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Diagnostik und Beratung, Vorsicht lang!


 
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freakyfour



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 22.03.2011
Beiträge: 178

BeitragVerfasst am: 28.09.2011, 11:55
BeitragTitel: Diagnostik und Beratung, Vorsicht lang!
Antworten mit Zitat

Wir haben nun diese und letzte Woche einige Termine hinter uns gebracht.
Alles in allem sehr aufschlussreich, ich habe extrem viel Stoff zum Nachdenken mitbekommen.

Testung mit SPM: ganz hervorragend, deutlich im Hb-Bereich
Testung mit Hawik4: Sehr unausgewogen, deutliches Zackenprofil. Teilweise in den Untertests so unausgewogen, dass die Auswertung schwierig wurde. Die genaue schriftliche Auswertung kriegen wir noch zugeschickt. Ges-IQ 124, wobei uns der Tester auch gesagt hat, dass dieses Ergebnis nicht so aussagekräftig sei bei den starken Schwankungen in den Untertests.
Fazit: B1 hat seine starken Bereiche im abstrakten Denken, Verstehen von logischen Zusammenhängen. Er kann aber sein Potential nicht zeigen. Er schweift auch in Gedanken deutlich zu oft ab.

Die Beratung seitens der Tester (Begabungspsychologische Beratungsstelle der LMU) fand ich nicht so überzeugend. Die Beratung fand statt, während B1 noch getestet wurde. Der Fokus lag ganz eindeutig auf "hochbegabt, was nun". Nachdem wir nun gestestet haben, um zu wissen, wo B1 seine Schwächen und Stärken hat, und ich nunmal absolut nicht sicher war, wodurch seine Probleme entstehen (Jetzt bin ich es ja sogar noch viel weniger), fand ich das ganze recht am Ziel vorbei. Nach dem Test war die Zeit schon fast um, viel Gespräch fand dann nicht mehr statt. Das Testergebnis wurde noch kurz erläutert, das wars dann schon. B1 hat sich zu diesem Zeitpunkt dann auch benommen wie Rumpelstilzchen auf Speed (Was wollte er mir damit wohl unterbewußt sagen???) Die meisten Fragen sind mir eh erst daheim eingefallen.

Mit diesen (mündlichen) Ergebnissen bin ich dann erstmal zum Kinderarzt. Es wurde ein langes Gespräch, der KiA hat sich deutlich von der früher mal gemachten Aussage distanziert, ADS schließe er absolut aus. Beim KiA wurden dann noch zwei kurze Konzentrationstests gemacht, bei denen B1 dann unerwartet schlecht abgeschnitten hat, Prozentrang 18%.
Ich war bisher der Meinung, B1 könne sich schon konzentrieren, wenn er nur wolle, allein daran fehle es. Nun hat er diese kleinen Tests gemacht, ganz in Ruhe, er wollte auch zeigen, was er konnte. Unwillen schließe ich als Erklärung hier ganz klar aus.

Nun rücken wir doch auf einmal in die Richtung ADS. Vorerst ist noch keine weitere Diagnostik geplant. Ich muss auch erstmal diese Ergebnis ordentlich durchdenken und mich mit der neuen Richtung vertraut machen.

Ein Gespräch mit der Lehrerin steht ohnehin auch dringend an, auch deswegen, weil B1 seit Schulbeginn nach den Ferien wieder ganz stark frustriert ist. Um Ostern herum hatten wir ja schon so eine Phase, dann wurde es zunächst etwas besser. Seit Schulanfang ist jede Hausaufgabe eine Katastrophe, von mehreren Heulkrämpfen begleitet. Über Umwege habe ich auch erfahren, dass B1 wohl auch in der Schule schon in Tränen ausgebrochen ist. Das wollte er mir aber nicht erzählen, weil es ihm peinlich war.

Entschuldigt den langen Sermon, aber es brennt mir gerade auf der Seele. Und um jede Erfahrung/Hinweis/Rückfrage bin ich dankbar!

Gruß, freaky
_________________
Freaky, mit B1(8/04); M1 (4/07); B2 (9/08 ); M2 (10/10)


Zuletzt bearbeitet von freakyfour am 28.09.2011, 13:21, insgesamt einmal bearbeitet
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freakyfour



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 22.03.2011
Beiträge: 178

BeitragVerfasst am: 28.09.2011, 12:07
BeitragTitel:
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und noch was fällt mir gerade ein:
Der KiA hat mir empfohlen, mit B1 Spiele und Übungen zur Konzentrationsförderung zu machen. Was gibt es denn da so, kennt da jemand was?
Kennt jemand das Marburger-Konzentrations-Training?

