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joeymc
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BeitragVerfasst am: 26.08.2011, 19:28
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@svea: habe mir deinen Link angeguckt - ich glaube, meine würden eher verhungern als ein Hüttenkäse-Nussbrötchen mit Gurke zu essen! ;)
Die sind mehr die Vollkorntoast mit Schokolade oder Fleischwurst -Fraktion... essen Die Variante, die immer geht wenn es sehr schnell gehen muss: Reiswaffeln und Apfel!
LG
Joey
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veni, lusi, fugi
(Ich kam, scherzte und floh - mein Sohn Nr 1 (mit damals 13) über die Schule und wech )
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Pitsidia
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Beiträge: 921
Wohnort: Rhein-Main

BeitragVerfasst am: 30.08.2011, 10:42
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Den Montag hätten wir überstanden. Problem ist EIGENTLICH das Zubettgehen - Haha, das wäre ja auch ein Wunder, wenn wir dieses Thema jemals lösen könnten. Männe macht jetzt manchmal mit ihm Autogenes Training, dann schläft er rel. schnell ein. Sorgen äußert er nicht, auch nicht auf Nachfragen oder mit Zeit am Nachmittag o.ä.

Abends WILL er nicht ins Bett, WILL nicht schlafen und morgens beschwert er sich, dass er so früh aufstehen muss - aber nur, weil er DESHALB so früh schlafen muss (wir haben 20.45 Uhr als Licht-aus-Zeit). Er behauptet, ALLE anderen 5.klässler dürften länger aufbleiben.

Ich glaube das zwar nicht, aber selbst wenn: vielleicht schlafen die dann gleich und machen nicht noch eine Stunde Zirkus? Vielleicht kommen die auch morgens besser raus?

Jedenfalls hat sich das Ganze jetzt auf gestern und heute verlagert, nachdem ich am Montag morgen schon drei Kreuze in den Kalender gemacht hatte...

Er solle sich doch irgendwas Schönes an dem Tag suchen und darauf aufbauen: GIBT`S NICHT!

Das Schlimmste ist, wenn er mal in der Schule ist, ist alles vergessen, wenn er wieder heimkommt, gibt´s kein Problem.

Wo ist der eigentliche Knackpunkt, ich komm nicht dahinter. Ich hab schon gesagt, wir bräuchten mal professionelle Hilfe - ein Psychologe? Habt Ihr damit Erfahrung? Ich weiß, selbst wenn wir jemanden hätten, er würde gar nicht mit hingehen.

Pitsdia
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Pitsidia
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Svea
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Beiträge: 4746
Wohnort: St. Olaf ;-) (BW)

BeitragVerfasst am: 30.08.2011, 11:56
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winkie

schau mal hier:

http://gedankengaenge.wordpress.com/2008/09/23/besser-schlafen-mit-melatonin-ein-erfahrungsbericht/

Svea
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Wer das Konzept der Unendlichkeit verstehen will, muss nur das Ausmaß menschlicher Dummheit betrachten.
Voltaire
Svea
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ripley



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BeitragVerfasst am: 01.09.2011, 09:01
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Pitsidia, aus Erfahrung kann ich Dir sagen, dass auch die Psychotante in der FAMILIE nichts am Problem des "ich will nix verpassen, daher möchte ich nicht schlafen gehen" ändert winkie

Klar KÖNNEN Sorgen oder Ängste dem zeitgerechten Einschlafen entgegenstehen. Das lese ich aber nicht aus Deinen Schilderungen heraus. Vor allem das Argument "aber ALLE Klassenkamerade dürfen doch ..." verweist für mich klar auf ein "ich probier das jetzt mal" hin.

Grundsätzlich sehe ich zwei Möglichkeiten, wie man auf diese Argumentation reagieren kann:

1) Man rufe im Beisein des Kindes 5 Klassenkameraden-Eltern an und frage dort nach, wie es gehandhabt wird. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden auch dort entsprechende Zeiten/Regeln gelten.
Diese Vorgehen weist aber auch substanzielle Schwächen auf: a) Es zeigt dem Kind, dass ich als Eltern nicht sicher bin in meinen Regeln und Vorschriften, mich auch erst mal rückversichern muss, b) was, wenn das Kind irgendwann fordert "ich gehe jetzt mal plündern und brandschatzen, machen die anderen auch alle" - und das IST auch so? (siehe London)

2) Meine bevorzugte Variante: "interessiert mich nicht, wie das in anderen Familien läuft, hier gelten UNSERE Regeln, die WIR für richtig und wichtig halten!"

