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aven
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.11.2009 Beiträge: 28 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 06.11.2009, 09:38
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Liebe Olsa,
ooooh jaaa, das hört sich gut an, ein nettes Wochenende und die Termine der nächsten Woche auf sich zukommen lassen, aber einfach mal was nettes tun )
Der Große wünscht sich verzweifelt, da raus zukommen-aber er leidet sehr unter dem Druck (ich scheitere sowieso, wie soll ich das schaffen...), deswegen stehen wir auch dem Gespräch offen gegenüber, was eine stationäre Aufnahme angeht. Aber nur wenn es sinnvoll für ihn ist. Er will dass sich was verändert, und versprürt auch sicher die Bereitschaft daran mitzuarbeiten, aber schon wieder setzt er sich dann so unter Druck. Armer Kerl, ich werde einfach da sein und ihm auch vorleben, dass sich was ändern kann. Ich versuche seinen Focus auf die positiven Aspekte zu lenken, ich möchte ihm wieder Freude am Lernen vorleben, ich will das sein Geist aus diesem Teufelskreis erwacht.
Aber er muss eben auch verstehen, dass wir "nur" sein Team sind, er der Mannschaftsführer und das er mitlenken muss, uns zeigen muss wo es hingehen soll, und nicht vor die Schienbeine der Mitspieler treten )
So könnte man das erklären, im Moment habe ich dann wohl die Rolle des Strümers oder des Verteildigers...hm?!
Es wird sicher nicht einfach, aber es wird basta
In einem SPZ waren wir vor etlichen Jahren, bevor wir zu einem KJP gingen...dort ging es aber zum damaligen Zeitpunkt immer rein um das ADS, ein IQ-Test wurde dort damals noch nicht einmal in Erwägung gezogen. Wenn ich nicht selbst weiter anstrengend geblieben wäre in meiner Suche nach dem Warum, würden wir wohl heute noch nicht wissen was für ein cleveres Kerlchen er ist. Aber es gibt ja nicht nur eins, wir üben uns einfach im Trüffelschweindasein und schauen wo die "Trüffeln" sind
Ganz lieb gegrüßt deine aven _________________ Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann... |
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jojo

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2009 Beiträge: 264
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Verfasst am: 06.11.2009, 09:58
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Hallo aven,
habe mit großem Interesse deine Postings verfolgt, kann mir allerdings nicht so richtig die Situation vorstellen, habe nur so eine Ahnung in welchem Dauerstress ihr steckt. Wodurch der allerdings ursprünglich mal verursacht wurde/ jetzt wird, habe ich nicht gelesen, da du fast ausschließlich die Maßnahmen beschreibst, nicht aber, was dem vorangegangen ist. Also kurz, was ist denn eigentlich so schlimm an deinem Sohn, wie äußert sich sein schwieriges Verhalten?
Die von dir genannte Diagnose ADS+hb gibt (mir zumindest) nicht genug Aufschluss, ist er blockiert, gelangweilt, verträumt, zappelig, aggressiv, oder verhaltensauffällig im Sinne von Stehlen/Gewalt. Was ist denn genau sein Problem?
