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ADS Diagnose nun 2. IQ-Test?


 
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dogma




Anmeldungsdatum: 07.07.2012
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 07.07.2012, 11:46
BeitragTitel: ADS Diagnose nun 2. IQ-Test?
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Hallo,
ich bin etwas ratlos.
Mein Sohn wurde im April auf ADS getestet, nachdem ein Jahr zuvor eine Lese-Rechtschreibschwäche festgestellt wurde, sackte er in der Schule in Mathe und Deutsch um mindestens eine Note ab. Nach Durchsicht der Arbeiten die er schrieb war zu erkennen, die 1. Hälfte war so gut wie immer fehlerfrei, die 2. entweder gar nicht oder nur teilweise vorhanden.
Mein Sohn klagte über zu wenig Zeit zu laute Umgebung etc.
Also ab zum Kinderarzt. Dort bekam ich eine Überweisung zum Kinder- und Jugendpsychiater .Dort wurde anhand des TEACH Tests eine starke Konzentrationsschwäche festgestellt. Im CFT-21 ein IQ von 122. (Allerdings war die Durchführung etwas ungünstig da es ein Gruppentest war – noch ein Junge war dabei und als mein Sohn fertig war und ich fragte wie er den Test fand erzählte er mir nur was der andere Junge angekreuzt hatte und dass er so viel falsch hatte und dass er nicht fertig wurde, aber überhaupt nichts über den Test an sich)
Nachdem wir uns entscheiden mussten was tun und die Psychiaterin uns sagte, dass anhand der Ergebnisse unser Sohn auf´s Gymnasium müsse um den Wiederholungsschleifen des Lernstoffes zu entkommen machten wir uns viele Gedanken was zu tun ist, da wir nicht der Auffassung waren dass das Gymnasium der richtige Ort für ihn ist. Mit der Überweisung gingen wir zur Ergo zum Konzentrationstraining. Diese sagte gleich nach der ersten Stunde „Ihr Sohn ist aber sehr „kopflastig“ und kann sich sehr gut auf logische Spiele konzentrieren. Das wussten wir bereits, schließlich spielt er mit meinem Mann gerne und ausdauernd Schach und macht mit mir 500 teilige Puzzle an einem Stück.
Die Noten blieben im 3er Bereich, da meistens immer noch der letzte Teil fehlte wegen der Zeit, was von den Lehrern auch oft unter der Arbeit stand.
Also wieder Psychiater, so kann´s nicht weiter gehen, das Kind ist geknickt, er weiß er kann´s, aber es klappt nicht schneller. Die Psychiaterin sagte wir sollten bzw. sie würde uns empfehlen, es man mit Medikinet zu probieren. Also los, wenn´s zu viele Nebenwirkungen hat setzen wir es ab, An Wochenenden und abends so wie in den Ferien lassen wir es aus, so war der Plan.
Nachdem wir ihn eingestellt hatten (bei 40mg morgens) war er völlig losgelöst. Redet viel, Schule macht Spaß etc. – keine Nebenwirkungen, nicht mal Appetitlosigkeit.
Nach einem Gespräch mit der Klassenlehrerin war klar, es bringt was. Sie sagte Sie und auch die anderen Lehrer würden nun merken dass er da ist, er meldet sich viel und überrascht mit Wissen das noch nicht behandelt wurde. Zudem liest er schneller und flüssiger.
Auch die Noten sprechen Bände. Seither war eine 2 die schlechteste Note und nach Diktatnoten von 5-, 3 und 4,5 war die 1,5 sehr erstaunlich.
Alles hat natürlich auch eine Kehrseite die sich vor allem in seiner sozial-emotionalen Verfassung widerspiegelt.
Er hat nun ein völliges Unverständnis und eine Ungeduld gegenüber Kindern die etwas nicht verstehen. Interessiert sich nicht mehr für Spielsachen, auch nicht für Kinderfernsehen, geht nicht mehr zum Handball, da er da „zu sehr auf andere angewiesen“ ist wie er es sagt und hat sich vor 8 Wochen entschlossen lieber fechten zu lernen (wo er seither auch sehr gern hingeht).
Außer einem Freund – der die gleichen Interessen hat – hat er so gut wie keine Freunde (wobei es immer schon nur 2-3 waren).
Jetzt bin ich am überlegen ob wir einen weiteren Intelligenztest machen sollten, da nun die 4. Klasse ansteht und wir uns entscheiden müssen wohin danach mit ihm. Unterschätze ich ihn oder überschätze ich alles? Bringt mir ein Intelligenztest überhaupt etwas bei der Entscheidungsfähigkeit? Müssen wir wenn, es mit seinem Verhalten so weiter und er sich weiterhin so ausgrenzt, weil er sich für einen „Überflieger“ hält, was er aber nicht zum Ausdruck bringt, Hilfe suchen? Man merkt, dass er weniger kluge Klassenkameraden nicht mehr ernst nimmt, sich von ihnen abwendet oder sie bevormundet was mein Mann und ich schlimm finden, denn es weitet sich auch auf Bekannte von uns aus, oder auf Nachbarn. Er ist höflich und grüßt, vermeidet aber jedes Gespräch, während er mit anderen sehr gerne redet oder diskutiert.
Würde hier ein Test helfen um diesbezüglich Antworten zu bekommen? Ich wüsste außerdem gerne wo seine Schwerpunkte liegen, da er wenn man ihn fragt so viele Interessen hat, aber er nichts hat was ihn absolut interessiert. Immer war er in Mathe besser, aber das hat sich nun seit den Diktatnoten geändert, da er auch beim Aufsatz sprachlich sehr gewandt und kreativ ist.
Zudem würde mich interessieren ob dieses IQ Ergebnis stimmt oder ob es durch das ADS wirklich so verfälscht sein kann. Wäre hier vielleicht auch der HAWIK lV zu empfehlen oder ein anderer?
Ich freue mich auf Antworten

