 km). Allerdings überschreiten wir nach Osten hin die Stadt-Grenze (wie gehören zu West-Stadt), es gibt in beide Richtungen eine gute Busverbindung (genau genommen ist es dieselbe Linie).

Neben den Gründen, die mein Sohn hat, habe auch ich eine leichte Präferenz nach Ost-Stadt, weil das Gymnasium einfach besser ist, vorausgesetzt, er nutzt das auch ein wenig (er verfällt zum Teil in Leistungsverweigerung, da sind beide Gymnasien machtlos).

Liebe Grüße,
Gaenseblume
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Ima



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Anmeldungsdatum: 21.03.2007
Beiträge: 1471
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 08.02.2009, 14:04
BeitragTitel:
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Ach ja, das ist ein Thema, dass mich auch immer wieder beschäftigt, grad wieder stärker als sonst:
Auch mein Sohn ist eher isoliert, richtige Freunde hat er in der GS weiterhin nicht; nein, gemobbt wird er nicht - es gab zwar schon die eine oder andere Situation, die ansatzweise in die Richtung interpretiert werden könnte, aber es hält sich in Grenzen -, er meint selber, dass er da schon ein paar Kumpels hat... aber viel ist da nicht, und mich stimmt es traurig, dass es sich in den Ferien (heute letzter Ferientag) wiedermal nicht ergeben hat, dass er sich mit einem Kind aus der Schule einfach mal trifft oder so...
Ich merke da aber auch, dass ich da vieles von mir selber in ihn hineinprojiziere: Ich war als Grundschulkind komplett isoliert, war immer "anders" und wurde zeitweilig richtig gejagt und verprügelt (weil ich mich dem Schulking nicht unterordnen sondern meine Ruhe wollte)... Ich habe mich oft sehr einsam gefühlt und dies hat auch meine Minderwertigkeitskomplexe verstärkt...
Daher beobachte ich mein Kind sehr auf alle Anzeichen in dieser Richtung; aber er ist nicht wirklich unglücklich, ist auch eher der Einzelgänger, will es auch sein, mag sich einfach nicht unterordnen.
Er ist sich aber trotzdem dessen bewusst, dass es nicht so einfach läuft und dass der Schulstart nicht so optimal verlief; er ist nun mal durch sein wildes anarchisches ungezügeltes Wesen eher negativ aufgefallen und gleich in einer Schublade gelandet, aus der er nicht mehr richtig rauskommt. Es passiert auch manchmal, dass er traurig ist, weil er sich abgelehnt, ausgeschlossen fühlt und, auch wenn er nicht die einfachste persönlichkeit ist, ist da auch etwas dran...
Ich sehe daher den anstehenden Wechsel aufs Gymnasium (wenn es denn alles klappt) auch als Chance für einen Neustart in dieser Hinsicht... Mal sehen, wie es wird... Ich bin mir aber auch dessen bewusst, dass er nun mal eher Einzelgänger ist und halt nicht so sehr dem super integrativen allseits beliebten Charakter entspricht, das heißt eine 180°-Wendung erwarten wir beide nicht...

Zwei Dinge wollte ich auch noch sagen:
Oft wurde mir gesagt, dass es meinem Sohn an sozialer Kompetenz mangelt, manchmal kam auch der Satz, dass es ja typisch für Kinder "seiner Art" ist... ABER: Mir ist es mittlerweile aufgefallen und ja, vielen der Erwachsenen um mich herum, die ihn besser kennen, auch, dass dies so einfach nicht stimmt; mein Sohn ist eigentlich sehr sensibel und einfühlsam, hat einen starken Gerechtigkeitssinn, vor allem auch, wenn es um "schwächere" geht; ein Beispiel: Bei uns im Haus wohnt ein Junge, der mittlerweile in der 1ten Klasse unserer Schule steckt, mit seiner Mutter, die schwerkrank ist... Es war unglaublich, wie einfühlsam und taktvoll er mit beiden umgegangen ist, ohne dass ich ihm viel sagen musste... Was ich damit sagen will: Nur weil ein Kind nicht angepasst ist bzw nicht sein will oder eher dem Einzelgängertyp entspricht, auch wenn es öfters wild und laut ist, nur weil er eben nicht gleich zu durchschauen ist, heißt es nicht, dass es sozial inkompetent ist. Klingt blöde, aber ich habe eine Weile gebraucht, es zu verstehen, und in meiner Unsicherheit brauchte ich auch eher den Zuspruch von Freunden, dies anzunehmen...

Das andere ist: Gestern hatte mein Sohn Aikido und ich habe mich länger mit seinem Lehrer (den ich sehr schätze, denn er hat eine wunderbare Art, auf jedes Kind so einzugehen, wie es ist) unterhalten. Er meinte zu mir "Vergiss eines nicht, besondere Kinder werden oft lange schräg angeschaut und nicht akzeptiert, bis irgendwann der Punkt kommt, wo die Leute begreifen, dass eben diese Besonderheit eigentlich etwas Gutes ist, und dann kommen sie alle an". Er meinte, anstatt dem gesellschaftlichen Druck nachzugeben und diesen Kinder ein "soziales Verhalten" im Sinne von Angepasstsein aufzuzwingen, sollte man sie unbedingt darin stärken, dass es absolut voll in Ordnung ist, dass sie sind, wie und wer sie sind...

Klingt für einige von euch jetzt vielleicht nicht wirklich neu, auch für mich nicht, aber ich merke, wie verunsichert ich doch immer wieder bin und die aufmunternden Schubser meiner Lieben um mich herum, die mir sagen, dass mein kleiner Prinz völlig okay ist, die brauch ich doch immer wieder, die tun mir gut.

