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Der alljährliche Schulbuch-Horror


 
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ripley



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
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BeitragVerfasst am: 21.06.2011, 13:23
BeitragTitel: Der alljährliche Schulbuch-Horror
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So.
In unserem schönen Bundesland (RLP) gibt es ja jetzt im zweiten Jahr die ach so schöne Schulbuchausleihe. Und wie letztes Jahr bin ich kläglich gescheitert, mit meinen Versuchen, uns bzw. den Junior dafür anzumelden.

Im letzten Jahr noch habe ich mir das "volle Programm" gegeben, bin telefonisch, per E-Mail und persönlich von Pontius zu Pilatus gelaufen und hab das dann irgendwie nach TAGElangem Aufwand hinbekommen, dass wir die Bücher doch noch bekommen haben. Gegen Leihgebühr natürlich (für kostenFREIE Bücher für ALLE Kinder hat das Land nicht genügend Geld; nur bei SEHR einkommensschwachen Familien ist die Ausleihe kostenfrei). Und natürlich musste ich Arbeitshefte immer noch im Handel kaufen.

Dieses Jahr nun dachte ich, ich hätte alles richtig gemacht. Hat auch nur einen kompletten Nachmittag gedauert, sich mit diversen Codes und Daten durch das super-duper-benutzerfreundliche Portal zu kämpfen.

Denkste! Wie ich vor zwei Tagen (weit NACH Ablauf der Anmeldefrist) erfuhr, ist Junior trotz meiner Bemühungen doch nicht angemeldet. Es lebe die Regierung samt ihrer bildungspolitisch ungemein großzügigen und hilfreichen Ideen!

Ich habe die Bücher jetzt komplett gekauft - Faxen dicke. Und Geldbeutel leer: Mit 435 € surprise war ich für dieses Schuljahr dabei (NUR Bücher und Schutzumschläge, keine Hefte, keine Blöcke, keine Patronen ...). Was Leute machen, die wie ich zu "doof" sind, dieses System zu durchblicken (und ich kaufe und erledige VIEL übers Net!) und sich das NICHT leisten können? Anschaffen gehen, vermute ich.

(Sorry, das musste raus. Bin immer noch genervt bis oben hin.)
_________________
LG
Ellen
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jutta
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Anmeldungsdatum: 15.05.2005
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BeitragVerfasst am: 21.06.2011, 14:17
BeitragTitel:
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Hallo ripley,

heißt das, ihr müsst euch anmelden, um Bücher gegen Leihgebühr zu bekommen? Was ist denn, wenn man das nicht schafft? Ich glaube nicht, dass Kinder, die nicht in den Genuss der Ausleihe kommen (warum auch immer), die dann alle kaufen müssen, oder doch?

Bin grad sehr irritiert. Wir bekommen immer Klassensätze verteilt. Es gibt auch noch Ersatz, für allerlei Fälle. Kaufen müssen wir nur wenige. (Atlas in der 5., Latein in der 6).

Ich kann mir das so gar nicht vorstellen, dass ihr Bücher nicht erhaltet, sondern darum schachern müsst.... surprise
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Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
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ripley



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 21.06.2011, 18:46
BeitragTitel:
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Hi Jutta!
Ich schreib einfach in Grün in Deine Fragen rein, ja?


heißt das, ihr müsst euch anmelden, um Bücher gegen Leihgebühr zu bekommen? Ja. Das grobe Procedere kannst Du hier nachlesen: http://lmf-online.rlp.de Wenn Dir das schon kompliziert vorkommt ... nein, Du kannst Euch ja gar nicht de facto anmelden. Aber DAS ist dann RICHTIG kompliziert. Wie gesagt, ich bin jetzt schon zum ZWEITEN Mal daran gescheitet. Und ich kann sogar auf der DB-Seite ohne Probleme Bahntickets ordern (das heißt doch was, oder?winkie )

Was ist denn, wenn man das nicht schafft? Dann kann man sich an die Kreisverwaltung wenden um "geholfen zu werden". Unnötig zu sagen, dass die drei Damen und Herren, die dort dafür zuständig sind, eigentlich andere Dinge zu tun haben und entsprechend "entgegenkommend" sind. Auch die Zentrale in Koblenz hilft - ein bisschen, telefonisch. WENN man jemanden an die Strippe bekommt... rolleys

