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Wie konstant ist der Faktor "Verarbeitungsgeschwindigke


 
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keks2011



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 04.07.2011
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 04.07.2011, 18:43
BeitragTitel: Wie konstant ist der Faktor "Verarbeitungsgeschwindigke
Antworten mit Zitat

Ein herzliches Hallo in die Runde!
Es geht um unseren Sohn, derzeit 6 - im Oktober 7. Nachdem wir schon mit unserer Tochter (10 J.) einiges durch hatte, da sie für uns überraschend hb getestet wurde (Hintergrund war Verweigerungshaltung beim 1x1), hat sich immer wieder auch das Bild von unserem Sohn bei uns gewandelt.
Er war uns immer langsamer, verträumter als unsere Tochter vorgekommen. Laufen, sprechen etc. Weil relativ klein wurde er auch immer für jünger gehalten. Erst als uns sein sehr autarkes Wesen auffiel und er dann doch anfing mehr zu verbalisieren, fiel uns auf, dass er weiter ist, als es oft den Eindruck macht.
Kindergarten riet allerdings von Einschulung ab. Doch er wollte in die Schule (nach 2 Jahren Krippe, 3 Jahren Kindergarten) für uns auch verständlich.
Also haben wir ihn als "knappes" Kannkind eingeschult. Beidhändig, feinmotorisch nicht versiert.
5 Wochen vor Schulschluss wollte die Klassenlehrerin uns sprechen. Seit Wochen hatte er im Unterricht am Arbeitsplan kaum Aufgaben erledigt, Hausaufgaben in der Ganztagsschule auch nicht. Wir haben immer am Wochenende mühsam und oft mit Kampf nachgeholt.
Fazit / Empfehlung der Lehrerin: er soll - obwohl er leistungsmäßig die Klasse bestanden hat - die erste Klasse wiederholen. Sie erhofft sich, dass er so motivierter würde.
Wg. der Erfahrungen mit unserer Tochter und weil wir ihn zu Hause sehr anders erleben, als die Lehrerin ihn beschreibt, sagen wir spontan: bloß nicht wiederholen lassen. Also haben wir ihn nun auch getestet. Der Psychologe sagte im nachfolgenden Gespräch: Motivtion sei ein heikles Thema. Hawik iv: SV 115, WLD 117, AG 132, VG 91
Da er auch bei div. Fragen sich mit der Antwort zeitgelassen habe, konnten richtige Antworten in den ersten 3 Bereichen öfter nicht gewertet werden. Stift wechselte oft von links nach rechts, Konzentration eben nach Motivation da oder nicht da.
Der Bruch zu VG ist ja doch eklatant. Was sagt mir das für den Gesamttest?
Die Entwicklung unseres Sohns lief immer mit extremen Schüben. Heisst: oft wikte er für vieles wie im Winterschlaf und "plötzlich" konnte er Sachen von 0 auf 100. Aber immer nur Sachen, die er sich selbst gewählt / erarbeitet hat. Arbeitsberge sind ihm ein Greul, immer gleich Aufgaben werden abgelehnt.
Themen, die wir über unsere hb-Tochter kennen.
Was tun: wir überlegen Montessori Schule. Fragen uns, ob wir wg. der Kluft der Ergebnisse weitere Dinge abklären müssen. Und ob hb auch bei ihm ein Thema sein könnte, trotz des nun festgestellten IQs von 118.
Versteht mich recht: ich reiße mich nicht drum, dass es bei ihm genauso ist. Da er aber motorisch und auch sonst oft recht "langsam" war (Stottern, Lispeln, auch Krankengymnastik zur rechts/links Koordination) frag ich mich, wie aussagefähig der Test ist.
l, sofern nötig, ihn sinnvoll unterstützen.
Welche Ratschläge habt ihr?
Zu Montessori / Wiederholen lassen
weitere diagnostische Notwendigkeiten?
Aussagekraft HAWIK IV: vielleicht hat ja hier jmd. über mehrere Jahre Erfahrung mit den Werten....
...und sonst...

Lieben Dank in die Runde :)
Keks
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ripley



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 04.07.2011, 19:06
BeitragTitel: Re: Wie konstant ist der Faktor "Verarbeitungsgeschwind
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keks2011 hat folgendes geschrieben:
Er war uns immer langsamer, verträumter (...) vorgekommen. Laufen, sprechen etc. (...)
Seit Wochen hatte er im Unterricht am Arbeitsplan kaum Aufgaben erledigt, Hausaufgaben in der Ganztagsschule auch nicht. Wir haben immer am Wochenende mühsam und oft mit Kampf nachgeholt. (...)
Da er auch bei div. Fragen sich mit der Antwort zeitgelassen habe, (...)
Konzentration eben nach Motivation da oder nicht da. (...)
Der Bruch zu VG ist ja doch eklatant. Was sagt mir das für den Gesamttest?
(...)oft wikte er für vieles wie im Winterschlaf und "plötzlich" konnte er Sachen von 0 auf 100.
Arbeitsberge sind ihm ein Greul, immer gleich Aufgaben werden abgelehnt.

