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Aufräumen


 
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Ernestine




Anmeldungsdatum: 18.01.2012
Beiträge: 386

BeitragVerfasst am: 19.04.2012, 19:44
BeitragTitel: Aufräumen
Antworten mit Zitat

Ja ja, ich weiß, ich bin nicht allein mit dem Problem.

Trotzdem:
Charlotte räumt nur auf, wenn ich dabei bin und Anweisungen gebe ("Nimm das nächste Teil! Räum es weg! Nimm das nächste Teil! Räum es weg!" rolleys ) - ob ich helfe oder nicht ist dabei anscheinend irrelevant.
Ob das Zimmer ein Schlachtfeld ist oder nur 10 Teile rumfliegen spielt auch keine Rolle.

Wir haben schon alles mögliche an Aufräum-Rhythmen, Aufräum-Regeln, Nicht-Aufräum-Konsequenzen ausprobiert, aber es läuft immer darauf hinaus, daß ich dabeistehen muß und sie antreiben.

Mein Problem ist, daß ich dabei wirklich wütend werde. Wenn Charlotte nach jeden Teil erstmal in Trance fällt oder sich auf dem Weg vom Schreibtisch zum Schrank 7x kratzen muß! na warte

Zimmer vermüllen lassen ist keine Alternative, da das Zimmer
1. an eines von unseren grenzt
2. darin Instrumentalunterricht stattfindet
3. auch mal Kinder zu Besuch kommen

Ich will ihr das aber auch nicht komplett abnehmen (manchmal mache ich es schon).

Habt Ihr gute Ideen für mich?
_________________
Charlotte (9), Wolf (4), Frieder (2)
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ripley



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 19.04.2012, 20:53
BeitragTitel:
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Findest Du hierin http://pfiffi-freundeskreis.bboard.de/board/viewtopic.php?nxu=74582471nx3749&t=104073 etwas, das Dir schon mal etwas weiterhilft?
_________________
LG
Ellen
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Ylva




Anmeldungsdatum: 18.08.2010
Beiträge: 199

BeitragVerfasst am: 19.04.2012, 21:18
BeitragTitel:
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Wir sind auch immer wieder von neuem auf der Suche. Hier eine Auswahl bzw. Vorschläge.

Weit ums Zimmer herumputzen, nur weggeräumte Wäsche waschen.
Wenn der Weg zum Bett nicht frei ist, kann Mutter logischerweise nicht nochmal zum Kuscheln kommen.
Wenn Zimmer nicht aufgeräumt, keine sonstigen Vergünstigungen (Computer, Fernseher).
Wenn Putztag ist, vorher mit großem Besen und noch größerem Sack en gros entsorgen, Beute für längere Zeit wegsperren bzw. für sich selbst Auswahl des Wegzuwerfenden vorbehalten.
Musiklehrer instruieren, entweder angewidert umzukehren oder sich zumindest angeekelt zu äußern.
Die anderen Kinder stört es vermutlich weniger, aber Du kannst so tun, als hätten die dann bald keine Lust mehr zu kommen. Oder alle müssen solange ausschließlich draußen spielen, bis die Bude wieder begehbar ist.
Keine neuen Spielsachen kaufen, solange der bereits existierende Bestand nicht aufräumtechnisch geschafft wird.

Wir haben jetzt extra nur für Lego ein eigenes Kehrblech mit Handfeger, die immer im Kinderzimmer stehen. Ansonsten räume ich am Abend vor Putzfrau demonstrativ penibel Küche, Flur und Wohnzimmer auf, und hoffe, dass sich mein Mann oben bei den Kindern erbarmt, da er sich leichter zum Mithelfen beschwatzen lässt. Ich würde auch schnell sehr wütend. Ich muss dann am nächsten Morgen dort sowieso noch einige Zeit hinterherräumen...

Viel Erfolg,
Ylva
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ripley



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 19.04.2012, 21:31
BeitragTitel:
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Bei allem aber nicht vergessen, dass eine Achtjährige nicht zwingend reif genug ist, um a) das Konzept "Aufräumen" geistig bis ins Detail zu durchdringen (geschweige denn seine Notwendigkeit anzuerkennen), b) es dann auch in die Tat (genauer: in 123+ Einzeltaten) umzusetzen.

Ich kann nun wirklich nicht für Normfamilien und Normkinder sprechen, aber Junior war mit 8 schlichtweg nicht fähig, ohne permanente Anleitung und Hilfe Ordnung in seine Bude zu bringen. Noch lange nicht.

