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So, jetzt kommt die Eislaufmutti-Frage


 
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freakyfour



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 22.03.2011
Beiträge: 178

BeitragVerfasst am: 07.05.2012, 11:52
BeitragTitel: So, jetzt kommt die Eislaufmutti-Frage
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In diesem Fall gehts um meine M1
Ein fröhlicher, schlauer Wirbelwind, der bisher eigentlich wenig Probleme gemacht hat.
Wirklich wichtig ist bei ihr, für Auslastung zu Sorgen - und das ist nicht immer so einfach.
Wir hatten sie für nächstes Schuljahr in der Vorschule angemeldet, aber leider keinen Platz bekommen. So wird sie noch ein weiteres Jahr ihren Kindergarten auf den Kopf stellen können.
Ich hab ein bisschen Angst vor einem weiteren Kindergartenjahr, auch wenn es bisher recht gut lief. Ihre Erzieherin, die sie kennt und auch ganz gut "im Griff" hat, geht im September weg. Es wird sich einiges ändern, und meine Maus hat echt Talent drin, Veränderungen zum eigenen Vorteil (nicht unbedingt zum eigenen Besten) auszunutzen.
Eine vorvorzeitige Einschulung ist nicht möglich, M1 hat zwar einige Bereiche mit deutlichem Vorsprung, dafür aber auch genug andere, wo sie sogar eher ein bisschen hinterherhängt.
Unter anderem ist sie recht schlecht in der Feinmotorik und es fehlt ein bisschen an Durchhaltevermögen.
Zur Förderung der Feinmotorik, um Auslastung zu erzeugen und Konzentration zu stärken habe ich nun die Idee, sie ab September ein Instrument lernen zu lassen. MFE macht sie seit 2 Jahren. Nun bildet M1 sich ausgerechnet Cello ein. Und ich weiss nicht, ob das nicht etwas zuviel des Guten ist. Ich liebe das Cello, und hatte selber lange Unterricht (leider liegt mein Instrument schon länger auf dem Schrank, keine Zeit traurig ) Und ich weiss halt auch, dass das eine anspruchsvolle Kiste ist, die viel Zeit und Geduld fordert. Wer kann mir vor Erfahrungen mit Cello-Unterricht bei einer 5-jährigen berichten?
Diesen Samstag ist Tag der offenen Tür in der Musikschule, da werde ich den Lehrer mal interviewen können. Da hat sie Gelegenheit, sie viele verschiedene Instrumente anzuschauen, vielleicht findet sie ja dann noch etwas anderes.
Ich hab halt vier Kinder und arbeite auch noch ein bisschen Jetzt habe ich Angst, dass ich sie da aus Zeitmangel nicht genug unterstützen kann. Bzw nicht die nötige Hartnäckigkeit habe, um sie auf der ersten sicher zu erwartenden Durststrecke zu unterstützen.
Vielen Dank,
freaky
_________________
Freaky, mit B1(8/04); M1 (4/07); B2 (9/08 ); M2 (10/10)
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ripley



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Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
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BeitragVerfasst am: 07.05.2012, 12:04
BeitragTitel:
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Hi Freaky!

Nun bin ich ja musikalisch eher ... "challenged" p . Gebe ich jederzeit zu.
Aber wenn ich mir so ein gängiges Cello vorstelle - und daran/dahinter/drangepappt eine gängige Fünfjährige ... ähem, wie soll das denn TECHNISCH gehen?