Da er aber motorisch und auch sonst oft recht "langsam" war (Stottern, Lispeln, auch Krankengymnastik zur rechts/links Koordination) frag ich mich, wie aussagefähig der Test ist.

weitere diagnostische Notwendigkeiten?


Wer einen rosa Elefanten im Wohnzimmer hat, neigt dazu, diese auch woanders zu vermuten. p
Vor diesem Hintergrund und auf Basis der von mir herausgegriffenen Sätze und Teilsätze Deiner Beschreibung würde ICH (Kind mit HB/ADHS) dazu tendieren, die Thematik ADS (wohl eher ohne H) mal anzusprechen - und sei es nur, um sie sicher auszuschließen.
_________________
LG
Ellen
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keks2011



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 04.07.2011
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 04.07.2011, 19:35
BeitragTitel: ADS
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...hatten wir auch beim Psychologen angesprochen. Da der Wert beim Arbeitsgedächtnis gleichzeitig so gut ist, meinte dieser, für ADS ergäbe sich hier kein Hinweis.
Aber irgendwo muss ein "Hemmschuh" sein. Und ich möchte nicht in das Fahrwasser kommen, ihn immer anzutreiben und dann Jahre später festzustellen, dass ihm einfach die "Werkzeuge" gefehlt haben.
Szenario: wg. Beidhändigkeit und generell verzögerter Motorik oder ähnlichem ist die VG besonders langsam.
Dann möchte ich ihm hier die Ressourcen bereitstellen, damit er "besser" werden kann.
ADS wird auch über Untersuchungen / Tests abgeklärt, richtig?
Gibt es andere Dinge, die es hilfreich wäre zu überprüfen / auszuschließen?
DAnke
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jenny73



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Anmeldungsdatum: 09.03.2011
Beiträge: 83
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: 04.07.2011, 20:39
BeitragTitel:
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Hallo Keks,

hat euch der Psychologe nichts geraten?

Bei uns war klar, dass die VG so nach unten ausbricht, weil die entsprechenden motorischen Fähigkeiten fehlen. Uns hat die Psychologin denn auch geraten, an der Motorik zu arbeiten, um die VG etwas anzuheben. Wir haben auch Tipps bekommen, das im Einzelnen umzusetzen:

- Spiele zur Sensorikschulung (Dinge auf den Rücken malen und raten, Moosgummibuchstaben tasten, balancieren), Lego oder andere Bausätze, Experimentierkästen je nach Interesse, Zaubererkasten
- Ergotherapie zur Entwicklung der Feinmotorik (es gibt dort auch spezielle Trainings zur Entwicklung der Händigkeit bzw. der Graphomotorik)

Du schreibst ja von "beidhändig, feinmotorisch nicht versiert". Würden deinem Sohn solche Tipps helfen?

Ob man ihn nun das Jahr wiederholen lassen sollte oder nicht, ist aus der Ferne schwer zu sagen. Wenn er den Stoff des Schuljahres eigentlich drauf hat, dürfte das Wiederholungsjahr ziemlich langweilig und demotivierend werden. Denn auch wenn er nach dem Testergebnis nicht hochbegabt ist, ist er doch ziemlich intelligent. Andererseits macht eine Versetzung in die nächste Klasse nur dann Sinn, wenn gewährleistet ist, dass er seine Schwächen dort auch noch "abarbeiten" kann. Das setzt das entsprechende Engagement der Klassenlehrerin voraus. Würde sie sich denn darauf einlassen, euren Sohn ins nächste Schuljahr mitzunehmen und ihn zu fördern, ggf. mit eurer Zusage, dass ihr eine Therapie startet?

LG

Jenny
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oesb
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 09.07.2007
Beiträge: 1534
Wohnort: Wankendorf

BeitragVerfasst am: 04.07.2011, 21:26
BeitragTitel:
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Hallo,
er hat das Klassenziel erreicht, also die Nächste bitte. Ich glaube nichts ist demotivierender als ausgeschlossen zu werden obwohl man fertig ist.
Die Arbeitsgeschwindigkeit ist bei unserer Tochter heute noch verlangsamt wenn sie das Thema nicht wirklich reizt, aber geht uns das nicht allen ein wenig so? Bei deinem Sohn fällt es auf, also ist da irgendwo ein Problem was angegangen werden muss. Meinst du wirklich das dies Problem platzt wenn er wiederholt? Eher doch das Gegenteil, da nichts neues kommt somit auch keine neuen Reize ausgesandt werden.
_________________
LG Oesb
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Moffi
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Anmeldungsdatum: 29.03.2005
Beiträge: 2070

BeitragVerfasst am: 04.07.2011, 21:28
BeitragTitel:
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HAllo Keks,
zu ADHS kann ich nichts sagen.

