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Wochenpläne


 
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Moffi
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Anmeldungsdatum: 29.03.2005
Beiträge: 2070

BeitragVerfasst am: 09.05.2011, 10:49
BeitragTitel: Wochenpläne
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Hallo winkie
hatten/haben Eure Grundschulkinder Wochenpläne und wie kamen/kommen sie damit zurecht?

Haben sie zügig alle Aufgaben abgearbeitet, begeistert die Sternchenaufgaben erledigt und sind dann völlig ohne Hausaufgaben ins Wochende gegangen? ;)

Bei meinem Erstklässler gibt es seit einiger Zeit Wochenpläne und er kann noch nicht so wirklich gut damit umgehen. Er findet alles zu "schwer", die Liste ist ihm zu lang, so dass er glaubt, nie damit fertig zu werden, in der Schule trödelt er vor sich hin, und hat dann noch wirklich viel, was er am Wochende erledigen muss. (Ich finde es jedenfalls viel, wenn ein Erstklässler am Wochenende drei Stunden dasitzen muss.)

Vom Umfang her sind die Pläne nach meinem Gefühl o.k. (mein Sohn fände auch ein einziges Arbeitsbatt "zu schwer" und "zu viel".) Unterfordert ist er nicht, die Leseaufgaben lassen wir sowieso immer weg und beim Schreiben kann er wirklich Übung vertragen, aber es ist ihm halt einfach langweilig, es interessiert ihn nicht, und er würde viel lieber Star Wars Karten tauschen...

Gab es bei Euch da irgendeine Entwicklung zum Positiven hin, haben Eure Kinder es irgendwan geschafft, sich in der Schule zusammenzureißen, hat die Vernunft eingesetzt? Oder muss ich mich jetzt darauf einstellen, dass ich in den nächsten drei Jahren jedes Wochenende dem Kind die Pistole auf die Brust setzen muss, damit es die Aufgaben macht?

Er hat grundsätzlich ein Problem damit, "Pflichtaufgaben" zu erledigen und ich muss ihn immer noch jeden Tag zwingen, Zähne zu putzen, sich anzuziehen, etc... (Ich stehe dann daneben und treibe ihn an, sonst würde einfach nicht passieren.) Ich frage mich wirklcih, warum er nicht einsieht, dass er sich viel Ärger ersparen könnte, wenn er einfach das Wenige, was er machen muss, zügig erledigt... rolleys rolleys rolleys

leicht genervte Grüße
Karin
(bitte schreibt nicht, dass es bei Euren 14-Jährigen immer noch so ist!)
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starkejungs
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Anmeldungsdatum: 24.10.2006
Beiträge: 5625
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 09.05.2011, 11:13
BeitragTitel:
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Nee-aber beim 12-Jährigen devil

Nun, wir kennen keine Wochenpläne, mit dem Rest ist es aber noch oft so...
Kann er den Wochenplan am Montag nicht mal mitbringen, dann könnt ihr vielleicht gemeinsam sehen, was zu tun ist? Nach dem otto: Schau mal- was muss so ungefaähr an einem Tag geschafft werden (dann sieht er vielleicht eher Land für den nächsten Tag?)- also mit was willst du anfangen und was als nächstes ? Muss man dann eben auch jeden Tag mit ihm zusammen schauen, wie es gelaufen ist. Oder in der Schule ausmachen, dass man ihm den Wochenplan mal häppchenweise verabreicht- also mal einteilt für 2 Tage...? Er hat ja ein Halbjahr mit diesem System verpasst- muss da reinfinden.
Manchen fällt die Selbstorgansation einfach schwer! Und man lernt es nicht ohne Üben und auch mal die schlechte Erfahrung zu machen, dass es dann viel ist am Wochenende, wenn man es nicht durchzieht!

Ist doch prima, wenn sie damit in der 1.Klasse schon anfangen!

