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June Sponsor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.09.2007 Beiträge: 281 Wohnort: Schleswig-Holstein
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Verfasst am: 11.09.2011, 14:21
Titel: Karteikastensystem |
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Hallo,
kennt jemand dieses System und kann mir sagen, ob die Anschaffung sich lohnt?
http://www.han-online.com/microsite_2619/lernkasten.html
Ich habe für J. bei Jako-o den einfachen Kasten bestellt und dann entdeckt, dass es da ein ganzes Lernsystem gibt, für Vokabeln z.B.
Ich würde mich über Erfahrungen freuen!
Viele Grüße
von June _________________ mit J. (11/01) auf dem Gymnasium und S. (6/05) in der Grundschule
June |
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oesb Sponsor 2010/2011

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.07.2007 Beiträge: 1535 Wohnort: Wankendorf
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Verfasst am: 12.09.2011, 07:44
Titel: |
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Hallo June,
unsere etwas veraltete Info (war vor ca. 10 Jahren aktuell) ist, dass die Lernsysteme gut sind, man sie sich aber mit 3 Abtrennern gut selber bauen kann. _________________ LG Oesb
mein Steckbrief
Bitte beachtet auch die Stammtischdaten für Hannover! Immer der erste Sonntag im ungeraden Monat!!! |
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ripley
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.05.2010 Beiträge: 912 Wohnort: RLP
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Verfasst am: 12.09.2011, 08:49
Titel: |
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Stolzer Preis ...
Wir machen das günstiger: Man nehme eine Teebeutel-Box mit mehreren Abtrennungen (gibt's oftmals günstig im Angebot), und fülle sie nach und nach mit ganz normalen Karteikarten. (Immer noch teuer genug, die Dinger.)
Gekonnte Karten wandern auch bei uns nach und nach weiter hinter. Haben wir für Englisch und Latein.
Sehr zu Juniors Kummer müssen die Vokabeln aber immer noch gelernt und wiederholt werden.  _________________ LG
Ellen
Zuletzt bearbeitet von ripley am 12.09.2011, 15:30, insgesamt einmal bearbeitet |
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Tar-Miriel Sponsor 2010/2011

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.03.2005 Beiträge: 5260 Wohnort: Südhessen
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Verfasst am: 12.09.2011, 13:54
Titel: |
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Hallo June,
das geht wirklich mit jedem normalen Karteikasten genauso und Phase 6 arbeitet nach dem gleichen Prinzip. Klar, sieht natürlich schöner aus, aber schön allein reicht leider nicht.
Das beste oder auch teuerste System nutzt nämlich nichts, wenn man es nicht wirklich täglich nutzt. Leider übernimmt das System die tägliche Erinnerung nicht, die nimmt uns leider keiner ab. Die Kinder, die selbständig an ihre Vokabeln denken und damit gut lernen könnten, brauchen diese Systeme eigentlich nicht.
Dann doch lieber den fertig gedruckten Kasten zum Schulbuch und ein ganz einfacher Karteikasten (wenn überhaupt). Hat den Vorteil, dass die Vokabeln auch korrekt geschrieben sind.
Liebe Grüße
Tar-Miriel, die mittlerweile leidgeprüft ist und hofft, dass wenigstens die Jüngste ein Selbstläufer in Sachen Vokabeln wird.  _________________ "Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht." - Aus Sambia
Tar-Miriel |
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June Sponsor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.09.2007 Beiträge: 281 Wohnort: Schleswig-Holstein
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Verfasst am: 12.09.2011, 15:56
Titel: |
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Hallo!
Vielen Dank schon mal für Eure Meinungen!
Das System besteht wohl darin, dass die gekonnten und die nicht gekonnten Karten in bestimmter Weise in 20 Fächer geordnet werden, die täglich so rotieren, dass man die nicht gekonnten immer wieder wiederholt, die anderen in bestimmten Abständen.
Hmmmm.
Noch schreiben "wir" die Vokabelkärtchen selber, meint Ihr - speziell Tar Miriel - dass die gedruckten tatsächlich besser sind?
Ich habe den Eindruck, das Selbstgeschriebene bleibt besser sitzen.
Heute ist der erste Elternabend, vielleicht bekommen wir ja da auch noch Tipps.
