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Vorschulkind .... kennt ihr solche Verhaltensmuster??


 
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joso




Anmeldungsdatum: 15.10.2010
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 18.10.2010, 16:49
BeitragTitel: Vorschulkind .... kennt ihr solche Verhaltensmuster??
Antworten mit Zitat

Jetzt mal ein wenig über unseren Filius. Vielleicht kennt ihr ja das eine oder andere. Wir sind noch auf der Suche, wie wir unserem Kind helfen können, in dieser Welt zurecht zukommen. Sorry, falls es etwas lang wird, vielleicht liest der eine oder andere ja trotzdem mal durch rolleys

Unser großer wurde termingerecht gesund ratzfatz geboren (ambulant) entpuppte sich als Schreikind feinster Sahne, aber ohne dass wir Hilfe hatten (ich dachte, dass ist so .... cool ) Er hat im ersten Lebensjahr jeglich Beikost verweigert, wenig geschlafen, IMMMER weinend aufgewacht, ein absoluter Tragling 8der sich aber nichtmal im Tragetuch beruhigen ließ) Neugierig, hat früh gebrabbelt und gesprochen - in kompletten korrekten Sätzen - deutlic eher als altersgleiche - war und ist motorisch aber eher zurückhaltend *seufz* Ein sehr charakterstarken/willenstarkes Kind - von Anfang an!!!!!

Unser Kind würde ich als Beobachter bezeichnen. neue Situationen verunsichern ihn, solange bis er weiß was von ihm gefordert wird. Dann probiert er im Stillen aus ob er den Anforderungen entsprechen kann - wenn er sich sicher ist, traut er sich, ansonsten verweigert er jegliche Mitarbeit/mitspielen etc. Das geht in der Musikschule los (totale Verweigerung möchte aber unbedingt hin und probiert dann zu Hause alles aus; setzt sich fort beim Sport im KiGa - schaut von der Bank aus zu, zeigt mir zu Hause, was die anderen gemacht haben; ...)

Er interessiert sich unheimlich für einzelne Themengebiete. Das ist ja "normal" wird von uns unterstützt und führt dazu, dass der KiGa sagt, er sei zu schlau um noch im KiGa zu bleiben. Dabei sind es wirklich spezielle Themen (Vulkane; Wale & Delfine & Ozeane; Ritter; Weltall; Feuerwehr; Eisenbahn; ....) ca. halbjährlich bis jährlich wechselnd. Dann aber mit enormen Fachwissen bestückt und Zusammenhänge erkennend und tiefer Fragend. Aus Überzeugung tritt er hin und wieder in einen Fleisch-/Fisch-Verweigerungshaltung - wegen der Überfischung der Ozeane oder der schlechten Tierhaltungsbedingung, .... er ist dann der einzige Vegetariere in unserer Familie ;)

musikalisch ist so ein Ding, er musiziert gerne aber auf seine eigene Art und Weise. Er versucht ständig eine zweite Stimme zusingen (gut, das mache ich als Mutter auch) und möchte am liebsten ständig einen Konon anstimmen. Klavierunterricht ist er rausgeflogen, weil er sich in gewohnter Weise verweigert hat - und dabei habe ich gezahlt dass ich das dennoch möchte und zahle *ärger*

Relativ spät (jetzt mit sechseinhalb) lernt er die Zahlen selber und rechnet wie ein Weltmeister auch den zehnerraum überschreitend. Buchstanben sind noch nicht ganz so interessant. Er hat nach wie vor ein sehr geringes Schlafbeddürfnis. Seine Freunde sind i.d.R. die altersverschiedenen "verhaltensauffälligen" Hochbegabten, die es in der Umgebung gibt - mit anderen gleichaltrigen tut er sich oftmals deutlich schwerer. Er kann sich hervorragend alleine beschäftigen, sucht aber körperliche Nähe, er nässt noch immer ein und ist selbst Stuhlinkontinent bei völlig normalen Organbefund. er kann weder einnässen noch einkoten begründen *heul*

Dafür ist er sehr sensibel was den emotionalen und sensorischen/taktilen Lebensbereich betrifft. Da habe ich mich belesen - er ist ein Hochsensibler Mensch. Dazu aber lieber einen Threat ...

Wir wollten eine HB ausschließen lassen, aber den HAWIK IV hat er zu großen Teilen verweigert -somit ist der Test nicht aussagefähig. Das was er gemacht hat lag alles im Normbereich/leicht drüber (120 -140)
Familiär gibt es hier schon den einen oder andern HB (mit sicherheit der Kindsvater, aber der leugnet das) und ausserdem gilt ja immernoch das Gesetz der Mitte: das sich alles zur mittleren Tendenz hin bewegt! So die Aussgae des Schulpsychologen. Bei HB Eltern sind die Kinder genauso normal begabt wie bei Minderbegabten Eltern. HB wird eher per "Zufall verteilt"????????? Aber wenn ich Euch so lese, scheint es doch etwas anders zu sein.

