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Ich lerne was ich will


 
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Moffi
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Anmeldungsdatum: 29.03.2005
Beiträge: 2070

BeitragVerfasst am: 07.07.2009, 08:57
BeitragTitel: Ich lerne was ich will
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Hallo winkie ,

http://www.youtube.com/watch?v=Y3nR8op9hNg

Teil 1 einer Dokumentation über freien Unterricht in der Grundschule...

lG
Karin
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jenny
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Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 5112
Wohnort: Krefeld

BeitragVerfasst am: 07.07.2009, 09:30
BeitragTitel:
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DAS find ich ja superextrem!!

Ich glaube da gefällt mir doch das Monteprinzip, das an unserer Grundschule hier angewendet wird besser. Da gibt es ja auch "ich lerne das was ich will", aber eben auch eine gewisse Anleitung Dinge zu tun, die einem vielleicht nicht so liegen.
Ich bin ja der Meinung, dass Kinder auch eine gewisse Struktur brauchen und die muss vorgelebt werden. Da bringt es wenig, Kinder einfach sich selbst zu überlassen. Wenn die nie Struktur und Arbeitshaltung kennengelernt haben, wie sollen die dann wissen, wie man es ordentlich macht.

Klar, die Geschichten, die da bereits von 2.Klässlern geschrieben werden sind wirklich toll, aber die Jungs sind mir einfach zu heftig.

Gruß,

jenny
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Niveau ist keine Gesichtscreme und Stil nicht der obere Teil des Besens......

Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden.

jenny
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starkejungs
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Anmeldungsdatum: 24.10.2006
Beiträge: 5625
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 07.07.2009, 10:38
BeitragTitel:
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Der Krach in der Klasse wäre unerträglich für meine beiden gewesen surprise
Und die Frage wäre dann auch, wieviele Kinder- schon alleine aus Konzentrationsunvermögen durch den Lärmpegel- weit unter ihren Möglichkeiten bleiben/blieben...

Ich denke auch, eine gesunde Mischung aus Anleitung- je nach Bedarf mehr oder weniger- und viiiel selbstmotiviertem Lernen wäre ein guter Weg. Aber das da würde mir nicht gefallen.

Grüßle Steffi
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Hab Geduld! Nicht durch Aufschlagen, sondern durch Ausbrüten wird das Ei zum Küken.
(Sören Kahl)
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Ima



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Anmeldungsdatum: 21.03.2007
Beiträge: 1471
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 07.07.2009, 18:06
BeitragTitel:
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Also ich habe nur diesen einen Beitrag gesehen, die anderen werde ich mir beizeiten mal anschauen, denn ich denke, dass man hier wirklich nur einen relativ kleinen Einblick bekommt... und noch etwas, das Prinzip freie/demokratische Schule verläuft überall immer etwas anders, da es ja kein Masterplan oder so gibt, an dem man sich komplett orientieren kann... d.h. was hier komisch läuft, kann woanders wieder ganz anderes gehandhabt werden... damit meine ich, d. dies hier vllt einen Einblick gibt, wie eine freie Schule aussehen könnte, es erhebt aber keinen Gebot auf Allgemeingültigkeit...

Ich habe viel über so genannte freie bzw. demokratische Schulen gelesen, hab mich auch viel mit dem Summerhill-Prinzip beschäftigt (also nicht nur die grüne Wolke gelesen^^), da ich u.a. ein Paar kenne, das ihre 2 Kids nach England dorthin schicken möchte...

