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jr kommt nicht mit, lehrerin ignoriert das, was tun?


 
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diorella




Anmeldungsdatum: 27.01.2010
Beiträge: 97

BeitragVerfasst am: 15.04.2010, 08:27
BeitragTitel: jr kommt nicht mit, lehrerin ignoriert das, was tun?
Antworten mit Zitat

hab die überschrift geändert, sorry, aber irgendwie fällt mir gar keine passende ein, weil es da ja nicht nur ums thema unterrichtsstoff geht..

hallo ihr,

so, nachdem nun nach dem letzten unerfreulichen gespräch 'ruhe' eingekehrt ist, tut sich auch schon das nächste thema (ich nenne es mal bewusst nicht problem) auf.

wie ihr mitbekommen habt, war mein jr beim lesetest schlecht. im gespräch mit der kl meinte diese dann, das sei kein problem denn er versteht ja sinngemäß was er liest und der rest sei übungssache, ich soll da unbesorgt sein.

tags drauf hat er ja dann zusammen mit einem (bekannt) leseschwachen kind sonderaufgaben ausserhalb der klasse machen müssen. ich habe das nur durch mein kind erfahren, mir wurde nichts davon gesagt - und das obwohl ich ja tags zuvor mit der lehrerin gesprochen habe.

bei kurzer schriftlicher nachfrage (im elternmitteilungsheft, denn bei persönlichem gespräch hätte ich mich möglicherweise nicht so im griff gehabt) hat sie nur kurz bestätigt, dass 'einige' kinder leseübungen machen mussten.

ich weiss nicht ob ich das schon erwähnt habe, aber in der vergangenheit war es schon zwei mal so dass ich den eindruck hatte, dass mein sohn im unterricht nicht unterstützt wird bzw. dass nicht wirkich danach geschaut wird, dass er seine wochenziele errreicht bzw fleißig arbeitet. so war es nun schon zweimal so, dass wir in den ferien mehrere seiten (!) im arbeitsheft deutsch nacharbeiten mussten. ich hatte auch schon mehrfach bemerkt, dass er in der schule manchmal nix macht (stand nach der woche war noch immer der vom wochenende davor).

hier muss ich erklären: jr ist in einer ganztagesschule. hier wird frei gelernt, also mit wochenzielen und die kinder müssen sich sozusagen selbst organisieren, um ihren stoff durch zu kriegen. von anfang an schien mir, dass er damit (also mit dem selbst-organisieren) probleme hat. er träumt dann lieber in der gegend rum oder kommt auf andere schräge gedanken (an denen es ihm nicht mangelt). zuhause merke ich, dass er nur konzentriert arbeitet, wenn ich ihm genau sage, was zu tun ist und ihm auch leicht druck mache.

nun ist es ja so, dass er lesen üben sollte, doch wenn wir ständig auch noch sonstige sachen nacharbeiten müssen, dann frage ich mich, wann er das dann tun soll?! - und hier stellt sich dann die prinzipielle frage: ist die ganztagesschule dann überhaupt noch gerechtfertigt, wenn sie ihren aufgaben nicht gerecht wird? - ich war davon ausgegangen (und so hatte die schule es auch in höchsten tönen angepriesen), dass er nach der schule frei hat und am wochenende eher mal kleine aufgaben zu machen sind, um die eltern auf dem laufenden zu halten. nun stellt es sich aber so dar, dass die 'schwachen' kinder in der schule eher wenig förderung erfahren und die schnellen noch mehr gepuscht werden, so dass die kluft zwischen den einen und den anderen immer grösser wird. (das hab ich im gespräch mit anderen eltern erfahren, dass die in der 3. klasse auch das problem haben dass ihre kinder nicht im stoff mitkommen und das dann an den eltern hängen bleibt). mit eltern aus seiner klasse hab ich noch nicht darüber geredet. es gibt in dieser klasse einige 7- und 8-jährige, mehrere wiederholer und dann eben die 6-jährigen so wie meinen sohn.

ich finde es schrecklich, nach allem was vorgefallen ist, dass ich mich nicht ein bisschen auf die lehrerin verlassen kann. sie kooperiert nicht mit mir, ist zwar freundlich und tut so als ob alles klasse wäre (so im heft ab und zu mal alibi - lobe wie 'toll!', 'gut gemacht!'). und umgekehrt kümmert sie sich nicht und informiert mich auch nicht, dass da grundlegend was nicht richtig läuft.

wie würdet ihr euch verhalten? wenn ich jetzt wieder vorspreche, ist das nächste grösserer problem schon vorprogrammiert. allerdings sehe ich es auch so, dass der rektor ja nun seine bestätigung hat: mein sohn ist nicht hochbegabt, so scheint er mir ja schon seit dem ersten hb-test (mit positivem ergebnis) zu vermitteln und nach dem zweiten verkorksten test durch die schule nun ist das sicher gefundenes fressen für ihn.

