Freundeskreis netter Leute mit schlauen Kids
Anlaufstelle für Leute mit Hochbegabten Ablegern - Meinungen, Berichte, Ratschläge, Austausch
***


 

Welcome Guest: Registrieren | Login
 
FAQ | Suchen | Mitgliederliste | Benutzergruppen
 

aufnahmegespräch grundschule


 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Freundeskreis netter Leute mit schlauen Kids Foren-Übersicht -> im Kindergarten
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
jukilmi



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.07.2008
Beiträge: 186
Wohnort: Brandenburg

BeitragVerfasst am: 10.03.2010, 18:05
BeitragTitel: aufnahmegespräch grundschule
Antworten mit Zitat

ich komme gerade vom aufnahmegepräch für die grundschule unserer wahl und könnte laut schreien. traurig
es geht darum, dass ich nach testung und beratungsgesprächen beschlossen habe, dass der große die erste klasse überspringen soll. er war sehr begeistert von der idee und ist seitdem mit feuereifer dabei schule zu spielen und sich schwierige aufgaben auszudenken, die er lösen muss.
ich hatte in der schule also vorab einen gesprächstermin vereinbaren wollen, den ich allerdings nicht bekommen habe.
heute waren die kinder nun zum "schulspiel" in der schule eingeladen und der große hatte wohl auch spaß, war aber etwas unsicher, ob er die aufgaben richtig verstanden hat und hat sich immer nochmal rückversichert.. er sagte dazu im gemeinsamen gespräch, dass es recht einfach gewesen wäre und er nicht wusste, ob es wirklich das sein soll.
dann ging es darum, dass ich gern möchte, dass er springt, weil ich meine, dass er den stoff der zweiten klasse wohl eher als bereichernd finden könnte als den der ersten.. und uns dazu ja auch eine stellungnahme der schulpsychologin vorliegt, die eindeutig dazu rät.
und dann fing es an. sie hätten ja im allgemeinen keine guten erfahrungen mit klassensprüngen gemacht, weil die kinder ja dann aus dem umfeld gerissen werden. ob er denn freunde in der ersten klasse hätte (ja, die hat er. er erzählt mehr von den hortkindern als von den kitakindern Sad ) und das kind schweigt. ob er denn ein paar namen nennen könnte.. und das kind schweigt und zuckt mit den schultern, momentan fielen ihm keine ein. und wer denn seine freunde im kindergarten wären, und das kind schweigt und zählt dann einen auf. die anderen möge er auch nicht so sehr. ob er sich denn auf seine zuckertüte freuen würde, klar.
und ich saß da und habe den mund nicht aufgekriegt.
sie würden sowas wie springen lieber nicht machen und meinen eigentlich, ihn im unterricht der ersten klasse ausreichend bespaßen und fördern zu können. und wir könnten ja nach dem ersten halbjahr schauen, ob er nicht besser doch höhergestuft wird. oder er könnte am unterricht der zweiten teilnehmen..
und ich habe nichts wirklich dagegen gesagt, weil ich angst hatte, gleich konfrontierend zu wirken und dann eventuell keinen platz dort zu bekommen.
und nun ärgere ich mich, weil ich ein gaaaaaanz furchtbar schlechtes gefühl bei der sache habe und weiss, dass das schief geht. und dabei habe ich sooooo viele argumente, die dagegensprechen und ich hatte den eindruck, dass es keiner hat hören wollen. und zwar aus prinzip.
und ich habe sooo lust, dort hinzugehen und darauf zu bestehen, dass er in die zweite genommen wird. allerdings ist das keine schöne basis um auf dauer dort gut klarzukommen, da zu befürchten ist, dass sie ihn dann erst recht nicht gut aufnehmen. Sad
ich weiss, dass es nicht richtig ist für das kind, mit ausmalen, punkte zählen und ausschneiden anzufangen, kann aber nicht die pädagogische integrität infrage stellen.
man, und er ist doch jetzt schon so unsicher und macht sich so klein, wie soll das denn noch werden??? traurig

kann mir nicht mal jemand eine tüte löwinnenmut rüberschicken und einen dickkopf um damit die türen einzurennen???

