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Hund beißt


 
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Nina36



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 01.03.2008
Beiträge: 263
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 22.05.2012, 09:36
BeitragTitel: Hund beißt
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Hallo,
dieses Thema hat absolut nichts mit HB zu tun. Ich würde aber trotzdem gerne mal ein paar Meinungen hören.

Also:
Frau 1 geht mit Hund 1 auf den Geburtstag ihres Neffen, der im Gemeinschaftsgarten, aber auf eigener, jedoch nicht abgetrennter Terrasse von Frau 2 gefeiert wird.

Dort gibt es Frau 2 mit Hund 2 und noch mehrere andere Personen, die am Tisch sitzen und sich unterhalten. Plötzlich beißt Hund 2 den Hund 1. (Hintergrund: Hund 2 ist gierig und beißt den viel kleineren und sehr lieben Hund manchmal wegen Futterneid). Jedoch gibt es zu dem Zeitpunkt kein Essen! Hund 2 wird von der Mutter von Frau 2 beiseite gezogen, festgehalten und gestreichelt. Hund 1 jault und zittert und geht auf Frau 1 ihren Schoß.

Dann kommt Frauchen von Hund 2 dazu, die den Vorfall nicht mitbekommen hat. Frau 1 bittet Frau 2 ihren Hund doch bitte mal anzuleinen oder im Haus einzusperren. Frau 2 sagt:"Tu du doch deinen Hund weg!" Frau 1:"Aber das ist unser Gemeinschaftsgarten. Wieso soll ich meinen Hund, der nicht gemacht hat, wegsperren? Deiner hat ja schließlich gebissen!" Frau 2:"Weil das unsere Terrasse und unsere Feier ist!"
Frau 1 hat keine Lust auf Diskussionen und nimmt ihren Hund und verabschiedet sich und verlässt vorzeitig die Feier.

Nun meine Fragen:
1.Wer hätte wie Frau 1 reagiert?
2.Hat Frau 1 überreagiert, indem sie weg gegangen ist?
3.Haben die anderen Leute (z. B. Streicheln des Hundes nach dem Biss von der Mutter des Frauchens von Hund 2 bzw. nichts sagen/einmischen) richtig oder falsch reagiert?
4. Hätte Frau 2 ihren Hund wegsperren oder zumindest anleinen müssen, obwohl es ihre Terrasse im offenen Gemeinschaftsgarten ist?
5. Hätte Frau 2 alleine aus Gastgeber-Höflichkeit ihren Hund 2 bestrafen (also ausschimpfen, wegsperren) müssen?
6. Was hat Hund 2 aus den Reaktionen des Frauchens und deren Mutter gelernt?

Danke schon mal für die Antworten!
_________________
Gruß, Nina
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jutta
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2005
Beiträge: 4602
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 22.05.2012, 12:57
BeitragTitel:
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Hm, nicht leicht. Ein paar Gedanken dazu:

- Es scheint bekannt zu sein, dass Hund 2 futterneidisch ist und dann schon mal überreagiert
- Die nicht anwesende Frau 2 fühlt sich beim Betreten der Terrasse (ihrer!) überrumpelt mit dem Wunsch des Anleines ihres Hundes
- Streicheln nach einem Fehlverhalten würde jeder Hundeprofi unterbinden
- Da die Stimmung nicht mehr gut war, könnte ein späteres Besprechen der Situation und zukünftiger Umgangsweisen dazu weitere Eskalationen verhindern
- Wenn Hund 1 verletzt wurde, sollte das deutlich angesprochen werden (scheint ja nicht so zu sein)
- Der Neffe kann nichts dazu, er sollte sein Geschenk dennoch bekommen
- Sind sich Frau 1 und Frau 2 grün?
_________________
Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
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scout




Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 1774
Wohnort: ba-wü

BeitragVerfasst am: 22.05.2012, 13:16
BeitragTitel:
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hi nina,

das kann man eigentlich nicht beurteilen, wenn man den kampf nicht gesehen hat.

ansich ist die sache ganz klar geregelt: unverträgliche hunde, die auf andere losgehen oder gar beißen, gehören an die leine, auch in einem offenen garten. leider ist oft nicht genauso klar zu regeln ob eine auseinandersetzung zwischen hunden ein biss oder eine zurechtweisung war. hunde gehen manchmal recht rauh miteinander um, und wenn der eigene den kürzeren gezogen hat, neigt man zur parteinahme, was ja aus menschensicht ganz natürlich ist.