doch unabhängig von hb, das ist doch nicht ok, oder? - und wer kann mir mal sagen, was genau das ziel im ersten grundschuljahr ist? die kinder müssen schon selbst texte schreiben und ihre lesetests sind mit buchstaben drin, die sie zu dem zeitpunkt noch nicht hatten (ß, ck usw.).

mir gefällt das alles nicht und wieder einmal überlege ich, ob ich nicht doch was ändere. es sind ja bald grosse ferien und ein schulwechsel wäre denkbar. doch leider werden die beiden ersten klasse der grundschule hier im ort nach den ferien zu einer klasse (mit ca 35 schülern dann) zusammen geworfen und das schreckt mich nun doch ab, meinen sohn hier her zu holen (normale grundschule mit frontalunterricht nur morgens). alternativen im direkten umfeld gibt es eigentlich nicht.

so, bin gespannt auf eure meinungen.
bis dahin liebe grüsse
diorella
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scout




Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 1774
Wohnort: ba-wü

BeitragVerfasst am: 15.04.2010, 10:36
BeitragTitel:
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35 kinder in einer 1./2. klasse? bist du sicher, oder war das ein gerücht? das kommt mir sehr unwahrscheinlich vor.

spontan würde ich sagen, dein sohn wäre auf einer grundschule mit mehr angeleitetem lernen besser aufgehoben. meine beiden hatten anfangs auch probleme mit der freiarbeit, die allerdings hier nur ein teil des unterrichts ist. die kinder bekamen in sachkunde einen wochenplan, bzw einen plan über ein ganzes projekt und mussten sich das selbst einteilen.

meine kinder, die außerhalb der schule niemals langeweile haben, konnten mit dieser "freiarbeit" nicht viel anfangen, waren anfangs außerstande, das ganze projekt zu überblicken und arbeiteten sprunghaft, mal sehr schnell und ordentlich, mal langsam und lückig. vielleicht wurde ihnen auch nicht gut genug erklärt, dass sie ALLE arbeitsblätter machen sollten und dass nur die reihenfolge freiwillig war ;). wenn man denen in der schule gesagt hat: "jetzt könnt ihr machen was ihr wollt", hätten sie vermutlich nicht gerade ein arbeitsblatt darunter verstanden.

für manche kinder ist ein frontalerer zugriff besser. bei viel freiarbeit fällt es vielleicht auch später auf, wenn ein kind konsequent vermeidet, seine schwächeren seiten zu bearbeiten. wenn es wirklich so ist, dass dein sohn versteht, was er liest, würde ich mir allerdings auch noch keine größeren sorgen machen. allerdings ist es etwas, das man im hinterkopf behalten muss.

sind seine augen in ordnung? manchmal stimmt was mit den parallelbewegungen der augen auch nicht (latentes schielen etc) und das führt zu problemen beim lesen.

gruz
scout
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diorella




Anmeldungsdatum: 27.01.2010
Beiträge: 97

BeitragVerfasst am: 15.04.2010, 11:46
BeitragTitel:
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hallo scout und danke für deine antwort,

ja, die augen sind i.o. bzw. getestet und er hat eine schwache brille (die er eigentlich nicht wirkich nehmen müsste).

ich sehe das problem eher darin dass er sich nur den dingen zuwendet, die ihm freude bereiten, also basteln oder so. alles andere stellt er hinten an und damit stellt sich für mich wirklich die frage, ob er in normalem schulbetrieb besser klar käme.

interessant wäre für mich noch, wie sich das bei deinen kindern dann entwickelt hat. wodurch kamen sie dann mit der freiarbeit besser klar? und übrigens: auch mein sohn ist ein kind, das nie langeweile hat, sehr kreativ ist und sogar oft sehr gerne alleine spielt. in den pausen geht er auch oft allein umher, findet das aber eher erholsam für sich (die anderen kämpfen immer und da hab ich keine lust zu), allerdings kann er, wenn er möchte, jederzeit mitspielen (ist also kein wirklicher aussenseiter).

das mit der klasse und über 30 schüler ist richtig, hat mir die mutter eines kindes in dieser klasse (dann später) erzählt.... rolleys

gruss diorella
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oesb
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Anmeldungsdatum: 09.07.2007
Beiträge: 1535
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BeitragVerfasst am: 15.04.2010, 12:02
BeitragTitel:
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Hallo,
jedes Kind braucht andere Kleinigkeiten um ein guter Schüler zu sein, aber um einfach den Stoff zu erledigen braucht jedes Kind Grundvoraussetzungen. Viele Kinder könne am Besten etwas leisten, wenn sie als Grundvoraussetzung eine Kontrolle haben, einige haben sich sehr früh organisatorisch so im Griff, dass sie dies nicht mehr brauchen. Bei deinem Junior sehe ich einfach das Problem, dass er noch nicht so weit ist. Für ihn ist mit Sicherheit alles besser als dies unkontrollierte System indem er zurzeit untergeht.
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LG Oesb
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Tar-Miriel
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Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 5260
Wohnort: Südhessen

BeitragVerfasst am: 15.04.2010, 12:48
BeitragTitel:
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Hallo diorella, winkie

eine ähnliche "Leseentwicklung" habe ich bei meinem Großen auch durch.

