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was dürfen vertretungslehrer - hilfe! noten-chaos/frust :-(


 
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diorella




Anmeldungsdatum: 27.01.2010
Beiträge: 97

BeitragVerfasst am: 22.10.2012, 15:38
BeitragTitel: was dürfen vertretungslehrer - hilfe! noten-chaos/frust :-(
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Hallo an Alle,
so schnell bin ich nun selbst wieder in der Situation, Eure Ratschläge zu brauchen. Folgende Situation:

Mein Sohn (9), 4. Grundschuljahr, hat seit Schuljahresbeginn 2 Vertreter der KL, die über Wochen ausfällt (übers Schulamt geschickt, also normalerweise nicht an unserer Schule).
Die beiden Lehrer teilen sich die Woche (Nr. 1 Mo+Di, Nr. 2 Mi,Do,Fr).
Was zuerst ganz gut schien, ist nun, ohne dass wir Eltern das gleich so alles mitbekamen, total am eskalieren. Ich nenne erstmal die gravierenden Dinge:
Es wurde am Anfang ein Diktat geschrieben, das die Schüler nie bekommen haben. Es wurde den Kindern erklärt, dass man noch ein Diktat schreibe, weil die Noten beim ersten Diktat so schlecht seien - die bessere Note würde dann genommen. Nur leider ist (nicht nur) für meinen Sohn das zweite Diktat total in die Hose gegangen. Doch vom ersten Diktat hat bis heute keiner was gesehen - geschweige denn, die Noten erfahren. Der andere Lehrer hat einen Aufsatz schreiben lassen, an dem sehr viele RS-Fehler markiert sind. Obwohl mein Sohn alles schön in Einleitung, Hauptteil mit Höhepunkt und Schluss eingeteilt, die Vergangenheitsform schön eingehalten und eine nette Geschichte geschrieben hat, bekam er eine 3-4. Leider nicht nachvollziehbar, weil kein einziges Wort der Erklärung bei der Note stand. Der eine Lehrer tippt während des Unterrichts die ganze Zeit auf dem Handy rum (schreibt SMS , hört musik und dergleichen). Die Kinder werden nur niedergemacht, nicht gelobt. Es wird oft geschrien mit ihnen: so hat ihre KL sie so eingestellt, dass sie ins klatschen der lehrerin mit einstimmen, um wenn es laut ist wieder alle zu einem gleichen rhythmus zu finden und danach wieder konzentriert zu arbeiten. als der vertretungslehrer dann mal klatschte, haben die kinder - ganz wie sie es gelernt haben - mitgeklatscht. der lehrer ist total ausgeflippt und hat die kinder niedergemacht. als sie es erklären wollten, hat er weiter so mit ihnen geschrien, dass sie verstummt sind. so scheint es oft zu laufen - sie werden angeschrien und dürfen dann nichts mehr sagen (was sie sich inzwischen auch nicht mehr trauen). es werden schnell und oft strafareiten vergeben. ausserdem hat mein sohn einmal 2 tage gefehlt und bis heute von den lehrern nichts bekommen, um das nachzuarbeiten. es findet keinerlei austausch statt. leider bin ich allein erziehend und schaffe es nicht, zu zeiten an der schule zu sein, an denen die beiden lehrer noch da sind (zumal immer nur einer von beiden da ist).
letzte woche ist alles eskaliert: die eltern haben immer mehr gemerkt was läuft und sich darüber auch untereinander ausgetauscht. ich bin stellvertretende elternvertreterin. der elternvertreter bezieht mich in die geschehnisse nicht ein, so dass ich eher spät von den ganzen umständen gehört habe (parallel zu dem eindruck, den ich selbst gewonnen hab). ich habe die kl angerufen, die schon verzweifelt war, weil sie nicht zur schule kann und man ihr lange vorgemacht hat, dass alles ok ist (die vertretungslehrer hatten ihr immer wieder bestätigt, dass alles prima läuft). schon einige andere eltern hatten sie angerufen und ihr dasselbe berichtet wie ich. sie hat mir geraten, zum rektor zu gehen. das hat dann die frau des elternvertreters gemacht. der rektor wollte sich mit den lehrern unterhalten und für besserung sorgen.
nun, gerade mal eine knappe woche später, erfahre ich, dass der eine lehrer schon wieder mit den kindern herumschreit, die ganze zeit am handy rumspielt und eher mässig an dem interessiert ist, was die kinder machen.
der andere lehrer schreibt ein diktat nach dem anderen. wenn mein sohn nun noch mehr so schlechte noten schreibt, ist sein 4. schuljahr gelaufen. gerade in deutsch ist er schlecht und darauf angewiesen, dass alles rund läuft (der austausch kl - kind- eltern), damit er seine schwachstelle einigermaßen meistern kann. dazu zählen seine aufsätze, die die eher schlechteren diktatnoten ausgleichen helfen.
ich hätte mir gewünscht, dass wir so schnell als möglich einen elternabend einberufen. der wurde aber verschoben auf die rückkehr der kl.
ich denke, hätten die beiden lehrer vor der gesamten elternschaft rede und antwort stehen müssen, dann wäre das für unsere kinder sicher besser gewesen, als eine ermahnung durch den rektor.

