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Meine Tochter 2,1 Jahr alt...(HH)


 
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Zwergenzipfel62



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 31.12.2010
Beiträge: 4
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 18.01.2011, 16:45
BeitragTitel: Meine Tochter 2,1 Jahr alt...(HH)
Antworten mit Zitat

Hallo,

ich bin 30 Jahre alt und habe 2 Kinder. Die "Große" ist 7 Jahre alt und lebt seit 3 Jahren als Pflegekind bei uns. Die "Kleine" ist jetzt 2,1 Jahr alt und um die geht es hier.
Ich habe mir jetzt schon so einiges im Internet über Hochbegabung durchgelesen, kenne glaube ich sämtliche Beschreibung über vermeitlich hochbegabte Kleinkinder. Erstaunlich finde ich, wie unterschiedlich sich die einzelnen Fähigkeiten ausprägen. Natürlich kann man bei 2-jährigen noch nicht von einer Hochbegabung sprechen, aber unser Kinderarzt hat sich bei der U7 im Dezember tatsächlich zu einer Aussage in Richtung Hochbegabung hinreißen lassen. Ich hatte eigentlich nichts erwähnt, weil ich natürlich auch nicht als die Mutter da stehen will, die glaubt ein "ganz tolles" Kind zu haben.
Eigentlich dachte ich auch, meine Tochter würde bei der U7 überhaupt nicht mitmachen, aber da hat sie mich mal wieder überrascht und wahr total offen gegenüber dem Arzt.
Na ja, ich kann ja mal kurz dazu kommen, was sie jetzt schon alles macht:
-kennt das gesamte Alphabet, also sie kennt es nicht nur auswendig, sondern kann auch jedes Wort in Erwachsenen-Tempo buchstabieren
-schreibt jetzt die ersten Buchstaben M,A
-kann einige Worte lesen
-kennt alle Länder in Europa auf der Karte und die passende Flagge dazu, kann die Länder auch selbst benennen (sie liebt Flaggen) - wirklich alle...
-spricht 6-7 Wortsätze (aber nicht durchgehend - durchschnittlich sind es 4-5 Wortsätze)
-redet flüssig und deutlich, ich, meins, deins kennt sie schon
-Puzzelt wie eine Süchtige (sind jetzt bei 48 Teile freies Puzzel) - 2 Stunden am Stück ist da keine Seltenheit
-sie guckt sich Bücher an, guckt sich Bücher an und guckt sich Bücher an Smile
-sie ist sehr sozial, manchmal denke ich sie vergißt sich selbst dabei
-kennt Farben und alle Formen (Octagon, Pentagon und Rhombus sind auch dabei)

Unsere Probleme sind:
-sie spielt mit keinem Spielzeug, alle Geburtstagsgeschenke und Weihnachtsgeschenke (außer der Bücher) waren überflüssig
-sie geht überhaupt nicht gerne raus
-ist relativ Bewegungsfaul - ein richtiger Auwfandvermeider
-spielt nicht mit Gleichaltrigen, aber Ausdauernd mit großen Kindern
-keine Interesse an Rollenspielen

In der Bewegungsentwicklung war sie nicht immer die Erste, was ich aber auch etwas darauf schiebe, dass sie 4 Wochen zu früh geboren wurde und dann relativ schnell viel Babyspeck angesammelt hat und in einer Tour gewachsen ist. Zur U7 war sie jetzt ein Glück mal wieder innerhalb der Kurve! Robben, Krabbeln, Laufen, kam irgendwie alles ganz kurz nacheinander! Außerdem muss man ja auch nicht überall gut sein...

Generell ist sie ein braves, liebe Mädchen. Fragt immer ob sie etwas darf bevor sie es macht, räumt immer schon auf. Mit Puzzle und Büchern kann sie sich auch gut selbst beschäftigen.
Seit einigen Tagen fängt allerding sehr offenlichtlich das Trotzalter an.

Vielleicht könnt ihr mir ja mal einige Dinge nennen, die eure Kinder in dem Alter gerne gemacht haben oder machen.