ich hätte vermutlich auch so reagiert wie frau 1, einfach um dem kind das fest nicht zu versauen. dennoch: wenn ich das ganze als biss und aggression beurteilt hätte, würde ich nachhaken und das zu klären versuchen. gerade weil es ja schon vorher auch zu angriffen gekommen ist, wie du sagst.

für diesen hund 2 ist seine terrasse sein revier, rivalen um futter werden vertrieben. was er daraus gelernt hat, ist: es ist ok, wenn ich den eindringling zurechtweise, meine leute stehen dabei hinter mir. und es hat funktioniert, ich habe ihn vertrieben. problem gelöst.

für frau 1 und ihren hund heißt das leider: hier ist keine einsicht vorhanden, dass hund 2 besuchshunde in ruhe zu lassen hat und notfalls durch eine leine kontrolliert werden muss. also hund 1 nichtmehr mitbringen bzw im vorfeld klären, dass zwischen den hunden unverträglichkeit herrscht und beide sich nicht ohne leine auf dem territorium von hund 2 begegnen sollten.

wenn es wirklich eine bissverletzung ist, vom tierarzt bestätigen lassen. hundebesitzer stellen sich oftmal sehr blöd, wenn es um rüpeliges verhalten ihrer eigenen hunde geht. da müssen beweise her und konsequenzen angedroht und durchgezogen werden.

eine friedliche nachbarschaft wird durch sowas natürlich nicht befördert, das muss einem klar sein. wenn man das erhalten will, muss man vllt diesem hund 2 aus dem weg bleiben. ein stück weit ist es normal, wenn ein hund einen anderen auf eigenem territorium dominiert. nur wenn er beißt, dann hört das normale verhalten auf. das darf man nicht zulassen.

gruz
scout (mit sehr freundlicher hündin)
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morlis



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BeitragVerfasst am: 22.05.2012, 15:28
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Mir stellt sich die Frage, warum Frau 1 ihren Hund überhaupt zum Fest mitbringen muss, wenn sie weiß, dass Hund 2 schon früher so reagiert hat?
Das Entfernen des Hundes 1 war also korrekt, wenn das bedeutet, dass auch Frau 1 mitgehen muss - dann ist das eben so.

Ich denke, die Terrasse von Hund 2 gehört Hund 2 und somit darf er Rivalen vertreiben. Somit liegt kein Fehlverhalten von Hund 2 vor und streicheln wird ihn bestätigen, sein Revier verteidigen zu dürfen.

Hätte die Situation sich im offenen Gemeinschaftsgarten zugetragen, hätte man die Hunde trennen müssen und beide in ihr Territorium verbringen müssen (jeweils nach Hause). Ein Hund der in öffentlichem Gelände keinen anderen Hund duldet ist nicht richtig erzogen.
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scout




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Beiträge: 1774
Wohnort: ba-wü

BeitragVerfasst am: 22.05.2012, 16:11
BeitragTitel:
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hi morlis,

dass hund 2 besucher und deren hunde vertreiben darf, sehe ich nicht so.

die menschen sind die chefs im gemeinsamen revier; sie allein entscheiden, welcher mensch und welcher hund in das territorium rein darf und nicht der hund! hier wären die besitzer von hund 2 gefordert, dass das zwischen ihnen und ihrem hund eindeutig geklärt wird.

die meisten hunde finden sich bei klarer zuteilung der aufgaben bereitwiilig damit ab, das territoriale ihren menschen zu überlassen. unklares verhalten der menschen führt aber hier oft zu missverständnissen, sodass die hunde glauben, sie müssten das regeln, weil die menschen es nicht können.

gruz
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Zauberfee



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BeitragVerfasst am: 22.05.2012, 16:39
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@Scout: Aber Frau 2 (Herrchen vom besitzanzeigendem Hund) war nicht zugegen, insofern kann Hund 2 (dann ja der Territorialbesitzer) durchaus bei "frechem" Verhalten von Hund 1 seine Ansprüche geltend machen. (Es sei denn es ist aus Familie 2 ein weiteres ranghöheres Rudelmitglied anwesend.