J. ist jedenfalls zu den Kärtchen deutlich besser zu motivieren als zum Lernen aus dem Vokabelheft.
Viele Grüße
von June _________________ mit J. (11/01) auf dem Gymnasium und S. (6/05) in der Grundschule
June |
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Tar-Miriel Sponsor 2010/2011

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.03.2005 Beiträge: 5260 Wohnort: Südhessen
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Verfasst am: 12.09.2011, 19:02
Titel: |
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| June hat folgendes geschrieben: |
Noch schreiben "wir" die Vokabelkärtchen selber, meint Ihr - speziell Tar Miriel - dass die gedruckten tatsächlich besser sind?
Ich habe den Eindruck, das Selbstgeschriebene bleibt besser sitzen.
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Sinnvoll ist die Nutzung nur, wenn man beim Lernen die Worte immer auch schreibt. Der Vorteil ist, dass man sich keine falsche Schreibweise einprägt, wenn man wieder und wieder das korrekte Original vor Augen hat.
Ich spreche da aus leidvoller Erfahrung mit meinem Großen, der mit katastrophalen Rechtschreibkenntnissen aus der Grundschule kam und mühsam lernen musste, dass Rechtschreibung durchaus sinnvoll ist.
Er war das Produkt von "Konfetti", einem System, bei dem Lesen durch Schreiben gelehrt wurde und bei dem die Eltern um Gottes Willen die ersten beiden Jahre die Rechtschreibung nicht korrigieren durften, um den Lernprozess nicht zu stören...
Wäre vielleicht gut gegangen, wenn nach zwei Jahren eben kein Lehrerwechsel gekommen wäre - wer weiß...
Jedenfalls hat er sich bis zum Schulwechsel auf Gymnasium ausreichend falsche Schreibweisen eingeprägt bzw. überhaupt keinen Wert auf die korrekte Form gelegt. Da ich fast jedes Kärtchen korrigieren musste, war es sinnvoller die Dinger gleich selbst zu schreiben bzw. ihm half das Lernprogramm zum Schulbuch dann doch mehr.
Er hasst es allerdings heute noch Vokabeln zu lernen.
Ich jedenfalls kann mit jeder Methode mit meinen Kindern erfolgreich mitlernen und wundere mich immer wieder, wieviel ich doch aus meiner Schulzeit behalten habe ohne solch netten, teueren Schnickschnack besessen zu haben. Oft genug habe ich den Großen einfach so lange abgefragt, bis er sie konnte, denn er lernt hervorragend auditiv. Ich selbst brauchte oft keine Liste mehr, weil ich sie auswendig konnte bevor er sie konnte.
Mir reichte glücklicherweise früher eigentlich immer die Vokabelliste im Buch während der Straßenbahnfahrt zur Schule und ich kann mich eigentlich nicht erinnern jemals exzessiv Vokabeln geschrieben zu haben, von Kärtchen mal ganz abgesehen.
Trotzdem viel Erfolg - ich hasse Vokabeln!!!
Liebe Grüße
Tar-Miriel _________________ "Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht." - Aus Sambia
Tar-Miriel |
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hummel05
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 31.05.2011 Beiträge: 15 Wohnort: Westthüringen
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Verfasst am: 18.09.2011, 01:21
Titel: |
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Hallo zusammen,
als Sprachlehrerin in der Erwachsenenbildung und studierte Dolmetscherin/Übersetzerin möchte ich mal meinen "Senf" dazugeben.
"Vokabeln lernen" halte ich für eine höchst mühsame und genausowenig motivierende wie effektive Methode. Niemals würde ich meinem Kind das antun! Die Kleine ist jetzt knapp 6 Jahre alt und beherrscht z.Z. schätzungsweise 10000 Wörter Deutsch, je 1000 Wörter Schwedisch und Slowakisch und etwa 200 Wörter Englisch. Die hat sie alle in spielerischer Form "aufgeschnappt".
Wenn Vokabeln lernen wirklich nötig wäre, müsste jedes Baby bzw. Kleinkind es zum Erlernen der Muttersprache tun. Ich jedenfalls habe noch nie ein Zweijähriges vor einem Karteikasten oder einem Vokalbelheft gesehen. Und wie erfolgreich sind doch unsere Kleinen trotzdem! Ich selbst habe etwa 10 Sprachen ganz ohne diesen Stress gelernt. Wie?