Meine Meinung: Ich finde, da sind wunderbare Ansätze dabei, nur sind sie nicht für jedes Kind geschaffen (genauso wie zB Waldorf nicht für jedes Kind das beste ist/sein kann)... und die Rahmenbedingungen für diese Versuche müssen auch stimmen... so sind zB fast 30 Kids und nur 1 Lehrer prinzipiell schon schlimm, bei solch einem Ansatz ist es aber kein Wunder, wenn es eben "laut" wird... und wenn da solch "problematische" Kinder wie der hier gezeigte André dabei sind, hmm, naja... einfach ist es natürlich nicht... hier wäre einfach mal eine zusätzliche pädagogische Lehrkraft angebracht...
Diese Ansätze sind (sieht man von Summerhill selbst ab, und das Summerhill-Konzept scheint ja auch aufzugehen!!!) ja relativ jung, und wie bei allen noch so jungen noch experimentellen Dingen wird auch nicht alles von Anfang optimal sein (ganz abgesehen von so Dingen wie finanzieller Unterstützung, aber auch gesellschaftlicher Akzeptanz etc pp, die meist fehlt...)... Aber es sind ja auch FREIE Schulen, niemand ist dazu verpflichtet, sein Kind dorthin zu bringen, aber die Tatsache, dass es sie gibt bzw. Menschen, die auf diesem Wege versuchen, die Gesellschaft zum Positiven zu verändern (ja, ich weiß, es gibt auch dogmatische Spinner, aber die gibt es überall, zB auch in ultrareligiösen aber auch in Waldorf-Schulen), gibt mir definitiv Optimismus, was unsere Gesellschaft angeht, in der so vieles einfach miiiiiiies läuft!

Zum Thema verhaltensauffällige Kinder und Summerhill hab ich vor einer Weile einen sehr interessanten Zeitungsbericht gelesen: Da gab es ein Mädchen, dass äußerst verhaltensauffällig/aggressiv war, das massiv störte und dementsprechend ALLE Kinder beim lernen bzw. bei ihren Aktivitäten gestört hat; nun gibt es in Summerhill ja eine Art Kinderparlament (ein Prinzip, welches in vielen demokr. Schulen übernommen wurde), welches dann auch wegen des Mädchens berufen wurde... Um das Problem mit ihr in den Griff zu kriegen, wurde folgendes beschlossen: Das Mädchen wurde für einen ganzen Tag zur Prinzessin gekürt und alle mussten/durften sich um sie kümmern --> Hat sie die ganze Zeit auf negative Weise Aufmerksamkeit gefordert, so wurde ihr diese nun auf eine ganz andere Weise zuteil... und siehe da, es half, sie hatte sich ab dann wieder mehr in Griff!!! Das fand ich toll... Werden diese "auffälligen" Kids meist doch eher bestraft, und sei es "nur" mit Ablehnung und Ignoranz, so wurde ihr einfach mal für einen begrenzten Zeitraum DAS gegeben, was sie brauchte, und sie wurde weiterhin integriert, als dazugehörend angesehen... Das Kind wurde also trotz aller Fehler und trotz Fehlverhaltens akzeptiert und angenommen, die anderen Kinder haben sich Gedanken gemacht, wie ihr zu helfen sei, haben über ihren Tellerrand hinweg geschaut und sich um sie bemüht...
Das sind so Dinger, die ich an diesem Ansatz demokr. Schule ganz großartig finde und ich bin sehr gespannt, was sich da noch tun wird...

In Berlin haben kürzlich mehrere solcher Schulen aufgemacht, hätte es so etwas früher gegeben, hätte ich dies in meine Überlegungen mein Kind betreffend definitiv mit einbezogen, denn ich glaube, meinem doch etwas anders tickenden Sohn hätte eine solche ja irgendwie doch humanere Atmosphäre gut getan... gerade wo er doch auf der sozialen Ebene eben nicht so wahnsinnig schnell ist wie auf der kognitiven bzw. einfach mehr Raum/Zeit bräuchte, um sich auf dieser Eben zu entfalten/entwickeln...