Ich denke wenn ich zu Besuch komme, egal ob Gemeinschaftsgarten oder nicht, muss ich, besonders wenn ein Hund in dem Haushalt vorhanden ist, vorab klären ob es überhaupt okay ist meinen Hund mitzubringen. Wenn es dann zu einem "Beißvorfall" kommt, (der ja auch oft von den Besitzern höher gekocht wird als er von den Hunden überhaupt gemeint war), muss ich für mich die Konsequenz ziehen. Natürlich kann ich den Besitzer fragen ob er evtl. seinen Hund einsperren kann, aber ich darf nicht beleidigt sein, wenn der Hunde und Gartenbesitzer das nicht möchte.

In der Theorie hört sich das super an, in der Praxis vermenschlichen leider die meisten Hundebesitzer die Interaktionen ihrer Vierbeiner und übertragen sie in die eigene Beziehung zum Herrchen des Kontrahenten. Meine Meinung: Kirche im Dorf lassen. Solange Hund 1 keine ernsthaften Verletzungen hat ist doch alles im Lot...beim nächsten Mal einfach den Wuff zu Hause lassen und alles ist gut.
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ripley



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Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 22.05.2012, 17:09
BeitragTitel:
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Zitat:
1.Wer hätte wie Frau 1 reagiert?
2.Hat Frau 1 überreagiert, indem sie weg gegangen ist?
3.Haben die anderen Leute (z. B. Streicheln des Hundes nach dem Biss von der Mutter des Frauchens von Hund 2 bzw. nichts sagen/einmischen) richtig oder falsch reagiert?
4. Hätte Frau 2 ihren Hund wegsperren oder zumindest anleinen müssen, obwohl es ihre Terrasse im offenen Gemeinschaftsgarten ist?
5. Hätte Frau 2 alleine aus Gastgeber-Höflichkeit ihren Hund 2 bestrafen (also ausschimpfen, wegsperren) müssen?
6. Was hat Hund 2 aus den Reaktionen des Frauchens und deren Mutter gelernt?


Vorweg: Ich führe einen 30kg-Hund, der noch dazu einer als "kompliziert" angesehenen Rasse angehört (Rhodesian Ridgeback). Nur wird mein Hund diesem Ruf nicht gerecht: Sie ist freundlich, konfliktmeidend und gehorsam.

Im Vorfeld: Wenn ich einen Hund hätte, von dem ich WEISS, dass er schnappt, dann wäre der ganz sicher an der Leine gesichert, ggf. auch mit Maulkorb versehen. Und aus den Augen ließe ich den schon gar nicht!

Wäre ich zu einem Event eingeladen, bei dem ich weiß, dass ein bekanntermaßen bissiger Hund anwesend ist, bliebe mein Hund zuhause.
Ich verstehe beide Seiten nicht, dass sie sich dergleichen antun, noch dazu, wenn u.U. Kinder(hände) zwischen die Hunde geraten könnten.

1 und 2) Okay, aber Milch verschüttet, mein Hund wäre gebissen worde: NATÜRLICH bringe ich den nach Hause. Was denn sonst?

3 und 6) Einen Hund streicheln und liebkosen, nachdem er gerade gebissen hat? Ja, klar, suuuper Idee! Ungefähr so sinnvoll, wie einen Teenager dafür zu loben, dass er gerade einen Klassenkameraden mit einem Schnappmesser bedroht hat ...
Ein Grund mehr, diesem Hund fernzubleiben, der ist sehr offensichtlich sehr fehlgeleitet.

5) Je nun, wie oft soll das Experiment "Wen oder was beißt er als nächstes" denn wiederholt werden? Natürlich (!) den Köter sichern! Was denn um Himmels Willen sonst? Und wenn er an den kurzen (!) Leine immer noch nicht sicher genug ist, dann kommt er in die Bude. Fertig.

Ganz ehrlich? Mir ist hier viel zu viel "Meine Terrasse, deine Terrasse" bzw. "Ich Gastgeber - Du Gast" drin. Und viel zu wenig Augenmerk auf den/die Hunde bzw. hundebezogenes HANDELN.

Der Hund von Fr. 2 wäre in 9 von 10 Fällen gar nicht an meinen Hund drangekommen, weil er vorher in meinen ausgestreckten Fuß gerannt wäre. Und auf wessen Grundstück oder Feier ich mich da befinde, ist (mir) da herzlich egal.
_________________
LG
Ellen
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Nina36



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Beiträge: 263
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BeitragVerfasst am: 23.05.2012, 08:16
BeitragTitel:
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Hallo,
ich merke, da gehen die Meinungen schon etwas auseinander.