Ich hoffe ja immer noch, dass es sich einfach um eine Frühbegabung handelt, denn e mhr man sihc mit dem Thema beschäftigt, umso weniger wünsche ich meiner Tochter das. Kann gar nicht verstehen, warum Eltern das immer so gerne wollen...die haben dann offensichtlich keine hochbegabten Kinder!
Gerne würde ich eure Meinungen dazu hören.
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oesb
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 09.07.2007
Beiträge: 1535
Wohnort: Wankendorf

BeitragVerfasst am: 18.01.2011, 20:00
BeitragTitel:
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Hallo,
unsere fand in dem Alter
* malen nach Zahlen
* Rätsel
* Lego und Fischertechnik
* Bücher
* Spiel ab ca 6 Jahre
* und Raumfahrt
klasse, das waren wenn ich mich recht erinnere ihre Hauptthemen.

Hinzu kamen immer wieder Themen die sich dann so einen Monat hielten, wie zb
Stadtgeschichte
Zeitalter
...

Wirklich gerne mit Gleichaltrigen hat sie nicht gespielt. Sie war und ist eher ein Individualist (ihre Eltern aber auch).

hb richtig gefordert kann toll sein, wir haben aber leider die Erfahrung gemacht, dass die Umwelt bei so etwas oft nicht mitmacht.

Wir haben uns sehr früh bemüht ihr ihre eigenen Räume zu schaffen.
_________________
LG Oesb
mein Steckbrief
Bitte beachtet auch die Stammtischdaten für Hannover! Immer der erste Sonntag im ungeraden Monat!!!
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jojo



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 19.09.2009
Beiträge: 264

BeitragVerfasst am: 19.01.2011, 10:39
BeitragTitel:
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Hallo,
die Beschreibung eurer Tochter erinnert schon etwas an unseren Sohn in dem Alter, allerdings hatte er das Glück, dass er schon etwas vor seinem 2 Geburtstag in den Kindergarten kam, dort erlebte er viel neues. Zwar stellten die den Kleinen nicht unbedingt das spannendste Material zur Verfügung (die Puzzles z.B. dort waren »langweilige« 15-Teiler, die er gar nicht mehr in die Hand nahm), aber die Interaktion mit den Gleichaltrigen und die Gruppenaktionen (Morgenkreis, Basteln, Malen, Ausflüge) hielten ihn ganz schön auf Trab und zuhause kam er uns etwas ausgeglichener vor. Obwohl er dort wohl auch wenig spielte, sondern meist Dinge baute oder versuchte irgendwelche Regeln zu diskutieren/einzuführen. Ansonsten (zuhause) mochte er immer alles, was kein »Spielzeug« war: Technische Geräte, Stecker, Verbindungsschnüre, durch Schalter veranlasste Funktionsketten (HiFi, Video, Herd mit Zeitschaltuhr usw.), Tastaturen (da schrieb er dann auch schon einige Wörter), Bücher. Vor allem aber sich in unseren Alltag und die Arbeit einmischen: Drucker auseinander nehmen, Kochen, Preise im Supermarkt vergleichen (entscheiden, was günstiger ist), Die Zahlen der Autokennzeichen ablesen und entscheiden, ob die größer, als beim voranstehenden sind oder kleiner. Dann entdeckten wir endlich die Gesellschaftsspiele: »Mensch Ärger dich nicht« (damals regte ihn das Verlieren noch nicht auf...), Mau Mau (Uno und ein paar Monate später dann Skipbo) und solche Spiele, die er ziemlich gerne spielte, aber da war er schon 2,5. Nur hatten wir keine Lust und Zeit dauernd mit ihm zu spielen (Arbeit, Geschwister usw... die Welt hatte zu seinem Unmut noch andere Bedürfnisse, als seine eigenen, daher musste er vor allem auch früh Geduld lernen bzw. den Umgang mit seiner eigenen Ungeduld). Fishertechnik (was oesb schreibt) hätte er bestimmt auch toll gefunden, aber dass es sowetwas gibt, drauf kamen wir leider erst viel später.