Zunächst einmal die Anmerkung: Nicht jede außerplanmäßige Förderung muss gleich ein ernstes Problem sein bzw. von Dauer sein und bedarf auch nicht sofortiger Information der Eltern. Ich sehe das eher als Reaktion auf den schlechten Lesetest und würde es erst mal als Chance ansehen. Vielleicht braucht Dein Sohn einfach einen Schubs in die richtige Richtung und wird dadurch daran gehindert Unbequemes zu vermeiden.

Bei meinem hat die Leseförderung in der ersten Klasse Wunder gewirkt. green Er hat damals ganz schnell kapiert wie Lesen funktioniert, aber dass alles weitere Üben, Üben, Üben ist eben nicht. Seine KL hat ihn dann für ein halbes Jahr in die Leseförderung zu den wirklich schwachen Schülern gesteckt und damit seinen Ehrgeiz geweckt. Ich war damals auch erst mal alarmiert, war aber völlig unnötig, denn genau das wollte sie damit erreichen. Er wollte ganz schnell da wieder raus und hat plötzlich Gas gegeben. green

Jetzt kommt aber doch noch ein ABER: Mir ist erst sehr viel später bewusst geworden, dass er ein Problem mit lautem Vorlesen hat, was ja in den ersten Schuljahren bis zum Abwinken trainiert wird. Er - wie ich auch - hat einen völlig anderen Lese- und Lernstil. Laut Vorlesen erfordert sequentielles Erlesen der einzelnen Buchstaben und Laute, wir erfassen aber mehrere Wörter, irgendwann vielleicht auch ganze Zeilen auf einmal ohne das einzelne Wort zu "erlesen". Das geht aber eben nur "leise", bei entsprechendem Training, dann aber in enormer Geschwindigkeit.

So hatte mein Sohn, der mittlerweile riesige Wälzer oder ganze Bücherreihen in kürzester Zeit "vernichtet", im letzten Schuljahr (6. Klasse Gymnasium green) große Probleme in Geschichte. Die Lehrerin erklärte mir, er müsse dringend Lesen üben, da er nicht sinnerfassend lesen könne. Ich muss sie angesehen haben wie ein Auto, bis bei der Groschen fiel und sie fragte, ob sie ihn laut vorlesen ließe und anschließend nach dem Inhalt fragte. Bingo!!! Er hatte so damit zu kämpfen langsam Wort für Wort vorzulesen, während die Augen ständig weiter waren, so dass für den Inhalt wirklich keine Kapazität mehr blieb.
Ich bat sie, ihn die entsprechenden Abschnitte für sich lesen zu lasse bevor sie ihn danach fragte und erklärte ihr seine Lesetechnik. Danach gab es deutlich weniger Probleme in Geschichte.

Sehr gut erläutert das Buch "Zappelphilipp und Störenfrieda lernen anders" diesen Lern- und Lesestil und die damit verbunden Probleme in der auf sequentielles Lernen ausgerichteten Schule. Man darf sich nicht von der ADS-Thematik abschrecken lassen. Man findet in diesem Buch auch immer wieder den Verweis auf Hochbegabte, bei denen der Autor genau diese Problematik auch oft erlebte - mal davon abgesehen, dass man auch Läuse und Flöhe (sprich Hb und ADS) haben kann.

Bis ich dieses Buch gelesen habe, war mir gar nicht bewusst, dass man auch "anders" - nämlich sequentiell - lesen kann. green
Lesen ist für mich Kino im Kopf, ich erfasse den Inhalt ohne Wort für Wort zu erfassen und könnte Dir nach dem Umblättern einer Seite nie den letzten Satz wörtlich wiedergeben. Querlesen ist überhaupt kein Problem. Lautes und damit langsames, betontes Lesen war mir zu Schulzeiten auch immer eine Qual, obwohl ich meterweise Bücher verschlungen habe. Schule lehrt lesen aber immer sequentiell und es dauert einfach eine Zeit, sich davon lösen zu können.

