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marina
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.12.2007 Beiträge: 139 Wohnort: südlicher Süden
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Verfasst am: 09.07.2012, 09:19
Titel: Bedenken wegen Mathe / Sprung nach 3 |
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Neue Woche, neuer Stand....
Letzte Woche war eine Konferenz zum Thema - die neue KL und die alte KL trauen unserer Tochter den Sprung zu, sie ist in allen sprachlichen Fächern im oberen Drittel der neuen Klasse, jedoch der Mathematikfachlehrer hat stärkere Bedenken angemeldet.
Es war zugegebenermaßen nicht Mathe (obwohl sie da gut ist!), warum wir dem Vorschlag zu springen zugestimmt hatten, sondern alle anderen Fächer.
Was ich sehe: sie denkt sich gut ein in die neuen unbekannten Aufgabenstellungen - und sie will die neuen Sachen lernen.
Wie war das bei Euch?
Konnten die Kinder den Fach-Stoff bereits?
Wie lang hatten sie Zeit, um aufzuholen, falls nicht?
Liebe Grüße
Marina |
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grünergeist Quiz-Gewinnerin

Anmeldungsdatum: 21.05.2005 Beiträge: 2644
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Verfasst am: 09.07.2012, 09:51
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Den Mathestoff der Dritten hat geistlein ohne große Vorbereitung so mitgemacht, da fing es eigentlich erst mit weitergehendem an. Mehr Einmaleins üben wäre zweifellos in jeder Klasse besser gewesen.
Nach dem Sprung müssen die Kinder nicht überall Einsen haben, Hauptsache, der Mathelehrer sieht ein, daß ein gesprungenes Kind eben ein Jahr jünger dasselber lernen muß, wie die anderen ein Jahr älteren - nicht alles nicht alles sofort können muß und daß nicht verlangt werden kann, daß ein gesprungenes Kind mehr abliefert für die gleicehn Noten. _________________ Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen. [George Orwell]
grünergeist |
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marina
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.12.2007 Beiträge: 139 Wohnort: südlicher Süden
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Verfasst am: 09.07.2012, 10:09
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Ich sehe das eigentlich auch so, aber es klang so als wollte er sagen, ihr fehlt zuviel aus Klasse 2 (die sie ja komplett überspringt), weil er nur wenige Wochen wiederholen wird, um dann mit dem neuen Stoff weiterzumachen.
Sie hingegen hat der KL am Freitag mehrere Hilfsmittel abgequatscht, die sie mit nach Hause genommen hat, um sich mit dem Einmaleins zu befassen, das für sie in der Tat ja Neuland ist.
Unser Sohn ist gerade noch in 3, er gehört dort allerdings mit Abstand zu den Besten - das erwarten wir überhaupt nicht von ihr. In dieser 3 sind einige Schüler, die auch ab und zu hier sind zu Hausaufgabenzeiten, und ich wage zu behaupten, dass Tochter1 da über mehr mathematisches Verständnis verfügt. Wenn auch eben noch nicht über die Fertigkeiten.
Also eher nicht den Stoff in den Sommerferien anschauen?
Oder doch?
Mir wäre der Sprung zum Halbjahr irgendwie doch wesentllich lieber gewesen....aber man kann die Zeit ja nicht zurückdrehen. |
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jutta Sponsor
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.05.2005 Beiträge: 4602 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 09.07.2012, 10:17
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Marina, ich denke, wenn deine Tochter so fit ist sich selber Material zu holen, um die Ferien zu nutzen, dann sollte sie das auch machen dürfen. Ich würde sie da nicht bremsen.
Eigentlich ist ein Sprung ja nicht dazu da, ein Kind in eine Klasse zu setzen, in der es sowieso schon alles kann, oder? Ein Kind, welches schneller lernt als die Klassenkameraden, welches mithalten kann und sich sozial einfügen möchte, dass darf auch in ein oder zwei Fächern Schwächen haben und die Klasse quasi von hinten aufrollen.
Es ist nicht schlecht, weil der Mathelehrer Bedenken hat, aber er sollte auch nicht erwarten, dass sie sofort bei den Besten ist. Die schlechteren der Klasse würde er ja auch weiter unterrichten, oder?
Nicht zu viel Lernzeiten in den Ferien!
Jutta _________________ Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
Einstein (3/93) und Napoleon (3/99) |
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joeymc Sponsor 2010/2011

