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Faulheit und Schlamperei


 
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jojo



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 19.09.2009
Beiträge: 264

BeitragVerfasst am: 10.10.2009, 13:26
BeitragTitel: Faulheit und Schlamperei
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puuh, es ist schon erstaunlich, wie wenig mein Kind »lernen« (üben) mag... (das Erstaunlichste ist aber, dass es so weit damit gekommen ist). Jetzt ist es hier auf einem Superschnelläufer und macht außer dem nötigsten bei den Hausaufgaben nichts. Es erzählt fröhlich, nächste Woche schreiben wir dies und dann das, aber wenn ich frage, sollen wir mal üben? kommt, nur, ja vielleicht später, heute nicht. Dann, später, stellt es fest, dass es sein Buch in der Schule gelassen hat. Dann meint es, auf meine hochgezogenen Augenbrauen hin, ach weißt du, ich kann das ja, da muss ich nichts machen. Dann lass ich mir manchmal seinen Hefter zeigen (so es ihn findet), da ist dann kaum was drinnen... da hab ich natürlich keinen Ansatzpunkt. rolleys

Stattdessen meldet es sich bei etlichen AGs an, macht sich einen Terminplan, der mich schaudern lässt... Und ich frage mich auch, muss ich ihm das jetzt verbieten, damit später noch Zeit bleibt, wenn er doch mal lernen möchte/es dringend tun muss?

Noch muss ich mir keine Sorgen machen, noch kommt er mit 2en nachhause (wo er sich 1en erhofft hat, aber das scheint für ihn kein Grund zu sein, etwas zu üben...). Und ich fürchte schon, das Aufwachen kommt bald.

Ich finde es bedenklich, er kennt ja auch noch keine einzige »Lerntechnik«.... (ich im übrigen auch nicht), das fiel uns neulich nach dem Vokabeltest auf, er schrieb ne 2, war ein bisschen enttäuscht weil viele andere wohl 1en hatten. Da setzte ich an und meinte, na vielleicht haben die geübt und haben da auch Wege, wie sie das machen? Er: ja, da soll es so Kästen geben mit Kärtchen, vielleicht sind die ja gut... Ja, vielleicht, woher soll ich das wissen, vor allem woher weiß ich, das er das dann auch benutzt? An anderer Stelle sollten sie ein Mindmap machen (er hatte schon angefangen), ich ganz interessiert: ach, davon hab ich auch schon mal gehört, zeig mal wie das geht... (wollte ihn ermuntern, da mal was zu machen, das zu verinnerlichen). Er darauf nur: ach nö, das ist gar nicht so wichtig, das geht auch ohne... und ließ es einfach bleiben. aha

Er hasst Fleiß- und Übungsaufgaben (davon gab es in der Grundschule ja immer viele), am liebsten würde er alles Andenken und dann weggeben (für die Ausführung ein Team haben – ja wer hätte das nicht gerne). Die umfangreichen Übungsaufgaben gibt es nun nicht mehr obligatorisch, es wird aber anscheinend ein eigenständiges Lernen vorausgesetzt aber wann und wie lernt er das?
Habe schon von Schulen gehört die in der 1. Woche Gym einfach mal Lerntechniken beibringen, wie würde ich das begrüßen, zumal es dann nicht ich wäre, die irgendwelche tolle Ideen hat, von anderen lässt er sich da mehr beeindrucken.

Anscheinend gibt es ja einen Unterschied zwischen Hausaufgaben und Lernen. Letzteres, in meinen Augen wichtig, sagt ihm offenbar aber noch gar nichts. er denkt, was er sich nicht gleich im Unterricht behält, oder durch Hausaufgaben erledigt, braucht auch nicht getan zu werden. Hm, das scheint so seine Erfahrung zu sein.