Ich habe allerdings auch einen Erstklässler, der den Wochenpläne, HA nur mit ziemlich viel Kampf erledigt... (Allerdings bin ich da inzwischen ziemlich schmerzfrei und mache halt jede Woche solange Druck, bis alles fertig ist.) Feinmotorisch ist er auch nicht so der Held, aber es geht, wenn er sich anstrengt.

Was ist den Dein Eindruck - liegt es denn jetzt wirklich an der Verarbeitsungsgeschwindigkeit, KANN er nicht, oder an der Motivation, WILL er einfach nicht?

M.a.W.: Kann er, wenn er mal beschlossen hat, zu wollen? ;)

Hat er wirklich solche Schwierigkeiten wegen der Feinmotorik/der unklaren Händigkeit, dass er mit keinem Wochenplan fertig wird, oder hat er bloß keine Lust? Arbeitet er angestrengt, aber eben zu langsam, oder schaut er in die Luft? Der Psychologe scheint die Schwierigkeiten ja auch eher bei der Motivation zu sehen, oder? Was sagt Dein Sohn denn selbst, warum er so langsam ist?

Bei uns ist es definitiv ein Motivationsproblem. ("Ich denke halt lieber an Star Wars.")

Die erste Klasse zu wiederholen scheint mir bei einem Kind, das das Klassenziel erreicht hat, irgendwie absurd zu sein, vor allem, wenn es tatsächlich nur die fehlende Motivation ist, aber auch sonst... Oder hat er noch andere (Verhaltens-)Probleme? Was will die LEhrerin denn damit erreichen? (Will sie ihn vielleicht nur loswerden?)

Montessori käme mir an Eurer Stelle (je nach Ausprägung der Pädagogik an der jeweiligen Schule natürlich) auch nicht so optimal vor. Die Montessori-Pädagogen, die ich kenne, neigen stark dazu, bei einem Kind, das nicht arbeitet, dann eben zu sagen "ist noch nicht so weit", "braucht noch Zeit" und das Kind dann erst mal sich selbst zu überlassen, jedefalls sehen sie es nicht als ihre Aufgabe an, dem Kind über irgendwelche Hürden, sei es der Motivation, sei es der Feinmotorik hinwegzuhelfen... Ich weiß nicht, ob das repräsentativ ist. Wäre es eine staatliche oder eine "freie" Montessorischule?