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.09.2009 Beiträge: 1539 Wohnort: Hessen
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Verfasst am: 09.07.2012, 10:48
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Also wir haben beim Sprung damals das große Einmaleins zu Hause gelernt - hat 2-3 Wochen gedauert...
Also wenn es das Einmaleins ist, würde ich es schon mal mit ihr üben, dass muss schlicht jeder auswendig können.
LG
Joey _________________ veni, lusi, fugi
(Ich kam, scherzte und floh - mein Sohn Nr 1 (mit damals 13) über die Schule ) |
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NinaHH Sponsor 2010/2011
Anmeldungsdatum: 24.01.2007 Beiträge: 1033 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 09.07.2012, 18:04
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Bei meiner Tochter war auch Mathe das Fach, in dem sie nicht ganz so weit war.
Sie hat über die Sommerferien mit meiner Unterstützung ein von der Mathelehrerin empfohlenes Arbeitsheft der übersprungenen Klasse (bei ihr war es die dritte, schriftliche Multiplikation und Division) gekauft und durchgearbeitet - natürlich nicht jede Seite, aber jedes Thema.
Einmaleins kann man ja wunderbar in den Ferien lernen und immer wieder abfragen!
Auch danach solltet ihr dranbleiben und immer mal abfragen - mehr Übungszeit ist gut, wenn sie in der weiterführenden Schule dann schneller rechnen müssen.
Aber das kriegt ihr bestimmt hin!
Viele Grüße von Nina |
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marina
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.12.2007 Beiträge: 139 Wohnort: südlicher Süden
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Verfasst am: 10.07.2012, 10:10
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vielen Dank für Eure guten Tipps!
Beim Sohn haben wir das Einmaleinslernen mit einem schicken Einmaleins-Plakat am stillen Örtchen gelöst )
Die Schule hat uns angeboten, über die Ferien die Bücher zu bekommen. Vielleicht gibt es dazu ein Arbeitsheft oder sowas, das frage ich heute nach.
Wir haben alle zusammen überlegt, bis zu den Herbstferien zu schauen, wie dann der Stand ist bei ihr, ob ihre Motivation mithält und wie sie in den Stoff einsteigt - vor allem aber, ob sie glücklich ist.
Es ist allerdings überhaupt nicht einfach, entspannt zu bleiben... das merke ich schon. Vielleicht, weil uns das Ganze etwas überrollt hat, vielleicht aber auch, weil ich doch ein bisschen weiterdenke und inständig hoffe, dass sie in der neuen Klasse besser angenommen wird, auch in ihren Eigenheiten, als in der vorherigen.
Drückt uns die Daumen,
liebe Grüße
Marina |
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joeymc Sponsor 2010/2011

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.09.2009 Beiträge: 1539 Wohnort: Hessen
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Verfasst am: 10.07.2012, 17:44
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Daumen gedrückt!
LG
Joey _________________ veni, lusi, fugi
(Ich kam, scherzte und floh - mein Sohn Nr 1 (mit damals 13) über die Schule ) |
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Ylva

Anmeldungsdatum: 18.08.2010 Beiträge: 199
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Verfasst am: 10.07.2012, 23:48
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Wir haben damals mit dem Großen in den Ferien Schreibschrift gelernt, da er das durch den Sprung total verpasst hat. Fand er zwar nicht prickelnd, hat er aber (für seine Verhältnisse) weitgehend willig mitgemacht, da er unbedingt springen wollte. Von mir definierte Pflicht war jeden Tag zwei Seiten im kleinen Schreibheft vollschreiben, damit er vom Tempo her mitkommt. Für das volle Heft gab es dann einen Füller.
Das Einmaleins haben wir dann an den ersten beiden Wochenende im neuen Schuljahr gemacht. Da er bei jeder (!) Aufgabe erst mal "Warum?" fragte, bevor er antwortete (er hat es nicht auswendig gelernt, sondern beim Rückfragen ausgerechnet), habe ich ihn zur Beschleunigung und zum Retten meiner Nerven immer nach 1-2 sek Bedenkzeit gekitzelt, bis er die Lösung sagte. Ihm hat es so einen Riesenspass gemacht und wir hatten das Thema in pi mal Daumen 5-6 Stunden gegessen.
Sonst kann ich nicht sehen, was er in der zweiten Klasse verpasst haben könnte. Vielleicht noch die ein oder andere Geschichte in Religion. Und natürlich Ordnung und Organisation, aber soweit ich das sehe, hätte das auch nichts genützt.
Bei uns hatte übrigens der Sport- und Musiklehrer schwere Bedenken. Er hat ihm aber zwischendurch trotzdem Einser gegeben.
Aufmunternde Grüße
Ylva |
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Ernestine