Mal etwas aus unserer Verwandschaft:
Wir haben auch ein schwieriges Kind, so alt wie deines etwa, in der Verwandschaft. Dessen Werdegang ist bisher sehr traurig. Und wie sehr sich seine Mutter schon von Schulbeginn (da wurden seine Schwierigkeiten wohl erst deutlich) an um Hilfe müht: JA, Psychologen, unzählige Krisensitzungen in seinen Schulen usw.! Bei ihm gibt es mittlerweile eine riesige Palette an Auffälligkeiten, die mit jedem Schulwechsel (ich glaub er hat mittlerweile in den letzten 2 Jahren 3 Hauptschulen probiert und fängt aus Mangel an Alternativen wieder bei der ersten an die Runde zu machen) bunter und extremer wird.... leider ist er mittlerweile nicht mehr weit von einem jugendlichen Kriminellen entfernt... und das ist unfassbar für die ganze Verwandschaft, wir wollen und können es kaum glauben. Allerdings leben die weit weg und man kann überhaupt nicht helfen, eben auch weil die Einsicht in den Alltag fehlt. Er ist eigentlich auf den ersten Blick ein ganz charmanter, lieber Junge (eine tolle Mischung zwischen gutaussehend, nett und verwegen), dem man viel zutraut. Bringt aber Dinge, die einfach gar nicht dazu passen (grobe Beschimpfungen der Lehrer, Mitschüler drangsalieren, andere zu diversen schlimmen Sachen anstiften usw.) und zuhause ist er mittlerweile absolut unzugänglich (die Mutter meint, das sei auch die Pubertät). Du kannst dir gar nicht vorstellen, was die Mutter alles schon an Ideen hatte. Die meisten drehen sich mittlerweile um Internate und sind daher in ihrer Situation leider total unreal, da sie weder das Geld noch die Verbindungen hat. Und welches Internat würde auch einem Kind mit seiner bisherigen Laufbahn und entsprechenden Zeugnissen einen Freiplatz geben, keines. Mit dem JA hat sie darüber auch schon gesprochen, die übernehmen soetwas wohl in manchen Bundesländern und in Ausnahmefällen, allerdings dort nicht. Für die wäre ein Heim die Alternative, solte sie sich eines Tages so überfordert fühlen. Und das ist bei denen zuhause das wirklich Traurige, sie ist eigentlich längst überfordert (hat auch noch 2 kleinere Kinder), hat auch schon einen Helfer vom Jugendamt, aber möchte und will natürlich nicht in die Einbahnstraße Heim abbiegen, welche Mutter täte das schon?
Aus meiner Sicht täte sie ihm den größten Gefallen mit einem Umzug der ganzen Familie und wenn es nur 30 km weg wäre, das ist aus ihrer Sicht aber nicht zu machen. Warum ich das mit dem Umzug denke? Das ist etwas was ich oft beobachtet habe. Wenn man umzieht, nimmt man »nur« die eigenen Probleme mit, bekommt aber immerhin einen natürlichen Abstand zu den von außen geschaffenen. Für ihn würde das eine andere Schule sein, vielleicht könnten sie sogar eine Gesamtschule finden. Er müsste, dürfte sich neue Freunde suchen, würde vielleicht auch wieder mit Sport anfangen usw. Dort, in der kleinen Stadt ist er leider überall schon bekannt, wo soll er da Hilfe her kriegen?
Schreib doch mal, wenn du Lust hast, worum es bei euch eigentlich genau geht, wie die Probleme in der Schule aussehen und ob es zuhause auch welche gibt... Wie genau ist eure Situation?
Viele Grüße, jojo |
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aven
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.11.2009 Beiträge: 28 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 06.11.2009, 11:13
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Hallo jojo
akute Ausraster der Verzweiflung, kein Selbstverwertgefühl mehr (die, die mich nicht ab können sind eh immer in der Mehrzahl), keine Motivation mehr (vielleicht auch Bewegungsunfähigkeit durch Angst zu versagen), psychosomatische Beschwerden wenn er zur Schule muss, depressionen (weil er sich falsch fühlt), Minderwertigkeitsgefühle (die durch die Haltung des Lehrers ja noch verschlimmert werden, denn dieser entwertet einen wichtigen Teil von ihm auch vor dem Kind!!!!)...autsch, wenn ich das lese wird mir echt elend!
Wodurch ausgelöst? Hier meine Mutmaßungen: kontinuierliche Ablehnung (von der Grundschule an auch seitens der meisten Lehrer, plus meine Exfamilie: ein kurzer Auszug zum besseren Verständnis warum es meinem Sohn so sch... geht "der gehört weggesperrt, der is doch gestört", "wieso kannste das denn nicht, du bist doch so hochbegabt", "mir ist egal was aus dir und deiner Mutter wird", "du bist Schuld, wenn deine Schwester sich mal daneben verhält, das hat sie sich alles nur bei dir abgeguckt"...i mag nimmer weiterforschen sonst wird mir übel, dazu sei erwähnt, dass ich mich von denen komplett getrennt habe.)
Und dann immer wieder Verluste, Verluste von den wenigen Lehrern die an ihn glaubten (ohne Witz, das ist schon viermal passiert!!!!!), Verlust seiner Großeltern, die ihn in all seinen Facetten liebten.