Hm, du siehst, ganz tolle Beschäftigungsideen/Methoden hatten wir hier nicht, aber vielleicht war es auch ganz gut so. Hätte er zuhause ein Paradies an Beschäftigungsvielfalt und vor allem die geistige Dauer-Zuwendung gefunden, die er immer forderte, hätte er später die Schule vielleicht nur halb so spannend gefunden. So aber ging in der Schule für ihn die Sonne auf. Endlich stand da mal mehrere Stunden am Stück jemand, der Fragen stellte, sich über Antworten freute und ihm Aufträge gab. Rückblickend war die Zeit davor auch schön aber pausenlos richtig anstrengend, nie spielten wir lange genug Mensch-Ärger-Dich, nie lasen wir lange genug, nie hatten wir genug spannende Dinge vor (obgleich ich schon so früh begann, mit ihm wöchentlich in Ausstellungen, Theater und Konzerte zu gehen ... ).
Richtig in der Freizeit entspannen kann er eigentlich erst, seid er auf dem Gymnasium ist, da genießt er auch mal ein freies Wochenende oder einen freien Nachmittag (zwischen den AGs und Sport).
Aber Kinder sind natürlich alle individuell, während unser Sohn sich am liebsten stundenlang mit Erwachsenen (über Politik, Finanzen, rechtliche Streitigkeiten oder über deren Arbeit unterhält und dabei den Anschein macht, er würde jemanden beraten) gibt es auch Kinder, die am liebsten mit sich allein kreativ sind. Da müsst ihr als Eltern halt gut beobachten, womit sie sich wohl fühlt.

Doch, etwas kann ich dir zum Schluss noch für etwas später empfehlen: Kinderturnen, aber nicht das, wo die Kleinen mit Mama, wie auf dem Spielplatz, von Station zu Station stolpern, sonder durch Trainer angeleitetes, wo die Mamas draußen bleiben. Das gab es bei uns leider erst für die 4-jährigen und das fand unser ganz ganz toll, obwohl er bis dahin nur ein absoluter Bewegungszuschauer war. Was ihm daran gefiel, waren die vielen neuen Regeln, nach denen die Dinge dort gemacht wurden, Spielregeln, Abläufe usw. Das machte ihm richtig Spaß. Bewegung allein um der Bewegung willen war nie sein Ding. Vielleicht ist auch Tanzen für eure Tochter interessant, da kommt vieles zusammen, Musik, Bewegung und Regeln.

Also könnte ich eigentlich zusammen fassen: für unser erstes Kind war es das Wertvollste früh losgelassen zu werden und so mit anderen Menschen zusammen zu kommen. Denn erst die Vielfalt der unterschiedlichen Regeln und Persönlichkeiten gab ihm den Input, den er brauchte. Früh zu erkennen, dass er das brauchte, schon allein (ohne uns) an viele Orte zu dürfen, war vermutlich das Wichtigste, was wir ihm geben konnten. Er ist bis heute sehr kuschlig und kann sich auch sehr über Hilfe von uns freuen, aber er liebt es vor allem, alleine sich neue Umgebungen zu erschließen. Wir haben bis zur Gymnasialzeit sehr oft Kritik von anderen dazu gehört, er dürfte schon zu viel allein, wir würden ihm zu viel Bewegungs- und Entscheidungsfreiheit geben, aber ich bin mir sicher, für ihn (und uns) kam nichts anderes in Frage.

Viel Spaß euch in Hamburg,
jojo
_________________
jojo (00/02)
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Synkopia
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 09.03.2007
Beiträge: 1496
Wohnort: Nord-Württemberg

BeitragVerfasst am: 19.01.2011, 12:17
BeitragTitel:
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Hallo und herzlich willkommen! winkie

Welche Spiele spielt denn Eure Große? Ist da etwas dabei, wofür sie eine Spielpartnerin brauchen könnte?

Woher weißt Du, dass Deine kleine Tochter keine Rollenspiele mag? Mit meinem großen Sohn war ich als er so ca. 2,5 war in einem Spielkreis (unser früherer selbstorganisierter hatte sich aufgelöst gehabt), wo von den Kindern erwartet wurde, Rollenspiele wie "Kaufladen" zu spielen ("...da gibst du jetzt das Geld hin,...). Meiner hat nur ganz entsetzt geguckt, was das sollte und fand es unheimlich schwierig, alles richtig zu machen. Zuhause mit der großen Schwester hatte er zu dem Zeitpunkt schon lange selbstausgedachte Rollenspiele gespielt, nicht eine angeleitete Kurzszene.

An favorisierten Spielen waren bei unseren so zwischen anderthalb und dreieinhalb diese dabei: Domino, Mensch-Ärgere-Dich-Nicht, Memory, Mäusewürfeln, Schokohexe, Max Mümmelmann und UNO.

Meine jüngere Tochter hat in dem Alter viel gemalt.

Habt Ihr schon eine Zusage für einen Kindergartenplatz?