Gruß, freaky
_________________
Freaky, mit B1(8/04); M1 (4/07); B2 (9/08 ); M2 (10/10)


Zuletzt bearbeitet von freakyfour am 28.09.2011, 13:21, insgesamt einmal bearbeitet
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ripley



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 28.09.2011, 12:59
BeitragTitel:
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Freaky, entschuldige, ich habe eine blöde Frage: In Deinem Text steht mal "B1", mal "M1". M1 kann aber doch mit 4 Jahren noch gar nicht, schon gar nicht länger, in der Schule sein?

Oder warst Du mit BEIDEN bei der Testung?
_________________
LG
Ellen
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freakyfour



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 22.03.2011
Beiträge: 178

BeitragVerfasst am: 28.09.2011, 13:19
BeitragTitel:
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überhaupt keine blöde Frage!!!
Meine eigene Blödheit!
Es geht ausschließlich um B1, und meine eigene Unfähigkeit, die Kürzel, die ich meinen Kindern gegeben habe, auch richtig anzuwenden!
Danke dir sehr! freaky
_________________
Freaky, mit B1(8/04); M1 (4/07); B2 (9/08 ); M2 (10/10)
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ripley



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 28.09.2011, 13:37
BeitragTitel:
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Zitat:
Nun rücken wir doch auf einmal in die Richtung ADS.


Freaky, vorneweg: Da ich selbst bekennende Dompteuse eines ADHS/HB-Kindes bin, bin ich natürlich voreingenommen. Dies bitte berücksichtigen!

Grundsätzlich denke ich, dass tatsächlich (zu) viele Kinder - vor allem von (überforderten?) Eltern - als AD(H)S-(Verdachts-)Fälle angesehen werden; Kinder, bei denen es "einfach nur" an Erziehung und Führung fehlt und/oder die etwas ganz anderes (schwierige Familienverhältnisse etc.) als "Packerl" zu tragen haben. Wer sich in AD(H)S-Foren tummelt und ein bisschen zwischen den Zeilen liest, kommt hier vielleicht (!) zum gleichen Schluss.

Auf der anderen Seite ist aber eine Gegenbewegung zu beobachten: Vorrangig Lehrer, aber auch Ärzte/Diagnostiker stöhnen ob der geradezu explodierenden Flut (Stilbruch, ich weiß!) von mutmaßlichen AD(H)S-Fällen und unterstellen von vornherein, das es sich bei einem entsprechenden Verdacht bzw. auch bei einer Diagnose vom Fachmenschen um eine reine Modeerscheinung handelte.

Aus BEIDEN Grundhaltungen resultiert aber, dass man sich der Thematik nicht mehr objektiv nähert, dass man das Kind zu schnell oder eben zu zögerlich mit AD(H)S in Verbindung bringt. Und unter BEIDEN Vor(!)Urteilen leidet ... das Kind.

Versucht, das möglichst (!) objektiv abzuklären. Macht Euch dafür zunächst bewusst, wer von Euch Erwachsenen "im Grunde seines Herzens" zu welcher Perspektive tendiert und überlegt, welchen Einfluss der eigene Standpunkt auf die Wahrnehmung der Probleme des Kindes bedingt.

Und FALLS eine AD(H)S-Diagnose "rumkommen" sollte - das ist dann eh nur der erste Schritt. Auch Medikation, falls überhaupt (!) in Frage kommend, kann nur einen Beitrag leisten, nie aber das Problem an sich lösen. (Insbesondere letzterer Denkfehler wird m.E. auch zu häufig gemacht).

Viel Glück und einen ruhigen Blick!
_________________
LG
Ellen
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freakyfour



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 22.03.2011
Beiträge: 178

BeitragVerfasst am: 28.09.2011, 13:54
BeitragTitel:
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Danke für die Antwort!