Ich hab hier gerade herrlich schräges Kopfkino (Kind auf Hocker greift links, hoppst runter, streicht mit rechts ...). Mag an meiner Ahnungslosigkeit liegen, dennoch dankeschön dafür!
_________________
LG
Ellen
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freakyfour



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 22.03.2011
Beiträge: 178

BeitragVerfasst am: 07.05.2012, 13:00
BeitragTitel:
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keine Sorge, Celli gibts auch in klein.
Ich musste gerade herzlich lachen bei deiner Beschreibung! Da ist dann wirklich motorische Auslastung dabei.
Oder auch wie dieser gute Witz zu Kunst des Kontrabass-Spielens: Das schwierigste ist der Transport!
Ich bin ja auch nicht absolut dagegen. Dann bräuchte ich hier nicht posten, die letztgültige Entscheidungshoheit habe ich. Ein klitzekleines bisschen freut mich ja die Idee, gerade weil ich selber so viel Spaß daran hatte. Draufgekommen ist sie übrigens durch den Film "Lauras Stern"
Gruß, Freaky
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Freaky, mit B1(8/04); M1 (4/07); B2 (9/08 ); M2 (10/10)
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Beiträge: 763
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BeitragVerfasst am: 07.05.2012, 13:04
BeitragTitel:
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Unser Kind hat als Vorschulkind in der Musikschule einen Kurs besucht, in welchem man 4 Wochen lang ein Intrument "testen" konnte - also 4 Wochen Klavier, 4 Wochen Violine, 4 Wochen Akkordeon und vier Wochen Gitarre.
Bevor der Unterricht begann war die 1. Wahl Gitarre, nach der 2. Stunde stand fest - nein, Gitarre niemals.
Jetzt lernt sie Klavier, leider sind wir Eltern völlig unmusikalisch und spielen auch kein Intrument. Daher muss sie alles allein lernen, üben usw. Sicher ist sie dadurch langsamer im Fortschritt als "Musikerkinder" aber die Lehrerin ist angetan von ihren Fähigkeiten (vor allem im theoretischen Musikwissen glänzt unser Kind *ggg*).
Wenn Cello das gewünschte Instrument ist - es gibt auch 1/2 Cellos, dann wird auch das Üben kein Problem sein. Die Freundin meines Kindes lernt seit Jahren Cello, u.a. weil es die Feinmotorik fördern soll. Und den Anspruch einen Berufsmusiker aus dem Kinde zu machen, besteht doch sicher nicht. winkie
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LG Anja

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scout




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BeitragVerfasst am: 07.05.2012, 14:53
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hi freaky,

celli gibt es in fast jeder größe. lass dich beraten, wenn ihr einen lehrer habt, denn die richtige größe ist wichtig und er kann auch helfen beim suchen eines leihinstruments. ein halbes cello wird noch zu groß sein.

was wär verloren,w enn sie nicht durchhält? gar nix. vielleicht hat sie aber auch soviel spass daran, dass es von allein klappt. einen versuch ist das bei klugen kids allemal wert.

also keine angst, sucht euch einen lehrer und macht ein schnuppertraining aus :).

es gibt nix besseres, um ein paar überzählige hirnwindungen zu beschäftigen als ein richtiges instrument. wenn ihr nich tauf anhieb das richtige findet, lasst sie wechseln und ausprobieren. es gibt auch instrumente, die nicht gleich am anfang so schwer sind wie ein streichinstrument. aber man weiß vorher nie, wie leicht es ihnen fällt. bei manchen geht das echt gut.

musikalische grüße
scout
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joeymc
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BeitragVerfasst am: 07.05.2012, 14:59
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Mit Cello kann ich nicht dienen, nur mit Geige bei einem 5-jährigen. Der ist mittlerweile 13 und noch immer dran - es geht echt langsam am Anfang, wenn sie streichen, aber ein bisschen was zupfen ging ganz schnell, und die Lehrerin hatte die richtige Mischung, sodass er bis heute dran bleibt.
Er kam drauf durch so eine musikalische Früherziehung, wo sie jede Stunde eine andere Instrumentengruppe (Streicher, Blechbläser, Holzbläser etc...) kennen lernten.
Nr 1 hatte mit 5 das "Instrumentenkarussell" gemacht, also 6 oder 7 verschiedene Instrumente je ein paar Wochen testen, er blieb dann bei der Trompete - seit 10 Jahren jetzt... Nr 3 lernt dann bei dem Trompetenlehrer, der ins Haus kommt, Flöte, und wenn sie alle Noten kann, möchte sie auch Trompete... Sie sind alle musikalisch, aber keine fleißigen Über, aber solange sie es mit Freude machen - ihre Berufswünsche gehen in andere Richtungen ;)
LG
Joey
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veni, lusi, fugi
(Ich kam, scherzte und floh - mein Sohn Nr 1 (mit damals 13) über die Schule und wech )
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ripley