Lange Rede, kurzer Sinn - entschuldige, dass ich Dich so zugetextet habe tocktock - , aber vielleicht findest Du in diesem Lernstil Deinen Sohn wieder. Dann kann ich Dir nur raten Geduld zu haben, es hat bei meinem bis zu 5. Klasse gedauert, bevor er überhaupt etwas anderes als Comics freiwillig in die Hand genommen hat, seit dem fräst er sich aber Meter um Meter durch unser Fantasy-Regal. green

Liebe Grüße
Tar-Miriel
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"Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht." - Aus Sambia
Tar-Miriel
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UBI



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BeitragVerfasst am: 15.04.2010, 16:32
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Hallo,

Kinder, die regelmäßig mit der Abarbeitung ihres Wochenplanes Probleme bekommen, brauchen mehr Unterstützung. Manchmal ist es sinnvoll, dann zu Tagesplänen überzugehen.

So ganz kann ich mir eure Schule aus der Ferne nicht vorstellen. In irgendeiner Form muss Stoff ja auch vermittelt werden. Ein ganz freies Konzept scheint es ja nicht zu sein, denn sonst gäbe es keine Wochenpläne. Aber sonst?

Es gibt Kinder, denen freiere Konzepte nicht gut tun. Dann fährt man mit einer anderen Schule besser. Und bei Frontalunterricht ist die Anzahl der Schüler auch schon fast wieder egal.

gruß

Ubi
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Jeder nach seinen Möglichkeiten!
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Mausi



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Anmeldungsdatum: 28.09.2009
Beiträge: 70

BeitragVerfasst am: 16.04.2010, 07:34
BeitragTitel:
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Ist das vielleicht eine Montessori-Ganztagsschule? Nach der Beschreibung kann ich mir das vorstellen. Freie Arbeit und die Möglichkeit auszuwählen womit man lernt, sind nicht unbedingt für jedes Kind geeignet.
Ich habe mich absichtlich gegen die Montessori-Schule entschieden, obwohl sie bei uns um die Ecke ist, weil ich da die Struktur einfach vermisst habe.

Mein Sohn geht auf eine Ganztagsschule und es ist tatsächlich so, dass sie im 1.und 2. Jahr keine Hausaufgaben bekommen, nur selten etwas für das Wochenende. Meistens kriegen wir die Hefte nur, damit wir sehen können. was in der Woche gemacht wurde oder es sind Mathe-Blätter mit Fehlern, die noch mal nachgerechnet werden müssen. Seitenweise Aufgaben für zu Hause oder für die Ferien hat es noch nie gegeben.

Irgendwie gewinne ich den Endruck, dass du dir zu viele Sorgen machst und alles infrage stellst. Lass die Suppe eine Zeitlang einfach kochen, ohne immer drin zu rühren, viellecht wird es dann besser. Wenn man sich über alles aufregt und dauernd Lehrer und Schulleiter mit Extrawünschen konfrontiet, macht man sich nicht unbedingt beliebt und das überträgt sich dann auf die Einstellung, die sie zu Deinem Kind haben.

Einfach locker bleiben!
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jojo



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Anmeldungsdatum: 19.09.2009
Beiträge: 264

BeitragVerfasst am: 16.04.2010, 08:38
BeitragTitel:
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Hallo Diorella,

ich finde das was du schreibst sehr interessant, aber auch etwas spontan.

Zunächst hört sich Leseförderung (für fast jedes Kind) doch gut an (schadet doch auch nicht denen, die es können), da würde ich mir überhaupt keine Sorgen machen, außer, du weißt, dass er in dieser Zeit anderen wichtigen Unterricht verpasst. Das mit dem Vorlesen würde ich auch mal klären, an der Grundschule meiner Kinder wurde/wird nicht mehr laut vor der Klasse vorlesen geübt, höchstens mit Lesepaten zu zweit. Im Grunde dürfen die Kinder immer auch leise lesen, nur sollten sie die anschließenden Fragen beantworten können (die haben es später in sich, weil sie oft sehr oberflächlich formuliert sind, so dass manche Kinder auf die Idee kommen, so einfach dürfte die Antwort dann auch nicht sein und meinen, sie sollten nachdenken (was dann manchmal in die Irre führt...).

