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aven
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.11.2009 Beiträge: 28 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 04.11.2009, 18:26
Titel: Krisensitzung E-Schule, Möglichkeiten?! |
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Ihr Lieben,
ich habe dem ganzen einen anderen Namen gegeben aus Einsicht, dass ein Anwalt uns wohl nicht helfen kann-um ihn geht es also vielmehr nicht mehr sondern um Lösungsansätze für unser Problem und auf jedenfall schon mal danke an euch für eure tollen Beiträge!!!!!!!!
Hallo ihr Lieben,
ich wusste nicht so recht wo ich dies Frage posten sollte, und da es ja um meinen Großen geht hab ich es mal hier reingepackt.
Kennt jemand diesen Anwalt?
http://schulrecht-nordrhein-westfalen.rechtsanwalt-zoller.de/schulrecht-nordrhein-westfalen-nrw.html
Denn wir haben wirklich üble Probleme mit der Schule und ich habe Bedenken, dass unser Sohnemann bald garnicht mehr mag, wenn ich nicht was unternehme...nur was?!
Bin echt ziemlich ratlos und danke euch für eure Meinung!
Eure aven _________________ Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann...
Zuletzt bearbeitet von aven am 05.11.2009, 12:25, insgesamt einmal bearbeitet |
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Synkopia Sponsor 2010/2011

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.03.2007 Beiträge: 1496 Wohnort: Nord-Württemberg
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Verfasst am: 04.11.2009, 20:28
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Hallo aven!
Den Anwalt kenne ich nicht - kann Dir insofern also leider nicht weiterhelfen. Ich wollte Dich aber noch fragen, ob Du vor Ort Ansprechpartner hast, die sich mit der Schulproblematik auskennen und Dir eventuell gute Tipps geben können (also vielleicht von "Hochbegabten-Vereinen", oder andere Eltern, die mit der betreffenden Schule bzw. einem Schulwechsel Erfahrung haben)?
Liebe Grüße _________________ Synkopia mit Tochter (*7/95), Sohn (*4/97), Tochter (*6/99) und Sohn (*9/04) |
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aven
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.11.2009 Beiträge: 28 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 05.11.2009, 06:51
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Guten morgen Du,
erstmal danke für deine Antwort-das schlimme ist, dass die Beratungsstelle unserer Stadt das Thema HB total abblockt, wenn es um Underarchiever geht. Mein Sohn wäre ja nicht umsonst auf der Schule, wäre eh alles zu spät, ich wäre eh unfähig..., die fallen also als Berater schon mal völlig aus.
Zu dieser Schule...ich habe schon dreimal Jungs anzeigen müssen wegen Körperverletzung und ähnlichem, die Polizei ist handlungsmäßig aber eingeschränkt (wenngleich sie mir als Mutter Verständnis entgegenbringen), wir wollten als Eltern durch einen Brief ans die Bezirksregierung etwas an dieser Schule bewegen-wollten aber den Lehrer mit ins Boot holen (das war vor den Herbstferien...glaub ma nicht, dass ich auch nur im Ansatz eine Reaktion bekam-ich zieh das also jetzt allein durch). Da der Große das letzte mal im Endeffekt genau wie der Täter vom Unterricht ausgeschlossen wurde (wenngleich zu seinem Schutz) mag mein Sohn garnicht mehr sagen, wenn ihm ein Messer unter die Nase gehalten wird.
HB wird in unserer Stadt nur aktzeptiert, wenn es selbstlaufende Kids sind, die schwierigen kommen auf die Sonderschule und fallen durch sämtliche Raster.
Andere Eltern sieht man an dieser Schule fast nie, dazu kommt, dass diese fast Führerlos vor sich hin vegitiert und der einzige Mensch, der sie zusammenhielt weg ist...kein adäquater Ersatz.