Grüßle Steffi
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Hab Geduld! Nicht durch Aufschlagen, sondern durch Ausbrüten wird das Ei zum Küken.
(Sören Kahl)
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jojo



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Anmeldungsdatum: 19.09.2009
Beiträge: 264

BeitragVerfasst am: 09.05.2011, 12:02
BeitragTitel:
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uh, Wochenpläne und die Freiheiten im Umgang damit sind zwar gut, aber ziemlich schwer, so war mein Eindruck.
Unsere Tochter hatte das »System« 2 Jahre, ab der 3. Kasse hat das niemanden mehr interessiert...

Es gab Wochen, da war sie schon Mittwoch mit den Zusatzaufgaben fertig (am Freitag dann bei x weiteren Zusatzblättern), und Wochen, da war am Do/Freitag noch die Hälfte offen, sie verzweifelt, ich ebenso, denn woran lag das?

Mal war sie sicher in der Schule nicht wirklich fleißig, mal waren die Blätter der einzelnen Ablagen aber auch aus und wurden von der Lehrerin nicht wieder aufgefüllt (weil sie es vergaß oder ungehalten war, dass immer wieder Kinder sich mehrere Blätter einer Nummer nahmen), mal kamen einige Extra-Aufgaben (in der Schule oder als Hausaufgaben) von der Lehrerin noch »dazwischen«, die nirgends auf dem Wochenplan standen aber Priorität hatten. Mal kam Kindchen durcheinander, weil sie glaubte der Reihenfolge nach Blätter nehmen zu müssen und z. B. 15, 16, 21, 23, 48, 49 nicht fand. Später stellte sich dann raus die Blätter gab es in der Woche auch nicht, sie war aber ständig mit der Suche danach beschäftigt. ... Mal gab es 2x die Nr 13 (eine rot, eine blau - je nach Klassenstufe), dann wieder gab es Symbole, keine Nummerierungen usw. Die Vielfalt/das Angebot war enorm... bereichernd, individuell, aber total unübersichtlich

Also meiner Meinung nach muss so ein offenes Wochenblattsystem extrem gut von der Lehrerin strukturiert und auch evaluiert werden, sonst sind alle im Chaos verloren.
Es soll ja auch Lehrer geben, die die kompletten Arbeitsblätter zu Beginn der Woche verteilen (schon besser) oder in der die zu bearbeitenden Nummern durchgehend sind. Oder ganz klar ist, welche Klassenstufe auf welche Boxen zugreifen muss... bei unserer Tochter war das leider nicht so. Und da ich irgendwann das Mitorganisieren satt hatte, habe ich es sein lassen und meiner Tochter gesagt, wenn es partout nicht geht, dann hat sie den Wochenplan eben manchmal nicht fertig. Ehrlich, ich sah da manchmal auch einfach keine Möglichkeiten mehr, wenn das Kind von Mittwoch an auf das Auffüllen von 4 Boxen wartet, das aber nicht geschieht, die Blätter selbst am Freitag noch nicht greifbar sind, dann tut mir das leid, aber solche Probleme nehme ich nicht mit ins Wochenende.

Hinzu kam dass die Blätter bei ihr nur als bearbeitet galten, wenn Sie der Lehrerin zur Kontrolle/Korrekutur in eine bestimmte Ausgangsbox (der jeweiligen Tischgruppe) gelegt und wieder in der Eingangsbox (der jeweiligen Tischgruppe) gefunden wurden... Oh je, und dann gab es Blätter, die hatte die Lehrerin angeblich nie erhalten und mindestens ebenso viele, die erhielt das Kind erst am darauf folgenden Dienstag oder drei Wochen später wieder, z. B. weil sie in der Eingangsbox einer anderen Tischgruppe lagen und von dort nicht den Weg zum Urheber fanden (denn jeder nimmt ja nur die ihn betreffenden daraus und die Kinder kommen nicht auf die Idee alle 5 Eingangsboxen zu durchsuchen, wenn ihnen Blätter fehlen)... Noch schlimmer wurde es natürlich immer nach neuen Sitzordnungen...
Mit diesem System kam es auch nicht selten vor, dass meine Tochter ein Blatt 2-3 mal bearbeitete, weil sie, da nicht auffindbar, annahm, es doch noch nicht gemacht zu haben (lieber nochmal zu machen).