Und ich werde diese Aspekte bestimmt berücksichtigen. U.a. ist das der Grund, weshalb jetzt noch keine weitere Diagnostik gemacht wird. Wir sollen uns alle erstmal in Ruhe und gelassen gedanklich mit dem Thema vertraut machen.
Bisher stand ja ADS noch überhaupt nicht im Raum (Außer letztes Schuljahr mit einer kleinen Rückfrage seitens der Lehrerin).
Wie geht es mir? In welche Richtung tendiere ich gedanklich?.....
Bisher habe ich in diese Richtung noch überhaupt nicht gedacht, ausser vielleicht um es kategorisch auszuschließen. B1 ist auch gar nicht der Typ, bei dem alle Erwachsenen schon die Augen verdrehen, oder der als Beispiel in irgendwelchen pseudoinformativen Zeitschriftartikeln gebracht wird. (Wenn es um Hb ginge, übrigens auch nicht)
B1 ist - naja - ein bisschen freakig, wie die Mami halt auch.
Übrigens, ich bin durch diesen neuen Aspekt fast ein bisschen erleichtert. Weil ich finde, ich habe mal eine Antwort bekommen, in welche Richtung ich noch schauen kann, um meinen Sohn zu unterstützen.
Herzlichen Dank, freaky
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Freaky, mit B1(8/04); M1 (4/07); B2 (9/08 ); M2 (10/10)
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jutta
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BeitragVerfasst am: 28.09.2011, 14:34
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Hallo freaky,

ich kann ripley nur zustimmen. Letztlich ist es wichtig (wie immer), dass ihr hinter eurer Entscheidung steht, wie sie auch ausfallen mag. Ich z. B. habe ein Jahr lang gezögert, bin mit einem träumenden ADS´ler gesegnet.

Ja, der Satz, der passt sowas von aufs Auge:
Zitat:
B1 könne sich schon konzentrieren, wenn er nur wolle, allein daran fehle es.


Genau das ist es, was einen ADS´ler so zu schaffen macht. Nicht dass er nicht will, sondern andersherum: Er will sich schon konzentrieren, wenn er nur könne, allein daran fehle es.

Ich empfehle, Literatur aus der Bücherei auszuleihen und dann mal schauen.

LG Jutta
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Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
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ripley



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Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 28.09.2011, 15:10
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

jutta hat folgendes geschrieben:
Ja, der Satz, der passt sowas von aufs Auge:
Zitat:
B1 könne sich schon konzentrieren, wenn er nur wolle, allein daran fehle es.


Genau das ist es, was einen ADS´ler so zu schaffen macht. Nicht dass er nicht will, sondern andersherum: Er will sich schon konzentrieren, wenn er nur könne, allein daran fehle es.


Und bei evtl. (!) tatsächlich VORLIEGENDEM AD(H)S ist es unendlich frustran für die Kinder, wenn sie immer wieder erzählt bzw. gespiegelt bekommen: "Kannst Du nicht endlich so flott/konzentriert/schönschreibend ... arbeiten wie alle anderen auch?!"
Nein. Können sie nicht. UND sie wissen nicht, warum das so ist, UND sie werden zudem noch als "unwillig" / "unkooperativ" / "bockig" usw. usf. angesehen.
Bei gleichzeitiger HB ist das besonders "charmant": Stell Dir vor, Du hast einen Ferrari unter Hintern, weißt das u.U. auch noch, und kommst nicht vom Fleck, weil die Handbremse verstellt ist und ständig verzögernd wirkt. Das ist zum Verrücktwerden, vor allem, wenn man von der verstellten Handbremse nichts weiß.
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LG
Ellen
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Tyffihase



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Anmeldungsdatum: 07.09.2011
Beiträge: 12
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 30.09.2011, 18:29
BeitragTitel:
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Salut freakyfour,

ja das ist eine schwierige Diagnose und ebenso auch eine schwierige Entscheidung "hat er nun oder hat er nicht???"! Bei uns hat es knapp 2 Jahre gedauert bis wir uns sicher waren, dass Knabi wirklich ADS, also ohne Hyperaktivität, hat. Immer wieder kamen bei uns die Zweifel und die Fragen, ob sein Anderssein vielleicht doch nur auf die HB zurückzuführen ist, da er ja auch sonst so seine etwas eigene Weltanschauung hat.

jutta hat folgendes geschrieben:
Ja, der Satz, der passt sowas von aufs Auge:
Zitat:
B1 könne sich schon konzentrieren, wenn er nur wolle, allein daran fehle es.


Genau das ist es, was einen ADS´ler so zu schaffen macht. Nicht dass er nicht will, sondern andersherum: Er will sich schon konzentrieren, wenn er nur könne, allein daran fehle es.