auch hätte ich mir erhofft, dass man beim elternabend erreichen kann, dass diese lehrer sich mit arbeiten zurückhalten und das die kl dann später nachholt (sie kommt nach den ferien wieder), um die kinder zu schonen. es sind alle kinder betroffen, auch die klassenbesten sind schlechter als normal.
wer von euch hat ahnung. muss ich diese erste diktatnote akzeptieren? oder kann ich darauf bestehen, das allererste diktat (das verschwundene) zu sehen und die bessere von beiden noten zu nehmen? und wenn dieses diktat nicht auffindbar ist?
kann ich verlangen, dass zum aufsatz noch irgendwas erklärt wird oder kann ein lehrer einfach eine note drunter schreiben und basta?
weil diese lehrer nicht mehr lange da sind, spiele ich mit dem gedanken, meinen sohn beim nächsten diktat einfach zuhause zu lassen (würd ich eigentlich nie machen). er ihat schn so resigniert, dass er sich als dumm empfindet und da kann ja nichts gutes rauskommen. wie seht ihr das?

bin ziemlich ärgerlich und mein sohn (und auch viele der anderen kinder) tut mir richtig leid. er hatte sich so gut eingefunden in dieser schule, und jetzt das!

hinzu kommt (wer meine beiträge beobachtet hat, weiss es schon), dass es darum geht, ob ich ihn ins gym oder realschule tue. er will gym, ist aber nicht unbedingt gut (durchschnitt ca. 2,9). liegt daran, dass er eigntlich nichts lernen möchte, brav die hausis erledigt aber mehr nicht. ich muss ihn immer zwingen, etwas zu tun. geht zwar inzwischen immer besser und wird auch akzeptiert, aber ich frage mich, wie das dann auf dem gymnasium wird. das argument vieler mütter, dass er auf der realschule verkümmert und auch nie besser als durchschnitt wird (da er die intelligenz für gym ja hat), kann ich nachvollziehen.
aber was, wenn er jetzt in der 4 klasse total abrutscht...?

ich bin sehr dankbar über alles, was ihr dazu wisst. vor allem, wie ich rasch mit dieser unglücklichen lehrer-situation umgehe, um weiteres unheil von meinem kind fernzuhalten.

sorry, weil ich zwischendurch umgeschwenkt bin in meinen email-stil ohne gross- u. kleinschreibung - aber bin auch zu sehr unter zeitdruck, als dass ich das jetzt noch korrigieren möchte...

danke euch schonmal herzlich
gruß diorella
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jutta
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Anmeldungsdatum: 15.05.2005
Beiträge: 4602
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BeitragVerfasst am: 22.10.2012, 20:00
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Hallo diorella,

ich kann dir leider gar nicht helfen.
Prinzipiell würde ich aber versuchen, ein Gespräch mit dem Rektor zu halten, vielleicht auch einen Mann (Bruder, Schwager, Vater...) mitnehmen.

Kann die KlL euch nichts dazu sagen, was erlaubt ist? Ich glaube, ich würde auch mein Kind mal zu Hause lassen und Rabbatz veranstalten.

Hoffentlich kommen noch ein paar Tipps.