Die "Vokabeln" sollte man immer wieder auf natürliche Weise verwenden, d.h. Sätze damit LESEN (Texte zu spannenden Themen, welche, die man auf Deutsch auch lesen würde - Bilder wirken unterstützend - das Internet ist voll von Material) - HÖREN (besonders wichtig, vor allem für Kinder, die noch nicht lesen können) - SPRECHEN (oder Singen/Tanzen/Schreien...) und SCHREIBEN.
Diese Sätze müssen persönlich auf den Lerner zugeschnitten sein, so dass er sich dadurch angesprochen bzw. emotional berührt fühlt. Ideal ist, wenn sich der Lerner vor Lachen den Bauch hält.
Bei mittelmäßig Begabten muss jeder Satz bis zu 8-mal durch den Kopf hindurch, bis er sitzt. Diese Sätze dienen gleichzeitig als Gerüst bzw. Muster, um ähnliche zu bilden, so dass auch das aktive Sprechen und Schreiben verbessert wird.
Ein muttersprachlicher Mailfreund lässt übrigens jedes Pauken überflüssig werden.
Wenn es schon Karteikarten sein sollen, dann probiert doch mal folgendes Spiel mit der ganzen Familie oder Clique:
1. Karteikarte mit der "Vokabel" beschriften, darunter einen kurzen Satz bilden. Platz lassen für weitere Ideen. Rückseite mit der deutschen Übersetzung beschriften. Bei mehreren Schülern kann ja jeder einen Teil beitragen.
2. Wenn man 30-40 Karten beisammen hat, werde alle als Spielfeld mit der fremdsprachigen Seite nach oben auf den Tisch gelegt. Dann wird reihum gewürfelt.
3. Wer dran ist, übersetzt die Karte und dreht sie um. Fällt jemandem ein neuer Satz dazu ein, wird er notiert. Kann der Spieler die Karte nicht übersetzen, wird sie nicht umgedreht. Im Lauf des Spiels kommt es dann natürlich zur Übersetzung in die Fremdsprache.
4. Vor jedem Spielen fertigt jeder 7 neue Karten an. Langweilig gewordene Karten werden aus dem Spiel entfernt.
Ich hatte mal 3 Gymnasiastinnen (11. Kl.) mit katastrophalen Englischkenntnissen in meinem Kurs. Die eine sagte zu mir: Frau K., wenn auch nur eine Lehrerin in der Schule mal mit uns so gearbeitet hätte wie Sie, dann wären wir jetzt Ski fahren und nicht hier im Kurs.
Immer wieder begegnen mir Leute, die schwer demotiviert sind vom leider immer noch praktizierten vorsintflutlichen Sprachunterricht. Dabei ist heute das Hirn so gut erforscht, und die Methoden und Lehrmittel sind schier unerschöpflich. Ich versteh es einfach nicht...
In meinem Unterricht sind 99% der Leute sehr gern und haben Erfolg. Dabei hab ich nicht mal ansatzweise Pädagogik studiert.
Ich hoffe damit dem einen oder anderen von Euch geholfen zu haben. _________________ *******************
Liebe Grüße,
hummel05 |
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Moffi Sponsor 2010/2011
Anmeldungsdatum: 29.03.2005 Beiträge: 2070
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Verfasst am: 18.09.2011, 09:42
Titel: |
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Hallo Hummel,
das würde halt bedeuten, dass man den gesamten Sprachunterricht für seine Kinder selbst übernimmt, wobei man auch noch für die entsprechenden Sprachen das Material selbst zusammensuchen müsste, und zwar für jedes Kind extra, weil auf seine Interessen zugeschnitten.
Dafür habe ich einfach keine Zeit.
lG
Karin |
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ripley
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.05.2010 Beiträge: 912 Wohnort: RLP
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Verfasst am: 18.09.2011, 10:25
Titel: |
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Ich finde Hummels Ansatz schön.
Ob er im Rahmen Schule überhaupt umsetzBAR ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Tatsache ist jedoch, dass er nun mal nicht in Schule umgesetzt WIRD. Da werden nach wie vor Vokabeln und nicht gleich Sätze aufgegeben ... und auch als HÜ abgefragt.
Mit lebendigen Sprachen kann man zuhause durchaus einiges in Hummels Richtung machen. Junior spielt englische PC- und DS-Spiele, ich selbst lese meine Belletristik meist auf Englisch, dann "habe ich länger" am Buch und halte gleichzeitig meine Sprachkenntnisse aufrecht.