Ich glaube nicht, dass Kinder, die nicht in den Genuss der Ausleihe kommen (warum auch immer), die dann alle kaufen müssen, oder doch? Doch

Bin grad sehr irritiert. Wir bekommen immer Klassensätze verteilt. Es gibt auch noch Ersatz, für allerlei Fälle. Kaufen müssen wir nur wenige. (Atlas in der 5., Latein in der 6). FREI gibt es bei uns gar nix. Außer man ist (s.o.) sehr arm. In der entgeltlichen Ausleihe kosten die Bücher 25% des Ladenpreises - PRO JAHR. Wenn nun ein Mittelstufenbuch (sagen wir Physik, Chemie oder Bio ) von der 7. bis zur 10. genutzt und ausgeliehen wird, kannst Du Dir die Ersparnis ausrechnen ...
Man kann auch immer nur ALLE Bücher für die jeweilige Klassenstufe ausleihen oder gar keines. Bücher von älteren Geschwistern nützen dann also nichts. Und Arbeitshefte, in die hineingeschrieben werden muss, müssen immer noch extra gekauft werden. So wie manche Bücher, die es eben DOCH NICHT in der Ausleihe gibt (frag mich, warum! Keine Ahnung.)
Und man muss JEDES JAHR AUFS NEUE den ganzen, unendlich langen und komplexen Anmeldeprozess durchlaufen.


Ich kann mir das so gar nicht vorstellen, dass ihr Bücher nicht erhaltet, sondern darum schachern müsst.... surprise Dann erfreue Dich des Luxus (Luxusses? Sieht noch komischer aus), den Ihr genießt! Gönne Dir und der Familie einen Kurzurlaub für 435 Euro und schimpfe nie wieder über EUER Bildungssystem.
Das, was HIER praktiziert wird, ist in meinen Augen absoluter Unsinn. Oder gewollt. Letzteres erscheint mir irgendwie inzwischen gar nicht mehr abwegig: Man macht ein "großzügiges Angebot" und legt dann die Hürden so hoch, dass jeder, der es sich nur irgendwie leisten kann, fürderhin ebenso entnervt wie dankend ablehnt. Et voilà - das Land hat viel Geld gespart!
Und irgendwann wird das "Angebot" dann "mangels Interesse der Zielgrupe" wieder zurückgezogen. Erinnert mich so ein bisschen an die ... hießen die "Bildungsgutscheine"? ... von Fr. von der Leyen: "Tja, wenn die Zielgruppe (Hartz-IV-Familien) sooo wenig Interesse hat ..."

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LG
Ellen
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morlis



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BeitragVerfasst am: 21.06.2011, 21:33
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@jutta: die Lernmittelfreiheit gibts nur in Ba-Wü, Bayern und NRW.
Wobei die hier in Ba-Wü auch schon ganz schön unterwandert wird, von wegen dieses Arbeitsheft und jenes... Atlas war von 1988 - also haben wir auch einen selbst gekauft (kann man aber sowieso immer brauchen), dann noch die Bitte der Schule, dass vom Doppeljahrgang möglichst viele ihre eigenen Bücher kaufen, weil in den Folgejahren ja nie mehr 6 Klassensätze gleichzeitig benötigt werden...

@ripley: habt ihr keine Schulbuchbasare, wo günstig die Bücher der höheren Jahrgänge verkauft werden? Oder gibts vlt. bei ebäh oder amazonien günstigere gebrauchte? Wird denn wenigstens drauf geachtet, Bücher zu wählen, die für 2 Klassenstufen verwendet werden können?
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joeymc
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BeitragVerfasst am: 21.06.2011, 22:18
BeitragTitel:
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@morlis:
Lernmittelfreiheit gibt es auch in Hessen, ich bin an meiner Schule dafür zuständig green Arbeitshefte (Workbook o.ä.) müssen allerdings auch angeschafft werden. Pro Schüler und Schuljahr haben wir je nachdem zwischen 20 und 30 Euro für alle Fächer und Bücher zur Verfügung, da könnt ihr euch vorstellen, wie die Bücher manchmal aussehen. Habe heute beim Einsammeln die - jetzt nicht mehr benötigten - Englischbücher Baujahr 1998 (nach 13 Jahren Dauergebrauch eigentlich nur noch als "ekelig" zu bezeichnen) in die Tonne getreten.
@ripley:
Wie bescheuert ist das denn???? tocktock Bei uns erhält jede Schule Gelder zugeteilt und schafft davon Bücher an (immer zu wenige), die dann kostenlos an die Schüler ausgeliehen werden.
Bei Beschädigung oder Verlust muss ein Buch natürlich ersetzt werden, aber ansonsten sind die Lernmittel eben frei. Tipp: Ich ersteigere für die LMF immer Einzelbücher zur Aufstockung bei e-Bay, da gibt es für 3-5 Euro + Versandkosten sehr gut erhaltene Exemplare aller gängigen Schulbücher - dass sollte deine Kosten doch reduzieren! daumen
LG
Joey
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jenny73