Der Lehrer stellt sich vor die Klasse und redet davon, dass die Kids eh Harzt4Empfänger werden, oder wahlweise vor meinen Sohn, dem er dann vor den Kopf haut, dass er wohl kaum hochbegabt sei, das wäre alles quatsch. Durch diese ganzen SAchen wird es fast unerträglich, und die einzigen die mich unterstützen, denen wird seitens des Lehrers (vor meinem Sohn) die Schuld für sein Verhalten gegeben. (für die lege ich aber meine Hand ins Feuer, mein Sohnemann rebelliert nur weil er selbst bestimmen will und noch nicht die Hilfe dort annehmen kann)
Wenn es irgendwo im Ruhrgbiet eine Vereinigung gibt, jemanden, der sich an die Thematik rantraut oder/ und auskennt, bitte meldet euch!!!!
Über diesen Anwalt bin ich halt bei einer verzweifelten Googlereise gestolpert, aber ob er uns helfen kann...echt es ist seit der zweiten Klasse schon alles schief gelaufen was kann, und ich kann das mit der Schule nicht mehr hinnehmen, nur weiß ich nicht was ich machen soll?!
Sorry für´s rumheulen deine aven _________________ Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann... |
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Heike gest. im Oktober 2011

Anmeldungsdatum: 09.11.2005 Beiträge: 3520 Wohnort: Südthüringen
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Verfasst am: 05.11.2009, 07:10
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Hallo aven,
darf ich denn mal nachfragen, was Du denn genau über einen Anwalt erreichen willst?
LG Heike _________________ Am Ende des Weges mag der Pessimist recht bekommen, aber unterwegs hat es der Optimist leichter.
Otto Ernst (1862-1926) |
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aven
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.11.2009 Beiträge: 28 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 05.11.2009, 07:14
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Ach Heike, wenn ich das so genau wüsste, Fakt ist, dass ich vor der Frage stehe:
Muss mein Sohn sich zuerst ändern um aus diesem Umfeld zu kommen oder kann (!!) er sich erst änder wenn sich sein Umfeld ändert?
Ich möchte ihm weitere Katastrophen ersparen und suche nach Antworten, nebst Hilfe um ihn dort wegzuholen. Bei den ganzen Gedanken, die ich mir zu dieser Sache gemacht habe bin ich eher zufällig auf diese Seite gekommen.
Vielleicht gibt es ja auch einen anderen Weg, als einen Anwalt, bin für jeden Tip dankbar!!! _________________ Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann... |
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Olsa
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.08.2009 Beiträge: 189 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 05.11.2009, 09:55
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Hallo Aven,
kann Deine Sohn denn nicht die Schule wechseln?
Du hattest irgendwo mal angedeutet, dass er auf eine "spezielle" Schule geht. Käme er auf einer anderen Schule denn gar nicht klar?
Es scheinen ja wirklich katastrophale Umstände an dieser Schule zu herrschen.
Dein Bericht erinnerte mich direkt an diesen Harz4-Lehrer, über den in den Medien berichtet wurde.
Er unterrichtet an einer (Haupt??)Schule, in einem Viertel, in dem die Kinder kaum eine Chance haben, aus ihrer Situation auszbrechen.
Er versucht, den Kindern beizubringen, Anträge auszufüllen, finanziell mit einem Harz4-Einkommen auszkommen usw... Die Meinungen darüber sind sehr unterschiedlich, aber er sagt, die Kinder haben doch keine andere Wahl, kaum ein Schüler schafft einen Abschluss/bekommt einen Ausbildungsplatz. Deshalb versucht er sie, in dieser Form wenigstens etwas unterstützen zu können.
Wenn an Eurer Schule ähnliche Zustände herrschen, muss er meiner Meinung nach dort raus! Hilfe, der Junge wird zu seinem eigenen Schutz vom Unterricht ausgeschlossen und der Lehrer sieht null Perspektiven bei seinen Schülern. Hat er eigentlich Freunde dort?
Wie stark muss ein Kind sein, um dagegen anzukommen??
Was soll ein Anwalt dagegen tun?
Ich hoffe, ich liege mit meinem Bild von dieser Schule vollkommen daneben und es gibt doch noch einen anderen Weg aus der Misere.