Immerhin - ein Lichtblick: Letzthin kam er doch tatsächlich von alleine auf die Idee, sein Zimmer aufzuräumen. UND er hat es auch getan. So ausgiebig, dass ich beinahe geblendet war von dem sich ergebenden Bild. Sagte ich es? Er ist 14! p
_________________
LG
Ellen
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Ernestine




Anmeldungsdatum: 18.01.2012
Beiträge: 386

BeitragVerfasst am: 19.04.2012, 21:43
BeitragTitel:
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ripley hat folgendes geschrieben:

Ich kann nun wirklich nicht für Normfamilien und Normkinder sprechen, aber Junior war mit 8 schlichtweg nicht fähig, ohne permanente Anleitung und Hilfe Ordnung in seine Bude zu bringen.


Genau - das Problem ist aber, daß es mich wahnsinnig macht, diese stupide Arbeit anzuleiten. tocktock
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Ima



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Anmeldungsdatum: 21.03.2007
Beiträge: 1471
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BeitragVerfasst am: 20.04.2012, 00:08
BeitragTitel:
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Hach ja, das ewige Leidthema^^

Ich muss meinen 12jährigen auch regelmäßig zum Aufräumen anhalten; er macht's dann auch aber eben nach und mit vielem Gemecker meiner- bzw. seinerseits...

Blöderweise muss ich zugeben, dass ich auch nicht die ordentlichste bin, was aber auch an meinem Zeitmanagement liegt, bei dem Aufräumen nun mal nicht oben auf der Prioritätenliste steht... Ich bin also nicht das perfekte Vorbild diesbezüglich.
Ich war auch schon als Kind eine ziemliche Chaotin, meine Mutter hat nach ewigen Streitereien, Gemecker und nicht wirklich erfolgreichen Aufforderungen irgendwann eine Radikalmethode angewandt: Sie kam mit dem Besen an, hat alles (wirklich alles!) was in meinem Zimmer herumlag zu einem Haufen i.d. Mitte meines Zimmers zusammengefegt... Ich hatte dann die Möglichkeit, sofort und schnell alles zu sortieren und wegzuräumen, bevor sie mit einem Müllbeutel anrückte. Ich weiß, etwas fies diese Methode aber das hat gewirkt - im Müll landete dann auch nie etwas, was nicht da hingehörte! Bisher musste ich sie noch nicht bei meinem Spatz anwenden, dauerhaftes Gemecker hat bisher "gereicht"...

Muss aber auch sagen: Seit wir sein Zimmer von Kinder- zu Jugendzimmer umgebaut haben und dabei auch einiges ausgemistet haben, hält sich das Chaos im Rahmen... Überhaupt hab ich bei einigen Kids um mich herum das Gefühl, dass die Unordnung nicht an ihnen selbst, ihren chaotischen Wesen oder ihren Mangel an Struktur liegt, sondern an der unglaublichen Menge an Spielsachen, Kram und Krempel, die sie haben... Ausmisten oder das (saisonale) Wegräumen von Spielsachen kann manchmal auch ganz gut sein...
_________________
Ima
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rodi




Anmeldungsdatum: 12.01.2007
Beiträge: 138

BeitragVerfasst am: 20.04.2012, 07:20
BeitragTitel:
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Würde mich da ripley anschließen wollen. Bei uns klappte das erst als er so 11/12 Jahre alt war.

Richtig gut läuft es, seitdem (s)eine Freundin ihn besuchen kommt devil .

Gruß, rodi
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jutta
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Anmeldungsdatum: 15.05.2005
Beiträge: 4602
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 20.04.2012, 09:07
BeitragTitel:
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Hallo Ernestine,

da du das Thema ansprichst:
Wer hat das Problem mit dem Zimmer?
Wann taucht es als Problem auf?
Was machst du als Ursache aus?

Zitat:
Wir haben schon alles mögliche an Aufräum-Rhythmen, Aufräum-Regeln, Nicht-Aufräum-Konsequenzen ausprobiert, aber es läuft immer darauf hinaus, daß ich dabeistehen muß und sie antreiben.

Das scheint so, als ob deine Tochter konsequenter ist als du. Wie lange läuft ein solches Regelwerkeinstudieren, bevor du es als nicht praktikabel wieder abbrichst?

Versteh mich bitte nicht falsch, ich versuche zu verstehen, was bei euch hilfreich sein könnte.
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Jutta
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Ernestine




Anmeldungsdatum: 18.01.2012
Beiträge: 386

BeitragVerfasst am: 20.04.2012, 09:09
BeitragTitel:
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Puh, ob ich das noch 3-4 Jahre aushalte (und dann gehts ja vielleicht mit Wolf und Frieder weiter)?

