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(Vor)Pubertät?


 
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Freundeskreis netter Leute mit schlauen Kids Foren-Übersicht -> Der ganz alltägliche Wahnsinn
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June
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 22.09.2007
Beiträge: 281
Wohnort: Schleswig-Holstein

BeitragVerfasst am: 13.10.2011, 16:38
BeitragTitel: (Vor)Pubertät?
Antworten mit Zitat

Hallo winkie

Mir fällt kein guter Titel ein.
Bis vor ca. 1/2 Jahr hatten wir einen recht "braven" Sohn.
J. war es wichtig, die Dinge "richtig" zu machen.
Wir hatten Krach, auch Schwierigkeiten - aber er hat nie absichtlich wirklich Mist gebaut.
Mitte des letzten Schuljahres begann er dann, sich tatsächlich mit einem anderen Jungen zu treffen (der vorher auch eher zurückhaltend war, so dessen Eltern) - und zusammen begannen sie zu expandieren. Erkundeten den Ort und die Umgebung mit dem Fahrrad, gaben viel Taschengeld für unnützen Kram aus - ich hielt mich zurück, freute mich über seine Abenteuer, sah es als Vorbereitung auf den anstehenden Schulwechsel mit 20km Schulweg per Bahn oder Bus in die Kreisstadt.
Soweit so gut.

Allmählich kam heraus, dass die beiden ihre Abenteuer ausweiteten in einer Weise, die wir nicht mehr gut fanden.
J. fing an, uns Geschichten zu erzählen, die unglaubwürdig waren.
Letztlich gipfelte es darin, dass er uns Geld aus der Kasse nahm, um sich etwas zu kaufen, was wir ihm nicht kaufen wollten.
Ich war sehr geschockt, er auch, wir zogen Konsequenzen.. Vorher hatte er schon heimlich im Internet Dinge gemacht, die verboten waren -Konsequenzen. Dies wiederholte sich gerade - Ärger und Wut bei mir, dann Gespräche über Internet, Vertrauen etc.
Jetzt habe ich ihn gerade entgegen klaren Absprachen ohne Helm auf dem Fahrrad erwischt.
Peanuts, irgendwie - aber ich weiß allmählich nicht mehr, was ich ihm glauben soll, und das macht mich fertig traurig

Versteht mich wer?
Diese Art von Problemen habe ich erst für einige Jahre später eingeplant rolleys

Er ist der Kleinste und Jüngste in der neuen Schule - klar, ich kann mir so einiges erklären. Er will mithalten.

Muss das denn heißen, dass ich mit Unzuverlässigkeit und Hintergehen rechnen muss??

Ich will nicht, aber ich nehme das leider persönlich.

Ich würde mich über Eure Erfahrungen freuen.
Tipps werden auch gerne entgegengenommen....

Viele Grüße
von June
mit frühreifem Sohn?
_________________
mit J. (11/01) auf dem Gymnasium und S. (6/05) in der Grundschule


June
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ripley



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 13.10.2011, 16:59
BeitragTitel: Re: (Vor)Pubertät?
Antworten mit Zitat

June hat folgendes geschrieben:
Muss das denn heißen, dass ich mit Unzuverlässigkeit und Hintergehen rechnen muss??

Ich will nicht, aber ich nehme das leider persönlich.


Ersteres - ja.

Letzteres, kenne ich, hilft aber nix. Schadet eher. Junior ist jetzt 13 und hat netterweise mit Eskapaden HINTER unserem Rücken bis vor sehr kurzem gewartet. Da geht es aber eher um unerlaubte Mediennutzung (zumindest WEISS ich von keinen schlimmeren "Delikten").

Wir haben uns auf eine Sichtweise geeinigt, die persönliche Verletztheiten möglichst weitgehend außen vor lässt: ER testet mich aus. Das ist eine Art "Job" eines pubertierenden Jungen. ICH habe dem mein Möglichstes entgegenzusetzen, um ihm zu vermitteln, dass Grenzen auch dann gelten, "wenn keiner guckt". Das ist eben MEIN Job.

Klar, dass Konsequenzen für Heimlichkeiten oder Unehrlichkeiten etwas deftiger ausfallen. Die "Heimtücke" wird ja mitgeahndet ...
(Keine Sorge, Folterkeller haben wir nicht, brauchen wir auch nicht!)
_________________
LG
Ellen
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jutta
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Anmeldungsdatum: 15.05.2005
Beiträge: 4602
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 13.10.2011, 17:00
BeitragTitel:
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Was sagt er selber denn, wie es zu diesen Eskapaden kommt? Wenn er erschrocken ist, deutet es doch auch evtl. auf Einfluß durch andere hin - Klassenkameraden, dumme Sprüche von irgendwem, neuen Freund, Mutproben o.ä. Gibt es da etwas? Oder ist gar Abzieherei im Spiel?

