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Wiederholte Verstöße gegen Medienbeschränkungen


 
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ripley



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 02.11.2010, 13:53
BeitragTitel: Wiederholte Verstöße gegen Medienbeschränkungen
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Moin!

Gebt Ihr mir bitte erzieherisch wertvollen Rat?

Junior, fast 13, ADHSler, ist - wie wohl einige andere auch - "Medien-Junkie". Wenn ich nicht reglementierend eingriffe, würde er den ganzen Tag vor dem PC, dem Fernseher oder dem Nintendo DS rumhängen und ansonsten seine Umwelt komplett ausblenden. (Den DS samt sämtlichen Spielen hat er übrigens SELBST kaufen müssen - vom eigenen Geld, da ich diese Dinger ablehne.)

Hinzu kommt, dass man sehr deutlich beobachten kann, dass vor allem der DS ihn "hochpuscht" - er wird daran mit der Zeit immer unruhiger, steigert sich rein, ist immer weniger ansprechbar.

Daher gibt es klare Vorgaben, wie viel Medien-Konsum zu welchen Zeiten erlaubt ist. Diese lauten: Unter der Woche INSGESAMT 1 Stunde elektronische Medien und die auch nur, wenn alle "Pflichten" (HAs, kleinere Mithilfe im Haushalt) erledigt sind. Am WE wird das etwas gelockert, aber nicht ganz freigegeben.

Nun ja, Regeln sind bekanntermaßen dazu da, gebrochen zu werden. Vor allem von frühpubertierenden Früchtchen. Soweit klar.

Nun hat er aber in sehr kurzen Abständen gleich ZWEImal die Regeln gebrochen. Beim ersten Mal war der DS dann einige Tage konfisziert (das ist bei uns die Konsequenz). Kaum hatte er das Ding wieder, hab ich ihn erneut früh(st)morgens mit dem Ding erwischt (und frühmorgens ist klar "Sperrzeit", da er es schon fertiggebracht hat, um 4 oder so aufzustehen, um zu daddeln).

Ganz ehrlich? Ich selbst bin im Moment so genervt, dass ich dazu tendiere, das Teil (wegen der Unverfrorenheit, mit der der Bub sich über die Gebote hinwegsetzt) für den Rest des gerade begonnenen Monats wegzusperren. Ich bin es so (!) leid, ständig den Aufpasser zu spielen! (Und ich muss mich arg zusammenreißen, um das Ding nicht geradewegs durchs geschlossene Fenster zu werfen)

Mich beschleicht aber auch der Verdacht, dass wir da gerade einen netten kleinen Machtkampf austragen. Nicht dass das neu wäre, aber mich würde interessieren, ob ihr nicht KREATIVE (und natürlich möglichst erfolgversprechende) Lösungsvorschläge habt.

Danke im Voraus!
_________________
LG
Ellen
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jenny
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Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 5112
Wohnort: Krefeld

BeitragVerfasst am: 02.11.2010, 14:21
BeitragTitel:
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Hi!

Nun, die Lösung hab ich nicht, das vorweg!

Was ich hab ist einen 14jährigen nicht ADSler, der aber auch gerne daddelt, soviel und solang ich ihn lasse. Und da gibt es dann auch schonmal "Diätphasen" wo ich dann einfach abends drauf bestehe, dass er mir sämtliches daddelzeug samt Laptop abliefert und dann wieder abholen kann, wenn irgendeine Pflicht erfüllt ist (Zimmer aufgeräumt, Wäsche in den Keller gebracht, Hausaufgaben gemacht, Vokabeln gelernt etc, was halt so anfällt)... Er reagiert dann auch immer sehr angefressen, wird unverschämt , laut und schreckt auch vor gewissen Drohgebärden nicht zurück, aber noch habe ich das Sagen bei uns im Haus.