Grüße von Ima, die den Idealismus wohl nie ganz ablegen wollen wird Smile
_________________
Ima
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grünergeist
Quiz-Gewinnerin



Anmeldungsdatum: 21.05.2005
Beiträge: 2644

BeitragVerfasst am: 07.07.2009, 23:00
BeitragTitel:
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Ich glaube wenn das Konzept über Jahre durchgezogen wird, wäre sowas auch fürs Geistlein gut gewesen. Freiwillig hat sie über die Jahre alles mal gemacht, erst in der ersten Klasse ist ihr die Begeisterung für Rechnen und Schreiben abgewöhnt worden.
Wenn jedes Jahr eine Lernstandskontrolle erfolgt, würde sie in einigen Sachen wohl zuwenig gemacht haben, das aber im Laufe der Jahre einholen.
Im Moment stopft sie sich wieder mal intensiv mit Englisch voll, das hat fast zwei Jahre geruht und jetzt ist es wieder aktuell und sie lernt wahrscheinlich den Stoff vom ganzen nächsten Jahr. Das Abarbeiten in der Schule bringt da inhaltlich nichts und die Dressur auf Disziplin mit öden Aufgaben versagt einfach.
_________________
Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen. [George Orwell]
grünergeist
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SilR




Anmeldungsdatum: 07.03.2005
Beiträge: 1998
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 08.07.2009, 08:47
BeitragTitel:
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ich lese gerade von john Holt ein interessantes Buch
http://de.wikipedia.org/wiki/John_Caldwell_Holt

Aus schlauen Kindern werden Schüler. Von dem, was in der Schule verlernt wird, Beltz, Weinheim, 2004, ISBN 3-407-22132-0


und ich muss euch sagen, mir ist einiges klarer geworden

hier zum reinlesen:

http://books.google.de/books?id=ZRXT-hUoMIwC&printsec=frontcover&dq=Aus+schlauen+Kindern+werden+Sch%C3%BCler.+Von+dem,+was+in+der+Schule+verlernt+wird
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Moffi
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Anmeldungsdatum: 29.03.2005
Beiträge: 2070

BeitragVerfasst am: 08.07.2009, 09:14
BeitragTitel:
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Hallo winkie ,
die anderen Teile gibt es auch auf Youtube.

Nachdem ich mir den ganzen Film angeschaut habe, finde ich dieses Beispiel eigentlich eher abschreckend. (Es handelt sich bei der Schule in dem Film übrigens um eine staatliche Schule.)

Bei uns (Montessori) wird auch sehr frei unterrichtet. Meine Tochter hat keine Wochenpläne (wäre aber auf Wunsch der Eltern möglich), macht, worauf sie Lust hat (wobei manche Lehrer ihr schon Material verweigern mit der Begründung "für Zweitklässler zu schwer") und ist hochmotiviert. Lücken hat sie, soweit ich sehen kann, bisher keine. Wenn ich sehe, in welchen Zustand sie verfällt, wenn sie einmal das rechnen soll, was jetzt bei ihr in der zweiten "in echt" dran wäre, weiß ich, dass es an der Regelschule bei uns überhaupt nicht gut laufen würde....

(Ich weiß aber auch von Kindern bei uns, die Ende der dritten Klasse noch im Zahlenraum bis 100 laborieren oder noch keinen Zehnerübergang rechnen können, die die Freiarbeit im Wesentlichen mit Handarbeiten verbringen, etc... Die Eltern scheint es aber nicht zu stören, und ob es für diese Kinder an der Regelschule besser laufen würde, weiß ich natürlich auch nicht.)

Im Unterschied zu der im Film gezeigten Klasse ist es bei uns - bei aller Freiheit - aber (vergleichsweise) mucksmäuschenstill!! Geredet werden darf nur im Flüsterton, auch die Lehrer reden nur ganz leise, wenn es einmal lauter wird, beschweren sich sofort andere Kinder und die Lehrerin sorgt wieder für Ruhe. In so einem Lärm zu arbeiten, wie in der gezeigten Klasse, finde ich unzumutbar - nicht einmal in der Kindergartengruppe unseres Kleinen geht es so laut zu.

