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Fragen zum Begabungstest


 
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Elisabeta




Anmeldungsdatum: 10.09.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 11.09.2010, 01:10
BeitragTitel: Fragen zum Begabungstest
Antworten mit Zitat

Das ging ja schnell mit der Freischaltung, Danke an die Administration winkie

Und zwar: Mein Sohn (7) wurde nicht auf HB getestet o.ä., sondern vom Kia mit ADS und Wahrnehmungsstörungen diagnostiziert.
Was such ich hier, möchtet ihr da fragen? Na, ich hab mich ein wenig eingelesen und dachte das Forum wäre hier ganz angenehm, weil es zum Thema AD(H)S viel zu oft in Medikamentation versandet. Und das steht für mich noch ganz weit außen vor, bzw. schließe ich es für uns aus, weil Sohnemann zwar seine Probleme hat, aber nicht soo gravierend. Das er z.B. sozial anecken würde, oder den Unterricht stört, darum geht es nicht. Dann... wäre es sicherlich eine Überlegung wert. Aber es ist in 1. Linie ein schulisches Problem, weil er, ja: sein Potential nicht konstant nutzen kann, wie mir scheint. Es geht hier auch primär um den Test, weniger um das Ergebnis.

Zu meiner Perle: Er besucht die 2. Klasse und seine Leistungen sind leider sehr schwankend. Ich hatte auch diese Woche ein Gespräch mit der Klassenlehrerin und ihr geht es genauso wie mir (und der Ergotherapeutin): Manchmal hat er ein totales Brett vorm Kopf. Anders kann man es nicht sagen. Und dann sagt er so schlaue Dinge, das man sich denkt: Wow surprise! Ich selbst bin Ingenieurin und arbeite mittlerweile in der IT, ich würde sagen, ich bin nicht allzu herb auf den Kopf gefallen. Und trotzdem gibt es Situationen, wo er mich so eiskalt abzieht, gerade in mathematisch(unglaublich)-logischen Dingen, naja: surprise eben. Freut ihn natürlich unheimlich, wenn er Mama mal zeigen kann, wo der Hammer hängt p.
Und dann... ja, dann braucht er für Dinge die man ihm vor 2 Tagen, in 2 Minuten erklärt hat, und wo er topfit 20 Aufgaben fehlerfrei gelöst hat, 20 min. weil er es vergessen hat. Und dann glaubt man wirklich nicht, das man dasselbe Kind vor sich hat, weil einmal so, einmal so.

Mir persönlich fällt es unheimlich schwer mich darauf einzustellen. Das kann vielleicht nur jemand verstehen, dessen Kind selbst Ad(H)S bzw. Konzentrationsprobleme hat, weil was soll man da machen sm? An einem Tag fühlt er sich unterfordert, weil pillepalle, und denkt ich würde ihn nur mit dem Gammel belasten, weil ich ihm nicht mehr zutrauen würde. Und an anderen Tagen, bricht er fast in den Tränen aus, weil er sich durch leichtere Aufgaben schon unter Druck gesetzt fühlt. Ich kann ihn überhaupt nicht einschätzen.
Wie man es macht, macht man es falsch...

Ich meine, man muss ehrlich sagen: Mittlerweile geht es ihm durch die Ergo sehr viel besser. Laut Kiga hatte er eine gestörte Ich-Wahrnehmung und geringe Körperspannung. Ich persönlich kann als Laie damit nicht soviel anfangen, aber es ging ihm seelisch ziemlich schlecht, depressiv war mein Mäuschen und sehr unglücklich traurig. Deshalb bin ich so oder so froh, das es mittlerweile "nur" mein persönliches Problem mit seiner Schwankerei ist.