Mein Rat darum:
lasst euch unbedingt die Struktur und Funktionsweise eures Wochenplans erklären und auch, wie wichtig es überhaupt ist, ob/dass alles geschafft werden muss. Es gibt ja auch Lehrer die einfach dadurch lernen/erfahren wollen, wieviel schaffen die Kinder so im Durchschnitt und dann, durch die fleißige Wochenendarbeit, den falschen Eindruck bekommen, die Kinder würde locker noch mehr Aufgaben schaffen.... wie entsetzlich.

Darüber hinaus würde ich rückblickend immer am liebsten empfehlen so einen Wochenplan bei kleinen Kindern langsam einzuführen (erstmal nur 4 dieser flexiblen Arbeitsblätter, dann 8, dann 12 usw.) Denn bestimmte kleine Kinder, die sich gerne auf Erinnerungen anderer (Geschwister, Eltern) verlassen, müssen das ja erstmal lernen. Aber das muss man ja den Pädagogen überlasen, da hat man nix zu empfehlen. Bei uns begann dieser Wochenplan mit 25 Blättern und endete mit an die 50. Er umfasste schulinterne und externe (Hausis Aufgaben.

Und wie sieht das dann nach Jahren aus? Es wird besser (zumal wenn es keine Wochenpläne mehr gibt Wink)), es hilft vermutlich, die Kinder früh auch mal (mit überschaubaren Aufgaben!!!!) auf die Nase fallen zu lassen. Sprich, sie ohne fertige Aufgaben losziehen zu lassen. Das ist schwer, aber wirklich lehrreich, gerade wenn man es begleitet mit Ankündigung im Vorfeld und freundlicher (nicht gehässiger) Erinnerung an diese vorangegangene Ankündigung im Moment der Scham. nächstes mal wieder Ankündigung/Erinnerung (mit Hinweis auf den Ausgang letzte Woche), dann Leine wider ganz locker und schauen, ob sich da nicht doch etwas anfängt von selber zu bewegen. Sehr mühsam.... aber anders kann ich mir keinen Erfolg denken. Wenn wir durch Mitdenken/Mitarbeit immer alles abnehmen, dann fallen sie spätestens nach der Schule, ohne Mama und Sekretärin ganz fürchterlich auf die Nase und dann ist es vielleicht zu spät dafür eine Eigenverantwortung zu empfinden und zu übernehmen.
_________________
jojo (00/02)
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jutta
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BeitragVerfasst am: 09.05.2011, 12:37
BeitragTitel:
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Hallo Moffi,

wir hatten das auch, aber Napoleon kam damit zunächst nicht gut zurecht. Erst in der 4. Klasse ging es besser (er hat aber auch erst 2. Halbjahr in der 2 angefangen).

Ich finde auch wichtig, dass die Lehrerin es den Kindern nicht nur einmal erklärt, sondern begleitet. Es ist meiner Meinung nach ihre Aufgabe, zu überblicken, wer was gut kann und wo Hilfe nötig ist. Sich selber zu strukturieren als 6 oder 7jähriges Kind ist schon ziemlich viel erwartet.
Gab es dazu einen Elternabend?

Diese "Ich kann nicht allein Zähne putzen", wahlweise auch ich will nicht, oder "Mama hilf mir beim Anziehen/Ranzen/Socken suchen..." Zeiten kenne ich auch, es ist jetzt viel besser, aber da mein Sohn ja noch die Asperger-Diagnose hat, erklärt sich da einiges.... Struktur und Reihenfolgen sind ihm so wichtig, deshalb hat das mit dem Wochenplan nicht gut funktioniert.. nein

Lass es dir auch erklären, worauf kommt es an, was macht die Lehrerin als Kontrolle, was muss dein Sohn schaffen, welche Tricks kennt er, welche Zeiten sind besonders gut für Schreibarbeit....