Viele Grüße
_________________
Synkopia mit Tochter (*7/95), Sohn (*4/97), Tochter (*6/99) und Sohn (*9/04)
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Undercover
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Anmeldungsdatum: 03.03.2005
Beiträge: 1711
Wohnort: Brandenburg

BeitragVerfasst am: 19.01.2011, 13:21
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Meine Kinder, beide getestet hb, waren in dem Alter sehr unterschiedlich. Der Kleinere liebte Rollenspiele, Dinosaurier, die Nachbarskinder und allerlei sonst noch Kindgemäßes. Er passte sich seinen Spielkameraden an und sagte dann halt nicht mehr Tyrannosaurus oder Kohlmeise, sondern Dino und piepiep, wenn er mit ihnen spielte. Der Größere untersuchte alles auf seine Funktionsweise, wollte genau wissen, wie Glühbirnen funktionieren, hielt sich von Gleichaltrigen fern und bekam Heulkrämpfe, weil er komplizierte Legomodelle hätte zusammenbauen wollen und können, aber die Fingerfertigkeit noch nicht mitmachte. Ansonsten hätte man beiden den ganzen Tag vorlesen können, dem Größeren möglichst Sachbücher ("aber nur was, was wirklich ist und nicht so was Ausgedachtes, Mama !"). Beide sprachen früh und kompliziert.

Anmerkung: Der Kindergarten kann in dieser Situation hilfreich sein, muss es aber nicht. Für meinen großen Sohn, der auch frühzeitig zu spielen aufhörte (er las und forschte und konstruierte, aber Spielen ???Neee), war er im Nachhinein betrachtet eine absolute Belastung. Auch wenn ich es damals, als er dann drei war, für unabdingbar hielt, hätte ich mir aus der Rückschau mehr Gedanken zu Alternativen machen sollen. (Das "Kind" hat letztes Jahr Abitur gemacht und freut sich immer noch gelegentlich laut darüber, dass er nicht mehr in die Schule muss, obwohl er dort erfolgreich war und auch überwiegend nette Lehrer hatte).

LG Undercover
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Zwergenzipfel62



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 31.12.2010
Beiträge: 4
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 20.01.2011, 00:41
BeitragTitel:
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Danke für eure Antworten.
Wenn ich mir so durchlese, was eure Kinder mit 2 schon gespielt haben, dann hat sich unser Arzt mit dem Thema Hochbegabunng wohl vertan!
Ich bin mir wirklich nicht schier, ob unsere Tochter in der Lage wäre Uno oder Mensch ärgere dich nicht zu spielen. Bisher haben wir mal Obstgarten und Farben und Formen von Haba ausprobiert. Sie kann das, aber hat keine Lust dazu. Vielleicht ist es ihr zu langweilig?! Uno werde ich mal probieren. Mit ihrer Geduld und dem Verständis für Regeln wird das vielleicht schwierig.
Mit dem Spielzeug von unserer Großen spielt die kleine nicht - sie guckt sich nur ihre Bücher an und macht ihre Puzzle. Ein paar Buchstabenspiele macht sie auch noch gern von ihr...aber das war es dann auch schon.

Kindergarten geht im September los. Die ersten 3 Monate müssen wir privat bezahlen, da unser Kindergarten zum Februar keine Kinder aufnimmt. Nächstes Jahr September wäre sie dann schon 3 3/4, dass ist mir einfach zu spät? Habt ihr schon mal gehört, ob es Kindergarten "auf Rezept" gibt. Also kann man Jugendamt und Arzt überzeugen, dass sie wirklich schon in den Kindergarten muss? Ich gehe nicht arbeiten und habe somit erst einen Anspruch ab 3. Für uns heißt das ab Spetmeber jeden Monat über 600 € für einen 4 Std. Platz zu bezahlen. Alle anderen Kindergärten in der Umgebung sind voll, also kein Ausweg.