Jutta
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Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
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diorella




Anmeldungsdatum: 27.01.2010
Beiträge: 97

BeitragVerfasst am: 22.10.2012, 20:35
BeitragTitel:
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hallo jutta,

danke für dein mitgefühl, das hilft auch ein bisschen.

die kl meint, das wäre nicht rechtens dass das 1. diktat unter den tisch gefallen ist und nun einfach nicht mehr erwähnt wird. aber sie sitzt ja auch zwischen den stühlen - durch sie kam ja die situation mit diesen vertretungslehrern und sie hat in dieser schule einfach sehr gute kontakte, da denke ich dass sie irgendwie auch niemandem in ihrer situation (undankbar) probleme machen möchte.

ich würde das jetzt auch einfach laufen lassen und mein kind zuhause behalten bei der nächsten arbeit.

umgekehrt befürchte ich, wenn ich jetzt stillhalte ist das ganze dann erledigt und hinterher kräht kein hahn mehr danach, ob mein kind auf seinen schlechten noten hocken bleibt oder nicht. ist ja oft so, dass die anderen erst schimpfen und nachher keiner mehr was gesagt haben will. und am meisten trifft es sicher die, die ohnehin schon keine guten noten haben (zumindest in den diktaten). die guten können mit einer 3 anstatt einer 1 schon eher leben, als ein schlechter schüler mit 2 x der note 6 anstatt vielleicht einer 4 und einer 3.

hoffe auch, dass sich noch jemand meldet und es noch mehr tipps oder infos gibt.

diorella
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Ernestine




Anmeldungsdatum: 18.01.2012
Beiträge: 386

BeitragVerfasst am: 22.10.2012, 23:36
BeitragTitel: Re: was dürfen vertretungslehrer - hilfe! noten-chaos/frust
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diorella hat folgendes geschrieben:
so hat ihre KL sie so eingestellt, dass sie ins klatschen der lehrerin mit einstimmen, um wenn es laut ist wieder alle zu einem gleichen rhythmus zu finden und danach wieder konzentriert zu arbeiten. als der vertretungslehrer dann mal klatschte, haben die kinder - ganz wie sie es gelernt haben - mitgeklatscht. der lehrer ist total ausgeflippt und hat die kinder niedergemacht. als sie es erklären wollten, hat er weiter so mit ihnen geschrien, dass sie verstummt sind.


Oh man, haha da wäre ich sicher auch ausgeflippt. Ich klatsche auch manchmal, um Aufmerksamkeit zu erregen, wenn meine Kinder auch die 3. Ansprache nicht mitbekommen... wenn die dann mitklatschen würden?! devil Oh wei!

Aber ich bin ja nicht pädagogisch ausgebildet und darf mir die Unprofessionalität leisten!

diorella hat folgendes geschrieben:
wer von euch hat ahnung. muss ich diese erste diktatnote akzeptieren? oder kann ich darauf bestehen, das allererste diktat (das verschwundene) zu sehen und die bessere von beiden noten zu nehmen? und wenn dieses diktat nicht auffindbar ist?
kann ich verlangen, dass zum aufsatz noch irgendwas erklärt wird oder kann ein lehrer einfach eine note drunter schreiben und basta?
weil diese lehrer nicht mehr lange da sind, spiele ich mit dem gedanken, meinen sohn beim nächsten diktat einfach zuhause zu lassen (würd ich eigentlich nie machen). er ihat schn so resigniert, dass er sich als dumm empfindet und da kann ja nichts gutes rauskommen. wie seht ihr das?


Eine schriftliche Arbeit muß schon vorhanden sein, da würde ich auch darauf bestehen, sie zu sehen! Wenn sie weg ist, muß eben nachgeschrieben werden.

Ich finde, den Kindern muß natürlich erklärt werden, was sie falsch gemacht haben. Müssen die denn keine Berichtigung machen? Du könntest zu den Arbeiten auch mal eine zweite Meinung einholen - am besten von einer möglichst neutralen Instanz.