Lieben Gruß
Jutta
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Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
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ripley



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BeitragVerfasst am: 09.05.2011, 12:45
BeitragTitel:
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Böse Zungen behaupten ja, Wochenpläne in der Grundschule wären nur dazu da, die (struktutrierende, gliedernde) Arbeit der Lehrer auf die Eltern zu übertragen...

Im Ernst, Junior (ADHSler) war mit diesen vermaledeiten Wochenplänen in der GS HEILLOS überfordert, was nicht selten zu Totalverweigerung führte. Er war für längerfristig zu planende Arbeiten (und eine Woche IST für einen Grundschüler lang) viel zu unstrukturiert und hat nie selbst den Überblick bekommen oder behalten. Da musste dann eben Mama ran und festlegen, was wann zu machen ist, damit das Kind nicht einen Frust nach dem anderen kassierte. Anfang der Vierten waren wir dann immerhin soweit, dass er eben diese strukturierende Hilfe von Mama dankend angenommen wurde. Ende der Sechsten haben wir auf diese Weise ein ab-so-lut uferloses "Lesetagebuch" überlebt - es entspricht im Umfang einer Oberstufen-Hausarbeit (ich ärgere mich heute noch, dass ich da nicht die Lehrerin gleich gefragt habe, was das soll ...).

Jetzt (Siebte) strukturiert er seinen Kram weitgehend selbst (bis auf Lernen für Arbeiten). Jetzt KÖNNTE er auch Wochenpläne sinnvoll bearbeiten, aber es gibt sie kaum noch.

Zusammengefasst: Ja, sie lernen es. Aber nur nach und nach. Sie lernen auch aus Verschludertem, auch das darf/soll man als Eltern miteinbauen (in Maßen!).

Ansonsten: Es mag Naturtalente geben, die das schon in der GS geregelt bekommen. Ich aber aus meiner Sicht frage mich ernsthaft, was Kinder machen, die dieses Talent nicht mitbringen und deren Eltern sich NICHT die Zeit und Mühe machen können, die ich mir machen "durfte".
_________________
LG
Ellen
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Online
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BeitragVerfasst am: 09.05.2011, 21:23
BeitragTitel:
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Mein Kind (3.Klasse) hat seit der zweiten Klasse Wochenpläne in Deutsch und kommt damit sehr gut zurecht. Manchmal erledigt sie die Aufgaben gleich am Montag, manchmal auch erst am Donnerstag... je nach dem, was sie sich noch für die Woche vorgenommen hat.
Aber es ist immer nach der Woche von der Lehrerin korrigiert und abgeheftet.
(Ich kümmere mich darum nicht... um ehrlich zu sein, wüsste ich auch nicht mal wie.)

Liste der Aufgaben ist auch nicht wirklich lang, somit bleibt genügend Zeit für andere Aufgaben.
Deutsch ist allerdings auch das Lieblingsfach, da werden freiwillige Aufgaben gern übernommen.
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LG Anja

"Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt." - Aus Uganda
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Siti



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BeitragVerfasst am: 09.05.2011, 22:04
BeitragTitel:
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Hallo Moffi :)

ja auch Sohni hatte Wochenpläne und nein er kam damit nicht zurecht.

Aufgabenstellung seitens der Lehrerin: Hausaufgabe ist für heut 20 minuten Wochenplan arbeiten (rate mal wer seinem kind am Wochenende mit Wochenplänen hinterherlaufen durfte ...)