Deshalb möchte ich einen Test durchführen lassen. Nicht nur hinsichtlich der Begabung, das ist mir eigentlich ziemlich gleich, Abi hab ich auch geschafft. Und meiner bescheidenen Meinung nach ist Fleiß wenigstens ebenso wichtig wie Intelligenz. Weil ich war nämlich eine faule Kuh, die den Unterricht mit glasigen Augen abgeschlafen und dann 2 Tage vor Klausur wie Jack aus der Box sprang - aber das gehört nicht hierher... zwitscher
Sondern auch um abzuklären, ob sich irgendwo nicht doch eine Lernschwäche verbirgt, z.B. LRS, denn er hat zwar gute Ideen, nur die aufs Papier zu bringen - tja. Ich brauche einfach konkrete Hinweise wie "hart" ich ihn fördern kann, wo ich einfach sagen kann: Ok, das ist nicht seine Welt (Deutsch, gehe ich von aus) oder wie ich ihn zielgerichtet helfen kann, ohne ihn zu überfordern. Wenn ihr versteht was ich meine. Wenn man von einer genetischen Komponente ausgeht, und er ähnelt in seinem ursprünglichen Lernverhalten sehr meinem Bruder, gibt es in der Familie so ein paar Wirre. Mich eingeschlossen. Einige haben es zu was gebracht, andere sich richtig schwer getan, und letzteres möchte ich für meinen Sohn natürlich vermeiden.

Außerdem möchte ich nochmal die ADS von einem Facharzt bestätigt wissen. Weil Kia... ist eben kein Facharzt und AD(H)S eine ziemliche, pardon, Modediagnose geworden. Ich hab im Internet schon vieles durchgekämmt, woran es liegen könnte, sogar Asperger, Hörtest haben wir schon ohne krankhaften Befund durch, aber wie man es dreht und wendet: es deutet alles auf ADS.
Aber besser prüfen lassen :). Kia und Lehrerin haben einen Test auch vorgeschlagen bzw. befürwortet.

Das Vorgespräch ist für Ende Oktober geplant, und ich hätte da mal ein paar Fragen:
Der Kia meinte, das da 3-4 Termine fällig wären. Ist das nicht ziemlich viel? Weil ich muss halt schauen, wie ich das mache mit Arbeit und v.a. ob er von der Schule beurlaubt wird. Die Termine sind nämlich meist vormittags und imho macht es wenig Sinn ihn nach der Ganztagsschule um 16 Uhr noch schlaue Fragen stellen zu wollen.

Zweitens: Wie bereite ich ihm am besten darauf vor?
Bisher nimmt er die Sache noch sehr gelassen. Ich habe ihm erklärt das er so wie Vati und Onkel (und noch ein paar mehr *seufz*) Probleme mit der Konzentration hat, das das nichts Schlimmes ist, und viele Leute das Problem haben. Das Mutti das gern nochmal abklären würde, damit ich ihm besser helfen kann. Und das die Ärzte gucken möchten, wo er ganz gut ist, und wo eher nicht.
Kann man das so lassen oder war das schon zu herb? Ich möchte nicht, das er sich dadurch (noch) mehr pathologisiert fühlt, denn in der Kita haben sie schon einen Rabatz gemacht, was mit ihm alles nicht stimmt usw. rolleys

Danke für Antworten winkie

Edit: Kann denn jemand noch ein gutes Buch empfehlen? Weil ich habe jetzt mal nach Helga Simchen geschaut, bin mir aber nicht schlüssig ob ich mir nicht gleich eins der unzähligen Bücher holen soll, das Eltern Tips gibt bzgl. Lernen mit ADS-Kindern. Wird das vielleicht auch gleich in diesem Buch von Simchen behandelt?
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oesb
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Anmeldungsdatum: 09.07.2007
Beiträge: 1535
Wohnort: Wankendorf

BeitragVerfasst am: 11.09.2010, 11:23
BeitragTitel:
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Hallo,
sei gegrüsst hier und vielleicht mal am Stammtisch. winkie

Mir viel spontan ein Buch von Simchen ein "Kinder und Jugendliche mit Hochbegabung". Sie geht in dem Buch auch sehr auf ADS ein. Vielleicht solltest du aber erst einmal alles beim Fachmann überprüfen lassen. Am Besten suchst du dir nen Kinder und Jugenpsychiater der sowohl mit ads wie auch mit hb was anfangen kann, denn beide Erscheinungen sind im Diagnosebild oft sehr ähnlich.
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LG Oesb
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Tar-Miriel
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Beiträge: 5260
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BeitragVerfasst am: 11.09.2010, 13:08
BeitragTitel:
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Hallo und herzlich willkommen!!! winkie