ich meine, inzwischen haben wir test durch schupsy, kinderärztin, dghk, beratungsstelle für hb-kinder hinter uns zu stehen, und trotzdem ist es im kiga und in der shcule das gleiche. die ohren und augen werden zugehalten und das konzept wird schon passen, das kind braucht keine alternative.
_________________
liebe grüße

jukilmi mit dem einen(06/04), dem anderen(02/06) & dem ganz ganz kleinen (11/11)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
grünergeist
Quiz-Gewinnerin



Anmeldungsdatum: 21.05.2005
Beiträge: 2644

BeitragVerfasst am: 10.03.2010, 18:21
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Ich verstehe nicht, warum Du ihn unbedingt in die Zweite Klasse einschulen willst, obwohl die GS einem späteren Sprung nicht abgeneigt ist.

zu einem Schulkind gehören noch mehr Fähigkeiten, als nur die fachlichen, z.B. die, eine allgemeine Anweisung ohne einzelnes nachfragen zu befolgen, die Sachen zur richtigen Zeit auszupacken, zu wissen wo die Klos sind und wie schnell man sich zum Sport umziehen muß.
Laß ihm doch die Ruhe das Alles in der Ersten zu lernen, statt in der Zweiten der Depp zu sein. Wemm er in den ersten Wochenzeigt was er kann und die Schule weitere Förderung ins Auge faßt, ist durch einen friedlichen Start nichts verloren.
_________________
Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen. [George Orwell]
grünergeist
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
jutta
Sponsor


Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2005
Beiträge: 4602
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 10.03.2010, 18:26
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Tut mir leid für euch.
Leider ist es wohl auch zu früh gewesen, das Thema anzusprechen. Ich glaube, du hast zu vorschnell auf möglichst gar nicht erst auftreten dürfende Probleme reagiert und den Lehrern jede Möglichkeit genommen, dein Kind selber einzuschätzen.
Dein Sohn wird gerade 6 sein, wenn er in die Schule kommt. Er ist in einem Alter getestet worden, in dem eine Hb nur als Tendenz auszumachen ist. Die wenigsten Lehrer lassen sich von Tests im Vorschulalter beeindrucken. Manchmal haben sie damit ja auch recht, das kann man nicht verleugnen.

Wenn du eine bestimmte Schule möchtest, sollte das Anmeldegespräch dann nicht eher bittend sein? Statt fordernd? Deine Argumente mögen richtig sein, aber die Schule kann doch gar nichts davon annehmen, wenn sie das Kind nicht kennt. Verstehst du?
Von daher ist es in meinen Augen ratsam, den Vorschlag, evtl. nach einigen Monaten nochmals darüber zu reden, anzunehmen. Rufe an, sag, du hast drüber nachgedacht und möchtest gern nach/vor den Weihnachtsferien das angebotene Gespräch führen, falls es noch als wichtig erscheint. Damit hast du gezeigt, dass du auch warten kannst und nicht nur fordernd erlebt wirst, andererseits kannst du dich auf diese Gespräche später berufen und den Vorschlag der Lehrer annehmen.

Ich verstehe nicht, warum Schulpsychologen, DGhK, Kinderärztin und hb-Beratungsstelle erklären, dein Sohn muss schon gleich in die 2. Klasse springen. Sowas würde ich nicht anraten, ohne die Lehrer vorher kennen gelernt zu haben. Du und dein Sohn, ihr müsst das jetzt ausbaden....
_________________
Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
Einstein (3/93) und Napoleon (3/99)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
jojo



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 19.09.2009
Beiträge: 264

BeitragVerfasst am: 15.03.2010, 11:51
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Hallo jukilmi,

es gab hier schonmal eine ähnliche Diskussion, weiß aber nicht mehr welcher Thread das war. Es gibt auf jeden Fall auch bei hb-Kindern eindeutige Vorteile, erstmal regulär in die 1. Klasse einzuschulen:

- Einschulung mit Einschulungsfeier (ein unwiderbringliches Erlebnis, wo die Älteren, die kleineren oft liebevoll mit Vorführungen verwöhnen)

- wie die anderen hier schon erwähnten: das Zurechtfinden im Schulalltag und Schulhaus.