Dafür gibt es aber auch schonmal Tage wo er sich prima ans Limit hält, alles drumherum stimmt und ich ihm dann sage: "och, spiel doch noch ne halbe Stunde" , nicht weil ich es so toll finde, sondern weil ich weiß, dass er es so toll findet ;)
Und das ist inzwischen im Umgang mit meinen Pubis so mein "Geheimnis" geworden: ich schaffe es sie zu überraschen und die supertolle Mutter zu sein (manchmal!!). Wenn sie mich um 20€ für einen Pulli bitten gebe ich schonmal 30 und wenn sie mir sagen sie wären um 22 Uhr wieder zu Hause, schlage ich vor 30 Minuten länger zu bleiben.(ich frage auch immer:"wann bist du wieder da?", mache keine Zeitvorgaben von mir aus, notfalls wird verhandelt)

Zuckerbrot und Peitsche hieß das früher...und ich glaube es wirkt auch heute noch!!

Gruß,

jenny
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jenny
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jutta
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BeitragVerfasst am: 02.11.2010, 16:51
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Hm, ich kenne die Ausprägung deines Sohnes mit ADHS nicht, meiner ist ja ohne H unterwegs, aber mein Gedanke war:

Bei nur einer Stunde in den Schultagen provoziere ich doch die Regelüberschreitung geradezu. Von daher ähnlich wie bei Jenny: mal mehr erlauben.

Allerdings mit anderen Vorgaben:
Wir haben es ähnlich wie ihr: Hausaufgaben und Pflichten haben Vorrang. Aber mein Napoleon hat die Erlaubnis, an den Tagen, an denen nachmittags keine Kurse anstehen, darf er zwischen Nachhausekommen und Mittagessen (wir kommen quasi gemeinsam nach Hause) an einen Bildschirm. Nach dem Essen ist Aufgabenzeit. Und dann eben Zeit für freie Aktionen. An Kurstagen ist statt dessen lesen, ausruhen, Musik oder Hörbücher anhören dran.

Wie heißt es so schön in der Pädagogik: Verstärker einbauen, die eine "unangenehme" Aufgabe mit einem "angenehmen" Ziel belohnen.

Wie Jenny auch schrieb: Überraschungen lassen die Kids nicht glauben, sie wüßten genau, welchen Knopf sie bei uns drücken müssen...
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oesb
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BeitragVerfasst am: 02.11.2010, 17:56
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Das Ding komplett einziehen und nur noch zu Spielzeiten rausrücken. Das würde ich zumindestens für das erste als Konsequent empfinden
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LG Oesb
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joeymc
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BeitragVerfasst am: 02.11.2010, 19:29
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Beri uns schaltet sich der Spiel-PC nach einer Stunde AB, und das wars dann! Aber so schlimm ist das bei uns nicht, sie haben auch Netbook/Laptop zum Arbeiten ohne tolle Spiele, von daher können sie im Prinzip immer an einen PC, ich schreite nur ein, wenn es zu viel wird. Da sie ansonsten keine audiovisuellen Medien nutzen (außer mal ein Film bei Schlechtwetter) finde ich es ok. Stress gibt es selten, da sie den Artikel aus der FAZ (leider nicht online, nur für Abonennten) vom 22.09.2010 - "Im Netz" gelesen haben und sehr vernünftig sind!

Ähnliche Thesen hier

www.tagesspiegel.de/zeitung/kinder-lernen-besser-ohne.../965756.html

http://wireltern.eu/index.php?q=node/1417

Viel Spaß beim diskutieren!
LG Joey
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veni, lusi, fugi
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Ima



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BeitragVerfasst am: 02.11.2010, 21:20
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Mein Sohnemann (auch mit Läusen wie Flöhen) ist ja ein bisschen jünger, es gab aber schon des öfteren Streit/Stress/Ärger wg seinem Nintendo... derzeit ist das Teil wieder für ungenannte Zeit konfisziert: Er hat nämlich wieder mal unerlaubt des Nächtens gezockt und damit gg gleich 2 Regeln verstoßen 1. ohne meine Erlaubnis geht nicht 2. Nachts sowieso nicht.