Hab ich eine Chance ihm das deutlich zu machen, wie habt ihr das gemacht, habt ihr euren Kindern mal das Lernen beigebracht, wenn ja welche Techniken und was mögen sie?

jojo
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oesb
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 09.07.2007
Beiträge: 1535
Wohnort: Wankendorf

BeitragVerfasst am: 10.10.2009, 15:12
BeitragTitel:
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Hallo,
also der Gruselterminkalender, so etwas kenne ich hatte meine Tochter immer und wird sie wohl auch immer haben devil . Da hatte ich nie ne Chance und jetzt werd ich sie wohl auch nicht mehr bekommen, von wegen Freizeiten...
Lerntechniken hat sich meine erst nach dem ersten Sprung angeeignet, vorher war das uninteressant und viel zu viel Arbeit devil !

Ich will dich nicht desillusionieren, aber manchmal ist es ganz schön seine Kraft einfach in Sachen die sich lohnen zu investieren. :)
_________________
LG Oesb
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Bitte beachtet auch die Stammtischdaten für Hannover! Immer der erste Sonntag im ungeraden Monat!!!
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scout




Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 1774
Wohnort: ba-wü

BeitragVerfasst am: 10.10.2009, 15:50
BeitragTitel:
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hi jojo,

eine frage: wozu sollte dein sohn bewusst lerntechniken erarbeiten, wenn es auch so für prima noten reicht?

wenn es ihn selbst stört, dass die einser ausbleiben, wird er von allein anfangen. ansonsten fliegt es ihm eben weiter zu. er hat schon lernteschniken, aber man sieht ihn nur nicht "arbeiten", so richtig mit schwitzen und denken. aber irgendwie scheint es in den kopf zu gehen. vielleicht weil die menge genau passt, die er in seiner chaotisch wirkenden geistigen ablage verwaltet.

ich würde mich einfach freuen und abwarten. er lastet sich ja neben der schule aus, da kannst du auch froh sein. davon werden viele setzlinge irgendwann aufgehen oder ideen liefern für neue aktivitäten. un wenn es eng werden sollte, schmeißt er eben eine ag raus oder was anderes.

lerntechniken schafft man sich meist erst drauf, wenn die intuitiven dinge nicht mehr reichen. dann rummst es vielleicht mal, aber dann geht es weiter. ich hab erst im studium ackern müssen. oder hätte es, wenn ich wirklich unbedingt gute noten gewollt hätte. da reichte die in der schule angelegte ablagetechnik nicht mehr für die stoffmassen.

gruz und herzlichen glückwunsch zu deinem tüchtigen kind
scout
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'It is our choices, Harry, that show what we truly are, far more than our abilities.' (Albus Dumbledore)
scout
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jojo



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 19.09.2009
Beiträge: 264

BeitragVerfasst am: 10.10.2009, 17:19
BeitragTitel:
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ja oesb, ich glaube ja natürlich, als immer besser wissende Mama, es würde sich lohnen in das Erlernen von Lerntechniken Zeit zu investieren. Und ja Scout, vermutlich liegt das Problem bei mir selbst, da ich meine, genau das hätte mir immer gefehlt. Nie habe ich Hausaufgaben gemacht, nie gelernt zu lernen und bin nie den direkten Weg gegangen, alles lief so vor sich hin und im Nachhinein fragte ich natürlich oft, ob manches nicht besser/schneller gewesen wäre, hätte ich mal was getan oder meine eigenen Fähigkeiten herausgefordert....

Was ich andere Menschen manchmal beneide um ihre Zielstrebigkeit und den Fleiß, ihr zielstrebiges Wissen wie man wohin gelangt und wovon man besser gleich die Finger lässt... (ich hab diese Kompetenzen nur beim Stadtplan/Kartenlesen)

@ scout: Die Erfahrung mit dem Sprung hatte meiner ja auch schon in der 1., aber das war dann gerade 4 Wochen anstrengend (Gejammer und Selbstmitleid) und dann lief es von allein weiter, Lerntechniken hat er da natürlich noch nicht nicht gelernt, ist nur dem Rat seiner Lehrerin gefolgt, jeden Tag eine Seite Schreiblernheft zu machen. Aber vielleicht hat er daher auch sein Vertrauen, die Dinge schon irgendwie zu schaffen, das find ich ja auch gut, will ihn doch nicht ärgern (blöde Mama, die immer glaubt Schwierigkeiten müsse man im Vorfeld schon von ganz weitem sehen und vorbeugen, was?)

