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Hat Schupsy immer recht?


 
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jojo



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 19.09.2009
Beiträge: 264

BeitragVerfasst am: 07.10.2011, 14:14
BeitragTitel:
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+ ++ +++

Hej wahre Lisbet,
lass sie selbst mit entscheiden, unbedingt. Unser großer wollte mit 5 (wäre indem Jahr möglich gewesen), aber der Kindergarten hat es ihm äußerst schwer gemacht (wie Ylva schon sagt, dort arbeiten nicht gerade Schulfreundinnen) und so kam er erst mit 6, um nach 2 Monaten auf Anraten der Lehrer in die 2. zu springen.

Die Schwester haben wir, auf ihr eigenes Drängen hin, mit 5,5 eingeschult und das war auch gut. Der psych Schuldienst hat sie, wie den Bruder zuvor auch, durchgewinkt, den KiGa haben wir nicht mehr um Rat gefragt.

Im Vergleich würde ich sagen, ist das frühere Einschulen dem sofortigen Überspringen absolut vorzuziehen, weil das Kind die Möglichkeit hat, wie Ima auch vermutet, sich besser in die Gruppe einzuleben und dort auch einen richtigen Platz zu bekommen. Auch fragte, außer in der ersten Klasse, später keiner mehr, warum sie so früh da gelandet ist. Das finde ich schon Vorteile. Unsere konnte auch mit 5 schon lesen und ziemlich »gut« schreiben (ganze wilde Geschichten). Sie ist außerdem auch sehr verspielt und das ist sicher ein Punkt, wo man sagen könnte, dafür würde die Zeit nun nicht reichen, aber das muss man ja auch nicht so konträr sehen. Nur weil jemand gerne spielt (und das tut sie, jetzt in der 5. immernoch), heißt es nicht, dass er nicht auch lernen möchte und kann. Das eine schließt das andere überhaupt nicht aus. Im Gegenteil, hat man ein fixes Kind, schafft es die Schule eh spielend (so sah es zumindest bei unserer aus), manchmal fehlt vielleicht noch der Ernst, aber ist der in der 1. Klasse wirklich nötig. Inhaltlich kam in Klasse 1 nichts, was sie nicht schon konnte, pädagogisch war es für sie äußerst wertvoll, sich zu diesem Zeitpunkt sortieren zu lernen und in eine geordnete Gruppe einzufügen. Damit hatte sie schon im Kindergarten Schwierigkeiten und interessanter Weise ging es bei ihr nun in der Schule mit mehr Anleitung und themenabhängig sehr viel besser, als auf spontaner Basis beim Spiel im Kindergarten.

Also ich würde dazu raten. Knapp 6 ist aus hiesiger Sicht (in unserem Bundesland wird ja alles zwischen 5,5 und 6,5 sowieso eingeschult) nicht früh, sondern genau richtig. Das bisschen jünger gleicht sich, wenn überhaupt merklich, sicher schnell aus. Manche können in dem Alter noch nicht Schwimmen, manche sich keine Schleife bilden, andere nicht telefonieren, sich ein Brot machen, Fahrad fahren usw. Die Kinder aber, die viele dieser Fähigkeiten schon weit vorher beherrschen, werden eh immer mehr Zeit zum Spielen haben… so sehe ich das bei meiner Tochter.
Am auffälligsten war es im ersten Halbjahr 4, als einige sich auf den (hier nicht verpflichtend früheren) Übertritt zum Gym vorbereitet haben. Da konnte/durfte sich kaum noch einer verabreden, weil alle so fleißig Zuhause waren. Unsere Tochter ist vor Verabredungslust manchmal fast umgekommen, hat ihre Hobbys extrem ausgebaut (zu den 2 Instrumenten und 3 AGs kam dann noch jeden Tag Sportverein, weil sie einfach nicht wusste, was sie sonst so machen soll, wenn die anderen kaum noch Zeit haben. Zum Glück hat sich das jetzt auf dem Gym wieder geändert. Die anderen dürfen auch wieder Spielen. Also keine Angst, das hört nicht auf, und viel Zutrauen in die Kinder: die nehmen sich immer, was sie brauchen!

