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HAWIK-IV und Schulwechsel


 
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patty




Anmeldungsdatum: 15.09.2011
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 15.09.2011, 09:43
BeitragTitel: HAWIK-IV und Schulwechsel
Antworten mit Zitat

Hallo Zusammen,
ich denke, dass ich hier nicht wirklich richtig bin, aber ich habe kein anderes Forum gefunden, in dem ich meine Frage stellen kann. Vielleicht könnt Ihr mir ja dennoch weiterhelfen!?
Uns wurde am Ende des 4. Schuljahres nach insgesamt 2 schulpsychologischen Tests, bei denen mein Sohn schlecht abgeschnitten hatte, von den Lehrern geraten, unseren Sohn (11,5) in die Sonderklasse (so etwas wie eine Sonderschule) der Schule (dänische Schule) zu geben. Er hat Absoncen-Epilepsie (mittlerweile mit Medikamenten im Griff) und deshalb kam er wohl im Unterricht nicht so mit und die Lehrer waren wohl überfordert. Letzteres haben sie uns (natürlich) nicht gesagt, sondern, dass man ihm in der neuen Klasse mehr helfen könne und er nach 1 Jahr, wenn er alles nachgeholt hätte, normal weiter gehen könne. Mit viel Bauchschmerzen haben wir dem zugestimmt. Schnell kristallisierte sich heraus, dass mein Sohn dort nicht wirklich eine Förderung bekam. Da er unserer Meinung eine Lese-Rechtschreib-Schwäche hat, was uns die Lehrer aber nie gesagt haben, haben wir ihn in einem Lerninstitut (L.O.S.) angemeldet und dort hat er erhebliche Fortschritte gemacht. Unsere Forderung, in der Schule einen Legasthenie-Test durchführen zu lassen, wurde nie berücksichtigt. Statt dessen wurde mein Sohn von der Lehrerin immer wieder "ermuntert" in der Klasse zu bleiben, weil man "mit einem Sonderschulabschluss doch auch einen guten Beruf erlernen kann". Zum Ende des letzten Schuljahres führte ich ein Gespräch mit der Lehrerin, in dem ich ihr mitteilte, dass mein Sohn nach den Ferien wie abgesprochen normal weitergehen sollte (wir wollten, dass er die 5. Klasse noch mal macht, weil er z.B. in der Sonderklasse kein Englisch hatte). Sie verneinte unseren Wunsch, weil mein Sohn ihrer Meinung nach nicht fähig sei, in einer normalen Klasse zurecht zu kommen. Ich bestand dann auf eine Legasthenie-Test nach den Sommerferien. Sollte dieser eine Lese-Rechtschreib-Schwäche ergeben, wünschten wir einen Klassenwechsel (die Sonderklasse ist in die dänische Schule integriert). Bis 3 Wochen nach den Ferien tat sich aber nichts, so dass wir selber einen Test haben machen lassen. Bei einem vorherigen Gespräch in der Schule stand die Lehrerin weiterhin auf dem Standpunkt, dass mein Sohn nicht fähig ist normal weiter zu gehen, weil er ganz oft Aufgaben verweigert und sie herausbekommen haben will, dass er die Aufgaben nicht verstanden hat (mein Sohn sagt mir, dass er die Aufgaben zu "popelig" finde und sie deshalb nicht machen will).
Unsere letzte Hoffnung war nun der Test. Herausgekommen ist folgendes:
Gesamt-IQ: 101
Verbal-IQ: 99
Wahrnehmungsbezogenes Denken: 108
Arbeitsgedächtnis: 90
Arbeitsgescheindigkeit: 103
Der Psychologe hat eine Lese-Rechtschreibschwäche gesichert.
Die Schule weigert sich aber weiterhin, meinen Sohn wechseln zu lassen, weil die Schulpsychologin zustimmen muss. Dies kann sie aber nur, wenn mein Sohn den psychologischen Test macht. Mein Sohn weigert sich aber den Test zu machen und wir sehen auch nicht ein, dass er nochmal getestet werden soll, zumal die Werte ja eindeutig aussagen, dass er nicht Lernbehindert, sondern Legastheniker ist.
Da mein Sohn in eine dänische Schule geht, können wir uns nicht ans Schulamt wenden. Für uns ist der Schulverein zuständig - aber wie ich schon festgestellt habe hackt hier keine Krähe der andern ein Auge aus.
Mein Sohn langweilt sich mächtig im Unterricht und wir wollen ihn dort nicht verdummen lassen. Habt Ihr Tipps, mit welchen Argumenten wir die Schule (endlich) überzeugen können? Oder hat jemand von Euch schon mal ähnliches erlebt und kann weiterhelfen?

Lieben Gruß
Patty
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jojo



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 19.09.2009
Beiträge: 264

BeitragVerfasst am: 15.09.2011, 10:34
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Hallo Patty,

selbst an den öffentlichen Schulen, zumindest hier, machen die Lehrer keine Legasthenie-Tests und auch dürfen sie nicht mehr, wie früher anscheinend an manchen Schulen üblich, die LRS in die Notengebung einfließen lassen. Das bedeutet, es ist toll, wenn eine Lehrerin sich auskennt, früh auf LRS kommt und den Eltern sehr frühzeitig empfiehlt, sich um eine Abklärung zu bemühen. Die Folgen einer Diagnose sind aber auch dann immer Elternsache.