Gab es allerdings die Aufgabenstellung: Hausi für heute ist Aufgabe 2 vom Wochenplan - dann war alles ok.
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Liebe Grüße von
Siti

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morlis



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BeitragVerfasst am: 09.05.2011, 22:14
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Hier gabs keine Wochenpläne. Was passiert denn, wenn der Wochenplan nicht fertig wird?
Ist es nicht Aufgabe der Lehrer / Schule, den Kindern beizubringen, wann man wieviel davon erledigen muss? Ich glaube ich würde mich da vornehm zurück halten, was am WE noch nicht erledigt ist, ist eben nicht erledigt. Das Wochenende soll schließlich zur Erholung dienen.
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Svea
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Beiträge: 4746
Wohnort: St. Olaf ;-) (BW)

BeitragVerfasst am: 10.05.2011, 09:29
BeitragTitel:
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Wochenpläne rolleys

Carl kommt super damit zurecht, macht immer mal wieder in der Schule was und füllt so die Lücken, die im Unterricht entsethen. Mal mehr mal weniger zielstrebig.

Lars.... verschlampert den Zettel, hat keine Ahnung wo, wann, wie und vor allem warum er das Ding machen sollte, sitzt mit schöner regelmäßigkeit am Freitag in der sechsten nach und macht sie dann...
Dieses struckturlose .. mach mal wenn dir danach zumute ist... funktioniert überhaupt nicht!

Svea
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Wer das Konzept der Unendlichkeit verstehen will, muss nur das Ausmaß menschlicher Dummheit betrachten.
Voltaire
Svea
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Moffi
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Anmeldungsdatum: 29.03.2005
Beiträge: 2070

BeitragVerfasst am: 10.05.2011, 10:09
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Hallo winkie
nachdem ich jetzt Eure Antworten gelesen haben, muss ich sagen, dass sich mir der pädagogische Sinn der Wochenpläne irgendwie überhaupt nicht erschließt. Es ist mehr Arbeit für Lehrer und Eltern, für die Kinder ein großes Durcheinander, und einige Kinder kommen damit gar nicht zurecht. Und das für ein Ziel (welches eigentlich??? Zeiteinteilung über eine Woche? Oder was überhaupt...???) das die Kinder mit zunehmendem Alter wahrscheinlich einfach von selbst erreichen würden.

Oder seht Ihr irgendeinen wirklichen Nutzen darin?

Wer hat sich das übehraupt ausgedacht? Mit Montessori hat es jedenfalls rein gar nichts zu tun (da sind alle Pläne verboten), das muss irgendwo anders her kommen...

Gestern kam mein Sohn mit dem Wochenplan von letzter Woche (gab es diese Woche keinen neuen???) und vier angefangenen Arbeitsblättern heim. Ich habe dann längere Zeit herumgerätselt - entspricht das AB mit der Überschrift "Zahlenstraße - Zahlen bis 20" im Wochenplan der Aufgabe "AB - Zahlen bis 20 (Pflichtaufgabe)" oder doch eher der Aufgabe "AB - Zahlenstraße (Sternchenaufgabe)" - ist dieses AB ganz ohne Überschrift das "AB Übungen zum ß" aus dem Wochenplan oder irgendein Zusatzblatt, das gar nicht fertig gemacht werden muss (oder doch?) etc... Wie soll das ein Erstklässler auf die Reihe kriegen?

Wenn ich mich nicht regelmäßig darum kümmere, dass er es macht, kriege ich einen bekümmerten Verkmerk ins Mitteilungsheft und einen RIESENBERG Blätter, für die wir dann fast das ganze Wochenende brauchen. (Hatte ich schon erwähnt, dass ich ständig neben meinem Sohn sitzen muss, weil er allein nicht weitermacht? Er KANN es einfach nicht, ohne dass ich ihn antreibe.)

Eigentlich finde ich das auch ganz vernünftig - wenn die nichterledigten Aufgaben im Wochenplan einfach nichterledigt bleiben, hat das Ganze ja überhaupt keinenrlei Sinn mehr...