jojo
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jojo (00/02)
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Atti
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 291
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 07.10.2011, 17:32
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Ich würde sie einschulen, mit 7 in die Schule finde ich für ein fittes vom Schupsy mit daumen bewertetes Kind zu spät. In NRW ist der Stichtag ja jetzt auch der 30.09., die müssen alle in die Schule.

lG
Atti

P.S. Ich bin auch als Kann-Kind eingeschult worden.
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Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft.
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Ima



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 21.03.2007
Beiträge: 1471
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 08.10.2011, 11:28
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Sry wn ich kurz schreddern muss...

Ylva hat folgendes geschrieben:


Das Problem besteht vermutlich darin, dass schulisch erfolgreiche Personen eher nicht Erzieher werden.


Ich gehe einfach mal davon aus, dass dieser Satz impulsiv und unüberlegt daherkam... Wollte ihn auch ignorieren aber er hat mich doch etwas gewurmt!
Ich arbeite nun fast 2 Jahre als Erzieherin - in den Job kam ich zufällig als ich mein Studium abschloss, ich musste ja mein Kind irgendwie ernähren und ich habe einfach ein Händchen für Kinder... Ich hab Schule (nicht wirklich supererfolgreich, hatte aber mit meiner "Dummheit" nix zu tun) UND Uni (mit einer wunderschönen 1) erfolgreich hinter mich gebracht!
Ja, es gibt "blöde" Erzieher, genau wie es "blöde" Lehrer, "blöde" Psychologen ja einfach "blöde" Menschen gibt... jedoch hab ich erfahren/erleben dürfen, dass der Erzieher-Job einer der anstengendsten und härtesten ist und dabei extrem unterbezahlt und (wie Dein Kommentar zeigt, denn solche Kommentare gibt´s nicht selten) mit so wenig gesellschaftlicher Anerkennung, dass es zum heulen und schreien ist! Hinzu kommt der stetig steigende Anspruch der Gesellschaft wie auch unreflektierter Eltern, die vergessen, dass KiGa nicht einfach nur eine Dienstleistung à la "Kinderaufbewahrungsstelle" ist, sondern sehr viel Überlegung, Wissen und Reflektion voraussetzt und die gleichzeitig vergessen, dass Erziehung von Kindern nicht nur im KiLa sondern auch zuhause erfolgen sollte, am besten in Zusammenarbeit aller Beteiligten... Neben den extrem steigenden Ansprüchen werden parallel die Gelder gekürzt, die Betreuungsschlüssel erhöht, die miese Bezahlung besteht weiterhin, was dazu führt, dass es zB in Berlin einen extremen Mangel an Erziehern gibt (wer will sich das auch antun?), der Notstand sich natürlich in den Kitas bemerkbar macht. Nicht ohne Grund wird gesagt, dass der "Burn-Out" seine Geburt im sozialen Bereich hatte, viele Erzieher halten den Druck und gleichzeitig den mangelnden Respekt ihrem Beruf ggüber nicht stand und werden krank... Verwunderlich ist es nicht!!!
Ich werde im Dezember (endlich) aufhören, da mich meine Bestimmung woanders hinruft und ich den bisher durchgezogenen Spagat zwi Erziehertätigkeit und Musikwissenschaft/Journalismus (das was ich studiert habe und neben dem Job mit großen Aufwand/Erfolg auch noch mache, ich kann anscheinend nicht anders als mehrgleisig fahren^^), habe aber enormen Respekt vor dem Beruf des Erziehers!