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BeitragVerfasst am: 07.05.2012, 15:00
BeitragTitel:
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Ja, ich glaube auch, so ein "Probier mal verschiedene Instrumente"-Kurs wäre nicht schlecht. Auch um mal zu sehen, ob das Instrument, das so schön aussieht und bei Mama (oder so) so toll klingt, auch wirklich von einem selbst zu bedienen ist. Ich denke, auch ein kleines Cello kann zunächst mal fürchterlich "schrummeln". (Frag mich, ich hab im Studium neben einer Frau gewohnt, die - offenkundig völlig vergebens - Geige studierte ...)
Als Junior damals in der Bläserklasse anfing (bitte keine anzüglichen Lacher jetzt!), durften die Kids sich auch einige Wochen lang durch die gesamten Blasinstrumente probieren. Erst nach dieser Probierzeit hat der Lehrer (unter Berücksichtigung der kindlichen Prioritäten) entschieden, wer welches Instrument weiter spielen wird. Und ich bin heilfroh, dass Junior damals bei der Querflöte gelandet ist. Die ist so schön handlich ... winkie
Er spielt sie übrigens immer noch.
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LG
Ellen
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joeymc
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Anmeldungsdatum: 17.09.2009
Beiträge: 1539
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BeitragVerfasst am: 07.05.2012, 15:02
BeitragTitel:
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@ ripley
Bei uns in der Bläserklasse ( devil ) tun mir immer die mit der Tuba leid!
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Moffi
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Anmeldungsdatum: 29.03.2005
Beiträge: 2070

BeitragVerfasst am: 07.05.2012, 20:58
BeitragTitel:
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Huhu freay,
oh-oh, ich hab Dich ganz vergessen, Du kriegst noch eine PN von mir (war zwischendurch richtig krank...)!

Zur Cellofrage kann ich jedenfalls viiiiiel beitragen! green

Meine Große, jetzt 11, hat auch mit 5 angefangen, auf einem 1/8-Cello. (Dabei kommt es v.a. uf die Größe der Hand an.)

Ein (Fast-)Selbstläufer ist es so ungefähr seit... äh.... 2 Monaten? devil

Unsere Ausgangslage war ein Kind mit NULL Frustrationstoleranz, NULL Anstrengungs-/Übebereitsschaft, verbunden mit völlig ungebremstem, hochaggressivem Perfektionismus und extremen Ansprüchen an sich selbst und andere...

Dass Cello ihr Instrument ist, lag irgendwie auf der Hand, sie ist musikalisch und war auch feinmotorisch richtig fit.

Am Anfang war es aber aufgrund ihrer Charaktereigenschaften wirklich ein Höllenritt und das ging mehrere Jahre so und noch vor ein paar Monaten ist es durchaus vorgekommen, dass man sich beim Üben einen Schlag von ihr eingefangen hat, wenn man eine ihr nicht genehme Bemerkung gemacht hat. Sie hat auch schon ihren Bogen zerbrochen, indem sie damit vor Wut in den Boden gestochen hat, und ihre langjährige Lehrerin hat uns gestanden, dass sie sehr, sehr lange vor jeder Stunde mit ihr Angst hatte...

Hier meine destillierten Weisheiten zum Thema:
- Wenn das Kind Fortschritte machen soll/will, kann es in dem Alter definitiv noch nicht alleine üben, ein Streichinstrument schon gar nicht. Man muss es beim Üben begleiten, und das Üben muss regelmäßig, am Besten täglich stattfinden und daran muss dann die ganze Familie eventuell erst einmal ihren Tagesablauf anpassen... (Anders ist es vielleicht bei einem nicht ehrgeizigen, nicht perfektionistischen Kind, dem es nicht so viel ausmacht, wenn es nur langsam oder gar nicht vorwärtsgeht - aber auch da kann ich mir nicht vorstellen, dass es ohne recht häufiges Üben klappt und auf Dauer Spaß macht. Einen Lehrer, der was anderes behauptet, würde ich nicht ernst nehmen und mich nach jemandem anderen umsehen.)