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BeitragVerfasst am: 22.06.2011, 06:48
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In Sachsen ist es auch etwa so, wie es Joey beschrieben hat. Manche von Leos Büchern werden nur noch durch unseren Umschlag zusammengehalten, aber immerhin erfüllen sie noch ihren Zweck.

Jenny
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jutta
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Anmeldungsdatum: 15.05.2005
Beiträge: 4602
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 22.06.2011, 08:11
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In Ordnung, nun weiß ich mein Bundesland mit seiner Lernmittelfreiheit neu einzuschätzen.

Ich dachte wirklich, dass es überall so ist... surprise
Irgendwo hatte ich mal von einer Seite gelesen, die sehr günstig Lehrbücher (gebraucht) anbietet... Lehrbücher.de??
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Franziska




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Beiträge: 916

BeitragVerfasst am: 22.06.2011, 09:13
BeitragTitel:
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Hallo Ripley,

das ist aber wirklich heftig. Das werden sich wohl auch viele Menschen, die nicht von Harz IV leben nicht leisten können.
Ich glaube, ich hätte den Schulbuchkauf verweigert.
Mich ärgert es ja schon, dass ich jedes Jahr pro Kind knapp 40,- Euro zahlen muss, während Harz IV-Empfänger die Bücher kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen und zusätzlich 100,- Euro pro Schuljahr und Kind erhalten...da geht es um das Prinzip, das offensichtlich den Gleichheitsgrundsatz ausser acht lässt. (Nicht das ich der Ansicht wäre, Harz IV wäre grundsätzlich zu hoch bemessen, aber ich glaube, arbeitende Bekannte von mir mit 6 Kindern auf dem Gym wären auch froh, wenn es ein wenig gerechter zu ginge...regelmäßig, an langen Schultagen in die Mensa gehen deren Kinder ebensowenig wie meine - zu teuer)
Von einem Bundesland zum anderen wird es dann eben noch etwas ungleicher gehandhabt.
Familien und vorallem Eltern, die ihren Erziehungsauftrag ernst nehmen, sind letztendlich Bundesländer übergreifend zunehmend die Dummen.
Ich frage mich wirklich, wann der Punkt erreicht ist, dass wir Eltern uns wehren.
Bei gut 400,- Euro erzwungener Investition, wäre ich wohl so weit, meine Zeit lieber damit zu verbringen, mich bei allen erdenklichen Stellen zu beschweren und einen "Aufstand" zu machen, statt nur brav zu arbeiten, um die Bücher meiner Kinder, samt Mehrwertsteuer, bezahlen zu können.

Naja, wahrscheinlich bin ich befangen - liegt wohl daran, dass ich mich nicht nur täglich über die Spritpreise ärger - ohne Auto ist mein Job nicht machbar - sondern mir letztens auch noch von einer Bekannten ("hochgebildete" Gutverdienerin ohne Kinder) anhören musste, dass ich die Bücherkosten der Kinder, Talentförderung, Klassenfahrten, Schulbustickets usw. doch sicher als Bildungskosten von der Steuer absetzen kann.
Nö - kann ich, trotz wirklich kompetener Steuerberaterin, nicht.

Das wäre ja geradezu familienfreundlich und ein Schritt zum Ausgleich.
Viel zu logisch, einfach, naheliegend und sozial, um politisch gewollt zu sein.


Gruß Franziska
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Steffi



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Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 22.06.2011, 09:20
BeitragTitel:
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Hallo,

auch ich komme auch Rhl-Pf und finde das mit der Ausleihe echt bescheuert. Anmeldung funktioniert nicht, Bücher dürfen nicht als Bücher benutzt werden, sollen ja wie neu zurückgegeben werden, Arbeitshefte müssen sowieso gekauft werden, .... (wie bereits beschrieben)
Auch ich werde unser Bücher fast alle so kaufen und brauche sie wegen Zwillingen auch noch doppelt. Habe es gestern auf dem Schulbuchbasar versucht und genau 2 Exemplare ergattert. Es wurde einfach nichts angeboten.