Alles Liebe, _________________ Olsa |
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aven
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.11.2009 Beiträge: 28 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 05.11.2009, 10:15
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Liebe Olsa,
leider Gottes liegst du eben nicht daneben, ja er muss da raus. Dazu dachte ich über Unterstüzung seitens eines Anwaltes nach, allerdings hatte ich ein (bin noch vorsichtig) gutes Gespräch. Nicht mit dem Lehrer, denn da habe ich keinerlei Erfolge erziehlen können. Im Gegenteil er schießt ja sogar gegen die Hilfeeinrichtungen, die an dem Sozialverhlaten des Großen "arbeiten".
Freunde hat er an dieser Schule garnicht, er sondert sich völlig ab, hat Angst vor den meisten dort, weiß nicht wie er mit ihnen umgehen soll. Er hat einen supernetten Freund aus der alten Schule, leider haben die beiden eben wenig Zeit füreinander. Wobei wir das ermöglichen wo wir können.
Ich blende auch weiß Gott nicht aus, dass mein Großer echt Probleme hat und wir arbeiten daran, auch schiebe ich nicht alles auf die HB, aber was dieses Umfeld aus ihm macht ist schlimm. Wie soll mein Großer denn einem Menschen gegenüber Respekt entwickeln, wenn dieser ihm auch null entgegen bringt und höchstens mal vor Zuschauern heuchelt?
Ich setze jetzt einfach alles daran ihn da raus zu holen! Ich habe auch mit dem kleinen Großen darüber geredet, ihm gesagt, dass er nun der Mannschaftsführer seines eigenen Teams ist und das Mitgliedern des eigenen Teams nicht für Hilfe vors Schienbein getreten wird
Den Kopf im Sand hatte ich lang genug, und hatte immer Angst anzuecken, für doof gehalten zu werden (deshalb vielleichtder Wunsch nach einem Anwalt, der das für mich ausfechtet)....aber ganz ehrlich? Von Sand im Mund hab ich die Nase voll.
Allerliebste Grüße deine aven!! _________________ Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann... |
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Franziska
Anmeldungsdatum: 16.03.2005 Beiträge: 916
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Verfasst am: 05.11.2009, 11:29
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Hallo Aven,
ich hab`gerade auch deine Beiträge im Vorstellungsthread gelesen.
Ich glaube, das Problem wird wohl sein, dass auch ein Rechtsanwalt keine Schule an der Hand haben wird, die Deinen Sohn aufnehmen muss.
Eine E-Schule ist aus meiner Sicht nicht gerade ein angemessen "begabungsfreundlicher" Ort für ein hochbegabtes Kind.
Ich bin weder dafür, die HB bei Verhaltensproblemen in den Vordergrund zu stellen, noch Hb-Kinder, unabhängig von ihren Leistungen, auf irgendwelchen HB-Schulen einzuschulen.
Aber eine E-Schule, die nun mal nur von Kindern besucht wird, die massive Defizite in der psychosozialen und emotionalen Entwicklung zeigen und verhaltensauffällig sind, kann dem schlechten Verhalten noch förderlich sein.
Umso mehr, wenn positive Eigenschaften (hb) nicht wertgeschätzt und entsprechend gefördert werden, sondern immer nur die Defizite im Verhalten betrachtet werden.
Meine hb Tochter besuchte nach der GS zwar keine E-Schule, aber eine staatliche Realschule. EINER der Gründe, warum ich sie nach der 5 Kl. doch noch auf ein Gymnasium habe wechseln lassen, war das "heftige" Sozialverhalten einiger Mitschüler.
Die meisten Lehrer waren toll, wirklich engagiert und begeistert von meinem cleveren Kind. Töchti fand es auch o.k. (Klar, sie musste nicht viel tun, wurde erstmals "bewundert" und bekam Bestätigung.)
Messer gab es dort nicht, aber in einem Umfeld, in dem übelste Schimpfwörter an der Tagesordnung waren ("Fick dich" und "Schlampe"gehörten zum Alltagsvokabular der 5.Klässler) und sich - aus meiner Sicht - auffallend viele verhaltensauffällige Kinder befanden, hatte ich massive Bedenken, dass Töchti in einigen Jahren die Schicha- Partys organisiert oder eine kriminelle Mädchengang anführt.
Eben, weil sie sehr clever und neugierig ist.