Und, nein, man kann kein Kind zwingen, zu einer bestimmten Zeit auch wirklich zu schlafen. Bratpfanne überziehen verbietet sich ja ;) Oftmals ist aber schon das ruhige Liegen und dabei Ent_spannen die halbe Miete.

So, und jetzt erzähle ich einfach mal weiter, wie das bei uns gehandhabt wurde/wird:

Junior muss kurz vor halb 7 aufstehen. Ich glaube, bis zur 6. Klasse galt: Eltern haben um 20 Uhr "Feierabend" (mit genau diesem Wort), d.h. Kind geht dann Zähneputzen und begibt sich in sein Zimmer. Dort sind noch bis 20:30 ruhige, nicht-elektronische Beschäftigungen erlaubt (Lesen, Musik oder Hörspiele, Mathetüfteleien ...), um 20:30 gilt "Licht aus, Kind aus". KEIN "Ich muss jetzt aber noch was trinken", KEIN "Was ich Dir noch erzählen muss", KEINE sonstigen "Verzögerungstaktiken und -versuche. Eltern haben Feierabend, punkt! Kind wird bei erneutem Aufschlagen im Wohnzimmer postwendend wieder ins Zimmer geschickt - ruhig, aber konsequent.

Das Höchste der Gefühle, falls Junior mal nicht einschlafen kann, ist, dass er sich zunächst in MEIN Bett einkuschelt (dann zieht er halt um, wenn ich schlafen gehen will). Spätestens DAS funktioniert immer ;) - binnen Minuten ist er dort im Tiefstschlaf. (Macht er bis heute manchmal)
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LG
Ellen
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Pitsidia
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Beiträge: 921
Wohnort: Rhein-Main

BeitragVerfasst am: 01.09.2011, 09:56
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Ripley, das klingt wie "Du hast ja so recht!"
Zu Punkt 1: bin ich auch unentschieden, ich weiß, dass es bei manchen ähnlich "früh" ist, bei anderen später (dann schläft das Gör aber auch)...und als Sohn gestern in die Schlafdiskussion noch die Taschengeldvergleiche einbrachte, hab ich das Vergleichen abgebrochen. Andere sind anders, in jeder Hinsicht.

Punkt 2. sehe ich jetzt mittlerweile auch so. Wenn es Sorgen gibt, kann er die äußern, wir fragen, haben Zeit, hören zu.

Einzig der Punkt "wieder ins Bett schicken, ruhig aber bestimmt", funktioniert einfach dauerhaft nicht...ER GEHT EINFACH NICHT. Z.T. fängt er dann an, laut rumzujammern, tragen kann ihn keiner von uns mehr und spätestens nach 4x sind wir beide mit der Geduld so am Ende (weil ja jeden Tag...), daß einer ausflippt.

Morgens wenn er es "schafft" das Gleiche "ich steh nicht auf", "ich zieh mich nicht an" "ich ess nix" usw....heute hab ich gesagt "Dein Pech", ich hätte ihn auch auflaufen lassen, EINMAL muss er es doch durchstehen, die Bahn zu verpassen. Sonst ist das glaube ich nicht klar genug.

Gestern auf dem Elternabend erklärte die Lehrerin, die Kinder dürfen VOR und NACH einer Doppelstunde aufs Klo. Wenn jemand es wirklich nicht aushält, kann er sich überlegen, trotzdem zu gehen und dann aus seinem Lieblingsbuch eine halbe Seite abzuschreiben. Es gab ein wenig Diskussion, aber sie blieb so klar dabei...ich weiß nicht, ob ich das gut finde, aber sie hat Gründe genannt und die sind verständlich. Und auch da denke ich, geht es dann ja wohl irgendwann und auch der letzte geht vorher nochmal pinkeln.

Wahrscheinlich müssen wir jetzt einfach nur durchhalten, das klingt so nach ödem Routine-Job, aber ist unendlich zermürbend (und neidvoll höre ich andere Eltern sagen - "unser Kind ist abends so platt, legt sich hin, schläft sofort").