Grüße Dogma
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ripley



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 07.07.2012, 13:00
BeitragTitel:
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Ja, ADS bzw. ADHS können das IQ-Testergebnis merklich beeinflussen. Stell Dir einfach vor, du sitzt in einem hochmotorisierten Fahrzeug und fährst mit angezogener Handbremse. Jahrelang.
Und dann weist Dich jemand drauf hin und löst die Bremse ...

Um zu wissen, wie schlau das Kerlchen "wirklich" ist und wo ggf. seine Schwerpunkte liegen, wäre erneute Testung MIT Medikament also gar nicht so verkehrt. Vorrangig um DEINEN Wissensdurst zu stillen ...

Auf der anderen Seite: Wenn er schon vorher auf einen IQ von 122 gekommen ist und nun motiviert und konzentriert bei der Sache ist, dann sollte das allemal für's Gymnasium ausreichen. Und für die (jetzigen wie späteren) Lehrer ist der IQ-Wert auf dem Papier sowieso nicht so interessant. Die gucken darauf, was das Kind leisten kann, was und wie es Fragen stellt etc. und richten sich (wenn sie gut sind) danach in der Art und Weise, wie sie das Kind fördern und fordern.

(Nebenbei ... 40 mg für einen Drittklässler? Kommt mir recht viel vor. Wie habt Ihr die nötige Dosis ermittelt?)
_________________
LG
Ellen
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dogma




Anmeldungsdatum: 07.07.2012
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 07.07.2012, 15:52
BeitragTitel:
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Danke für deine Antwort!

Wir haben uns hochgetestet indem wir wöchentlich in kleinen Schritten die Dosis erhöhten. Ich habe viel mit meinem Sohn gesprochen, wie die Unterschiede zwischen den einzelnen Schritten sind.
Seine Selbsteinschätzung - wo ich schmunzeln musste waren
Mit einer Tablette (10mg) bin ich bei 10-12 % bei 2 sind es dann ca 30 % mit 3 Tabletten liege ich bei 56 % und mit 4 stehe ich nun ca bei 84%.
Wie er auf solche Werte kommt, wobei Prozentrechnen noch nicht auf dem Lehrplanstand ist mir wie so vieles wieder ein Rätsel.
Mehr wollen wir nicht geben, habe ich auch noch nicht ausprobiert, auch wenn mein Sohn denkt er hätte noch Puffer nach oben.
Er ist aber auch schon 1.56 m und wiegt 47 kg. Somit auch groß und kräftig, wobei ich das vorwiegend im Sinne von muskulär meine.

Kann ich die Psychiaterin meines Sohnes darauf ansprechen einen solchen Test zu machen? HAWIK lV ist ja ausführlicher als der CFT 21 der ja nur die Grundintelligenz misst. Muss ich das selbst zahlen und wenn ja wie viel kann das kosten?

Ich würde mich freuen mich auch mit anderen Eltern auszutauschen die ähnliche Diagnosen haben oder noch dabei sind ihre Kinder testen zu lassen.
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ripley



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 07.07.2012, 16:26
BeitragTitel:
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dogma hat folgendes geschrieben:
Er ist aber auch schon 1.56 m und wiegt 47 kg. Somit auch groß und kräftig, wobei ich das vorwiegend im Sinne von muskulär meine.