Ich kann Deine Bedenken also nachvollziehen.
Du hast jetzt nur das Problem, dass bei Deinem Sohn der Bedarf der besonderen Fördernotwendigkeit im sozial-emotionalen Bereich festgestellt wurde.
Da wird die Hochbegabung kein Grund für einen Wechsel sein, solange Euch niemand fachkompetentes (Kinderpsychologe, bzw. Kinderpsychiater) bestätigt, dass seine Auffälligkeiten auf schlechten Erfahrungen, schlechtem Selbswertgefühl, falscher Förderung usw. beruhen und ein Wechsel auf eine Regelschule (oder eine andere Schule) für eine positive weitere Entwicklung nötig ist.
Der Haken ist tatsächlich, dass Dein Sohn sich vermutlich "erst ändern" muss, um aus diesem Umfeld raus zu kommen, damit er sich (weiter) ändern kann.
Ich glaube, im Moment braucht ihr keinen Anwalt, sondern einen guten, anerkannten Kinder - und Jugenpsychiater oder Psychologen, der möglichst noch eine Zusatzausbildung als systemischer Therapeut hat.
Was wurde denn bisher, ausser der HB, diagnostiziert?
Nichts? Dann wäre es wohl Zeit für eine Diagnostik, um zu wissen, worum es geht und etwas in der Hand zu haben, dass ggf. andere Alternativen als die E-Schule rechtfertigt.
Oder gibt es neben der Hb eine Diagnose, mit der Du nicht einverstanden bist, der Du so nicht zustimmen kannst?
Auch dann solltest Du, im Moment jedenfalls, eher zu einem Fachmann auf dem Gebiet der psychologischen Diagnostik, als zu einem Anwalt gehen.
Gruß Franziska |
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aven
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.11.2009 Beiträge: 28 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 05.11.2009, 12:19
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*smile* danke franzi, also um auf deinen Beitrag einzugehen (das mit dem Anwalt...Haken dran!) poste ich nochmal hier.
Auch wenns mit der Ursprungsfrage nichts mehr gemein hat bzw. es geht nich mehr um den Anwalt
Also, mein Sohnemann bekam in der Grundschulzeit erst die Diagnose ADS und dazu Medikamente plus mehrere Jahre Ergotherapie. In der fünften Klasse dann der Hawik und die E-Schule, weil er in der Schule (große Klasse etc. will ich nicht alles im Einzelnen auffrühren) rebellierte. Dazu kam persönliche Krisen auf Grund von Todesfällen sehr enger Bezugspersonen. Dann kam er eben auf die E-Schule aber nichts wurde besser, im Gegenteil! Mobbing, Ausgrenzung sind an der Tagesordnung.
Der Lehrer fühlt sich scheinbar von mir persönlich jedesmal angegriffen und zieht meine Thesen ins Lächerliche. Wobei ich nicht tägliche da anrufe um auf der HB rumzureiten!!!!!!!!!! (Auch mache ich nicht die Augen zu vor seinen Macken, an denen arbeite ich mit ambulanter Unterstützung!!!)Aber er stand der Thematik von Anfang an belächelnd und abwertend (bis hin zur Verleudnung) entgegen.
Zur tiefergehenden Diagnostik habe ich auch KJP hinzugezogen, dort wird ein Gespräch stattfinden, an dem alle Beteildigten teilnehmen (oder fast). Dieser Mensch ist allerdings scheinbar der festen Überzeugung, dass alle Kinder an dieser Schule geistig gestörte, gewaltätige, desinteressierte oder sonstirgendwie unfähige Eltern haben müssten. (sorry ich sehe mich damit so oft konfrontiert, dass mich das langsam echt sauer macht)
Nun habe ich aus meiner Not heraus mit meiner alten Schule Kontakt aufgenommen, ich brauch einfach auch mal (und vor allem mein Großer) eine Perspektive, Tips wie wir es angehen könnten etc.-wenngleich uns schmerzlich bewusst ist, dass es DIE passende Schule nicht geben wird und Homeschooling in Deutschland verboten ist. Ich wünsche echt niemandem mit einem Kind welches ähnlich gestrickt ist wie unserer ein solche Umfeld, nur...was tun?