- Aus Deinen Zeilen glaube ich herauslesen zu können, dass Deine Tochter gerne Anstrengungsvermeidungsschlupflöcher sucht... Wink Es ist überhaupt nicht leicht, einen Lehrer zu finden, der damit umgehen kann, wenn das Kind mit sehr überzeugendem Augenaufschlag so tut, als ob es bestimmte Sachen "nicht kann", und man steht als Mutter oft sehr blöd da, wenn man versucht, der Lehrerin zu erklären, wie das eigene Kind tickt. (Wir haben seit diesem Schuljahr zum ersten Mal eine Lehrerin, die sich von unserer Tochter gar nicht an der Nase herumführen lässt - eine ganz neue Erfahrung ... Wink)

- Zu Auslastungszwecken ist es toll, (wenn das Kind ein entsprechendes Interesse hat) weil der Schwierigkeitsgrad nach oben komplett offen ist, weil die Schwierigkeiten auf so viele Ebenen (motorisch, geistig, musikalisch) verteilt sind, weil es auf Dauer angelegt ist (anders als ein Kurs o.ä.), weil es später viele mit viel Spaß verknüpfte Möglichkeiten gibt, es auszubauen (Orchester). Bei uns war es auch unglaublich gut fürs Selbstbewusstsein, und hat meiner Überzeugung nach Ergotherapie, Psychotherapie und Lerntherapie ersetzt, Konzentration, Disziplin und Geduld gefördert (auf Kosten meiner Nerven natürlich)

- Ob ausgerechnet ein Streichinstrument so günstig ist, um die Feinmotorik zu fördern, weiß ich nicht - vielleicht wird dann der Frust zu groß? Mein Sohn ist feinmotorisch auch nicht so gut drauf, für ihn wäre ein Streichinstrument die reinste Quälerei. (Er hat mit fünf mit Trompete angefangen, die drei Knöpfe reichen ihm schon als Herausforderung....) Wahrscheinlich hängt es von der Art der feinmotorischen Probleme und von der Frustrationstoleranz ab?

Kurz gesagt, wenn ich gewusst hätte, was auf mich zukommt, hätte ich es vielleicht nicht gemacht, aber im Rückblick war es gut, dass wir es gemacht haben... .

lG winkie
Karin
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starkejungs
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Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 07.05.2012, 20:58
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Hallo,

als selbst Streichinstrument Lernende hier noch was zu Cello/Geige... und Feinmotorik:

Die Linke Hand (Greifhand auf den Saiten)wird definitiv trainiert- rechts (Bogenhand) allerdings sehe ich da nicht viel Training, außer Druck dosieren und Handgelenkbeweglichkeit.

Nur so als Einwurf, weil dir das mit der Feinmotorik so wichtig zu sein scheint!


Wir haben vor Kurzem bei uns an der Musikschule die Gitarrenschüler gehört- es war toll und da war jede Altersgruppe und viele verschiedene Musikstile vertreten. Vielleicht auch eine Alternative?
Man hat wohl schnell Erfolgserlebnisse, was die Eigenmotivation gut am Laufen hält und das Instrument ist auch ensemble-tauglich.

Ich dachte, das muss ich mal weitergeben- die Gitarre geht doch gerne als "Lagerfeuerschrummschrumminstrument" unter- aber klassisch gezupft ist das ein absolut unterschätztes Instrument, finde ich!