Ich bin auch nicht besonders ordentlich, aber ich kann aufräumen. Wenn Ihr jetzt schriebt, Ihr kämt in einer Stunde vorbei, wäre alles annehmbar aufgeräumt (wie im Möbelkatalog sieht es bei uns in keinem Raum aus, aber das wollen wir auch nicht).

Vielleicht sollte ich mir ein paar Drogen beschaffen für den nächsten Aufräumtag, damit ich ganz ruuuuhig bin. drugs
_________________
Charlotte (9), Wolf (4), Frieder (2)
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ripley



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Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 20.04.2012, 09:40
BeitragTitel:
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Ernestine hat folgendes geschrieben:
Vielleicht sollte ich mir ein paar Drogen beschaffen für den nächsten Aufräumtag, damit ich ganz ruuuuhig bin. drugs


Möglicherweise hilft aber auch ein schlichtes Umstellen der Gedanken. Schlechtes Wetter zum Beispiel ist blöd, zuweolen derprimierend, aber nicht zu ändern. Deswegen auszuflippen ändert nix, oder?
Kinder, die lesen und schreiben lernen, brauchen dafür ihre Zeit. Sie anzufauchen à la "Kannst Du nicht endlich schreiben wie ein Erwachsener!?" - na, wer käme auf diese Idee?

Oftmals hegen wir einfach Ansprüche, die sich nicht so wirklich mit unserer Lebensrealität vertragen. Und wir ärgern uns krumm und buckelig, wenn die Welt im Allgemeinen oder die Kids im Speziellen diese unsere Ansprüche verflixt noch mal nicht erfüllen (können?). Da hilft es zuweilen, tief durchzuatmen und zu überlegen, ab wann man welche Reife(!)leistungen wirklich verlangen kann - oder wie lange und wie intensiv man da einfach noch mithelfen muss.

Wenn es regnet, ziehe ich wetterfeste Kleidung an. Wenn der Sohn eine bestimmte Leistung nicht von alleine bringen kann - tja, wenn ich gut bin ( winkie ) bleib ich cool und helfe, erinnere und schubse an, ohne dabei die Fassung zu verlieren.
_________________
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Ellen
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Ylva




Anmeldungsdatum: 18.08.2010
Beiträge: 199

BeitragVerfasst am: 20.04.2012, 10:15
BeitragTitel:
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Dummerweise haben meine zwei Knaben schon bewiesen, dass sie es können. Fernsehen gibt es nämlich nur, wenn das oft als Hauptspielzimmer genutzte Wohnzimmer aufgeräumt ist. Je näher der Beginn von "Wissen macht Ah" rückt, desto besser läuft es. Aber bevor der Film nicht definitiv in Gefahr ist oder ich wirklich mit Sack und Besen im Zimmer stehe, geht wenig. Der Große verkrümelt sich bei allererster Gelegenheit, der Mittlere jault noch vor dem ersten Handgriff los, es sei unfair, dass ich ihm nicht helfe. Die Kleine sagt im Moment schlicht und ergreifend: "Nein, das mache ich nicht."
Wenn ich sehen würde, dass sich einer von den dreien Mühe gibt, dann wäre ich ja milder gestimmt und würde helfen, ich biete das auch immer wieder an, aber dieses Von-vorne-bis-hinten-bedienen-lassen bringt mich auf die Palme!

Dann hoffen wir mal auf die erste Freundin, da sollte das mit dem Unterhosen wechseln und Haare kämmen auch besser klappen. 'green'

Bis dahin werde ich weiter meine Geduld trainieren.
Ylva
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starkejungs
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Anmeldungsdatum: 24.10.2006
Beiträge: 5625
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 20.04.2012, 11:49
BeitragTitel:
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Hallo,

ich habe auch 2 Chaoten hier- und bin leider selbst auch eine.

Was ich jetzt endlich kapiert habe, hilft auch meinen beiden Jungs (13+10):

Jeden Tag etwas- und nicht in einer Großaktion alles. Großaktion ist z.B. der verhasste Aufräumtag! Und dann dieses üble Gefühl, niiiieeemals Herr der Lage zu werden, weil es soooo viel ist drugs

Für die Jungs bedeutet das, dass sie morgens noch vor dem Frühstück ihr Bett machen (dann sieht das Zimmer gleich aufgeräumter aus) und ziemlich regelmäßig jeden Tag (bei uns abends vor dem Essen) einen Kurzzeitwecker stellen und 5 Minuten den Zimmerboden aufräumen (nicht länger- aber wirklich so schnell sie können!).
Da es nur 5 Minuten sind, gibt es kein Gemaule! Danach ist gut.