Warum glaubst du wirklich, dass die Lehrerin dein Kind nicht mag? Die meisten Lehrer sind schlicht sehr gefordert wg. der Menge an Schülern, sie haben gar nicht die Zeit ihren Fokus so sehr auf ein einziges Kind zu legen, wie die Elter es natürlich tun und immer gerne auch in der Schule erwarten. Meine Erfahrung ist, dass sie solche Entscheidungen (wer macht jetzt mal da und dort mit) oft sehr aus der Situation heraus entscheiden, müssen sie ja auch, wie sollen sie denn arbeiten, wenn sie jeden Schritt, jedes Kindes, vorher mit dessen Eltern abstimmen müssen.... Du wirst ja auch Dinge im Alltag entscheiden, ohne deinen Mann oder eine Freundin anzurufen und dir das OK zu holen. Ich meine das ist die richtige Vorgehensweise. Zumal es naheliegend wäre, dass sie annahm, die Förderung sei ganz in deinem Sinne, schließlich warst du zuvor im Gespräch besorgt wegen der schlechten Leseleistung deines Kindes. Jede Leistung kann man besser beurteilen, wenn das Kind auf unterschiedliche Weise daran geführt wird, vielleicht war es für sie ein gute Situation um noch mal zu schauen, ob er nun und wenn ja, womit er wirklich Schwierigkeiten hat. Auch wollte sie vielleicht sehen, ob neben dem anderen, wie du sagst tatsächlich leistungsschwachen Kind, nicht etwas geweckt wir (sie könnten sich gegenseitig zeigen wollen, was sie schon können). Auch ist die Sonderbehandlung die dein Kind damit erlebt, vielleicht ja doch auch genau das, was es braucht, das kann sie ja nicht kategorisch ausschließen, nur weil es hb ist.
Letztlich gibt es viele Modelle, in denen Kinder, gerade mit unterschiedlichen Vorraussetzungen, hervorragend in kleinen Gruppen zusammen lernen. Kurz, ich würde ihr das überhaupt nicht kategorisch übel nehmen, sondern dem Ganzen mal eine Chance geben, indem du dich auf die positiven Aspekte dessen konzentrierst.

So oft habe ich Eltern gesehen, die meinen, den Blick und die Aufmerksamkeit der Lehrerin allein auf ihr Kind lenken zu dürfen... bitte verstehe das nicht falsch, aber es ist wirklich so: ganz viele engagierte Eltern bedenken gar nicht, dass die Lehrerin bis zu 30 Kinder im Blick haben muss und ganz gewiss auch die, bei denen sich nie ein Elternteil zeigt, für deren Rechte, Schwierigkeiten und Belange setzt sich nämlich keiner ein, da ist die Lehrerin wirklich gefragt. Nun ist es nicht nur gerechte und umfassende Bildung die wir Eltern von der Schule erwarten, sondern zunehmend auch pädagogische Aufmerksamkeit. Die wenigsten von uns hier sind Lehrer und können es sich vorstellen, diese Anforderungen bei 30 Kindern gleichzeitig zu erfüllen, ich kann das jedenfalls ganz sicher nicht und habe darum erstmal ziemlichen Respekt vor Personen, die diesen Beruf machen.

Ich vermute, je mehr Aufmerksamkeit du der Lehrerin abverlangst um so mehr wird sie sich innerlich versuchen zu distanzieren, denn die Zeit, die jedes einzelne Kind und dessen Eltern in Anspruch nehmen, fehlt an einem bestimmten Punkt dann definitiv der Gruppe... und sie ist schließlich vor allem für eine Gruppe und deren Gemeinschaft und Erfolge zuständig, nicht aber für ein paar einzelne Privatschüler... der Beruf einer Klassenlehrerin an einer öffentlichen Schule hat halt ganz andere Anforderungen, als sie an einen Privat oder Nachhilfelehrer gestellt werden, diese dürfen und sollen fokussieren.....

Der Wochenplan hat uns (unser Kind und uns) aber auch manchmal zur Verzweiflung gebracht, dazu könnte ich Romane schreiben und da das deine Situation hier wohl sprengen würde, werde ich dazu hier an anderer Stelle mal ein neues Thema eröffnen.

viele Grüße, jojo
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jojo (00/02)
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Moffi
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Anmeldungsdatum: 29.03.2005
Beiträge: 2070

BeitragVerfasst am: 16.04.2010, 08:51
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Liebe Diorella,
also, ehrlich gesagt, kommt mir das alles nicht so schlimm vor. (Bitte nicht ärgern, ist nicht böse gemeint!)

Bei der Leseförderung verstehe ich das Problem gar nicht - er hat doch Schwierigkeiten beim Lesen..? Oder geht es Dir mehr darum, dass Du nicht informiert wurdest?

Zum Wochenplan: Nach meiner (beschränkten) Erfahrung ist es absolut normal, dass die Kinder das, was sie vom Wochenplan in der Schule nicht schaffen, zuhause nacharbeiten müssen. Das ist sozusagen die natürliche Folge, wenn man in der Schule nicht arbeitet... Die Idee ist halt, dass es irgendwann mal beim Kind klick macht, und es merkt, dass es besser dran ist, wenn es alles schon in der Schule erledigt.

Versetze Dich doch mal in die Lage der Lehrerin, die 20 Kinder oder mehr zu betreuen hat. Sie kann unmöglich einzelne Kinder kleinschrittig begleiten und zum Arbeiten motivieren, dazu hat sie einfach nicht genügend Zeit. Andererseits kann sie ja nicht einfach ignorieren, wenn das Kind nichts macht, sonst gäbe es ja uneinholbare Lücken! Da bleibt eigentlich nur, dem Kind die Sachen mit nach Hause zu geben.