Es scheint da aber auch einen Unterschied zwischen Montessori und "freien Schulen" zu geben.

lG
Karin
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jutta
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BeitragVerfasst am: 08.07.2009, 19:41
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Wir (Napoleon) hatten ja beides. Montessori-Material, Montessori-Pädagogen und Freie Schule. Alles in einem. Wobei der Hauptlernort ruhiger war als der vorgestellte. Es war aber die gleiche Freiwilligkeit, die Napoleon natürlich ausgenutzt hat. Er hat quasi die 4. Klasse mit Deutsch verbracht, da er das Mathematerial bis zur 3. schon durch hatte. Inklusive Quadrieren, Wurzelziehen und Bruchrechnen.
Motivation zu besonderen Leistungen war eher wenig vorhanden, da von den Pädagogen keine Leistung erwartet wurde, nur tägliche Arbeit. Die Kinder entschieden selber, was, wann und wieviel sie schaffen.
Regeln gab es auch, aber ich fand die Einhaltung eher nicht so deutlich. Konsequenzen waren so gehalten, dass ich sie als Kind nicht ernst genommen hätte. nein
Für Kinder, die einen gewissen Anspruch ans Lernen stellen, die lernen wollen, Unterstützung dankbar annehmen, ist eine solche freie Schule nichts. Das haben wir festgestellt. Und Zweitklässler, die immer noch nicht fließend lesen können, gab es für meinen Geschmack zu viele.
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BeitragVerfasst am: 09.07.2009, 08:56
BeitragTitel:
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Hallo Jutta,
nur so aus Neugier: Was hättest Du Dir denn von den Lehrern an Eurer Schule erwartet? Wenn Napoleon Quadrieren, Wurzelziehen und Bruchrechnen schon in der Dritten gemacht hat, kann man doch nicht sagen, dass er seine Zeit verschwendet hat?

Ein Problem liegt natürlich darin, dass oft gar kein passendes Material für die ganz, ganz fitten Kinder vorhanden ist. Die schnellen Kinder sind ja auch sehr schnell über das Montessori-Material hinaus. Da nützt es dann auch nichts, wenn die Kinder "in ihrem Tempo" lernen können, wenn es einfach nichts Passendes für sie gibt, bzw die Lehrer nicht sehen (wollen), dass es ihre Aufgabe wäre, Neues herbeizuschaffen, bzw dem Kind Anregungen zu geben, was es sonst noch machen könnte. Das ist dann oft nicht anders als an Regelschulen, die Lehrer denken: Prima, der kann schon alles, einer weniger, um den ich mich kümmern muss...

Interessant ist die Frage, warum manche Kinder gut mit dem freien Lernen zurechtkommen und manche gar nicht (die sind ja in der Theorie eigentlich gar nicht vorgesehen...) Eine Lehrerin bei uns hat mir gesagt, dass es nach ihrer Erfahrung pro Klasse immer so etwa 4-5 Kinder gibt, die tatsächlich ununterbrochen völlig vertieft und selbständig arbeiten, und 4-5, bei denen gar nichts läuft und die man ständig antreiben muss. Der Rest ist dann so dazwischen... Man wüsste natürlich gerne vorher, zu welcher Gruppe wohl das eigene Kind gehört. ;)

Liebe Grüße
Karin
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jutta
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BeitragVerfasst am: 09.07.2009, 19:27
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Was ich gern gesehen hätte, wäre mehr Anteilnahme an dem, was die Kinder bearbeiten. Interesse zeigen bei Fragen, der Erstellung der Themenarbeit. Auch mal selber nachdenken, was man mit dem Kind noch nettes bearbeiten könnte. Einfach eine gewisse Beziehung zum Kind (Individualität und Fördern, wo das Kind steht, sind wichtige Konzeptpunkte) aufbauen und damit auch das Kind besser kennen, einschätzen, verstehen.
Ausserdem mehr Achtung gegenüber den Regeln, mehr soziale Verhaltensweisen fördern. Wenn einer sich über Tätlichkeiten beschwerte, kam häufig die Aussage, man habe es selber nicht gesehen oder die Kinder sollten es unter sich ausmachen, damit war es erledigt. Auf dem Flur und in der Garderobe tobten immer dieselben Chaoten und Zicken rum, keiner kümmerte sich. Es war ja ihre Entscheidung, nichts zu arbeiten. Das war mir zu Laissez-faire.
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Anmeldungsdatum: 29.03.2005
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BeitragVerfasst am: 10.07.2009, 09:42
BeitragTitel:
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Liebe Jutta,
ich weiß nicht, aber das hat nicht eher mit der Lehrerpersönlichkeit als mit dem Konzept zu tun?