Das vielleicht zum besseren Verständnis. Du kannst dir wahrscheinlich vorstellen, wie frustrierend es für ihn sein muss mit solchen Menschen klarkommen zu müssen, wo ihm doch die Ablehnung seit Jahren entgegenspringt. Er ist ein toller Junge und er will nicht viel, er will nur aktzeptiert und gemocht werden, viele in seinem Leben fühlten sich aber wohl schon dadurch überfordert-und wenn sie ihm versucht haben vorzuheucheln "he ich kann dich voll gut leiden, ich mag dich" und es war nur eine Floskel, hat er das sofort gespürt und dicht gemacht.
Warum ich aber im Moment nicht viel darüber spreche, sonder eher über, das machen wir jetzt, was können wir noch tun und wie können wir das ganze in eine positive Richtung bringen...liegt daran, dass ich nach vorne schauen möchte in dem festen Glauben, dass es nicht zu spät ist für einen Richtungswechsel!!!!!! Klar, er wird immer auch mit Rückschlägen oder Ablehnung mal zu kämpfen haben, aber wer ihm nicht gut tut oder ihn nicht aktzeptiert, der muss halt in Zukunft Abstand halten-denn nur so kann sein Selbstwertgefühl und daraus resultierend auch die Wertschätzung anderen gegenüber wieder erwachsen.
Wie siehst du das? Bin ich beim Denken in der richtigen Richtung unterwegs-vielleicht hilft es mir beim Reflektieren
Deine aven _________________ Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann... |
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Synkopia Sponsor 2010/2011

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.03.2007 Beiträge: 1496 Wohnort: Nord-Württemberg
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Verfasst am: 06.11.2009, 12:43
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Hallo Aven!
Ganz schnell (hab' eigentlich schon keine Zeit mehr) möchte ich noch einwerfen:
Ich finde es ganz richtig und wichtig, dass Du versuchst das Selbstwertgefühl Deines Sohnes zu stärken. Vielleicht könntest Du ja auch dem Lehrer gegenüber so argumentieren, dass Du die Hochbegabung nicht als Erklärung für die Probleme siehst, sondern als Chance, diese zu bewältigen. (Eigentlich sollte es doch zum Pädagogischen Konzept der Schule gehören, nicht nur die Schwächen der Kinder zu sehen, sondern auch ihre Stärken). Auf alle Fälle finde ich toll, dass Du ihm ermöglichst, seine sportlichen und kognitiven Fähigkeiten zu entwickeln. Falls Dir Dreistein auf Dauer zu teuer sein sollte (oder ihm doch nicht zusagt): spielt Dein Sohn Schach nur zu Hause oder im Verein? Die Vereinsbeiträge sind ja normalerweise nicht so hoch und manche Vereine unternehmen mit den Jugendlichen auch mal zusätzlich zum Training etwas.
Rebelliert Dein Sohn eigentlich prinzipiell in der/gegen die Schule? Ich hatte bisher aus Deinen Schilderungen den Eindruck gewonnen, dass dies eher vor dem Besuch der E-Schule so war, und er jetzt im Allgemeinen kooperativ ist, von gelegentlichen anlassbedingten "Ausrastern" mal abgesehen. Wenn Dein Großer Mitwirkungsbereitschaft erkennen lässt, wäre es doch eigentlich auch Aufgabe der Schule, ihm Zukunftsperspektiven (bis hin zum Schulwechsel bei anhaltendem Wohlverhalten) aufzuzeigen bzw. anzubieten.
Jetzt wünsche ich Euch erstmal ein schönes Wochenende!
Liebe Grüße _________________ Synkopia mit Tochter (*7/95), Sohn (*4/97), Tochter (*6/99) und Sohn (*9/04) |
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aven
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.11.2009 Beiträge: 28 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 06.11.2009, 13:58
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Huhu Synoptika,
Schach spielt er nur zu Hause, und vorher in einer AG (lach...ich habe einen Heidenrespekt vor diesem Spiel und mich immer gedrückt ), ein Verein wäre ein Vorschlag, den ich ihm unterbreiten würd.