Wenn Du ihn "schwänzen" läßt, wird er die Arbeit doch nachschreiben müssen? Damit ist das Problem nur verschoben!
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Mausi



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BeitragVerfasst am: 23.10.2012, 07:51
BeitragTitel:
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Wenn die Rückkehr der KL nach den Ferien erwartet wird, würde ich sie fragen, ob sie die Noten ihrer Vertreter in die Gesamtnote einbezieht und zu welchen Anteilen.

Elternvertreter, berufstätig oder nicht, ich hätte mir schon die Zeit abends genommen, um schriftlich mit den Vertretungslehrern in Kontakt zu kommen und zu erfahren, wie die Noten zustande gekommen sind und hätte um eine Stellungnahme bezüglich der Klassensituation gebeten. So hätten die beiden gewusst, dass ich als Mutter hinter meinem Kind stehe und mir nicht alles gefallen lasse. Selbst die störischsten Lehrer lenken plötzlich ein, wenn sie merken, dass die Eltern sie unter der Lupe betrachten und nicht stillhalten. (Stichwort - Schulamt)

Auch würde ich noch intensiver mit meinem Kind für Diktate üben, wenn ich weiß, dass die Rechtschreibung seine Schwachstelle ist und sie womöglich den Übertritt ins Gymnasium gefährden könnte.
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NinaHH
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Anmeldungsdatum: 24.01.2007
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BeitragVerfasst am: 23.10.2012, 08:54
BeitragTitel:
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Liebe Diorella,

so wie es sich anhört, finde ich die Situation auch untragbar.

Nicht richtig fände ich aber den Ansatz, die Vertretungslehrer vor die Klasse zu zitieren damit sie den Eltern "Rede und Antwort" stehen (klingt mehr nach Mittelalter und Pranger). Ich würde immer den Weg einhalten, den das Schulgesetz vorsieht, also erst einmal versuchen, die hauptamtlichen Elternvertreter zu aktivieren mit dem Schulleiter zu sprechen, wenn das nichts wird über den Eltern(bei)rat oder sonst direkt an den Schulleiter zu gehen. Wenn das auch nichts fruchtet, entweder massiv die Elternschaft mobilisieren oder/und an die Schulaufsicht wenden (oder wie immer das dann heißt).

Ihr habt das ja so gemacht, aber ich würde dann den Strang weiter verfolgen und sofort wieder dem SL melden, wenn es wieder nicht tragbares Verhalten gibt.

Wichtig ist es, konstruktiv zu bleiben, sonst sind die Fronten schnell verhärtet.
Es ist ja davon auszugehen, dass auch der SL es nicht toll findet, wenn die Vertretungslehrer den Ruf seiner Schule gefährden.

Viel schlimmer als schlechte Diktatnoten finde ich allerdings den Umgang mit den Kindern und das Nutzen des Handys im Unterricht.

Hinsichtlich der Noten würde ich mir auch nicht so nen Kopf machen, das wird eure Klassenlehrerin schon relativieren, wenn sie bald kommt. Da ist es wichtig, dass du deinem Kind den Rücken stärkst und ihm klarmachst, dass diese Vertretungslehrer offenbar überfordert sind. Nicht wegen des Diktats, höchstens wegen des Unterrichtsstils würde ich es ggf. durchziehen, mein Kind vom Unterricht zu entschuldigen, weil ich für das Wohl meines Kindes verantwortlich bin und es das Klassenklima nicht ohne psychische Beeinträchtigungen erträgt. Das wäre aber dann natürlich schon eine hohe Eskalalationsstufe.

Ich hoffe für euch, dass die Klassenlehrerin schnell wieder gesund wird!

Viele Grüße von Nina
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ripley



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BeitragVerfasst am: 23.10.2012, 10:26
BeitragTitel:
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Zitat:
Da ist es wichtig, dass du deinem Kind den Rücken stärkst und ihm klarmachst, dass diese Vertretungslehrer offenbar überfordert sind.


Und genau DAS würde ich bei einem Viertklässler (!) tunlichst vermeiden (wollen/müssen).