Deine Beschreibung zeigt mir einen hypoaktiven ADSler auf mit allen Vor- und Nachteilen. Deine Fragestellung findest Du eher hier wieder:

http://pfiffi-freundeskreis.bboard.de/board/viewtopic.php?nxu=74582471nx3749&p=923793#923793

Sie geht sehr ausführlich auf mit ADS verbundene Wahrnehmungs- und Teilleistungsstörungen ein und gibt sehr gute Tipps, was man tun kann - gerade im Lese- und Rechtschreibbereich. Sie erläutert auch sehr verständlich die Ursache für die Probleme.
Auf Hochbegabung geht sie auch ein, aber das ist normalerweise eher das nachrangige "Problem" - im Gegenteil die Kids können deshalb eine ganze Menge kompensieren.

Du hast hier ja schon eine Menge gelesen, viel Spaß beim Weiterstöbern.
Man liest sich.

Herzliche Grüße
Tar-Miriel
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"Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht." - Aus Sambia
Tar-Miriel
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krebbel



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BeitragVerfasst am: 11.09.2010, 21:26
BeitragTitel:
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3-4 Termine sind in dem Alter durchaus drin. Kommt eben auch auf die Tagesform an und darauf, ob die/der Therapeut(in) gleich einen Draht zum Kind kriegt oder eher nicht. Wir hatten jetzt 3 Termine und ich warte noch auf einen Anruf zwecks Fertigstellung des Gutachtens.

Die Psychologin hatte mir vorgeschlagen, dem Kind zu erklären, dass wir wegen seiner Spezialinteressen dorthin fahren. Ich hab sie als eine Person beschrieben, die sich für Kinder interessiert, die eben besondere Interessen haben. Das war bei uns zunächst passend und für ihn wichtig, denn er ist ganz schnell in der Verweigerungshaltung. So war er ein bisschen gebauchpinselt und gespannt, was sie ihm so "zu bieten" hatte. Es hat geklappt und er ist ganz gern hingegangen.
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Liebe Grüße,
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scout




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BeitragVerfasst am: 11.09.2010, 22:17
BeitragTitel:
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hi elisabeta,

die kinderärzte sind häufig schon experten, was adhs angeht. und sie kennen meistens die kinder schon seit der geburt und auch die geschwister und die familien. da ads familiär gehäuft auftritt, ergeben die gesammelten beobachtungen oft ein besseres bild als wenn ihr mal ne stunde bei einem fremden facharzt sitzt. nur soviel dazu. wir haben auch eine sehr kompetente kinderärztin, die auf den richtigen trichter gekommen ist bei unserem filius.

bei deinem sohn scheint schon ein deutlicher leidensdruck zu bestehen. ein iq-test wird normnalerweise deshaölb gemacht um festzustellen, wo ungefähr das kind stehen sollte. und um lernbehinderungen aufgrund verminderter intelligenz auszuschließen.

kinder mit der kombi ads+hb können einerseits die auswirkungen ihres ads teils kompensieren, andererseits zeigen sich meistens gleichzeitig über- wie unterforderungssymptome. das beschreibst du ja auch so.

es ist leider nicht so, dass ein hb+ads-kind wegen seiner hohen intelligenz die schule und den alltag gebacken kriegt. wenn sie sehr unter den auswirkungen des ads leiden, brauchen sie evtl doch medikamentöse hilfe, um nicht hoffnungslos unter zu gehen.

ich will dir mut machen, auch vor dieser option nicht die augen zu verschließen . die bücher von helga simchen sind einfach klasse. niemand kennt und beschreibt die träumer so gut wie sie. und keiner sieht die auswirkungen eines unbehandelten ads so klar wie sie.

die adhs-kids nerven, daher sieht man bei ihnen eher handlungsbedarf mit medikamenten. aber die stillen träumer, die niemandem probleme machen, gehen leicht unter. sie leiden still, aber gerade deshalb muss man ihre probleme ernst nehmen, weil sich sonst leicht depressionen oder ängste entwickeln könnten.

liebe grüße und herzlich willkommen hier
scout
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blaue elise
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BeitragVerfasst am: 12.09.2010, 09:46
BeitragTitel:
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Kann mich meinen Vorrednerinnen nur anschließen.