Ups! aha
Ich habe hier einen 14,5-jährigen, der mit 1,64 m 44 kg wiegt.

dogma hat folgendes geschrieben:
Kann ich die Psychiaterin meines Sohnes darauf ansprechen einen solchen Test zu machen? HAWIK lV ist ja ausführlicher als der CFT 21 der ja nur die Grundintelligenz misst. Muss ich das selbst zahlen und wenn ja wie viel kann das kosten?

a) Mach doch einfach! Fragen kostet erst mal nix.
b) WENN, dann sollte ein anderer Test gemacht werden als noch mal der CFT (21? Bist Du sicher? bei mir klingelt es nur bei CFT 20). Nicht weil der CFT nix taugt, sondern um Übungseffekte sicher(er) auszuschließen. Zudem glaube ich, dass, WENN Du irgendwann mal mit Lehrern über die Testung sprechen willst (muss man das? Selten, denke ich), der HAWIK (IV) einfach bekannter und damit ggf. auch "anerkannter" ist. Wobei, wie ich gerade lerne, der HAWIK-IV in der neuen Version wohl WISC-IV heißt ...
c) Überlege Dir dennoch, ob erneute Testung Dir/Euch wirkich viel bringt. Insbesondere, falls sie entgeltlich wäre. Der Bub ist in der 3., kommt in die 4. Danach braucht ihr rein grützemäßig sowieso nichts mehr draufzulegen oder gar nachzuweisen, um für's Gymnasium "qualifiziert" zu sein. Wichtig ist eh, was davon abrufbar ist und aufs Papier gebracht wird, nicht die Intelligenz an sich.
d) Aus meiner Erfahrung ist es nicht immer ratsam, die Kids mit ihren (hohen) IQ-Werten zu füttern und hochzuloben. Das führt leicht zu Arroganz, die dann im sozialen Umfeld nicht wirklich gut ankommt. Junior wurde mit 7 getestet, seinen Wert (132) hab ich ihm aber erst vor ein oder zwei Jahren mitgeteilt. Bis dahin war unsere offizielle Lesart, er sei ein "recht cleveres Kerlchen". Das hat genügt und ging nicht wesentlich über das hinaus, was er sowieso Tag für Tag gemerkt hat.
_________________
LG
Ellen
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dogma




Anmeldungsdatum: 07.07.2012
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 07.07.2012, 17:39
BeitragTitel:
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Du hast recht CFT-20 .. tzzz....

Ich frage mal nach ob sie das auch macht, immerhin weiß ich überhaupt nicht wo seine Stärken sind. Mit Medis wäre es auch mal interessant wie seine Verarbeitungsgeschwindigkeit nun ist und sein Arbeitsgedächtnis.
Was die Lehrer angeht, bei denen hab ich den Befund abgegeben beim lezten Gespräch, da ich fragen wollte wie er sich mündlich macht, da wollte ich einfach Rückmeldung ob die Medis auch wirken bzw. ob der Lehrer was merkt. Sie war überrascht und sagte dass der IQ erstaunlich wäre, wo doch ADSler ja eher nicht so intelligent sind ???? Aha... ich hab dann nichts gesagt, aber ich weiß dass ich überall was anderes lese, womit ich merke, die hat eigentlich keine Ahnung. Da sie sich aber darauf eingelassen hat und ihn unterstützt und aus dem LRS-Kurs rausnimmt (auf meinen Wunsch) dachte ich ich lasse es so stehen. Fachliche Hilfe kann ich aber keine erwarten wie ich merkte.
Also durchstöber ich eben weiter das Internet und lese Bücher...
Sagen würde ich meinem Sohn das auch (noch) nicht wenn er hochbegabt wäre, so wie der momentan drauf ist und eh langsam überheblich wird.
Über Hochbegabung und ADS finde ich einiges, aber "Grenzfälle" wie wir einer sind und noch dazu AD ohne H S, da ist nichts zu lesen zumindest finde ich nichts.

Grüße Dogma
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jutta
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BeitragVerfasst am: 07.07.2012, 20:11
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Hallo Dogma,

hast du Bücher von Helga Simchen gelesen? Ich habe schon öfter gehört, dass sie gerade auch über die Träumer schreibt, auch was das mit begabten Kindern macht, wenn sie aus ihres Träumerei geweckt werden durch die Medikamente (und andere Therapien).