Kann sich einer von euch vorstellen, dass es sich bei ihr einfach nur um eine Frühbegabung handelt? Oder ist das Hochbegabung in euren Augen schon eine gesicherte "Diagnose"?
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Ima



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 21.03.2007
Beiträge: 1471
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 20.01.2011, 09:19
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Also, ich arbeite derzeit ja mit Kindern im Alter Deiner Kleinen... Darunter hab ich 2 Kids, die Anzeichen von HB zeigen, aber seeeehr unterschiedlich sind. Wir gehen damit so um, dass wir das schon seit einer Weile näher beobachten und ihnen Futter geben bzw. sie spielerisch wie kognitiv fordern - aber das machen wir bei allen... das "Niveau" ist halt unterschiedlich, so wie die Kinder alle unterschiedlich sind... Was ganz klasse ist, ist dass meine Kollegin nebenher mit einem Aufbaustudium Richtung Kleinkindpädagogik angefangen hat (sie ist an sich schon wirklich ne sehr fitte Erzieherin, wollte aber eben was für ihr Hirn tun...) - da sie von meinem Spatz weiß und wir uns über das Thema HB (auch in Bezug auf unsere 2 Spatzen im Laden) öfters unterhalten haben, hat sie sich doch gleich das Thema HB im frühesten Alter als Thema ihrer ersten HA ausgesucht...
Es ist dabei so, dass es viele Modelle, viele Thesen zu dem Thema gibt, meine Kollegin stöhnt ganz schön Smile ... Letztendlich kann man es in dem Alter eben nicht wirklich eindeutig sagen, denn es gibt tatsächlich auch Kinder, die sich einfach sprunghaft entwickeln und in bestimmten Alters-Phasen Gleichaltrigen oder auch Älteren einfach weit voraus sind... Ob das so anhält, muss sich erst mal zeigen. Ich denke aber auf jeden Fall, dass es definitiv fitte Kinder sind, die wohl ein anderes Potential bergen als andere... Ob HB oder nicht... Ist das wichtig? Ich finde, wn man dem Kind das an Forderung/Förderung zukommen lässt, was es braucht, dann ist doch erstmal alles gut...
Ich werde demnächst die Arbeit meiner Kollegin korrekturlesen, dann kann ich bzgl. des wissenschaftlich/theoretischen Hintergrunds bestimmt noch mehr sagen...
_________________
Ima
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starkejungs
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 24.10.2006
Beiträge: 5625
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 20.01.2011, 09:30
BeitragTitel:
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Hallo,

ich würde es doch mal so sagen: ob ein Kind definitiv hochbegabt ist, oder nicht- das lässt sich mit Sicherheit erst später sagen.
Aber das ist doch auch gar nicht wichtig! green
Gib deiner Tochter, was sie braucht und was ihr Freude macht. Ganz egal, ob anderen (oder dir...) das komisch vorkommt, oder nicht.

Zu Spielen: Unser Großer z.B. hasst bis heute Mensch ärgere dich nicht! Er mag keine Spiele, wo es seiner Meinung nach ausschließlich um Glück und zweckfreies Gewürfel geht rolleys- während der Kleine im Alter deiner Tochter bei Mensch ärgere dich nicht die Oma ablederte und mit 3 das normale Uno mitspielte- und andauernd den Rest der Familie abzockte... der Große puzzelte selten- und überraschte uns dann immer mit solchen, die eigentlich viel zu viele Teile hatten- aber eben nur 3mal im Jahr, der Kleine puzzelt schon immer leidenschaftlich gerne und viel.
Dafür hat der Große im Alter deiner Tochter wahnsinnig gerne beim Kochen (auch Gemüse schneiden!!!) mitgeholfen, kannte die unmöglichsten Obst- und Gemüsesorten und erkannte sehr viele Kräuter am Aussehen und am Geschmack! Sein Lieblingsbuch war konsequent ein Erwachsenenbuch über die alltäglichen und selten(st)en Obst- und Gemüsesorten und wir haben ihm zu verdanken, dass wir sehr viel Interessantes kennengelernt haben- weil er es unbedingt mal probieren wollte. Er ist unser Konstrukteur und Erfinder und es gibt nicht viele Spiele, die er wirklich toll findet- überwiegend strategielastig !
Also: ausprobieren, dabeisein- nicht auf die Altersangaben gucken- aber eben auf die Sicherheit achten - Spaß haben beim Spielen !

Ist jetzt etwas lang- aber ich will dir klarmachen, dass jedes Kind(jeder Mensch) andere Interessen hat und dass weder Normalbegabte, noch Hochbegabte direkt vergleichbar sind und man das nicht (nur) an den Interessen allein festmachen kann!
Deine Tochter ist weit und fit- das macht Spaß und muss doch keine Last werden- auch nicht später!