Hier noch ein paar Infos:
Auf einem eingezäunten Grundstück von gut 2000 qm Fläche (Garten, Hof und 2 nicht abgetrennte Terrassen von je ca. 40 qm), wo die Hunde täglich frei laufen, dürfte ein Hund doch gar nicht so genau wissen, welche 40 qm von 2000 qm nun Frauchens 2 Terrasse ("Revier") ist, oder?

Soll das nun heißen, dass Hund 1 nicht mehr frei laufen darf? Egal, ob Geburtstag oder nicht!
Oder sollte sich der gemeinsame Aufenthalt der beiden Hunde nur an "speziellen Feiern" trennen?
Was ist, wenn nun Frau 1 auf Terrasse 1, die nur 20 m von Terrasse 2 entfernt ist, grillt, feiert, sich aufhält. Darf Hund 1 dann nicht mehr dort sein. Was soll dann mit Hund 2 sein?
Der Stärkere gewinnt?
_________________
Gruß, Nina
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ripley



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Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 23.05.2012, 09:07
BeitragTitel:
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Als Hundehalter hast Du die sogenannte Gefährdungshaftung am Hals. Ist Dein Hund bissig, dann hast Du dafür Sorge zu tragen, dass er nicht an andere Hunde, Kinder, sonstige potenziellen Opfer drankommt. Tust Du das nicht, haftest Du (bzw. die Tierhalterhaftpflichtversicherung) für den entstandenen Schaden. Soweit mir bekannt (bin keine Juristin) auch dann, wenn der Beißvorfall auf DEINEM Grundstück passiert.

Will sagen: Hund 2 gehört gesichert. Fertig. Sorgt Frau 2 NICHT dafür, dann wird das sehr schnell sehr teuer. Nützt aber auch nix, wenn der andere Hund totgebissen wurde.

Lavier da doch nicht rum!

Sorry, ich bin gerade ein bisschen ungehalten. Kann daran liegen, dass ich normalerweise mit Hunden zu tun habe, die qua Größe, Kraft und Schnelligkeit das Potenzial haben, einen erwachsenen Menschen in wenigen Sekunden zu töten. Kann AUCH daran liegen, das ich aus eigener schmerzlicher Erfahrung weiß, wie "schick" ein infizierter Tierbiss sich macht (KH stationär, OP in Vollnarkose, Hochdosis-Antibiose, pi-pa-po). Und glaub mal nicht, dass ein Hund, der anderen Hunde beißt, sich dauerhaft auf DIESEN Opferkreis beschränkt.

Ich finde, Ihr könnt (nein, Ihr SOLLTET!) mal aufhören, über Grundstücksrechte und über das "Recht" eines Hundes zuzulangen zu reden und dafür anfangen, Euch über Sicherheit auszutauschen.

Himmel! Wenn's nicht anders geht, zieht halt doch einen Zaun zwischen Euch.
_________________
LG
Ellen
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scout




Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 1774
Wohnort: ba-wü

BeitragVerfasst am: 23.05.2012, 09:24
BeitragTitel:
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Zitat:
5) Je nun, wie oft soll das Experiment "Wen oder was beißt er als nächstes" denn wiederholt werden? Natürlich (!) den Köter sichern! Was denn um Himmels Willen sonst? Und wenn er an den kurzen (!) Leine immer noch nicht sicher genug ist, dann kommt er in die Bude. Fertig.


darüber kann es eigentlich keinen zweifel geben, welcher der beiden hunde an die leine gehört. echte beißvorfälle müssen konsequenzen für die halter haben. nur, wie setzt man es durch, wenn die halter uneinsichtig sind? es will ja nicht jeder mit den nachbarn vor gericht ziehen.