Anmeldungsdatum: 18.01.2012 Beiträge: 386
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Verfasst am: 11.07.2012, 14:09
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| Ylva hat folgendes geschrieben: |
| Sonst kann ich nicht sehen, was er in der zweiten Klasse verpasst haben könnte. |
Ja, so kam mir die zweite Klasse auch vor.
Kleines 1x1 lernen ist in 6 Wochen doch kein Problem. Steht bei uns auch gerade an, da Charlottes Lehrer nicht erwartet, daß die Kinder es auswendig lernen. Wozu gibt es das denn überhaupt? _________________ Charlotte (9), Wolf (4), Frieder (2) |
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marina
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.12.2007 Beiträge: 139 Wohnort: südlicher Süden
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Verfasst am: 12.07.2012, 09:16
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Hallo Ylva,
DAS kenne ich auch... "warum"? Zu allem....
Oder auch das Beharren auf dem wortwörtlich Gesagten. Und eine gewisse Uneinsichtigkeit, einen Text, den man mittwochs zum Üben bekam für ein Diktat am Freitag auch am Donnerstag anzuschauen. "Hat die Lehrerin nicht gesagt!!" - "Meint sie aber" - "du warst nicht dabei!"
Ich habe aber das Gefühl, dass ihr die neuen Aufgaben gut tun, und auch, dass sie gefordert ist. Sie beißt sich tapfer durch in Mathe. Ich habe versucht, ihr nicht mit Druck zu kommmen, dass sie das lernen muss, sie sieht selber, dass ihr einfach manche Schritte fehlen. Sobald sie eine Erklärung hat, rechnet sie schnell sicher.
Und was mich vor allem sehr freut: sie wirkt das erste Mal seit Wochen ausgeglichen. |
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marina
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.12.2007 Beiträge: 139 Wohnort: südlicher Süden
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Verfasst am: 19.07.2012, 16:06
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Noch eine neue Woche - noch ein neuer Stand.
Der Mathelehrer staunt. Wir auch.
Sie hat sich in diesen beiden Wochen seither (nach seiner Aussage!) zuverlässig das Konzept des Einmaleins erarbeitet, und ist außerdem bei neuem Stoff (da kam wohl noch recht viel Neues jetzt in den letzten Tagen) eine der Schnellsten im Nachvollziehen und Anwenden.
Da fällt mir ein Stein vom Herzen. Aber ein riesiger.
Allzusehr stressen wollen wir uns aber alle nicht, denn nach den Sommerferien wird ja alles aus Klasse 2 nochmal wiederholt bis zu den Herbtsferien, sagte uns die Schule. Ich bekomme über die Ferien nur eine Liste mit Eckthemen, die sie verstanden haben sollte, damits nicht allzu kompliziert wird.
Die anderen Lehrer sind alle sehr sehr angetan von ihrer Motivation und ihrem Durchhaltevermögen - und ich kanns nur wieder und wieder betonen: sie kommt glücklich und strahlend aus der Schule nach Hause. Das ist das Wichtigste.
Liebe Grüße,
Marina |
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marina
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.12.2007 Beiträge: 139 Wohnort: südlicher Süden
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Verfasst am: 06.07.2013, 20:08
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Kleines update nach einem Jahr:
Sie hat es prima gepackt. Der Sprung war richtig zu diesem Zeitpunkt. Zwar ist sie jetzt mit teils zwei Jahre älteren Kindern zusammen, was ganz neue Fässer aufmacht, aber sie hat die Gelegenheit genutzt, um daran zu wachsen.
Ich habe mir immer gesagt, wenn wir in ein anderes Land umgezogen wären, müssten sich die Kinder auch irgendwie reinwurschteln, mit anderen Fächern, anderem Stoff, anderer Sprache. Das hat sehr geholfen.
Das jahrelange Mitlesen hier allerdings auch, das soll nicht unter den Tisch fallen!
Danke also an Euch alle hier.
Liebe Grüße
marina _________________ mit Juri (2003), Jana (2005) und JellyBean (2006) |
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