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Trost !!!!!!!!


 
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Freundeskreis netter Leute mit schlauen Kids Foren-Übersicht -> Der ganz alltägliche Wahnsinn
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Ylva




Anmeldungsdatum: 18.08.2010
Beiträge: 199

BeitragVerfasst am: 16.12.2011, 10:41
BeitragTitel: Trost !!!!!!!!
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Unser Großer (8 Jahre, 4. Klasse) benimmt sich in letzter Zeit zu Hause wieder mal besonders unerträglich. Bei jeder Gelegenheit geht ihm das Messer in der Hose auf, der mittlere wird ziemlich drangsaliert, es fallen jede Menge Kraftausdrücke, höhnischer Widerspruch, Bockigkeit, erhobene und fliegende Fäuste und mehr, zischender Hass, verächtlichste Blicke, Türenknallen, Zeug durch die Gegend schmeißen. Die ganze Familie leidet sehr darunter. Ich würde es am liebsten durch freundliches Ignorieren und In-sein-Zimmer-schicken aussitzen, aber ich muss die beiden Kleinen schützen, die es sonst körperlich abbekommen. Von unserer eh karg bemessenen Freizeit geht also täglich im Schnitt eine Stunde für Deeskalation und Sanktionen drauf.

Gestern war Weihnachtskaffee in der Schule. Dieses mein Kind fällt bei anderen Leuten durchgängig wegen exzellenter Manieren auf und wird vom Klassenlehrer als "introvertiert und ruhig" beschrieben...

Es nützt zwar zu Hause nichts, aber ich fühle mich dadurch sehr getröstet, dass wir nicht vollkommen in der Erziehung versagt haben. Das erste Mal war er vier, als ich halb ernsthaft erwogen habe, meine Erziehungsbemühungen wegen absoluten Mißerfolgs aufzugeben.

Woran es aktuell liegt, weiss ich nicht. In seinem Charakter steckt es schon immer, in der Schule gibt es keine erkennbaren Probleme. Klar sind die anderen älter und interessieren sich zumeist nicht für ihn. Trotzdem hat er zwei gute Freunde in der Klasse, es drangsaliert ihn auch keiner über gelegentliche blöde Bemerkungen hinaus, die so aber jeder Schüler irgendwann abbekommt. Er ist gerade angenervt, weil er nicht nur Einser, sondern mehr Zweier schreibt, woraus aber nicht die Erkenntnis resultiert, dass er mehr tun könnte, als das absolute Minimum in sein Heft zu schmieren. Offenabr sind im Moment gerade das ganze Leben und insbesondere Eltern und Geschwister einfach nur oberlästig.

Naja, vielleicht erfahren wir eines Tages die Gnade, dass der Knabe uns auch etwas von seiner Wohlerzogenheit zukommen lässt. Das geht auch, wenn ein Erwachsener mit ihm alleine ist und ihm mindestens zwei Stunden Streicheleinheiten (wörtlich!) am Tag zukommen läßt. Dummerweise sind wir aber zu fünft!

Introvertiert und ruhig und beste Manieren, ich kann es kaum fassen!
Ylva
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starkejungs
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Anmeldungsdatum: 24.10.2006
Beiträge: 5625
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 16.12.2011, 11:35
BeitragTitel:
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Hallo Ylva,

wie ich das kenne! surprise
Bei uns ist das der Kleine- und das Problem ist eigentlich nicht, dass ich den Großen schützen muss, sondern dass der inzwischen hemmungslos zurückgibt...

In der Öffentlichkeit ist der Kleine ein absolut nettes, freundliches, offenes, geduldiges und umgängliches Kind.
Hier Zuhause rastet er wegen Kleinigkeiten komplett aus, wird ausfällig und handgreiflich nein und dabei zeigt er eine Hartnäckigkeit, die absolut nervenaufreibend ist.

Ich finde, es tröstet nur begrenzt, dass er prinzipiell wohl weiß, wie das geht mit dem guten Benehmen...