Vielleicht könntest Du die Lehrerin ja einfach mal fragen, wie Du Deinen Sohn von Zuhause aus dabei unterstützen kannst, den Wochenplan einzuhalten, was er eigentlich in der Schule macht, statt am Wochenplan zu arbeiten, und wo sie das Problem sieht. (Wahrscheinlich sieht sie noch gar kein Problem... devil )

Was sagt denn Dein Sohn, warum er nichts macht? Vielleicht kommt ihm so ein Wochenplan einfach wie ein Riesenhaufen Arbeit vor, den er ja doch nie schafft, weil er die Menge der Arbeit nicht einschätzen kann? Bekommst Du den Wochenplan zu sehen? Dann könntest Du z.B. jeden Tag mit ihm besprechen, was am nächsten Tag zu machen ist (ggf. mit einer kleinen Belohnung verbunden, wenn er es schafft), oder so...

(Meine Große hat den Wochenplan auch immer gehasst, sie arbeitet viel mehr, wenn sie gar keinen Plan hat, braucht also nicht mehr Struktur, sondern weniger... )

Liebe Grüße
Karin
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jutta
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Anmeldungsdatum: 15.05.2005
Beiträge: 4602
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 16.04.2010, 09:06
BeitragTitel:
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Hallo diorella,

ich denke, du solltest vielleicht nochmal ein bisschen über den Schulalltag, das Konzept schreiben. Du merkst ja, wir grübeln, welche Art Schule ist es denn?

Unsere Erfahrungen: Napoleon war ab der 2. Hälfte der 2. Klasse in einer Freien Schule mit Montessori/Wild Pädagogik. Die Montessorigeschichte war sehr gut, er hat wirklich Zugang zu den Materialien gehabt, die ihn interessierten. Individuell gelernt.
Leider passte der Wild-Anteil gar nicht zu ihm, wie wir leider zu spät gemerkt haben. Der besagte nämlich in der Schule: die Kinder lernen, was, wann, wie und mit wem sie wollen. Im Rahmen des mit den Lernbegleitern aufgestellten Wochenplans (damit die Übersicht erhalten bleibt, was im Laufe des Schuljahres gelernt wurde/noch gelernt werden muss). Soweit, so gut. Diese Doktrin verursachte auch jegliches Lob, weil die Kinder ja nicht manipuliert werden sollen, sondern ihrem eigenen Rhythmus uneingeschränkt folgen dürfen.
Das führte dazu, dass Napoleon auch mal tagelang nichts tat, dafür auch ohne Probleme die Strafen in Form von Markierungen á la "Morgen musst du aber arbeiten" hinnahm. Es gab nämlich keine wirklichen Sanktionen. Erst wenn er eine ganze Zeitlang nichts tat, gab es festere Kontrolle.
Für ihn war das Gift. Als ADS´ler brauchte er feste Strukturen, die ihm die Richtung gaben. Er suchte Lob, Ansporn, Anerkennung (weil er wirklich gut war), bekam sie aber nicht. Er fühlte sich im Stich gelassen.
Dabei waren die Lernbegleiter wirklich überzeugt, dass dieser Weg der optimale für Kinder ist, die von sich aus lernen wollen.

Überraschenderweise war er in der Englischstunde, die feststand, immer sehr gut. Dort hat er gemeinsam mit anderen gemeinsam Stoff gelernt.

Also, du siehst, es kommt sehr stark auf das Konzept der Schule an. Leseförderung ist ja sicher sinnvoll, wenn sie geleitet und kontrolliert wird, auch in kleinen Gruppen außerhalb der Klasse. Aber sie muss eben begleitet werden. Die Struktur der Schule muss auch zum Kind passen, nicht umgekehrt. Ohne diese Informationen können unsere Ratschläge ganz umsonst sein.
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Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
Einstein (3/93) und Napoleon (3/99)
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Barbara77




Anmeldungsdatum: 23.12.2009
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 16.04.2010, 09:50
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winkie Morgäääähn. winkie

Ich hab gestern noch mit meinem Mann lange gesprochen über das Thema... er sieht es ähnlich wie ich, und meint auch Du solltest auf jeden Fall mal Kontakt mit der alternativ in Frage kommenden GS aufnehmen. Bezüglich der Zusammenlegung der Klassen könnte es nämlich gut sein, das ein neu dazukommendes Kind dies sogar verhindern könnte...
Ich glaube auch, manche Kinder - ob nun hb oder nicht - brauchen eben einfach eher die "Frontal"-Variante... zuviel Freiarbeit überfordert sie eher, weil sie noch nicht strukturiert arbeiten (können). Auch das muss ja erst erlernt werden, und unser Sohn gehört ja auch zu denen die da mehr an die Hand genommen werden müssen.
Er hatte z.B. diese Woche auch wieder eine sogenannte *-Aufgabe... das bekommen sie einmal die Woche, es ist keine Pflicht sondern eine Zusatzaufgabe, aber wer sich viele Sterne erarbeitet, bekommt einen Gutschein für 1x Hausaufgaben nicht machen müssen. Den Gutschein will Mr.P ja schon gern haben... nur schiebt er die *-Aufgabe dann die ganze Woche vor sich her "Ich habe ja noch soooooviel Zeit", und am Sonntag abend fällt es ihm dann wieder ein.. und da weigere ich mich dann. Deswegen hat er bislang glaube ich nur 2 Sterne... drugs
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Sigiruna
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 21.04.2006
Beiträge: 898
Wohnort: nicht mehr Nordfriesland!!!!