Klar ist die Situation bescheiden, aber da müssen eindeutig die Erwachsenen was dran drehen. Den Kindern - in welcher Form auch immer - zu vermitteln, dass die Lehrer nun mal leider nix drauf haben, ist meiner Meinung nach eher kontraproduktiv.
_________________
LG
Ellen
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morlis



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Beiträge: 485
Wohnort: BaWü

BeitragVerfasst am: 23.10.2012, 10:36
BeitragTitel:
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ripley hat folgendes geschrieben:
Den Kindern - in welcher Form auch immer - zu vermitteln, dass die Lehrer nun mal leider nix drauf haben, ist meiner Meinung nach eher kontraproduktiv.

Keine Angst, das merken die Kinder ganz von allein. ;)
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NinaHH
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Anmeldungsdatum: 24.01.2007
Beiträge: 1033
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 23.10.2012, 11:12
BeitragTitel:
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ripley hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Da ist es wichtig, dass du deinem Kind den Rücken stärkst und ihm klarmachst, dass diese Vertretungslehrer offenbar überfordert sind.


Und genau DAS würde ich bei einem Viertklässler (!) tunlichst vermeiden (wollen/müssen).

Klar ist die Situation bescheiden, aber da müssen eindeutig die Erwachsenen was dran drehen. Den Kindern - in welcher Form auch immer - zu vermitteln, dass die Lehrer nun mal leider nix drauf haben, ist meiner Meinung nach eher kontraproduktiv.


Hallo ripley,

ich finde das eine schwierige Gratwanderung.

Normalerweise sehe ich das auch so - grundsätzlich sehe ich zu, dass ich die Autorität der Lehrkraft nicht schwäche und meine Zweifel am Unterricht für mich behalte (bzw. an geeigneter Stelle ohne Kind weitergebe).

Wenn aber genau diese Autorität mein Kind stark verunsichert und massiv unter Druck setzt (und Anschreien gehört für mich dazu), steht mir das Wohl meines Kindes näher. Und wenn ich dem Kind deutlich machen kann, dass das Verhalten der Lehrkraft auch nicht aus Bosheit so ist wie es ist, sondern vermutlich aus mangelnder Erfahrung und daraus resultierender Überforderung, kann das auch zu einer Verbesserung der Situation führen (wobei meine Tochter sich schon beschwert, dass ich immer "für" die anderen sei - weil ich halt versuche, ihr deren Standpunkt klar zu machen).

"Aus Prinzip" immer den Unterricht des Lehrers vor dem Kind gutzuheißen finde ich verlogen - und im schlimmsten Fall erzählen die Kinder dann gar nichts mehr.

Ich habe übrigens auch einen Viertklässler und ich bin mir sicher, dass er zu einer differenzierten Einzelfallbetrachtung durchaus in der Lage ist.

Viele Grüße von Nina
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Ernestine




Anmeldungsdatum: 18.01.2012
Beiträge: 386

BeitragVerfasst am: 23.10.2012, 11:29
BeitragTitel:
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ripley hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Da ist es wichtig, dass du deinem Kind den Rücken stärkst und ihm klarmachst, dass diese Vertretungslehrer offenbar überfordert sind.


Und genau DAS würde ich bei einem Viertklässler (!) tunlichst vermeiden (wollen/müssen).

Klar ist die Situation bescheiden, aber da müssen eindeutig die Erwachsenen was dran drehen. Den Kindern - in welcher Form auch immer - zu vermitteln, dass die Lehrer nun mal leider nix drauf haben, ist meiner Meinung nach eher kontraproduktiv.


Meine Mutter sagt in solchen Situationen "Arschlöcher gibt's überall!", das war mir als Schülerin durchaus ein Trost. ;)

Ich spreche mit Charlotte schon darüber, was wir vom Lehrer/Unterricht erwarten. Das Problem ist halt, wenn ein Lehrer unfair ist oder gemein oder die Stoffauswahl oder Unterrichtsgestaltung fragwürdig ist, kann man zumindest versuchen, daran etwas zu ändern - wenn der Lehrer unfähig ist, kann man ihn als Schüler/Eltern nicht auf eine Fortbildung schicken! Das muß man erstmal hinnehmen und sich trösten.
_________________
Charlotte (9), Wolf (4), Frieder (2)
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Synkopia
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Anmeldungsdatum: 09.03.2007
Beiträge: 1496
Wohnort: Nord-Württemberg