Nur mal so- zum Vergrößern der Auswahl green

Grüßle Steffi
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Hab Geduld! Nicht durch Aufschlagen, sondern durch Ausbrüten wird das Ei zum Küken.
(Sören Kahl)
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Ernestine




Anmeldungsdatum: 18.01.2012
Beiträge: 386

BeitragVerfasst am: 07.05.2012, 22:03
BeitragTitel:
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Moffi hat folgendes geschrieben:
Bei uns war es auch unglaublich gut fürs Selbstbewusstsein, und hat meiner Überzeugung nach Ergotherapie, Psychotherapie und Lerntherapie ersetzt, Konzentration, Disziplin und Geduld gefördert (auf Kosten meiner Nerven natürlich


Wo hat sie das denn gelernt? Musikschule? Ich erlebe die Lehrer dort oft als wenig einfühlsam, während Charlottes nicht-pädagogisch-gebildetem Lehrer oft einfach die Werkzeuge fehlen, mit dem Kind umzugehen...
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joeymc
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Anmeldungsdatum: 17.09.2009
Beiträge: 1539
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 08.05.2012, 13:54
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@ ernestine:
Wir hatten an der Musikschule bisher nur Glück mit den Lehrern! Ich glaube, das kommt immer drauf an...
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Moffi
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Anmeldungsdatum: 29.03.2005
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BeitragVerfasst am: 08.05.2012, 13:54
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Huhu Ernestine,
wir hatten immer private Lehrer, weil wir nie die formalen Voraussetzungen für die hiesige Musikschule erfüllt haben.

Ich weiß nicht, ob es da so große Unterschiede gibt? Unsere waren immer recht jung und tendenziell zu einfühlsam... Die erste war auch "pädagogisch gebildet", aber solche Kinder wie meine kamen in der Ausbildung wohl nicht vor. Wink Die jetzige ist gar nicht pädagogisch gebildet, die geht gar nicht auf das ein, was meine Tochter so redet, sondern nur auf das, was sie spielt, das ist prima.

Man braucht auch gelegentlich einen Lehrerwechsel, weil nicht alle Lehrer für jedes Lebenalter passen.

Die "heilsamen Wirkungen" führe ich sowieso eher auf das tägliche elternüberwachte Üben zurück - da werden eben teilweise die gleichen Sachen geübt, die ein Ergotherapeut mit dem Kind übt, indem er es z.B. einen Korken auf der Käsereibe zerreiben lässt (ein Beispiel, das mich tief beeindruckt hat... Wink) - nur dass das Kind hinterher Musik machen kann und ich mich dafür als Elternteil auch eher begeistern kann...

lG
Karin
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TAfel



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 11.06.2008
Beiträge: 373
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 08.05.2012, 16:10
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Hallo Freaky,

ich kann nicht mit Cello aber Geige dienen. Die kleine Tochter hat, nachdem sie uns ein Jahr in den Ohren gelegen hat, mit gut 4,5 Jahren angefangen zu spielen. Sie hatte allerdings keine feinmotrischen Probleme und sie kann auch sehr beharrlich sein. Es ist immer mal wieder sehr zäh mit der Überei, im Augenblick steht auch mal wieder im Raum, ob sie aufhört, da sie zur Zeit ein bisschen auf der Stelle tritt und sich die Begeisterung gerade auch etwas in Grenzen hält.

Die Große hat nach dem Instrumentenkarussell mit 7 Jahren angefangen, spielt in einem Orchester der Musikschule und hat immer noch Spaß an ihrem Instrument. Sie wollte eigentlich schon vor dem Instrumentenkarussell Geige lernen, wir hatten gehofft, dass sie durchs Karussell vielleicht lieber Cello lernen würde. Sie ist aber bei Geige geblieben.

Unsere Erfahrungen mit Lehrern an der Musikschule sind überwiegend gut. Als sie angefangen hat mit dem Instrument, haben allerdings zwei Lehrerinnen abgewunken, weil sie schlechte Erfahrungen gemacht haben mit sehr jungen Schülern. Letztendlich hat sie bei ihrer MFE-Lehrerin angefangen, wegen der sie überhaupt Geige lernen wollte und die ihr das in dem Alter auch schon zutraute. Nach einem Jahr hat sie dann zur Lehrerin der großen Tochter gewechselt, die mehr Pepp hat. Die Lehrerin ist Diplom-Musikpädagogin, Anfang 30 und spielt neben der Musikschule noch in zwei Tangoensembles.