Zu den Schwierigkeiten die er hatte als er auf diese Schule kam (besserten sich erst sehr schnell, aber man wollte nicht vorschnell zurückschulen, also Warteposition) kommen nunmehr nach über zwei Jahren, die Probleme die er genau durch diese Umgebung hat bzw. die durch diese und den Umgang verschärft werden. Seine Momentanen Ausraster dort sind meines Erachtens nach Zeichen des Verzweifelns, dass er es dort eben nicht mehr aushält.
(und Ausrasten ist halt nicht erlaubt, verständlich, vielleicht hat er keine Mittel angemessen auszurasten?)
Wo wir dann wieder bei dem Anspruch der Erwachsenen wären, erst wird die Veränderung des Kindes verlangt, dann werden die Umstände geändert; deinen Argumentstionsvorschlag werde ich beim nächsten Gespräch also auf jedenfall zum Denkanstoss nutzen.
Er zeigt sich leider Gottes in Gesprächen mit mir und meinem Freund und der Famlienbetreuerin (ihre Sympatie ist echt) immer kooperativer als er es schafft zu sein. Ich denke er setzt sich auch sehr unter Druck (oder verharrt in der Sicherheit des Versagens?), genau das möchte ich ihm nehmen.
Jedoch geht ihm das alles immer nicht schnell genug bzw. er verliert schnell die Hoffnung, dass sich was ändert.
Oder es kommt schnell "das schaffe ich sowieso nicht"...da muss ich rankommen, an manchen Tagen denke ich "hei super er sieht es ein und macht mit" an anderen machen wir Rückschritte.
Bei dem ganzen habe ich aber auch begriffen, dass das nicht das einzige sein darf worum ich mich kümmer, ich muss auch lernen loszulassen und ihm Raum geben. (auf grund unserer Geschichte nicht einfach, aber ich arbeite daran), und nehme mir auch mal Zeit für mich, und nicht zu vergessen die beiden Mädsken....welch egoistischer Plan, aber ich muss mich auch für mich mal mit anderen Sachen beschäftigen.
Vielleicht färbt es ja ein bißchen ab?
Ich hatte 1.000.000 tolle Pläne für´s Leben und doch nichts davon angegriffen. Wenn ich also mir eines der größten Dinge dort rausfische und damit anfange, kann das nicht auch gut sein für unseren Großen...so als Vorlebemodell?
Vielen, vielen lieben Dank für all die Denkanschubser, Anteilnahme, Interesse und mitdenken!!!!
Eure Aven (die bald wahrscheinlich den Beinamen Knatschelse inne hat *lachenmuss*) _________________ Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann... |
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jojo

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2009 Beiträge: 264
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Verfasst am: 06.11.2009, 14:47
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hi aven,
das klingt fürchterlich. Deine Schilderungen lasen mir die Haare zu Berge stehen. Der arme Junge.
In Selbstzweifel kann sich meiner ja auch reinsteigern, aber da kriegt man ihn wieder raus....
Bei euch hört sich das ja schon grenzwertig zur Autoaggression an, bei so schlechten äußeren Umständen vielleicht tatsächlich auch kein Wunder.
Sag mal, hattest du schon mal daran gedacht, dir eine Waldorfschule anzusehen? Für gewöhnlich sind die meistens nichts für die schnellen Kinder, wohl aber für Kinder, die Fürsorge und Geduld brauchen (wie deiner anscheinend ganz dringend).
Dort wird sehr viel Wert auf ein gutes Miteinander und soziale Kompetenz gelegt, Kindern, die das noch nicht so entwickelt haben wird wesentlich mehr Geduld entgegen gebracht, als anderswo. Überhaupt steht meiner Erfahrung nach dort die persönliche Entwicklung und das Selbstwertgefühl des Kindes über allem. Wenngleich ich für fixe Selbstläufer (wie meinen Großen) die Schulform aus div. Gründen nie in Erwägung gezogen habe, finde ich doch die Kinder von Bekannten, die dort hingehen, fast ausnahmslos alle tolle, gesunde und vor allem sehr selbstbewusste und soziale Persönlichkeiten. Die Kosten dort sind übrigens Einkommensabhängig, manche Schulen haben bei unterstem Einkommensniveau wohl nur um die 50,– monatl Gebühren.