LG
Karin
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keks2011



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 04.07.2011
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 05.07.2011, 07:58
BeitragTitel: Motivation versus Motorik
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...die Arbeitspläne machen ihm wenig Spaß. Montags den Wochenplan vorgelegt zu bekommen ist für ihn wie ein Berg, von dem er das Gefühl hat, dass er den rein mengenmäßig nicht schaffen wird. Und immergleiche Aufgaben sind "langweilig".
Rückmeldungen sind so unterschiedlich, dass man meinen könnte, es sei von total verschiedenen Kinder die Rede.
Schule: verträumt, integriert sich nicht in die Klasse, steht auf, stört andere, weil er Gespräch sucht obwohl Unterricht läuft. Braucht 2 Stunden für 2 Zeilen. Keiner will Gruppenarbeit mit ihm machen. Wird immer als der Kleine gesehen. Anforderungen werden zurückgeschraubt und auch die von ihm dann nicht erfüllt. Unsere Beschreibung von seiner Eigenständigkeit und Unabhängigkeit (er hat sich unseren Ort schon vor Jahren "erobert" und organisiert sich alles was er braucht) empfanden die Lehrerinnen - gelinde gesagt - befremdlich.
Zeltlager: so eigenständig und autark. besser als die 8/9-jährigen. Unkompliziert, integriert, schlau und mit viel Sprachwitz. Verantwortungsvoll. Bereicherung für die Gruppe. Leistungsbereit (lange Wanderung) etc.
zu Hause: Ebenfalls sehr autark und selbstständig. Mithelfen etc. mal gut (wenn offen angefragt mit wenig Druck). Wenn zu kurzfristig, zu insistierend - jetzt aber mal - dann Stampfen, Wut, Zusammenbrechen. Nur ein gleichaltriger Freund. Aber in sich ruhend und zufrieden. Die großen Nachbarsjungs (12 u. 14) und deren Freunde holen ihn immer mal wieder ab, weil sie ihn gerne dabei haben.
Interessen / Lernen wollen: er beschäftigt sich andauernd mit etwas. Beobachtet, sortiert. Leitet Gesetzmäßigkeiten ab. Multipiziert, erarbeitet sich große Zahlen. All das immer alleine und zumeist ohne auch nur darüber zu sprechen. Seit wenigen Wochen geht es plötzlich um Sprachwitz: von 0 auch 100 landet er plözlich "Treffer" die ihm keiner zugetraut hätte, weil er immer relativ wenig gesprochen hat. Habe vorgestern (Zeltlager) mit ihm telefoniert und ihn rein sprachlich / stimmlich kaum erkannt. Wirkte 2 Jahre älter.
Freunde beschreiben ihn von klein immer gleich: der ist so ausgeglichen, in sich ruhend, so leicht zu haben. Braucht immer seine Rückzugsphasen aber irgendwie das unkomplizierteste Kind unter den Besuchskindern.
Vor diesem Hintergrund fürchten wir wg. der Schulverweigerung, dass er genau seine Ausgelichenheit und innere Zufriedenheit verlieren könnte. Noch geht er gerne zur Schule und nimmt den Druck wenig wahr. Fühlt sich - entgegen der Beschreibung der Lehrerinnen auch nicht ausgegrenzt.
Für sie ist aber klar, dass wg. seiner Isolation die 2te Klasse keine Option ist. Weil schädlich für ihn. Zusätzlich erhoffen sie sich, dass er beim Wiederholen - weil er dann die Inhalte schon kennt - lernt schneller und konsequenter zu arbeiten.
Wir fürchten, dass genau das Gegenteil eintritt: Frendgestellte Aufgaben macht er nur "schnell" und konsequent, wenn sie ihn interessieren. Nochmal hunderte Aufgaben im Zahlenraum von 0-20 zu rechnen etc erfüllt diese Anforderung kaum.
Angst, dass er sich bei Montessori vor jeder exteren an ihn herangetragene Anfroderung drückt haben wir schon. Hoffen gleichzeitig, dass die Chance, seine Aufgaben auch selbst auszuwählen sowie die altersgemischte Klasse gut für ihn ist.
Motorisch: Finger verkrampfen beim Stifthalten sehr. Strich immer fest und nicht locker. Schreiben strengt ihn an. Wäre der Kinderarzt Ansprechpartner für passende Ergotherapie?
... Was heisst die langsame Verarbeitungsgeschwindigkeit für den Gesamttest? Wirkt sich die auch auf die Teilergebnisse aus?
Vielleicht fällt Euch nach den Beschreibungen was auf / ein. Ich möchte einfach nicht, dass Schule zur Qual wird. Und ich erlebe ihn so oft "motiviert", dass ich einen Weg suche, dieses Potential auch in die Schule zu retten. Noch ein Jahr wie das letzte (egal ob 1. oder 2. Klasse) und er hat wahrscheinlich jede Lust verloren...
Danke Euch
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Moffi
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Anmeldungsdatum: 29.03.2005
Beiträge: 2070

BeitragVerfasst am: 05.07.2011, 12:01
BeitragTitel:
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Hallo Keks,
wegen der Stifthaltung/Ergotherapie würde ich sicherheitshalber den Kinderarzt ansprechen. Vielleicht kann sie die Ergotherapeutin das Ganze ja einfach mal anschauen, ob wirklich Therapiebedarf besteht, oder ob es nur ein typischen Jungsgeschmiere und -gekrakel ist... ;)

Ich habe mir jetzt Deine Beschreibung noch einmal durchgelesen, der Gedanken, dass Dein Sohn (Klassenziel erreicht, kein Leidensdruck beim Kind) die Klasse wiederholen sollte, kommt mir immer noch gruselig vor... Wahrscheinlich meint die Lehrerin es gut (der arme Kleine...), aber wenn er sich jetzt schon langweilt und unter den ständigen Wiederholungen leidet, dann wäre eine Klassenwiederholung für ihn doch katastrophal! Und wie will man ihm das denn erklären? "Du kannst zwar alles, aber die anderen mögen Dich nicht, weil Du ein Baby bist, also zurück in die Erste?" Das geht doch überhaupt nicht!

Eventuell wäre aber ein Wechsel doch eine gute Idee, allerdings eher in die Parallelklasse, bzw. gleich in eine andere Schule. Entscheidend scheint mir zu sein, dass die Lehrerin ihn für "zu klein" hält und daraufhin auch noch die Anforderungen zurückschraubt, und er auch von den anderen Kindern immer als "der Kleine" gesehen wird. Aus dieser Rolle kommt er in der Klasse sicher nicht mehr raus - dass er dann die heruntergeschraubten Anforderungen auch nicht erfüllt, ist auch kein Wunder.

