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Gedanken zum "Nichtspringen" von 2 in 4


 
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Pitsidia
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 12.12.2006
Beiträge: 921
Wohnort: Rhein-Main

BeitragVerfasst am: 15.06.2009, 22:38
BeitragTitel: Gedanken zum "Nichtspringen" von 2 in 4
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Hallo,
ich wäre mal über Euer Feedback froh. Vor zwei Wochen sprach mich die KL unseres Großen an, wenn er springen sollte, dann wäre jetzt der beste Zeitpunkt...war zwischen Tür und Angel, keine tiefergehenden Kommentare, er ist so furchtbar fleissig usw. Wir hatten eigentlich schon recht deutlich über das Thema gesprochen (bei Sprechtagen usw.) und waren uns einig, dass es nicht angebracht sei. Unser Sohn ist mit 5einhalb eingeschult worden und ist sehr sehr gut integriert in der Klassengemeinschaft. Er macht alles ohne große Mühe und hat gute soziale Kontakte. Alles läuft eigentlich glatt bis auf ein bisschen Gemecker bei den Hausaufgaben. Sind die zu leicht, haben wir "Tauschgutscheine", d.h., er darf sich schwierigere Aufgaben vom Papa holen (der ist Mathelehrer Sekundarstufe).

Wir haben dann ein bißchen über das Thema gesprochen und beschlossen, Sohni mal zu fragen, was er davon halten würde. Er sagte "darüber denke ich ja auch schon die ganze Zeit nach, Tag und Nacht"...... aha Allerdings war für ihn auch das Umfeld und die neuen Kinder ein ausschlaggebendes Argument. Wir haben das ganze eine Weile ausgebrütet und dann die KL nochmal angesprochen, um den Anlass zu erfahren. Sie hatte das Thema auch für sich schonwieder abgeschlossen, da es eigentlich keine Probleme gibt und eine Kollegin mit HB-Kind ihr davon abgeraten hatte, wenn kein akuter Anlass bestünde.

Wir einigermassen guten Gewissens das Thema Springen wieder in die Schublade gelegt (Sohni wäre dann 1,5 Jahre jünger als normal, aber bis zu 3 Jahre jünger als die Ältesten der Klasse - das macht v.a. auf der weiterführenden Schule schon viel aus).

Wie seht Ihr das, machen wir einen Fehler? Kann man nicht in jeder Klassenstufe springen, falls es Probleme gibt? Unsere Kinder sind allergrößtenteils von uns beiden betreut und wir sagen uns, wenn es Schwierigkeiten gibt, werden die uns nicht entgehen. Noch dazu haben wir guten Kontakt mit der engagierten KL.

Habt Ihr andere Denkansätze?

Freue mich über Feedback
LG
Pitsidia
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Pitsidia
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BigBird



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Anmeldungsdatum: 05.10.2007
Beiträge: 701
Wohnort: Main-Kinzig-Kreis

BeitragVerfasst am: 16.06.2009, 06:57
BeitragTitel:
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Das hört sich an, als käme er bei einem Sprung aus einer fast idealen Situation in eine unsichere Situation - muß ja eigentlich nicht sein. Wenn er jetzt keinen Leidensdruck hat und sich so wohl fühlt in der Klasse ist eigentlich nicht viel Spielraum für Verbesserung.

Viele Grüße,
Christine
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BigBird
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Tar-Miriel
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Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 5260
Wohnort: Südhessen

BeitragVerfasst am: 16.06.2009, 08:20
BeitragTitel:
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Hallo Pitsidia, winkie

wenn es Deinem Sohn in der Schule gutgeht, er sich in der Klasse wohlfühlt und es keine wesentlichen Probleme gibt, warum sollte er dann springen?
"Weil er es könnte" reicht dafür für mich nicht aus, ist aber schön zu wissen, oder? green

Die Unterschiede zwischen den Lehrern an Grundschulen sind riesengroß und die Wahrscheinlichkeit gleich zweimal Glück zu haben nicht so besonders. Ohne Not würde ich diese Unsicherheit nicht für mein Kind wählen wollen. Wer weiß, was die Zukunft noch bringt, vielleicht kommen dann Probleme, denen man auf diese Weise begegnen muss. Was, wenn der Joker dann schon ausgespielt wurde? Nur so ein Gedanke...