Grüßle Steffi

Zum Kindergarten: Es kann toll sein für deine Tochter, MUSS aber nicht! Unser Großer kam mit 3 1/2 Jahren rein- und hatte dort mit die schlimmste Zeit seines Lebens. Der Kleine kam mit 3 rein, hatte ein schlimmes Jahr- bis wir den Kiga wechselten. Dann hatte er noch eine nette Zeit- aber das letzte Jahr war ihm schon sehr zäh und er war heilfroh, dass er in die Schule durfte .
_________________
Hab Geduld! Nicht durch Aufschlagen, sondern durch Ausbrüten wird das Ei zum Küken.
(Sören Kahl)
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 07.07.2008
Beiträge: 763
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: 20.01.2011, 11:19
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Mein Mädel hat in diesem Alter auch Puzzle geliebt...

Für unser Kind war der Kindergarten der bisher größte Glücksgriff. Sie ging jeden Tag sehr gern dort hin und wollte nie abgeholt werden. Allerdings liebt sie auch Rollenspiele und fand dort die entsprechenden Spielkameraden.

Hochbegabt oder nur fit im Kopf? Ich finde, das macht für die Förderung keinen Unterschied. Unsere Tochter besuchte einen "intergrativen" Kindergarten für hbKinder. Alle Kinder wurden dort gleichermaßen gefordert und es gab keine Extraprogramme für "geteste" Kinder.... damals ahnte ich noch nichts von der hb meines eigenen Kindes. Schließlich gab es dort "Überfliegerkinder" - z.T. sozial auffällig, aber komplette Busfahrpläne im Kopf.

Von mir noch ein Tipp:
- Bücher: Hier können Kinder sich in der Stadtbiblothek kostenfrei ausleihen!!!! (Momentan haben wir 20 Bücher auf ihre Karte und 30 auf meine entliehen...) Sehr viel Wissensbücher wie: Frag doch mal die Maus oder Wieso? Weshalb? warum?
_________________
LG Anja

"Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt." - Aus Uganda
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Anmeldungsdatum: 03.03.2005
Beiträge: 1711
Wohnort: Brandenburg

BeitragVerfasst am: 20.01.2011, 18:46
BeitragTitel:
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Zwergenzipfel62 hat folgendes geschrieben:
Danke für eure Antworten.
Wenn ich mir so durchlese, was eure Kinder mit 2 schon gespielt haben, dann hat sich unser Arzt mit dem Thema Hochbegabunng wohl vertan!
I....
Kann sich einer von euch vorstellen, dass es sich bei ihr einfach nur um eine Frühbegabung handelt? Oder ist das Hochbegabung in euren Augen schon eine gesicherte "Diagnose"?


Nein Zwergenzipfel, eine "gesicherte Diagnose" hat man erst nach einem entsprechend positiv ausgefallenen IQ-Test , und für den ist es viel zu früh. Wie schon andere schrieben, ist das aber auch in eurem Fall erstmal egal. Sicher würdest Du mit Deiner Tochter nicht anders umgehen, ob sie nun einen IQ von 127 (nicht hochbegabt) oder einen von 131 (hochbegabt) hätte .
Im Falle Deiner Tochter deutet in der Tat Vieles auf eine Hochbegabung hin. Aber: Es hängt immer auch von den jeweiligen Interessen des Kindes ab. HB-Kinder lernen das, was sie interessiert, blitzschnell, und wenn sich Dein Kind für Buchstaben interessiert, begreift, was das ist, Worte buchstabieren kann, dann ist das schon sehr ungewöhnlich für eine Zweijährige.
Mein großer Sohn konnte bis wenige Monate vor der Einschulung nicht mal seinen Namen schreiben, geschweige denn Buchstaben erkennen. Dann hat er sich bis zur Einschulung innerhalb weniger Wochen das flüssige Lesen von Büchern beigebracht - aus Versehen, wie er später erklärte, weil er dachte, als Schulkind sollte er das können. Will heißen: Man muss nicht als hb-Kind irgendetwas frühzeitig können, man kann es aber schnell lernen, wenn man das will.

Könnte es sein, dass das Thema Hochbegabung inzwischen ein wichtiges Thema bei Euch wird ? Du hast einiges gelesen, Deine Tochter erstaunt Dich, es fand ein Gespräch mit dem Kinderarzt statt...
Ich kann das gut verstehen, es ist ja auch eine aufregende Entdeckung, dass da etwas sein könnte. Aber: Solange Du sie nicht ausbremst und solange sie einen glücklichen Eindruck macht, brennt nichts an. Also Gelassenheit, genau hinschauen, und das wars erst mal. Das Köpfchen ist schließlich nur ein Teil der Persönlichkeit.