Eventuell könnte man einen Klassenwechsel ja gerade mit der mangelnden Integration, die ja auch schon die Lehrerin bemerkt hat, begründen.

Die Montessorischule/Klasse müsste man sich genau ansehen und insbesonderen herauffinden, wie dort mit Verweigerung/absichtsvoller Trödelei und auch mit den feinmotorischen Schwierigkeiten umgegangen wird.

Macht er denn in seiner Freizeit irgendetwas "Anspruchsvolles" und wie sieht es allgemein mit seiner Anstrengungsbereitschaft aus? Wie ist denn sein Leistungsstand in Mathe und Deutsch?

lG
Karin




winkie
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TAfel



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 11.06.2008
Beiträge: 373
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 05.07.2011, 12:02
BeitragTitel:
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Hallo Keks,

bis auf die Beidhändigkeit und die langsamere Entwicklung erkenne ich eine große Ähnlichkeit mit meiner großer Tochter, die auch ähnliche Werte beim HAWIK hatte (AG 126, VG 97,gleicher Gesamt-IQ). Sie war ebenfalls lange Zeit für ihr Alter sehr klein (lag knapp über der 5%-Linie) Bei ihr stand immer wieder mal im Raum, ob es sinnvoll ist, eine Klasse zu wiederholen. Sie war bei den Wochenplänen fast immer zu langsam, die Hausaufgaben waren manchmal eine Qual. Besonders das zu Papier Bringen fiel ihr in den ersten beiden Jahren schwer. Sie hat sich oft mehr darum gekümmert, was die anderen machen als um ihre Aufgaben. Allerdings gab es nicht den Vorwurf, dass sie den Unterricht stört. Sie ist auch sehr selbständig und autark und war vor Beginn der Pubertät eher ausgeglichen. Sie hat Probleme mit der Rechtschreibung an der Grenze zur Legasthenie. In der Grundschule war sie in einer altersgemischten Klasse mit Jena-Plan-Pädagogik (auch Wochenpläne, Freiarbeit).

Die Zensuren hätten ein Wiederholen nicht gerechtfertigt (glatter 2er-Schnitt), aber ihre KL hatte sich wegen ihrer Langsamkeit und mangelnder Konzentrationsfähigkeit Sorgen gemacht, dass sie auf dem Gymnasium Schwierigkeiten bekommen würde. Wir waren mit ihr dann in der 6. Klasse (Berliner Besonderheit) erst bei einer Kinderpsychaterin und dann noch in einem SPZ, um ein ADS (Träumer-Variante) auszuschließen. Das ADS hat sie nach der Psychaterin in einer so leichten Form, dass sie es sehr gut kompensieren kann. Das SPZ hat ADS ausgeschlossen. Beide haben von einem Wiederholen der 6. Klasse abgeraten und zum Übergang aufs Gymnasium geraten. Wir sind diesem Ratschlag gefolgt und haben es bisher nicht bereut. Sie hat das erste Jahr erfolgreich hinter sich gebracht und hat mir vor einiger Zeit gesagt, dass sie mit der altershomogenen Klasse viel besser zurecht kommt, weil sie anderen nicht mehr soviel helfen muss. Ich habe auch den Eindruck, dass sie die Wochenpläne nicht vermisst. Ich emfpinde sie immer noch sehr motiviert, lediglich bei den Lehrern, wo die Chemie nicht stimmt, muss sie von uns etwas angestupst werden (betrifft nur 2 Lehrer, einer davon verlässt die Schule). Auch die organisatorischen Anforderungen hat sie bisher sehr gut gemeistert.

Das Problem mit den Wochenplänen gibt es auch bei den beiden jüngeren Kindern. Sohn ist eigentlich nur motiviert, wenn ihn das Thema interessiert. Außerdem ist er der Meinung, dass es reicht sich die Informationen im Kopf abzuspeichern. Er empfindet den "Schriftkram" in erster Linie lästig. Auch die kleine Tochter hat auf ihrem sonst sehr guten Zeugnis stehen, dass sie die Wochenpläne viel zu langsam bearbeitet, weil sie damit beschäftigt ist, den anderen Kindern Ratschläge zu geben oder zu schauen, was die anderen für Aufgaben haben etc. Von den altersgemischten Klassen haben alle drei allerdings auch in den ersten Jahren profitiert, da sie sich auch mit Aufgaben und Themen befassen durften, die eigentlich erst später dran waren. Im nächsten Schuljahr wird die kleine Tochter wegen Schulwechsel in eine altershomogene Klasse ohne Wochenpläne gehen. Wir sind sehr gespannt, ob sie damit besser klar kommt oder nicht.