Vielleicht wäre es nicht schlecht, wenn dein Sohn mal mit ähnlich alten Kindern Kontakt bekommt, die so sind wie er, nämlich ziemlich schlau? Eine Gruppe der DGhK z. B., wenn ihr so etwas in der Nähe findet? Da kann er nicht nur auf seiner "Welle" reden und denken, sondern auch merken, dass er nicht der einzige Schlauberger in dem Alter ist. Könnte seine Flügel etwas stutzen und ihm zeigen, dass es ok ist, clever zu sein, aber nicht ok ist, überheblich zu werden.

LG jutta
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Jutta
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dogma




Anmeldungsdatum: 07.07.2012
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BeitragVerfasst am: 09.07.2012, 06:50
BeitragTitel:
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Hallo Jutta

Ja, ein Buch von ihr hab ich gelesen, das war auch der Grund bzw. die Bestätigung warum ich dann auch den Arzt anfragte ob wir ADS testen lassen können. Bis dahin fiehl mit in der Entwicklung auch auf, dass er manches mal anders ist als andere und auch die Kinderärztin schreibt ab der U1 immer "fit" als Bemerkung drunter, aber durch seinen Motivationsmangel, seine Langsamkeit und seine "Gedenkminute" bevor er auf Fragen antwortete dachte ich nicht daran, dass er vielleicht überdurchschnittlich intelligent ist. Das ergab erst der CFT-20, der im Rahmen der ADS Untersuchung gemacht wurde. Wir waren zunächst sehr überfordert, da wir nicht wussten was tun, wie damit umgehen. Seit er Medis bekommt ist er nicht mehr wieder zu erkennen. Die Einschlafstörungen sind weg, die Ängste vor tragischer instrumentaler Musik, die Kopf und Bauchschmerzen, all die Probleme die er vorher hatte sind wie weggeblasen. Nun haben seine Interessen freien Lauf und es tut sich enorm etwas.
Ich bin deinem Tipp nachgegangen und habe mal nachgeschaut wegen des DGhK. und die auch gefunden. Nun ist meine Hemmschwelle, ich habe aber offiziell und vielleicht auch inoffiziell kein hochbegabtes Kind. Ich war während der ADS-Diganose und vorher so fertig, weil es meinem Sohn so schlecht ging (ich schrieb speziell wegen des ADS) und habe in einem anderen Forum darüber berichtet. Als ich dann schrieb was bei der Diagnose raus kam wurde ich mehr oder weniger belächelt und mir wurde unter anderem auch geschrieben dass mein Kind ja noch lange nicht hochbegabt ist und dass es wesentlich schlauere Kinder gibt. Das hat mich ein wenig belastet und auch geärgert, da ich das wohl weiß und auch nicht aus meinem Kind ein hochbegabtes machen will wenn es keins ist, aber er legt eben die gleiche Problematik an den Tag wie viele von diesen und leider gibt es eben kein Forum für Kinder die zwischen durchschnittlicher und hoher Begabung sind. Mit ein Grund warum ich es vielleicht gerne testen lassen würde. Wir scheinen nänlich niergens richtig zu sein.

Grüße Tamara
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grünergeist
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Beiträge: 2644

BeitragVerfasst am: 09.07.2012, 09:13
BeitragTitel:
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Die DGhK verlangt keinen IQ-Test für ihre Veranstaltungen.

Entschuldige die Offenheit, aber wenn der Junge sich überheblich benimmt, hilft kein Test. Da ist meiner Meinung nach altmodische Erziehung nötig.
Für mich klingt es so , als ob die sozialen Schwierigkeiten im Vordergrund für ihn stehen und Du den Test zur Legitimation - wofür genau eigentlich? Was wäre danach anders? - brauchst.
Ich kenne euch aber nicht und das ist nur mein Eindruck vom Lesen, nimm also nichts persönlich.

Eine Allrounderin in ihren Interessen ist meine Tochter auch - das finde ich völlig ok, da wird sich schon noch etwas herauskristallisieren oder vielleicht wird gerade die Verbindung mehrerer Felder das Spezialgebiet.
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Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen. [George Orwell]
grünergeist
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BeitragVerfasst am: 09.07.2012, 09:33
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Um bei der DGhK mal mitzumachen (Spieltreff oder Gesprächskreis) brauchst du, wie grünergeist schon schreibt, keinen Test vorzuweisen.