Solange er sich wohlfühlt und keinen Leidensdruck verspürt - HA sind zwar lästig, aber eben meist unumgänglich - sehe ich keine Notwendigkeit zu springen.

Super, dass Ihr eine KL habt, die sich Gedanken macht und überlegt, was die Kinder brauchen. daumen

Liebe Grüße
Tar-Miriel
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SilR




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BeitragVerfasst am: 16.06.2009, 09:03
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wir überlegen ja auch... Die kleine ist schon eine der jüngeren in der Klasse. Uns hat die Psychologin zu denken gegeben, dass der Sprung bei ihr wohl nicht die Langeweile bekämpfen wird, da sie eine enorme Auffassungsgabe hat und sie schnell wieder zu den besten gehört. Was ist dann mit der weiterführenden Schule? Bei uns musst du dafür in die nächste Stadt fahren, weit laufen. Wie schaut es in der auffnehmenden klasse aus? Akzeptiert die lehrerin solche Kinder, oder empfindet sie diese eher als Mehrarbeit?
Bei uns extrem unsicher!
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Tar-Miriel
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Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 5260
Wohnort: Südhessen

BeitragVerfasst am: 16.06.2009, 10:25
BeitragTitel:
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Jetzt muss ich doch noch mal einhaken unter Bezug auf SilRs Posting:

Ein gewaltiges Argument für einen Sprung, wäre die Verkürzung einer nur schwer zu ertragenden Grundschulzeit. Wenn abgebende und aufnehmende KL sich nichts schenken (im negativen Sinne), dann macht die Flucht nach vorne bestimmt Sinn. Leider kann man damit die Situation des Kindes nicht verbessern, aber die Verweildauer in dieser Situation verkürzen!!!

@Pitsidia
Dieses Problem habt Ihr ja - Gott sei Dank - nicht. daumen
Sorry fürs Shreddern.

Liebe Grüße
Tar-Miriel
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grünergeist
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Anmeldungsdatum: 21.05.2005
Beiträge: 2644

BeitragVerfasst am: 16.06.2009, 10:51
BeitragTitel:
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Was spricht eigentlich für einen Sprung, wenn keine Notlage besteht???
Ein Jahr früher Steuern zahlen?

Auch Hbchen haben ein Recht auf Kindheit und das heißt für mich, daß sie das Recht haben sich die gleiche Zeit verantwortungsfrei in der Schulzeit mit Dingen zu beschäftigen, die sie mögen. Egal, ob das jetzt Disco ist, oder eben Chemie auf hohem Niveau. Sobald sie aus der Schule raus sind, ist diese Möglichkeit vorbei, dann müssen sie irgendwas ernsthafteres beginnen.
_________________
Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen. [George Orwell]
grünergeist
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Sigiruna
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BeitragVerfasst am: 16.06.2009, 18:27
BeitragTitel:
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Moin!

An Deiner Stelle würde ich es mir mit dem Sprung sehr überlegen.

Bei Söhnchen standen wir zweimal vor der Situation, uns gegen Springen zu entscheiden. Das erste Mal war zu Beginn der 3. Klasse, wo er es bei einer noch sehr unerfahrenen und unsicheren neuen KL nach einem Vierteljahr (!) Wiederholung - die alte Lehrerin war im Stoff recht schnell vorgegangen und differenzierte sehr - vor Langweile nicht mehr aushielt. Die KL empfahl uns, ihn springen zu lassen, was bei mir eher rüberkam, als ob sie ihn loswerden wollte. Wir entscheiden uns dagegen, weil er sich 1. in seiner Klasse sehr wohl fühlte, 2. der Jüngste war und 3. weder die Klasse darüber noch deren Lehrerin uns als eine Verbesserung erschien.

