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Was soll ich von dieser Testung halten?


 
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Mausi



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 28.09.2009
Beiträge: 70

BeitragVerfasst am: 23.09.2010, 12:04
BeitragTitel: Was soll ich von dieser Testung halten?
Antworten mit Zitat

Hallo,

ich bin momentan etwas verwirrt und brauche ein paar Meinungen.

Vor den Sommerferien wurden wir von dem Beratungslehrer für Hochbegabte in unserer Schule (gibt es so einen tatsächlich an der Schule) gefragt, ob er mit Junior und noch einigen anderen Kindern aus der Schule einen Intelligenztest durchführen darf, damit sie besser wissen, wie sie die Kinder fördern können. Wir haben natürlich zugesagt.

Als ich Junior zum Testtermin brachte, fiel mir auf, dass die anderen Kinder alle älter waren (Ende 3. Klasse), unserer - damals knapp 7 und Erstklässler - wirkte wie ein Kindergartenkind im Vergleich zu denen. Ich fragte, ob das Alter denn auch berücksichtigt werde, was bestätigt wurde.

Sohnemann machte der Test Spaß, er meinte, dass manche Fragen ganz schön schwer seien, da habe er dann einfach ein Kreuz gemacht, ohne viel zu überlegen, damit die Frage nicht unbeantwortet bleibe.

Dann waren erstmal Sommerferien, dann war der testende Lehrer krank geschrieben und letzte Woche kam er zurück und wir hatten einen Termin, um die Testergebnisse zu besprechen. Bei dem Test soll es sich um einen kognitiven Fähigkeitstest gehandelt haben, und zwar 4-12, also hat unser Sohn den Test für Viertklässler bekommen! Der Lehrer meinte, ja, da sei wirklich was falsch gelaufen mit der Information, er wäre davon ausgegangen, dass alle Kinder Drittklässler sind, und da Junior souverän und entschlossen gearbeitet und sich nicht beschwert hätte, wäre er nicht durch sein Alter aufgefallen. Erst bei der Auswertung hat der Lehrer eingesehen, dass dieses Kind viel zu jung für den Test ist.

Nun, etwas mehr Professionalität hätte ich schon erwartet, aber was solls. Immerhin hat der gute Mann seinen Fehler erkannt und will im Laufe dieses Schuljahres den Test für die richtige Jjahrgangsstufe, also 1-3, wiederholen. Allerdings weiß ich nicht, wie aussagekräftig dieser Test dann sein soll, es gibt ja so was wie ein Lerneffekt und Junior weiß schon, worum es geht.

Zu den Testergebnissen konnte mir der Lehrer sagen, dass Junior 100 Punkte erreicht habe, was dem Durchschnitt für Viertklässler entspreche.
Lediglich bei irgendwelchen Fragen nach Assoziationen im Verbalteil habe er schlecht abgeschnitten (genau die Fragen, wo er nicht wusste, worum es geht und wahllos Kreuzchen gemacht hat).

Ich frage mich, ob ein Test unter solchen Bedingungen überhaupt aussagekräftig ist, denn Junior war zum Zeitpunkt der Testung Erstklässler und siebenjährig und die anderen sechs getesteten Kinder waren neun bis neuneinhalb. Andererseits gibt es nicht doch so was wie angeborene (fluide, wenn ich mich nicht irre) Intelligenz, die eigentlich bei jeder Art von Test durchscheinen müsste?

Die ganze Sache ist sehr merkwürdig und ich würde gerne eure Meinungen dazu haben. Sollen wir auf den Vorschlag eingehen und den Test wiederholen, diesmal in der richtigen Altersgruppe?
Junior hat gerade den Sprung gemacht und gewöhnt sich an die neue Lehrerin und die hohen Anforderungen der 3. Klasse. Momentan braucht er erstmal keinen Input in Form von Zusatzstoff. Aber die Möglichkeit für später möchten wir uns nicht entgehen lassen, denn besonders in Mathe spüre ich, dass unser Kind sich schoon durch die langen Wiederholungsphasen langweilt und dann bei Tests einfach Mist schreibt.