BeitragVerfasst am: 23.10.2012, 18:41
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Hallo diorella,

Vertretungen insbesondere von Klassenlehrerinnen in der Grundschule sind häufig problembehaftet. Wir hatten bisher erst einmal den Fall, dass nichts Größeres schiefgelaufen ist. Die Elternvertreter hätten wegen der Probleme sogar eine zusätzliche Klassenpflegschaftssitzung einberufen können, die reguläre zu verschieben war meiner Ansicht nach nicht die beste Idee.
Wegen der Schulwahl: die Empfehlung der Klassenlehrerin erhaltet Ihr ja auf alle Fälle noch und bis dahin werden noch ein paar Schulwochen vergangen sein. Ich erinnere mich doch richtig, dass Ihr in Baden-Württemberg wohnt?

Schaut Euch an den Tagen der Offenen Tür alle in Frage kommenden Schulen an und bedenkt, dass in der 5. und 6. Klasse häufig an Realschulen deutlich mehr Hausaufgaben gegeben werden als in den Gymnasien, da Wiederholungen des Stoffes nicht in die eigene Verantwortung gelegt werden. Also nutzt die Gelegenheit, um überall mit Eltern ins Gespräch zu kommen, die schon Kinder dort haben.

Wegen der Auswirkungen der Vertretungszeit auf die Deutschnote würde ich mir jetzt auch nicht zu viele Sorgen machen, die Klassenlehrerin wird das schon einzuordnen (und eventuell zu gwichten) wissen.

Alles Gute winkie
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Synkopia mit Tochter (*7/95), Sohn (*4/97), Tochter (*6/99) und Sohn (*9/04)
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diorella




Anmeldungsdatum: 27.01.2010
Beiträge: 97

BeitragVerfasst am: 24.10.2012, 20:58
BeitragTitel:
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hallo synkopia,

danke für die zeilen, inzwischen ist mir auch klar geworden, dass wir da von anfang an mehr interesse hätten zeigen müssen - irgendwie waren wir wohl alle der meinung, dass das schon gut geht und die lehrerin bald wieder kommt...

jetzt sehe ich das so, dass es wohl eher nichts mehr bringt, hier viel wirbel zu machen. dein kommentar (und auch andere) bestätigen mich hier.

ausserdem hatte ich den eindruck: wenn den vertretungslehrern alles ohnehin egal ist, wie gehen die dann mit meinem kind um, wenn ich denen unangenehm werde? - also war hier auch erstmal stillhalten und sich mit anderen austauschen meine devise. dass das dann so schnell so schlecht gelaufen ist, das hatte keiner wirklich erwartet und dem war auch auf die schnelle keiner gewachsen. ich hätte mich auch gegen die frau des elternvertreters stellen müssen, was mir fern liegt. und die hat nunmal vorgezogen, dem rektor das zu überlassen - ich denke, damit war jetzt erstmal klar, dass es so weiterläuft bis du kl wieder da ist.

gestern hatten wir hier infoabend der schulen (allgemein). ich denke, dass ich in abhängigkeit von der kl-meinung meinen entschluß fasse und die tatsächliche schule (real- oder gym) dann eher mein sohn mit mir zusammen auswählen. ganz klar, dass wir die in frage kommenden schulen alle ansehen werden... ich kann mir gut vorstellen, dass vor der entscheidung hier noch der eine oder andere austausch stattfnden wird..

danke auch an die anderen kommentare,

diorella
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Atti
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 291
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 25.10.2012, 10:57
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

diorella hat folgendes geschrieben:
ich hätte mich auch gegen die frau des elternvertreters stellen müssen, was mir fern liegt. und die hat nunmal vorgezogen, dem rektor das zu überlassen - ich denke, damit war jetzt erstmal klar, dass es so weiterläuft bis du kl wieder da ist.
diorella


Wieso spricht denn eigentlich die Frau des Elternvertreters mit dem Rektor ? Bei solchen Beschwerden müsste doch die Schulleitung mit den Elternvertretern und den Vertretungslehrern gemeinsam versuchen Probleme zu klären und Veränderungen anzustossen.

Gruß,
Atti
_________________
Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft.
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Handy, Kinder, Laufen, SMS, Spiele



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