Ich bin ziemlich streng was das Teil angeht, was heißt, beim ersten Mal unerlaubt spielen verschwand das Teil für ein paar Tage, beim zweiten mal für 1 Woche, es steigerte sich dahingehend, dass er das Teil Monatelang nicht hatte. Dabei muss ich aber auch sagen, dass er gar nicht mehr daran denkt, er beschäftigt sich dann mit anderen Dingen, derzeit ist viel lesen angesagt.
Ich hab vor kurzem die Regelung eingeführt, dass er i.d. Woche ca. 3-4 Stunden zocken und sich die Zeiten auch frei einteilen darf bzw. dies lernen muss, ABER nach den Pflichten UND erst nachdem er mich gefragt hat. Diese Regelung wollte ich schon viel viel früher einführen, hatte es ihm auch mitgeteilt, doch kam er mir mit sich-nicht-an-die-Regel-halten-also-wieder-weg-mit-dem-Gerät immer zuvor... Auch jetzt liegt das Teil wieder bei mir, denn er hat es sich wieder mal heimlich genommen, nachts gespielt und da war´s wieder weg... Was sind wir Mütter auch so doof und ertappen sie immer dabei!!!! devil

Da es ja nur um sein Nin geht, hab ich da ehrlich gesagt k großen Gewissensbisse, wn das Teil wochenlang weg ist; Sohnemann WEIß, wie die Regeln lauten und wn er sich nicht daran hält, dann muss er es schließlich ausbaden.

Was den restlichen Medienkonsum angeht, da läuft es hier echt sehr gelassen: Fernsehen gibt es sehr selten, wn Schule ist sowieso nicht (wir hatten auch nie das Sandmännchen- oder Sonstiges-Serien-Ritual), sein hauptkonsumiertes Medium ist derzeit das Radio, bei dem ich schon des öfteren grinsen muss, wn aus seinem Zimmer Opern und sonstige klassische Musik ertönt, während ich was gaaanz anderes höre; er darf gerne und jederzeit an meinen Rechner wn er was braucht oder sich irgendwie informieren will, nur sitz ich meist selbst oft dran (Medienjunkie? iiiich? najaaa... meine journalistischen wie wissenschaftlichen Geschichten kommen halt nicht ohne das tolle Maschinchen aus)... Ich hab schon des öfteren überlegt, ihm seinen eigenen PC zu schenken, v.a. eben einen PC und keinen Mac wie ich ihn nutze, auf dass er auch mal ein Spiel drauf spielen kann, denn an sich hab ich nix dagegen, es kommt auch mal vor, dass wir uns nebeneinander quetschen und auf meinem Mac so Zeugs wie Pacman spielen green... Aber er ist ja erst 10, so eilig haben wir es da auch nicht, und WENN er sich dann nicht an ausgemachte Regeln hält, dann wird der Rechner genauso schnell weg sein wie derzeit sein Nintendo, da hab ich wirklich null Skrupel!
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morlis



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BeitragVerfasst am: 02.11.2010, 23:48
BeitragTitel:
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Schaff die Begrenzung ganz ab, nach ein paar Tagen (vlt. auch Wochen) reguliert sich der Konsum von allein - weil was immer erlaubt ist, ist dann doch nicht mehr sooo interessant.
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Ima



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BeitragVerfasst am: 03.11.2010, 08:42
BeitragTitel:
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@Morlis... Schön wär´s, ich glaub auch gern, dass dies bei einigen Kids funktioniert, jedoch nicht bei allen... So glaub ich zwar schon, dass mein Herr Sohn nicht daaaauernd spielen würde sondern eher mal gar nicht, aber dann wieder mal exzessiv bis zum umfallen; in den Sommerferien durfte er zB ein bisschen öfter als sonst und da gab es ne Phase, wo er nur noch daran dachte und ich da wieder einlenken musste/durfte... Auf diese exzessiven Spielphasen hab ich keine Lust, v.a. weil ich schon auch merke, dass er (wn er mal gaaaanz lange durfte, was auch mal vorkommt da ich auch zwischendurch auch mal mehr zulasse) auch erstmal wieder einen Moment braucht, um wieder runterzukommen... aber vllt geht sowas ja wn die Kids ein bisschen älter sind...