Ich kenne nur die typische Vorpubertät mit ca. 9 Jahren, wo das Kind so anders, rebellischer war. Aber das war nach einigen Monaten wieder besser.
_________________
Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
Einstein (3/93) und Napoleon (3/99)
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June
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Anmeldungsdatum: 22.09.2007
Beiträge: 281
Wohnort: Schleswig-Holstein

BeitragVerfasst am: 13.10.2011, 18:21
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Hallo Jutta,

zum Teil ist ein Junge aus der neuen Klasse "Initiator" gewesen, wobei ich mich auf seine Sichtweise, dass der andere Schuld sei, nicht einlasse.
Ich habe das getrennt - die eine Seite ist der Vertrauensbruch und das Verletzen von Regeln, das betrifft ihn und uns als Eltern.

Die andere Seite ist dieser Junge, der ihn wohl bedrängt und gepiesackt hat, was J. aber erst so nach und nach kapiert hat (er wollte sein Freund sein...). Er ist jetzt erstmal auf Abstand gegangen, was ich gut finde - sie werden sich aber in der Schule ja treffen.

Das andere ist, dass unsere Regeln (Helm auf beim Fahrradfahren, Kindersitz, eingeschränkte Medienzeiten) offenbar nicht für die Jungen zutreffen, jedenfalls nicht in dem Maße, mit denen er zu tun hat.

Damit muss er leben, ich finde unsere Regeln nach wie vor OK, wobei wir sie anpassen an sein Alter und veränderte Bedürfnisse.

Ach ja...
Ich finde das alles noch zu früh, so schnell komme ICH irgendwie nicht mit!

Vielen Dank schon mal für Eure Sichtweise!

Grüße
von June
_________________
mit J. (11/01) auf dem Gymnasium und S. (6/05) in der Grundschule


June
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jojo



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Anmeldungsdatum: 19.09.2009
Beiträge: 264

BeitragVerfasst am: 09.12.2011, 09:38
BeitragTitel:
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hallo June,
meiner Erfahrung nach ist das moralische Begreifen nie in nur einer Phase abgetan. Bei unserem im Grunde durch und durch ehrlichen Kind, gab es das erste Mal so eine Phase (etwa 6 Monate lang) als er 6 war und dann bis heute (11) immer mal wieder, insgesamt hatten wir schätze ich drei davon. Die erste war die schlimmste, zwar hat er uns nicht beklaut, aber es hatte in dieser ersten Phase auch etwas mit Geld und Unwahrheiten zu tun. Damals waren wir geschockt. Aber wenn man es ganz genau betrachtet, sollte man vor allem mal an die eigene Kindheit denken und wie man selbst solche Situationen erlebt hat. Die Erinnerung an eine unentdeckte »Lüge« zählt sicher zu den unangenehmsten und lehrreichsten für späteres Handeln. Wie die anderen hier schon schreiben, ist es eben die Aufgabe von Eltern die Grenzen zwischen Wahrheit und Lüge zu definieren, dabei sehr klar und unerschütterlich zu sein, aber auch offenen Auges für mögliche Probleme (die außer dem Versuch mal was unerlaubtes zu tun, dahinter stecken könnten).
Eine Lüge meines Kindes hat mich vor allem selbst beschämt, weil ich erkannte, dass dahinter vor allem der Wunsch stand, mich nicht zu enttäuschen. Ich erwartete etwas, von dem ich nicht mal ahnte, dass es dem Kind schwer fiel und das Kind bekam es nicht hin, ließ mich aber im Gauben, es würde laufen ... über Wochen, bis es in einer öffentlichen Situation zutage kam, dass Kind es seit vielen Wochen versäumte. Mir tat mein Kind sooo leid, weil es sich schämte obgleich es von der ganzen Lüge zu keinem Zeitpunkt einen Nutzen hatte... das meine ich. Lügen können so unterschiedlich motiviert sein. manche Menschen lügen / schweigen, um andere zu schützen (was natürlich trotzdem nach hinten losgeht), andere lügen aus einer Art spontanen Reflex heraus und schaffen es dann nicht, die Situation wieder richtig zu stellen... Vielleicht wäre es gut, über diese verschiedenen Arten zu sprechen und darüber, was es für Möglichkeiten gibt aus einer Lüge heraus zu finden. Und vor allem, dass es immer das schlechteste ist, sich in einer Lüge einzurichten, also gar nicht erst selber heraus zu finden, sondern zu warten, ob jemand es eines Tages bemerkt. Bei uns gab es für diese Art Lügen natürlich die strengsten Konsequenzen, während Lügen, die von sich aus erzählt werden zwar diskutiert, aber sofern sie keinen Schaden angerichtet haben nicht sehr streng sanktioniert werden. Manchmal hatten wir auch die Situation, dass einer etwas erzählt und kurz danach/im selben Gespräch etwa sagt »äh, so war es doch nicht, es war anders, das kam gerade nur so heraus«. Dann bin ich froh, dass sie lernen und mittlerweile merken und zu verhindern wissen, wie sich so etwas entwickelt. Den Weg der Selbstkorrektur haben meine Kinder mittlerweile ganz gut gelernt und da spielt sicher eine Rolle, das ich soetwas noch nicht als Lüge werte, sondern als Reflektion schätze...
hm, vielleicht hilft dir das?

Viele Grüße,
jojo
_________________
jojo (00/02)
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