Vielen Dank euch für die netten Worte und den Tenor, es mal ruhig anzugehen, das sag ich mir ja auch oft nur fehlt mir da manchmal leider das Vertrauen. Und falls jemand da mal ein Patentrezept hat, immer her damit.

blume
jojo
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starkejungs
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Anmeldungsdatum: 24.10.2006
Beiträge: 5625
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 10.10.2009, 18:14
BeitragTitel:
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Hallo jojo,

ich musste grinsen beim Lesen green weil ich mich selbst darin wiederfinde.
Und in dir meine Mutter, die sich immer wieder mal Sorgen machte, ob ich überhaupt was lernte, darum ab und an mal ins Zimmer kam um zu gucken, ob ich nicht wieder nur irgendwelche Bücher lese rolleys . Ich habe mir das zu Herzen genommen, sie traf mich bald mit Ordner auf dem Schoß an- ohne zu ahnen, dass ich darin das Buch liegen hatte devil .

Meine Noten waren immer gut bis sehr gut. Klar- ich hätte mit etwas Lernen (also nicht ausschließlich aus dem Unterricht Behaltenes und am Abend vor der Prüfung oder Klausur ins Kurzzeitgedächtnis gelesenes ) sicher ein Glanzabi hinlegen können, aber das war mir gar nicht wichtig und ein richtig gutes reichte mir.
Ich hatte dafür ein schönes, interessantes und erfolgreiches Schulleben und viel Zeit für all das, was mir Freude machte daumen

Freue dich für dein Kind, für seine Leichtigkeit beim Lernen , seine Speicherfähigkeit und sein schnelles Verstehen im Unterricht- sonst könnte er sich so vieles nicht merken holla

Er hat offensichtlich sein eigenes System (und das Gefühl, all diese Lerntechniken sind ein Umweg für ihn) drugs

Grüßle Steffi
_________________
Hab Geduld! Nicht durch Aufschlagen, sondern durch Ausbrüten wird das Ei zum Küken.
(Sören Kahl)
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Tigermami
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Anmeldungsdatum: 28.06.2007
Beiträge: 839
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 10.10.2009, 20:31
BeitragTitel:
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Hallo jojo!

Auch ich bin der Meinung, dass wohl jeder, bei dem es läuft, keinen Sinn darin sieht, sich irgendwelche Lerntechniken anzueignen.

Wenn die Noten für die Kinder nicht mehr zufriedenstellend sind, werden sie hoffentlich merken, dass nun andere Lösungen gefunden werden müssen, um den Stoff besser zu behalten.

Aber so lange es läuft, - läuft es.

Und wie du hier liest, mussten manche sich nie Lerntechniken aneignen.

LG
_________________
Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel
der Blickrichtung.