Spätestens bei Latein (oder wohl auch Altgriechisch, aber da kenne ich mich nicht aus) geht das aber nicht mehr. Die alten Sprachen werden als "Einbahnstraßen" vermittelt. Diese Sprachen HÖRT man nicht mehr und es wird (leider) auch nie von der Mutterprache in die ("tote") Fremdsprache HINEIN übersetzt bzw. sich in die Sprache HINEINgedacht. Immer nur die andere Richtung - AUS der Fremdsprache HERAUS in die Muttersprache. Außer man lebt, arbeitet und spricht im Vatikan. Aber wer will das schon?
Sehr schade, finde ich. _________________ LG
Ellen |
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joeymc Sponsor 2010/2011

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.09.2009 Beiträge: 1539 Wohnort: Hessen
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Verfasst am: 18.09.2011, 14:04
Titel: |
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| Zitat: |
| Tatsache ist jedoch, dass er nun mal nicht in Schule umgesetzt WIRD. Da werden nach wie vor Vokabeln und nicht gleich Sätze aufgegeben ... |
Das ist nicht ganz war! Ich als Englischlehrerin halte die Kinder dazu an, die Vokabeln im KONTEXT zu lernen - und die Englisch(Französisch)bücher bieten das im Vokabelteil ja auch an, zu fast jedem Wort steht in der 3. Spalte ein Beispielsatz. Und so kann man Vokabeln im Lückentext auch kontextorientiert abfragen - ist allerdings VIEL MEHR Arbeit für den Lehrer, sowohl bei der Vorbereitung als auch bei der Korrektur, und da ist im normalen Schulalltag eigentlich keine Zeit - ich habe mit meiner 2/3 Stelle schon fast immer eine 50-Stunden Woche, die Vollzeitkollegen haben entsprechend mehr (wenn sie ihren Job ordentlich machen), und so bleibt eben manches auf der Strecke...
Aber als Mutter zu Hause kann man damit sehr schön arbeiten, wir machen z.B. aus soviel wie möglichen der neuen Vokabeln (Nonsens)-Sätze:
The reporter was disappointed by the penalty the goalkeeper had kicked.
The tiring goalkeeper became a referee because of his behaviour in the last century.
(Beides aus Vokabeln der ersten beiden Seiten des Vokabelteils von Red Line 3)
LG
Joey _________________ veni, lusi, fugi
(Ich kam, scherzte und floh - mein Sohn Nr 1 (mit damals 13) über die Schule ) |
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Sigiruna Sponsor 2010/2011
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.04.2006 Beiträge: 898 Wohnort: nicht mehr Nordfriesland!!!!
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Verfasst am: 18.09.2011, 16:58
Titel: |
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@ ripley
Latein (und übrigens auch Altgriechisch und andere "tote" Sprachen) kann man ganz ausgezeichnet ohne Vokabelhefte oder -kärtchen lernen. Man muss eine Vokabel nur oft genug im Wörterbuch nachschlagen. Dann bekommt man auch eine gewisse Flexibilität, weil man nicht mehr nur die drei Bedeutungen auswendiglernt, die im Schulbuch stehen, sondern selbst darüber nachdenkt, wie die Grundbedeutung am besten in den Kontext passt.
Der Nachteil dieser "Methode" ist allerdings, dass man gute Noten in alten Sprachen erst in höheren Klassen bekommt ...
Ansonsten finde ich vorgedruckte Kärtchen ziemlich sinnlos, weil man sich ja die Vokabeln gerade durch das Aufschreiben merken soll. _________________ Sigiruna
mit
Sohn 6/93, Dozent; Töchti 2/96, Mathemaster in Arbeit; Tertia 7/98, Studium |
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Siti

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.10.2005 Beiträge: 536 Wohnort: Südl. Schleswig-Holstein
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Verfasst am: 21.09.2011, 16:17
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unser sohn nutzt fleißig und sehr erfolgreich "Phase 6". Zu jedem Schuljahr kaufen wir den passenden Wortschatz lt. Lehrbuch dazu, dieser wird dann nach Bedarf freigeschaltet. Das System funktioniert so gut, dass ich gar nicht mehr auf die Idee käme einen Karteikasten anzuschaffen.
Und jedesmal, wenn Sohnemann den Laptop anschmeißt, erinnert der ihn an seine fälligen Vokabeln und nicht die Mama  _________________ Liebe Grüße von
Siti
"Dumm ist der, der Dummes tut." Mrs. Gump |
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