Hm, ich habe sowieso einen Gesprächstermin, da lasse ich mir das System mal genau erklären. Eigentlich ist die Lehrerin gut organisiert, aber solche Sachen wie "Es war kein Blatt mehr da." "Mein Rechenheft war weg." "Ich weiß nicht, was das für ein Blatt ist." kommen trotzdem ständig vor (kann man wohl nicht verhindern). Ich finde allein schon die Fülle der verschiedenen Bücher, Arbeitshefte, sonstigen Hefte, und das auch noch kombiniert mit Bergen von kopierten Blättern extrem unübersichtlich.

liebe Grüße
Karin

winkie
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joeymc
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BeitragVerfasst am: 10.05.2011, 18:01
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Hallo, kleine pädagogische Info: Die Wochenplanarbeit kommt meines Wissens nach aus der Reformpädagogik (Freinet etc., http://de.wikipedia.org/wiki/Freinet-P%C3%A4dagogik) und soll dem Lehrer bei der Differenzierung (!) helfen und den Schüler an ein selbstständiges Lernen in einem offenen Unterricht heranführen, in dem sie dann - so das hehre Ziel - ihre Aufgaben selbst festlegen und bearbeiten (!).
Als Lehrerin an einer Sek I habe ich damit zum Glück nichts zu tun - Pubertierende würden mit dieser Art von Strukturlosigkeit, die ihr beschreibt, auch nicht zurecht kommen devil

Im Ernst: Richtig eingesetzt und ordentlich strukturiert ermöglicht es einem Lehrer tatsächlich, in den Phasen der Wochenplanarbeit gezielt Schüler zu fördern - das tut aber in der Regel auch jede Lernstraße oder Kleingruppenarbeit, in der man differenzierte Aufgaben stellt.

Bei uns an der Grundschule gibt es das zum Glück bis jetzt nicht in diesem Ausmaß, zumindest habe ich noch nichts davon mitbekommen.

LG
Joey
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Atti
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 291
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 10.05.2011, 20:27
BeitragTitel:
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Hallo,
gerade in der 1. Klasse finde ich es für die Kinder viel zu schwer sich alleine um die Bewältigung eines Wochenplans zu kümmern. Bei meiner Tochter war ich einige Male als 'Stationshelferin' in der 1.Klasse im Unterricht. Da sollten die Kinder an einem Vormittag die aufgebauten Stationen mit einem Laufzettel abarbeiten. Die Lehrerin hat auf dem Elternabend klar gesagt, das sie bei der Stationsarbeit Hilfe braucht, obwohl sie top organisiert war und auch alles einwandfrei abläuft. Die Zwerge waren aber teilweise gar nicht in der Lage sich für eine Aufgabe zu entscheiden, die brauchten einfach Anleitung ("schau mal auf deinem Zettel ist der Bär noch nicht abgestempelt, geh´doch mal zum Bärentisch"). Ein kompletter Wochenplan ohne Hilfe ist für Erstklässler kaum zu schaffen. Ich finde aber auch ganz klar, dass es nicht Aufgabe der Eltern ist, mit den Kindern am Wochenende die Wochenpläne fertig zu bearbeiten nein . Wahrscheinlich machen´s aber alle zähneknirschend. Kannst du da nicht eine kleine Revolte starten ? Die Lehrerin hat doch wohl in der Schule dafür zu sorgen, dass die Kinder an den Plänen arbeiten und vorwärts kommen. Mach doch mal ins Merkheft zu einem bekümmerten Kommentar einen ebenso bekümmerten Kommentar darüber. devil Hach, ich glaube es würde mir richtig Spaß machen, da mal aufzuschlagen und mitzuteilen, dass der anscheinend eingeführte Samstagsunterricht zum beenden des Wochenplanes doch in der Schule bei der Lehrerin stattfinden sollte. ;)
lG
Atti
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Moffi
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Anmeldungsdatum: 29.03.2005
Beiträge: 2070

BeitragVerfasst am: 10.05.2011, 20:55
BeitragTitel:
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Huhu Joey,
was ist denn eine Lernstraße? Danke für den link! Smile