Ich glaub ich red ganz schön wirr, sooohooorry aber es steht mir grad die letzten Tage bis sonstwo, nicht böse sein.
Deine aven _________________ Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann... |
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blaue elise Sponsor

Anmeldungsdatum: 31.07.2005 Beiträge: 1098 Wohnort: irgendwo im Rheinland
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Verfasst am: 05.11.2009, 13:45
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Hi aven,
wenn auch ads diagnostiziert wurde. Es gibt da eine Schule von Cordula Neuhaus für Not bzw Problemfälle. Hilft wohl bei der Eingliederung.
Hab gerade keine Zeit das rauszusuchen. Google doch mal selbst oder vielleicht weiß ein anderer hier besser Bescheid.
War nur so´ne Idee.
Gruß Lisbeth _________________ Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann. |
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Synkopia Sponsor 2010/2011

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.03.2007 Beiträge: 1496 Wohnort: Nord-Württemberg
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Verfasst am: 05.11.2009, 14:24
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Hallo aven!
Ungefähr so hab' ich mir das schon vorgestellt . Wann wird denn das gemeinsame Gespräch stattfinden? Ist die Diagnostik bei der KJP schon abgeschlossen? Unterrichtet in der Klasse Deines Sohnes nur dieser eine Lehrer?
Wenn ich mir vorstelle, wie es für Deinen Sohn in dieser Umgebung sein muss (vielleicht nicht einmal durch Unterrichtsinhalte abgelenkt von den eigenen Gedanken, immer latent bedroht oder zumindest Abwertung erwartend - ist jetzt natürlich rein spekulativ), kann ich mir eine Lösung seiner Probleme dort nicht vorstellen. Außerdem muss er doch schon lange dort sein, wenn ich mich nicht ganz verrechnet habe. Hier ("kleine" Großstadt in Baden-Württemberg) geht man idealerweise davon aus, dass die Kinder nur maximal 2 Jahre an der Schule für Erziehungshilfe bleiben sollten, um dann wieder in ihre Herkunftsschulen integriert zu werden (ob das tatsächlich klappt, weiß ich aber nicht). Wenn also bisher die E-Schule keine Verbesserung bewirkt hat, scheint eine Beschulung dort ja wohl ihren Zweck verfehlt zu haben.
Wie ist denn das maximale Unterrichtsniveau bei Euch an der E-Schule (ich frage, weil hier die Schule für Erziehungshilfe nur auf Grundschul-, Förderschul- und maximal Hauptschulniveau unterrichtet)? Hat Dein Sohn die Möglichkeit, sich außerschulisch (und neben Therapien) mit etwas zu beschäftigen, was ihn interessiert und fordert?
Bei uns geht mittlerweile die Entwicklung dahin, dass die Schule für Erziehungshilfe nach Möglichkeit die Schüler in ihren Herkunftsschulen belassen und dort unterstützen soll (geht selbstverständlich auch nur bei Grund- und Haupt- sowie Förderschulen). Gibt es eigentlich schulisch für Euch irgendwelche denkbaren Alternativen? Also Schulbegleitung, Privatschule...?
Besteht eventuell bei der zuständigen Stelle der Bezirksregierung eine Beratungsmöglichkeit, bzw. kannst Du dort an jemanden Kompetentes verwiesen werden?
- Das sind jetzt furchtbar viele Fragen geworden, obwohl es mir fernliegt, dich ausfragen zu wollen. Ich hoffe nur, dass Ihr möglichst schnell etwas an der Situation ändern könnt und einen guten Weg findet.
Ganz liebe Grüße _________________ Synkopia mit Tochter (*7/95), Sohn (*4/97), Tochter (*6/99) und Sohn (*9/04) |
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aven
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.11.2009 Beiträge: 28 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 05.11.2009, 17:24
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Huhu,
mir is vom ganzen googlen ganz schwindelig und dann hat sich auch noch der farbliche Hintergrund geändert *huch* mal durchatme...
Erstmal dir liebe Lisbeth,
danke für den Tip, ich habs sogleich mal bei Google eingegeben und werde mich näher damit befassen.