Wobei ich (und letztendlich auch das Kind selbst) wie gesagt mit meiner Reglementierung überhaupt kein Problem hab, denn diese Regelung galt von Anfang an und Kind kommt eben auch sehr gut ohne klar...
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Synkopia
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BeitragVerfasst am: 04.11.2010, 01:16
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morlis hat folgendes geschrieben:
Schaff die Begrenzung ganz ab, nach ein paar Tagen (vlt. auch Wochen) reguliert sich der Konsum von allein - weil was immer erlaubt ist, ist dann doch nicht mehr sooo interessant.


Dies widerspricht meiner Erfahrung mit einem hier nicht näher genannten 13-jährigen pubertierenden männlichen Jugendlichen komplett surprise
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morlis



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BeitragVerfasst am: 04.11.2010, 01:54
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Naja die Sache ist so, dort wo keine Begrenzung in Zeitform existiert, ist auch nicht der Zwang da, die tägliche Zeit ausschöpfen zu müssen. Die Geräte können auch mal ein paar Tage aus bleiben, weil sie jederzeit zur Verfügung stehen. Es geht quasi keine Zeit "verloren". ;)
Ich kenne mehrere Kinder (nicht nur meine), wo das völlig stressfrei funktioniert. Bemerkenswert ist auch, dass die Medienkompetenz dieser Kinder gut entwickelt ist und alle eher offen dabei sind, was sie die Eltern über ihre Aktivitäten z. B. im Internet wissen lassen. Kann Zufall sein, muss es aber nicht.

Letztlich muss das aber jeder selbst entscheiden, wieviel Vertrauen sie in ihre Kinder haben, hier können nur Tipps geschrieben werden aus eigenen Erfahrungen und das muss ja auch nicht zu jedem passen.
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blaue elise
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BeitragVerfasst am: 04.11.2010, 11:03
BeitragTitel:
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Morlis Erfahrung kann ich überhaupt nicht bestätigen. Gut, solche Kinder soll es geben, aber ich kenne keine :)

Mal eine ganz andere Frage:
Warum muss man eigentlich täglich vor diesen Dingern sitzen? Wo ist da der Sinn? Weil alle anderen das auch machen?


nachdenkliche Grüße von
Lisbeth
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Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.
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schmitt



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Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 04.11.2010, 11:46
BeitragTitel:
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hallo,

wir halten es ähnlich wie morlis.

pc, ds, wii oder auch tv sind grundsätzlich erlaubt, wenn hausaufgaben und andere pflichten erledigt sind. und es muß vorher gefragt werden, ob es denn jetzt genutzt werden darf.

morgens vor der schule ist ein nogo.

zum abendbrot werden pc, wii oder ds ausgeschaltet. danach wird meist noch zusammen was im tv geschaut und/oder am ds gespielt (meist wenn es gerade ein neues spiel ist).

wir haben hier selten streß, auch wenn sie mir mal zu lange vorsitzen und sich sage, jetzt ist schluß.

tschau schmitt +3kids (12 +10+ 2,5 jahre)
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jojo



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Anmeldungsdatum: 19.09.2009
Beiträge: 264

BeitragVerfasst am: 04.11.2010, 12:15
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Hallo ripley,

Bei uns gibt es mehrere Computer, die wir Erwachsene zum Arbeiten brauchen und nochmal einen »Familienmac« der auch den Kindern für Recherche und Korrespondenz jederzeit frei zugänglich ist und für Spielen, nach kurzer Rücksprache mit den anderen (ob ein anderer den gerade braucht).