Bei der KiÄ wurden mehrmals Konzentrationstestungen mit Medis und ohne Medis durchgeführt und jedes Mal sind beide Testungen superbe und gleich ausgefallen! Also, was soll man davon halten????
Knabi KANN sich in manchen Situationen extrem zusammenreißen! Aber halt nur manchmal! Drum ist es es in manchen Fällen eben nicht so einfach, richtig zu diagnostizieren!

Letztendlich wurde die Diagnose uns erst jetzt ,nach fast 2 Jahren, in den Sommerferien bestätigt, nach dem wir das 1.Mal Medipause zwecks Aufpäppeln und als Test gemacht haben.

Wir hatten das allerliebste,kuschligste und folgsamste Kind von Welt - ABER: er bekam gar nichts mehr auf die Reihe, kein richtiges Lesen ( sonst ca. 500 Seiten/Tag), kein richtiges Spielen und er wußte sich nicht mehr auszudrücken und mitzuteilen. Das war für ihn das Allerschlimmste überhaupt!
nein Knabi bettelte nach knapp 2,5 Wochen fast um seine Medis da, Zitat: die Wörter in meinen Kopf Karussel fahren...und das macht mich ganz traurig und fertig!"! Da war sie nun endlich, unsere Bestätigung.

Seitdem sehen wir manche Dinge doch anders, aber leicht ist es trotz Medis auch nicht immer!!
tocktock ... seine Hefte und Schulsachen sehen immer noch wie die Sau aus ( bis auf seine "schönen Muster" mit denen er sie aus Langeweile verziert motz ), HA funktionieren inzwischen etwas leidlicher, das Leben bei uns verläuft so ziemlich genau nach regelmäßigem Tagesplan
und abends+früh verfällt er in Stockstarre oder hat heftige Rebounds und es gibt immer noch Geplärr..... drugs

Es grüßt Dich mitfühlend
Tyffihase
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ver(w)irrter Hase 06/01
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freakyfour



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Beiträge: 178

BeitragVerfasst am: 03.10.2011, 20:53
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Danke sehr für eure Antworten!
Einige Tage lebhafter Diskussion und viel Beobachtung von meinem Mann und mir liegen hinter uns - Antworten haben wir noch nicht.
Erstmal einige Monate abzuwarten scheint mir aktuell sehr vernünftig.
Allerdings war B1s Start ins neue Schuljahr alles andere als gut. Bisher wird nur Stoff der ersten Klasse wiederholt, nur ganz wenig neues angetippt. Bei den Hausaufgaben führt das regelmäßig zu Heulkrisen. Nun ist es aber auch nicht so, dass B1 die Antworten so aus dem Ärmel schütteln würde. Gerade die Wiederholungsaufgaben dauern gerne seeeehhr, seeeehhr lange und sind dann auch noch zur Hälfte falsch. Auf der anderen Seite funktioniert Rechnen "so neben her" sehr gut, auch im Hunderter-Bereich und Multiplizieren. Vorgreifen möchte B1 gar nicht, mal eine Seite weiter hinten im Übungsbuch ansehen ist also auch keine Option
Morgen habe ich Termin bei der Lehrerin, wer drückt mir mal die Daumen, dass ich die richtigen Worte finde?
Gruß, freaky
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Freaky, mit B1(8/04); M1 (4/07); B2 (9/08 ); M2 (10/10)
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joeymc
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Beiträge: 1539
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 03.10.2011, 20:56
BeitragTitel:
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*ganz feste die Daumen drückt*
Joey daumen
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veni, lusi, fugi
(Ich kam, scherzte und floh - mein Sohn Nr 1 (mit damals 13) über die Schule und wech )
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Svea
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 4745
Wohnort: St. Olaf ;-) (BW)

BeitragVerfasst am: 04.10.2011, 07:01
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Drücke mit drueck
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Wer das Konzept der Unendlichkeit verstehen will, muss nur das Ausmaß menschlicher Dummheit betrachten.
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Svea
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Anmeldungsdatum: 29.03.2005
Beiträge: 2070

BeitragVerfasst am: 04.10.2011, 07:34
BeitragTitel:
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Hallo freakyfour,
du hast oben geschrieben, dass du bisher immer davon ausgegangen bist, dass Dein Sohn sich konzentrieren "könnte, wenn er wollte". Darf ich mal fragen, woran Du das bisher festgemacht hast?