Was mich jedoch wundert, zu jeder ordentlichen ADS-Diagnostik gehört doch eigentlich ein IQ-Test.
Aber ganz davon abgesehen finde ich einen IQ-Test bei einem Adsler extrem schwierig. ADS bedeutet ja, wie auch schon von Dir beschrieben, ganz krasse Leistungsschwankungen. Wenn Ihr zufällig eine Zeit erwischt, in der er helle ist- ok. Ansonsten kann so ein Tief aber auch die Werte heftigst nach unten reißen und ist null aussagefähig.
Andererseits, wenn der Test extrem starke Schwankungen aufweist ist das eigentlich ADS-typisch.
Deine "Vorbereitung" find ich gut. Haben wir auch so gemacht. Ich würd dann aber bis kurz vor dem Termin auch nicht mehr drüber reden.

Viel Erfolg auf eurem weiteren Weg.

LG
Lisbeth

PS Der schulische Einbruch bei hochbegabten ADSlern kommt meist erst frühestens im 3. spätestens im 6.Schuljahr. Beschäftige dich bis dahin eingehend mit Medikamenten. Wenn die Kiddies die extreme Kluft zwischen eigentlich können und nicht leisten können erleiden müssen, ist schnelle Hilfe nötig. Das Ego fährt dann auf Nullpunkt und es ist nicht mehr nur ein schulisches Problem.
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Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.
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ripley



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Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 12.09.2010, 11:48
BeitragTitel: Re: Fragen zum Begabungstest
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Elisabeta hat folgendes geschrieben:
Ich brauche einfach konkrete Hinweise wie "hart" ich ihn fördern kann, wo ich einfach sagen kann: Ok, das ist nicht seine Welt (Deutsch, gehe ich von aus) oder wie ich ihn zielgerichtet helfen kann, ohne ihn zu überfordern. Wenn ihr versteht was ich meine.


Zur Diagnostik hast Du ja jetzt schon einge Hinweise und Infos bekommen.

Was Dein obiges Problem angeht ... das wird Dir kein Kinderarzt, kein KJP, keine Ergotante und auch kein Buch dieser Welt sagen können.
Es ist ein jahrelanges Lavieren, muss wieder und wieder nachjustiert werden, Du wirst immer mal wieder Dinge komplett über den Haufen werfen müssen und neue Strategien aufbauen, Du und Dein Kind, ihr werdet stolz sein auf Erfolge, aber auch Tage haben, an denen Heulen und Zähneklappern herrscht ... Kurz: Freu Dich darauf, VIEL über Dich und Dein Kind zu lernen p

Der einzige Tipp, den ich Dir diesbezüglich geben kann: Löse Dich bei Deinen Überlegungen "wie muss ich das Kind fördern" möglichst gut von der EIGENEN (Schul-)Geschichte und auch von Erwartungen, die Du ggf. an "normale" Kinder (was auch immer das ist) hast. Die lassen Euch nur an die Wand fahren (eigene Erfahrung ...).
_________________
LG
Ellen
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Elisabeta




Anmeldungsdatum: 10.09.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 12.09.2010, 12:18
BeitragTitel: Re: Fragen zum Begabungstest
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Erstmal Danke für die zahlreichen Antworten :).
scout hat folgendes geschrieben:
aber die stillen träumer, die niemandem probleme machen, gehen leicht unter. sie leiden still, aber gerade deshalb muss man ihre probleme ernst nehmen, weil sich sonst leicht depressionen oder ängste entwickeln könnten.