Zur Zeit ziemlich gestresste Grüße
Steffi
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Hab Geduld! Nicht durch Aufschlagen, sondern durch Ausbrüten wird das Ei zum Küken.
(Sören Kahl)
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jutta
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Anmeldungsdatum: 15.05.2005
Beiträge: 4602
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 16.12.2011, 12:24
BeitragTitel:
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Hallo Ylva,

naja, so um den 9. Geburtstag herum würde ich das unter Vorpubertät einordnen. Da sind die Kinds oft so anders, dass man sie kaum wiedererkennt und an seiner Erziehung zweifeln mag. motz

Wenn er das aber schon einmal im Kindergartenalter hatte (um den 5. Geburtstag herum?), könnte es auch psychischer Stress sein. Was sagt er selber denn zu seinem Verhaltent?

fragt Jutta
_________________
Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
Einstein (3/93) und Napoleon (3/99)
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ripley



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Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 16.12.2011, 12:57
BeitragTitel:
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Ach, Ylva!

1) Lass Dich mal in den Arm nehmen!

2) Du stöhnst ob des Unterschiedes zwischen seinem familieninternen und dem externen Betragen...
*grins*
Ich hätte Dir ja, wenn wir nicht darüber (hoffentlich dauerhaft *klopfaufHolz*) hinweg wären, einen Tausch angeboten. Unserer war zeitweise in JEDER Umgebung unerträglich. green
Du hast sozusagen den "Luxus", Dich wenigstens in Schulzeiten entspannt zurücklehnen zu können statt wie ich damals auf den nächsten Anruf der Schule zu warten.

3) Nun ja, ...
Wenn man als Eltern zu Zeiten sowieso immer die A-Karte gezogen hat und aus Kindersicht eh nur blöde bis unmöglich ist ... hm, dann bietet das doch wieder ungeahnte erzieherische Freiheiten - oder? "Noch falscher machen" geht dann nämlich nicht mehr ... winkie

4) Versuch Dir ab und zu mal kleine Auszeiten, "kleine Fluchten" zu gönnen. Ich glaube, wir hatten kürzlich mal einen Faden dazu, der könnte Anregungen geben. Ab und an mal auftanken hilft enorm dabei, (etwas) entspannt(er) zu bleiben.
_________________
LG
Ellen
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fynn



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Anmeldungsdatum: 26.03.2010
Beiträge: 198
Wohnort: Hampshire UK

BeitragVerfasst am: 16.12.2011, 13:56
BeitragTitel:
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sm

Liebe Ylva,
wenn ich wüsste wie man das in den Griff bekommt....ich dachte Du schreibst von uns (der Grosse 8,4. Klasse) allerdings sind wir nur zu viert.
Sieh´s mal so, das nur zu Hause "doof" sein zeugt zumindest von ausgeprägter Sozialkompetenz, denn nur die Familie bietet schliesslich den "Schutzraum" für Eskapaden - leider, ich weiss!!

Ich schick´Dir all mein Mitgefühl und bin sicher (ich muss sicher sein, denn bei uns läuft es sehr ähnlich) dass die Jungs sich früher oder später "ausgetobt" haben (und wie schön wenn sie dabei nicht ihr gesamtes soziales Umfeld schon ruiniert haben und wie schön wenn sie uns das Vertrauen schenken, dass wir das aushalten können..... drugs drugs

Ein friedlich, weihnachstgestimmtes Kind wünscht Euch
Patty
_________________
Patty mit Mann, boy, geb. Aug 2003 und girl, geb. Juli 2005

Lass Dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!
(Pippi Langstrumpf)

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fynn
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TAfel



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Anmeldungsdatum: 11.06.2008
Beiträge: 373
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BeitragVerfasst am: 16.12.2011, 14:00
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@ripley: Du sprichst mir aus dem Herzen. Sohn schafft es auch phasenweise, in jeder Umgebung schwer erträglich zu sein. Und aus seiner Sicht haben wir so erhebliche Defizite in der Erziehungsfähigkeit, dass er immer mal wieder das Jugendamt einschalten will oder sich eine Pflegefamilie wünscht (wobei wir das jetzt schon länger nicht mehr gehört haben).