LG Undercover
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Zwergenzipfel62



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
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Beiträge: 4
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BeitragVerfasst am: 21.01.2011, 10:22
BeitragTitel:
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Wichtiges Thema kann man nicht unbedingt sagen, es ist ja eh wie es ist. Aber irgendwie setzt man sich trotzdem regelmäßig damit auseinander, denn wenn Kinder zu Besuch kommen, dann fällt es halt immer wieder auf.
Der Arzt hat uns tatsächlich selbst darauf angesprochen, hatte mich sehr erstaunt. Hatte ja absichtlich nichts zu der "abnormen" Entwicklung gesagt, denn ich wollte auch nicht als Mutter da stehen, die ein suuuper tolles Kind hat.
Wir müssen es ja eh alles so nehmen wie es ist. Schön wäre halt nur etwas zu finden, dass ihr auch Spaß macht...außer Buchstaben!!! Smile

Gestern war ich wergen dem Vertrag im Kindergarten. Die Erzieherin kenne ich schon sehr lange und habe mit ihr über das Verhalten von meiner Tochter gesprochen. Schlimm für mich war ihr Kommentar dazu: ich soll das nicht unterstützen, ich soll sie dann einfach mal "vertrocknen" lassen!
Jetzt glaube ich natürlich, dass der Kindergarten für mein Kind nicht wirklich geeignet ist. Sollte sie sie dort "vertrocknen" lassen, wird sie doch nach kurzer Zeit keinen Spaß mehr am Kindergarten haben!
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Synkopia
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Beiträge: 1496
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BeitragVerfasst am: 21.01.2011, 12:05
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"Vertrocknen"-Lassen ist sicherlich falsch. Vielleicht hat die Erzieherin aber auch schon Erfahrungen gemacht mit Eltern, die ihre Kinder massiv "pushen" und mit ihnen gezielt Lernmaterialien bearbeiten. Auch ist es sicher nicht richtig, die Kinder rund um die Uhr zu beschäftigen, sie müssen auch mal selber Ideen entwickeln können.
Du könntest ja nochmal gezielt nachfragen, wie die Erzieherin das gemeint hat. Und wenn Deine Tochter Interesse an Büchern hat: freu Dich darüber und versuche nicht Ihr das vorzuenthalten. Du kannst aber natürlich versuchen, die Auswahl der Bücher mit zu beeinflussen - es könnte ja auch mal ein Kinderkochbuch oder ein Bastel- und Spielbuch mit Ideen für Draußen dabei sein.

Und wegen der Spiele: meine Kinder sind tendenziell Früh-Rechner aber Spät-Leser und haben auch nicht alle die gleichen Spiele gemocht. Und bei manchen Spielen kann man mit einfacheren Varianten beginnen (z.B. beim Memory mit nur wenigen Kartenpaaren). - Quips ist auch noch gut für den Anfang, vor allem, wenn man sich auch gegenseitig nicht benötigte Farben schenken darf, dann dauert es nicht so lange.

Liebe Grüße
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tamy



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Anmeldungsdatum: 04.12.2010
Beiträge: 26
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: 26.03.2012, 23:06
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meine kinder( eins getestet, eins nicht) fingen in dem alter gerade an, zu sprechen, eins liebte bücher, eins nicht.
eins war ständig am rumrennen und -fahren (fing mit knapp 3 an, rad zu fahren)
eins puzzelte gerne ( aber eher altersgerecht), das andere nicht
eins fing mit 3 an, seinen namen zu schreiben und einzelne buchstaben zu erkennen , das andere interessierte sich bis zum schulanfang überhaupt nicht dafür.

du siehst also, hochbegabte kinder (wobei ichs bei einem weiß, mir aber bei dem anderen auch ziemlich sicher bin) müssen im kleinkindalter gar nicht auffallen - was deine tochter kann, finde ich schon erstaunlich.
aber jedes kind hat eben andere interessen und stärken.

mein sohn, der spätleser, war übrigens im grundschulalter klassenbester leser-
dennoch liest er bis heute sehr sehr sehr ungern und die einzigen bücher, die er freiwillig gelesen hat waren harry potter und erebos.

lg tamy
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