Zitat:
Der Hund von Fr. 2 wäre in 9 von 10 Fällen gar nicht an meinen Hund drangekommen, weil er vorher in meinen ausgestreckten Fuß gerannt wäre. Und auf wessen Grundstück oder Feier ich mich da befinde, ist (mir) da herzlich egal.


gerade bei haltern, die so borniert sind, hast du dann schnell selbst ne anzeige am hals. aber du hast natürlich recht: du bestimmst, ob ein fremder hund sich dir oder deinem hund nähern darf und nicht dieser andere hund. das kann man meistens auch ohne tritt klar machen.

leider ist es oft so, dass die leute mit dem dicksten fell sich durchsetzen. mein hund ist mit allen rüden und hündinnen verträglich und freundlich, wurde aber auch mal von einer fremden hündin ohne leine aggressiv angegangen. obwohl sie sich gleich unterwerfen wollte und schon auf dem rücken lag, hatte die andere ihr ohr zwischen den zähnen und packte schmerzhaft zu. die dazugehörige halterin tat nix und meinte nur, dann hätte meine wohl was falsch gemacht und ihre provoziert. sie schien eher noch stolz auf ihre kleine terrornudel zu sein.

wenn ich die kommen sehe, nehme ich meine halt kurz an die leine. inzwischen hat die andere halterin ihre auch öfter an der leine, vielleicht ist sowas doch ein paarmal zu oft passiert oder sie ist doch mal angezeigt worden. manche kapieren es halt erst dann, wenn zwangsmaßnahmen drohen.


um nochmal zu ninas vorletzter frage zu kommen: ich würde nicht erwarten, dass in dem fall etwas passiert, wenn hund 1 beim grillen auf der eigenen terrasse ist. allerdings würde ich meinen hund1 im auge behalten, notfalls den hund2 selbst an die leine machen und zügig zurückbringen, sobald er rüber kommen sollte.

gruz
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Nina36



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Beiträge: 263
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BeitragVerfasst am: 23.05.2012, 16:17
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Hallo,
im Grunde genommen sehe ich es ähnlich wie ripley.
Bissige Hunde (auch wenn sie nur mal leichter zuschnappen) gehören angeleint!
Nur ist hier die Lage nicht so einfach. Hund 1 ist ein Zwergpudel, Hund 2 ein Tibet Terrier. Der Pudel würdet NIE zurückbeißen oder sich wehren. Ehrlich niemals. Der rennt sogar vor einem frei laufenden Hasen weg.

Hund 2 ist nicht allgemein gefährlich. Ich denke, dass er nur beißt/schnappt, weil er eifersüchtig ist oder weil er ein sehr gieriger Hund ist und alles Essen für sich beansprucht.

Das Grundstück bzw. der Gartenbereich kann nicht abgetrennt werden.
Bei Frau 1 und Frau 2 handelt es sich um Verwandte.

Leider steht Frau 1 mehr oder weniger auf einsamen Posten mit ihrer Meinung, dass Hund 2 besser des Öfteren angeleint werden sollte.

Zitat:
Ich finde, Ihr könnt (nein, Ihr SOLLTET!) mal aufhören, über Grundstücksrechte und über das "Recht" eines Hundes zuzulangen zu reden und dafür anfangen, Euch über Sicherheit auszutauschen.


Das sehe ich auch so. Doch leider sehen die anderen es nicht so, das Sicherheit vor Grundstücksrecht vorgeht!

Kann Frau 1 demnächst nun verlangen, dass Hund 2 angeleint wird, sobald sie mit Hund 1 auf ihrer Terrasse ist. Oder darf das nur sein, wenn Hund 2 auf Terrasse 1 kommt. Was irgendwo auch lächerlich ist, denn beide Hunde laufen ja gemeinsam auf der Wiese bzw. dem Hof herum. Da wäre das dann okay, aber auf den Terrassen nicht?
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Gruß, Nina
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Zauberfee



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Beiträge: 63

BeitragVerfasst am: 23.05.2012, 16:59
BeitragTitel:
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Hmm...ich glaube ihr kocht das zu hoch, ehrlich. Hunde beißen in der Regel nicht einfach so. Wenn die beiden schon immer in dem Garten zusammen leben und sich da tagtäglich treffen, dann müsste es ja schon öfter massive Beißvorfälle gegeben haben...und ich spreche nicht von anknurren, und zähnefletschen. Hunde können nicht miteinander sprechen wie Menschen, sie agieren untereinander über Mimik und das sind so feine Züge, die wir Menschen oftmals gar nicht sehen. Wenn Hunde sich wirklich beißen dann sieht das definitiv anders aus. Und dass so ein kleiner Pudel wenn er mal böse angemacht wird dann zittert wie Espenlaub ist doch ganz normal...der hat genauso Adrenalin wie ein Mensch....wenn Euch jemand laut anbrüllt dann zittert ihr auch und habt Herzrasen, auch ohne gebissen zu werden.