Nach deinen Erzählungen würde ich einen Wechsel auf eine Montessori-Schule eher skeptisch sehen. Abklären würde ich an eurer Stelle auch, ob vielleicht ein ADS (Träumer-Variante) vorliegt. Zum HAWIK gibt es wohl auch geschwindigkeitsunabhängige Untertests, die nicht immer eingestzt werden und dann tatsächlich auch zu anderen Gesamt-IQ-Ergebnissen führen können.

Wenn das Problem mit der Geschwindigkeit und den nicht gemachten Hausaufgaben erst in den letzten Schulwochen aufgetreten ist, wäre auch eine Ursachenforschung, was in den letzten Wochen anders war, sinnvoll. Habt ihr einen guten Draht zu der KL oder habt ihr den Eindruck, dass euer Sohn schon bei ihr in der Schublade "armes, sehr kleines und junges Kind, das völlig überfordert ist" steckt? Gäbe es schulintern Möglichkeiten, die Rahmenbedingungen für ihn zu verbessern? Fühlt er sich in seiner Klasse wohl? Gibt es dort ähnlich tickende Kinder? Wenn er den Schustoff gut beherrscht bzw. seiner Altersklasse schon voraus ist, dann hört sich Wiederholen nicht nach einer guten Alternative an.

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Anmeldungsdatum: 29.03.2005
Beiträge: 2070

BeitragVerfasst am: 05.07.2011, 12:08
BeitragTitel:
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Noch vergessen: Ich glaube, es bringt Euch momentan nichts, die HB-Frage weiter zu verfolgen. Sicher kann der Test mangels Motivation nach unten verfälscht sein, vielleicht hat Euer Sohn Wochenpläne und Hausaufgaben einfach schon so satt, dass ihm schon die Lust vergeht, wenn er nur einen Stift in die Hand nehmen soll... ;) Aber selbst wenn eigentlich er HB sein sollte: ein Klassensprung käme ja (Junge, früh eingeschult, eher klein, feinmotorische Schwierigkeiten) sowieso nicht in Betracht, oder?

lG
KArin
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ripley



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BeitragVerfasst am: 05.07.2011, 14:09
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Eine - vielleicht dämliche - Zwischenfrage: Wochenpläne in der ERSTEN Klasse? Was ist der Sinn davon? Elternbeschäftigungstherapie? Okay, ja, ich sehe es ein, mit den Irrungen und Wirrungen moderner Grundschulpädagogik zu hadern ist sinnlos...

Keks, ich lese heraus, dass Dein Kind, mehr noch als andere, Probleme hat mit wenig strukturierten Arbeitsvorgaben. Noch mehr, wenn sie repetitiv sind und bereits Gekonntes widerkäuen bis zum Geht-nicht-mehr. Letzteres dürfte wenigen von uns fremd sein.
Man KANN sich jetzt mit der Schule anlegen. Nach meiner Erfahrung aber bringt das nichts. Also bleibt nur der Wechsel in eine andere Schule (mit allen Chancen, aber auch Risiken) und/oder Management der unschönen Situation.
Was erstere Option angeht: Nein, Montessori kann ich mir für den Klein-Keks auch nicht vorstellen. Ich habe den Eindruck, er braucht nicht mehr, sondern deutlich weniger Freiheit in der Gestaltung seiner Lernzeit. Also mehr Struktur als ihm seine jetzige Klasse/Schule bietet und VIEL mehr Struktur, als ihm Montessori böte.

Für die zweite Alternative würde ich mir (auch ein Erfahrungswert) Hilfe von außen hinzuziehen. Denkbar sind nämlich ganz unterschiedliche Schienen.
EINE Möglichkeit wäre, zuhause die Wochenpläne direkt nach Erhalt in sinnvolle "Packerl" aufzuteilen (erst mit weniger, dann mit zunehmend mehr Mitsprache des Kindes) und das Abarbeiten der Packerl schlichtweg einzufordern. Mit positiven Konsequenzen für Erledigung aber auch mit negativen Konsequenzen für Nicht-Erledingen (Privilegien-Entzug).
Eine andere Möglichkeit (die muss aber mit den Lehrern abgesprochen sein und SEHR überzeugend rüberkommen!) wäre paradoxe Intervention: Strategie "Du armes Kind bis ja mit den Aufgaben sooo überfordert, machste eben nur einen kleinen Teil, natürlich nur den leichtesten ...". Ja, so etwas KANN böse in die Hose gehen, deswegen spreche ich das mit Vorbehalt an. Es KANN aber auch dazu führen, dass das Kind sich auf den Hosenboden setzt und es "Euch zeigt". Et voilà!

