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Zu ungeduldig


 
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Syringa



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 14.01.2012
Beiträge: 117
Wohnort: Elbflorenz

BeitragVerfasst am: 16.06.2012, 09:34
BeitragTitel: Zu ungeduldig
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Ich bin leider die Ungeduld in Person...

Ich bin von dem Typ Mensch, der etwas, was er liest oder hört beim ersten Mal behält. Meine Mitschüler und Studienkollegen waren immer verblüfft darüber, daß mir auch komplizierte Zusammenhänge beim ersten durchlesen oder hören völlig logisch vorkamen und ich sie dann auch sofort anwenden und umsetzen konnte. Das ist bis heute so, wenn ich mir neue oder unbekannte Dinge erarbeite.

Ich weiß, daß man diese Fähigkeit nicht bei allen Menschen erwarten kann, auch nicht beim eigenen Kind.

Und dennoch macht es mich manchmal schier wahnsinnig, wenn wir z.B. gemeinsam musizieren (Kind geht in die Musikschule, ich spiele auch ein Instrument) und ich meinem Sohn irgend etwas erkläre (z.B. wie er eine bestimmte Note spielen muß) und das bei ihm dann dennoch nicht klappt. Ich erkläre es ihm dann auch noch ein zweites oder drittel Mal (innerlich schon sehr angespannt), und wenn es dann immer noch nicht geht, muß ich abbrechen, weil mir ein "Mein Gott, ich habe es dir doch nun schon 3x gesagt, dann mach es doch endlich auch so, das kann doch nicht so schwer sein" auf den Lippen liegt (bislang konnte ich es mir immer verkneifen).

Ich weiß, daß ich genau deswegen ein grottenschlechter Lehrer bin, aber ich möchte mein Kind auch auf keinen Fall irgendwie unter Druck setzen, aber natürlich merkt er das irgendwie. Habt ihr Tipps für mich, wie meine eigene Ungeduld in Griff bekommen kann?
_________________
LG, Syringa und Pfiffikus (03/08 )
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Ernestine




Anmeldungsdatum: 18.01.2012
Beiträge: 386

BeitragVerfasst am: 16.06.2012, 10:44
BeitragTitel:
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p Ja, das kann ich verstehen.

Wenn das Kind nach Noten spielen kann, ist es ja sicher alt genug für ein ernsthaftes Gespräch.
Ich würde sagen "Was mache ich beim Erklären falsch - wie macht es der Lehrer in der Musikschule? Wie würdest Du lieber haben, daß ich es Dir sage. Ich möchte gern mit Dir zusammenspielen, aber es nervt mich, wenn Du Dir von mir nichts zeigen läßt, so macht das spielen keinen Spaß. Wie wäre es, wenn ich die Sachen so erkläre, wie Du gern willst und Du Dir dafür Mühe gibt, damit mir das spielen auch Spaß macht?"

So ungefähr mache ich es mit meinen Kindern öfter und es kommen die erstaunlichsten Sachen raus. Am Ende reicht es dann vielleicht, vor jeder Kritik "Das war schon sehr gut!" zu sagen oder bevor angefangen wird einen Riegel Schokolade auszugeben und schon sind alle zufrieden.
_________________
Charlotte (9), Wolf (4), Frieder (2)
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ripley



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 16.06.2012, 11:53
BeitragTitel:
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wenn es sich bei dem Kind um Pfiffikus (03/08 ) handelt, würde ich vorschlagen, die Sache sehr viel spielerischer anzugehen. Mit vier Jahren geht vieles rein von der Motorik her noch lange nicht so wie bei Größeren.

Syringa, in manchen Fällen erwarten wir von unseren Ablegern schlichtweg deshalb viel zu viel, weil wir sie quasi als "Erweiterung" unserer selbst sehen. Frei nach dem Motto: "Wenn ich das kann, musst Du das auch können". Und das macht ungeduldig ohne Ende. Ist übrigens eine Falle, in die ich selbst sehr gerne tappe.

Eine wirklich gute Lösung dieses Problems habe ich noch nicht gefunden, aber sich zu fragen, ob dort der Hund begraben liegen könnte, ist vielleicht schon ein Anfang und schafft schon wieder ein bischen mehr an Distanz/Unterscheidung zwischen "Ich" und "Du".
_________________
LG
Ellen
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Syringa



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 14.01.2012
Beiträge: 117
Wohnort: Elbflorenz

BeitragVerfasst am: 16.06.2012, 13:18
BeitragTitel:
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Ich danke euch!