BeitragVerfasst am: 16.04.2010, 11:51
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Moin diorella,

ich denke nicht, dass Du von der Lehrerin erwarten kannst, dass sie beaufsichtigt, wie und was Dein Kind arbeitet, und Dir am Besten täglich Rückmeldung darüber erstattet. Ich glaube auch, dass Deine Befürchtung, dass "da grundlegend was nicht richtig läuft", übertrieben ist.
An Deiner Stelle würde ich mein Kind täglich fragen, was es in der Schule gemacht hat und was für die Woche sonst noch anliegt, und dann mit ihm planen, wieviele Arbeitsbögen es morgen macht. Hb ist ja nicht automatisch Organisiertheit (eher das Gegenteil), und Selbstorganisation muss man lernen. Da kannst Du als Mutter ihn bestimmt besser selbst unterstützen, als wenn Du das von der Lehrerin erwartet, die schließlich noch ein paar mehr Kinder unterrichten muss. Gegenüber der Schule darauf zu pochen, dass Dein Kind hb ist und deshalb Extrawürste haben muss, ist strategisch ziemlich ungeschickt.

Das Dein Kind Extra-Leseförderung bekommt, würde ich als positiv ansehen. Das heißt nämlich, dass die Lehrerin bemerkt hat, dass er auf dem Gebiet noch Förderbedarf hat. So lange er dafür nicht ein Stunde länger bleiben muss, gibt es m.E. auch keinen Grund,weshalb Du davon informiert werden müsstest.

Texte, in denen auch Buchstaben enthalten sind, die noch nicht "dran" waren, zu lesen und eigene Texte zu schreiben, sollte gegen Ende der 1. Klasse keine Überforderung sein.
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Sigiruna
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Sohn 6/93, Dozent; Töchti 2/96, Mathemaster in Arbeit; Tertia 7/98, Studium
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diorella




Anmeldungsdatum: 27.01.2010
Beiträge: 97

BeitragVerfasst am: 16.04.2010, 14:55
BeitragTitel:
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hallo mausi,
danke für die nachricht.

dass ich nicht beliebt bin bei rektor und evtl. lehrerin weiss ich. doch auch wenn es so wirkt, ich hab nicht dauernd extrawünsche. was sich da bislang abgespielt hat war einfach das resultat aus diesem hb-test, den die schule angezweifelt hat.

ursprung des ganzen waren ja massive probleme vor weihnachten in jeder hinsicht (meines sohnes), die man auch nicht einfach übergehen konnte. er war dort ja ständig krank und schon ganz niedergeschlagen, depressiv und mit angstattacken.

was unterricht und dergleichen angeht, habe ich bislang keinerlei kritik geübt.
allerdings merke ich ja, was bei meinem sohn 'abläuft'. und dass er immer hinten dran ist bzw. wir seitenweise nacharbeiten müssen, weil er (anscheinend) in der schule nix macht.

die schule ist nicht montessori, das hätte ich ja sonst geschrieben. ist eine ganztagesschule wie du sie beschreibst. doch dieses konzept war uns so angepriesen worden, wie das bei euch läuft. keine hausaufgaben, nur am wochenende mal ein arbeitsblatt damit wir eltern sehen, was denn gerade so dran ist im unterricht.
und dem ist nicht so, das ist nicht nur bei uns so, wie beschrieben bei anderen auch, auch in höheren klassen.
es gibt wohl einfach kinder, die damit nicht klar kommen und ich befürchte, dass mein kind so eines ist.
ich kann ja nicht anders als mit der lehrerin das gespräch suchen. es geht ja hier auch gar nicth um 'extrawünsche' und dergleichen sondern darum, mir einen einblick zu verschaffen ob dem so ist wie ich es vermute und wie die lehrerin das sieht.
danke trotzdem für deine hinweise.
diorella
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diorella




Anmeldungsdatum: 27.01.2010
Beiträge: 97

BeitragVerfasst am: 16.04.2010, 15:06
BeitragTitel:
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hallo jutta,
danke für deinen text!

also: unsere schule ist eine ganztages-grundschule. die unterrichtseinheiten werden immer im wechsel mit sport- einheiten oder ag's, spielzeiten oder mittagspause abgehalten.