*und sorry für die vielen Fehler, ich lese selten Korrektur*
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oesb
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Beiträge: 1535
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BeitragVerfasst am: 18.10.2010, 16:56
BeitragTitel:
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Hallo,
ich habe deinen ganzen Bericht gelesen, mir ist aber bei einem Punkt gleich was durch den Kopf gegangen. Das Einnässen, passiert das immer dann wenn er sich gerade auf eine andere Sache stark konzentriert oder träumt?
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LG Oesb
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joso




Anmeldungsdatum: 15.10.2010
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 18.10.2010, 16:57
BeitragTitel:
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oesb hat folgendes geschrieben:
Hallo,
ich habe deinen ganzen Bericht gelesen, mir ist aber bei einem Punkt gleich was durch den Kopf gegangen. Das Einnässen, passiert das immer dann wenn er sich gerade auf eine andere Sache stark konzentriert oder träumt?


da er fast immer seeehr konzentriert spielt würd ich schon sagen ja.
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jutta
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BeitragVerfasst am: 18.10.2010, 17:01
BeitragTitel:
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Hm, mir fallen zu den beschriebenen Eigenheiten spontan ein:
Perfektionismus
Wahrnehmung überprüfen lassen
Autonomie
Überschneidungen von Hb und Asperger

Das waren so meine Gedanken beim Lesen. Sorry, ich kenne dein Kind nicht und möchte auch keine Ferndiagnosen stellen.

Was genau habt ihr denn jetzt für Sorgen, die ihr angehen möchtet? Was habt ihr schon alles überprüft? Organisch überprüft bedeutet z. B. was genau? Der Kinderarzt hat alles nachgesehen, oder ward ihr im Krankenhaus? Hat ein Orthopäde/Chiropraktiker/Osteopath mal die Wirbelsäule angesehen?

Das sind jetzt mehr Fragen als Hilfestellungen, aber ein paar Dinge können ja viele verschiedenen Ursachen haben. Magst du mehr erzählen?

LG Jutta
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scout




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BeitragVerfasst am: 18.10.2010, 18:21
BeitragTitel:
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erinnert mich sehr an meinen großen, so wie er im kindergarten war.

wir haben ziemlich lange gebraucht, bis sich herausgestellt hat, was bei ihm so anders war und warum es ihm so schwer fiel, sich in gruppen zurecht zu finden.

es muss nciht gleich asperger sein, aber seine wahrnehmung ist sicher nicht so ganz normal. wir gerieten damals in der 3. klasse auf empfehlung der schule an eine kinderärztin, die sich mit ads auskannte. bei klugen, eigenwilligen kindern mit verständnisvollen eltern ;) nimmt die störung manchmal etwas untypische formen an, bzw treten die probleme nicht überall auf.

es spricht einiges dafür, dass ihr auch in diese richtung denken solltet.

- inkontinenz (hatten wir auch im kiga, allerdings nicht so lange wie bei euch) wegen mangelnder körperwahrnehmung
- häufige verweigerungen kennen wir auch
- unsicherheit bei neuen situationen
- lähmender perfektionismus
- große sensibilität gegen reize, die als überstark empfunden wurden

die frühkindlichen anzeichen von adhs fehlten allerdings bei uns. er war nie ein schreikind und war bis zu seinen ersten erfahrungen in der krabbelgruppe und dann im kiga ein aufgewecktes, ziemlich normales kind, das spät aber dann gleich perfekt sprach, immer irgednwelche spezialinteressen mit großer akribie verfolgte und zufrieden war, wenn wenig trubel herrschte und er ungestört spielen konnte. sowas wie langeweile gabs gar nie.

im nachhinein passte vieles von seinen problemen im kiga ins bild. da er aber so viel spezialwissen hatte und so hintergründige gespräche führen konnte, kam niemand auf ads. war es aber doch. denn einfach mit hb konnte all das nicht erklärt werden.

wie auch immer, ihr seid bestimmt richtig hier :).

gruz
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ripley



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BeitragVerfasst am: 18.10.2010, 18:54
BeitragTitel:
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scout hat folgendes geschrieben:
denn einfach mit hb konnte all das nicht erklärt werden.

wie auch immer, ihr seid bestimmt richtig hier :).