Ich versuche jetzt das eine oder andere noch über ebay zu bekommen.

Unser System ist echt sch..... und man könnte wiklich mit dem Bücherpreis einen Kurzurlaub mit der ganzen Familie machen.
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Steffi mit eineiigen Zwillingsjungs
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TAfel



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BeitragVerfasst am: 22.06.2011, 10:52
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@ ripley: bei solchen Ausgaben müssten wir unsere Kinder wahrscheinlich zur Adoption freigeben.

Spaß beiseite, in Berlin gibt es eine Grenze bei 100,-- €, die von den Familien selbst zu tragen ist. Es gibt jedes Jahr eine Liste an Büchern und Arbeitsheften, die die Schüler selber anschaffen müssen, den Rest stellt die Schule. An der Schule der Großen gibt es am vorletzten Schultag einen Bücherbasar, der aber nach meiner Erfahrung nicht so besonders gut funktioniert. Letztendlich habe für neue und gebrauchte Bücher 65,-- € ausgegeben. Ob es bei Sohn am Gymnasium auf eine komplette Neubeschaffung hinauslaufen wird weiß ich noch nicht.

Bei der kleinen Tochter an der GS haben sie einen Jahresbetrag von 35,-- € erhoben und dafür Bücher und Arbeitsmaterialien zur Verfügung gestellt, an der neuen GS werden es 55,-- € sein.

VG Tafel
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gr. Tochter (Jg. 98), Sohn (Jg. 01), kl. Tochter (Jg. 04)
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ripley



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Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 22.06.2011, 11:44
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TAfel hat folgendes geschrieben:
@ ripley: bei solchen Ausgaben müssten wir unsere Kinder wahrscheinlich zur Adoption freigeben.


Die Idee hat was. p
Aber: Was machen wir dann mit dem vielen Geld, das dann übrig ist? So viel Urlaub können wir gar nicht machen!

Nein, ernsthaft, ich muss ja zugeben, dass die exorbitante Höhe des Betrages AUCH (aber eben nicht nur) damit zusammenhängt, dass Junior den schnellen Zug besucht. Er kommt jetzt in die 8., anschließend in die 10. Der Stoff der 9. wird auf die anderen drei Mittelstufenjahre (eben 7., 8., 10.) verteilt.
Daher "durften" wir für das kommende 8. Schuljahr nicht nur Achte-Klasse-Bücher, sondern auch Neunte-Klasse-Bücher beschaffen. (Einige Achte-Klasse-Arbeitshefte hatten wir jedoch auch schon hier, schon im letzten Jahr gekauft und bereits in Benutzung)
Dennoch: Wenn ich mir die Buchpreise NUR für die Mittelstufenbücher anschaue (10.-Klasse-Bücher jetzt mal grob geschätzt), landet man in RLP, wenn man nicht ausleihen will oder kann (!), bei weit über 1000 €. Wieder: NUR für Bücher! Rest ist noch außen vor! Wie man das mit kleinen Gehältern stemmen will, weiß ich nicht.
Klar, Gebrauchte über die Amateurzone oder über Ibäh. Macht den Eltern Spaß beim bestellen (nee, eher nicht) und den Kindern vor allem dann, wenn es sich um eine andere Auflage handelt und S. 87 dann leider auf S. 93 ist. Oder Bangkok nach *ups* Südamerika verschoben wurde (echt wahr! ERDKUNDE-Buch! Ich hab gedacht, mich tritt ein Pferd!).
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Ellen
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jenny
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BeitragVerfasst am: 22.06.2011, 11:49
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Da frag ich mich auch, wo denn da die Gleichheit bleibt!! Aber da gibt es so einige Punkte wo ich die nicht feststellen kann. Das würde hier eindeutig zu weit führen ;)

Ich denke da läuft irgendwas oberschief! Schreib doch mal hier rein, was du brauchst, vielleicht findet sich ja über den privaten Austausch irgendwas.

Ich bin froh, dass hier (eigentlich) bei 30€ pro Kind Ende ist (allerdings kommen da auch immer noch Arbeitshefte und Lektüre dazu...) und musste heftig schmunzeln, dass wir als Schulbuch für das 2. Schuljahr eine Bibel kaufen müssen ;)

LG,

jenny
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Niveau ist keine Gesichtscreme und Stil nicht der obere Teil des Besens......

Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden.

jenny
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ripley



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Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 22.06.2011, 14:35
BeitragTitel:
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Jenny,
herzlichen Dank für das Angebot!
Aber ich persönlich HABE ja jetzt alle Bücher. Bin zu meinem Lieblingsbuchhladen gegangen, hab die Liste abgegeben ... und konnte eine halbe Stunde später alle Bücher sauber eingebunden abholen, samt nettem Plausch (und einem TB-Schmöker, den ich noch für mich gekauft habe. Der ging aber kostenmäßig extra green ).
Ein entsprechendes Schreiben, das mein ... Unverständnis zum Ausleihe-Procedere kundtut, habe ich auch schon an die - hoffentlich - Verantwortlichen geschickt. So gesehen, bin ich "sorgenfrei", "nur" einiges an Geld los.

Das Problem, das ich sehe: Bei UNS geht das, wir können einfach im Familienrat beschließen, dass wir die Bücher eben kaufen, wenn die Nerverei, Rennerei und die Hilflosigkeit angesichts der Ausleihe-Hürden uns zu groß werden. Andere aber? Genau DA liegt mein Problem! Das kann NICHT jeder (bitte nicht als Angeberi auffassen, ist nicht so gemeint).
Mir schwant dunkel, dass andere Eltern ein echtes Problem mit der Situation haben. Entweder sie geben mehr aus, als das Familienbudget verträgt ohne an anderen WICHTIGEN Dingen zu sparen, oder sie machen sich zum "Hansel", zum "Antragssteller", der auf die (Un-)Gnade von irgendwelchen Verwaltungsangestellten angewiesen ist, oder sie sammeln über Wochen hinweg im Net und auf Basaren gebrauchte Bücher ein, die dann ggf. auch nicht mehr auf dem "Klassenstand" sind ... oder sie halten die Schulzeit ihrer Kinder möglichst kurz. All das kann es aber in meinen Augen - und über den eigenen Tellerrrand hinweg geschaut - nicht sein. Weil, Du sagst es, die Chancengleichheit damit ad absurdum geführt wird.
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LG
Ellen


Zuletzt bearbeitet von ripley am 23.06.2011, 10:24, insgesamt einmal bearbeitet
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jojo



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 19.09.2009
Beiträge: 264

BeitragVerfasst am: 23.06.2011, 08:58
BeitragTitel:
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der reinste Horror!
Neben dem Beitrag von Tafel, der schon besagt, dass hier eine Obergrenze von 100,– pro Kind existiert, finde ich die Initiativen der einzelnen Schulen sehr bemerkenswert. Während unsere Grundschule leider noch darauf setzte, im einkommenstarken Bezirk diesen 100,– Euro-Etat locker zu überziehen und leider keine weitere Initiative startete, händelt es das Gymnasium ganz anders und in meinen Augen vorbildlich:

Es gibt hier jährlich die Bücherlisten, darauf die Bücher, die die Schüler dringend brauchen (es wären mehr Ausgaben als 100,–). Aber es gibt einen tollen schulinternen Ausleihfont, bei dem die teilnehmenden Eltern jährlich 60,- Euro einzahlen und das Kind dafür ALLE Bücher und Arbeitshefte für das Schuljahr direkt in der ersten Schulwoche erhält. Hinzu kommt, dass die Schule an dieser Stelle mit der Stadtbibliothek kooperiert, so dass sämtliche Bücher über das »Ausleih-Konto« der Bibliothek laufen, was in vierlerlei Hinsicht enorme logistische Vorteile für beide Seiten bietet. Persönlich würden wir bei Schulbuchausgaben von über 400,– definitiv kapitulieren müssen, aber auch so finde ich eine Buchausleihe hat viele hier bereits genannte Vorteile: es sind def. die richtigen Bücher, die das Kind dann hat und man hat sie nicht rumliegen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden usw. Hinzu kommt ja, dass es Lehrer gibt, die im/am Buch tatsächlich nur sehr unregelmäßig arbeiten, hätten wir das Buch kaufen müssen, hätte ich mich sehr geärgert....

Jedenfalls wäre das vielleicht auch bei euch mal ein lohnender Vorschlag: einen Bücherfont über die Schule zu organisieren.
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jojo (00/02)
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