morgens sind zwei einheiten a 90 minuten und mittags eine, in denen auch fächerübergreifend unterrichtet wird. im deutsch geht es nach dem prinzip 'lesen lernen durch schreiben'. der stoff, der vermittelt wird, soll dann anhand von arbeitsblättern in den entsprechenden büchern (mathe-tiger oder deutsch-arbeitsheft) geübt werden. diese übungsblätter werden an die tafel geschrieben und in freiarbeit im lauf der woche bearbeitet (wochenziel). - so war es angepriesen worden.

wie die realität aussieht, habe ich ja beschrieben. und wenn ich lese was du über deinen sohn schreibst, dann kommt es mir wirklich so vor, als ob mein sohn genauso ist und sich einfach leichter tut, wenn er eine aufgabe bekommt die er dann bearbeitet und basta. wenn ich am wochenende oder in den ferien mit ihm ha's mache, merke ich, dass ihn das nicht schwer fällt, das zu tun was ich ihm sage. überlasse ich ihm selbst aber die wahl, wann er was übers wochenende zuerst macht, dann ist sonntag abend ganz genau nix getan.

ich weiss nicht warum einige hier denken es ginge mir um extrawurst wegen hb. keineswegs und dieses thema ist für mich erst mal nicht relevant. es geht hier einzig darum zu ergründen, ob das schulkonzept zu meinem kind passt und evt im zuge des schuljahreswechsels dann konsequenzen zu ziehen.

diorella
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diorella




Anmeldungsdatum: 27.01.2010
Beiträge: 97

BeitragVerfasst am: 16.04.2010, 15:18
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Moffi hat folgendes geschrieben:
Liebe Diorella,
also, ehrlich gesagt, kommt mir das alles nicht so schlimm vor. (Bitte nicht ärgern, ist nicht böse gemeint!)

Bei der Leseförderung verstehe ich das Problem gar nicht - er hat doch Schwierigkeiten beim Lesen..? Oder geht es Dir mehr darum, dass Du nicht informiert wurdest?

Zum Wochenplan: Nach meiner (beschränkten) Erfahrung ist es absolut normal, dass die Kinder das, was sie vom Wochenplan in der Schule nicht schaffen, zuhause nacharbeiten müssen. Das ist sozusagen die natürliche Folge, wenn man in der Schule nicht arbeitet... Die Idee ist halt, dass es irgendwann mal beim Kind klick macht, und es merkt, dass es besser dran ist, wenn es alles schon in der Schule erledigt.

Versetze Dich doch mal in die Lage der Lehrerin, die 20 Kinder oder mehr zu betreuen hat. Sie kann unmöglich einzelne Kinder kleinschrittig begleiten und zum Arbeiten motivieren, dazu hat sie einfach nicht genügend Zeit. Andererseits kann sie ja nicht einfach ignorieren, wenn das Kind nichts macht, sonst gäbe es ja uneinholbare Lücken! Da bleibt eigentlich nur, dem Kind die Sachen mit nach Hause zu geben.

Vielleicht könntest Du die Lehrerin ja einfach mal fragen, wie Du Deinen Sohn von Zuhause aus dabei unterstützen kannst, den Wochenplan einzuhalten, was er eigentlich in der Schule macht, statt am Wochenplan zu arbeiten, und wo sie das Problem sieht. (Wahrscheinlich sieht sie noch gar kein Problem... devil )

Was sagt denn Dein Sohn, warum er nichts macht? Vielleicht kommt ihm so ein Wochenplan einfach wie ein Riesenhaufen Arbeit vor, den er ja doch nie schafft, weil er die Menge der Arbeit nicht einschätzen kann? Bekommst Du den Wochenplan zu sehen? Dann könntest Du z.B. jeden Tag mit ihm besprechen, was am nächsten Tag zu machen ist (ggf. mit einer kleinen Belohnung verbunden, wenn er es schafft), oder so...

(Meine Große hat den Wochenplan auch immer gehasst, sie arbeitet viel mehr, wenn sie gar keinen Plan hat, braucht also nicht mehr Struktur, sondern weniger... )

Liebe Grüße
Karin


danke karin,

das mit der leseförderung hat mich nur insofern gestört, als dass es die lehrerin nicht erwähnte, obwohl wir ja direkt davor ein gespräch über das lesen hatten.

was du schreibst wegen dem wochenplan ist schon klar, auch verstehe ich dass die lehrerin nicht neben jedem kind sitzen und es beaufsichtigen kann.
ich sehe aber wie wenig organisiert mein knirps an alles rangeht und dass er immer mehr chaos um sich hat und das umso mehr, je länger er in der schule ist (auch im kinderzimmer zb). und eingefallen sind mir dann die worte unserer logopädin, bei der wir in der kiga-zeit ca. 30 stunden waren: das kind muss sich besser strukturieren lernen weil ihm so viel durch den kopf geht und er daher nur in geordneten bahnen zurecht kommt.
diorella
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