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Otto-Hahn-Schule in Hanau


 
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Svea
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 4746
Wohnort: St. Olaf ;-) (BW)

BeitragVerfasst am: 29.02.2012, 14:14
BeitragTitel: Otto-Hahn-Schule in Hanau
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Schaut mal hier:

http://www.fr-online.de/hanau/--8222-wir-koennen-auch-nein-sagen--8220-,1472866,11726914.html

Svea
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Wer das Konzept der Unendlichkeit verstehen will, muss nur das Ausmaß menschlicher Dummheit betrachten.
Voltaire
Svea
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grünergeist
Quiz-Gewinnerin



Anmeldungsdatum: 21.05.2005
Beiträge: 2644

BeitragVerfasst am: 29.02.2012, 19:47
BeitragTitel:
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Meine Gedanken zu diesem Artikel sind sehr zwiespältig. So ein Artikel jinterläßt natürlich nur einen eindruck, in der Realität kann es auch ganz anders bis gegensätzlich sein.

Wir haben ein ADS-Kind erlebt, daß so total ausrastete, daß zwei Lehrer es nicht mehr festhalten konnten. Es wurde von einem Mitschüler (ein blondgelocktes Engelchen) den ganzen Tag getrietzt, bis es in der letzten Stunde auf einen einzeln harmlosen Kommentar eben ausflippte. für die Lehrer völlig unverständlich und unangemessen. Jede Stunde ein anderer Lehrer, keine Kommunikation.

Andererseits meine ich schon, daß ein Wechsel wirklich sinnvoll ist, wenn die Zusammenarbeit nicht funktioniert. Das Versagen der Schule sehe ich darin, daß sie diesen Jungen nun übers Amt abschieben, wodurch natürlich alle Chancen verschlechtert werden.

Eine Schule sollte die Akten nicht überbewerten, zum Glück sind die meisten zu faul, sie für alle Schüler zu lesen. Wenn ich sehe, was in Geistleins Akte von der ersten Klasse steht, einschließlich unverschämter Kommentare über mich, würde wohl kaum eine Schule das Kind nehmen - seltsam, daß von den anderen Schulen gar nichts von "schwierig" oder "aggressiv" in der Akte steht.

Insgesamt erscheint mir so ein Direktor sehr selbstgerecht und hauptsächlich um das Funktionieren der Schule besorgt als um Kinder - für mich ein Ausschlußkriterium als geeignete Schule.
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Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen. [George Orwell]
grünergeist
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Mausi



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 28.09.2009
Beiträge: 70

BeitragVerfasst am: 01.03.2012, 10:36
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Wir wohnen zwar nicht in Hanau, aber für mich hätte sich diese Schule nach diesem Interview auf jeden Fall erledigt. Gut, dass der Typ bald pensioniert wird.
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ripley



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Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 01.03.2012, 12:15
BeitragTitel:
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Nun bin ich ja Mutter eines Kindes, das seinerzeit aufgrund seiner Verhaltensauffälligkeiten (Ausraster) auch nicht mehr sooo weit entfernt war von einem Schulausschluss. Ich hätte daher eigentlich "allen Grund", diesen Direktor ebenfalls "unmöglich" zu finden.

Da aber nicht nur Junior sich sehr (zum Guten) gewandelt hat, sondern auch ich inzwischen vieles anders sehe (ob die beiden Dinge miteinander zusammenhängen?), muss ich heute sagen: "Ja, ich verstehe ihn. Gut sogar".

Schule ist ja nun keine Wohltätigkeitsveranstaltung. Schule lebt davon, dass sie als Gesamtorganismus funktioniert.

Der Vorwurf ...
Zitat:
Insgesamt erscheint mir so ein Direktor (...) hauptsächlich um das Funktionieren der Schule besorgt als um Kinder - für mich ein Ausschlußkriterium als geeignete Schule.
erscheint mir insofern nur begrenzt berechtigt. NATÜRLICH ist sein Hauptanliegen das Funktionieren der Schule. Was denn sonst?

Und das ist bei Privatschulen doch nicht weniger ausgeprägt, sondern eher stärker, oder? Wenn unter den Eltern rumgeht, dass da ein komplett unregulierbares Kind rumspringt, das tritt und prügelt ... tja, dann bleiben ganz schnell mal zahlende Kunden weg.

Und auch das Kollegium hat sicher Schöneres, zumindest aber Besseres zu tun, als sich von einem durchknallenden Pimpf treten zu lassen. Ich denke jedenfalls nicht, dass dergleichen in der Stellenbschreibung steht.