Stimme Scout - mal wieder - in beiden Punkten zu.

Dennoch würde ich vorschlagen, mit dem Kind mal in eine ordentliche KJP oder ein SPZ zu gehen und mal mit kompletter Batterie abklären zu lassen, wo, wie und vor allem WARUM der Hase bzw. das Junghäschen läuft, wie es nun mal läuft.
Wir hier können natürlich eine Menge Vermutungen äußern. Das wird Euch aber nicht weiterbringen, weder im Herausfinden, was mit dem Kind los ist, noch im Umgang mit ihm.

OT: Das Thema "Regression zur Mitte" ist hier http://de.wikipedia.org/wiki/Regression_zur_Mitte für Laien erklärt und hier noch einmal etwas ausführlicher: Link

EDIT:
Link zur besseren Seitenansicht gekürzt
LG Citrus

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Ellen
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joeymc
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BeitragVerfasst am: 18.10.2010, 19:07
BeitragTitel:
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Hallo joso,
vieles was scout schreibt, trifft auch auf meine Nr 2 zu:

Zitat:
- inkontinenz (hatten wir auch im kiga, allerdings nicht so lange wie bei euch) wegen mangelnder körperwahrnehmung
- häufige verweigerungen kennen wir auch
- unsicherheit bei neuen situationen
- lähmender perfektionismus
- große sensibilität gegen reize, die als überstark empfunden wurden


Die Inkontinenz legte er im Laufe der 2. Klasse ab - laut Kinderarzt gibt es das bei Jungs häufiger, mein Neffe hatte das auch bis 9 (auch der ist hb).
Eine ADS wurde bei Nr 2 allerdings sicher ausgeschlossen.

Auch was du sagst klingt vertraut:

Zitat:
Unser Kind würde ich als Beobachter bezeichnen. neue Situationen verunsichern ihn, solange bis er weiß was von ihm gefordert wird. Dann probiert er im Stillen aus ob er den Anforderungen entsprechen kann - wenn er sich sicher ist, traut er sich, ansonsten verweigert er jegliche Mitarbeit/mitspielen etc.


Das war vor allem im KiGa ein Drama! So hasste er es unter anderem, gemeinsam zu singen, da die anderen seiner Ansicht nach die Melodie nicht halten würden...

Jetzt, mit 12, in der 7. Klasse, verliert sich mehr und mehr von diesen Besonderheiten - und zwar mit zunehmender Forderung in der Schule und mit Hobbys, die seine Kreativität und seine Fantasie ausreichend beschäftigen...

So lange er unterfordert war, war er unglücklich (z.T. sogar - in der Grundschulzeit- mit Depressionen in Behandlung), wenn er intellektuell ausgelastet ist, geht es ihm gut. er ist zwar hypersensibel und hat auch noch ein paar andere "Macken", aber kein Vergleich mehr mit der Zeit zwischen 5 und 10!

Familiär wimmelt es von hbs, das sorgt natürlich hier immer für intellektuelle Ansprache, zu Hause geht es meinen Kindern immer am Besten.

Wann geht es deinem Sohn gut? Ist es wie bei meinem, wenn er gefordert wird (und zwar gleichmäßig, regelmäßig)? Oder sind es andere Situationen? Vielleicht kommt ihr darüber auf die Ursachen für die Verweigerung (wenn es nicht nur Perfektionismus ist).
LG
Joey
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(Ich kam, scherzte und floh - mein Sohn Nr 1 (mit damals 13) über die Schule und wech )
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joso




Anmeldungsdatum: 15.10.2010
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 18.10.2010, 20:21
BeitragTitel:
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gut geht es unserem Sohn, wenn wir mit ihm gemeinsam Bücher (vor)lesen - er sozusagen "in seiner Welt" weiterkommt und lernt. Aber auch wenn er alleine spielt, wobei er für Ritterkämpfe immer ein Gegenüber braucht. ebenfalls geht es ihm gut, wenn er ungestört Trampolin springen kann oder vor allem Hörspiele anhören darf -stuuuuundenlang-