Was ich immer noch nicht verstanden habe: Hat der Pudel denn jetzt eine wirkliche Verletzung davon getragen??? Oder hat der andere Wuff ihm wirklich nur klar zu verstehen gegeben, dass ihm gerade etwas nicht gepasst hat?

Da Frau 1 und Frau 2 ja vermutlich beide nicht ausziehen wollen und beide auch ihre Hunde nicht abgeben möchten, würde ich empfehlen da einen Experten hinzuzuziehen, der die Hunde mal neutral beobachtet und analysiert was da wirklich mit den beiden los ist, und dann sollte beide Hunde und beide Frauchen gemeinsam ein Training absolvieren.

Gerade bei so Schoßhündchen ist oft das Problem, dass sie völlig vermenschlicht werden...dazu zählt auch das auf den Schoß nehmen und trösten etc.
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morlis



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BeitragVerfasst am: 23.05.2012, 18:32
BeitragTitel:
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Nina36 hat folgendes geschrieben:
Ich denke, dass er nur beißt/schnappt, weil er eifersüchtig ist oder weil er ein sehr gieriger Hund ist und alles Essen für sich beansprucht.

Ich würde mal sagen, normales Hundeverhalten? Hat was mit der Rangordnung im Rudel zu tun. Wer dem anderen überlegen ist, frisst zuerst. Wenn da der Pudel meint dazwischenfunken zu müssen, wird er vom Ranghöheren zurechtgewiesen.

Wenn die beiden täglich miteinander auskommen würde ich da kein Theater drum machen, so ein Knuff kann auch mal spielerisch gemeint sein.

Ich glaube beide Frauchen sollten mal eine Hundeschule besuchen, damit sie in der Lage sind ihre Hunde richtig zu verstehen und zu erziehen. Den Hund anleinen kann nicht die Lösung sein (armes Viech).
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grünergeist
Quiz-Gewinnerin



Anmeldungsdatum: 21.05.2005
Beiträge: 2644

BeitragVerfasst am: 24.05.2012, 13:35
BeitragTitel:
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Zitat:
Hat der Pudel denn jetzt eine wirkliche Verletzung davon getragen???


Das finde ich auch eine entscheidende Frage und zwar eine ernsthafte Verletzung, die durch heftiges Nachbeißen entsteht.
Mein Hund konnte, nachdem ihm einmal jemand auf die Pfote getreten hatte, so entsetzlich aufheulen, wenn ihm jemand zu nahe kam, daß die Leute sogar noch in der überfüllten U-Bahn einen Satz gemacht habe und sich beim Hündchen überschwenglich entschuldigt haben. Ich habe nur manchmal erklärt, daß sie ihn gar nicht getreten hatten, sondern er nur dachte sie könnten - trotz meiner dazwischenstehenden Füße, die auch nichts abgekriegt hatten - schließlich ahben die mit dem Hund geredet. tocktock
_________________
Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen. [George Orwell]
grünergeist
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Nina36



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Anmeldungsdatum: 01.03.2008
Beiträge: 263
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 25.05.2012, 13:28
BeitragTitel:
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Hallo,

der Pudel wurde ja schon 4 Tage zuvor von dem anderen gebissen. Er hatte eine kleine Fleischwunde und hat 3 Tage gehumpelt. An dem besagten Tag war der 2. Biss ohne erkennbare Spuren. Wahrscheinlich wurde der Pudel erneut in die zuvor schmerzhafte Stelle gebissen oder gezwickt. Zumindest hat er später nicht noch mal gehumpelt.

Wahrscheinlich hätte Frau 1 den Hund gar nicht erst zur Feier mitbringen sollen. Aber sie dachte nicht, dass Hund 2 erneut beißen würde.

Weshalb die ganze Sache etwas hochgekocht wurde, war die Uneinsicht und das Fehlverhalten von Frau 2 und Mutter nach dem 2. Biss!

Dennoch bleibt die Frage offen, wie man sich nun verhalten/arrangieren soll?
Der Gemeinschaftsgarten ist hat nun einmal da und es kann nicht sein, dass der Schwächere auf Dauer den Kürzen zieht.
_________________
Gruß, Nina
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Essen, Garten, Geburtstag, Hund, Liebe



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