Danke, dass Ihr mein Dauergejammer ertragt...
Pitsidia
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Pitsidia
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TAfel



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Anmeldungsdatum: 11.06.2008
Beiträge: 373
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 01.09.2011, 10:08
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Hallo Pitsidia,

wir haben zwar keinen ganz so heftigen Morgenterror, ich kann hier aber das extrem unterschiedliche Schlafverhalten meiner drei Kinder beisteuern. Wir haben auch unsere familieninternen Regeln, wie es bei anderen aussieht, ist deren Sache. Das haben wir anscheinend auch so konsequent vermittelt, dass wir selten zu hören bekommen, was die anderen Kinder alles dürfen und unsere nicht.


Nr. 1 hat schon immer relativ wenig geschlafen, ohne das es ihrer Laune oder dem Aufstehen abträglich war. Sie ist im Alter deines Sohnes zwischen 20.30 und 21.00 Uhr ins Bett gegangen. Nach eigenen Aussagen, und das deckt sich mit unseren Beobachtungen aus ihrer Kleinkindzeit, liegt sie dann noch relativ lange wach, macht mit den Armen so eine Art Tai Chi Gymnastik, denkt sich Geschichten aus und schläft dann irgendwann. Sie wälzt sich dabei nicht hin und her, sondern liegt ganz ruhig auf dem Rücken. Mittlerweile liest sie oft noch ziemlich lange und schläft vermutlich oft erst gegen 22.30/23.00 Uhr ein. Da sie morgens wirklich meistens gut aus dem Bett kommt und auch nach der Schule munter wirkt, vermute ich, dass dieses Schlafpensum für sie reicht.

Nr. 2 (ähnliches Alter wie dein Sohn) möchte manchmal schon länger wach sein, wird aber in der Regel um spätestens 21.00 Uhr ins Bett geschickt. Allerdings glaube ich, dass er mittlerweile auch noch eine halbe Stunde länger wach bleiben dürfte. Er ist derjenige bei uns, der manchmal tatsächlich nicht einschlafen kann. Bei uns hilft dann auch, dass er in unserem Bett einschlafen darf und in seins wechseln muss, wenn wir schlafen gehen. Er wird demnächst einen ruhigeren, dunkleren und kühleren Schlafplatz bekommen, er scheint da empfindlicher zu sein als die anderen. Er wird meistens vom morgendlichen Lärm der Frühaufsteher wach, stellt sich aber sicherheitshalber trotzdem seinen Wecker und kommt dann auch ganz gut alleine in die Pötte.

Größtes Problem ist bei uns Nr. 3, die schon immer sehr ungnädig wurde, wenn sie zu spät schlafen gegangen ist. Sie hat mittlerweile den längsten Schulweg und muss um 6.00 Uhr aufstehen. Wenn sie erst nach 20.30 Uhr schläft, ist der Trödelstress am nächsten Morgen vorprogrammiert. Sie braucht dann ewig, um sich anzuziehen, schafft es nicht, sich direkt an den Früstückstisch zu setzen und versucht gerne, noch Ausruhzeit auf dem Sofa raus zu schlagen. Das Frühstücken funktioniert dann auch meist in Zeitlupe. Außerdem ist sie dann auch sehr weinerlich, was mit einer sehr unangenehmen Tonart verbunden ist, und haut sich dann gerne irgendwo an (Tür, Türschwelle, Leiter am Bett, Stuhl). Wir haben es in den letzten Ferienwochen versäumt, sie auf früher ins Bettgehen einzutakten und müssen uns in den nächsten Wochen in mehr Konsequenz und einer Straffung der abendlichen Abläufe üben. Pluspunkt bei uns ist, dass sie gerne zur Schule geht und ihre Freundin, die auch gleich um die Ecke wohnt, nicht verpassen will.

Unsere aktuelle Überlegung geht außerdem dahin, den Tisch abends schon weitgehend zu decken, um mehr Zeit fürs Anschieben von Kind 3 zu haben, solange das rechtzeitige Schlafen nicht klappt.

VG TAfel
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gr. Tochter (Jg. 98), Sohn (Jg. 01), kl. Tochter (Jg. 04)
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ripley



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BeitragVerfasst am: 01.09.2011, 12:21
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Pitsidia hat folgendes geschrieben:
(1) Einzig der Punkt "wieder ins Bett schicken, ruhig aber bestimmt", funktioniert einfach dauerhaft nicht...ER GEHT EINFACH NICHT. Z.T. fängt er dann an, laut rumzujammern, tragen kann ihn keiner von uns mehr und spätestens nach 4x sind wir beide mit der Geduld so am Ende (weil ja jeden Tag...), daß einer ausflippt.