@Moffi: Welche formalen Voraussetzungen muss man denn bei euch für die Musikschule erfüllen? In Berlin gibt es meines Wissens keine Beschränkungen. Die Musikschule hier im Bezirk hat sehr junge, aber auch ältere Lehrkräfte. Ich denke, wie auch in der Schule ist es eine Persönlichkeitsfrage, manche Menschen können sehr gut anderen etwas beibringen, andere nicht. Sohn hat einen studierten Musiker als Klarinettenlehrer. Der ist ein absoluter Vollblutmusiker, dem neben der richtigen Technik auch der Spaß an der Musik wichtig ist. Und er hat auch den nötigen Humor, um mit Sohn gut zurecht zu kommen.

VG Tafel
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gr. Tochter (Jg. 98), Sohn (Jg. 01), kl. Tochter (Jg. 04)
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Bachstelze




Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beiträge: 956

BeitragVerfasst am: 08.05.2012, 18:37
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Hallo freaky,
ob sie in dem Alter schon anfangen kann, hängt zu einem großen Teil davon ab, was für Lehrer ihr zur Verfügung habt. So junge Schüler müssen anders unterrichtet werden als ältere. Man geht anders vor, braucht unter Umständen auch anderes Material. Die Konzentrationsspanne des Kindes ist kürzer, deswegen ist auch im Unterricht mehr Abwechslung nötig - und das fordert vom Lehrer geistige Beweglichkeit und Kreativität. Motorische Entwicklungen brauchen oft länger. Bewegungsabläufe werden noch weniger bewusst gesteuert, deswegen funktionieren Vorspielen-Nachspielen, Zeigen oder Beschreiben, wie sich etwas anfühlt, oft besser als technisches Erklären, wie etwas funktioniert. Nicht alle Lehrer können das.

Meine Tochter wollte mit 5 unbedingt Cello anfangen (ich spiele selbst auch), ich habe versucht, es aufzuschieben, aber sie hat gedrängelt und gedrängelt. Schließlich habe ich ein 8-tel Cello ausgeliehen und zuerst selbst mit ihr angefangen. Es zeigte sich dann bald, dass sie motorisch noch nicht so weit war - Bogen ging, aber sie schaffte es nicht, die Saiten runterzudrücken.
Bei uns war der therapeutische Aspekt kein Faktor, deshalb haben wir es dann einfach einschlafen lassen. Mit 7 hat sie wieder angefangen - aber diesmal auf Wunsch des Fräuleins bei "einem richtigen Lehrer" (sie hat ja recht holla ). Sie ist jetzt 9 und mit Begeisterung dabei - aber alleine Üben liegt noch in weiter Ferne...
Wenn wir damals bei einem richtigen Lehrer angefangen hätten, wäre es vielleicht anders gelaufen ABER sie war damals noch so fürchterlich schüchtern, dass ich Bedenken hatte, sie würde ihren Mund bei jemand Fremden überhaupt nicht aufkriegen - und dauernd als Mittelfrau fungieren mochte ich auch nicht.

Andererseits spielt die kleine Schwester von einem Klassenkameraden von S. Cello seit sie 3 ist. Sie ist jetzt 5.5, körperlich sehr klein, und wenn sie spielt, strahlt sie so eine Freude aus, dass es ein Genuss ist zuzusehen.

Ich würde sagen, versucht's - aber schaut euch die Lehrer gut an. Hört euch auch die Schüler an. Jetzt gegen Ende Jahr gibt es an vielen Musikschulen Schülervorspiele - da könnt ihr sicher auch andere Instrumente anhören.
Für mich war das damals bei der Lehrersuche für die Kleine sehr hilfreich.

Liebe Grüße,
Bachstelze
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Bachstelze
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