Die beiden letzten GS-Jahre waren nervig - für alle Parteien. Da Söhnchen aber keine Energie in die Schule stecken musste - außer in die Verbesserung gewisser Grundtechniken wie den Umgang mit Schreibwerkzeugen und den Linien im Heft - hatte er Zeit, andere Interessen zu entwickeln und zu vertiefen, wovon er jetzt profitiert. Ein Jahr länger GS bedeutete zwar längere schulische Langweile, aber auch längere Freizeit und Freiheit von lästigen Dingen wie ewig langen Schulwegen, Vokabellernen und riesigen HA-Bergen von Lehrern, die glauben, dass die Kinder ihren Nachmittag nur ihrem Fach widmen.

Im Nachherein sind wir sehr zufrieden damit. Söhnchen ist Klassenbester, ohne sich auch nur einen kleinen Zeh dafür auszureißen, und wurde für diverse Fördermaßnahmen empfohlen. Gleichzeitig fühlt er sich in seiner Klasse wohl und "passt" vom Entwicklungsstand. Da er nun nicht der erste Jahrgang nach Oberstufenreform ist, kommt er in der Genuss erster Nachbesserungen.
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Sohn 6/93, Dozent; Töchti 2/96, Mathemaster in Arbeit; Tertia 7/98, Studium
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Pitsidia
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Beiträge: 921
Wohnort: Rhein-Main

BeitragVerfasst am: 16.06.2009, 21:13
BeitragTitel:
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Danke, was Ihr schreibt, bestätigt nur unsere Gedanken. V.a. das Thema mit der Klassenlehrerin war ein großes, ich glaube nicht, dass wir wieder so ein Glück hätten. Und unser Sohn ist (wahrscheinlich auch durch sie) sehr motiviert. Könnte sich dann schnell ändern, wenn auch er die neue Lehrerin nicht so hoch achtet.

Einzig was uns stutzig machte, war seine Aussage dazu, er macht sich auch schon "lange" darüber Gedanken. Aber vom Gedanken her ist es wahrscheinlich eher die Neugier auf den schwierigeren Stoff. Das ist ja aber schon immer die Kunst für uns, neben dem "normalen" Leben noch Stoff, Themen, Herausforderungen anzubieten. Aber das kennt Ihr ja alle.

Es hieß ja auch, WENN, dann jetzt. Wir haben uns überlegt, dass es sicher immer eine Lösung geben wird, wenn´s mal problematisch wird. Das Kind würde dann vielleicht mit 15 Abitur machen. Darf er dann zum Studieren zuhause ausziehen??? Irgendwie muss das doch alles zusammenpassen. Und im Moment ist es einigermassen stimmig, zumindest was den Schulalltag angeht.

Bin trotzdem ein bisschen beruhigt, dass Ihr diese Gedanken bestätigt.
Lieben Gruß und eine schöne Restwoche!
Pitsidia
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Pitsidia
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Atti
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Beiträge: 291
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BeitragVerfasst am: 17.06.2009, 07:44
BeitragTitel:
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Hallo,
wir haben uns auch mehrfach gegen einen Sprung entschieden. Schulisch ist die Rübe zwar überhaupt nicht gefordert, dafür passt aber alles andere. Ich bin froh, dass sie in der 2. nicht gesprungen ist, die Mädchen in der aufnehmenden Klasse sind echte Grazien und würden zu unserer Tochter nicht besonders passen.
Eine gut funktionierende schulische Situation zu verlassen, um das Kind im Unterricht mehr zu fordern macht m.M. nach wenig Sinn. Da habe ich lieber ein im Unterricht gelangweiltes aber dafür fröhliches und ausgeglichenes Kind.
lG
Atti
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