Natürlich sind die weit entfernt davon, Hochbegabung besonders zu fördern, deren Konzept zielt ja auf eine ganzheitliche Entwicklung, in der auch die Motorik und das seelische Befinden einen hohen Stellenwert haben, da sie der Ansicht sind, dass es darauf ankommt und sich der Rest von allein kommt. Aber vielleicht ist es genau das, was dein Sohn braucht.
Viele Grüße, jojo |
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sun Queen of yellowpress, Sponsor

Anmeldungsdatum: 02.03.2005 Beiträge: 2614 Wohnort: Rheinland
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Verfasst am: 06.11.2009, 16:50
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Hallo aven,
puh, ganz schön verfahrene Kiste, in der er da steckt...
Vorweg, ich habe selbst mal an einer E-Schule unterrichtet, auch unter anderem einen hochbegabten Schüler. Ich bin mir recht sicher, dass er bei mir gut aufgehoben war , aber ich kann mir gut vorstellen, dass das nicht bei jedem Lehrer so ist...
Gibt es eine Zusammenarbeit aller Beteiligten, in sowas wie Hilfeplangesprächen?
Ich würde da noch mal ganz klar versuchen, anzusprechen:
- Sein Verhalten hat sich relativ schnell gebessert an der E-Schule.
- Sein Verhalten verschlechtert sich durch all die enttäuschenden, frustrierenden Erfahrungen des Abgelehnt-werdens.
- Er braucht dringend kurzfristig und mittelfristig erreichbare, positive Perspektiven. Dazu sollte auch gehören, dass man vereinbart, WAS genau erreicht werden muss, damit er zurückgeschult werden kann.
Es sollte gemeinsam ein Förderplan aufgestellt werden, wie er aus diesem Loch rauskommen kann. Mit viel Mutmachen durch Betonung seiner Stärken. Mit klaren Rückmeldungen über Fortschritte, die er gemacht hat. Mit deutlichen kurzfristigen Zielen, die erreichbar sind.
Gibt es an der Schule wen, der deinem Sohn deutlich Anteilnahme und Interesse entgegenbringt, der es schafft, ihn anzuspornen?
Es ist so ein furchtbares Gefühl, wenn man nur von außen dabei zugucken kann, wie es immer verfahrener wird  _________________ LG sun mit Naseweiß (*3/9 , PeterPan (*6/99) und TigerLily (*6/05) |
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scout

Anmeldungsdatum: 02.03.2005 Beiträge: 1774 Wohnort: ba-wü
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Verfasst am: 06.11.2009, 17:09
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wie sind die bedingungen, damit ein kind zurück geschult werden kann aus der e-schule?
wenn ihr jetzt umziehen würdet, müsste er dann wieder auf eine e-schule?
eine schule, wo man messer unter die nase gehalten bekommt, ist definitiv keine umgebung für ein kind. und für eins, das sowieso schon mit geringem selbstwertgefühl ausgestattet ist, ist das eine fatale situation, in der er sich nie wohl fühlen können wird.
könnt ihr irgendeinen wechsel herbei führen? notfalls sogar an die waldorfschule oder nochmal ne andere e-schule. alles ist besser als die situation im moment. es ist schon sehr verfahren, aber ich denke, dass du zuerst eine änderung der situation herbei führen musst, sonst kann er sich nicht zum positiven verändern.
gruz
scout _________________ 'It is our choices, Harry, that show what we truly are, far more than our abilities.' (Albus Dumbledore)
scout |
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aven
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.11.2009 Beiträge: 28 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 06.11.2009, 18:45
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Hallo ihr Lieben,
ick brauchte erst mal nen Happen zu essen, mit so ganz leerem Bauch kann ick nicht denken
Aaaaalso,
@sun ich habe deinen Beitrag mit einem Lächeln gelesen, denn ich freu mich für den Jungen, der zu dir kam und ich will auch beileibe nicht alles und jeden über einen Kamm scheren!