@ Ylva: wir haben neulich von einer anderen Mutter gesagt bekommen, wie höflich und rücksichtsvoll unser Sohn doch sei. Gerade was letzteres angeht, würde ich mir hier zu Hauese mehr von wünschen. Bei Sohn gab es auch die erste schwierige Phase so mit 4,5 Jahren, als seine besten Freundinnen in die Schule abgewandert sind. Die ersten beiden Grundschuljahre gings dann wieder, schwierig wurde es dann in der 4. Klasse sowohl in der Schule als auch zu Hause. Er ist von unseren 3 Kinder derjenige mit der geringsten Kompromissbereitschaft, dem ausgeprägtesten Willen (man könnte auch Sturheit sagen) und dem höchsten Bedürfnis nach Selbstbestimmtheit.

Verständnisvolle Grüße von Tafel
_________________
gr. Tochter (Jg. 98), Sohn (Jg. 01), kl. Tochter (Jg. 04)
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Ylva




Anmeldungsdatum: 18.08.2010
Beiträge: 199

BeitragVerfasst am: 16.12.2011, 16:34
BeitragTitel:
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Hallo Jutta,

eigentlich geht das dauerhaft schon immer so, es sind eher die Entspannungsphasen, die nur sporadisch auftreten. ;-)

Meinem Gefühl nach ist er eigentlich ein ausgeprägtes Einzelkind, das das Pech hat, seine Eltern doch noch mit zwei anderen teilen zu müssen. Das Verhalten meiner Kinder ist bei Anwesenheit von zwei oder dreien zu 90% von Eifersucht bestimmt.

Klar kann es sein, dass er gerade etwas Stress hat. Die Wahl der nächsten Schule steht an, er möchte gerne auf eine bestimmte und die nimmt nicht mal die Hälfte der Bewerber. Die Schule wäre schon klasse, aber es gibt dann doch noch eine Alternative, die auch gut ist. Seine Noten sind gut, aber ihm ist klar, dass er auch bessere haben könnte, wenn er ab und an was dafür täte. Ihn stört die Zwei im Diktat dabei viel mehr als mich, und ich glaube, es ärgert ihn wirklich, dass das immer Schluderfehler sind. Fast alle anderen müssen mehr für die Schule tun (weniger geht nicht!). Ich glaube nicht, dass andere Kinder die Situation anders empfinden, denn bei uns steht die Gymnasialempfehlung noch nicht mal ansatzweise in Frage.
Am Klavier ist es ähnlich, wenn es nicht auf Anhieb läuft, dann wird das Heft hingeschmissen und Knabe erklärt sich selbst für unfähig. Er hat zwar inzwischen kapiert, dass man solche Dinge üben kann und ab einem bestimmte Level auch muss, aber giftiges Rumtoben ist offenbar weniger anstrengend.

Außerdem erklärt das nicht, warum er schon immer so ist. Beim ersten echten Wutanfall war er noch kein Jahr alt. Als er letztes Jahr drei Wochen in der nächsthöheren Klasse hospitierte, fühlte er sich meines Erachtens mehr unter Druck. Damals war er geradezu handzahm und ausgesprochen kuschelig.

So, eben hat mir die Kleine erklärt, dass ich blöd bin und nicht mehr ihre Freundin.

ICH werde jetzt erst mal im wörtlichen Sinne abtauchen und mit einer ähnlich geplagten Freundin in ein Wellness-Wochenende entschwinden.

Blubb-blubb, weg war sie!!!!
Ylva
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grünergeist
Quiz-Gewinnerin



Anmeldungsdatum: 21.05.2005
Beiträge: 2644

BeitragVerfasst am: 17.12.2011, 15:01
BeitragTitel:
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Ein gewisses Temperament scheint schon angeboren zu sein. Als geistelin 14 Tage alt war, konnte sie gerade beim Wickeln auf dem Rücken liegen und mit den Armen fuchteln und dabei die Stoffente umschmeißen. Nachdem ich die Ente einige Male immer wieder aufgestellt hatte, stellte ich sie außer Reichweite. Das Kind hat so gebrüllt, daß ich als arme unerfahrene Mutter dachte, es wäre krank, hätte Schmerzen o.ä. Bis ich nach diversen Trostversuchen die Ente wieder hingestellt habe - schon hatte ich wieder das sonnige Kind, das es sonst die ganze Zeit war.
_________________
Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen. [George Orwell]
grünergeist
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Essen, Familie, Freizeit, Kaffee, NES



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