(2) Wahrscheinlich müssen wir jetzt einfach nur durchhalten, das klingt so nach ödem Routine-Job, aber ist unendlich zermürbend (und neidvoll höre ich andere Eltern sagen - "unser Kind ist abends so platt, legt sich hin, schläft sofort").

(3) Danke, dass Ihr mein Dauergejammer ertragt...


Ich dreh die Reihenfolge mal um, ja?

ad (3) Jammer Du nur! winkie Was meinste wohl wie oft ich in den letzten Jahren in Versuchung war, mir einfach ein Schild um den Hals zu hängen "Wegen Übernervtheit geschlossen!". Es tut gut, ab und zu herumzujammern. Und wenn der eine oder andere dann vielleicht einen Tipp oder auch nur eine Perspektive beisteuern kann, mittels derer sich das Problem (leichter) lösen lässt - dann passt es ja!

ad (2) Ganz simpel - ja! "Einfach" "nur" durchhalten ...
Ja, das KOSTET Nerven, viele Nerven. Es ist schrecklich öde und sehr zermürbend. Und mit absoluter Sicherheit werdet Ihr, WENN Ihr Euch entschließt, das duchzuziehen, erst mal einige weniger entspannte Ehe-Abende haben. Aber, wenn ich da aus MEINEM Nähkästchen plaudern darf - es lohnt sich! Wirklich! Ich habe hier ja nun einen ADHSler, der seinerzeit, wann immer ihm was "quer kam", gar trefflich herumflippen konnte. Und Meister der Selbstbeherrschung bin ich auch nicht, dies nur nebenbei.
Aber je konsequenter, fester und cooler ich in meinen Anordnungen (ich wähle das Wort bewusst) geblieben bin, umso einfacher wurde es. Und ... das (auf den ersten Blick!) absolut Verrückte daran: Seit ich in vielen Dingen viel "strenger" bin als früher, habe ich plötzlich ein viel gelösteres Kind und eine viel bessere (!) "Mutter-Kind-und-zurück-Beziehung". Der "Trick" ist, dass ich mir erst mal die Angst oder das Unbehagen vor dem genau jetzt anstehenden Konflikt abgewöhnen musste, um dadurch "greifbarer", klarer und letztlich auch verlässlicher fürs Kind zu werden. In einem Bild: Die "Mauern", die ich dem Kind aufzeige, sind aus Stahlbeton, da KANN er dagegenrennen, aber meist entschließt er sich dagegen. WÄREN sie (noch) aus Labbergummi ... Du verstehst?

ad (1) ... bitte frag noch mal in die Runde, aber für MICH sieht das ("er geht einfach nicht") ganz klar nach Machtkampf aus. (ich renn dann mal gegen den Gummi und gucke mal da: Er gibt nach! Die KÖNNEN mich ja gar nicht zurück ins Zimmer bringen. Hach wie lustig!)
Ich für meinen Teil ziehe sowas notfalls durch. Dafür muss ich das Kind auch nicht unbedingt tragen, vor mir her drängen oder am Arm mitnehmen geht auch. Zu zweit übrigens noch besser.
Weniger physisch ... hm ...dem Kind klarmachen, dass Ihr Eltern wirklich Euren Abend für Euch haben wollt (das DARF ruhig so egoistisch formuliert sein, finde ich) und dass ab jetzt, für den Fall, dass dieses Bedürfnis korrumpiert wird, XY-Sanktion (Privilegienentzug) droht. Und das dann knallhart durchziehen. Achtung: Die Drohung resp. Sanktion muss unangenehmer sein, als das abendliche Elternaufmischen Spaß macht!