Ja, das hatten wir leider schon und ziemlich schlimm. Erst einen Tiefpunkt als ich wieder mit arbeiten angefangen habe, das haben wir noch gut auffangen können, nach ein paar Wochen. Und dann letztes Jahr, aus heiterem Himmel, hat er angefangen sich selbst vor den Kopf zu schlagen traurig. Ich nehme an, das lag auch in dieser gestörten Ich-Wahrnehmung begründet, so eine Art Ventil, wenn die Emotionen überschwappten. Das war so grauselig, wie kann ein Kind so verzweifelt sein?
Deshalb bin ich hyperglücklich, das er außer dem üblichen Gemecker (Der <Schimpfwort> ist doof! - Empörung!) mittlerweile so heiter geworden ist. Er tollt gerade draußen rum, mit seinen Freunden und bricht sich hoffentlich nicht die Knochen auf "Der Großen Rutsche!".

Ich bin auch nicht grundsätzlich gegen Medikamente. Gerade bei Kindern die über Tische und Bänke gehen, und ihre Umgebung bis aufs Messer reizen und vor den Kopf stoßen, kann das sicher einen guten "Restart" bedeuten. Nur möchte ich erstmal alle anderen Wege nutzen. Und ich denke wir sind auf einen guten Weg. Denn die Phase letztes Jahr, (und auch die Situation meines Bruders, der recht unglücklich mit seinem Leben ist, weil es damals einfach noch kein Thema war), ist für mich ein Weckruf, das ich das nicht schleifen lassen darf.

Wir haben jetzt einen Termin bei dem örtlichen KJP. Da waren wir auch letztes Jahr, ich hoffe die sind da einigermaßen kompetent. Ob die Testergebnisse aussagekräftig sind, nun, ich hoffe die haben da einigermaßen eine Antenne. Ein Frühdenker ist Sohnemann nämlich eher nicht und gerade bei ADS-Kindern ist die 1:1-Stuation eine andere als der Geräusch-, und Ablenkungspegel in der Grundschulklasse. Aber die Lehrerin bemüht sich ganz gut, ich habe sie einbinden können.
Das Buch von Simchen habe ich mir jetzt bestellt, ich hoffe da auf eine Offenbarung. Bin schon ziemlich gespannt :).

Wenn es Recht ist, werde ich weiter berichten. Bis jetzt haben wir das Näschen (wieder) über Wasser daumen

ripley hat folgendes geschrieben:
Der einzige Tipp, den ich Dir diesbezüglich geben kann: Löse Dich bei Deinen Überlegungen "wie muss ich das Kind fördern" möglichst gut von der EIGENEN (Schul-)Geschichte und auch von Erwartungen, die Du ggf. an "normale" Kinder (was auch immer das ist) hast. Die lassen Euch nur an die Wand fahren (eigene Erfahrung ...).

Danke für den Tip. In Phasen der Schlappheit, wo ich ein Blick gen Himmel richte und mich frage, warum ich nicht so ein pflegeleichtes "normales" Kind habe, heitere ich mich immer damit auf, das irgendas Besonderes aus ihm werden wird. Aber es ist auch eine Erweiterung, mit ihm zu leben (und manchmal mitzuleiden). Er bringt mich immer auf Sachen und Themen, auf die ich selbst nie gekommen wäre.
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ripley



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BeitragVerfasst am: 12.09.2010, 13:08
BeitragTitel: Re: Fragen zum Begabungstest
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Elisabeta hat folgendes geschrieben:
In Phasen der Schlappheit, wo ich ein Blick gen Himmel richte und mich frage, warum ich nicht so ein pflegeleichtes "normales" Kind habe, heitere ich mich immer damit auf, das irgendas Besonderes aus ihm werden wird.