D. h. im Einzelfall hat z. B. Kind hier bereits in Klasse 1, trotz großer Mitmachbereitschaft und auffallend guter mündlicher Mitarbeit auffallende Schwierigkeiten Lesen und Schreiben zu lernen. Lehrerin bespricht sich nach ein paar Monaten mit Eltern und empfiehlt diesen, das abklären zu lassen. Eltern gehen von x nach y und machen diverse Tests (Hören, Sehen, LRS oft noch mehr) und haben dann z. B die Diagnose LRS. Mit diesem Ergebnis suchen sie sich privat (wie ihr es tatet) ein Institut und bekommen dort parallel zur Schule Hilfe für ihr Kind. Das Kind holt unter großem Aufwand einiges von dem nach, was die anderen spielend lernen und kann so, mit dieser lang andauernden Begleitung, von Klasse zu Klasse mitlaufen und wird, trotz mittelmäßiger Noten mit viel Spaß in seiner Altersklasse lernen können. Sehr, sehr oft, gerade in den jahrgangsübergreifenden Klassen, empfehlen aber die Lehrer hier anfangs diesen Kindern immer ein »verweilen« um sich noch länger ein Bild machen zu können und kommen dann erst im zweiten Jahr, wenn das Kind immer noch die Buchstaben vertauscht, auf die Idee, den Eltern zum Test zu raten. Dann kommt die Hilfe von außen schon ziemlich spät. Schade für das Kind, welches ansonsten in seiner Entwicklung ja bereits sehr weit ist. Dass euer Kind nun schon in der 4. Klasse ist, macht natürlich schnelle Hilfe besonders notwendig, denn die Ansprüche steigen ja, ein Kind, was die Aufgabe (den Text) schon nicht versteht, kann dann nicht mal mehr rechnen, es kann eigentlich nirgendwo richtig mitarbeiten ....

Viele Legastheniker können mit dieser Schwäche, wenn sie parallel zur Schule durch spezielles Training behandelt wird, trotzdem recht gut mitkommen, manche werden sogar leidenschaftliche Leser, alle haben aber ihr Schulleben lang Punktabzug wegen der miserablen Rechtschreibung.
Wie auch immer, so wie die Lage auch an öffentlichen Schulen aussieht, haben die Familien von betroffenen Kinder keinen Anspruch auf Unterstützung, tun aber immer gut daran, sich so früh wie möglich (wenn ihnen selbst der Verdacht kommt) nach Hilfe unzusehen. Die Schulen sind oft problemoffener, wenn die Eltern früh eine Diagnose mitbringen und darum bitten, diese, so weit es geht im Unterricht und der Förderung zu berücksichtigen. Auch kennen viele Lehrer Hilfsangebote in der Gegend.
Ein Anspruch auf Förderung seitens der Schule besteht aber wie gesagt nicht. Und, so traurig es ist, schaffen es die meisten der LRS-Kinder auch hier nach der 6. Klasse eher sehr selten auf das Gymnasium.
Hat die dänische Schule nicht eine Art Gemeinschaftsschulkonzept? Da sollte es doch, bei durchschnittlicher Intelligenz des Kindes, trot der LRS möglich sein, das Kind weiterhin zu beschulen. Zumal wenn ihr die LRS immer parallel in Arbeit bei diesem anderen Institut habt.

Viele Grüße,
jojo
_________________
jojo (00/02)
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patty




Anmeldungsdatum: 15.09.2011
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 15.09.2011, 14:44
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Hallo jojo!
Mein Sohn ist derzeit schon in der 6. Klasse und soll - möglichst schnell - in die (normale) 5. Klasse zurück, damit er den Stoff "von Anfang an" mitbekommt, weil in der Sonderklasse weniger gelehrt wird.
Uns wurde in den letzten 5 Jahren von keinem Lehrer angeraten, dass unser Sohn auf LRS getestet werden sollte, obwohl er mittlerweile 3x schulpsychologisch getestet wurde. Das hat das Lerninstitut angeraten. Die Dänen haben Schulpsychologen, welche solche Tests durchführen können, aber wie geschrieben, wurden nur psychologische Tests gemacht.
Mein Sohn kann mittelmäßig gut lesen und versteht, was er gelesen hat. In Mathe ist er richtig gut, es macht ihm eigentlich viel Spaß, aber die Aufgaben sind so simpel, dass er mittlerweile daran die Lust verliert.
Die Dänen haben nach der 6. Klasse einen gemeinsamen Schulzweig, in den alle Kinder gehen. Am Ende der 10. Klasse machen dann alle zusammen den Abschluss (guter oder schlechter RS-Abschluss oder Hauptschulabschluss).
Unser Problem ist, dass sich unser Sohn im Unterricht langweilt, weil er mehr wissen/lernen möchte. Dies ist aber in der Förderklasse so nicht vorgesehen, weil die anderen Kinder (lernbehindert), nicht so weit mitkommen würden. Eine Förderung sollte, wie man uns im letzten Jahr versprach, in der Sonderklasse stattfinden, damit mein Sohn nach einem Jahr "normal" zur Schule gehen kann. Soweit mich meine Freundin (Lehrerin an einer Realschule in Schleswig-Holstein) informiert hat, bekommen LRS-Schüler bei uns Unterstützung. Aber auch wenn dem nicht so sein sollte, mein Sohn hat ja die Unterstützung durch das Lerninstitut.

Lieben Gruß
Patty
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