Zu deinen Zeilen: Gibt es an der Schule wen, der deinem Sohn deutlich Anteilnahme und Interesse entgegenbringt, der es schafft, ihn anzuspornen?
Das war die gerade pensionierte Rektorin, sie hatte auch nie Probleme mit ihm im Unterricht.
Ich werde mir die Gesprächsstützen die du mir da an die Hand gegeben hast am besten auf einen Spitzzettel schreiben!
Genaue Bedinungen zur Rückschulung sind das unterlassen der umstandbedingten Ausraster und ähnliches, das wird man mir dann hoffentlich bei einem Gesprächstermin am Dienstag genau mitteilen. Das möchte ich auch klar definiert haben!
Was den Umzug angeht, selbst das haben wir schon durchgespielt, aber der Große würde seinen besten (und einzig richtigen) Freund verlieren und das würde ich ihm, wenn es irgend geht gerne ersparen (die sind ja eh schon schwer zu finden). Wie gesagt, ich kämpfe erst mal für eine Rückschulung und gezielte Unterstützung und die erfahre ich ja auch durch die ambulante Institution die uns begleitet. (Aber die gibt es noch nicht lange in unserem Leben!!)
Ganz lieber Gruß
eure aven...hab ich jetz auch auf alles geantwortet...sorry, ich bin a bisi abgelenkt heute  _________________ Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann... |
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Ima
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.03.2007 Beiträge: 1471 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 06.11.2009, 19:02
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| aven hat folgendes geschrieben: |
Was den Umzug angeht, selbst das haben wir schon durchgespielt, aber der Große würde seinen besten (und einzig richtigen) Freund verlieren und das würde ich ihm, wenn es irgend geht gerne ersparen (die sind ja eh schon schwer zu finden). |
Da will ich Dir mal vom Sohn einer Freundin erzählen:
Er ist nun 16 und hat seit Geburt einen sehr engen besten Freund, Sohn einer guten Freundin der Mutter (sie haben zusammen kurz hintereinander im KKH entbunden^^)... Vor wirklich vielen Jahren zogen Freund und Mutter weg aus Land, aber sie haben immer den Kontakt aufrecht gehalten, anfangs noch durch die Mütter, die sich darum bemüht haben, später ganz von selbst. Sie haben sich dann oft i.d. Ferien ggseitig besucht und sich jedes Mal ganz dolle gefreut... das ist bis jetzt so geblieben.
Eigentlich hatten die beiden sogar vor, später zusammen zu ziehen (der Freund wollte dafür wieder nach Berlin kommen) und eine WG aufzumachen... Dies ist jetzt etwas unsicherer geworden, denn der Freund hat das letzte Schuljahr etwas verpeilt und darf wiederholen... Ändert aber trotzdem nix dran, dass sie bis jetzt die besten Freunde sind, ständig telefonieren und sich wn möglich i.d. Ferien sehen...
Du siehst, es geht manchmal auch mit Distanz, manchmal verstärkt es sogar die Bande... und meintest Du nicht auch, dass sie sowieso eher wenig zeit füreinander haben...... _________________ Ima |
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aven
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.11.2009 Beiträge: 28 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 06.11.2009, 19:25
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Hallo Ima
Wie gesagt mein Geist ist offen und wir werden eine Lösung finden! Und ich habe selbst meine liebste Freundin in Berlin sitzen ich weiß, dass es geht!
Möchte aber den Weg den wir vorhaben zu beschreiten auf jedenfall versuchen!
Und wir haben hier ja auch Unterstützung, es gibt Menschen die der Meinung sind, dass er auf eine andere Schule sollte und mit denen zusammen möchte ich ihm ein Team sein.
Lieber gruß aven _________________ Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann... |
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aven
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.11.2009 Beiträge: 28 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 10.11.2009, 11:23
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Hallo ihr Lieben,
der Gesprächstermin heute fällt leider aus (nicht das Gespräch am Freitag in Viersen!!), da mein Sohnemann krank ist und man einer Ansteckung auch über dritte (mich) aus dem Weg gehen möchte (verständlich )...aber auch ärgerlich, denn ich druckte ca. hundert Seiten Informationsmaterial aus, markerte wild die Stellen die HB als Chance sehen und nicht als Diagnose, Definitionen, Linkliste, Quellennachweise...ohne eure tollen Tips hätte ich das nich geschafft!!!!! DANKE!!!!