Erstmal bin ich froh, so etwas wie Verständnis zu ernten - ich dachte, ich bin die einzige, die "so" ist und damit ein Problem hat. Das geht mir übrigens nicht nur mit Sohn so, sondern auch mit anderen, denen ich etwas erklären soll oder muß - der Lehrerberuf wäre definitiv nichts für mich ;)

Ja, Sohn ist "Pfiffikus", der in 03/2008 geboren ist. Ja, er IST erst vier - das muß ich mir selber auch immer wieder vor Augen führen, eben weil er pfiffig und auf vielen Gebieten so schrecklich weit ist. Und nochmal ja, er liest Noten und spielt vom Blatt.

Vielleicht sollte ich ihn tatsächlich mal fragen, warum er anders spielt, als es da steht oder als es die Musiklehrerin ihm gezeigt hat, oder wie ER sich das musizieren mit MIR vorstellt, anstatt daß ich meine Vorstellungen dazu als die "richtigen" in den Raum stelle. Auf diesen Ansatz bin ich noch gar nicht gekommen - nochmals danke! (Wobei das nochmal ein ganz anderes Kapitel ist: die Musiklehrerin ist immer begeistert, wie prompt und gezielt er ihre Tipps und Hinweise umsetzt - von mir läßt er sich auf musikalischem Gebiet nur ganz schwer etwas sagen á la "das weiß ich schon, das kann ich schon, das geht so und so, du weißt nicht, wie das richtig ist"... cool)
_________________
LG, Syringa und Pfiffikus (03/08 )
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ripley



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 16.06.2012, 15:14
BeitragTitel:
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Syringa hat folgendes geschrieben:
die Musiklehrerin ist immer begeistert, wie prompt und gezielt er ihre Tipps und Hinweise umsetzt - von mir läßt er sich auf musikalischem Gebiet nur ganz schwer etwas sagen á la "das weiß ich schon, das kann ich schon, das geht so und so, du weißt nicht, wie das richtig ist"... cool


Bekannt. Mamas sind als "Lehrkräfte" häufig inakzeptabel. drugs
Und vielleicht ist das (!?) SEINERSEITS ein Versuch der Abgrenzung.
_________________
LG
Ellen
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Ima



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 21.03.2007
Beiträge: 1471
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 17.06.2012, 05:23
BeitragTitel:
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ripley hat folgendes geschrieben:

Bekannt. Mamas sind als "Lehrkräfte" häufig inakzeptabel. drugs
Und vielleicht ist das (!?) SEINERSEITS ein Versuch der Abgrenzung.


Genau deswegen zieh ich mich mittlerweile weitestgehend aus den musikalischen Aktivitäten meines Kindes raus! Ich hatte ja vor ein paar Jahren den Versuch unternommen, meinem Großen das Klavierspielen beizubringen... aber dies scheiterte dann doch recht schnell an unser beider Ungeduld! So musikalisch begabt er ist, ich vergaß eben auch immer wieder, dass er doch nur ein kleiner Pimpf ist und ich als Musikwissenschaftlerin vieles als zu selbstverständlich/logisch ansehe.....

Btw. ich wollte immer so gerne mit ihm zusammenspielen (und es gibt so wunderschöne Stücke für Klavier und Cello) aber das lehnt er total ab - er ist aber auch SOOOOO ein Sturkopf... und wer weiß, unser beider schon erwähnte Ungeduld würde dies wohl auch nicht zum großen Vergnügen machen... wobei... *sfz*

(Kleiner Hoffnungsschimmer: Kind ist ja aus dem Orchester ausgetreten und hat sich in seine Weigerung sehr hineingesteigert, mit irgendwem zu spielen (wie auch seine Abwehrhaltung dem Vorspielen ggüber)... Nun ist sein Talent dem Orchesterleiter/Streichabteilungschef der Musikschule wie der Lehrerin und mir ja bekannt, irgendwie fiel es uns allen schwer, dies einfach hinzunehmen... und wir haben es zusammen geschafft, ihn nun doch dazu zu bringen (ohne zu viel Druck, vielmehr mit gut zureden), ein schweres Mozart-Duett mit der Lehrerin (eigentlich sollte er mit einem Cellostudent spielen, aber eines nach dem anderen bitte) einzustudieren... Ich musste mir zwar einiges anhören, aber er macht's und siehe da, er macht's und es scheint ihm doch Spaß zu machen... Wer weiß, vllt, eines schönen Tages.......)
_________________
Ima
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Tags
Musik, Spiele, USA



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