So, ich hoffe, das war jetzt nicht zu sehr am Thema vorbei... Smile
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Ima
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Sigiruna
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BeitragVerfasst am: 08.02.2009, 16:52
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Moin Gaenseblume,

pass auf, dass Du nicht zuviel Deiner negativen Schulerfahrungen auf Dein(e) Kind(er) projezierst!
Das geht mir leicht so, aber eigentlich liegt es nur daran, dass meine beiden Großen beide keine Typen für große Freundeskreise sind. Sie haben beiden Freunde in NF, mit denen sie nach wie vor engen Kontakt haben - "die telecom, die freut sich" - die Bahn auch. In der neuen Schule hier fühlen sie sich wohl, haben nette Mitschüler, aber noch keine richtigen Freunde.
S., die in NF die meisten Freundinnen hat(te), geht es ähnlich, nur dass sie durch den zweimaligen Schulwechsel auch Kontakte zu Kindern hier im Dorf hat. Im Gym. ist sie in eine Clique von acht Mädchen reingerutscht, die alle zusammen von einer Grundschulklasse gekommen sind. Aber am liebsten sind sie nur mit ihren Geschwistern zusammen oder für sich.
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Sohn 6/93, Dozent; Töchti 2/96, Mathemaster in Arbeit; Tertia 7/98, Studium
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grünergeist
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Anmeldungsdatum: 21.05.2005
Beiträge: 2644

BeitragVerfasst am: 08.02.2009, 19:30
BeitragTitel:
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Mein Geistelin galt beim Lehrer in der Ersten Klasse als sozial gestört. Sie wurde massiv gemobbt von der Klasse mit Duldung/ Unterstützung der Lehrer und hat entsprechendes Verhalten entwickelt..
Nach Schulwechsel fällt sie sozial nicht mehr auf, sie hat Freunde und ist in der Gesamtklasse akzeptiert, obwohl sie sich oft abseits stellt, z.B. durch Regelverletzung oder Leistungsverweigerung, wenn die anderen arbeiten oder auch Unverständnis für die Interessen anderer.
Die neue Lehrerin hat die Gruppe im Griff und geht gegen Ärgern vor, sobald es einzelne betrifft.
Das allgemeine gegenseitige Gestänker ist wohl normal, auch wenn Geistlein es nicht versteht, hat sie eben mitgekriegt, daß Kinder in Gruppen sich so verhalten und es nicht persönlich gemeint ist.

Geistleins erste Schule war auch meine alte. Ich hatte Grundschulerinnerungen ziemlich verdrängt, aber als ich den Gang zur Anmeldung machen mußte, war der alte Horror wieder so präsent, daß es mich wirklich geschockt hat. Vielleicht war ich darum in der ersten Klasse sogar eher zu unaufmerksam für Geistleins Nöte, weil ich nicht meine Geschichte übertragen wollte. Ich habe zu oft die "Schuld" für die Konflikte in der Klasse bei ihr gesucht.
Jedenfalls war es ein ganz schlechter Start, den ich lieber verhindert hätte, aber das ist gelaufen. Die Entscheidung hatte ihre Gründe und ob es richtig war, sieht man immer erst hinterher. Wichtig ist, eine klare Entscheidung zu treffen und dazu und den Folgen zu stehen.
_________________
Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen. [George Orwell]
grünergeist
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Synkopia
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 09.03.2007
Beiträge: 1496
Wohnort: Nord-Württemberg

BeitragVerfasst am: 08.02.2009, 22:33
BeitragTitel:
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Hallo Gaenseblume! winkie

Einmal Außenseiter muss nicht immer Außenseiter heißen (auch nicht wenn man "anders" ist). Dazu mal kurz meine Erfahrungen aus der Schulzeit: die ersten beiden Jahre in riesengroßen Klassen keine besonderen Probleme. Umzug, 3. Klasse, extreme Hackordnung, ein paar konnten keine Konkurrenz vertragen - es wurde das ganze Jahr nicht besser. Umzug, 4. Klasse, erst ging es gut los, aber dann passte ich den Mitschülern aus dem Dorf nicht mehr - heute nennt man das, was dann lief, Mobbing. Wenigsten hatte ich eine Freundin in der Klasse, die leider ziemlich weit entfernt wohnte. Auf dem Gymnasium: keine besonderen Probleme in der eigenen Klasse (nur mit Jungs aus der Klasse darüber, die von einem Nachbarsjungen aufgewiegelt wurden - aber an der Bushaltestelle halfen mir dann auch ältere Jungs aus dem Nachbarort; irgendwann war der Junge auch nicht mehr auf der Schule, da hörte das auch komplett auf.) - Es kommt immer darauf an, inwieweit "Anderssein" (bei mir waren das vor allem: nicht Dialekt sprechen, nicht katholisch sein, sehr gute Noten) in der Klasse toleriert wird.

Meine Tochter tut sich auch auf dem Gymnasium viel leichter mit ihren Mitschülern und Mitschülerinnen als in der Grundschule (wo vor allem in der 4. Klasse einige Mitschülerinnen sehr auf ihr herumgehackt und schlecht über sie geredet haben), obwohl sie in der Klasse keine richtige Freundin hat und sehr zurückhaltend ist. Aber sie ist in der Klasse akzeptiert und integriert. Dafür musste sie sich nicht verbiegen!

Liebe Grüße
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Synkopia mit Tochter (*7/95), Sohn (*4/97), Tochter (*6/99) und Sohn (*9/04)
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