Aber es stimmt auch, du solltest mit deinem Sohn schon auch reden, dass er sich so nicht zu verhalten hat. Vorher war er ja auch nicht so fit, wie hat er sich da wohl gefühlt, wenn andere ihm entsprechend begegnet sind? Das ist nicht in Ordnung.
Ich könnte mir vorstellen, dass er jetzt, wo seine Handbremse gelöst ist, wie ein Sportwagen allen zeigen will, was er (besser, schneller) kann. Da braucht es jetzt Einfühlungsvermögen von dir, dass er sein Wissen nicht verstecken muss, aber auch nicht lauthals präsentieren soll. Eine Gratwanderung für euch beide...
Daher der Vorschlag, ihm den Kontakt zu anderen begabten Kindern zu ermöglichen.

Die Hemmschwelle ist sicher da, ich weiß nicht, wo du dich so schlecht behandelt gefühlt hast. In unserem Gesprächskreis würde das sicher nicht passieren.

In welchem Bundesland lebt ihr denn?
Wegen der 4. Klasse: Ein Kind mit ausreichend Begabung sollte auch auf eine Schule mit entsprechend ausreichend hohem Niveau gehen dürfen - sprich Gymnasium. Was denn sonst?

LG Jutta
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dogma




Anmeldungsdatum: 07.07.2012
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BeitragVerfasst am: 09.07.2012, 13:40
BeitragTitel:
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Wir wohnen in Ba-Wü und haben seit diesem Jahr keine gebundene Grundschulempfehlung mehr.
G8 ist Standard es wird bei uns in der Umgebung nur vereinzelt G9 angeboten.Wir werden abwarten.

Die Überheblichkeit äußert sich nicht darin, dass er andere Kinder auslacht, oder persönlich angreift, als viel mehr zu Hause sitzt und völlig verständnislos reagiert.
Z.B. waren letzte Woche Projekttage. Er hatte sich für Schach/Anfänger (Fortgeschrittene gab es sowieso nicht) angemeldet.
Da war er dann auch und es gab eben auch Kinder die kein Grundwissen hatten - was ja auch klar war.
Als er dann mittags nach Hause kam war er ein wenig genervt und erzählte mir, dass er mit einem ("Vollpfosten" wie er ihn nannte) spielen musste der gar nicht die Regeln begriff, weder vom Leiter als auch von ihm - aber auf seine Rechte beharrte und seine Firguren schlug obwohl es nicht ging - er ihn dann aber ließ und trotzdem gewann. Spass hatte er natürlich keinen dabei und hatte völliges Unverständnis, dass man diese Regeln icht verstehen kann. Ich sagte ihm, dass ich auch nicht gut im Schach bin, aber mir sah er es nach, schließlich weiß ich dass ich es nicht kann, während der Junge meinte er könne es.
Es ist also nicht der persönliche Angriff, er ist auch hilfsbereit und versucht es anderen zu erklären, aber solches Verhalten kenne ich eigentlich nicht von ihm. Das hat sich eben erst seit den Medis und der damit verbundenen Klarheit in seinem Kopf herauskristallisiert. Ich freue mich für ihn über sein neues Selbstvertrauen, ich hoffe nur es wird nicht mehr, da er sonst vielleicht ausgegrenzt wird. Er ist jetzt erst seit 3 Wochen mit der Dosis eingestellt und ich merke schon so viel Veränderung.
Mit seinem besten Freund ( eine Wellellänge - so von wegen wir zwei gegen den Rest der Welt) klappt das super, aber der wird vielleicht nicht nach der 4. Klasse auf die gleiche Schule gehen wie mein Sohn und das wird sicher furchtbar werden.
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jutta
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2005
Beiträge: 4602
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 09.07.2012, 20:05
BeitragTitel:
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Ok, das relativiert das Ganze ein wenig.

Kennt ihr das Buch "Hilfe, ich bin hochbegabt!"? (von Mathias Wais) Auch wenn der Titel ein wenig trabend daher kommen mag, auch wenn dein Sohn nicht als hb getestet wurde und er das auch nicht erfahren muss, es ist ein Buch über begabte Grundschüler und ihre Erfahrungen, Probleme und Lösungen. Themen wie "Immer das Gleiche", "Streber" oder "Wieviel PS hat eigentlich eine Frage?" haben meinem Sohn nicht nur Spaß gemacht, sondern auch ein paar Aha-Erlebnisse und Wiedererkennung gegeben. Obwohl er schon in der 5. Klasse war.
Dein Sohn muss ja nichts über Hochbegabung wissen, aber dass er ein cleveres Kerlchen ist, erlebt er momentan am eigenen Leib.
Vielleicht hilft es euch.

Gruß
Jutta
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dogma




Anmeldungsdatum: 07.07.2012
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 11.07.2012, 19:41
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Vielen Dank, für den Tipp, werde ich direkt mal bestellen.

Grüße Tamara
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