*Grins*
Vor einigen Monaten habe ich - mal wieder - mit Juniors damaliger Klassenlehrerin telefoniert. Da wir uns gut verstanden, haben wir bei solchen Gelegenheiten auch immer mal wieder geblödelöt. Irgendwann kamen wir zu dem Schluss: "'Normale' Kinder kann JEDER erziehen. WIR kriegen die anderen ..." winkie
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krebbel



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Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 12.09.2010, 15:51
BeitragTitel: Re: Fragen zum Begabungstest
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ripley hat folgendes geschrieben:


*Grins*
Vor einigen Monaten habe ich - mal wieder - mit Juniors damaliger Klassenlehrerin telefoniert. Da wir uns gut verstanden, haben wir bei solchen Gelegenheiten auch immer mal wieder geblödelöt. Irgendwann kamen wir zu dem Schluss: "'Normale' Kinder kann JEDER erziehen. WIR kriegen die anderen ..." winkie


Ja, das sach ich mir dann auch immer... green
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rainbow



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BeitragVerfasst am: 21.09.2010, 20:38
BeitragTitel:
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Genau wie mein Sohn Smile Er hat aber kein echtes ADS. Lass das nochmal abchecken. Ich weiss auch nicht mehr weiter.
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May



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BeitragVerfasst am: 23.09.2010, 08:17
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was ist ein "kein echtes ADHS"? rolleys green

wir sind im moment auch gerade in dieser phase: testung ergab kein eindeutiges ADHS. leider war die situation in der schule nicht mehr zu ertragen (weder für sohn noch für die lehrer), so haben wir uns als notfalllösung für medikamente entschieden trotz uneindeutiger diagnose. seit 2 wochen können wir jetzt endlich nach mehreren jahren erstmal durchatmen - die tabletten helfen ihm, gott sei dank!

jetzt gehen wir ohne diesen ständigen druck auf die suche nach weiteren möglichkeiten, haben termine in einer ergopraxis, die schauen sich die wahrnehmung mal ganz genau an, machen ein EEG und einen ausführlichen konzentrationstest. vielleicht bekommen die raus, wo der hund begraben ist...

LG
May
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Svea
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Beiträge: 4746
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BeitragVerfasst am: 23.09.2010, 09:13
BeitragTitel:
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May hat folgendes geschrieben:
- die tabletten helfen ihm, gott sei dank!



Mal ins Forum brüll: Ich glaube mich erinnern zu können irgendwo gelesen zu haben, dass die Medis auch wirklich nur bei AD(H)S-lern helfen wie sie sollten. Weiß noch jemand wo?

Svea
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Wer das Konzept der Unendlichkeit verstehen will, muss nur das Ausmaß menschlicher Dummheit betrachten.
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krebbel



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 06.04.2010
Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 23.09.2010, 12:59
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

DAS würde ich auch mal gern wissen. Dann bilden sich die Studenten, die es zur Konzentrationssteigerung nehmen, die Wirkung nur ein oder sind vielleicht doch mehr als 10% ADSler?
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Liebe Grüße,
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scout




Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 1774
Wohnort: ba-wü

BeitragVerfasst am: 23.09.2010, 14:12
BeitragTitel:
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mph ist natürlich nicht nur ein medikament für adhs-ler, sondern auch ein amphetaminähnlicher stoff.

wenn man amphetamine nimmt, sollte auch bei nicht-ads-lernirgendeine wirkung auftreten. nur ist dann die dosierung wahrscheinlich ganz anders als bei einem ads-ler, der 10-max. 40 mg pro tag bekommt.

stress und druck erzeugen ähnliche symptome wie adhs. in prüfungssituationen, wo man im allgemeinen als student hier und da an echte grenzen stößt, ist der druck hoch genug, dass man zu solchen rettungsankern greift. wer je prüfungen gemacht hat, der weiß wie kacke es sich anfühlt, wenn man zu spät angefangen hat, sich riesenmengen stoff in die birne zu kloppen. für schlaf oder ausspannen ist da kaum zeit, also augen zu und nächte durcharbeiten, notfalls mit aufputschern.

ich sage nicht, dass ich das gut finde, aber vermutlich nehmen diese studenten das in höherer dosierung als bei adhs. die sind sicher nicht alle adsler, aber 100 pro sind auch nicht alle radfahrer mit bronchospray im gepäck echte asthmatiker.

gruz
scout
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