Sry, dass ich mich hier etwas in Rage schreibe, ich gehe auch fest davon aus, dass es von Dir nicht so gemeint war aber nun ja, musste halt grad raus... Ich habe in diesen 2 Jahren einiges erlebt in diesem Job, bin sauer und empört über die Missstände und bin egoistischerweise heilfroh darüber, dass ich andere Optionen habe als "nur" Erzieherin zu sein und wünsche mir so sehr, dass sich der Blick auf diese Tätigkeit wandelt und vllt dann auch endlich mal die Umstände, unter denen ErzieherInnen arbeiten müssen!
_________________
Ima
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Michaela




Anmeldungsdatum: 02.05.2005
Beiträge: 298
Wohnort: Saarland

BeitragVerfasst am: 08.10.2011, 16:35
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Unsere Eleanor ist exakt 21 Tage nach dem Stichtag geboren. Wir haben sie ganz selbstverständlich eingeschult, denn es waren sich alle (Eltern, Erzieherinnen, KiÄ) einig, dass ein weiteres Kindergartenjahr mehr Strafe als Bereicherung für sie gewesen wäre.
Ich hatte Zweifel, das gebe ich zu. Sie ist ein Pattex-Kind, sprich sie klebt an mir, sie ist schüchtern und körperlich sehr zierlich.
Und was ist? Eleanor fühlt sich in der Schule pudelwohl, kommt prima mit, hat Freundinnen und würde um nichts in der Welt zurück in den Kindergarten wollen!
_________________
Die Hummel hat eine Flügelfläche von 0,7cm² bei einem Gewicht von 1,2g.
Nach den aerodynamischen Gesetzen kann die Hummel nicht fliegen.
Aber die Hummel weiß das nicht.
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Ylva




Anmeldungsdatum: 18.08.2010
Beiträge: 199

BeitragVerfasst am: 09.10.2011, 00:16
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Hallo Ima,

sorry wenn ich Dir auf die Zehen getreten bin. Ich freue mich sehr, wenn es auch rühmliche Ausnahmen gibt. Leider hat bei uns fast keine Erzieherin außer der Kindergartenleiterin studiert. Versteh mich nicht falsch, sie sind alle sehr nett, bestimmt alle sehr kompetent, was den Umgang mit kleinen Kindern angeht. Ich habe kein Problem damit, dass meine Kinder jeden Tag mit ihnen zusammen sind/waren.

ABER sie sind auch übereinstimmend der Meinung, dass es für jedes Kind ein erstrebenswertes Geschenk sei, noch ein Jahr länger in den Kindergarten gehen zu dürfen. Schule ist etwas sehr Unangenehmes, das man möglichst lange von den Kindern fernhalten sollte. Dass man auch Schaden (über ein temporäres Beleidigtsein der Kinder hinaus) anrichten kann, wenn man intelligente Kinder noch ein Jahr in den Kindergarten schickt, entzieht sich weitgehend ihrer Vorstellungskraft. Und das ist der Punkt, an dem ich zugegebenermaßen frech unterstellt habe, dass es ihnen einfach an dieser Erfahrung fehlt, dass Schule etwas Positives sein könnte und nicht nur jahrelange Qual.

Ich musste im Kindergarten gegen massive Widerstände durchboxen, dass der Große sozusagen als Kannkind in die Vorschulgruppe (letztes Kindergartenjahr) durfte. Als es dann an die Einschulung ging, gab es alternativ zur örtlichen Grundschule auch eine Schule für besonders begabte Kinder, wozu ich die Kindergärtnerinnen befragte. Mir wurde freundlich aber bestimmt beschieden, dass hier keine besondere Intelligenz vorliege, ich solle mir da nichts einbilden. Also ging er zur normalen Grundschule, wo er jede Menge Blödsinn machte, bis er eine Klasse übersprang und nun sehr gute Noten schreibt. Wie gesagt, er ist jetzt ZWEI Klassen weiter, als ihn die Kindergärtnerinnen eingestuft hätten, wobei sie nicht mal selbst drauf kommen mussten, sondern von mir darauf angesprochen wurden. (Jaja, ich weiss, es gibt jede Menge überehrgeizige Mütter, aber sie hatten ihn auch seit seinem dritten Geburtstag jeden Tag da.)

Nimm es nicht persönlich!
Ylva
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