- was meiner Ansicht nach aber auch absolut Wichtig ist, ist die Chance auf ein förderliches Lernen. Zweitklässler sind einem »Springer« und das wäre er so oder so, immer etwas zurückhaltend eingestellt (nach dem Motto, aha, und was hat der was wir nicht haben, dass er so daherkommt und sich hier ein Jahr spart), auch die Eltern der 2.-Klässler werde das euch gegenüber sein (die Erfahrung hat jeder hier im Forum gemacht). Es ist so viel einfacher dieser alltäglichen Skepsis zu begegnen, wenn ihr die Rückendeckung der Lehrer habt. Beispiel: Lehrerin nimmt nach den Herbst-/Weihnachtsferien das neue jüngere Kind mit in die 2. Klasse und stellt es vor "Das ist xy und er macht jetzt auf Probe hier mit, da er in der 1 Klasse schon vieles konnte und hier vielleicht mehr lernen kann." Da ist eindeutig, er hat sich schon bewiesen, hier in der 1. Klasse. Sollten andere Kinder sich dann mal über den Kleinen belustigen, hat die Lehrerin die Gewissheit durch die Kollegin der 1. Klasse (oder noch idealer: weil sie selbst schon das Kind aus dem Fachunterricht in der 1. kennt), dass das Kind das packt und wirklich reinpassen kann, so kann sie auf die Klasse sehr positiv einwirken, damit das Kind eine bessere Möglichkeit zur Integration hat.

- tauchen nach dem Sprung Unsicherheiten auf der einen oder anderen Seite auf, liegt die Verantwortung und die Motivation die Situation zu meistern, nicht allein in deiner Verantwortung sondern auf beiden Seiten.

- Dein Kind wird mit großer Sicherheit besser ankommen und auch schneller lernen, wenn es sich wohl fühlt. Das tut man meistens als ein Neuer unter vielen Neuen eher, als als einziger neuer unter vielen »alten Hasen«. Schon allein der Mut, Fragen zu stellen (wo ist hier das Sekretariat?/ Was mache ich, wenn plötzlich eine Stunde ausfällt, wo gehe ich hin?/ Zu wann sollen wir die Hausaufgabe machen?/ Wo soll ich die ins Hausaufgabenheft eintragen heute oder am Tag der Abgabe?/ Was mache ich, wenn ich das oder das noch nicht habe?/ Was heißt hier Ausflugsrucksack?/ Woher bekomme ich meine Wochenarbeitsblätter und darf ich mir die Menge /Reihenfolge dazu selbst bestimmen? / Welche Bedeutung haben die Nummern auf den Blättern, warum gibt es keine Nr. 15, 21 und 22?
All das zu fragen erfordert Aktivität und Mut, warum sollte er den in einer 2. Klasse gleich haben? Zumal es dann immer den einen oder anderen geben wird, der es längst weiß und bei Fragen der Unwissenden stöhnt oder ähnliches....

Ich würde unbedingt regulär einschulen und wie es andere hier schon schrieben, der Schule auch Bescheid geben, dass du dir da nochmal Gedanken gemacht hast und natürlich im Einvernehmen mit der Schule bleiben willst.

Die scheinen die Kinder an eurer Wunschschule, wie an den meisten Schulen heute, sehr ernst zu nehmen und genau das ist es auch, was nötig ist, wenn sie einem Kind einen Sprung zumuten: unbedingte Rückendeckung seitens des Kindes. Kein Lehrer möchte sich vorwerfen, dass er ein Kind emotional und sozial überfordert, ist doch auch ganz klar. Der Lehrer hat die Verantwortung an dem Gelingen mit zu tragen. Er würde dem unbekannten Kind u. U. großen Schaden zufügen es in dei Klasse zu nehmen, Anfangs immer mit Sondereinführungen unterstützen zu müssen, erstmal selber zu sehen, was ist das Kind wirklich bereit zu bringen, wo braucht es noch Unterstützung usw. Und wenn es ganz arg läuft, bekommt es so Dauersonderstellung eines Familiennesthäkchens, (das zwar immer im Elternbett schlafen darf, von den großen Geschwister aber um so weniger ernst genommen wird und auch nicht mitspielen darf, sobald die Eltern außer Sicht sind). Das kann nämlich bei zuviel Schutz und Protektion seitens der Lehrkraft dann auch leicht passieren. Genau diese bräuchte aber ein Schulanfänger, da die Defizite ja noch auf dreierlei Ebenen laufen (Lernstand, Organisation im neuen Umfeld und sozial-emotional). Ein hinzugezogener Zweitklässler hat den Vorteil, dass er Schule an sich als Institution schon kennt, weiß, wie er sich dort verhalten soll und sich nach neuen Dingen eher traut zu fragen, da er Vergleiche hat (ach so, bei uns lagen die ABs immer alle vorne oder wurden ausgeteilt, ah, hier ist nur eine Stunde Sport als Einheit, muss ich mich also um so mehr beeilen, Klar Hallenturnschuhe mussten wir an der alten Schule auch haben, Aufzeigen darf man also auch hier nicht mit Zwischenrufen »Ich, ich weiß es« verbinden usw.), er weiß eben wonach er schauen muss, weiß, was er können sollte und wobei es sich nur um kleine Unterschiede oder große zu seiner alten Schule handelt.