Hallo Atti,
eine Revolution zettele ich nicht an! ;)

Ich schätze diese Lehrerin auch eher so ein, dass sie gut organisiert ist. Wenn mein Sohn in der Schule so "konzentriert" bei der Sache ist wie zuhause, kann ich ihr nicht wirklich Vorwürfe machen, dass sie ihn nicht zum Arbeiten kriegt. Durch die Wochenpläne wird das halt noch schwieriger, weil es da noch mehr Gelegenheiten gibt, durch die Maschen zu fallen und gar nichts zu machen. Vielleicht rege ich einfach mal an, dass sie meinem Sohn klipp und klar sagt, was er machen soll...

(Heute kam er ohne Arbeitsblätter. Einen neuen Wochenplan hat er auch noch nicht.)

liebe Grüße
Karin
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Beiträge: 763
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BeitragVerfasst am: 10.05.2011, 21:35
BeitragTitel:
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Moffi hat folgendes geschrieben:


Wer hat sich das übehraupt ausgedacht? Mit Montessori hat es jedenfalls rein gar nichts zu tun (da sind alle Pläne verboten), das muss irgendwo anders her kommen...

Gestern kam mein Sohn mit dem Wochenplan von letzter Woche (gab es diese Woche keinen neuen???) und vier angefangenen Arbeitsblättern heim. Ich habe dann längere Zeit herumgerätselt - entspricht das AB mit der Überschrift "Zahlenstraße - Zahlen bis 20" im Wochenplan der Aufgabe "AB - Zahlen bis 20 (Pflichtaufgabe)" oder doch eher der Aufgabe "AB - Zahlenstraße (Sternchenaufgabe)" - ist dieses AB ganz ohne Überschrift das "AB Übungen zum ß" aus dem Wochenplan oder irgendein Zusatzblatt, das gar nicht fertig gemacht werden muss (oder doch?) etc... Wie soll das ein Erstklässler auf die Reihe kriegen?

Wenn ich mich nicht regelmäßig darum kümmere, dass er es macht, kriege ich einen bekümmerten Verkmerk ins Mitteilungsheft und einen RIESENBERG Blätter, für die wir dann fast das ganze Wochenende brauchen. (Hatte ich schon erwähnt, dass ich ständig neben meinem Sohn sitzen muss, weil er allein nicht weitermacht? Er KANN es einfach nicht, ohne dass ich ihn antreibe.)



Besucht dein Kind eine Montessorischule?

Das Problem scheint, die Fülle der Aufgaben zu sein. Für die Kinder wären kleinere Zielstellungen überschaubarer und damit wird auch die Angst genommen, den "Berg" nicht zu schaffen.
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LG Anja

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BeitragVerfasst am: 10.05.2011, 21:44
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@moffi: So wie Stationen lernen, nur bauen bei einer Lernstraße die Stationen aufeinander auf, es ist also eine Reihenfolge vorgegeben! Bei der Stationenarbeit kann man ja egal wo anfangen/weitermachen.

So wie ich es verstehe, sind Wochenplanaufgaben IN DER SCHULE zu erledigen - alles andere ist irgendwie methodenimmanenter Schwachsinn, weil dann das Ziel, das dem Einsatz der Methode (Binnendifferenzierung! Selbstständigkeit!) zu Grunde liegt, ad absurdum geführt wird. devil

Wenn Lehrer also Wochenplanaufgaben in die Hausaufgabe verlegen, klappt entweder die Differenzierung nicht (sie müssten ja merken, wenn ein Kind das Tempo nicht bringt und es da unterstützen) oder wird die Methode wird einfach angewandt, weil man halt Wochenplanarbeit macht, der Lehrer sich aber keine Gedanken gemacht hat, wozu das gut ist drugs

Ich will ja jetzt nicht in Grundschullehrerinnenschelte ausbrechen, aber was ihr berichtet, hört sich pädagogisch ziemlich unfundiert an!

LG
Joey
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