Bei uns gibt es auch Lehrerinnen, die die Kinder alle untereinander regeln lassen ("Petzen verboten"), und Lehrer (z.B. unsere), die dafür sorgen, dass jeder Vorfall, über den sich ein Kinder beschwert "geklärt wird".

Mit der Beziehung zum Kind, das ist auch schwierig. Meine Tochter ist ein sehr schwer einzuschätzendes, unzugängliches, distanziertes Kind. Bei der jetzigen Lehrerin habe ich zum ersten Mal das Gefühl, dass da jemand ist, der wenigstens versucht, sich in sie hineinzuversetzen - das macht diese Lehrerin aber bei allen Kindern so, und das hat meiner Meinung nach auch nichts mit der Unterichtsform zu tun.

Wenn Du Dir Napoleon an einer Regelschule vorstellst - glaubst Du, da wäre es besser gelaufen? Die Wahrscheinlichkeit, dass man da auf eine Lehrerin stößt, die ein persönliches Interesse an einem komplizierten Kind entwickelt, ist ja auch nicht gerade hoch... Und auch da gibt es Lehrer, die nie irgendwas gesehen haben, und die Kinder alles unter sich abmachen lassen.

(Naja, die Regelschule ist natürlich billiger... )

lG winkie
Karin
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Atti
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BeitragVerfasst am: 10.07.2009, 16:14
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Hallo,
die Doku gab´s 2005 schonmal im WDR, hatten wir schonmal einen kurzen Thread zu. Was wohl jetzt aus den Kids geworden ist, ob´s da wohl noch eine Folgedoku von gab ?
lG
Atti
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Anmeldungsdatum: 07.07.2008
Beiträge: 763
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: 13.07.2009, 00:10
BeitragTitel:
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Ich finde es toll, dass es offensichtlich in Deutschland eine Vielzahl von verschiedenen Schulformen gibt und denke für jedes Kind wird es auch die geeignete Schulform geben. Wichtig finde ich auch, dass die Kinder mit Freude lernen.

Obwohl unser Kind ja (auch) in eine MontessoriGS geht, wo die Kinder "nach ihren Bedürfnissen" lernen können, hätte ich unser Kind nicht an die vorgestellte Schule gegeben... u.a. sind mir bei dem Konzept 30 Kinder (z.T. sogar verhaltensauffällige Kinder) und nur ein Lehrer unausgereift.

Allerdings verstehe ich auch die Eltern nicht. Ich (wir) mache mich im Vorfeld kundig über die Schule / Schulform und entscheide dann, ob es fürs Kind geeignete Schule ist. Bei Montessori müssen die ELTERN aushalten, wenn die Kinder keine Fortschritte bringen. Dies sollte jedem Eltern vorab klar sein.

Unser Kind hat das erste 1/2 Jahr von seinem Vorsprung "gelebt". Kein Interesse für neue Dinge, keine Motivation etwas zu lernen. Für uns als Eltern eine neue Situation, das Kind nicht wissbegierig zu erleben...
Im zweiten Halbjahr das Gegenteil: Schreibschrift innerhalb von 14 Tagen, Geschichten und Gedichte geschrieben und selbst im weniger beliebten Mathe die ersten Zweitklässler überholt. Jetzt in den Ferien langweilt sie sich und macht LÜK-Hefte zum Teil bis 4. Klasse. Im Moment wieder unser "altes" Kind...mal sehen wie lange ;)

Auch finde ich es falsch, vor dem Kind darüber zu sprechen, dass die Schule ungeeignet ist. Sicher darf mal das eine oder andere mal in Frage stellen, aber sich gegen die Schule zu positionieren, finde ich falsch. Die Aussagen der Eltern führen bei den Kindern zu einer "negativen Haltung" der Schule gegenüber und damit ist niemanden geholfen.

LG Anja
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LG Anja

"Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt." - Aus Uganda
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