Aufräumen bedeutet hier: Müll in den "Papierkorb", jedes Teil, dass sie aufheben, an seinen richtigen Platz. Dazu muss man aber auch definierte Plätze für die Dinge haben!
Am Anfang war ich ab und zu dabei, jetzt ist das ein Selbstläufer!

Durch diese kleine regelmäßige Routine wird es gar nicht mehr so schlimm, wie jemals vorher!

Und "ausgemistet" haben sie auch selbst schon mehrfach(auch immer nur ein wenig)- nach dem Motto: Weniger unnützes Grümpel bedeutet weniger aufzuräumen bedeutet mehr Zeit zum Spielen.
Und während der ersten Ausmistaktionen haben wir gemeinsam überlegt, wo diverse Dinge ihren festen Platz bekommen- einen der Sinnvoll ist, so dass sie beim nächsten Aufräumen wissen, wohin.

Ich bin nicht von allein darauf gekommen- habe aber eine tolle Seite entdeckt!
Schau mal hier!
http://pfiffi-freundeskreis.bboard.de/board/ftopic-74582471nx3749-104120.html

In der Email kommt auch regelmäßig ein Auftrag für die Kids mit.
Den leite ich ab und zu mal an sie weiter. Manchmal machen sie wirklich mit!

Hilfreich war auch, dass sie direkt nach den HA/dem Lernen der Ranzen gerichtet und Schulzeug ordentlich an den dafür bestimmten Platz geräumt haben mussten. So lag da auch schon nichts weiter herum.

Ehrlich- am "Aufräumtag" ist dann in 15-20 min das Zimmer so aufgeräumt, dass sie selbst mit dem Staubsauger durchsausen können.

Außerdem gehört zur Abendroutine, dass sie selbst ihre Klamotten ansehen und entscheiden, was in die Wäsche kommt (und ich bestehe darauf, dass das auch direkt im Wäschekorb landet!) und was sie noch anziehen können. Die Kleider für den nächsten Tag werden schon von ihnen bereit gelegt.

Ich habe jedem eine eigene Liste gemacht, da können sie für sich nachschauen, was noch zu tun ist! Ich brauche nicht rumnörgeln- ich bestehe einfach darauf, dass sie selbst ihre Liste abarbeiten!

Das sind wirklich nur wenige und vor allem kleine Routinen, die so wenig Zeit brauchen, dass es wirklich nach kurzer Zeit gut laufen kann. "Kurze Zeit" sind naturlich ca. 4-6Wochen- erst dann ist es auch richtig zur Gewohnheit geworden!

Die Jungs sehen, dass ich mit mir und meinen Routinen konsequent bin und akzeptieren dadurch, dass ich auch konsequent darauf achte, dass sie ihre einhalten.

Wenn sie z.B. zum Abendessen kommen und die 5Minuten Aufräumen haben nicht stattgefunden, haben wir Eltern kein Problem damit, diese NUR 5 Minuten zu warten daumen Und da wir das ganz gelassen kommunizieren, gibt es da kein Geschrei.

Wenn es deiner Tochter- die ja immerhin erst 8 ist(!!!)- hilft, dann macht doch mal außer der Reihe einen Aufräumtag- aber den ganz entspannt: Überlegt gemeinsam, ob es z.B. ein Asylantenwohnheim oder Kaufhaus der Caritas o.Ä. gibt, wo Kinder, die es nicht gut haben, sich über gut erhaltene Kleider und Spielsachen/Bücher freuen. Überlegt doch mal gemeinsam, wie es wäre, wenn im Zimmer nur noch die Sachen untergebracht wäre, die deine Tochter wirklich mag, mit denen sie auch noch spielt und die noch ganz sind- oder die eben wichtig sind (Schulzeug ;) )- und wie viel einfacher es wäre, Ordnung zu halten- und alles zu finden, was man sucht. Und die Sachen, die man sieht, erfeuen doch dann auch! VErsucht euch vorzustellen, wie schön das Zimmer wird!
Stellt 3 Kartons auf:
Einen für Müll/kaputte Spielsachen+ beschädigte/nicht weitergebbare Kleidung etc, einen für die "Wohltätigkeit" und einen für Sachen, die eigentlich gar nicht in ihr Zimmer gehören.
Stellt immer den Wecker auf 15 Minuten.
1. Wieviele kaputte Spielsachen findet ihr in 15 Minuten? Weg damit!
2. z.B. Was findet ihr alles unter dem Bett (wer findet den witzigsten Gegenstand da unten und kann eine perfekte Begründung dafür finden, warum der da ist...)- was soll damit passieren/wo gehört er hin?
3. 15Min. Pause- Apfel, ein Stückchen Schoki und was zu trinken- und anschauen, wieviel doch tatsächlich schon geschafft ist! Das Macht Lust auf mehr!
4. Bücherregal aussortieren... usw.