Habe ihn zudem bei Dreistein angemeldet, bzw. zu zwei Probeterminen. Vielleicht ist das was für ihn, zwar frag ich mich auch wie ich das finanziel schultern soll, aber das steht jetzt erstmal hinten an!
Zu meiner alten Lehrerin (mittlerweile Rektorin) habe ich auch den Kontakt hergestellt, ohne riesige Erwartungen erstmal ein Gespräch führen. Vielleicht hat sie Tips und eine positivere Einstellung zu dem ganzen. Wie gesagt, ich halte Hoffnungen da erst mal im Zaum.
So nun auch explizieht dir gewunken Synoptika
Viele Fragen, da haste Recht, ich wusel mich da mal durch
Das gemeinsame Gespräch wird am 13. stattfinden, leider hat der Rektor keine Zeit, aber immerhin alle anderen (was ja an sich schon fast an ein Wunder grenzt!!), dort soll eben geschaut werden, ob eine stationäre Aufnahme überhaupt sinnvoll ist, wie man diagnostisch vorgehen könnte, ob eben auch ambulant. Der behandelnde Kinderpsychologe, weiß um die Schulprobleme des Großen.
Dieser Lehrer ist nicht der einzige, aber der mit dem der Große es meistens zu tun hat. Teilweise wird er sogar von den einzigen Fächern die ihn fordern als disziplinarmaßnahme ausgeschlossen und so werden eigentlich kontinuierlich nur Arbeitspläne ausgeteilt und das war´s.
Als er auf den letzten Ausschluss wütend reagierte und statt dessen das malen anfing, nahm der Leerer das Bild, zeriss es und warf es in den Müll....da war´s vorbei mit der Beherschung meines Lütten *traurigguck*
Das Niveau des Unterrichtsstoffes...hahahahahahahahahaha-welches Niveau? (sorry das war jetzt zynisch, aber mein Sohn äußert sich täglich "da lern ich doch nix"). Somit ist aber eben auch eine riesige Lücke entstanden und ich bin drauf und dran mir in der Bücherei angemessenen Lehrstoff zu besorgen!
Neben Therapien kann er sich auch noch mit anderen Dingen beschäftigen, ist extrem akrobatisch veranlagt (ich wollte ihn zu pacours anmelden, der verein schließt aber leider Gottes), fährt Skateboard und zeichnet viel, und er liebt Knobelspiele und Schach-vielleicht liegt ihm Dreistein wirklich?!
Nach alternativen Schulen suche ich hier in der Umgebung leider umsonst, zumindestens wenn es keine Selbstläufer von reichen Eltern sind, aber ich habe mir ja auch das JA schon ins Boot geholt...mal schauen was sich da noch zaubern lässt.
(zaubern ist in diesem Zusammenhang ein ziemlich gutes Wort, wenn ich könnte würde ich die Schule nämlich gerne aus dem Boden zaubern!!!)
Im Moment platzt mein Kalender vor Terminen...letzteres Telefonat wurde übrigens mit den Worten bestückt "ach ich dachte sie wären endlich weg von dem albernen Thema Hochbegabung..." willste noch mehr wissen?
Es ist nicht das einzige Problem (womit ich sagen will, dass ich nicht alles auf die HB schiebe), aber wie soll mein Sohn sich annehmen wie er ist, Respekt vor anderen haben, wenn ihm selbst das nicht entgegen gebracht wird und er lächerlich gemacht wird?
Ach verdammich es ist so verfahren, mir is jetz schon schlecht vor dem nächsten Termin an dem ich mich mit dem Lehrer auseinandersetzen soll (dieser ist vor dem anderen Termin)...Haare rauf!
Bohr ich will auf´n Arm, lachen muss, weinen muss...
Grad zwei Tage hier und schon so anstrengend...schäm.
Drück dich und alle anderen lieben Menschen hier für´s Beistand leisten!!!!