Tigermami
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Ima



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Anmeldungsdatum: 21.03.2007
Beiträge: 1471
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 11.10.2009, 13:53
BeitragTitel:
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Nun, ich kann Deine Unruhe schon ein klein wenig verstehen, erlebe aber grad Ähnliches hier...
Da mein Kind aber definitiv zu chaotisch ist, versuche ich zumindest durch eine halbwegs strukturierte Tages-/Wochenplanung und eben auch durch das mit ihm Trainieren von Struktur/Ordnung (= Sachen sortieren/einheften/neu abschreiben wn zu unsauber/Datum) etc so etwas wie Grundarbeitsmethoden sozusagen zu "etablieren"... Dies tue ich auch mit dem Wissen im Hintergrund, wie es bei mir lief: Sehr lange flog mir alles zu; Lernmethoden, Disziplin, Struktur... das waren für mich alles Fremdwörter und Unterstützung v, Zuhause hatte ich auch nie wirklich... Dies ging solange gut bis ich in die Pubertät bzw. Rebellionsphase kam (ging mit 12 los); diese hat mich so beschäftigt und eingenommen, hinzu kam mein politisches Engagement (Antifa etc), dass Schule noch mehr in den Hintergrund gerückt ist... Irgendwann hatte ich den Anschluss doch etwas verloren und ich MUSSTE nacharbeiten, dies wiederum fiel mir nicht immer leicht, da mir dann die Disziplin, die Methodik fehlte, also all das, was ich mir früher hätte aneignen können/sollen... Dadurch, dass ich dementsprechend chaotisch/improvisatorisch vorging, also ein erhöhter Arbeitsaufwand benötigt war (und ich hatte weiterhin meine anderen "Beschäftigungen" (Pubi, Politik, Liebe, Freunde...)) und ich damals schon alles und jeden in Frage gestellt habe, war die Motivation dementsprechend niedrig... Das heißt, ich hatte in meiner Schulendzeit mit dem Schulstoff UND den Mangel an Struktur bzw. Arbeitsmethoden UND der Pubertät (inkl. meinem Auszug v. Zuhause noch zu Schulzeiten aka meinen Haushalt etc bestreiten) zu kämpfen... Den Schulstoff allein hätte ich wohl locker schaffen können aber so war es definitiv eine Qual... Resultat dieses Mangels an Lust und Disziplin plus vieler Ablenkungen etc war dann auch mein ziemlich peinlicher Abi-Schnitt...
Und auch jetzt zum Ende meines Studiums hin nerve ich mich mit meiner chaotischen Art herum, bin dafür aber auch eine Meisterin im improvisieren geworden^^... Klar, ich krieg alles irgendwie hin, aber ich bin immer wieder neidisch auf die Leute um mich herum, die so diszipliniert/strukturiert arbeiten (was sie alle in der Kindheit gelernt haben) und sich nicht erstmal zur Disziplin zwingen müssen...
Fazit für mich: Es wäre bei mir gut gewesen, wn ich irgendwie irgendwann so etwas wie Lernmethoden und Disziplin beigebracht bekommen hätte...
Klar kann ich nicht von mir auf mein Kind schließen, aber bei ihm haben wir ja die bekannte Mischung aus Läusen+Flöhen, d.h. ich WEIß, dass genau in solchen Dingen wie systematisch arbeiten, Struktur, Disziplin seine Schwächen sind...
Bisher klappt alles ganz gut und klar, sein Schnitt so um die 2 ist völlig in Ordnung und mit das Wissen, d. er mit besserer Konzi und weniger Schludderigkeit besser wäre, ist ja eigentlich nett. Er macht außer den Hausis auch nicht viel (außer dem Vokabelheft, d. wir aber eher wie eine Art Spiel führen)... Aaaaaber ich möchte nicht, dass er irgendwann einfach in der Situation ist, in der ich mal war, d. er was tun bzw. mehr tun MUSS und nicht weiß wie, weil es ihm nie gezeigt worden ist...

Aaaaaber, und hier gebe ich den anderen Recht, ich denke auch, dass es wohl von Kind/Mensch zu Kind/Mensch anders ist, einige haben eine Strukturiertheit in ihrem Wesen oder sind von Natur aus diszipliniert, andere nun mal die absoluten Oberchaoten (ich würde mich definitiv zur zweiten Art zählen^^)... Und es gibt tatsächlich auch Kinder/Menschen, die einfach eine andere, uns auf dem ersten Blick nicht verständliche "Art" (System wurde genannt, passte auch gut) haben, sich den Stoff zu merken und diesen wieder abzurufen...

Ich würde also auch dazu raten, Dein Kindchen machen zu lassen, aber auch regelmäßig ein wachsames Auge auf ihn zu werfen (was Du wahrscheinlich sowieso tust^^), für den Fall, d. es sich doch mal ändert... Vielleicht wird es durchgehend so bleiben, wäre doch super!!!
Wn Du aber das Gefühl hast, er gehört vllt doch eher zur chaotischeren Sorte wie mein Kleiner äh Großer (bzw ich selbst), dann kannst Du ja einfach Stückchenweise gewisse Strukturen (und sei es nur über Zeitpläne oder so) einführen...