Woher sollte ein Kindergartenkind all das schon wissen? Sich so sicher fühlen? Wenn er schnell ist, hat er das alles in den ersten zwei Wochen der 1. Klasse verinnerlicht und dann könnt ihr weiter denken. Aber lass ihm die Chance, das unter gleichen zu erleben, dann seid ihr alle viel sicherer mit dem Sprung, er auch. Am idealsten wäre, die Lehrer entdecken selber eine Notwendigkeit zu handeln, weil er sich auf mehreren Ebenen hervortut (z.B. in Mathe, Sachkunde, sozial, selbstständig und organisatorisch, dann wären Defizite in der Schreibschrift oder im flüssigen Lesen natürlich kein Problem)

Was viele Eltern immer vergessen, ist dass in jeder 1., angehenden 2. Klasse ja auch immer schnelle Kinder sind, die in ihrem ersten Schuljahr schon perfekt lesen und Malnehmen gelernt haben, also ihrer Klasse ien bisschen voraus sind. Das heißt, dein Kind würde in einer angehenden 2. Klasse nicht auf lauter mäßig lesende Kinder treffen, die nur den Zahlenraum bis 50 beherrschen. Auch unter ganz normalen gut lernenden Kindern gibt es immer welche, die zu Beginn der 2. Klasse schon freiwillig 2-Seiten-lange Aufsätze schreiben, Multiplizieren können und richtig gut lesen...

Über all das würde ich nochmal nachdenken.

liebe Grüße, jojo
_________________
jojo (00/02)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
jukilmi



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.07.2008
Beiträge: 186
Wohnort: Brandenburg

BeitragVerfasst am: 15.03.2010, 12:31
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

vielen dank für euren input. ich habe noch nichts dazu geantwortet, weil ich da wirklich erstmal drüber nachdenke. auch ein bisschen darüber, was schief gelaufen ist und was vielleicht an meiner einstellung hinkt.
manchmal ist es ja auch wirklich nötig, seinen übereifer zu überdenken und nen gang zurückzuschalten. ich war wirklich sehr ärgerlich über mich selbst und darüber, dass ich es nicht hinbekommen habe, mein anliegen vernünftig vorzutragen..
ausführliche antwort folgt.

:)
_________________
liebe grüße

jukilmi mit dem einen(06/04), dem anderen(02/06) & dem ganz ganz kleinen (11/11)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Freundeskreis netter Leute mit schlauen Kids Foren-Übersicht -> im Kindergarten Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Seite 1 von 1
Gehe zu:  

 
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Ähnliche Beiträge
Thema Autor Forum Antworten Verfasst am
Keine neuen Beiträge Zurückstellung Grundschule NRW (letzt... suedtirol im Kindergarten 3 07.07.2012, 20:07
Keine neuen Beiträge Kennt jemand die bischöfl. Grundschul... moselmuppes in der Grundschule 0 27.04.2012, 11:31
Keine neuen Beiträge Klassen überspringen in der Grundschu... hummel05 in der Grundschule 4 03.02.2012, 16:30
Keine neuen Beiträge Begabtenfreundliche Maßnahmen in der ... Lisbeth in der Grundschule 9 18.12.2011, 23:25
Keine neuen Beiträge Nie wieder Grundschule... Tar-Miriel in der Grundschule 11 22.06.2011, 12:32

Tags
Garten, Kinder, Liebe, Spiele



phpBB 2.0.23
Template by BMan1

BBoard.de bietet Ihnen ein Kostenloses Forum mit zahlreichen tollen Features

Impressum | Datenschutz