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Mit Ballangst im Fußballverein...


 
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LiaJolée



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 26.01.2011
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 20.05.2011, 10:32
BeitragTitel: Mit Ballangst im Fußballverein...
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Hallo ihr!

Nichts weltbewegendes, aber beschäftigt uns gerade.

Unser Sohnemann (so gut wie 12) wollte vor einem halben Jahr unbedingt zu seinem Freund in den Fußballverein eintreten. Zuvor habe ich ihm zu bedenken gegeben, dass er erstens sehr schmerzempfindlich und zweitens kein "kämpferischer Typ" ist. Er wollte es trotzdem.
Nun ist er also seit ein paar Monaten dabei und vor einer Woche kamen nach einem Training die ersten Tränen - er bemerkt selber, dass es eigentlich nicht "sein" Sport ist. Er hat Angst vor Kopfbällen und scharfen Schüssen und traut sich nicht, den Ball zu erkämpfen, da er fürchtet, sich weh zu tun. Im Grunde versucht er während eines Spiels ziemlich wichtig hin und herzurennen, bekommt er durch Zufall mal den Ball vor die Füße, verliert er ihn entweder ungeschickt oder lässt ihn rollen, sobald er einen Gegner auf sich zurennen sieht...man könnte sagen, ihm fehlt der kämpferische Biss sich durchzusetzen.
Hinzu kommt mittlerweile natürlich, dass seine Kameraden ihn deswegen auch schon anmaulen und der Trainer während Turnieren entsprechende Bemerkungen macht.

So saß Sohn also gestern nach einem knapp gewonnenen Turnier heulend im Auto und jammerte, dass die Mannschaft wohl viel besser gewesen wäre, wenn er nicht so viel Angst hätte.
Das merkwürdige dabei ist, dass er sagt, dass ihm Fußball im Verein Spaß macht. Ich kann mir schon vorstellen, dass ihm das Spiel ansich gefällt, aber mit der Erfahrung, dass man eigentlich ungeeignet dafür ist und kaum Erfolgserlebnisse hat oder Fortschritte macht, würde mir die Lust vergehen.

Als er 6 war und wir auf der Suche nach einem Sport, hat er Fußball sofort abgelehnt, das Spiel war ihm zu "ruppig". Er spielte dann 2 Jahre Basketball, und man sah da schon, dass das Erkämpfen des Balls nicht sein Ding ist. Außerdem hat er Schwierigkeiten mit zu nahem Körperkontakt. Das wurde auch in den 2 Jahren nicht besser und ich denke, das bleibt auch so, er ist eben so. Das anzunehmen, ist für ihn sehr schwer, denn er möchte einfach dazugehören.

Er schwankt jetzt so zwischen mit Fußball weitermachen oder aufhören. Ich habe ihn bis jetzt getröstet, aber nichts expliziet geraten. Ich denke, er soll das selbst entscheiden ohne Beeinflussung durch uns Eltern, oder?
_________________
Grüße
Lia
_____________________
Lia mit Sohn (*06/99)
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fynn



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 26.03.2010
Beiträge: 198
Wohnort: Hampshire UK

BeitragVerfasst am: 20.05.2011, 10:52
BeitragTitel:
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Lia, egal wie er sich entscheidet (weitermachen oder nicht) er hat auf alle Fälle die wichtigste Teamsport-"Lektion" gelernt..."das Team ist immer nur so gut wie der schwächste Spieler" vielleicht sieht das Team das auch so und ist bereit ih´m zu helfen besser zu werden, wenn er das möchte (denke da so an ab und an mal mit den anderen auf den Bolzplatz gehen...) vielleicht kann er mal vorsichtig nachfragen ob ihn mal jemand nachmittags zum kicken abholt / mit ihm verabredet. Das bringt zum Anfang viel mehr als immer Erwachsenengeführtes Trainig und ist seeehr gut für´s Selbstwertgefühl, wenn man "mitgenommen" wird.
Wenn er will muss er dranbleiben und zur Not einfach mal nachmittags mit dem Fahrrad am Bolzplatz vorbei schlawänzeln (natürlich mit Ball auf dem Gepäckträger) und schauen ob er vielleicht irgendwo mitspielen kann.
Kopf hoch, er wird das schon "drehen"!
LG Patty (Torwart-mum...)
_________________
Patty mit Mann, boy, geb. Aug 2003 und girl, geb. Juli 2005

Lass Dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!
(Pippi Langstrumpf)

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fynn
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ripley



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 20.05.2011, 11:06
BeitragTitel:
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Wäre ich an Deiner Stelle, würde ich ihn zwar selbst entscheiden lassen, ihn aber durchaus ermutigen/motivieren am Ball zu bleiben (im mehrfachen Sinne).