Die Kinder spielen harmlose Onlinespiele und lange Adventure/Wissenspiele von CD. Wir haben für die Spiele eine Wochenzeit ausgemacht (3 Stunden), die ich auf Anfrage, ähnlich wie Jenny erzählt, auch mal großzügig erweitere, aber eben nur, wenn alles andere getan ist und offensichtlich Zeit dafür ist. Da meine Kinder lieber einen langen Genuss am Stück haben, sind sie in der Woche so gut wie gar nicht am Spielen, außer ein Freund ist da und der Nachmittag frei von Aktivitäten/Aufgaben. So empfinde ich es als auch als ok, zumal unser Älterer ganz deutlich merkt, dass ihm das Spielen vorm Monitor länger als 1,5 Stunden am Stück (2-3 Stunden, was natürlich auch mal genossen wird) sichtbar zu Kopf steigt und gar nicht bekommt. Nach so langer Spielzeit vorm Monitor glüht das ganze Gesicht und er hat er immer das ungewöhnliche Bedürfnis, sich draußen zu bewegen... Es gibt auch Wochen, wo die Spielezeit von den Kindern gar nicht voll ausgenutzt wird, obgleich sie die Möglichkeit hätten. Daher denke ich, dass die Regelung für alle passt.
Und sollte es irgendwann den Wunsch nach einem eigenem Computer geben (einen 10-Jahre-alten eigenen hat er, nur laufen darauf die meisten Sachen nur sehr begrenzt, so dass er den Familiencomputer fast immer bevorzugt), denken wir halt darüber nach.

Aber, zum Glück gab es nie ein Nintendo im Haus und ich hoffe, das wird nicht vermisst, nachdem wir schon vor Jahren bei Freunden/ Verwandten mit Kindern den Stress darum mitbekommen hatten (wie lange und was darf gespielt werden und wie häufig die weg kommen und der Kummer dann...) und ich es auch nicht gut finde, wie extrem sich manche Kinder innerhalb einer Gruppe/Familie dann abkapseln, obgleich im selben Raum, die Geräusche aber alle anderen bepiepen... Wie die Leute die schreiend in der Öffentlichkeit telefonieren... irgendwie rücksichtslos.
Jedenfalls scheinen mir diese kleinen mobilen Spielzeuge oft ein größeres Problem als der Computer zu sein, zumal sich die Nintendos, wie auch besonders coole Handys, mit x Spielen, wohl bis in den Unterricht rein breit machen und dort Probleme schaffen.

Ich bin mir auch sicher, dass ich unseren Kindern nix vorenthalte, nur weil sie kein Nintendo und keine Wii haben. Medien gibt es bei uns genug, über Langeweile klagt keiner, eher sind unser aller Tage so voll, dass ich gar nicht wüsste, wo man den Kram noch unterbringen sollte. Zumal es schon immer so war (auch in meiner Kindheit), dass man bestimmte Spiele bei anderen kennenlernt und gerne spielt, kurz: es muss nicht alles zu hause existieren um die Kinder glücklich groß zu kriegen, oder? Genauso Wii oder Karaokestationen etc., – mich ganz persönlich reizt das nicht, es interessiert mich als eigene Anschaffung überhaupt nicht, aber wenn die Kinder es bei Freunden spielen und davon erzählen, freue ich mich, dass sie dort andere Sachen kennenlernen als zuhause.

Mal abgesehen vom Zeitfaktor, finde ich es auch eine Geldfrage. Habe ich 50,– Euro über, kaufe ich lieber mal eine gute Winterjacke oder Sportkleidung, hätten wir 200,- über, würden wir endlich mal wieder einen Wochenendtrip unternehmen, hätten wir 400,– über, würden wir das in die Anzahlung eines Instrumentes investieren (puh, das steht die kommenden 2 Jahre irgendwann an) usw. Da die Kinder sich für die Organisation unseres Alltags und Lebens interessieren, wissen sie die verschiedenen Beträge und auch Zeit gut in Relationen zu setzen und erwarten auch gar nicht, dass irgendwer solche Spielsachen anschafft. Ihr eigenes gespartes Geld geben sie auch lieber für andere Sachen aus, obgleich ich schon mal meinte, als mein Sohn stark beeindruckt von den I-Phones der Klassenkameraden sprach, er könne ja sein Geld darauf sparen... Die Idee fand er aber absurd, schließlich hat er ja ein eigenes Handy, mit dem er telefonieren kann, eine Musikanlage und einen I-pod und ettliche andere wesentlich dringendere Wünsche, als ein I-Phone.