Da ich aber nur telefonieren durfte, und nicht persönlich kommen, müssen all diese wertvollen Informationen nun bis nächste Woche darauf warten, gelesen und verstanden zu werden.
Nichts desto trotz waren es zwei gute Telefonate (und ich hoffe inbrünstig, den Tag hier nicht vor dem Abend zu loben!!), selbst das Gespräch mit dem mir zur Zeit sehr verhassten Lehrer war relativ produktiv (böse Zungen könnten vermuten, dass ich ihn einfach mal nicht groß zu Wort kommen lies *lachenmuss* ), er hörte sich tatsächlich alles an (gut, wo er den Höhrer derweil hielt, blieb außerhalb meines Gesichtsfeldes, aber gehen wir mal positiv davon aus, er hatte ihn tatsächlich am Ohr).
Ich sagte ihm genau dass was du mir gesagt hast Synkopia, aber auch dass ich die von seiner Seite subtil entwertenden Äußerungen eben einfach nicht mehr hinnehmen möchte. Dass ich erwarte, dass man meinen Sohn in seiner Gänze annimmt und nicht von ihm erwartet, dass er sich von einem Teil von sich selbst einfach verabschiedet!
etc etc etc...ich glaube das Atmen habe ich einfach mal vergessen während des Gespräches, die Worte sprudelten nur so aus mir raus.
(so könnte das ruhig weitergehen, ick red se einfach in Grund und Boden bis se die weiße Fahne hissen )
Wir haben also den Termin (lehrer: Schulkonferenz, Rektor: Förderplangespräch...hihihi, da fängt es wohl mit an, wie nennen wa das Kind denn nun, wo sich selbst das "Personal" nich einig ist, denn mit beiden telefonierte ich) auf nächste Woche verschoben, oh ick froi ma...ich werde bis dahin die Druckerpatrone erneuern, denn ich habe hier ja noch mehr Material und weiter den Textmarker schwingen, meinen Sohn betüddeln (wo er auch noch fies krank ist, hat er das doppelt verdient) und mit ihm selbst jeden Tag eine Stunde "Unterricht" machen, so wie er kann und es uns gut tut.
Dieses sagte ich auch dem Rektor, woraufhin er sagte "aber er ist doch krank?!" und ich erwiderte "ja, aber er hat Halsschmerzen und zum Denken muss man nicht schlucken, hierbei handelt es sich um einen ohnehin nicht zu unterdrückenden Reflex und wenn Sohnimann Langeweile hat, tun wir was dagegen" Denn vor Langeweile schützt auch Krankheit nicht, ich werd ihm das Wissen schon als Mittel gegen seine Langeweile im Zwangsarrest verkoofen *smile*
So, ich hoffe ihr steigt noch einigermaßen durch *lach* wie gesagt, Freitag bzw. nächste Woche gibt es dann mehr Infos zum Stand unserer Dinge!
Ganz, ganz liebe Grüße eure aven! _________________ Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann... |
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Synkopia Sponsor 2010/2011

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.03.2007 Beiträge: 1496 Wohnort: Nord-Württemberg
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Verfasst am: 10.11.2009, 14:51
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Hallo aven!
Vielleicht ist das ja jetzt gar nicht so schlecht, dass die Termine in umgekehrter Reihenfolge stattfinden. Wenn das Gespräch am Freitag produktiv verläuft, lässt sich eventuell dann nächste Woche schon ein Ergebnis umsetzen, bzw. wenigstens ein positiver Ansatz finden.
Ich hoffe Du "erschlägst" Deine Gesprächspartner jetzt nicht mit Informationen (gut genug "munitioniert" bist Du ja jetzt) - sonst sehen die sich noch genötigt, sich zu wehren .
Gute Besserung Deinem Großen und alles Gute für das Gespräch am Freitag!
Liebe Grüße _________________ Synkopia mit Tochter (*7/95), Sohn (*4/97), Tochter (*6/99) und Sohn (*9/04) |
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