Eure Deine aven _________________ Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann... |
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Ima
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.03.2007 Beiträge: 1471 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 05.11.2009, 17:34
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Kurz mal ne Frage, kann sein, dass Du es schon versucht hast und ich hab´s überlesen (bin grad seeeeeehr müde v. arbeiten und daher etwas äähm laaahm)... Hast Du mal versucht, die/den Psy, die/der Dein Kind getestet hat, mal zum Gespräch mit den Lehrer dazu zu holen... manchmal kann es ja helfen, wenn da eine "kompetente" Person (womit ich Dich nicht als inkompetent hinstellen will, aber nicht wenige brauchen ja einen Dr. vor dem Namen, um dann doch aufzuhorchen bzw. zuzuhören...) mit den Leerern redet... und was ist mit Leuten v.d. DGhK...
Ich kann mir vorstellen, dass es unheimlich hart und schwer sein muss, da alleine permanent gg Windmühlen anzukämpfen... Da MUSS doch noch wer ins Boot geholt werden können...
Wie gesagt wahrscheinlich hast Du auch das schon versucht und ich hab´s überlesen... Mir fiel´s grad nur ein...
LG
Ima _________________ Ima |
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aven
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.11.2009 Beiträge: 28 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 05.11.2009, 17:58
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Liebe Ima,
ich musste grinsen, ich bin auch schon ganz gaga. Wir haben bald einen Termin mit Dr. und Lehrer, leider nicht mit dem der meinen Lütten damals testete aber immerhin.
Die Menschen die uns therapeutisch unterstützen setzen sich ja auch massiv mit dieser Thematik auseinander und auch sie werden dabei sein, wenngleich auch dort eben auch an den sozialen Problemen gearbeitet wird und nicht alles auf die HB geschoben wird!!!
Der Tip mit der DGhK is super denen werd ich dann vielleicht morgen mal auf den Keks fallen, denn JA, ich will noch jemanden mit im Boot haben. Ganz ehrlich, wenn ich mir das so durch den Kopf gehen lassen, was ich mir hier schon angehört habe bzw. was der Kurze so mitgemacht hat, dann glaub ich selbst schon an einen Krimi-vielleicht sollte ich selbst ein Buch schreiben, sobald das ganze irgendwie geregelt ist?!
Einfach danke für´s mitreflektieren trotz Müdigkeit, ich schieb mal ne Tasse Tee rüber
Deine Aven _________________ Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann... |
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Olsa
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.08.2009 Beiträge: 189 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 06.11.2009, 08:49
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Hallo Aven,
oh Mann, ist das alles ein Mist, aber ich denke, Ihr seid auf dem richtigen Weg.
Toll, dass Du Dich dem ganzen endlich stellst, ich wünsche Dir und Deinem Sohn ganz viel Kraft dabei.
DGhK, JA, ein guter Psychologe sind doch schon gute Anlaufstellen.
Was ist mit einem SPZ, habt Euch dort schon einmal vorgestellt?
Wie steht denn Dein Sohn zu der ganzen Sache? Arbeitet er mit oder steht er außen vor? Ich kenne ja Eure genaue Situation nicht, aber das wichtigste wäre doch vielleicht erst einmal, ihn davon zu überzeugen mitzumachen.
Es kann doch nur in seinem Interesse liegen, diese Schule zu verlassen. Wäre das kein Ansporn für ihn?
Oder ist es so, dass ihm vielleicht sogar eine Stationäre Therapie helfen würde. Das hört sich vielleicht erst einmal krass an, aber dann wäre er erst einmal aus diesem Umfeld weg und er würde erfahren, dass es Menschen gibt, die ihm wirklich helfen wollen und es gut mit ihm meinen. Vorrausgesetzt natürlich, man findet den richtigen Therapieplatz, womit die Probleme wahrscheinlich schon wieder anfangen.
Oder eine Mutter-Kind-Kur?? Es hört sich so an, als könntet Ihr die alle gut gebrauchen.
Aber erst mal eins nach dem anderen. Die ersten Schritte sind getan ...
Macht Euch doch jetzt einfach mal ein schönes Wochenende, mit leckerem Essen am nett gedeckte Tisch, Spielen, Schwimmbad oder sonstigem was Euch Spaß macht. Vergesst für einen Moment die Sorgen und tankt Kraft für die neue Woche!
Bis dahin, _________________ Olsa |
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