Soviel von mir... LG Ima
_________________
Ima
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jojo



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 19.09.2009
Beiträge: 264

BeitragVerfasst am: 11.10.2009, 17:51
BeitragTitel:
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@ Ima, ja, er ist so ein Chaot (und nicht nur er), schrieb ich das nicht? Er liebt zwar Organisation als Thema, aber das heißt nicht, dass er im herkömmlichen Sinn selbst organisiert ist. Daten tragen seine Blätter nicht/selten, Stifte sind alle irgendwo nur nicht in einer der zwei Federtaschen, jeden Morgen sucht er seine Monatskarte... aber er findet das völlig normal und unbedenklich, klappt ja immer irgendwie. Darum, ihr habt recht, meist lernt man/er aus Situationen, die dann mal nicht so laufen, wie erhofft. ich warte mal ab.

Und vielleicht ist es auch eine gute Idee, ihn mal zu bitten, die Blätter zu datieren/einzuheften (das wird dann sicher so zuverlässig klappen, wie das Wegräumen der Socken, da hat er sich neulich auch schon mal beschwert, es seien keine frischen in seinem Schrank... ich darauf: oh, im Wäschekorb sind die auch nicht, wo sind sie nur, doch nicht alle in irgendwelchen Ecken???) rolleys

jojo

rolleys
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ranunkel



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Anmeldungsdatum: 25.04.2008
Beiträge: 305
Wohnort: Schleswig-Holstein/nahe Kiel

BeitragVerfasst am: 12.10.2009, 08:32
BeitragTitel:
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Hallo Jojo,
ich habe mir gerade deinen Steckbrief durchgelesen und festgestellt, dass bei euch ähnlich gedacht wird wie bei uns. Wir sehen auch keinen Grund, unsere Kinder testen zu lassen, weil es keine größeren Probleme gibt, bei denen das hilfreich sein könnte und wir niemanden unnötig in eine Schublade stecken wollen.
Aber jetzt zu dem "Patentrezept", nach dem du gefragt hast:
Wir wissen, dass unsere Kinder grundsätzlich in der Lage sind, den Schulstoff zu bewältigen. Weil wir ihnen zugestehen wollen, das auf ihre Weise zu erreichen, haben wir die Abmachung, dass wir sie gewähren lassen, solange die Noten im akzeptablen Bereich liegen. Wir haben uns auf 3en als akzeptabel geeinigt. Sollte es in einem Fach auf eine 4 herauslaufen, haben wir verabredet, dass Hilfe bzw. Lernen angesagt ist, weil dann offensichtlich etwas nicht ganz verstanden ist und sich keine Lücken auftun sollen.
Unsere Erfahrungen mit dieser Vereinbarung sind gut. Die Kinder entscheiden selber, worauf sie ihre Energie verwenden und lernen ganz nebenbei Eigenverantwortung und ich kann mir viele Ermahnungen ersparen.
Das Ganze funktioniert natürlich nur, wenn wirklich sichergestellt ist, dass das jeweilige Kind grundsätzlich problemlos in der Lage ist, den Lernstoff zu "durchdringen". Natürlich helfen wir, wenn wir darum gebeten werden, aber das leidige Antreiben bleibt uns erspart. (Und ganz nebenbei gesagt sind 3er im Zeugnis eher selten) Wir gehen einfach davon aus, dass die Kinder die Themen, die sie interessieren ausgiebig bearbeiten und in weniger geliebten Bereichen (oder auch nur Lehrern!) einfach nur darauf achten, grundsätzlich zu begreifen, worum es geht.
LG ranunkel
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Die ersten Menschen waren nicht die letzten Affen.
(Erich Kästner)
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mit Schnecke 7/92 und Frosch 8/95
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jojo