Um vollständig zu sein: Dies alles unter der Annahme, dass auch Ihr ein im Grunde gutes und liebevolles Verhältnis zu Eurem ansonsten völlig normalen Kind habt und es keineswegs ganztags im Hundezwinger bei sozialer Deprivation, Wasser, Brot und Prügeln haltet. devil
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BeitragVerfasst am: 01.09.2011, 16:23
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oh ja, das Zubettgehen, unsere frische 5-Klässlerin hat damit auch schon immer ein Problem.... Da ich nicht sehr kontrolllustig bin, merke ich oft erst wenn ich ins Bett gehe (22:00) , und Licht unter ihrer Tür durchschimmert, dass sie noch am Schreibtisch/auf dem Boden sitzt oder liest.... Die Regel ist eigentlich klar: Um 20:00 wird Gutenacht gesagt, Zähne (sind im Idealfall schon) geputzt und los gehts ins Bett.
Ihre Argumente sind meist, wenn sie nicht genug vorher Spielen und Lesen könne, dann könne sie nicht schlafen. Dann verschiebe ich ein paar Tage die Zubettgehzeit schon auf 19:30, damit dann nach 2 Stunden wirklich Licht aus ist. Eigentlich wäre das Dauerhaft der richtige Weg, aber das kriege ich meist nicht hin.
Morgens um 6:30 zu müde. Hm, der Große kriegt das besser hin, manchmal liest er bis 23h, an anderen Tage fühlt er deutlich seine Müdigkeit un dhat um 20:30 das Licht aus.
jojo
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Pitsidia
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BeitragVerfasst am: 06.09.2011, 10:10
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...so, Status hat sich etwas verbessert. Es gibt immernoch VIIIIEL Genörgel und Gemotze, alles schlimm, nichts ist gut usw.

Heute zum ersten Mal ohne Geschimpfe Aufstehen, Anziehen, Frühstücken, Zähneputzen, selbst Klogang...Es war ein Traum.

Mittlerweile ist mir klar, dass es ein erneutes Ausmessen der Machtverhältnisse ist.

Ihm muss klar werden, dass er viiiiel unnötige Energie verbraucht für Dinge, die gar nicht so groß, schlimm und überwältigend sind. Und dass ein Tag umso schöner wird, je weniger man den negativen Dingen Gewicht gibt (mußte ich selbst mit fast 40 erst lernen rolleys ).

Und wir Großen müssen uns an 2 Dingen festhalten: Geduld und Konsequenz. Du hast recht, Ripley, es geht doch irgendwie, ich komme mir total blöd vor, etwas 30 Mal zu wiederholen, aber es klappt besser, als wenn ich beim 3. Mal anfange, hysterisch rumzuschreien und Dinge anzudrohen, die ich gar nicht durchziehen kann green

Der Papa kommt oft verzweifelt zurück mit einem "...dann halt nicht". Da hab ich jetzt auch kapiert, dass Sohni dann denkt "GEWONNEN!" und die beiden sich auch genau so fühlen. Das ist echt noch ein Problem...ich hab wohl doch 3 Kinder, das "Älteste" lebt nach dem Motto "Der Klügere gibt nach". Das führt halt nicht in jeder sozialen Beziehung zu den erwünschten Ergebnissen...

Das war mal mein Wort zum Dienstag
holla
Lieben (heute entspannten) Gruß
Pitsidia
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Pitsidia
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ripley



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Anmeldungsdatum: 15.05.2010
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BeitragVerfasst am: 06.09.2011, 10:57
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*kicher*

Ich muss gerade an den Tag denken, an dem mein damals vielleicht zweieinhalbjähriger Filius beschlossen hatte, er bräuchte jetzt keinen Mittagssschlaf mehr.
Aus verschiedenen Gründen hielt ICH jedoch das Einhalten einer mittäglichen ... zumindest RUHEzeit für unabdingbar.
Und so begab es sich, dass Klein-Junior aus dem Bettchen krabbelte ... und ich ihn wieder in selbiges hineinschaffte. Einmal, zweimal, dreimal ...

...
...

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich akkurat gezählt habe, habe ich an diesem Nachmittag doch so ziemlich alles an Emotionen durchlebt, was man als Mutter so durchleben kann. Aber alles in allem ist er wohl 26 mal aus Bett und Zimmer RAUSgehopst ... und ich habe ihn 27 Mal wieder zurückgebracht. Die letzten 10 bis 15 Mal übrigens mit einer für mich eher untypischen stoischen Ruhe.

Danach was das Thema durch - Junior konnte sich fürderhin ganz PRIMA mittags seiner Ruhe hingeben. Und die brauchte er tatsächlich, glaubt es einfach.
_________________
LG
Ellen
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