Es soll wirklich immer nach 15 min Schluss sein, und was anderes angefangen werden- und nie mehr aus dem Regal oder dem Schrank ziehen, als in der Zeit zu schaffen ist. Fach für Fach eben. Und wenn ihr nicht das ganze Zimmer schafft, ist es doch auch egal!
Habt Spaß, unterhaltet euch, vergesst nicht, euch regelmäßig über den kleinen Bereich, der schon erledigt ist, zu freuen! Macht Witze, Schrottweitwurf in die Müllkiste...gönnt euch Pausen und was Leckeres dazu, lobe sie für ihre Mitarbeit und den Mut, sich von Spielzeug/Krimskrams... zu trennen, belohnt euch nach getaner Arbeit (wenn das Zimmer dann mal komplett aussortiert und eingeräumt ist) mit Kino oder einem schönen Film auf dem Sofa und einer Schüssel Popcorn...oder wie wäre es mit einer besonders schönen Bettwäsche oder einem wunderschönen Überwurf fürs gemachte Bett- irgendetwas, das sie an das gute Gefühl erinnert, wie sehr sich die Mühe gelohnt hat?

Gib ihr das GUTE Gefühl (kein Schuldgefühl!!!), dass du dir extra für SIE die Zeit nimmst , dass du Lust darauf hast und verstehen kannst, wie sie sich fühlt, wenn sie ans Aufräumen denkt. Sie will es vielleicht perfekt machen (vielleicht auch, um dir zu genügen?) und sieht dann, dass das nicht zu schaffen ist.
Erkläre ihr, dass es gar nicht perfekt sein muss, sondern dass jedes bisschen GESCHAFFT zählt. Dann sieht die Welt (und das Zimmer) gleich viel Freundlicher aus green

Und wenn sie dann mit den kleinen Routinen startet, wird es leichter für sie, weil das Zimmer schon mal entrümpelt und sauber ist.

Wie du sicher siehst, habe ich ziemlich Verständnis für dein Töchterchen- ich war genauso als Kind und hatte gleich 2 ungeduldige Eltern, für die immer nur das Motto "Ganz oder gar nicht" zählte. Entweder war es so, wie sie es wollten- oder es gab Genörgel/Geschimpfe und hatte den gleichen Effekt, als hätte ich es gar nicht erst versucht. Strategien/Routinen hatte ich keine und es hat sie mir auch niemand beigebracht. Ich habe mich hilflos gefühlt und habe es gehasst, wie die Pest. Der Aufräumtag versaute mir die Vorfreude aufs Wochenende. Jede Woche.

Es geht auch anders holla

So, das war jetzt echt ausführlich...

Grüßle Steffi
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Hab Geduld! Nicht durch Aufschlagen, sondern durch Ausbrüten wird das Ei zum Küken.
(Sören Kahl)
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BeitragVerfasst am: 20.04.2012, 12:07
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Steffi, das liest sich mit sehr viel Wohlwollen fürs Kind! Danke. ;)
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Ernestine




Anmeldungsdatum: 18.01.2012
Beiträge: 386

BeitragVerfasst am: 20.04.2012, 13:37
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Danke für Euren Beistand! :)

Aber es ist schon auch so, daß ich wirklich viel versucht habe. Wir räumen oft zusammen auf und ich zeige gute Strategien, um das Chaos zu bändigen (das war als Kind immer mein Horror: 25 m² Zimmer, die 20 cm hoch mit Spielzeug bedeckt waren - wo fang ich an, wie werd' ich).
Jeden Tag ein bißchen aufräumen ist eher frustrierend, da das Chaos schneller entsteht als es aufgeräumt ist. Der "Aufräumtag" + ggf. Aufräumen bevor Freunde kommen können ist für uns tauglicher.
Aussortieren, verschenken, verkaufen und wegschmeißen tun wir auch regelmäßig.
Belohnungen und Konsequenzen zeigen leider keine Wirkung.


Es ist wohl wirklich so, daß sie der Aufgabe noch nicht gewachsen ist.
Was für Fähigkeiten braucht man denn zum Aufräumen?
Oberflächlich betrachtet dachte ich, sie hätte alle Fähigkeiten, die man zum Aufräumen braucht.
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Charlotte (9), Wolf (4), Frieder (2)


Zuletzt bearbeitet von Ernestine am 20.04.2012, 16:37, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 20.04.2012, 15:32
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Hallo, ich habe dir eine PM geschrieben!

Grüßle Steffi winkie
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(Sören Kahl)
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