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 19.09.2009
Beiträge: 264

BeitragVerfasst am: 12.10.2009, 15:20
BeitragTitel:
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Hej Ranunkel,
euer Rezept hört sich auch gut und sehr praktikabel an und kommt seinem/unserem Wunsch zu improvisieren entgegen :)
Ich komm mir ja dank eurer netten Beiträge schon etwas selbstgemacht hysterisch vor, das ist aber wahrscheinlich auch nur richtig so green

jojo
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Jojoni



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 13.01.2007
Beiträge: 264
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 14.11.2009, 22:48
BeitragTitel:
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Hallo,

mein Sohnemann ist auch auf einem Superschnellläufer und in der 5. Klasse war auch alles noch gut. In der 6. sind dann die Noten mittlerweile abgesunken und nun in der 7. verläuft es weiterhin nicht besser, im Gegenteil er schreibt nicht mal im Unterricht mit. Sämtliche Lehrer äußern, dass er schnell begreift und er eine Menge weiß, im Gegensatz zu manch anderen Kindern in dieser Klasse, die hart arbeiten müssen um manche Sachen überhaupt zu verstehen.

Seit der 4. Klasse gab es jährlich Methodentraining, also rein theoretisch weiß er wie es geht, aber praktisch gesehen schafft er es nicht, mal mitzuschreiben. Wir reden und sanktionieren, aber nichts hilft.

Mein Mittlerer schreibt viel, manchmal zu viel. Manchmal möchte ich beide mischen, dann würde das Verhältnis stimmen.

Allmählich gebe ich auf, denn wenn nur zu Hause Kontrolle herrscht und in der Schule aber nicht, was soll ich dann tun? Ich habe meine Schulzeit schon hinter mir, er noch nicht. Ich habe einfach die Hoffnung, dass er irgendwann aufwacht. Eine Lehrerin meines Sohnes, die selbst ein hochbegabtes Kind hat, sagte mir einmal: Mein Sohn wurde erst einigermaßen normal, als er die Pubertät überstanden hatte. Vorher konnte ich reden und reglementieren, aber gewirkt hat es nie.

Da meiner ja jetzt 12 ist, habe ich es ja eventuell in einigen Jahren geschafft.(Wenn da nicht noch zwei weitere in den Startlöchern stehen würden aua

Gruß Jojoni, die schon lange nicht mehr hier war, aber trotzdem immer gern wieder mal reinschaut
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Drachenkind



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 04.07.2008
Beiträge: 88
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 16.11.2009, 11:37
BeitragTitel:
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Hallo, jojo,

jaja, unser Sohn hat mir kürzlich auch ein "Das Üben für die Arbeit gestern war völlig überflüssig" an den Kopf geschmissen.

Wir arbeiten hier auch so wie ranunkel es beschrieben hat. Ich freue mich auch immer wieder darüber, daß ich gar nichts groß machen muß, und der Sohn bringt ein gutes Zeugnis. Ist doch toll! Beim Klavier üben ist es jetzt mittlerweile schon ein dreiviertel Jahr so, daß er mich verscheucht, wenn ich nicht widerstehen kann, ihm "helfen" zu wollen.

Ich fühle mich oft "hausgemacht überängstlich", aber das liegt auch an unserer aktuellen Situation. Wenn der Wechsel aufs Gym geschafft ist, dann geht es "nur noch" um die Versetzung.

Klar fällt es mir manchmal schwer, den Ärger runterzuschlucken, wenn er sich mal wieder weigert, seinen Grips zu benutzen! Manchmal ist eben das Raushalten die größte Herausforderung. Die Balance ist dann gut, wenn er auf der anderen Seite keine Hemmungen hat, um Hilfe zu bitten.

Uns kam zuletzt das "Methodentraining" in der Schule zu Hilfe. Ich lasse auch das "Gern-Lern-Buch" immer mal wieder aus Versehen offen rumliegen, dann blättert er es durch. Mich beruhigt es, wenn bei Unterhaltungen herauskommt, daß ihm bewußt ist, was ihm beim Lernen hilft.

LG, Drachenkind
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