Mein Zweitklässler ist auch streckenweise sehr unkonzentriert, hört teilweise gar nicht, was man sagt, hat dann auch große Schwierigkeiten einfache Anweisungen ("Jetzt bitte anziehen!") auszuführen. Ich bin auch bisher davon ausgegangen, dass er es "eigentlich" schon könnte, hauptsächlich deshalb, weil es eben manchmal klappt, vor allem, wenn er mir einen Gefallen tun will (typisches Mamakind eben... ;)) .

Manchmal - vor allem nach langen Schultagen - geht aber auch wirklich gar nichts mehr, dann kann er nicht mehr und ist praktisch nciht mehr ansprechbar. Inzwischen habe ich mir eher den Satz zurecht gelegt, dass er manchmal könnte wenn er wollte.

Zum Glück ist bei uns das Schuljahr mit vielen Projekttagen und freien Tagen angelaufen, so dass es bisher einigermaßen erträglich ist. Wir hatten hier vor kurzem mehrere Tage am Stück frei, da habe ich folgedes Experiment gemacht: Ich habe jeden Tag mit ihm nach seinen eigenen Wünschen ausgiebigst etwas unternommen (die Große hatte Schule, wie gemein! green ), also Zoo, Museum, etc... und ihm dann auch noch auf der Fahrt vorgelesen, ihn also quasi mit Zuwendung un Input "vollgestopft". (Im Museum hat er die ganze Zeit in verklärtem Ton gesagt: "Es ist so schön hier!", das war süß.herzchen ) Das hat ihm in Bezug auf Verhaltenssteuerung, Selbstbewusstsein, Konzentration, Frustrationstoleranz ganz deutlich sehr viel gebracht, in den Tagen darauf lief es super, so dass ich das sicher wiederholen werde.

Ein etwas wirres Posting, eigentlich wollte ich hauptsächlich darauf raus, dass sich unsere beiden wohl recht ähnlich sind. Konzentration trainieren wir übrigens täglich beim Schreibschriftüben/Diktatüben (sehr unbeliebt!) und beim Instrumentüben, das hat den Vorteil, das das Kind am Ende was davon hat und dass man nicht ständig neues Material heranschaffen muss.

Wie das in München in der Beratungsstelle läuft, finde ich blöd, was hat denn die Beratung für einen Sinn, wenn sie VOR der Diagnostik erfolgt? Könnt Ihr dort jetzt wenigstens auch weiter noch um RAt fragen?

lG
Karin

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ripley



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BeitragVerfasst am: 04.10.2011, 08:04
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Lasst mich noch mal kurzs auf das "er KÖNNTE sich konzentrieren, wenn er nur wollte" zurückkommen.

Ja, AD(H)S Kinder KÖNNEN zuweilen beeindruckende Konzentrationsleistungen zeigen. Bis hin zum sogenannten Hyperfokus, in dem sie außer ihrer Spezialtätgkeit quasi nix mehr wahrnehmen, manchmal über Stunden hinweg.

Das "passiert" aber nur bei Tätigkeiten, die tatsächlich das ureigene Interesse der Kinder im Sinne des Wortes "fesseln". Und das INTERESSE an etwas ist NICHT willkürlich steuerbar.

Es mag also sein, dass ein Kind, dass sich für Mathe interessiert und sich da gerade "reinverbeisst", über Stunden hinweg kniffligste Aufgaben konzentriert und fehlerfrei löst. Dasselbe Kind aber, an EINFACHE (Wiederholungs-)Aufgaben gesetzt (=langweilig! =NICHT interessant!) driftet komplett ab und macht nur Fehler, regt sich dann darüber auf, driftet noch mehr ab ...

Junior z.B. konnte als Erstklässler Worte wie "Diplodocus" oder "Ichthyosaurus" völlig problemlos und auch fehlerlos schreiben, an Wörtern wie "Haus" o.ä. scheiterte er aber regelmäßig, weil er irgendwelche Buchstaben vergaß oder verwechselte.
_________________
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Anmeldungsdatum: 29.03.2005
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BeitragVerfasst am: 04.10.2011, 08:20
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Hallo ripley,
ich meinte das schon bezogen auf scheußliche, unbeliebte Tätigkeiten, nicht in Bezug auf freigewählte Aufgaben.

Also: Es gibt Tage, an denen er langweilige Routineaufgaben völlig problemlos schnell und fehlerfrei erledigen kann - wenn er will. :)

Dann gibt es noch die Situationen, in denen er nicht will, und die, in denen er gar nicht kann.

lG
Karin
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