Die Angst vor Körperkontakt oder auch Remplern wird bestimmt nicht geringer, wenn man diesen Situationen ausweicht. Die Fähigkeit und Bereitschaft, notfalls in Zwekämpfen "Biss" zu entwickeln, wird nicht größer, wenn man es lässt. Im Gegenteil.

Guckt euch beide an, welche ENTWICKLUNG, welche Fortschritte er bis hierhin gemacht hat und schaut, ob DIE in die richtige Richtung gehen. Dann ist es gut, weiterzumachen. Die absoluten, objektiven Fähigkeiten zum Zeitpunkt xy mögen für Turnier xy zählen, nicht aber für die Entwicklung Deines Sohnes.
_________________
LG
Ellen
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grünergeist
Quiz-Gewinnerin



Anmeldungsdatum: 21.05.2005
Beiträge: 2644

BeitragVerfasst am: 20.05.2011, 12:47
BeitragTitel:
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Ich meine, daß er selbst entscheiden muß, was stärker ist, seine Angst oder der Wunsch mitzumachen und das jede Entscheidung völlig in Ordnung ist. Darin könnt ihr ihn nur unterstützen.
Es gibt genug andere Sportarten, die er machen kann und wo er auch Anerkennung finden würde.
Andererseits kann ich aus meiner Erfahrung als Reitlehrerin sagen - Reiten ist ja auch oft ein sehr angstbesetzter Sport -, wenn er wirklich will und seine Angst überwindet, hat er wirklich etwas geschafft und ist ordentlich gewachsen. Das kann aber niemand erzwingen, das kann nur von ihm selber kommen.
Ich habe beide erlebt, die Kinder, die nur auf Elternantrieb weitergemacht haben, haben sowieso später aufgehört, meist an dem Punkt, wo nicht mehr ich die sehr verständnisvolle Lehrerin (Ich war selber furchtbar ängstlich) war sondern jemand, der mehr Leistungsdruck machte. Andere, die am Anfang so ängstlich und ungeschickt waren, daß ich teilweise Sorge hatte, sie fallen im Schritt vom Pferd, aber trotzdem wollten, sind auch keine Spitzenreiter geworden, aber haben viel Freude und Halt in ihrem Sport gefunden.
_________________
Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen. [George Orwell]
grünergeist
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jenny
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Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 5112
Wohnort: Krefeld

BeitragVerfasst am: 20.05.2011, 13:07
BeitragTitel:
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Nun, entscheiden muss er wirklich selbst.

ich habe hier einen, der lebt Fußball. Sein Wunsch zum 4. Geburtstag war "im verein Fußball spielen" und seitdem spielt er.

Aber er ist auch ein Weichei , eine Heulsuse und hat am liebsten keinen Körperkontakt im Spiel. Das bekommt man aber nur hin, wenn man technisch sehr stark ist. Wenn man den Ball eng am Fuß führen kann, gut dribbeln kann eben das Gerät beherrscht. Und das lernt man mit stundenlangem Training. Dazu kann er sich prima selber Parkurs im Garten oder auf dem Bolzplatz aufbauen und stundenlang um Hütchen dribbeln, den ball hochhalten oder auch gegen ein Mäuerchen bolzen und den ball stoppen.

Kopfbälle tun auch nur dann weh wenn man sie falsch macht, auch das kann man trainieren. Erst mit einem Softball (wo muss ich treffen) und dann hin zu einem normalen Fußball - auch hoch halten. Wenn man selber auf den Aufprall(auch mit dem Gegner) gut vorbereitet ist, dann tut man sich dabei auch nicht weh.

Wenn dein Sohn wirklich richtigen Biss hat und das unbedingt noch lernen will, dann kannn er das auch!!