hmmm - - - ads würde ich ausschließen, weil das für mich bisher mit Konzentrationsproblemen zu tun hat und die hat er nicht, vor allem wenn er motiviert ist. Asperger wäre abzuklären, wobei ich das z.T. als "neue" Trenddiagnose wahrnehme, aber Teile passen schon. SPZ ist schwierig, gibt es nur in den größeren Städten, die eine Fahrstunde von hier weg sind - und da fragen die, ob wir das dann "durchhalten" und verweisen lieber auf ortsansässige Kollegen (die hier vor Ort aber unzureichend qualitätsarbeit leisten eek )
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joeymc
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BeitragVerfasst am: 18.10.2010, 22:13
BeitragTitel:
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Also mag er seine Welt, in der er die Kontrolle hat und er verweigert, wenn er das Gefühl hat, fremd bestimmt zu werden?
Der stark ausgeprägte eigene Wille würde vielleicht als Erklärung schon reichen ;)
Im Ernst: Ich finde es schwierig, immer alles gleich in irgendwelche Diagnosen zu pressen (sorry scout). Warum müssen alle Kinder dieser doch nur fiktiven Norm entsprechen?
Was er dann eben - wie alle - lernen muss, ist dass es eben leider nicht immer so geht wie er will und das er auch mit der Außenwelt zurechtkommen muss. Für mich selbst war das als Kind auch ein recht schmerzhafter Prozess green
Manche lernen es vom Charakter her eben leichter als andere. Meine Nr 1 ist in der 10. Klasse noch immer fürchterlich unangepasst und verweigert, wenn er Dinge nicht einsieht (letztes Drama war so die Bestellung des Klassenpullis, da er nicht einsah, warum man sowas haben muss.... nach länglichen Gesprächen sah er dann ein, dass vielen Menschen ein äußeres Zeichen der Gemeinschaft wichtig ist, das die Klasse ihn als Teil dieser Gemeinschaft sieht, auch wenn er das vielleicht nicht ganz so sieht, und da der Pulli sehr kuschelig ist, zieht er ihn sogar gerne an)
Es ist eben immer wieder kompliziert und (zeit-, nerven-, rede-) aufwendig, solche Kinder zu erziehen, finde ich.

Inwieweit ist denn die Haltung deines Sohnes ein Problem? Für ihn, für dich, für "die anderen"?
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scout




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Beiträge: 1774
Wohnort: ba-wü

BeitragVerfasst am: 18.10.2010, 22:26
BeitragTitel:
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dass die kinder so konzentriert und versunken stundenlang selbstmotiviert spielen oder lesen können, schließt leider ads nicht aus. ads-ler können sogar deutlich hyperfocussiert sein auf eine tätigkeit, die sie gerade fesselt. das sind dann diejenigen, neben denen eine bombe hochgehen könnte, und sie würden nicht mal hochgucken.

die bezeichnung für die aufmerksamkeitsstörung adhs ist im laufe der jahre mehrfach verändert worden. auch die bezeichnung adhs trifft es eigentlich nicht so richtig. genaugenommen ist es eine wahrnhemungs- und verarbeitungsstörung, die es den kindern unmöglich macht, reize zu filtern und angemessen darauf zu reagieren.

das kann bedeuten, dass sie beim spielen nicht merken, wenn die blase drückt. es kann bedeuten, dass sie dem lehrer nicht zuhören können, weil störgeräusche sie ablenken, die ihr gehirn als genauso wichtig einschätzt. es kann auch bedeuten,d ass sie schnell von versagensangst, verlustangst, irrationalen befürchtungen überwältigt werden, gegen die sie sich nicht wehren können. um dem zu entgehen, scheinen sie vieles zu verweigern. es sieht aus wie trotz, ist aber reiner selbstschutz.

ich beschreibe hier den träumertyp, nicht die wilden hyperkinetiker, die natürlich viel eher auffallen. die stillen träumer werden meistens spät oder gar nicht erkannt, weil sie wenig ärger machen. ärger haben tun sie aber dennoch, und leiden tun sie auch, wenn sie keine hilfe bekommen.

man sollte also den kopf nicht in den hb-sand stecken, wenn anzeichen für eine reizverarbeitungsstörung vorliegen. ads macht im allgemeinen viel mehr arbeit als hb allein.

gruz
scout
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joso




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Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 19.10.2010, 10:14
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

joeymc hat folgendes geschrieben:
Was er dann eben - wie alle - lernen muss, ist dass es eben leider nicht immer so geht wie er will und das er auch mit der Außenwelt zurechtkommen muss.

Es ist eben immer wieder kompliziert und (zeit-, nerven-, rede-) aufwendig, solche Kinder zu erziehen, finde ich.

Inwieweit ist denn die Haltung deines Sohnes ein Problem? Für ihn, für dich, für "die anderen"?


sehe ich genauso

problematisch ist schon, dass er sich mit seinem Verhalten von anderen abgenzt. Für uns ist seine starke Emotionalität, die sehr impulsiv sein kann manchmal schwierig abzufangen/problematisch. Vor allem, weil er alleine gar nicht und mit Hilfe auch nur schwer raus kommt (vor allem, wenn er traurig/wütend ist)
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