Danke für das Mitlesen.
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ripley



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 23.09.2010, 12:22
BeitragTitel:
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Mausi, welche Ausbildung, welche Fortbildungen und welche diagnostische Qualifikation und Erfahrung kann der "Beratungslehrer für Hochbegabte" vorweisen? Ich würde es davon abhängig machen.
Einen Intelligenztest (evtl. sogar mal den richtigen!) anwenden kann Hinz und Kunz. Nur was dann rauskommt, ...
Wenn Dir das Thema wichtig ist, nimm lieber ein paar Euro extra in die Hand (so vorhanden) und geh zu einem entsprechend erfahrenen Diagnostiker. Die Ergebnisse kannst Du dann ja immer noch an der Schule vorlegen.
_________________
LG
Ellen
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oesb
Sponsor 2010/2011


Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 09.07.2007
Beiträge: 1534
Wohnort: Wankendorf

BeitragVerfasst am: 23.09.2010, 15:31
BeitragTitel:
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Hallo,
das was ripley schreib kann ich nur unterschreiben. Du kannst auch zu einem Jugend- und Kinderpsychologen gehen und ihm erzählen was gelaufen ist. Meistens werden die Testungen in so einem Fall von der zuständigen Krankenkasse übernommen und sind weit aus aussagefähiger.
_________________
LG Oesb
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Mausi



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 28.09.2009
Beiträge: 70

BeitragVerfasst am: 24.09.2010, 06:24
BeitragTitel:
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Na, von Ausbildungen und Qualifikationen des Testers wissen wir wirklich nicht, ich kannte ihn nur vom Hörensagen, da er die Sechstklässler unterrichtet.
Momentan brauchen wir auch keine Testergebnisse, das Kind kommt laut KL gut zurecht, ist sofort einer der Klassenbesten geworden. Allerdings ist sie der Meinung, dass seine Stärken eindeutig im sprachlichen Bereich liegen, er ist in Mathe zwar sehr gut, aber nichts Extremes, dreistellige Zahlen kann er definitiv nicht im Kopf multiplizieren. Dagegen hält sie große Stücke auf ihn, was Deutsch betrifft, warum auch immer. Er schreibt 99% fehlerfrei, aber das ist wegen senes guten visuellen Gedächtnisses, er sieht ein Wort und merkt sich sofort, wie das geschrieben wird, klappt bei ihm wirklich ohne die geringste Anstrengung.

Und da eben die Testergebnisse mit den Beobachtungen der KL so stark auseinander gehen, bin ich jetzt etwas verunsichert, ob der mathematische oder der sprachliche Aspekt stärker sind.

Wie erwähnt, im Moment noch nicht so wichtig, aber spätestens im Laufe des nächsten Schuljahres werden wir wissen wollen, ob dann ein grundständiges Gymnasium infrage kommt oder lieber der naturwissenschaftliche Zweig.

Ich denke, wir lassen ihn erstmal den Test 1-3 machen, zumal Sohnemann großen Spaß an Testaufgaben hat, aber danach werde ich mit beiden Ergebnissen einen Fachmann aufsuchen.

Danke für eure Antworten.
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BigBird



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 05.10.2007
Beiträge: 701
Wohnort: Main-Kinzig-Kreis

BeitragVerfasst am: 24.09.2010, 07:52
BeitragTitel:
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Er ist in der zweiten Klasse und kann keine dreistelligen Zahlen im Kopf multiplizieren? Ich bin mir nicht sicher, ob mein 9jähriger Fünftklässler das kann - und der hat seine Begabung absolut im mathematischen Bereich und ist seiner Klasse da zumindest in Teilbereichen mindestens ein Jahr voraus.

Dagegen - fehlerfrei schreiben sagt noch nicht so viel über eine sprachliche Begabung aus, finde ich. Das hat auch was mit Konzentration, Fleiß und Gedächtnis zu tun ... da würde ich eher Kriterien heranziehen wie Geschichten ausdenken und sowas.