Mein Sohn ist übrigens Innenverteidiger und gilt als superzuverlässiger Spieler, der gerne gegen den älteren Jahrgang eingesetzt wird, weil der Knabe schon so groß ist.... Passt nicht wirklich zu Jammerlappen und Heulsuse, aber er kann halt wirklich gut den Gegner vom Ball fernhalten.


LG,

jenny
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jenny
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jutta
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Anmeldungsdatum: 15.05.2005
Beiträge: 4602
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 20.05.2011, 17:31
BeitragTitel:
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Die Tipps sind doch toll, damit kann er doch auch ausprobieren, ob er wirklich durch dieses Tal möchte.

Mein Sohn wäre allerdings untergegangen. Er spielt auf dem Schulhof Fußball, das reicht. Er ist auch empfindlich, sieht manchmal eher die Fehler anderer, mag im Team sein, aber lieber den Ton angeben, was eher nicht zu einem, der nicht so gut ist, passt. Seine Motorik reicht nicht für gutes Spiel (behaupte ich als Laie mal), er würde auch nicht gern kämpfen, oder doch, er würde es versuchen und jede Niederlage würde ihn verzweifeln lassen.... surprise

Was ist der Beweggrund, zu bleiben? Was sagt denn der Trainer? Mein Großer hatte damals zwei Trainer, der eine sah nur "Siegen, siegen" und der andere den Spaß am Spiel. Rate mal, wer dann die nicht so fitten Kinder eher zusehen ließ, wenn der andere nicht da war... dadurch wurden die noch weniger geschult und auch nicht besser. motz
Mein Sohn hatte damals nach einem Jahr schweren Herzens aufgehört, mit Judo angefangen und dann noch Voltigieren (mit Wettkämpfen) gelernt.

Es gibt viele Sportarten. Napoleon spielt in der Mannschaft beim Poolbillard mit. Da gibt es garantiert keine Rempeleien! green


Ihr werdet sicher etwas finden, und wenn es Tischtennis ist!

LG Jutta
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Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
Einstein (3/93) und Napoleon (3/99)
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tamy



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Anmeldungsdatum: 04.12.2010
Beiträge: 26
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: 06.06.2013, 21:19
BeitragTitel:
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hallo,

schwierige konstallation.
wie wäre es denn, wenn er nicht im verein spielen würde ?
dann ist der druck nicht so hoch und es geht um nichts.

bei uns gibt es an den meisten schulen fußball- AGs - oder einfach mit den kumpels spielen, auf dem schulhof oder eine freizeit - fußballclique gründen ?

lg tamy
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Syringa



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Anmeldungsdatum: 14.01.2012
Beiträge: 117
Wohnort: Elbflorenz

BeitragVerfasst am: 06.06.2013, 23:25
BeitragTitel:
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Hm, die Eröffnung des Threads und auch die letzte Antwort sind schon über zwei Jahre her. Im konkreten Falle raten kann man da jetzt, glaube ich, nichts mehr.

Es wäre aber interessant zu erfahren, wie sich der Junge letztlich entschieden hat und wie er mit der Entscheidung klar kommt Wink ...
_________________
LG, Syringa und Pfiffikus (03/08 )
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LiaJolée



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 26.01.2011
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 12.06.2013, 19:46
BeitragTitel:
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winkie

Ach ja, die Fußballzeit...

Sohn ist damals noch bis zum Sommer im Verein geblieben und hat dann entschieden, dass Fußball nicht sein Sport ist. Seit 1 1/2 Jahren spielt er jetzt mit Hingabe Tischtennis und fühlt sich dort im Team sehr wohl. Bolzen mit Freunden steht aber trotzdem noch hoch im Kurs.
Aber mittlerweile erkennt er, dass es nicht darauf ankommt, so zu sein wie andere (die meisten) und immer das zu machen, was andere machen. Er macht sein Ding, auch wenn das öfter mal als "uncool" gilt (z.B. Hauswirtschaft als Wahlpflichtfach wählen...) und ist dann aber wesentlich zufriedener. Außerdem ist da manchmal doch der ein oder andere Junge, der das auch gut findet oder er erntet sogar von den "harten Kerlen" Lob für seinen Eigensinn. green
_________________
Grüße
Lia
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Lia mit Sohn (*06/99)
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Alben, Auto, NES, Spiele, Sport



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