Aber ich hab leicht reden, denn meine sind ja noch klein (8 und 10) und natürlich kann ich mir noch nicht vorstellen, welche Bedürfnisse sie mit 14 haben. Nur hoffe ich, dass unser jetziges Leben sie entsprechend prägt und sie auch später vielleicht selber genügend andere Dinge erleben wollen, und nicht primär nur Abspannen vorm elektronischen Kaspar... Eigentlich hoffe ich, dass sie dann immernoch eher den Wunsch haben werden reale Freunde zu treffen, Musik zu machen, selber solche Spiele zu entwickeln und klar auch mal zu spielen...

Wenn man sich als Eltern klar macht, was genau man wirklich blöd daran findet, dass die (zu) viel daddeln, hat man es vielleicht leichter sich mit denen zu verständigen. Sind es gesundheitliche oder soziale Bedenken? Oder leistungsorientierte oder ökonomische? Man kann ja auch sein Kind fragen, was es daran toll findet. Wenn mein Kind zu viel daddeln würde, würde ich an seine Vernunft appellieren und diesen Spaß definitiv nicht finanziell unterstützen, auch nicht mehr zu Weihnachten oder zum Geburtstag. Vielleicht lernt es einen anderen Umgang, wenn es dafür selber aufkommen muss.

Auch gut stelle ich mir einen Urlaub vor, wo du selbst den ganzen Tag mit daddeln (wenn du es nicht magst, kannst du ja wahlweise auch lesen, der Effekt für die Umwelt ist vielleicht ähnlich, jedenfalls habe ich die Erfahrung gemacht) verbringst und oh: keiner hat den Frühstückstisch abgeräumt, keiner war einkaufen, keiner hat was zu essen besorgt, keiner will einen Ausflug machen und keiner abends ausgehen (wenn das die Idee der Kinder sein sollte) usw... die Kinder mal drei Tage sich selbst überlassen und nur daneben rumsitzen und spielen, spielen, spielen ... könnte für die ganze Familie mal ein interessantes Erlebnis sein.

holla
jojo
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pfote96



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BeitragVerfasst am: 04.11.2010, 14:09
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schmitt hat folgendes geschrieben:

pc, ds, wii oder auch tv sind grundsätzlich erlaubt, wenn hausaufgaben und andere pflichten erledigt sind. und es muß vorher gefragt werden, ob es denn jetzt genutzt werden darf.

morgens vor der schule ist ein nogo.

zum abendbrot werden pc, wii oder ds ausgeschaltet. danach wird meist noch zusammen was im tv geschaut und/oder am ds gespielt (meist wenn es gerade ein neues spiel ist).

wir haben hier selten streß, auch wenn sie mir mal zu lange vorsitzen und sich sage, jetzt ist schluß.



Das kann ich komplett so unterschreiben! Der DS war nur interessant als er neu war. Zum Glück in den Sommerferien angeschafft und meine Kids durften ohne Beschränkung spielen.(Ebenso die WII, aus den Sommerferien davor...praktisch wenn alle Kinder in den Ferien Geburtstag haben...) Tja, jetzt hat es sich schon ausgespielt und ich kann nicht mal mit Sicherheit sagen, ob die Kinder überhaupt wissen, wo denn ihr DS liegt?

Ist es nicht vielleicht einen Versuch wert? Eventuell zu Beginn der nächsten Ferien?
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Liebe Grüße von pfote96
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jenny
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BeitragVerfasst am: 04.11.2010, 16:32
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Ich würde meine dann in morlis Schublade stecken. Und meinen ADSler muss ich sogar am wenigsten reglementieren. Ich denke es ist eher ne Altersfrage (so 13 bis 15) und eben ob die Sache verboten ist oder nicht. Die Kinder müssen wissen, dass man ein Auge drauf hat und dass man zur Not reglementierend eingreift, aber dann regelt es sich zumindest auch bei uns von ganz alleine.

Gruß,

jenny
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