Andererseits - wenn das Kind seiner Klasse voraus ist und sich langweilt, muß es gefördert werden. Da ist es eigentlich egal, ob es überdurchschnittlich oder spitzenmäßig begabt ist.

Ich würde mir mal erklären lassen, was das genau für ein Test war. Der test für die andere Altersgruppe enthält vermutlich andere Aufgaben, keine Überschneidungen? Dann kann er den bei Gelegenheit ja noch machen. Nach Deiner Beschreibung scheint es mir aber kein herkömmlicher Intelligenztest zu sein, sondern ein Schulbezogener Test, wenn das nach Jahrgangsstufen unterschieden wird und nicht nach Alter.

Viele Grüße,
Christine
_________________
BigBird
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jutta
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Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 24.09.2010, 08:46
BeitragTitel:
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Ich verstehe nicht, warum ein solcher Test überhaupt mit Grundschülern bis 3. Klasse gemacht wurde. Auch bei den älteren hatte er nichts zu suchen.
Du bist darauf angesprochen worden, also muss der Lehrer deinen Sohn doch auch kennen, oder? Daher sollte er auch wissen, wie alt er ist.

Trotzdem: Dein Sohn ist als Erstklässler auf dem Stand eines durchschnittlichen 4. Klässlers. Reicht das nicht aus, zu sehen, dass er weiter ist als andere?

Ich finde nicht unbedingt, dass die Aussagen sich widersprechen. Manche Reifeprozesse sind halt erst später dran, daher ist es völlig natürlich, wenn er im sprachlichen Denken nicht so stark erschien wie die jetzige Deutschlehrerin ihn sieht. Denn sie vergleicht mit den anderen Drittklässlern (die ja schon älter sind), der Test hat mit Kindern ab ca. 9 -10 Jahren verglichen. Die können dann eben schon andere Sachen, egal, wie begabt die sind. Das ist entwicklungspsychologisch bedingt und bei begabten Kindern sicher oft schneller eintretend, aber nicht unbedingt 2 -3 Jahre.

Warte mit dem Test. Lass ihn doch einfach seine Fähigkeiten ausbauen, die Klasse richtig finden und nächstes Jahr wirst du ihn besser einschätzen können.

Einfach nochmal testen, weil es so schön war, bedeutet ja auch, dass der KFT (kognitiver Fähigkeiten-Test) dann "verbraucht" ist, wenn du nächstes Jahr unsicher bist. Der KFT ist übrigens vor allem für schulische Anforderungen einsetzbar.
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joeymc
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Beiträge: 1539
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 24.09.2010, 14:37
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Zitat:
Dein Sohn ist als Erstklässler auf dem Stand eines durchschnittlichen 4. Klässlers. Reicht das nicht aus, zu sehen, dass er weiter ist als andere?

erstmal *unterschreib*
Das er seinem Alter drei Jahre voraus ist, das sagt der Test. Das sollte auch der Lehrer merken, meiner Ansicht nach erübrigt sich weitere Testung, das Ergebnis ist doch super! Und wenn im Verbalteil was gehakt hat: Er ist 7, nicht 9!
Ich liiiiiebe proffessionelle Arbeit! sm
LG
Joey
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(Ich kam, scherzte und floh - mein Sohn Nr 1 (mit damals 13) über die Schule und wech )
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Synkopia
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Beiträge: 1496
Wohnort: Nord-Württemberg

BeitragVerfasst am: 24.09.2010, 18:05
BeitragTitel:
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Bei dem Test ging es doch darum, festzustellen, wie die Kinder von der Schule gefördert werden können. Dazu müsste das Testergebnis doch eigentlich schon völlig ausreichen! Es kommt ja nicht auf die "tatsächliche" Höhe irgendwelcher Werte an.

Liebe Grüße winkie
_________________
Synkopia mit Tochter (*7/95), Sohn (*4/97), Tochter (*6/99) und Sohn (*9/04)
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