Wenn Ihr mich fragt: Das ist alles eine Frage der Perspektive.
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LG
Ellen
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joeymc
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Anmeldungsdatum: 17.09.2009
Beiträge: 1539
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BeitragVerfasst am: 01.03.2012, 17:30
BeitragTitel:
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@ ripley:
*unterschreib*

Wir hatten mal an meiner Schule ein schwer psychisch gestörtes (intelligentes) Kind, das regelmäßig so ausrastete, dass es von 2-3 Erwachsenen festgehalten werden musste, um niemanden zu verletzen. Für die 5tKlässler beängstigend und verstörend, auch für uns Lehrer nicht einfach. Alle waren dankbar, dass es da dann eine Atempause gab, als endlich ein Platz in der stationären Behandlung frei wurde....
Es ist eben auch Aufgabe des Schulleiters, den Schulfrieden zu schützen und einen reibungslosen Verlauf des Unterrichts zu gewährleisten.
Bei uns wurden so einmal Schüler der Schule verwiesen, die in den Pausen mit Butterflymessern handelten- Und das geht nun mal in Hessen regulär über das Schulamt.

LG
Joey
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(Ich kam, scherzte und floh - mein Sohn Nr 1 (mit damals 13) über die Schule und wech )
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UBI



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Anmeldungsdatum: 19.03.2007
Beiträge: 270

BeitragVerfasst am: 01.03.2012, 22:20
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In Münster gibt es mittlerweile zumindest ein Übergangsangebot in solchen Fällen:http://www.wn.de/Muenster/Nicht-beschulbar-Der-Leidensweg-von-Familien-mit-verhaltensauffaelligen-Kindern-die-Stadt-hat-neuerdings-ein-Angebot

Ein Zitat aus dem FR-Artikel :
Frankfurter Rundschau hat folgendes geschrieben:
Wir hatten den Eltern immer wieder ans Herz gelegt, weitere Beratungskräfte außerhalb der Schule hinzuzuziehen. Sie hatten das auch zugesagt, aber nicht eingelöst. Hätten die Eltern unseren Wünschen entsprochen, wären wir wohl besser mit dem Kind zurecht gekommen und dann wäre es womöglich gar nicht zu dem Vorfall gekommen. Die haben das deshalb letztlich eingesehen.


Ich finde das von außen immer sehr schwer zu beurteilen. Aber man kann sich vorstellen, dass hier ein I-Helfer abgelehnt wurde, was allerdings auch bedeuten kann, dass man sonderpädagogischem Förderbedarf zustimmen müsste. Alles nicht ganz einfach, denke ich.

Gruß

Ubi
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grünergeist
Quiz-Gewinnerin



Anmeldungsdatum: 21.05.2005
Beiträge: 2644

BeitragVerfasst am: 01.03.2012, 23:41
BeitragTitel:
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Wie gesagt, daß kann man nach so einem Artikel nicht beurteilen, wir brauchen ja auch nicht über allgemeinplätze zu reden.
Ich sehe einen grundlegenden Unterschied zwischen der schulischen Einstellung "das Kind muß gut genug für uns sein" und "das Kind muß auf unsere Schule passen". Das Letztere drückt für mich das Bemühen aus sich auch auf einzelne Kinder einzustellen , das andere eben nicht, sondern dort liegt die "Bringeleistung" allein beim Schüler.
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grünergeist
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Epilog




Anmeldungsdatum: 19.02.2010
Beiträge: 71

BeitragVerfasst am: 02.03.2012, 09:52
BeitragTitel:
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grünergeist hat folgendes geschrieben:
Insgesamt erscheint mir so ein Direktor sehr selbstgerecht und hauptsächlich um das Funktionieren der Schule besorgt als um Kinder - für mich ein Ausschlußkriterium als geeignete Schule.


Ich sprach mal mit einer Mutter, die sich darauf gefreut hatte, ihren Sohn dort in eine HB-Klasse zu geben. Die HB-Klassen waren jedoch gerade abgeschafft worden, und dies nicht aus pädagogischen Gründen. So wurden dann auch die Schüler des 9. Schuljahres einfach zusammengefasst, worüber sich die Eltern der HB-Kinder wenig freuten und die anderen Eltern schon gar.

Auf mich wirkt das nicht so, als würde an der Schule Rücksicht auf die jungen Menschen genommen, die es zu bilden gilt.

Wie ich lese, ist die Schule auch wieder zu G9 zurückgekehrt. Aus meiner Sicht wünschen sich die Lehrer ihren alten Trott und möglichst wenig Arbeit.

Epilog
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