Sprich mit dem Kinderarzt. Und/oder mit dem Kinderpsychologen. Evtl. macht es auch Sinn, eine Erziehungsberatung zu Rate zu ziehen.
_________________
LG
Ellen
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BeitragVerfasst am: 05.07.2011, 15:31
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@ripley: In den altersgemischten Klassen gibt es Zeiten für die Bearbeitung des Wochenplans (hier jedenfalls), da machen dann eben alle Kinder Wochenaufgaben, auch die 1.-Klässler. An der GS meiner Kinder war der Wochenplan auch nur insofern frei, dass die Kinder bestimmen durften, wann sie welche Aufgabe machen. Die Aufgaben selbst wurden von den Lehrerinnen vorgegeben. Wer vor Freitag fertig war, durfte sich dann selber eine Beschäftigung seiner Wahl suchen. Das stumpfsinnige Wiederholen des immer wieder gleichen Aufgabentyps gab es in den Wochenplänen eher selten. Und zumindest in den ersten drei Klassen waren die Hausaufgaben tatsächlich sehr individuell. Alle drei Kinder durften Seiten mit Wiederholungen zur Vertiefung auslassen, wenn für die Lehrerinnen klar war, dass sie es können. Sie haben schon gut darauf geachtet, dass es auch für die sehr fitten Kinder nicht langweilig wird. Der KL von Nummer 3 trauern wir daher jetzt schon nach.

VG Tafel
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Beiträge: 4602
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 05.07.2011, 17:08
BeitragTitel:
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Hallo keks,

vieles, was du über dein Sohn schreibst, kenne ich von meinem Napoleon auch. Wie immer ist es so, dass Eltern, die von bestimmten Diagnosen ihrer Kinder betroffen sind, auch vieles anders beobachten und auch manchmal einen (zu) sensibleren Blick in diese Richtung werfen. Verstehe mich bitte nicht falsch, ich kenne deinen Sohn ja gar nicht, aber ich möchte dir auch nicht vorenthalten, was wir kennen. Entscheide du.
Napoleon (der Name kommt nicht von ungefähr devil) ist in der 2. in eine Monteschule gewechselt, weil er die Aufgaben zu langweilig fand, rumtrödelte, träumte, auch mal Quatsch machte. Vergaß Materialien, spielte lieber mit dem Stift, anstatt zu schreiben.... Der Wechsel hat sich leider nicht als günstig erwiesen. Noch mehr Freiheiten, noch mehr Gelegenheiten, sich zu drücken (vor allem vor Schreibarbeiten), noch weniger Anforderung (er kann bestimmen).

Es hat alles nichts geholfen. Unsere KiÄ hat uns und den Lehrern Fragebögen mitgegeben und letztlich kam, nach einigen weiteren Untersuchungen, eine ADS mit der Träumervariante heraus. Er bekam eine Ergotherapie (wegen der auffälligen Schwäche in der Handmotorik), ein Konzentrationstraining, eine Reha (die habe ich veranlasst) und Medikamente. Heute geht es ihm viel besser.

Was mir aufgefallen ist, ist das hier:

Zitat:
Erst als uns sein sehr autarkes Wesen auffiel und er dann doch anfing mehr zu verbalisieren, fiel uns auf, dass er weiter ist, als es oft den Eindruck macht.

feinmotorisch nicht versiert.
Seit Wochen hatte er im Unterricht am Arbeitsplan kaum Aufgaben erledigt, Hausaufgaben in der Ganztagsschule auch nicht. Wir haben immer am Wochenende mühsam und oft mit Kampf nachgeholt.

Stift wechselte oft von links nach rechts, Konzentration eben nach Motivation da oder nicht da.
Der Bruch zu VG ist ja doch eklatant.

Aber irgendwo muss ein "Hemmschuh" sein.
Szenario: wg. Beidhändigkeit und generell verzögerter Motorik oder ähnlichem ist die VG besonders langsam.
Dann möchte ich ihm hier die Ressourcen bereitstellen, damit er "besser" werden kann.
ADS wird auch über Untersuchungen / Tests abgeklärt, richtig?

den Wochenplan vorgelegt zu bekommen ist für ihn wie ein Berg, von dem er das Gefühl hat, dass er den rein mengenmäßig nicht schaffen wird.

Finger verkrampfen beim Stifthalten sehr. Strich immer fest und nicht locker. Schreiben strengt ihn an.

All das spricht für eine mögliche ADS. Eine hohe AG-Leistung spricht nicht gegen eine ADS. In einer solchen, nicht üblichen 1:1 Situation ist die Motivation schon anders als sonst. Eine Testung dazu gibt es nicht, aber ganz viele Ausschlussdiagnosen. Was allerdings noch dazu aufgefallen ist, ist das hier:
Zitat:

Mithelfen etc. mal gut (wenn offen angefragt mit wenig Druck).
Wenn zu kurzfristig, zu insistierend - jetzt aber mal - dann Stampfen, Wut, Zusammenbrechen.
Nur ein gleichaltriger Freund.
Aber in sich ruhend und zufrieden.
Da er auch bei div. Fragen sich mit der Antwort Zeit gelassen habe, konnten richtige Antworten in den ersten 3 Bereichen öfter nicht gewertet werden.
Da er aber motorisch und auch sonst oft recht "langsam" war (Stottern, Lispeln, auch Krankengymnastik zur rechts/links Koordination)....
Beobachtet, sortiert.
Leitet Gesetzmäßigkeiten ab.
Multipiziert, erarbeitet sich große Zahlen.
All das immer alleine und zumeist ohne auch nur darüber zu sprechen.
Fühlt sich - entgegen der Beschreibung der Lehrerinnen auch nicht ausgegrenzt.

Gibt es andere Dinge, die es hilfreich wäre zu überprüfen / auszuschließen?



Ja, gäbe es. Ich möchte dich aber nicht in eine Ecke drängen, aber dieses Verhalten ist nicht nur typisch bei ADS (veränderte Wahrnehmung), sondern auch ganz typisch bei Aspergern. DAS hat mein Sohn nämlich auch noch dazu. Flöhe, Läuse und Zecken sozusagen. Und weil alles miteinander überlappt, vieles bei allem zu sehen ist, ist es sehr schwer, eine genaue Diagnose in einem Rutsch zu bekommen.

Auch eine Schilddrüsenüberprüfung könnte ein paar Dinge erklären, aber nicht die Menge, die da beschrieben ist. Die gehört zur ADS-Ausschlussdiagnose übrigens dazu. Was das Asperger-Syndrom angeht: Das erschreckt meist erst einmal. Aber es hat eben auch viele positive Seiten. Egal, was bei deinem Sohn letztlich noch vorhanden ist (oder auch nicht), er bleibt dein Sohn, so wie er ist, und hat einfach nur einen anderen Gehirnaufbau, die ihm die Fähigkeiten geben, vieles so einfach zu können, aber auch manches, das er einfach anders lernt.

Puh, das war aber jetzt viel. Ich hoffe, du bist noch wach und hast bis hierher durchgehalten? green

Ich wünsche euch gutes Gelingen, wobei auch immer und: Bitte nicht wiederholen lassen. Egal, was ihn hemmt, es wäre nicht mit einer Klassenwiederholung weg!

Lieben Gruß
Jutta
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Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
Einstein (3/93) und Napoleon (3/99)
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 291
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 05.07.2011, 19:39
BeitragTitel:
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Hallo Keks,
ich kann mich Jutta nur anschließen, bitte nicht wiederholen lassen. Wenn die Klassenlehrerin das als einzige Option sieht, würde ich ihn definitiv in eine andere Klasse oder Schule schicken. Die Motivation steigern zu wollen, indem man das Kind eine Klasse wiederholen lässt, die es geschafft hat, finde ich sehr seltsam. Vielleicht macht das Kind der Lehrerin einfach zu viel Arbeit. ADS auszuschließen ist immer ein langer Weg, aber wenn er in der Schule so gehemmt ist, sollte man alle Möglichkeiten in Betracht ziehen, um ihn zu helfen.
lG
Atti
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jenny73



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Anmeldungsdatum: 09.03.2011
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BeitragVerfasst am: 06.07.2011, 06:00
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Hallo Keks,

so wie du deinen Sohn jetzt beschrieben hast, kann ich ihn mir auch nicht als Wiederholer vorstellen.

Leo hat ja auch arge Probleme mit der Handmotorik. Wird auch wenn er sich bemüht nicht innerhalb der Zeitvorgaben fertig. Schrift kaum lesbar. Kunst das mit Abstand schlimmste Fach. Ich hatte Ende der 2. Klasse ein Elterngespräch, wo die KL meinte, Leo würde wegen seinen Problemen beim Schreiben in der 3. Klasse leistungsmäßig untergehen. Weil er im Tempo nicht mehr mithalten könnte. Eine Wiederholung der Zweiten hat sie nie zur Debatte gestellt, weil er den Stoff ja drauf hatte. (Leos Hochbegabung wurde erst im Lauf der 3. Klasse festgestellt.) Inzwischen hat er die Dritte gut geschafft. Das hat aber das oben erwähnte Engagement der KL erfordert. Sie hat ihm Zeit zugegeben, wohlwollend seine Schmierschrift entziffert, sucht immer, ihm auch Motorikübungen anzubieten, duldet ein Schreib- und Lesepult auf seinem Platz... So wie ich das sehe, könntet ihr auch einen solchen Lehrer brauchen.

Kommt denn ein Klassen- oder Schulwechsel in Frage?
Für eine Ergotherapie braucht man eine Verordnung vom Kinderarzt.

Jenny
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